(19)
(11) EP 1 688 664 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.08.2006  Patentblatt  2006/32

(21) Anmeldenummer: 05103941.0

(22) Anmeldetag:  11.05.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21V 5/00(2006.01)
G02B 6/00(2006.01)
G09F 9/00(2006.01)
F21V 3/00(2006.01)
F21S 4/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(30) Priorität: 03.02.2005 DE 202005001786 U

(71) Anmelder: LITE-Licht GmbH
33442 Herzebrock-Clarholz (DE)

(72) Erfinder:
  • Ludwiczak-Osterloher, Bogna
    80636 München (DE)

(74) Vertreter: Flötotto, Hubert 
Vennstrasse 9
33330 Gütersloh
33330 Gütersloh (DE)

   


(54) Leuchte für den Innen- oder Aussenbereich mit Mikroprismenfolie


(57) Die Erfindung betrifft eine Leuchte (1) für den Innen- oder Außenbereich umfassend ein transparentes oder teiltransparentes lang gestrecktes Gehäuse (2) in dem ein Leuchtmittel (3) angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist das Gehäuse (2) aus einem transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper (4) vorzugsweise aus Acrylglas, Glas oder PC-Glas gebildet, in dem ein als Leuchtmittel (3) ausgebildeter Trägerstab (5) mit LED's (6) angeordnet ist, wobei um den Trägerstab (5) eine rohrförmig gewickelte Mikroprismenfolie (7) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte für den Innen- oder Außenbereich umfassend ein transparentes oder teiltransparentes gestrecktes Gehäuse in dem ein Leuchtmittel angeordnet ist.

[0002] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Leuchten, ob für den Innen- oder Außenbereich, die ein lang gestrecktes Leuchtengehäuse aufweisen, ergibt sich insbesondere das Problem, dass bei den so genannten stabförmigen Leuchten über den Erstreckungsbereich eine homogene Lichtverteilung oft nicht gegeben ist. Dies ist insbesondere bei den stabförmigen Leuchten gegeben, bei denen die Lichtquelle an einem Ende der Leuchte platziert ist.

[0003] Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Leuchte für den Innen- bzw. Außenbereich derart weiter zu bilden, bei der sich über das erstreckende stabförmige transparente Gehäuse ein homogenes Lichtbild ergibt, wobei zu dem gewährleistet werden soll, dass die Leuchte im Außenbereich freikragend angebracht werden kann, und wobei die Leuchte wartungsfreundlich und kostengünstig herstellbar ist.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Gehäuse aus einem transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper mit vorzugsweise gekrümmten Begrenzungsflächen gebildet ist, in dem ein Trägerstab für LED's angeordnet ist, wobei um den Stabträger eine rohrförmig gewickelte Mikroprismenfolie angeordnet ist.

[0005] Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass ein beliebig sich erstreckendes Gehäuse infolge eines transparenten oder teiltransparenten Hohlkörpers gebildet werden kann, wobei in entsprechender Weise der in dem Gehäuse angeordnete Trägerstab mit den einzelnen LED's über die Erstreckung des transparenten oder teiltransparenten Hohlkörpers die hinreichende Lichtstrahlung erzeugt. Infolge der um den Trägerstab gewickelten Mikroprismenfolie wird Licht über den Gehäusestab so verteilt, dass die Abbildungen der einzelnen Lichtpunkte verzerrt und verschwommen erscheint, was den Eindruck erweckt, dass der transparente Hohlkörper mit leuchtender Flüssigkeit gefüllt ist. Das Lichterscheinungsbild verteilt sich über das Leuchtengehäuse quasi homogen. Die Verwendung von LED's gewährleistet eine wartungsfreundliche Ausführung der Leuchte, da insbesondere LED's eine hohe Lebensdauer aufweisen.

[0006] Aufgrund dieser Ausbildung ist es nun möglich, beispielsweise zylinderartige Lampengehäuse freikragend an einer Fassade anzuordnen, die in ihrer Erscheinung den oben beschriebenen quasi homogenen Lichteffekt aufweisen.

[0007] In vorteilhafter Weiterbildung ist hierbei der Trägerstab ebenfalls aus transparentem oder teiltransparentem Material beispielsweise Acrylglas gebildet und wirkt hierbei als Prismenkörper für die LED's. Somit wird insbesondere eine Lichtstreuung durch mehrfachen Brechungseffekt erzeugt, wobei zunächst der von den LED's erzeugte Lichtstrahl an dem als Prismenkörper ausgebildeten Trägerstab gebrochen wird und bei Auftreffen an der Mikroprismenfolie wird der Lichtstrahl an den feinen, auf der Mikroprismenfolie vorhandenen Prismen mehrfach reflektiert und gebrochen. Somit ergibt sich über den Umfang des Leuchtengehäuses eine verzerrte und verschwommene Abbildung der einzelnen Lichtpunkte, die den Eindruck erwecken, dass der Hohlkörper mit leuchtender Flüssigkeit gefüllt ist.

