[0001] Die Erfindung betrifft ein Touch-Latch System für Möbel mit zueinander relativ bewegbaren
Möbelteilen, insbesondere Möbelschublade, Möbeltüre, oder Möbelklappe, nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Touch-Latch Systeme werden u.a. bei Schubladen oder Türen ohne Griff auf
der Frontblende eingesetzt. Derartige Touch-Latch-Systeme sind aus dem Stand der Technik
an sich bekannt , so z.B. ein Touch-Latch-System mit dem Kuli-Prinzip (Drehbewegung),
oder ein Touch-Latch-System mit Kulisse (2D-Herzkurve, 3D-Kurve).
[0003] Derartige Vorrichtungen dienen dazu, das Öffnen und Schließen von Schubladen, Türen,
Klappen und beliebigen anderen beweglichen Möbelteilen zu ermöglichen, die beispielweise
aus ästhetischen Gründen keinen Griff aufweisen. Ein Öffnen und Schließen derartiger
beweglicher Möbelteile, beispielweise durch seitliche Betätigung der Frontplatte oder
eines anderen zugänglichen Teils, ist unpraktisch bzw. nicht möglich, da nicht bedienbar
und lässt keine sichere Bedienung zu.
[0004] Es sind Beschläge zum Öffnen von Schubladen bekannt, die dadurch betätigt werden,
dass die Schublade um eine vorgegebene Wegstrecke eingedrückt wird und anschließend
durch einen Federmechanismus ausgefahren wird. Diese Funktion wird in bekannter Weise
über sogenannte Touch-Latch-Beschläge erreicht.
[0005] Die DE 198 21014 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Öffnen eines Verschlusselementes,
insbesondere einer Schublade, Tür, oder Klappe eines Möbelstückes, wobei eine Antriebseinheit
zum Öffnen der Schublade, Tür, oder Klappe vorgesehen ist und ein Auslöseelement mit
insbesondere einem el. Kondensator insbesondere in der Frontblende der Schublade,
Tür, oder Klappe vorgesehen ist, zum Betätigen der Antriebseinheit.
[0006] Die DE 100 08 350 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Öffnen einer Möbelabdeckung,
insbesondere einer Schublade, Tür, oder Klappe eines Möbelstückes, wobei eine Kombination
eines Touch-Latch-Beschlages mit einem Dämpfer vorgesehen ist und der Touch-Latch-Beschlag
an einer separaten Unterschale der Möbelabdeckung befestigt ist.
[0007] Die EP 1 183 963 A1 offenbart einen Adapter und eine Schublade mit diesem Adapter,
der wenigstens zwei Funktionselemente aufweist, durch die der öffnungs-und/oder Schließvorgang
der Schublade beeinflussbar ist. Als Funktionselemente sind Dämpfungen, Ver- und Entriegelungen,
Motoren und Federn zum Öffnen und Schließen der Schublade und auch Touch-Latch-Beschläge
mit Labyrinth und Antriebsfeder offenbart. Die Touch-Latch-Beschläge sind im hinteren
Bereich der Schublade unterhalb des Schubladenbodens mit der Schubladenzarge verbunden,
wodurch Stauraum in der Schublade verloren geht.
[0008] Die DE 295 07 917 U1 und EP-743032 B1 offenbaren ein Unterflur-Schienensystem für
Schubkästen mit einem Touch-Latch-System mit einem den Schubkasten in Schließstellung
sichernden federbelasteten Zuhalteelement, welches unterhalb des Führungsschienensystems
an der Unterseite der feststehenden Korpusschiene angeordnet ist. Das federbelastete
Zuhalteelement ist eine Rastklinke, die mittels eines an der ausfahrbaren Auszugsschiene
angeordneten Mitnehmers verfahrbar ist. Die Rastklinke ist in einem flachen Führungskörper
mit einer Führungsbahn mit Wendeschleife in Auszugsrichtung des Schubkastens verschiebbar.
Nachteil ist, dass durch die Anordnung des Touch-Latch-System unterhalb des Führungsschienensystems
an der Unterseite der feststehenden Korpusschiene Stauraum für die darunter liegende
Schublade verloren geht.
[0009] Die EP 1 314 842 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines beweglichen
Möbelteils, insbesondere einer Schublade, Tür oder Klappe, die einem Touch-Latch-System
entspricht. Die Vorrichtung umfasst zwei Auslöse-und Antriebseinheiten, die jeweils
ein durch äußere Krafteinwirkung beeinflussbares Auslöseelement und ein mit dem Auslöselement
gekoppeltes Antriebselement zum Bewegen des Möbelteils aufweisen, und mindestens ein
Verriegelungselement zur Verriegelung des Möbelteils in der geschlossenen Stellung
und Freigabe des Möbelteils in Abhängigkeit einer äußeren Krafteinwirkung auf mindestens
ein Auslöselement, wobei die beiden Auslöse-/Antriebseinheiten synchron und im wesentlichen
spielfrei durch weg- und kraftübertragende Mittel miteinander gekoppelt sind. Die
gesamte Vorrichtung ist im vorderen Bereich der Schublade angeordnet und ist bis auf
korpusfeste Anschläge auf dem Schubladenboden montiert. Vorteil ist, dass man überall
auf die Frontblende drücken kann, um die Schublade zu öffnen, da ein großer Auslösebereich
vorhanden ist. Nachteil ist die aufwendige und kostenintensive Konstruktion, und auch
der große Auslösebereich wegen einem unbeabsichtigten Auslösen. Wenn zwei unabhängige
an sich bekannte Touch-Latch-Beschläge vorgesehen sind, wird manchmal nur ein Beschlag
ausgelöst, der andere nicht. Weiterer Nachteil ist, dass die Vorrichtung relativ viel
Bauraum unterhalb und neben der Schublade in Anspruch nimmt und daher Stauraum für
die Schublade an sich verloren geht.
[0010] Die DE 101 18 394 A1 offenbart ein Touch-Latch-System mit Drehbewegung und Verrieglungsstift
für Türen, Klappen und Auszüge von Möbeln. Die genaue Anordnung des Touch-Latch-Systems
an den Möbeln ist nicht offenbart.
[0011] Die DE 100 60 655 A1 offenbart ein Touch-Latch-System mit Drehbewegung für Türen,
Klappen und Auszüge von Möbeln. Die genaue Anordnung des Touch-Latch-Systems an den
Möbeln ist nicht offenbart.
[0012] Die EP 0 131 909 A2 offenbart ein Touch-Latch-System für Aschenbecher im Auto mit
dem Kuli-Prinzip (Drehbewegung und 8-Nuten System). Das Touch-Latch-System ist im
hinteren Bereich des Auto-Aschenbechers zwischen der Rückwand des Klappteils und der
Unterseite der Niesche für den Aschenbecher angeordnet.
[0013] Die GB 2 117 472 A offenbart ein zylinderförmiges Touch-Latch-System mit 3D-Kurve
als Türknauf für eine Gebäudetüre, nicht aber für ein Möbelstück.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein eingangs geschildertes gattungsgemäßes
Touch-Latch-System bereit zu stellen, welches eine einfache und kostengünstige Verstellung
der Frontblende ermöglicht.
