[0001] Die Erfindung betrifft ein Klapp-Schwing-Fenster, insbesondere ein Dachflächenfenster
mit einem gegen einen Rahmen schwing- und klappbaren Flügel, mit einem in einer Schließstellung
zur Verriegelung des Flügels in dem Rahmen ausgebildeten Treibstangenbeschlag, mit
einem über eine Klapplagerung an dem Rahmen angelenkten Klapprahmen, mit einer den
Flügel an dem Klapprahmen anlenkenden Schwinglagerung und mit einer Handhabe zum Antrieb
des Treibstangenbeschlages.
[0002] Ein solches in eine Klappstellung und in eine Schwingstellung bewegliches Klapp-Schwing-Fenster
wird häufig in einer Dachfläche angeordnet und ist beispielsweise aus der DE 31 21
322 C2 bekannt. Bei diesem Klapp-Schwing-Fenster erfolgt die Bewegung des Flügels
in die Klappstellung, indem eine an dem Klapprahmen angelenkte und durch die Schwerkraft
betätigte Klappe einen an dem Flügel befestigten Klappzapfen hintergreift. In Schwingstellung
gleitet der Achszapfen an einer Führungsschiene entlang, so dass der Klapprahmen ebenfalls
mit verschwenkt wird. Damit lässt sich die Außenseite des Flügels in der Schwingstellung
von innen her reinigen. Nachteilig bei diesem Klapp-Schwing-Fenster ist jedoch, dass
die Bewegung des Flügels in die Schwingstellung sehr schwergängig ist, da der Achszapfen
über die Führungsschiene gleiten und zudem der Klapprahmen angehoben werden muss.
In Schließstellung greift die Handhabe mittels einer Zunge in ein rahmenseitiges Schließstück
ein.
[0003] Weiterhin ist ein solches Klapp-Schwing-Fenster aus der DE 197 17 351 A1 bekannt.
Bei diesem Klapp-Schwing-Fenster ist die Handhabe als an einem unteren horizontalen
Holm des Flügels angeordneter Griffbügel ausgebildet. Zwischen dem Flügel und dem
Rahmen ist ein den Flügel vollständig umschließender Verbindungsrahmen angeordnet,
welcher in der Mitte mit dem Flügel und an seinem von dem Griffbügel abgewandten Ende
mit dem Rahmen gelagert ist. Die Lagerung des Verbindungsrahmens mit dem Flügel bildet
die Schwinglagerung, während die Lagerung des Verbindungsrahmens mit dem Rahmen die
Klapplagerung bildet. Die Verriegelung des Flügels in dem Rahmen in Schließstellung
erfolgt über den Verbindungsrahmen, was jedoch einen hohen baulichen Aufwand zur Folge
hat.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Klapp-Schwing-Fenster der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass es bei in Schließstellung befindlichem Flügel
einen hohen Widerstand gegen einen Aufbruchsversuch bietet und dass es besonders komfortabel
zu bedienen ist.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Treibstangenbeschlag
einen ersten, den Flügel in einer Klappstellung in dem Klapprahmen verriegelnden Verschluss
und einen zweiten, den Flügel in der Schließstellung unmittelbar in dem Rahmen verriegelnden
Verschluss hat und dass die Handhabe um einen vorgesehenen Winkelbereich drehbar in
dem Flügel gelagert ist und über ein gegenläufiges Getriebe mit zwei gegenläufig bewegbaren
Treibstangen gekoppelt ist, wobei die Treibstangen jeweils mit einem ersten und mit
einem zweiten Verschluss gekoppelt sind.
[0006] Durch diese Gestaltung bieten die beiden unmittelbar zwischen dem Rahmen und dem
Flügel wirkenden zweiten Verschlüsse in Schließstellung einen hohen Schutz gegen ein
Aufbruchsversuch des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters. In Schwingstellung
ist der Flügel unabhängig von einer Bewegung des Klapprahmens frei schwingbar und
lässt sich daher einfach reinigen. In Klappstellung stellt der erste Verschluss sicher,
dass der Flügel zuverlässig mit dem Klapprahmen verbunden ist und daher nur zusammen
mit dem Klapprahmen geklappt werden kann. Da die Steuerung der Verschlüsse vollständig
über den Treibstangenbeschlag erfolgt, gestaltet sich die Bedienung des erfindungsgemäßen
Klapp-Schwing-Fensters besonders komfortabel. Die über das gegenläufige Getriebe gegenläufig
antreibbaren Treibstangen ermöglichen zudem die Verwendung von vielen Gleichteilen,
was zu einer besonders kostengünstigen Fertigung des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters
führt. Vorzugsweise verriegelt der erste Verschluss den Flügel auch in der Schließstellung
mit dem Klapprahmen.
[0007] Das erfindungsgemäße Klapp-Schwing-Fenster weist eine besonders hohe Sicherheit gegen
einen gewaltsamen Öffnungsversuch auf, wenn zumindest einer der Verschlüsse einen
von der Treibstange antreibbaren Schwenkriegel hat.
[0008] Das erfindungsgemäße Klapp-Schwing-Fenster ermöglicht die Belüftung bei einer hohen
Einbruchssicherheit, wenn in einer Spaltlüftungsstellung des Treibstangenbeschlages
der zweite Verschluss eine zweite, den Flügel auf einen vorgesehenen Abstand zu dem
Rahmen halternde Verschlussstellung hat. Hierdurch wird der Flügel zusammen mit dem
Klapprahmen um die Klapplagerung in die Spaltlüftungsstellung verschwenkt und von
dem zweiten Verschluss mit dem Rahmen verriegelt.
[0009] Die Bedienung des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters gestaltet sich besonders
komfortabel, wenn die Schaltstufen des Treibstangenbeschlages in der Reihenfolge Schließstellung
- Spaltlüftungsstellung - Klappstellung - Schwingstellung angeordnet sind. Hierdurch
sind die häufig anzusteuernden Stellungen Schließstellung, Spaltlüftungsstellung und
Klappstellung durch eine geringfügige Verdrehung der Handhabe ansteuerbar, während
die meist nur zu Reinigungszwecken benötigte Schwingstellung eine große Verdrehung
der Handhabe erfordert und daher nicht versehentlich angesteuert werden kann.
[0010] Zur weiteren Erhöhung des Komforts bei der Bedienung des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters
trägt es bei, wenn sich der maximale Drehwinkel der Handhabe über einen Winkelbereich
von weniger als 180°, vorzugsweise über 150° - 160° erstreckt, wobei in der Schließstellung
ein Griffteil der Handhabe parallel zu einem Holm des Flügels angeordnet ist. Weiterhin
wird hierdurch die Gefahr des Einklemmens der Hand bei der Bewegung des Flügels in
die meist als Reinigungsstellung dienenden Schwingstellung vermieden.
[0011] Zur weiteren Erhöhung der Stabilität des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters
trägt es bei, wenn der Klapprahmen den Flügel auf der der Handhabe abgewandten Seite
U-förmig umgreift.
[0012] Der Flügel wird zuverlässig in der eingestellten Klappstellung gehalten, wenn eine
von einem Federelement vorgespannte und/oder von einer Bremse gehaltene Stütze an
dem Rahmen und an dem Klapprahmen angelenkt ist. Gleichzeitig ist der Flügel in der
zu Reinigungszwecken häufig verwendeten Schwingstellung frei drehbar.
[0013] Der zweite Verschluss gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn der zweite Verschluss einen auf
dem Rahmen befestigten Schließbock mit zwei übereinander angeordnete Ausnehmungen
hat und wenn der Schwenkriegel in Schließstellung in die dem Rahmen nahe Ausnehmung
und in der Spaltlüftungsstellung in die dem Rahmen ferne Ausnehmung eindringt.
[0014] Die Einführung des Schwenkriegels in die dem Rahmen ferne Ausnehmung des Schließbocks
erfolgt gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders komfortabel,
wenn die dem Rahmen ferne Ausnehmung und der Schwenkriegel einander zugewandte Auflauframpen
aufweisen. Hierdurch lässt sich die Lüftungsstellung zudem besonders einfach finden.
[0015] Ein Zurückdrücken des Schwenkriegels aus einer heraus geschwenkten Stellung ohne
Bewegung der Treibstange lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einfach vermeiden, wenn der zweite Verschluss ein mit der Treibstange
gekoppeltes Blockierelement aufweist und wenn das Blockierelement in der Schließstellung
oder Spaltlüftungsstellung einen Vorsprung des Schwenkriegels hintergreift. Durch
diese Gestaltung ist der zweite Verschluss selbsthemmend ausgebildet, was zur weiteren
Erhöhung der Einbruchssicherheit des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters beiträgt.
[0016] Der bauliche Aufwand für die selbsthemmende Gestaltung des zweiten Verschlusses lässt
sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering
halten, wenn das Blockierelement einstückig mit der Treibstange gefertigt ist und
der Vorsprung Teil einer beim Antrieb des Schwenkriegels mit einer Verzahnung der
Treibstange in Eingriff stehenden Verzahnung des Schwenkriegels ist.
[0017] Eine Beschlagnut des Flügels lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung besonders klein halten, wenn ein Gehäuse des Schwenkriegels den Flügel
überragt. Durch diese Gestaltung kann der Schwenkriegel zudem besonders große Abmessungen
aufweisen.
[0018] Zur Vereinfachung der Montage des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters trägt
es bei, wenn der Schwenkriegel und eine Eckumlenkung ein gemeinsames Gehäuse aufweisen.
[0019] Zur weiteren Erhöhung der Aufbruchssicherheit des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters
trägt es bei, wenn die Zugänglichkeit einer Verschraubung des Schließbocks oder die
Bewegbarkeit einer die Verschraubung abdeckenden Schutzblende durch den in Spaltlüftungsstellung
und in Schließstellung befindlichen Flügel blockiert ist. Durch diese Gestaltung lässt
sich der Schließbock ausschließlich entfernen, wenn sich der Flügel in der Klappstellung
oder in der Schwingstellung befindet. Hierdurch lässt sich zudem die Verschraubung
derart anordnen, dass sie bei der Montage des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters
besonders einfach zugänglich ist.
[0020] Der Treibstangenbeschlag lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung zwischen der Klappstellung und der Schwingstellung ohne Mitnahme des
Schwenkriegels verstellen, wenn die Koppelung der Treibstange mit dem zweiten Verschluss
einen Leergang aufweist, in dem die Treibstange ohne Mitnahme des Schwenkriegels bewegbar
ist. Dies trägt zur Begrenzung des Bewegungsbereichs des Schwenkriegels bei.
[0021] Die Verriegelung des Flügels in dem Klapprahmen gestaltet sich gemäß einer anderen
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders einfach, wenn der
erste, den Flügel in dem Klapprahmen verriegelnde Verschluss einen in einer Ecke des
Klapprahmens angeordneten Eckbock und einen mit der Treibstange gekoppelten, in Klappstellung
in eine Ausnehmung des Eckbocks eindringenden Spatel hat. Vorzugsweise ist das Ende
der Treibstange als Spatel ausgebildet.
[0022] Der Flügel wird gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in
Klappstellung von dem Klapprahmen zuverlässig in seiner vorgesehenen Lage gehalten,
wenn der Eckbock Auflaufschrägen für den Flügel und/oder einen Anschlag zur Abstützung
des in dem Klapprahmen verriegelten Flügels hat.
[0023] Die Montage des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters gestaltet sich besonders
einfach, wenn der Eckbock formschlüssig in einer Ecke des Klapprahmens gehalten ist.
[0024] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Klapp-Schwing-Fenster in Schließstellung,
- Fig. 2
- einen Treibstangenbeschlag des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters aus Figur
1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Verschlusses des Treibstangenbeschlages
aus Figur 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht von unten auf den zweiten Verschluss aus Figur 3 in Schließstellung,
- Fig. 5
- eine Ansicht von unten auf den zweiten Verschluss aus Figur 3 in Spaltlüftungsstellung,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines Antriebs eines Schwenkhebels des zweiten Verschlusses
aus Figur 3,
- Fig. 7
- einen Teilbereich eines ersten Verschlusses des Treibstangenbeschlages aus Figur 2
mit angrenzenden Bereichen eines Rahmens des erfindungsgemäßen Klapp-Schwing-Fensters.
[0025] Figur 1 zeigt ein Klapp-Schwing-Fenster, welches häufig als Dachflächenfenster eingesetzt
wird, mit einem Rahmen 1 und mit einem Flügel 2. Der Flügel 2 ist über einen Klapprahmen
3 mit dem Rahmen 1 verbunden und hat einen in Figur 2 dargestellten Treibstangenbeschlag
4 zur Verriegelung des Flügels 2 in dem Rahmen 1. Der Klapprahmen 3 ist über eine
Klapplagerung 5 mit einer horizontalen Klappachse 6 an dem Rahmen 1 und über eine
Schwinglagerung 7 mit einer ebenfalls horizontalen Schwingachse 8 an dem Flügel 2
angelenkt. Der Treibstangenbeschlag 4 hat zwei erste Verschlüsse 9 zur Verriegelung
des Flügels 2 in dem Klapprahmen 3 und zwei zweite Verschlüsse 10 zur Verriegelung
des Flügels 2 in dem Rahmen 1. Der Treibstangenbeschlag 4 hat zwei von einer drehbaren
Handhabe 11 über ein gegenläufiges Getriebe 12 angetriebene Treibstangen 13 zur Ansteuerung
der Verschlüsse 9, 10. Eine Fehlschaltsicherung 14 mit einem an dem Treibstangenbeschlag
4 angeordneten, einem rahmenfesten Gegenstück 15 gegenüberstehender Taster 16 verhindert,
dass der Treibstangenbeschlag 4 verstellt werden kann, wenn der Flügel 2 um die Klappachse
6 oder die Schwingachse 8 verschwenkt wurde.
[0026] In der dargestellten Schließstellung liegt der Flügel 2 an einem Anschlag 17 eines
an dem Klapprahmen 3 befestigten Eckbocks 18 an und ist über die zweiten Verschlüsse
10 in an dem Rahmen 1 befestigten Schließböcken 19 verriegelt. Die ersten Verschlüsse
9 verbinden dabei den Flügel 2 mit dem Klapprahmen 3. Durch eine Bewegung ausschließlich
der zweiten Verschlüsse 10 in die Offenstellung lässt sich der Flügel 2 mit dem Klapprahmen
3 um die Klappachse 6 in eine Klappstellung klappen. Die Bewegung des Flügels 2 wird
dabei von einer an dem Rahmen 1 und an dem Klapprahmen 3 angelenkten Stütze 20 gebremst.
Werden beide Verschlüsse 9, 10 in die Offenstellung bewegt, liegt der Klapprahmen
3 durch die Schwerkraft auf dem Rahmen 1 auf, und der Flügel 2 lässt sich um die Schwingachse
8 in eine Schwingstellung drehen.
[0027] Wie Figur 3 zeigt, weisen die zweiten Verschlüsse 10 jeweils einen mit dem Schließbock
19 zusammenwirkenden Schwenkriegel 21 auf. Der Schwenkriegel 21 dringt in eine dem
Rahmen 1 nahe Ausnehmung 22 und hält damit den in Figur 1 dargestellten Flügel 2 in
der an dem Rahmen 1 anliegenden Schließstellung. Weiterhin hat der Schließbock 19
eine dem Rahmen 1 ferne Ausnehmung 23. Wird der Schwenkriegel 21 durch einen entsprechenden
Antrieb des in Figur 2 dargestellten Treibstangenbeschlages 4 in die dem Rahmen 1
ferne Ausnehmung 23 des Schließbocks 19 bewegt, wird der Flügel 2 mit geringem Abstand
zu dem Rahmen 1 gehalten. Dies kennzeichnet die Spaltlüftungsstellung des Klapp-Schwing-Fensters.
Um die dem Rahmen 1 ferne Ausnehmung 23 einfach zu finden, haben der Schließbock 19
und der Schwenkriegel 21 einander zugewandte Auflauframpen 24, 25. Der Schließbock
19 wird im montierten Zustand durch eine senkrecht in den Rahmen 1 eingedrehte Verschraubung
26 verbunden. Die Verschraubung 26 ist mittels einer als Blechstreifen ausgebildeten
Schutzblende 27 abgedeckt. Die Schutzblende 27 ist in einem Schlitz 28 des Schließbocks
19 eingeschoben. Der Schlitz 28 des Schließbocks 19 wird von dem in Schließstellung
oder Spaltlüftungsstellung befindlichen Flügel 2 aus Figur 1 verdeckt. Damit lässt
sich die Verschraubung 26 nur in der Schwingstellung oder der Klappstellung des Flügels
2 lösen.
[0028] Figur 4 zeigt den zweiten Verschluss 10 aus Figur 3 in einer Ansicht von unten mit
angrenzenden Bereichen des Flügels 2. Hierbei ist zu erkennen, dass der Schwenkriegel
21 und eine Eckumlenkung 29 des Treibstangenbeschlages 4 ein gemeinsames Gehäuse 30
besitzen. Das Gehäuse 30 hat eine Nut 31 zur Führung einer in einem 90° Winkel zueinander
angeordnete gerade Abschnitte 32, 33 der Treibstange 13 verbindenden Feder 34. Weiterhin
steht das Gehäuse 30 des Schwenkriegels 21 über einer die äußere Begrenzung des Flügels
2 bildenden Stulpschiene 35 vor. Eine Beschlagnut 36 des Flügels 2 erfordert hierdurch
nur eine geringe Tiefe. Die Treibstange 13 hat eine Abkröpfung 37 im Bereich des Schwenkriegels
21 und eine Verzahnung 38, welche mit einer Verzahnung 39 des Flügels 2 zusammenwirkt.
Zur Verdeutlichung zeigt Figur 5 den zweiten Verschluss 10 aus Figur 4 in der Spaltlüftungsstellung,
in der der Schwenkriegel 21 in der dem Rahmen 1 fernen Ausnehmung 23 des Schließbocks
19 eingeschwenkt ist.
[0029] Figur 6 zeigt stark vergrößert den Schwenkriegel 21 des zweiten Verschlusses 10 mit
angrenzenden Bereichen der Treibstange 13. Die Verzahnung 38 der Treibstange 13 steht
im Eingriff mit der Verzahnung 39 des Schwenkriegels 21, wobei der Schwenkriegel 21
in der aus dem Gehäuse 30 heraus geschwenkten Lage dargestellt ist. Ein als Teil der
Verzahnung 38 der Treibstange 13 ausgebildetes Blockierelement 40 steht im Bewegungsbereich
eines als Teil der Verzahnung 39 des Schwenkriegels 21 ausgebildeten Vorsprungs 41.
Damit lässt sich der Schwenkriegel 21 ohne vorherige Bewegung der Treibstange 13 nicht
in das Gehäuse 30 zurück drücken. Bei einem Antrieb der Treibstange 13 hingegen wirken
die Verzahnungen 38, 39 der Treibstange 13 und des Schwenkriegels 21 derart zusammen,
dass der Schwenkriegel 21 in das Gehäuse 30 zurück geschwenkt wird. An die Verzahnung
38 der Treibstange 13 grenzt ein als Langloch der Treibstange 13 ausgebildeter Leergang
42 an. Wenn die Verzahnung 39 des Schwenkriegels 21 in den Leergang 42 eindringt,
befindet sich der Schwenkriegel 21 innerhalb des Gehäuses 30. Anschließend lässt sich
die Treibstange 13 verschieben, ohne dass der Schwenkriegel 21 weiter verschwenkt
wird.
[0030] Wenn sich die Verzahnung 39 des Schwenkriegels 21 in dem Leergang 42 befindet, wird
ausschließlich der erste, in Figur 7 dargestellte Verschluss 9 angesteuert. Der erste
Verschluss 9 weist eine in dem an dem Klapprahmen 3 angeordneten Eckbock 18 angeordnete
Ausnehmung 43 zur Aufnahme eines Spatels 44 auf. Der Spatel 44 ist als freies Ende
der in Figur 2 dargestellten Treibstange 13 ausgebildet und dringt in der dargestellten
Stellung in die Ausnehmung 43 ein. Damit ist eine Bewegung des Flügels 2 gegenüber
dem Klapprahmen 3 blockiert. Weiterhin zeigt Figur 7, dass der Eckbock 18 formschlüssig
in einer Ecke des Klapprahmens 3 gehalten ist und Auflaufschrägen 45 für den Flügel
2 hat.
1. Klapp-Schwing-Fenster, insbesondere Dachflächenfenster mit einem gegen einen Rahmen
schwing- und klappbaren Flügel, mit einem in einer Schließstellung zur Verriegelung
des Flügels in dem Rahmen ausgebildeten Treibstangenbeschlag, mit einem über eine
Klapplagerung an dem Rahmen angelenkten Klapprahmen, mit einer den Flügel an dem Klapprahmen
anlenkenden Schwinglagerung und mit einer Handhabe zum Antrieb des Treibstangenbeschlages,
dadurch gekennzeichnet, dass der Treibstangenbeschlag (4) einen ersten, den Flügel (2) in einer Klappstellung
in dem Klapprahmen (3) verriegelnden Verschluss (9) und einen zweiten, den Flügel
(2) in der Schließstellung unmittelbar in dem Rahmen (1) verriegelnden Verschluss
(10) hat und dass die Handhabe (11) um einen vorgesehenen Winkelbereich drehbar in
dem Flügel (2) gelagert ist und über ein gegenläufiges Getriebe (12) mit zwei gegenläufig
bewegbaren Treibstangen (13) gekoppelt ist, wobei die Treibstangen (13) jeweils mit
einem ersten und mit einem zweiten Verschluss (9, 10) gekoppelt sind.
2. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Verschlüsse (10) einen von der Treibstange (13) antreibbaren
Schwenkriegel (21) hat.
3. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Spaltlüftungsstellung des Treibstangenbeschlages (4) der zweite Verschluss
(10) eine zweite, den Flügel (2) auf einen vorgesehenen Abstand zu dem Rahmen (1)
halternde Verschlussstellung hat.
4. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstufen des Treibstangenbeschlages (4) in der Reihenfolge Schließstellung
- Spaltlüftungsstellung - Klappstellung - Schwingstellung angeordnet sind.
5. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der maximale Drehwinkel der Handhabe (11) über einen Winkelbereich von weniger
als 180°, vorzugsweise über 150° - 160° erstreckt, wobei in der Schließstellung ein
Griffteil der Handhabe (11) parallel zu einem Holm des Flügels (2) angeordnet ist.
6. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klapprahmen (3) den Flügel (2) auf der der Handhabe (11) abgewandten Seite U-förmig
umgreift.
7. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einem Federelement vorgespannte und/oder von einer Bremse gehaltene Stütze
(20) an dem Rahmen (1) und an dem Klapprahmen (3) angelenkt ist.
8. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Verschluss (10) einen auf dem Rahmen (1) befestigten Schließbock (19)
mit zwei übereinander angeordneten Ausnehmungen (22, 23) hat und dass der Schwenkriegel
(21) in Schließstellung in die dem Rahmen (1) nahe Ausnehmung (22) und in der Spaltlüftungsstellung
in die dem Rahmen (1) ferne Ausnehmung (23) eindringt.
9. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Rahmen (1) ferne Ausnehmung (23) und der Schwenkriegel (21) einander zugewandte
Auflauframpen (24, 25) aufweisen.
10. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Verschluss (10) ein mit der Treibstange (13) gekoppeltes Blockierelement
(40) aufweist und dass das Blockierelement (40) in der Schließstellung oder Spaltlüftungsstellung
einen Vorsprung (41) des Schwenkriegels (21) hintergreift.
11. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (40) einstückig mit der Treibstange (13) gefertigt ist und der
Vorsprung (41) Teil einer beim Antrieb des Schwenkriegels (21) mit einer Verzahnung
(38) der Treibstange (13) in Eingriff stehenden Verzahnung (39) des Schwenkriegels
(21) ist.
12. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (30) des Schwenkriegels (21) den Flügel (2) überragt.
13. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 2 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkriegel (21) und eine Eckumlenkung (29) ein gemeinsames Gehäuse (30) aufweisen.
14. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugänglichkeit einer Verschraubung (26) des Schließbocks (19) oder die Bewegbarkeit
einer die Verschraubung (26) abdeckenden Schutzblende (27) durch den in Spaltlüftungsstellung
und in Schließstellung befindlichen Flügel (2) blockiert ist.
15. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelung der Treibstange (13) mit dem zweiten Verschluss (10) einen Leergang
(42) aufweist, in dem die Treibstange (13) ohne Mitnahme des Schwenkriegels (21) bewegbar
ist.
16. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste, den Flügel (2) in dem Klapprahmen (3) verriegelnde Verschluss (9) einen
in einer Ecke des Klapprahmens (3) angeordneten Eckbock (18) und einen mit der Treibstange
(13) gekoppelten, in Klappstellung in eine Ausnehmung (43) des Eckbocks (18) eindringenden
Spatel (44) hat.
17. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckbock (18) Auflaufschrägen (45) für den Flügel (2) und/oder einen Anschlag
(17) zur Abstützung des in dem Klapprahmen (3) verriegelten Flügels (2) hat.
18. Klapp-Schwing-Fenster nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckbock (18) formschlüssig in einer Ecke des Klapprahmens (3) gehalten ist.