[0008] In Weiterbildung der Erfindung sind die LED's streifenförmig angeordnet, wobei der LED-Streifen als solches auf oder in dem Trägerstab befestigt ist. Es versteht sich von selbst, dass beispielsweise auf einem LED-Träger in bestimmten Abständen die einzelnen LED's angeordnet sind. Dieser LED-Träger in seiner Streifenform wird dann an dem Trägerstab befestigt, wobei der LED-Streifen an den Trägerstab geklebt oder mechanisch angebracht werden kann. Ist beispielsweise der Trägerstab rohrförmig ausgebildet, so kann der LED-Streifen in dem Rohrkörper als solches festgelegt sein. Die Mikroprismenfolie ist dabei an der Innenwand des transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper angeordnet, und zwar derart, dass sie mit der von Mikroprismen besetzten Oberfläche nach außen weist, und wobei die glatt ausgebildete Unterfläche der Folie zu dem mit LED's versehenen Stabträger ausgerichtet ist.

[0009] Aufgrund dieser Ausbildung ergibt sich der so genannte mehrfache Reflexions- und Brechungseffekt an der Folienoberfläche, der insbesondere zu den schon beschriebenen Lichteffekten über die Umfangsfläche des Leuchtengehäuses führt.

[0010] Hierbei kann in vorteilhafter Weise die Mikroprismenfolie an der Innenwand des transparenten oder teiltransparenten Hohlkörpers anliegen. Eine andere Variante sieht vor, dass in dem transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper, der das Gehäuse bildet, ein weiterer transparenter oder teiltransparenter Hohlkörper angeordnet ist, an dem dann die Mikroprismenfolie in der beschriebenen Art angeordnet ist.

[0011] Hierbei kann der das Gehäuse bildende transparente oder teiltransparente Hohlkörper unterschiedliche Formen einnehmen, wie beispielsweise eine Zylinderform, eine Kegelform, eine Kegelstumpfform, eine Kegelausschnittsform oder dergleichen. Entsprechende Ausbildungsvarianten können auch für den als Prismenkörper ausgebildeten Trägerstab vorgesehen sein, wobei hier unterschiedliche Formen, wie beispielsweise ein Vollstab, eine Rohrform, eine Dreiecksform, eine Rechteckform oder eine Vieleckform Verwendung finden können, um hier entsprechende Effekte zu erzielen.

[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden Figuren 1 und 2 näher erläutert; dabei zeigen:

Figur 01: Eine geschnittene Darstellung durch die Lampe; und

Figur 02: Eine geschnittene Seitenansicht, gemäß der Schnittlinie II-II in Figur 01.



[0013] Die Figur 01 zeigt in der geschnittenen Draufsicht eine Leuchte 1 für den Innen- oder Außenbereich, die im Wesentlichen ein gestrecktes Gehäuse 2 umfasst, in der ein Leuchtmittel 3 angeordnet ist. Wie in der Figur 01 dargestellt ist, zeigt diese eine Variation, dass das Leuchtengehäuse 2 als Hohlzylinder ausgebildet ist. Dabei ist das Gehäuse 2 aus einem beispielsweise Acrylglashohlkörper 4 in Form eines Zylinders ausgebildet, in dem ein Trägerstab 5 für LED's 6 angeordnet ist, wie sie in der Aufreihung an dem Trägerstab 5 besser in der Figur 02 in der geschnittenen Darstellung zu erkennen sind.

[0014] Um den Trägerstab 5 ist eine rohrförmig gewickelte Prismenfolie 7 angeordnet. Wie aus der Figur 01 zu erkennen ist, ist der Trägerstab 5 mit den LED's 6 im Zentrum des zylinderförmigen Acrylglashohlkörpers 4 angeordnet. Der Trägerstab 5 als solches ist dabei ebenfalls aus Acrylglas gebildet, der in Bezug zu den einzelnen LED's 6 wie ein Prisma wirkt. Wie schon bereits erwähnt, sind die LED's 6 streifenförmig angeordnet, wobei der LED-Streifen 8 auf oder in dem Trägerstab 5 angeordnet sein kann.

[0015] Das gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt insbesondere die Befestigung des LED-Streifens 8 an dem Trägerstab 5. Ist der Trägerstab 5 beispielsweise rohrförmig ausgestaltet, so kann der LED-Streifen 8 auch in dem Trägerstab 5 angeordnet sein. Wie aus der Figur 01, aber auch aus der Figur 02 zu erkennen ist, ist die Mikroprismenfolie 7 an der Innenwand 9 des Acrylglashohlkörpers 4 angeordnet.

