[0001] Die Erfindung betrifft einen Sprungski für den Einsatz beim Skispringen und Skifliegen.
[0002] Im Stand der Technik wurde bei Sprungski mit den unterschiedlichsten technischen
Mitteln versucht das Fahrverhalten sowohl auf der Schanze wie auch am Aufsprunghang
zu verbessern sowie das aerodynamische Verhalten zu optimieren und die Flugstabilität
zu erhöhen um die erzielbaren Sprungweiten stetig zu steigern.
Die gegenwärtig beim Skispringen verwendeten Sprungsski haben auf Grund ihrer Konformität
mit dem zur Zeit gültigen Regelwerk des Internationalen Skiverbandes einen rechteckigen
Querschnitt und eine mit einer Laufsohle versehene Skiunterseite in der zumeist Führungsrillen
angeordnet sind.
So beschreibt beispielsweise bereits die DD 30 382 einen Sprungski in dessen Kunststofflaufsohle
mehrere Führungsrillen, vorzugsweise fünf, mit rechteckigem Querschnitt eingefräst
werden, um ein seitliches Weggleiten des Sprungskis zu verhindern.
Demgegenüber haben die beim Abfahrtslauf verwendeten Ski zusätzlich, wie beispielsweise
unter anderem in der DE 195 48 998 vorbeschrieben, mit Schutzkanten besetzt Randstreifen
um die Führungseigenschaften der Skier am Hang zu verbessern und das Abgleiten in
den Kurven selbst bei vereister Fahrbahn zu minimieren.
[0003] Aus der AT 341 391 ist zudem ein, randseitig mit Stahlkanten versehener Abfahrtsski
bekannt bei dem sich unterhalb des Bindungsbereiches (über ca. ein Drittel der Skilänge)
eine im Querschnitt konvex gewölbte Lauffläche erstreckt. Über die Oberfläche dieser
konvex gewölbten Lauffläche sind bereichsweise zusätzliche Stahlkanten angeordnet
die zueinander parallel verlaufen und ein seitliches "Wegrutschen" dieser im Querschnitt
konvex gewölbten Lauffläche - selbst bei eisiger Piste - verhindern sollen.
[0004] Derartigen Anforderungen des Abfahrtslaufes muß ein Sprungski selbstverständlich
nicht gerecht werden.
Doch sowohl die Abfahrtsski wie auch die Sprungski sind mit Polyäthylenlaufsohlen
versehen um eine höchstmögliche Geschwindigkeiten bei der Abfahrt bzw. in der Anlaufspur
zu erzielen.
Betrachtet man die Benetzbarkeitswerte einer unbehandelten Polyäthylenlaufsohle so
stellt man fest, dass dort die Randwinkeln unter 80° liegen. Um nun das Gleitvermögen
von unbehandelten PE-Laufsohlen zu verbessern werden diese gewachst.
Im Stand der Technik werden hierbei unterschiedliche Verfahren eingesetzt um das Wachsaufnahme-
und Wachshaltevermögens von PE-Laufsohlen zu erhöhen.
So werden beispielsweise gemäß der AT 353 143 in die Laufsohle Nuten eingebracht um
die Wachshaftung und das Erzeugen einer gleichmäßigen, ebenen und einwandfrei haftenden
Wachsschicht zu bewirken.
[0005] Andererseits werden im Stand der Technik die Skilaufsohlen mit einem speziellen Schliff
versehen und das Wachs bei erhöhter Temperatur (ca. 130°C) aufgetragen, damit das
Wachs in die oberste Schicht des Polymers eindringen kann und die hydrophoben Eigenschaften
der PE-Laufsohle verbessert
[0006] Mit herkömmlichen Wachsen können dabei auf PE-Flächen Benetzbarkeitswerte mit einem
Randwinkel von 80° bis 90°, und mit Spezialwachsen (Top-Speed-Wachsen/Fluorwachsen
deren Preis bei ca. 150, 00 €/Dose liegt) Benetzbarkeitswerte mit einem Randwinkel
von bis zu 120° erreicht werden.
Heutzutage werden im Sprunglauf diese Top-Speed-Wachse eingesetzt um so die Anlaufgeschwindigkeit
zu steigern und dadurch größere Sprung-/Flugweiten zu realisieren.
Doch gerade im Nachwuchsbereich können kleine Vereine sich derartige Fluorwaches kaum
noch leisten. Zudem belasten diese Flourwachse über das in das Grundwasser eindringende
Schmelzwasser die Umwelt.
Da sich unter Naßschneebedingungen im Bereich des Schanzentisches gerade in der Eisrinne
der Anlaufspur Nassschnee oder Schmelzwasser ansammelt, kommt es jedoch selbst bei
diesen mit Spezialwachsen versehenen Sprungski, und zwar immer dann wenn sich unter
dem Ski ein geschlossener Wasserfilm ausbilden kann, zu einem Saugeffekt der die Anlaufgeschwindigkeit
insbesondere im Bereich des Schanzentisches deutlich reduziert und damit die erzielbare
Sprungweite merklich verringert.
Um nun (auch unter anderem) die Anlaufgeschwindigkeit zu erhöhen, wird in der DD 270
011 B1 vorgeschlagen die Laufsohle des Sprungskis, an der Spitze beginnend, stetig
von einem konvexen in ein konkaves Profil zu verändern, um dadurch die Bildung eines
tragenden Luftpolsters unter der konkav ausgebildeten Laufssohle zu erreichen, so
dass mit zunehmender Geschwindigkeit in der Anlaufspur ein tragendes Luftpolster erzeugt
wird, welches die Gleitreibung verringern sollte, so dass mittels einer höheren Anlaufgeschwindigkeit
eine größere Sprungweite erzielt werden konnte.
Ob nun das "tragende Luftpolster" die Anlaufgeschwindigkeit tatsächlich erhöht sei
dahin gestellt, doch da die in dieser Schrift vorgestellte Bauform zwangsläufig mit
hohen Herstellungskosten verbunden ist und zudem der Skiquerschnitt bei dieser Lösung
deutlich von einem Rechteckquerschnitt abweicht, und daher mit dem zur Zeit gültigen
Regelwerk des Internationalen Skiverbandes nicht konform ist, wurde diese Lösung bisher
auch noch nicht bei Wettkämpfen eingesetzt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen mit dem zur Zeit gültigen Regelwerk
des Internationalen Skiverbandes konformen Sprungski mit Rechteckquerschnitt zu entwickeln
welcher die vorgenannten Nachteile des Standes der Technik beseitigt, die optimalen
Gleiteigenschaften der Sprungski selbst ohne den Einsatz von Spezialwachsen erzielt,
gleichzeitig die Absprungbedingungen unter den sehr kritischen "Nassschneebedingungen"
(d.h. die Gleit- und Führungseigenschaften bei einer im Bereich des Schanzentisches
mit Nassschnee oder Schmelzwasser befüllten Eisrinne der Anlaufspur) wesentlich verbessert
und die beim Skispringen erzielbare Sprung-/Flugweite deutlich erhöht, darüber hinaus
den Aufsprung positiv beeinflusst, gleichzeitig die Festigkeitseigenschaften und auch
die Verschleißfestigkeit des Sprungskis wesentlich verbessert und zudem kostengünstig
herstellbar ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Sprungski mit rechteckigem Skiquerschnitt,
einem Obergurt (1), einem Untergurt (2) und einem zwischen diesen angeordneten Skikeil
(3) sowie einer unterhalb des Untergurtes (2) angeordneten Skilaufsohle (5) gelöst,
welcher sich dadurch auszeichnet, dass zwischen der Skischaufel (6) und dem Skiende
(7) über die gesamte Länge der Skiauflagefläche durchgehende, in Skilängsrichtung
in/auf der Skilaufsohle (5) befestigte, die Ebene der Skilaufsohle (5) überragende
Gleitstege (9) angeordnet sind.
Diese metallischen und/oder metallbeschichteten, bzw. aus Keramik- oder Glassegmenten
bestehenden Gleitstege (9) selbst haben gegenüber solchen mit Spezialwachsen (Fluorwachsen)
behandelten PE-Flächen deutlich verbesserte Gleiteigenschaften und wirken gleichzeitig
in der Eisrinne der Anlaufspur einer Sprungschanze ähnlich wie Schlittschuhkufen und
verbessern gleichzeitig unter den unterschiedlichsten Schneetemperaturbedingungen
ohne jegliche Wachbehandlung der Skilaufsohle überraschenderweise die Gleiteigenschaften
der erfindungsgemäßen Sprungski.
Dabei werden durch die erfindungsgemäße Anordnung der Gleitstege (9) welche die Ebene
der Skilaufsohle (5) in Skilängsrichtung zwischen der Skischaufel (6) und dem Skiende
(7) überragen auch die Absprungbedingungen, d.h. die Gleit- und Führungseigenschaften
im Bereich des Schanzentisches selbst unter den sehr kritischen "Nassschneebedingungen"
wesentlich verbessert.
Infolge der im vorderen "Auftagebereich" in/auf der Skilaufsohle (5) angeordneten
Gleitstege (9) werden bei hoher Fahrtgeschwindigkeit selbst in einer mit Schmelzwasser
versehenen Eisrinne der Anlaufspur Luftblasen durch den Fahrtwind unter die Skischaufel
(6) gepresst, und während der Fahrt infolge der durchgehenden, "seitlich abdichtenden"
Gleitstegen (9) zwischen diesen entlang die PE-Flächen der Skilaufsohle zum Skiende
(7) hin transportiert.
Infolge dieses während der gesamten Anlaufphase stattfindenden erfindungsgemäßen Lufteintrages
wird überraschenderweise selbst unter beliebigen, d.h. den unterschiedlichsten Schneetemperaturverhältnissen
eine derartige Verbesserung der Gleiteigenschaften der erfindungsgemäßen Sprungski
erzielt, dass die erfindungsgemäßen Sprungski gänzlich ohne jede Wachsbehandlung am
Schnellsten sind.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung dieser Gleitstege (9) wird gewährleistet, dass
zwischen die korrespondierenden Flächen stets Luft eingeleitet wird, so dass sich
auch dann, wenn sich im Bereich des Schanzentisches in der Eisrinne der Anlaufspur
Nassschnee oder Schmelzwasser ansammelt, unter dem Sprungski kein geschlossener Wasserfilm
ausbilden kann.
Dadurch wird zudem gleichzeitig der insbesondere im Bereich des Schanzentisches von
den Springern gefürchtete "Saugeffekt" vermieden.
[0009] Mittels der erfindungsgemäßen Lösung können somit überraschenderweise ohne jegliche
Wachsbehandlung der PE-Laufsohle die Gleiteigenschaften der Sprungski verbessert und
die erzielbare Sprung-/Flugweite deutlich erhöht werden.
Da die erfindungsgemäße Skiunterseite zudem "griffiger" ist, wird auch gleichzeitig
der Aufsprung positiv beeinflusst.
Erfindungsgemäß können die in Skilängsrichtung auf der Skilaufsohle angeordneten Gleitstege
(9) beispielsweise aufgeklebt, aufgeschraubt oder auch aufgenietet sein. Diese Ausführungsformen
sind sehr kostengünstig und bieten sich insbesondere im Nachwuchsbereich an.
[0010] Kennzeichnend ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass die in Skilängsrichtung
angeordneten Gleitstege (9) in Nuten (8) befestigt sind welche in der der Skilaufsohle
(5) angeordnet sind. Diese Gleitstege (9) können dabei in den Nuten (8) fest angeordnet,
beispielsweise eingeklebt sein.
[0011] Erfindungswesentlich ist aber auch, dass die Gleitstege (9) in den Nuten (8) auswechselbar
angeordnet sind.
[0012] Somit ist es möglich für jeden Sportler die Optimierung der eingesetzten Gleitstege
individuell vorzunehmen und im Bedarfsfall selbst, den jeweiligen Schanzenbedingungen
angepasst, beispielsweise unterschiedliche Gleitstegformen oder aber auch Gleitstege
aus Edelstahl gegen verchromte Gleitstege, oder auch gegen mit Nickel bedampfte Gleitstege
(9) aus Kunststoff, oder beispielsweise gegen segmentierte Gleitstege mit Keramik-
oder Glasoberflächen zu ersetzen.
[0013] Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, wenn die Nuten (8) die Form von Schwalbenschwanzführungen
haben. Dadurch wird eine funktionssichere, hochbelastbare und gleichzeitig jederzeit
auswechselbare Befestigung der Gleitstege (9) gewährleistet.
[0014] Selbstverständlich erhöhen diese in der Skilaufsohle (5) angeordneten Gleitstege
(9) insbesondere in der Eisrille der Anlaufspur zudem die Verschleißfestigkeit der
Skiunterseite und darüber hinaus gleichzeitig die gesamten Festigkeitseigenschaften
des Sprungskis wesentlich.
[0015] Da die erfindungsgemäße Lösung zudem effizient mit den gegenwärtig üblichen Maschinen
ohne wesentlichen zusätzlichen hohen Vorrichtungsaufwand gefertigt werden kann, ist
sie auch sehr einfach und kostengünstig herstellbar.
Darüber hinaus entspricht der Skiquerschnitt einem Rechteckquerschnitt und ist daher
auch mit dem zur Zeit gültigen Regelwerk des Internationalen Skiverbandes konform.
Erfindungswesentlich ist auch, dass die Höhe der Gleitstege (9) mit der diese die
Skilaufsohle (5) überragen über die Skilängsrichtung variiert, d.h. dass die Höhe
der Gleitstege (9) gegenüber der Ebene der Skilaufsohle (5) beispielsweise vom Endbereich
der Skischaufel (6) bis zum Skiende (7) hin beispielsweise kontinuierlich zu- oder
abnehmen kann. Kennzeichnend ist weiterhin, dass die Höhe der Gleitstege (9) mit der
diese die Skilaufsohle (5) überragen über die Skiquerrichtung variiert.
[0016] Dabei überragen beispielsweise bei fünf nebeneinander angeordneten Gleitstegen die
an den Skirändern angeordneten Gleitstege (9) und der mittlere Gleitsteg (9) in ihrer
Höhe die dazwischen liegenden Gleitstege, so dass mittels dieser Lösung einerseits
die Führungseigenschaften des Ski verbessert und zudem durch den höheren Flächendruck
unter den wie Kufen wirkenden "höheren" Gleitstegen (9) einerseits, wie auch infolge
der sich dabei in der Anlaufphase zwischen den Gleitstegen unter dem Ski ausbildenden
Luftverteilung andererseits die Gleiteigenschaften nochmals weiter erhöht werden können.
[0017] Dadurch, dass erfindungsgemäß der mittlere und/oder die randseitig angeordneten Gleitstege
(9) die dazwischen liegenden Gleitstege (9) in ihrer Höhe gegenüber der Skilaufsohle
(5) überragen, d.h. erfindungsgemäß stets "randseitig abdichten", wird mittels dieser
randseitig erhöht angeordneten Gleitstege ein "seitlicher Luftaustritt" unterhalb
der Skilaufsohle verhindert.
[0018] Wesentlich ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Breite der nebeneinander
in der Skilaufsohle (5) angeordneten Gleitstege (9) variiert. Dadurch kann insbesondere
in Verbindung mit den vorgenannten Merkmalen der Erfindung der jeweilige Ski auf die
individuellen Erfordernisse des jeweiligen Springers noch besser abgestimmt werden.
[0019] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung
mit den zugehörigen Zeichnungen auch aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen mit
den dazu gehörenden Erläuterungen. Die möglichen Realisierungsformen der Erfindung
sind dabei jedoch nicht auf die nachfolgend vorgestellte Ausführungsbeispiele begrenzt.
[0020] Es zeigen :
- Figur 1 :
- die Unteransicht des erfindungsgemäßen Sprungskis mit zwei auf der Skilaufsohle 5
angeordneten Gleitstegen 9;
- Figur 2 :
- die Unteransicht des erfindungsgemäßen Sprungskis mit drei in der Skilaufsohle 5 angeordneten
Gleitstegen 9;
- Figur 3 :
- die Seitenansicht des erfindungsgemäßen Sprungskis aus Figur 2 mit über die Skilänge
kontinuierlich abnehmender Höhe der Gleitstege 9 mit der diese die Skilaufsohle 5
überragen;
- Figur 4 :
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski gemäß Figur 1 mit zwei auf der
Skilaufsohle 5 aufgeklebten Gleitstegen 9;
- Figur 5 :
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski mit zwei in der Skilaufsohle 5
auswechselbar angeordneten Gleitstegen 9 mit einer Auswahl an weiteren Gleitstegen
9 welche in den selben Nuten 8 der Skilaufsohle angeordnet werden können;
- Figur 6 :
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski mit zwei in der Skilaufsohle 5
in schlitzförmigen Nuten 8 angeordneten Gleitstegen 9 einer weiteren erfindungsgemäß
möglichen Gleistegform;
[0021] In der Figur 1 ist die Unteransicht des erfindungsgemäßen Sprungskis mit zwei zwischen
der Skischaufel 6) und dem Skiende 7 in Skilängsrichtung auf der Skilaufsohle 5 angeordneten,
die Ebene der Skilaufsohle 5 überragenden Gleitstege 9 dargestellt.
Die Figur 2 zeigt die Unteransicht des erfindungsgemäßen Sprungskis mit drei zwischen
der Skischaufel 6 und dem Skiende 7 in Skilängsrichtung in der Skilaufsohle 5 angeordneten,
die Ebene der Skilaufsohle 5 überragenden Gleitstegen 9.
In der Figur 3 ist die Seitenansicht des erfindungsgemäßen Sprungskis aus Figur 2
mit über die Skilänge von der Skischaufel 6 bis zum Skiende 7 kontinuierlich abnehmender
Höhe der Gleitstege 9 gegenüber der Ebene der Skilaufsohle 5 dargestellt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel variiert die Höhe der Gleitstege 9 über der Skilaufsohle 5 zwischen
0,5 mm und 3 mm.
Durch die erfindungsgemäße Variation der Höhe der Gleitstege 9 mit der diese die Ebene
der Skilaufsohle 5 entlang der Skilängsrichtung der Sprungski zwischen der Skischaufel
6 und dem Skiende 7 überragen werden die Absprungbedingungen unter sehr kritischen
"Nassschneebedingungen" wesentlich verbessert, da infolge der im vorderen "Auflagebereich"
in der Skilaufsohle 5 angeordneten "höheren" Gleitstege 9 selbst in einer mit Schmelzwasser
befüllten Eisrinne der Anlaufspur Luftblasen durch den Fahrtwind unter die Skischaufel
6 gepresst, und optimal während der Fahrt zwischen den Gleitstegen 9 entlang die PE-Flächen
der Skilaufsohle 5 zum Skiende 7 hin transportiert werden.
Die Figur 4 zeigt nun den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski gemäß Figur
1 mit einem Obergurt 1, einem Untergurt 2 sowie den Seitenwangen 4 und einem zwischen
diesen angeordneten Skikeil 3, einer unterhalb des Untergurtes 2 angeordneten Skilaufsohle
5 und zwei erfindungsgemäß auf der Skilaufsohle 5 aufgeklebten Gleitstegen 9 aus metallbeschichteten
Kunststoff, welche die Skilaufsohle 5 um etwa 2 mm überragen.
Diese Ausführungsform ist sehr kostengünstig und bietet sich insbesondere im Nachwuchsbereich
an.
In der Figur 5 ist ein Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski mit einem Obergurt
1, einem Untergurt 2 sowie den Seitenwangen 4 und einem zwischen diesen angeordneten
Skikeil 3, einer unterhalb des Untergurtes 2 angeordneten Skilaufsohle 5 und zwei
erfindungsgemäß in der Skilaufsohle 5 auswechselbar angeordneten Gleitstegen 9, welche
die Skilaufsohle 5 um etwa 1 mm überragen, mit einer Auswahl an unterschiedlichen
Gleitstegen 9 welche in den schwalbenschwanzförmigen Nuten 8 der selben Skilaufsohle
5 angeordnet werden können, um den der jeweilige Ski auf die individuellen Erfordernisse
des jeweiligen Springers noch besser abzustimmen, dargestellt. Durch diese schwalbenschwanzförmigen
Nuten 8 ist eine funktionssichere, hochbelastbare und gleichzeitig jederzeit "auswechselbare"
Befestigung der Gleitstege 9 gewährleistet.
Die Figur 6 zeigt den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Sprungski mit einem Obergurt
1, einem Untergurt 2 sowie den Seitenwangen 4 und einem zwischen diesen angeordneten
Skikeil 3, einer unterhalb des Untergurtes 2 angeordneten Skilaufsohle 5 und zwei
erfindungsgemäß in der Skilaufsohle 5 in schlitzförmigen Nuten 8 angeordneten Gleitstegen
(9) in einer weiteren erfindungsgemäß möglichen Bauform.
[0022] Bei dieser Bauform handelt es sich um eine geometrisch speziell profilierte Skilaufsohle
in der schlitzförmige Nuten 8 zur Aufnahme von, abgekanteten Gleitstegen aus Metallblech
angeordnet sind, die die Ebene der Skilaufsohle 5 um ca. 3 mm überragen.
Ebenfalls in dieser Figur 6 ist zudem eine weitere mögliche Bauform der Gleitstege
9 dargestellt, welche in einer entsprechend kompatibel gestalteten Laufsohle analog
in schlitzförmigen Nuten angeordnet werden kann.
Auch diese Bauform ist sehr kostengünstig und insbesondere für den Nachwuchsbereich
geeignet.
Vorteilhaft ist bei dieser Bauform auch, dass die Metallbleche im Bedarfsfall auch
ausgetauscht, und dadurch die Gleiteigenschaften variiert werden können.
[0023] Mittels der erfindungsgemäßen Lösung ist es somit gelungen, einen mit dem zur Zeit
gültigen Regelwerk des Internationalen Skiverbandes konformen Sprungski mit Rechteckquerschnitt
zu entwickeln welcher die optimalen Gleiteigenschaften der Sprungski selbst ohne den
Einsatz von Spezialwachsen erzielt, gleichzeitig die Absprungbedingungen unter den
sehr kritischen "Nassschneebedingungen" (d.h. die Gleit- und Führungseigenschaften
bei einer im Bereich des Schanzentisches mit Nassschnee oder Schmelzwasser befüllten
Eisrinne der Anlaufspur) wesentlich verbessert und die beim Skispringen erzielbare
Sprung-/Flugweite deutlich erhöht, darüber hinaus den Aufsprung positiv beeinflusst,
gleichzeitig die Festigkeitseigenschaften und auch die Verschleißfestigkeit des Sprungskis
wesentlich verbessert und zudem kostengünstig herstellbar ist.
Bezugszeichenzusammenstellung
[0024]
- 1
- Obergurt
- 2
- Untergurt
- 3
- Skikeil
- 4
- Seitenwangen
- 5
- Skilaufsohle
- 6
- Skischaufel
- 7
- Skiende
- 8
- Nut
- 9
- Gleitsteg
1. Sprungski mit rechteckigem Skiquerschnitt, einem Obergurt (1), einem Untergurt (2)
und einem zwischen diesen angeordneten Skikeil (3) sowie einer unterhalb des Untergurtes
(2) angeordneten Skilaufsohle (5), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Skischaufel (6) und dem Skiende (7) über die gesamte Länge der Skiauflagefläche
durchgehende, in Skilängsrichtung in/auf der Skilaufsohle (5) befestigte, die Ebene
der Skilaufsohle (5) überragende Gleitstege (9) angeordnet sind.
2. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Skilängsrichtung in der Skilaufsohle (5) Nuten (8) eingebracht sind in denen Gleitstege
(9) angeordnet sind.
3. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege (9) aus Metall bestehen.
4. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege (9) metallbeschichtet sind.
5. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege (9) in Segmente unterteilt sind und beispielsweise auch aus Keramik
oder Glas bestehen können, bzw. mit Keramik oder Glas beschichtet sind.
6. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die Skilängsrichtung die Höhe der Gleitstege (9) mit der diese die Skilaufsohle
(5) überragen variiert.
7. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die Skiquerrichtung die Höhe der Gleitstege (9) mit der diese die Skilaufsohle
(5) überragen variiert.
8. Sprungski (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der nebeneinander in der Skilaufsohle (5) angeordneten Gleitstege (9)
variiert.
9. Sprungski (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege (9) in den Nuten (8) eingeklebt sind.
10. Sprungski (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege (9) in den Nuten (8) auswechselbar angeordnet sind.
11. Sprungski (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (8) die Form von Schwalbenschwanzführungen haben.
12. Sprungski (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere und/oder die randseitig angeordneten Gleitstege (9) die dazwischen liegenden
Gleitstege (9) in ihrer Höhe gegenüber der Skilaufsohle (5) überragen.