[0015] Zur Lösung der gestellten Aufgaben ist die vorliegende Erfindung durch die Merkmale
des Patentanspruches 1 gekennzeichnet.
[0016] Wesentlich dabei ist, dass der Touch-Latch-Beschlag längenverstellbar ausgebildet
ist.
[0017] Vorteil ist, dass durch die Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags eine
einfache und kostengünstige Verstellung der Frontblende ermöglicht wird.
[0018] Bevorzugt wird, wenn das gesamte Touch-Latch-System oder zumindest der Touch-Latch-Beschlag
des Touch-Latch-Systems vollständig oder nahezu vollständig in bereits vorhandene
Bauteile des Möbels integriert ist, nämlich innerhalb des Schienensystems (insbesondere
in der Schubladenschiene insbesondere an deren einen freien Ende im Frontbereich),
oder innerhalb der Schubladenzarge (Dekor) insbesondere über dem Schienensystem insbesondere
im Rückwandbereich, oder aber innerhalb einer eigens dafür geschaffenen Ausnehmung
im Material des Möbelkorpus insbesondere im Rückwandbereich. Es kann auch vorgesehen
sein, dass der Touch-Latch-Beschlag in der Tür integriert wird.
[0019] Vorteil ist, dass durch das Integrieren des Touch-Latch-Beschlags in bereits vorhandene
Bauteile des Möbels kein zusätzlicher Bauraum für den Touch-Latch-Beschlag benötigt
wird, so dass der Stauraum für zu lagernde Gegenstände im Möbelkorpus, insbesondere
der Schublade, in erwünschter Weise beibehalten bleiben kann, bzw. gegenüber Möbeln
mit Touch-Latch-Systemen aus dem Stand der Technik erheblich vergrößert ist.
[0020] Die erfindungsgemäße Möbelschublade beinhaltet mindestens ein Touch-Latch-System
mit mindestens einem Touch-Latch-Beschlag, wobei bevorzugt mindestens eine Ausziehführung
in der Möbelschublade vorgesehen ist, die mindestens eine Korpusschiene und eine Schubladenschiene
und gegebenenfalls eine Mittelschiene beinhaltet.
[0021] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung beinhaltet der Touch-Latch-Beschlag
mindestens ein vorzugsweise zylindrisches Gehäuse und einen Schiebe- und/oder Drehteil,
wobei der Touch-Latch-Beschlag über ein erstes Teil (Gehäuse oder Schiebe- und/oder
Drehteil) mittelbar oder unmittelbar mit einer der Schienen (Korpusschiene, Mittelschiene,
Schubladenschiene) verbunden ist und über ihr jeweils anderes Teil (Schiebe- bzw.
Drehteil oder Gehäuse) zeitweilig während des Öffnens und Schließens mittelbar oder
unmittelbar mit einer anderen Schiene (Korpusschiene, Mittelschiene, Schubladenschiene)
in Kontakt liegt bzw. koppelbar ist.
[0022] Der Touch-Latch-Beschlag ist integriert in den bereits vorhandenen Bauteilen der
Schublade und ist daher im eingefahrenen und/oder ausgefahrenen Zustand der Schublade/Türe/Klappe
unsichtbar oder nahezu unsichtbar in dem Möbel angeordnet. Kein Teil des Touch-Latch-Systems
kommt während der Bewegung der Schublade aus dem Korpus heraus oder steht während
der eingezogenen oder ausgefahrenen Schublade/Türe/Klappe ab, so dass keine Verletzungsgefahr
für den Nutzer und auch keine optische Störung vorliegt, sondern ein harmonisches
Design.
[0023] Es sind auch keine aufwändigen Anbauteile für das erfindungsgemäße Touch-Latch-System
notwendig, wie ein Adapter, eine Zusatzleiste oder einen Anschlag, nach dem Stand
der Technik, die genau positioniert werden müssten.
[0024] Auch sind keine Bohrungen notwendig, um das Touch-Latch-System in der Schublade einzustecken.
[0025] Die Erfindung ist ausdrücklich nicht auf eine Schublade begrenzt, sondern der Aufsatz
auf der Führung kann beliebig sein, so z.B. eine Schublade, ein Drahtkorb, eine Platte,
etc.. Auch ist das erfindungsgemäße Touch-Latch-System natürlich in Zusammenhang mit
Möbeltüren und Möbelklappen verwendbar, so dass keine Einschränkung auf Schienensysteme
erfolgen soll.
[0026] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Gehäuse des Touch-Latch-Beschlags mittelbar
oder unmittelbar mit der Schubladenschiene, vorzugsweise im vorderen Bereich der Schubladenschiene
verbunden ist, und der Schiebe- und/oder Drehteil mittelbar oder unmittelbar an der
Korpusschiene, vorzugsweise auf einem auf der Korpusschiene angebrachten Anschlag
anschlägt.
[0027] Eine alternative Ausführung der Erfindung sieht vor, dass das Gehäuse des Touch-Latch-Beschlags
mittelbar oder unmittelbar mit der Korpusschiene, verbunden ist, und der Schiebe-
und/oder Drehteil des Touch-Latch-Beschlags mittelbar oder unmittelbar an der Schubladenschiene,
vorzugsweise auf einem auf der Schubladenschiene angebrachten Anschlag anschlägt.
[0028] Das Touch-Latch-System ist mit einem in der Führung integrierten Dämpfer (z.B. Dämpfer
wie in der DE-10256133 oder EP-03012770.8) austauschbar. Dies gilt insbesondere für
die Anordnung des Touch-Latch-Systems am freien Ende einer Schiene, z.B. der Schubladenschiene.
Vorteil ist, dass der Kunde bzw. der Monteur "in der letzten Minute" entscheiden kann,
ob er den Dämpfer oder das Touch-Latch-System einsetzen möchte. Es kann vorgesehen
sein, dass ein Touch-Latch-System auf einer Seite und ein Dämpfer auf der anderen
Seite montiert werden.
[0029] Vorzugsweise ist ein einziges Touch-Latch-System pro Schublade vorhanden, es kann
aber in anderen Ausführungen auf jeder Seite der Schublade ein insbesondere identisches
Touch-Latch-System angeordnet sein oder auch mehrere unterschiedliche Touch-Latch-Systeme
an unterschiedlichen Positionen in der Schublade bzw. dem Möbelkorpus vorhanden sein.
Bevorzugt wird aber ein einziges Touch-Latch-System pro Schublade und es wird ein
Zusatzelement als gefederter Frontspalt-Anschlag auf der gegenüberliegenden Seite
des Touch-Latch-Systems montiert.
[0030] Um aber Fehlfunktionen zu vermeiden, ist ein Touch-Latch-System nur in einer einzigen
Führung montiert. Mit zwei ungekoppelten Touch-Latch-Systemen, kommt es zu Fehlfunktionen,
wenn man außerhalb des Auslösebereiches zum Öffnen drückt.
[0031] Der Auslösebereich ist mit der Position des Touch-Latch-Systemes vordefiniert und
entspricht nicht unbedingt der ganzen Frontblendenfläche (je nach Frontblendenbreite).
Für schmale Schubladen ist es die ganze Frontblendenfläche, für breite Schubladen
ist die Auslösung auf der Seite mit Touch-Latch leicht zu erzielen, je weiter vom
Touch-Latch-System gedrückt wird, desto schwieriger bis unmöglich wird eine Auslösung
(z.B. bei 1200cm breiten Schubladen).
[0032] Durch das vorzugsweise einseitig bestückte Touch-Latch-System muss auf der gegenüberliegenden
Seite ein Zusatzelement als gefederter Frontspalt-Anschlag angebracht werden. Somit
ist ein gleichmäßiger Spalt zwischen Front und Korpus über die gesamte Frontbreite
gewährleistet (wichtig im geschlossenen Zustand, da das Touch-Latch-System einen größeren
Frontspalt fordert: ca. 5 mm statt nur ca. 2 mm, um die Front zum Öffnen drücken zu
können). Dazu würde eine eventuell vorhandene Standard-Einzugsautomatik die gegenüberliegende
Seite der Front zu weit zuziehen.
[0033] Dies ist nicht notwendig, wenn es nur eine Ausziehführung pro Schublade gibt, die
dann unten und mittig an der Schublade angeordnet ist.
[0034] Das Zusatzelement zu einem einzigen Touch-Latch-System ist bevorzugt ein Puffer,
der z.B. auf der Innenseite der Frontblende oder allgemein am Korpus angeordnet ist.
[0035] Auch kann das Zusatzelement ein federndes Druckstück sein, das in der gegenüberliegenden
Position des Touch-Latch-Systems montiert ist.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass zwei Touch-Latch-Systeme pro Schublade (ein pro Ausziehführung)
vorhanden sind.
[0037] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die zwei Schiebeteile und/oder
Drehteile der Touch-Latch-Beschläge über Übertragungsmittel (z.B. Seile, Umlenkrollen,
Verbindungsstangen), vorzugsweise unter dem Schubladenboden oder hinter der Schubladenrückwand,
verbunden bzw. gekoppelt.
[0038] In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die zwei Touch-Latch-Systeme
unabhängig voneinander in der Führung angebracht.
[0039] Unabhängige Touch-Latch-Systeme mit Verriegelung funktionieren gut bei schmalen Schubladen,
da der Auslösebereich eigentlich der ganzen Frontblendenfläche entspricht.
[0040] Insbesondere werden die zwei Touch-Latch-Systeme im geschlossenen Zustand verriegelt,
womit ein gleichmäßiger Frontspalt gewährleistet ist und die Einzugsautomatik entfällt.
Die Schublade kann sich nicht unbeabsichtigt öffnen, da sie verriegelt ist. Im Normalfall
ist sie durch die Einzugsautomatik verriegelt.
Für breite Schubladen mit 2 Touch-Latch-Systeme mit Verriegelung kann es passieren,
dass beim Drücken (= beim Öffnen) ein Touch-Latch-System entriegelt wird und das andere
nicht weil man außerhalb des Auslösebereiches gedrückt hat. Wenn dies der Fall ist,
muss man auf der Seite des noch verriegelten Touch-Latch-Systems drücken und es entriegelt
sich. Dieser "Fangmechanismus" toleriert die Fehlauslösungen.
[0041] Die Verriegelung des Touch-Latch-Systems erfolgt in einer bevorzugten Ausführung
der Erfindung über einen federnden Haken zwischen dem Gehäuse des Touch-Latch-Beschlags,
und der gegenüberliegenden Schiene.
[0042] In einer alternativen Ausführung erfolgt die Verriegelung des Touch-Latch-Systems
über eine Koppelvorrichtung am Ende des Schiebeteiles des Touch-Latch-Beschlags und
eine zusätzliche Verriegelung innerhalb des Touch-Latch-Systems.
[0043] Anstatt einer Einzugsautomatik kann ein Touch-Latch-System eingesetzt werden, vorzugsweise
an der Korpusschiene. Vorzugsweise hat dieses Touch-Latch-System dieselben Aussenabmessungen
wie die Einzugsautomatik. Die Touch-Latch-Funktion wird vorzugsweise über eine Herzkurve
realisiert. Die Verriegelung ist dieselbe wie bei der Einzugsautomatik, wo ein Haken
gekippt wird und auf einer Kante des Gehäuses der Einzugsautomatik rastet.
[0044] Ist der Auslöseweg des Touch-Latch-Systems kleiner als der Einzugsweg einer optional
vorhandenen Einzugsautomatik, dann wird der Öffnungsweg der Schublade begrenzt, unabhängig
vom Gewicht der Schublade. Um die Schublade ganz zu öffnen, muss noch einmalgezogen
werden. Dies kann als zusätzliches Sicherungsmerkmal erwünscht sein, um ein unbeabsichtigtes
zu weites Öffnen der Schublade zu vermeiden.
[0045] Ist aber der Auslöseweg des Touch-Latch-Systems länger als der Einzugsweg einer optional
vorhandenen Einzugsautomatik, dann hält die Einzugsautomatik die Schublade nicht geschlossen,
sondern stößt die Lade über den Einzugsautomatik-Weg auf.
[0046] Der Touch-Latch-Beschlag des vom Prinzip her bekannten Touch-Latch-Systems kann eine
besondere Kurve, z.B. Herzkurve, 3D-Kurve oder ein beliebiges anderes Touch-Latch-Prinzip
aufweisen.
[0047] In einer anderen Variante der Erfindung kann das Touch-Latch-System dabei links oder
rechts oder mittig von der Schublade montiert sein, z.B. eingebohrt, z.B. im Schubladenboden
oder in der Zarge, oder mit Adapter irgendwo geschraubt sein, oder in der Korpusseite
eingebohrt. Das zum Touch-Latch-System zugehörige Anschlagteil ist bevorzugt im Korpus
montiert.
[0048] Es können zwei solche Touch-Latch-Systeme in der Schublade vorhanden sein, die über
Übertragungsmittel verbunden sind oder aber zwei Touch-Latch-Systeme, die unabhängig
voneinander sind.
[0049] Erfindungsgemäß erfolgt die Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags durch
drei verschiedene Grundvarianten, nämlich eine Verstellung des gesamten Touch-Latch-Beschlags,
oder aber nur durch eine Verstellung zwischen definierten Einzelteilen des Touch-Latch-Beschlags,
oder aber durch eine Verstellung eines Anschlages, der mit dem Touch-Latch-Beschlag
zusammenwirkt. Natürlich könnten diese drei Grundvarianten auch beliebig miteinander
kombiniert werden.
[0050] Bevorzugt erfolgt eine einfache und kostengünstige aller zuvor beschriebenen drei
Grundvarianten der Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags des Touch-Latch-Systems
entweder über eine Exzenterverstellung, oder aber über eine Schraubverstellung, oder
aber über eine Rastpositionenverstellung. Natürlich könnten diese drei Ausführungen
der Verstellung ebenfalls beliebig miteinander kombiniert werden. Die Längsverstellung
hat den Vorteil, dass die Position der Front der Schublade verstellt werden kann.
[0051] Die Exzenterverstellung des Touch-Latch-Beschlags weist dabei entweder eine Exzenterschraube
mit mindestens einer Nocke oder aber eine Schneckenschraube mit spiralförmiger Schneckenwindung
auf. Der Verdrehwinkel der Exzenterschraube liegt zwischen 90° und 180°, jedoch bis
maximal 360°, der Verdrehwinkel der Schneckenschraube zwischen 360° und 540°, kann
aber auch 720° oder mehr betragen, je nach erwünschtem Verstellweg.
[0052] Die Schraubverstellung des Touch-Latch-Beschlags weist eine Schraubhülse auf, die
in oder auf das Gehäuse des Touch-Latch-Beschlages geschraubt ist, oder aber weist
eine Gewindespindel eines Anschlages auf, die mit einem Schiebeteil und/oder einem
Abdrücker des Touch-Latch-Beschlages längenverstellbar mittels Schraubbewegungen verbunden
ist.
[0053] Die Mittel zur Längenverstellbarkeit, insbesondere Exzenterverstellungen des Touch-Latch-Beschlags
wirken bevorzugt zwischen dem Schiebeteil des Touch-Latch-Beschlags und einem an dem
vorderen freien Ende des Schiebeteils angeordneten Anschlag. Die Mittel zur Längenverstellbarkeit,
insbesondere Schraubverstellungen wirken bevorzugt zwischen Gehäuse des Touch-Latch-Beschlags
und dessen Schiebeteil, oder aber zwischen zwei Bauteilen des Anschlages am vorderen
freien Ende des Touch-Latch-Beschlags.
[0054] In einer anderen Variante der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass die Federkraft
der Feder des Touch-Latch-Beschlags einstellbar ausgebildet ist. Z.B. ist für eine
Schwerlastschublade eine Feder mit einer größeren Federkraft von Vorteil, für eine
Schublade, die nur geringe Tragfähigkeit aufweisen muss, genügt eine Touch-Latch-Beschlag-Feder
mit relativ geringer Federkraft.
[0055] Die Federkraft kann entweder in Stufen eingestellt werden, oder aber stufenlos. Bei
einer Einstellbarkeit der Touch-Latch-Beschlag-Feder in vordefinierten Stufen hängt
z.B. das Ende der Feder auf verschiedenen Raststufen im Gehäuse des Touch-Latch-Beschlags.
Bei einer stufenlosen Einstellbarkeit der Touch-Latch-Beschlag-Feder ist diese z.B.
über eine Verstellschraube einstellbar, die am Boden des Gehäuses des Touch-Latch-Beschlags
angebracht ist.
[0056] Eine Vorbestückung ist auch denkbar, d.h. für eine Schwerlastschublade bzw. Tür wird
ein Touch-Latch-Beschlag mit einer Feder mit einer großen Federkraft eingesetzt, und
für eine normale oder leichte Schublade bzw. Tür wird ein Touch-Latch-Beschlag mit
einer Feder mit einer niedrigeren Federkraft eingesetzt.
[0057] Natürlich kann eine stufenlose sowie stufige Einstellbarkeit der Touch-Latch-Beschlag-Feder
innerhalb eines Touch-Latch-Beschlags oder einer Schublade auch kombiniert werden.
Figuren :
[0058]
- Fig. 1 :
- isometrische Ansicht einer Ausziehführung mit Touch-Latch-System im offenen Zustand
kurz vor dem Schließen bzw. kurz nach dem Öffnen
- Fig. 2 :
- Detailansicht der Fig. 1 (Zoom auf das Touch-Latch-System und Anordnung in den Schienen)
- Fig. 3 :
- Zoom wie in Fig. 2, wobei das Touch-Latch-System sich im geschlossenen Zustand befindet,
ohne Wirkung einer Handkraft eines Benutzers für das Öffnen der Schublade
- Fig.4 :
- Zoom wie in Fig. 2, wobei das Touch-Latch-System sich in gedrückter Position befindet,
mit Wirkung einer Handkraft eines Benutzers für das Öffnen der Schublade
- Fig. 5 :
- Explosionsansicht des Touch-Latch-Beschlags (mit Kuli-Prinzip)
- Fig. 6 :
- Explosionsansicht des Touch-Latch-Beschlags (mit Herz-Kurve)
- Fig. 7 :
- Detailansicht von oben der Herz-Kurve
- Fig. 8 :
- Explosionsansicht des Touch-Latch-Beschlags (mit 3D-Kurve)
- Fig. 9 :
- Detailansicht von der Seite der 3D-Kurve
- Fig. 10 :
- Detailansicht von oben der 3D-Kurve
- Fig. 11 :
- Isometrische Ansicht einer Schublade mit einseitigem Touch-Latch-System ohne Verriegelung
und Puffer auf der anderen Seite, jedoch mit beidseitiger Einzugsautomatik
- Fig. 12 :
- Ansicht von oben der Fig. 11
- Fig. 13 :
- Detailansicht einer Schubladenführung mit Touch-Latch-System mit einem ersten Verriegelungssystem
- Fig. 14 :
- Detailansicht einer Schubladenführung mit Touch-Latch-System mit einem zweiten Verriegelungssystem
- Fig. 15 :
- Detailansicht einer Schubladenführung mit Touch-Latch-System mit einem dritten Verriegelungssystem
- Fig.16:
- Schnittansicht des Touch-Latch-Systemes mit dem dritten Verriegelungssystem nach Figur
15, im verriegelten Zustand
- Fig.17:
- Schnittansicht eines Touch-Latch-Systemes mit einem vierten Verriegelungssystem, im
verriegelten Zustand
- Fig. 18:
- Schublade mit 2 gekoppelten Touch-Latch-Systemen in der Zarge der Schublade, mit Übertragungsmitteln
(nur ein Touch-Latch-System dargestellt)
- Fig. 19:
- Perspektivische Ansicht einer Schublade mit Touch-Latch-System in einer anderen Position
in einer Ausnehmung des Möbelkorpus
- Fig. 20:
- Draufsicht auf Figur 19
- Fig. 21:
- Perspektivische Darstellung einer ersten Ausführung eines erfindungsgemäßen längenverstellbaren
Touch-Latch-Beschlages insbesondere des erfindungsgemäßen Touch-Latch-Systems
- Fig. 22:
- Perspektivische Darstellung von oben einer zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen
längenverstellbaren Touch-Latch-Beschlages insbesondere des erfindungsgemäßen Touch-Latch-Systems
- Fig. 23:
- Perspektivische Darstellung von unten der zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen
längenverstellbaren Touch-Latch-Beschlages
- Fig. 24:
- Perspektivische Darstellung von oben der zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen
längenverstellbaren Touch-Latch-Beschlages mit abgenommenem längenverstellbaren Anschlag
- Fig. 25:
- Perspektivische Darstellung von unten der zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen
längenverstellbaren Touch-Latch-Beschlages mit abgenommenem längenverstellbaren Anschlag
- Fig. 26:
- Perspektivische Darstellung einer dritten Ausführung eines erfindungsgemäßen längenverstellbaren
Touch-Latch-Beschlages insbesondere des erfindungsgemäßen Touch-Latch-Systems in Explosionsdarstellung
- Fig. 27:
- Perspektivische Darstellung einer vierten Ausführung eines erfindungsgemäßen längenverstellbaren
Touch-Latch-Beschlages insbesondere des erfindungsgemäßen Touch-Latch-Systems
Legende:
[0059]
- 1.
- Schubladenführung
- 2.
- Schubladenschiene
- 3.
- Mittelschiene
- 4.
- Korpusschiene
- 5.
- Touch-Latch-Beschlag des Touch-Latch-Systems
- 6.
- Gehäuse
- 7.
- Schiebeteil
- 8.
- Drehteil
- 9.
- Anschlag
- 10.
- Nut
- 11.
- Vorsprung
- 12.
- Kante
- 13.
- Vorsprung
- 14.
- Kante
- 15.
- Feder
- 16.
- Montagevorrichtung
- 17.
- Deckel
- 18.
- Kulisse
- 19.
- Rastposition
- 20.
- Kulisseklinke
- 21.
- Schublade
- 22.
- Korpus
- 23.
- Frontblende
- 24.
- Frontspalt
- 25.
- Puffer
- 26.
- Schubladenzarge
- 27.
- Anschlag
- 28.
- Übertragungsmittel
- 29.
- Aussparung
- 30.
- federnde Haken
- 31.
- federnde Haken
- 32.
- Aussparung
- 33.
- Koppelvorrichtung
- 34.
- Klotz
- 35.
- Noppe
- 36.
- Aussparung
- 37.
- Verriegelungsstift
- 38.
- verstellbarer Anschlag
- 39.
- Exzenterschraube
- 40.
- Verstellrichtungen
- 41.
- Touch-Latch-Beschlag des Touch-Latch-Systems
- 42.
- Anschlag
- 43.
- Schneckenschraube
- 44.
- hakenförmige Fortsätze von 42
- 45.
- Ausnehmung in 42 für 43
- 46.
- Werkzeugansatz von 43
- 47.
- Bohrung in 42
- 48.
- Noppen auf 7
- 49.
- Zwischenräume zwischen 48
- 50.
- Schneckenwindung von 43
- 51.
- Touch-Latch-Beschlag des Touch-Latch-Systems
- 52.
- Hülse
- 53.
- Touch-Latch-Beschlag des Touch-Latch-Systems
- 54.
- Anschlag
- 55.
- Abdrücker
- 56.
- Gewindespindel
[0060] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellende Zeichnungen
näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0061] In Fig. 1 bis 4 ist eine Schubladenführung 1 Touch-Latch-System mit integriertem
Touch-Latch-Beschlag 5 gezeigt. Das Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 ist mit
der Schubladenschiene 2 verbunden und ist zeitweilig im Kontakt mit der Korpusschiene
4 über den Anschlag 9. Die Verbindung zwischen dem Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags
5 und der Schubladenschiene 2 kann durch an sich bekannte Methoden erfolgen : Snap-Verbindung,
Dreh-Verbindung, Einsteck-Technik, Schraubverbindung, Bajonettverbindung, Renkverbindung,
usw....
[0062] Es sind Schubladenführungen bekannt, die einen integrierten Dämpfer haben (siehe
DE-10256133 oder EP-03012770.8). Die zwei Systeme (Touch-Latch und Dämpfer) können
beliebig ausgetauscht werden, wenn sie die gleiche Baugröße haben.
[0063] Die Anordnung des Touch-Latch-Systems in der Führung muss sich nicht auf die in der
Fig.1 bis 4 einschränken !
[0064] In Fig. 1 und 2 wird die Schubladenführung 1 geschlossen oder wurde gerade geöffnet.
Der Touch-Latch-Beschlag 5 ist noch (oder bereit) im offenen Zustand. Der Schiebeteil
7 des Touch-Latch-Beschlags 5 ist ausgezogen und nicht im Kontakt mit dem Anschlag
9 der Korpusschiene 4.
[0065] In Fig. 3 liegt die Schubladenführung 1 im geschlossenen Zustand, sowie der Touch-Latch-Beschlag
5. Der Schiebeteil 7 ist im Kontakt mit dem Anschlag 9. Der Abstand zwischen dem Gehäuse
6 des Touch-Latch-Beschlags 5 und dem Anschlag 9 ist vergleichbar mit dem Frontspalt
24 in der Fig. 11.
[0066] In Fig. 4 ist die gedrückte Position des Touch-Latch-Beschlags 5 zu sehen. Es entspricht
u.a. dem Vorgang um die Schublade zu öffnen, wenn die Frontblende der Schublade gedrückt
wird. Der Abstand zwischen dem Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 und dem Anschlag
9 ist gleich null (der Schiebeteil 7 des Touch-Latch-Beschlags 5 ist eingezogen),
damit die Entriegelung des Systems erfolgen kann.
[0067] In Fig. 5 ist ein erstes Prinzip eines Touch-Latch-Systems gezeigt.
[0068] Das Gehäuse 6 hat auf seiner Innenseite acht sich in Längsrichtung erstreckende Nuten
10, die mit Abstand von ca. 45° rundum angeordnet sind, und wobei jede zweite Nut
10 tiefer ausgebildet ist. Die Nuten 10 erstrecken sich nicht über die ganze Länge
des Gehäuses 6.
[0069] Der Drehteil 8 weist vier um 90° versetzte Vorsprünge 13 auf, wobei jeder eine schräge
Kante 14 an seinem Ende aufweist. Die Neigung dieser Kanten 14 entspricht der Neigung
der Kanten 12. Die Vorsprünge 13 können nur in den tiefen Nuten 10 des Gehäuses 6
verschiebbar geführt werden.
Der Drehteil 8 liegt im Gehäuse 6 zwischen dem Deckel 17 und die Nuten 10.
[0070] Der Schiebeteil 7 hat acht Vorsprünge 11, die in alle Nuten 10 des Gehäuses 6 eingreifen,
da diese Vorsprünge 11 nur so hoch sind wie die vier Nuten 10, die aber nicht sehr
tief sind. Der Schiebeteil 7 wird im Gehäuse 6 verschiebbar geführt.
Am Ende des Scheibeteils 7 sind acht Kanten 12 (wie eine sägezahnartige Lauffläche)
vorgesehen.
Das andere Ende des Scheibeteils 7 bildet den Anschlag, der zeitweilig im Kontakt
mit dem Anschlag 9 kommt.
[0071] Die Feder 15 liegt vorzugsweise im Drehteil 8.
[0072] Beim Eindrücken des Schiebeteiles 7 gegen den Anschlag 9 kommen die Kanten 14 der
Vorsprüngen 13 vom Drehteil 8 mit den Kanten 12 des Scheibeteils 7 in Kontakt und
werden entsprechend um einen Teilbetrag gedreht. Lässt die Kraft vom Eindrücken durch
den Benutzer oder weil die Schublade geschlossen ist nach, wird der Schiebeteil 7
aufgrund der Federkraft der Feder 15 wieder in die Öffnungsrichtung bewegt, und der
Drehteil 8 wird durch den Kontakt der Kanten 14 mit den Kanten 12 um einen weiteren
Teilbetrag gedreht. Die gesamte Drehung des Drehteils 8 beim Öffnen oder Schließen
beträgt in diesem Fall 45°.
Im geschlossenen Zustand des Touch-Latch-Systems liegen die Vorsprünge 13 vom Drehteil
8 außerhalb der Nuten 10 des Gehäuses 6. Im offenen Zustand des Touch-Latch-Systems
liegen die Vorsprüngen 13 des Drehteils 8 in den Nuten 10 des Gehäuses 6.
[0073] Die Anzahl der Nuten, Kanten, und Vorsprünge (45° / 90°) ist nicht die einzige Möglichkeit,
es kann andere Einteilungen geben (z.B. 30° / 60°).
[0074] Die Montagevorrichtung 16 auf dem Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 dient für
die Montage auf die Schubladenschiene 2.
[0075] In Fig. 6 und 7 ist ein zweites Prinzip eines Touch-Latch-Systems gezeigt. Es handelt
sich um ein Kulissen-Prinzip mit einer Herz-Kurve.
Die Kulissenklinke 20 ist drehbar im Gehäuse 6 gelagert und läuft in der Kulisse 18.
Der Verrieglungsmechanismus ist durch die Form der Herz-Kurve der Kulisse 18 gegeben.
Die Kulissenklinke 20 läuft auf einer Seite der Kurve der Kulisse 18 wenn der Benutzer
das Touch-Latch-System bzw. die Frontblende drückt oder wenn die Schublade geschlossen
wird. Wenn die Kraft nachlässt, wird die Kulissenklinke 20 durch die Kraft der Feder
15 in der Rastposition 19 der Kulisse 18 verriegelt. Nach der Entriegelung, läuft
die Kulissenklinke 20 weiter in die Kurve bis sie den geraden Teil der Kulisse 18
wieder erreicht.
[0076] Die Montagevorrichtung 16 auf dem Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 ist nicht
dargestellt. Das Ende der Schiebehülse 7 kann am Anschlag 9 anschlagen.
[0077] In Fig. 8 bis 10 ist ein drittes Prinzip eines Touch-Latch-Systems gezeigt. Es handelt
sich um ein Kulisse-Prinzip mit einer 3D-Kurve.
Die Kulissenklinke 20 ist über einen ersten Arm auf dem Gehäuse 6 gelagert und ihr
anderer Arm läuft in der Kulisse 18. Der Verrieglungsmechanismus ist durch die Form
der 3D-Kurve der Kulisse 18 gegeben. Beim Verriegeln rastet die Kulisseklinke 20 in
der Rastposition 19 der Kulisse 18 ein, beim Entriegeln wird die Kulissenklinke 20
von der Rastposition 19 entfernt.
[0078] Die Montagevorrichtung 16 auf dem Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 ist nicht
dargestellt. Das Ende der Schiebehülse 7 kann am Anschlag 9 anschlagen.
[0079] In Fig. 11 und 12 ist eine Schublade 21 mit einem "kompletten" eingebauten Touch-Latch-System
gezeigt. Die Schublade 21 befindet sich im Korpus 22.
[0080] Auf einer Seite der Schublade 21 ist ein Touch-Latch-Beschlag5 und ein Anschlag 9
in der Schubladenführung 1 (hier nicht gezeichnet) integriert. Der Einbau eines Touch-Latch-Systems
fordert einen größeren Frontspalt 24 zwischen der Frontblende 23 und dem Korpus 22,
als bei konventionellen Schubladen mit Griff, damit die Frontblende für den Öffnungsvorgang
gedrückt werden kann. Der Frontspalt 24 kann ca. 1,5 bis 6 mm, vorzugsweise 5 mm,
betragen.
[0081] Die Seite der Schublade 21 ohne Touch-Latch-System wird aber von der üblich eingebauten
Einzugsautomatik (nicht gezeichnet) mehr eingezogen. Um diesen Nachteil zu beseitigen,
wird z.B. ein Puffer 25 zwischen der Frontblende 23 und dem Korpus 22 eingebaut (entweder
auf der Frontblende 23 oder auf dem Korpus 22). Die Größe des Puffers 25 entspricht
der Größe des Frontspaltes 24.
[0082] Eine andere Variante ist der Einbau eines federnden Druckstückes auf der gegenüberliegenden
Seite des Touch-Latch-Systems (an der gleichen Position). Z.B. wird ein Zylinder nur
mit Feder und Schiebehülse in die Führung integriert.
[0083] Eine andere Möglichkeit wäre der Einbau eines federnden Drückstückes in die Einzugsautomatik,
damit sie nicht ganz eingezogen wird oder die Verlagerung des Bolzens, der im Mitnehmer
der Einzugsautomatik greift.
[0084] Die Fig. 13 und 14 zeigen einen Verriegelungsmechanismus mit einem Klippssystem.
[0085] In Fig. 13 ist am Gehäuse 6 des Touch-Latch-Beschlags 5 ein federnder Haken 30 angebracht,
der sich beim Einfahren der Schublade in der Aussparung 29 der Korpusschiene 4 verriegelt.
Wird nun die Schublade hineingerückt um das Touch-Latch-System auszulösen, reicht
die Federkraft des Touch-Latch-Systems aus, um den federnden Haken 30 aus seiner Arretierung
zu drücken.
Die Länge der Aussparung 29 entspricht ca. der Länge des Frontspaltes (Weg, den man
drücken kann).
[0086] In Fig. 14 ist die umgekehrte Lösung von Fig. 13 gezeigt. Der federnde Haken 31 ist
auf der Korpusschiene 4 angebracht und kann z.B. in der Aussparung 29 montiert werden
und verriegelt sich in der Aussparung 32 des Gehäuses 6 des Touch-Latch-Beschlags
5 beim Einfahren der Schublade. Wird nun die Schublade hineingerückt um das Touch-Latch-System
auszulösen, reicht die Federkraft des Touch-Latch-Systems, um den federnden Haken
31 aus seiner Arretierung zu drücken.
[0087] In Fig. 15 ist ein anderer Verriegelungsmechanismus dargestellt. Am Ende des Schiebeteils
7 ist eine Kopplungsvorrichtung 33, vorzugsweise ein Haken, und vorzugsweise ein Klotz
34 vorgesehen, der nicht unbedingt notwendig ist, wenn der Schiebeteil 7 ein andere
Geometrie hat.
Der Klotz 34 wirkt als Anschlag für den Schiebeteil 7 gegen den Anschlag 9 und die
Haken der Koppelvorrichtung 33 rasten hinter dem Anschlag 9 ein, wie mit dem Dämpfer
der DE-10256133). Über die Koppelvorrichtung 33 werden die Schienen (Schubladenschiene
2 und Korpusschiene 4) zueinander auf Position gehalten, wenn die Schublade geschlossen
ist.
[0088] Fig. 16 : Beim Einfahren des Touch-Latch-Beschlags 5 wird auch der Schiebeteil 7
mit der Noppe 35 in der Aussparung 36 des Gehäuses 6 zusätzlich verriegelt (Abdrücker
und Auslöser sind sonst immer verriegelt).
Beim Auslösen des Touch-Latch-Systems reicht die Federkraft des Touch-Latch-Beschlags
5 aus, um die Noppe 35 aus der Aussparung 36 zu drücken.
[0089] Die Fig. 17 zeigt eine Variante für die zusätzliche Verriegelung. Der Schiebeteil
7 ist immer mit dem Drehteil 8 über eine Steckverbindung (Verriegelungsstift 37) verbunden.
Die Auslösung funktioniert wie in Fig. 16.
[0090] Die Fig. 18 zeigt eine andere Variante des integrierten Touch-Latch-Systems.
Das Touch-Latch-System ist in der Schubladenzarge 26 integriert bzw. montiert und
schlägt am Anschlag 27 am Korpus 22 an.
[0091] Eine Möglichkeit (nicht dargestellt) ist, dass es nur ein Touch-Latch-System auf
einer Seite der Schublade 21 gibt, und auf der anderen Seite befindet sich vorzugsweise
ein Puffer 25 zwischen Korpus 22 und Frontblende 23 oder ein federndes Druckstück
in der Ladenseite ohne Touch-Latch-System.
[0092] Eine andere Möglichkeit nach Fig. 18 ist, dass zwei Touch-Latch-Systeme in der Schublade
vorhanden sind, je eines pro Schubladenzarge 26, die beide untereinander mit Übertragungsmitteln
28 verbunden sind, damit es eine Synchronisation und keine Fehlauslösung gibt. In
Fig. 18 ist nur ein Teil der Schublade mit dieser Variante gezeigt.
[0093] Es ist auch vorstellbar, dass zwei Touch-Latch-Systeme in der Schubladenführung integriert
sind (ein Touch-Latch-System pro Schubladenführung) und dass sie mit Übertragungsmitteln
verbunden sind (z.B. laufen die Übertragungsmittel unter dem Schubladenboden). Mit
dieser Variante wird der Auslösebereich größer (auf der ganzen Frontblende) und es
treten keine Fehlauslösungen aus.
[0094] Figuren 19 und 20 zeigen eine andere Ausführungsform der vorlegenden Erfindung mit
einem Touch-Latch-Beschlag 5, der in der Korpus-Seitenwand 22 integriert ist und mit
seinem vorderen freien Ende an der Innenseite der Frontblende 23 anliegt, während
die Schublade 21 geschlossen ist. Ein separater Anschlag 9 oder 27 wie in den vorhergehenden
Ausführungen kann daher entfallen. Natürlich kann wiederum nur ein Touch-Latch-Beschlag
5 auf einer Seite der Schublade 21 vorhanden sein, oder aber zwei, einer in der linken
und einer in der rechten Korpus-Seitenwand 22, die wiederum zu Synchronisationszwecken
miteinander über Übertragungsmittel mechanisch gekoppelt sein können oder aber unabhängig
voneinander arbeiten können. Auch kann wiederum eine Verriegelung an diesem Touch-Latch-Beschlag
5 vorgesehen sein, damit eine Einzugsautomatik dann entfallen kann.
[0095] In Figur 21 ist eine Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags 5 dargestellt.
Die Längenverstellung ist notwendig, um die Frontposition einstellen zu können, damit
alle Fronten im Korpus 22 in der gleichen Ebene liegen, wenn die Schubladen 21 geschlossen
sind. Hierzu ist an vorderen freien Ende des Schiebeteils 7 ein verstellbarer Anschlag
38 montiert, der über einen Exzenter 39 beispielsweise in Form einer Schlitzschraube
in der Länge 40 in der Längserstreckung des Touch-Latch-Beschlags 5 verstellbar ist.
Natürlich sind von diesem Erfindungsgedanken sämtliche Längenverstellmöglichkeiten
umfasst, wie z.B. Teleskopverstellung, Austauschbarkeit des Schiebeteils 7 mit kürzeren/längeren
Schiebeteilen etc.. Der typische Verstellweg 40 liegt bei ca. ± 2 mm.
[0096] In den Figuren 22-25 wird ein Touch-Latch-Beschlag 41 gemäß einer zweiten Ausführungsform
dargestellt, der wiederum das Gehäuse 6 beinhaltet, in dem längsverschieblich das
Schiebeteil 7 aufgenommen ist, an dessen vorderem freien Ende sich ein Anschlag 42
befindet. Mit Hilfe einer Schneckenschraube 43 innerhalb des Anschlages 42 wird dieser
relativ zum Schiebeteil 7 in den Längsverstellrichtungen 40 bewegt. Das Schiebeteil
7 greift längsverschiebbar in den U-förmig profilierten Anschlag 42 ein, der an den
freien Enden der U-Schenkel nach innen gerichtete hakenförmige Fortsätze 44 aufweist,
so dass das Schiebeteil 7 zum Anschlag 42 ausschließlich axial verschiebbar ist, nicht
aber quer oder in anderen Richtungen hierzu. Innerhalb des U-förmig profilierten Anschlags
42 ist eine weitere Ausnehmung 45 eingebracht, zur Aufnahme der Schneckenschraube
43, deren Werkzeugansatz 46 in eine Bohrung 47 etwa mittig in der Ausnehmung 45 des
Anschlags 42 frei drehbar gelagert ist. Auf der Unterseite des Schiebeteils 7 sind
mehrere (hier 3 Stück) Noppen 48 axial hintereinander liegend angeordnet, in deren
Zwischenräume 49 die spiralförmige Schneckenwindung 50 der Schneckenschraube 43 eingreift.
Wird nun die Schneckenschraube 43 mittels eines in den Werkzeugansatz 46 eingreifenden
Werkzeuges (nicht dargestellt) gedreht (links oder rechts herum), so läuft die Schneckenwindung
50 in den Zwischenräumen 49 zwischen den Noppen 48 ab und bewirkt damit eine Relativverstellung
zwischen Anschlag 42 und Schiebeteil 7 in den Verstellrichtungen 40. Am Gehäuse 6
des Touch-Latch-Beschlags 41 befinden sich wiederum Befestigungsmittel 16 (siehe Fig.
5) zur mittelbaren oder unmittelbaren Befestigung des Touch-Latch-Beschlags 41 an
dem Möbelstück, z.B. an der Schubladenschiene 2, sowie gegebenenfalls Rastmittel zur
Verrastung des Touch-Latch-Beschlags 41 an dem Möbelstück, z.B. an der Schubladenschiene
2. Vorteil der Längenverstellung des Touch-Latch-Beschlags 41 mit der Schneckenschraube
43 mit spiralförmiger Schneckenwindung 50 nach den Figuren 22-25 gegenüber der Längenverstellung
des Touch-Latch-Beschlags 5 mit Exzenterschraube 39 (mit nicht dargestellter Nocke)
nach Figur 21 ist der längere Verstellweg der Schneckenschraube 43, da im Beispiel
etwa eine Drehung von 540° der Schneckenschraube 43 zu einer Verlängerung bzw. Verkürzung
führen, bei der Exzenterschraube 39 hingegen nur z.B. eine Drehung um 180°.
[0097] Figur 26 zeigt eine dritte Ausführungsform eines Touch-Latch-Beschlages 51 in Explosionsdarstellung
nahezu identisch zur Ausführung des Touch-Latch-Beschlages 5 nach Figur 5, so dass
alle dort aufgeführten Bezugszeichen auch in Figur 26 gleiche Bauteile bezeichnen.
Im Unterschied zur Ausführung nach Figur 5 ist aber eine Hülse 52 vorgesehen, welche
die Touch-Latch-Kontur (2D/3D-Koulisse) enthält, und welche in das Gehäuse 6 über
ein Gewinde (z.B. Feingewinde) . eingeschraubt wird. Je nach Einschraubtiefe der Hülse
52 in das Gehäuse 6 ergeben sich unterschiedliche Frontspalte zwischen Frontblende
23 und Vorderseite des Korpus 22.
[0098] In Fig. 27 ist eine vierte Ausführung eines Touch-Latch-Beschlages 53 dargestellt,
wobei der Anschlag 54 zweiteilig ausgebildet ist und eine Gewindespindel 56 und einen
Abdrücker 55 enthält. Die Gewindespindel 56 kann in den Abdrücker 55 eingeschraubt
werden, so dass je nach Einschraubtiefe sich unterschiedliche Frontspalte zwischen
Frontblende 23 und Vorderseite des Korpus 22 ergeben.
1. Touch-Latch-System für Möbel mit zueinander relativ bewegbaren Möbelteilen, insbesondere
Möbelschubladen (21) mit mindestens einer Schubladenführung (1), Möbeltüren, oder
Möbelklappen, beinhaltend mindestens einen Touch-Latch-Beschlag (5, 41, 51, 53), dadurch gekennzeichnet, dass der Touch-Latch-Beschlag (5, 41, 51, 53) längenverstellbar ausgebildet ist.
2. Touch-Latch-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51, 53) durch eine Verstellung
des gesamten Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51, 53) erfolgt, oder aber nur durch eine
Verstellung zwischen definierten Einzelteilen des Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51,
53), oder aber durch eine Verstellung eines Anschlages (9), der mit dem Touch-Latch-Beschlag
(5, 41, 51, 53) zusammenwirkt.
3. Touch-Latch-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51, 53) über eine Exzenterverstellung
(39, 43) erfolgt, wobei die Exzenterverstellung (39, 43) vorzugsweise eine Exzenterschraube
(39) mit mindestens einer Nocke oder eine Schneckenschraube (43) mit spiralförmiger
Schneckenwindung (50) aufweist.
4. Touch-Latch-System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocke der Exzenterschraube (39) einen Verstellwinkel von etwa 90°-180° besitzt
oder dass die Schneckenwindung (50) der Schneckenschraube (43) einen Verstellwinkel
von etwa 360° bis 540° besitzt.
5. Touch-Latch-System nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterschraube (39) bzw. die Schneckenschraube (43) zwischen einem am freien
Ende eines Schiebeteils (7) des Touch-Latch-Beschlags (5, 41) angeordneten längenverstellbaren
Anschlag (38, 42) und dem Schiebeteil (7) wirkt.
6. Touch-Latch-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längenverstellbarkeit des Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51, 53) über eine Schraubverstellung
(52, 56) erfolgt, wobei die Schraubverstellung (52, 56) eine Schraubhülse (52) aufweist,
die in oder auf das Gehäuse (6) des Touch-Latch-Beschlages (51) geschraubt ist, oder
aber eine Gewindespindel (56) eines Anschlages (54) aufweist, die mit einem Schiebeteil
(7) und/oder einem Abdrücker (55) des Touch-Latch-Beschlages (53) längenverstellbar
mittels Schraubbewegungen verbunden ist.
7. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte Touch-Latch-System oder zumindest der mindestens eine Touch-Latch-Beschlag
(5, 41, 51, 53) vollständig oder nahezu vollständig in bereits vorhandene bewegliche
(1-4, 21, 26) oder unbewegliche Bauteile (22) des Möbels integriert ist, vorzugsweise
innerhalb des Schienensystems (1) an der Schubladenschiene (2) und/oder Korpusschiene
(4).
8. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Touch-Latch-Beschlag (5) an einem der freien Enden der Schubladenschiene
(2) insbesondere im Frontbereich angebracht ist.
9. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Touch-Latch-Beschlag (5) mindestens ein vorzugsweise zylindrisches
Gehäuse (6) und einen Schiebe-und/oder Drehteil (7) beinhaltet, und über ein erstes
Teil (6 oder 7) mittelbar oder unmittelbar mit einer der Schienen (2 oder 3 oder 4)
verbunden ist und über das jeweils andere Teil (7 oder 6) zeitweilig während des Öffnens
und Schließens mittelbar oder unmittelbar mit einer anderen Schiene (2-4) in Kontakt
liegt bzw. koppelbar ist.
10. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) des Touch-Latch-Beschlages (5) mittelbar oder unmittelbar mit der
Schubladenschiene (2), vorzugsweise im vorderen Bereich der Schubladenschiene (2)
verbunden ist, und der Schiebe-und/oder Drehteil (7) mittelbar oder unmittelbar an
der Korpusschiene (4), vorzugsweise auf einem auf der Korpusschiene (4) angebrachten
Anschlag (9, 27) anschlägt, oder aber die analoge mechanische Umkehrung davon vorgesehen
ist.
11. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Touch-Latch-Beschlag (5) mit einem Dämpfer und/oder einer Einzugsautomatik, welche
in der Schubladenführung (1) integriert sind, austauschbar ist.
12. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schiebeteile (7) und/oder Drehteile der Touch-Latch-Beschläge (5) über Übertragungsmittel,
z.B. Seile, Umlenkrollen, Verbindungsstangen, vorzugsweise unter dem Schubladenboden
oder hinter der Schubladenrückwand, miteinander synchronisiert verbunden bzw. gekoppelt
sind.
13. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Touch-Latch-Beschlag (5) im geschlossenen Zustand verriegelbar
ist, wobei vorzugsweise die Verriegelung des Touch-Latch-Beschlags (5) über einen
federnden Haken (30, 31) zwischen dem Gehäuse (6) und einer Schiene (2-4) oder über
eine Koppelvorrichtung (33) am Ende des Schiebeteiles (7) mit einer zusätzlicher Verriegelung
innerhalb des Touch-Latch-Systems erfolgt.
14. Touch-Latch-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des Touch-Latch-Beschlags (5, 41, 51, 53), vorzugsweise mit einer
Verstellschraube, in Stufen oder stufenlos einstellbar ist.
15. Schubladenführung (1), dadurch gekennzeichnet, dass ein Touch-Latch System nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.