[0016] Wie insbesondere aus der Figur 01 zu erkennen ist, ist hierbei die Mikroprismenfolie 7 in dem Hohlkörper 4 derart angeordnet, dass die mit den Prismen 10, hier mit Dreiecksstreifen, besetzte Oberfläche 11 der Folie 7 nach außen weist, wobei die glatt ausgebildete Unterfläche 12 der Folie 7 zu dem mit den LED's 6 versehenen Stabträger 5 hin ausgerichtet ist. Somit ergibt sich insbesondere für die erzeugten Lichtstrahlen ein mehrfacher Brechungseffekt, wobei das Licht einmal an dem Prismenkörper gebrochen wird, und mehrfach reflektiert und gebrochen an den Mikroprismen, die auf der Oberfläche 11 der Folie 7 vorhanden sind.

[0017] Wie aus dem Beispiel der Figur 01 und 02 zu erkennen ist, liegt hierbei die Mikroprismenfolie 7 mit ihren Mikroprismen 10 an der Innenwand des Hohlkörpers 4 an, wobei hier der Hohlkörper 4 die Form eines Zylinders einnimmt. Eine andere Ausführungsform, die den gleichen Effekt hervorruft, kann auch dadurch gebildet werden, dass in dem Hohlkörper 4 ein weiterer nicht dargestellter Hohlkörper, ebenfalls in Zylinderform angeordnet sein kann, an dem dann die Mikroprismenfolie 7 angeordnet ist.

[0018] Es versteht sich nun von selbst, dass insbesondere das Gehäuse 2, welches aus einem transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper 4 gebildet ist, unterschiedliche Formen einnehmen kann, die hier nicht näher dargestellt sind. So kann das Gehäuse 2 beispielsweise, wie in der Ausführungsform 01 und 02 beschrieben, eine Zylinderform aufweisen. Denkbar ist aber auch eine Kegelform, eine Kegelstumpfform, eine Kegelausschnittsform oder andere gestreckte Gehäuseformen mit gekrümmten Begrenzungsflächen. Auch für die Ausbildung des Trägerstabes 5, der als Prismenkörper für die LED's 6 wirkt, können unterschiedliche Formen gewählt werden, wobei neben einer Vollstabform eine Rohrform, oder, wie in den Beispielen der Figur 01 und 02 dargestellt, eine Dreiecksform möglich sein können, aber auch eine Rechteckform oder eine Vieleckform ist hier denkbar, um entsprechende Lichteffekte zu erzeugen.


Ansprüche

1. Leuchte für den Innen- oder Außenbereich umfassend ein transparentes oder teiltransparentes lang gestrecktes Gehäuse in dem ein Leuchtmittel angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (2) aus einem transparenten oder teiltransparenten Hohlkörper (4) vorzugsweise aus Acrylglas, Glas oder PC-Glas gebildet ist, in dem ein als Leuchtmittel (3) ausgebildeter Trägerstab (5) mit LED's (6) angeordnet ist, wobei um den Trägerstab (5) eine rohrförmig gewickelte Mikroprismenfolie (7) angeordnet ist.
 
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trägerstab (5) ebenfalls aus transparentem oder teiltransparentem Material gebildet ist, und als Prismenkörper für die LED's (6) wirkt.
 
3. Leuchte nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die LED's (6) streifenförmig angeordnet sind und wobei der LED-Streifen (8) auf oder in dem Trägerstab (5) befestigt bzw. angeordnet ist.
 
4. Leuchte nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mikroprismenfolie (7) an der Innenwand (9) des transparenten oder teiltransparenten Hohlkörpers (4) angeordnet ist.
 
5. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mikroprismenfolie (7) in dem Hohlkörper (4) derart angeordnet ist, dass die mit den Mikroprismen (10) besetzte Oberfläche (11) der Folie (7) nach außen weist, und wobei die glatt ausgebildete Unterfläche (12) der Folie (6) zu dem mit LED's (6) versehenen Trägerstab (5) hin ausgerichtet ist.
 
6. Leuchte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem transparenten oder teiltransparenten Holkörper (4) ein weiterer transparenter oder teiltransparenter Hohlkörper angeordnet ist, an dem die Mikroprismenfolie (7) angeordnet ist.
 
7. Leuchte nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der das Gehäuse (2) bildende transparente oder teiltransparente Hohlkörper (4) unterschiedliche Formen, wie beispielsweise eine Zylinderform, eine Kegelform eine Kegelstumpfform, eine Kegelausschnittsform oder eine freie Form mit gekrümmten Begrenzungsflächen einnimmt.
 
8. Leuchte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der als Prismenkörper ausgebildete Trägerstab (5) unterschiedliche Formen, wie beispielsweise eine Vollstabform, eine Rohrform, eine Dreiecksform eine Rechteckform, oder eine Vieleckform aufweist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht