[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufbruch- und/oder Bohrhammer gemäß dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1. Ein solche Hammer ist z.B. aus
US-A-5,522,466 bekannt.
[0002] Ein derartiger Aufbruch- und/oder Bohrhammer, nachfolgend als Hammer bezeichnet,
ist aus der
DE 34 47 401 A1 bekannt. Danach wird ein Teil eines Hammergehäuses, in dem unter anderem ein Antrieb
des Hammers und ein von dem Antrieb angetriebenes Schlagwerk angeordnet sind, von
einer als Griffhaube ausgeführten Griffeinrichtung umgeben. An der Griffhaube sind
Handgriffe für den Bediener vorgesehen. Eine aus Parallelschwingen bestehende Führungseinrichtung
ermöglicht es, dass sich die Griffhaube relativ zu dem Hammergehäuse linear verschieben
lässt, wenn der Bediener den Hammer über die Handgriffe gegen das zu bearbeitende
Gestein andrückt. Die Parallelschwingen sind weiterhin mit Torsionsfedern verbunden,
um eine Schwingungsdämpfung für die Griffhaube zu ermöglichen.
[0003] Ein ähnliches Prinzip ist aus der
EP 0 949 988 B1 bekannt. Dabei ist axial hinter einem Hammergehäuse ein Handgriff vorgesehen, der
über eine Führungseinrichtung relativ zu dem Hammergehäuse linear beweglich geführt
wird. Die Führungseinrichtung besteht aus mehreren Geradführungen, die jeweils ein
inneres Führungselement und ein das innere Führungselement mit Abstand umgebendes
äußeres Führungselement aufweisen, wobei zwischen dem inneren und dem äußeren Führungselement
ein elastisches Element eingesetzt ist. Das elastische Element weist in Arbeitsrichtung
des Hammers, d. h. in Richtung der Längs- bzw. Schlagachse des Hammers, eine größere
Elastizität auf als in einer Richtung quer zu der Längsachse. Dadurch ermöglicht die
Führungseinrichtung eine gute Schwingungsentkopplung in Arbeitsrichtung, während der
Hammer quer zu der Arbeitsrichtung sicher gehalten werden kann.
[0004] Die beschriebenen Führungseinrichtungen zum linearen Führen eines Handgriffs bzw.
einer Griffeinrichtung relativ zu dem Hammergehäuse haben sich in der Praxis gut bewährt.
Gleichwohl erfordert ihre Realisierung zusätzlichen Bauraum und einen durch eine erhöhte
Anzahl von Einzelteilen bedingten Bauaufwand.
[0005] Aus der
US-A-5,522,466 ist ein Hammer mit einem Hammergehäuse und einer relativ zu dem Hammergehäuses bewegliche
Griffeinrichtung bekannt. An dem Hammergehäuse und an der Griffeinrichtung sind jeweils
elastische Elemente mit schräge Laufflächen vorgesehen, in die zwischen dem Hammergehäuse
und der Griffeinrichtung wirksame Wälzkörper eingesetzt werden. Die Wälzkörper liegen
im Kraftfluss zwischen Hammergehäuse und Griffeinrichtung und weisen eine hohe Elastizität
auf, um zur Schwingungsentkopplung der Griffeinrichtung beizutragen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufbruch- und/oder Bohrhammer anzugeben,
mit einer hinsichtlich ihrer Führungswirkung verbesserten Führungseinrichtung zum
linearen Führen einer Griffeinrichtung relativ zu einem Hammergehäuse unter gleichzeitiger
Beibehaltung oder Verbesserung schwingungsdämpfender Eigenschaften und einer Verminderung
des Bauaufwands.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Aufbruch- und/oder Bohrhammer gemäß
Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den
abhängigen Ansprüchen definiert.
[0008] Ein erfindungsgemäßer Aufbruch- und/oder Bohrhammer (Hammer) ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung eine zwischen dem Hammergehäuse und der Griffeinrichtung
wirksame Wälzkörpereinrichtung aufweist. Die durch die Wälzkörpereinrichtung realisierbare
Linearführung ermöglicht es, dass die Griffeinrichtung zuverlässig relativ zu dem
Hammergehäuse linear geführt wird. Dadurch, dass die Wälzkörpereinrichtung eine definierbare
bzw. minimierbare Reibungswirkung zwischen Griffeinrichtung und Hammergehäuse gestattet,
kann eine Schwingungsentkopplungswirkung präzise eingestellt werden. Bei einer Wälzkörpereinrichtung
lassen sich minimale Reibungswerte erzielen, die eine gute Relativbewegung zwischen
Griffeinrichtung und Hammergehäuse zulassen, so dass die Schwingungen des Hammergehäuses
nicht auf die Griffeinrichtung übertragen werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass
für die Führungseinrichtung nicht mehr - wie beim Stand der Technik - vollständig
separate Führungselemente zusätzlich bereitgestellt werden müssen. Vielmehr können
sowohl die Griffeinrichtung als auch das Hammergehäuse als Bestandteile der Führungseinrichtung
genutzt werden, wie später noch erläutert wird.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Führungseinrichtung,
bezogen auf die Arbeitsrichtung (Schlagrichtung, Hauptrichtung), seitlich an dem Hammergehäuse
vorgesehen. Dadurch lässt sich eine axiale Verlängerung des Hammers, wie z. B. aus
der
EP 0 949 988 B1 ersichtlich, vermeiden. Die seitliche Anordnung der Führungseinrichtung führt nicht
zu einer Vergrößerung der Gesamtlänge des Hammers.
[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umgibt die Griffeinrichtung das
Hammergehäuse mit Abstand, so dass ein Zwischenraum gebildet wird. Die Führungseinrichtung
ist in dem Zwischenraum zwischen dem Hammergehäuse und der Griffeinrichtung angeordnet.
Sie benötigt daher kein zusätzliches Gehäuse und auch keinen zusätzlichen Bauraum,
da aufgrund der relativen Beweglichkeit zwischen Griffeinrichtung und Hammergehäuse
ohnehin ein Zwischenraum zum Zulassen der Relativbewegung erforderlich ist.
[0011] Vorteilhafterweise gewährt die Wälzkörpereinrichtung eine definierte Federeigenschaft
quer zu der Arbeitsrichtung, also quer zur Längs- bzw. Schlagrichtung. Dadurch ist
die Griffeinrichtung in Ergänzung zu der linearen Beweglichkeit auch quer zu der Arbeitsrichtung
relativ zu dem Hammergehäuse beweglich. Selbstverständlich sollte die Querbeweglichkeit
deutlich geringer sein als die Längsbeweglichkeit, um eine gute Führung des Hammers
über die Griffeinrichtung bzw. über den oder die Handgriffe zu ermöglichen. Dadurch
ist andererseits auch ein kleiner Winkelversatz zwischen dem Hammergehäuse und der
Griffeinrichtung möglich, was insbesondere das Auftreten von Querschwingungen am Handgriff
verringert.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Wälzkörpereinrichtung
mehrere Wälzkörper auf, die an der Griffeinrichtung drehbar befestigt sind und denen
an der Außenseite des Hammergehäuses vorgesehene Führungsbahnen zugeordnet sind. Die
Wälzkörper können dementsprechend auf den Führungsbahnen des Hammergehäuses abrollen,
wodurch eine sehr einfache, robuste Linearführung erreicht wird. Außer den Führungsbahnen,
die Bestandteil des Hammergehäuses sein können, ist auf der Hammergehäuseseite kein
zusätzlicher Bauaufwand zu treiben. Die Wälzkörper können Zukaufteile sein, die in
einfacher Weise an der Innenseite der Griffeinrichtung befestigt werden können. Da
die im Handel erhältlichen Wälzkörper, z. B. Kunststoffrollen, üblicherweise bereits
mit Lagern (Gleitlager, Wälzlager) ausgestattet sind, lässt sich der zusätzliche Bauaufwand
gering halten.
[0013] Vorteilhafterweise werden die Wälzkörper jeweils durch eine Federeinrichtung mit
einer definierten Kraft gegen die Führungsbahnen gehalten. Die Federeinrichtung kann
dementsprechend jeweils zwischen den Wälzkörpern und der Griffeinrichtung vorgesehen
sein. Damit ist es möglich, die Querbeweglichkeit der Griffeinrichtung relativ zu
dem Hammergehäuse präzise einzustellen.
[0014] Bei einer alternativen bzw. ergänzenden Ausführungsform weisen die Wälzkörper eine
definierte Federeigenschaft und damit eine Verformbarkeit in ihre Radialrichtung auf.
Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die Wälzkörper aus einem elastischen Kunststoffmaterial
bestehen oder wenigstens eine Lauffläche aus Kunststoff aufweisen. In diesem Fall
können die Wälzkörper mittels Lager direkt an der Griffeinrichtung befestigt werden.
Aufgrund der elastischen Verformbarkeit der Wälzkörper relativ zu den Führungsbahnen,
auf denen die Wälzkörper abrollen, ist eine ausreichende guerbeweglichkeit der Griffeinrichtung
relativ zu dem Hammergehäuse hergestellt.
[0015] Vorteilhafterweise ist zwischen dem Hammergehäuse und der Griffeinrichtung eine in
Arbeitsrichtung wirkende Längsfedereinrichtung vorgesehen. Die Längsfedereinrichtung,
die außer Federelementen auch Dämpfereinrichtungen umfassen kann, gewährleistet eine
zuverlässige Schwingungsentkopplung der im Betrieb des Hammers auftretenden Schwingungen.
Dadurch wird erreicht, dass die Griffeinrichtung und insbesondere der an der Griffeinrichtung
vorgesehene Handgriff nur geringe Schwingungen auf den Bediener überträgt. Als Dämpfungseinrichtung
eignen sich passive Elemente (z. B. Gummipuffer) sowie auch aktive oder semi-aktive
Dämpfungs- bzw. Entkopplungseinrichtungen.
[0016] Vorteilhafterweise ist die Erstreckung des Hammergehäuses in Arbeitsrichtung größer
als in eine Richtung quer zu der Arbeitsrichtung. Dadurch weist der Hammer eine längliche
Erstreckung auf, was der Möglichkeit der Längsführung zwischen Griffeinrichtung und
Hammergehäuse zugute kommt.
[0017] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Hammergehäuse
wenigstens in einem sich in Arbeitsrichtung erstreckenden Gehäuse-Teilbereich eine
sich nicht ändernde Außen-Querschnittsform auf. In diesem Gehäuse-Teilbereich lassen
sich dann in einfacher Weise die Führungsbahnen vorsehen. Auf diese Weise kann z.
B. für das Hammergehäuse ein stranggepresster Führungszylinder verwendet werden, dessen
gleichmäßige Außenkontur nur eine geringe Bearbeitung zum Herstellen der Führungsbahnen
erfordert. Bei entsprechender Fertigungsqualität können sogar die Führungsbahnen bereits
beim Strangpressen hergestellt werden, was eine beträchtliche Verminderung der Herstellkosten
mit sich bringt. Im Idealfall ist es auf diese Weise möglich, dass die am Hammergehäuse
vorgesehenen Bestandteile der Führungseinrichtung ohne zusätzlichen Fertigungsaufwand
herstellbar sind.
[0018] Sofern es sich bei dem Gehäuse-Teilbereich um den Führungszylinder für das Schlagwerk
handelt, lässt sich zudem in vorteilhafter Weise das Schlagwerk in dem Gehäuse-Teilbereich
anordnen.
[0019] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Außen-Querschnittsform
des Hammergehäuses im Wesentlichen prismatisch gestaltet. Dabei können eine oder mehrere
Kanten des Prismas von den an der Griffeinrichtung befestigten Wälzkörpern übergriffen
werden.
[0020] Die Griffeinrichtung stellt eine Art Träger für den oder die Handgriffe dar. Bei
einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist die Griffeinrichtung
als Griffhaube ausgeführt, die wenigstens einen Teil des Hammergehäuses umgibt. Die
Griffhaube kann dabei hauben- bzw. schalenförmig das Hammergehäuse umschließen, wie
dies z. B. aus der
DE 34 47 401 A1 bekannt ist. Die Handgriffe sind dann außen an der Griffhaube befestigt bzw. einstückig
mit dieser verbunden.
[0021] Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend unter Zuhilfenahme
der begleitenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Aufbruch- und/oder Bohrhammer (Hammer) in seitlicher Gesamtansicht;
- Fig. 2
- den Hammer aus Fig. 1, wobei eine vordere Abdeckung einer Griffhaube entfernt ist;
und
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.
[0022] Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht einen erfindungsgemäßen Aufbruch- und/oder
Bohrhammer, der nachfolgend als Hammer bezeichnet wird. In Fig. 2 ist die gleiche
Ansicht gezeigt, wobei jedoch ein Vorderteil einer als Griffeinrichtung dienenden
Griffhaube 1 entfernt ist, so dass in deren Innerem ein schematisch dargestelltes
Hammergehäuse 2 sichtbar ist.
[0023] An der Außenseite der Griffhaube 1 sind zwei Handgriffe 3 angebracht, an denen ein
Bediener den Hammer halten kann. Am unteren Ende der Griffhaube 1 bzw. des Hammergehäuses
2 tritt eine Werkzeugaufnahme 4 aus, in der in bekannter Weise ein Werkzeug, z. B.
ein Bohrer oder ein Meißel befestigbar ist.
[0024] Ein derartiger Aufbau ist prinzipiell bereits aus der
DE 34 47 401 A1 bekannt.
[0025] Das Hammergehäuse 2 weist ein Antriebsgehäuse 5 auf, in dem in bekannter Weise ein
motorischer Antrieb, ein Kurbeltrieb, etc. vorgesehen sind. Unterhalb von dem Antriebsgehäuse
5 ist ein ebenfalls zum Hammergehäuse 2 gehörendes Schlagwerkgehäuse 6 angeordnet,
in dem aus der durch den Motor erzeugten Antriebsbewegung eine Schlagbewegung erzeugt
wird, die schließlich auf das nicht dargestellte Werkzeug aufgebracht wird. Die Funktionsweise
eines derartigen Hammers ist bekannt und soll daher an dieser Stelle nicht weiter
vertieft werden.
[0026] Zwischen der Griffhaube 1 und dem aus Kunststoff oder Metall bestehenden Hammergehäuse
2 ist eine Führungseinrichtung 7 vorgesehen, die wenigstens eine lineare Führung der
Griffhaube 1 relativ zu dem Hammergehäuse 2 in Arbeitsrichtung A (Schlagrichtung,
Längsrichtung) des Hammers, vorzugsweise aber auch eine Führung der Griffhaube 1 relativ
zu dem Hammergehäuse 2 quer zu der Arbeitsrichtung und in eine Drehrichtung um die
in Arbeitsrichtung liegende Schlagachse ermöglicht.
[0027] Die Führungseinrichtung 7 weist eine Wälzkörpereinrichtung 8 auf, die mehrere Wälzkörper
9 umfasst. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel sind vier Wälzkörper 9 erkennbar.
[0028] Die Wälzkörper 9 sind auf der Innenseite der Griffhaube 1 drehbar befestigt. Bei
den Wälzkörpern 9 kann es sich um Zukaufteile handeln. Fig. 3 zeigt jedoch eine Spezialanfertigung
der Wälzkörper 9. Die dort gezeigten Wälzkörper 9 weisen Kunststoffrollen 9a (z. B.
Elastomer-Rollen) auf, die jeweils über Wälzlager 10 auf einer in der Griffhaube 1
gehaltenen Achse 11 gelagert sind.
[0029] Die Kunststoffrollen 9a wälzen über Führungsbahnen 12 ab, die an der Außenseite des
Hammergehäuses parallel zur Längsrichtung A verlaufen. Wenn es sich bei dem Hammergehäuse
2 bzw. dem Schlagwerkgehäuse 6 um ein Strangpressprofil handelt, wie z. B. in Fig.
2 und 3 gezeigt, lassen sich die Führungsbahnen 12 bereits durch den Strangpressvorgang
herstellen. Gegebenenfalls ist lediglich eine geringfügige Nachbearbeitung der Führungsbahnen
12 erforderlich.
[0030] Um eine möglichst gute Führung zwischen Griffhaube 1 und Hammergehäuse 2 zu erreichen,
insbesondere um eine ausreichende Kippstabilität zu gewährleisten, ist es zweckmäßig,
wenn sich das Hammergehäuse 2, insbesondere dass zum Hammergehäuse 2 gehörende Schlagwerkgehäuse
6 in Längsrichtung stärker erstreckt als in einer Richtung quer dazu. Dies ist auch
aus Fig. 2 ersichtlich. Die paarweise angeordneten Wälzkörper 9 (oberes Paar und unteres
Paar) stellen dann aufgrund ihres bezogen auf die Arbeitsrichtung A relativ großen
axialen Abstands eine zuverlässige Kippsicherung dar.
[0031] Bei einer in den Figuren nicht gezeigten Ausführungsform sind die Wälzkörpereinrichtungen
8 jeweils durch eine Federeinrichtung auf der Innenseite der Griffhaube 1 gehalten,
wodurch die Wälzkörper 9 bzw. die Kunststoffrollen 9a mit einer definierten Kraft
gegen die Führungsbahnen 12 gedrückt werden. Dadurch lässt sich die Querbeweglichkeit
der Griffhaube 1 relativ zu dem Hammergehäuse 2 besonders präzise einstellen.
[0032] Die Kunststoffrollen 9a können vorzugsweise auch aus einem elastischen Material bestehen,
so dass sie eine gewisse Verformbarkeit in ihr Radialrichtung aufweisen. Dadurch ist
es möglich, dass die Griffhaube 1 auch quer zu dem Hammergehäuse 2, gegen die Federwirkung
des elastischen Materials der Kunststoffrollen 9a bewegbar ist.
[0033] Zur Verbesserung der Schwingungsentkopplung der Griffhaube 1, insbesondere Isolation
der in dem Hammergehäuse 2 beim Betrieb des Hammers wirkenden Schwingungen, ist zwischen
Griffhaube 1 und Hammergehäuse 2 eine Längsfedereinrichtung 13 vorgesehen. Die Längsfedereinrichtung
13 umfasst Federn, die vorgespannt sein können, so dass die Griffhaube 1 erst nach
Überwindung der Vorspannungswirkung relativ zu dem Hammergehäuse 2 bewegbar ist. Die
Längsfedereinrichtung 13 stellt dabei sicher, dass die Griffhaube 1 nach Entlastung
in den Ausgangszustand relativ zu dem Hammergehäuse 2 zurückkehrt.
[0034] Die Längsfedereinrichtung 13 kann darüber hinaus auch Dämpfungselemente aufweisen,
die eine Anpassung der Dämpfungswirkung ermöglichen. Bei diesen Dämpfungselementen
kann es sich um passive, aktive oder semi-aktive Dämpfer bzw. Entkopplungseinrichtungen
handeln, die als solche bereits aus dem Stand der Technik bekannt sind.
[0035] Wie insbesondere aus Fig. 3 erkennbar, kann das Hammergehäuse 2, insbesondere das
zum Hammergehäuse 2 gehörende Schlagwerkgehäuse 6, einen im Prinzip prismatischen
Querschnitt aufweisen, bei dem die Außen-Querschnittsform wenigstens schematisch einem
Prisma entspricht.
[0036] Wie ebenfalls aus Fig. 3 erkennbar, ist es dann in besonders vorteilhafter Weise
möglich, dass die Führungsbahnen 12 genau im Bereich der Kanten der Prismenform ausgebildet
sind. Selbstverständlich müssen die Kanten nicht scharf gezeichnet sein, sondern können
eine zylindrische Krümmung aufweisen, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Dann ist es
möglich, dass die Kunststoffrollen 9a eine hohlkehlige Außenkontur aufweisen, mit
der sie die Führungsbahnen 12, d. h. die "Kanten" des Prismas umgreifen können, wie
in Fig. 3 gezeigt. Auf diese Weise lässt sich bereits mit den zwei in Fig. 3 gezeigten
Wälzkörpern 9 sicherstellen, dass die Griffhaube 1 relativ zu dem Hammergehäuse 2
geführt wird und nicht in eine Richtung senkrecht zur Antriebsrichtung A ausbrechen
kann.
[0037] Selbstverständlich können auch umgekehrt die Führungsbahnen 12 Vertiefungen bilden,
in denen die Kunststoffrollen 9a seitlich geführt abrollen.
[0038] Umgekehrt kann es auch zweckmäßig sein, die Wälzkörper 9 mit geringstmöglichen Reibwerten
zu drehen, um die Schwingungsisolation durch andere Elemente, insbesondere durch die
Längsfedereinrichtung 13, zu gewährleisten.
[0039] Da zwischen der Griffhaube 1 und dem Hammergehäuse 2 nahezu ausschließlich Wälzbewegungen
bei möglichst geringen Gleitbewegungen stattfinden, lässt sich der Verschleiß minimieren.
Dies ist insbesondere deshalb bedeutend, weil die Griffhaube 1 an ihrer Unterseite
nicht abgedichtet ist, so dass dort im Betrieb des Hammers Staub, Schmutz und Feuchtigkeit
eindringen können. Selbstverständlich sollten aber die Wälzkörper 8 und insbesondere
deren Gleitlager oder Wälzlager 10 in handelsüblicher Weise abgedichtet sein. Eine
zusätzliche Abdichtung des Führungsbereichs, insbesondere der Führungsbahnen 12 ist
jedoch nicht erforderlich.
[0040] Die Ausführungsform wurde anhand eines Hammers mit Griffhaube 1 erläutert. Anstelle
der Griffhaube 1 kann auch ein anders gestalteter Träger für den oder die Handgriffe
3 verwendet werden. Z. B. ist es nicht erforderlich, dass der Träger das Hammergehäuse
haubenförmig umgibt. Vielmehr kann auch eine offene Gestaltung, z. B. eine Käfigkonstruktion
verwendet werden.
1. Aufbruch- und/oder Bohrhammer, mit
- einem Hammergehäuse (2), in dem wenigstens ein Teil eines Antriebs (5) und ein Schlagwerk
(6) angeordnet sind,
- einer in einer Arbeitsrichtung (A) relativ zu dem Hammergehäuse (2) beweglichen
Griffeinrichtung (1), an der mindestens ein Handgriff (3) vorgesehen ist, und mit
- einer Führungseinrichtung (7) zum linearen Führen der Griffeinrichtung (1) relativ
zu dem Hammergehäuse (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (7) eine zwischen dem Hammergehäuse (2) und der Griffeinrichtung
(1) wirksame Wälzkörpereinrichtung (8) aufweist, bei der sich minimale Reibungswerte
erzielen lassen, die eine gute Relativbewegung zwischen der Griffeinrichtung (1) und
dem Hammergehäuse (2) zulassen.
2. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (7), bezogen auf die Arbeitsrichtung (A), seitlich an dem
Hammergehäuse (2) vorgesehen ist.
3. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Griffeinrichtung (1) das Hammergehäuse (2) mit Abstand umgibt, so dass ein Zwischenraum
gebildet wird, und dass
- die Führungseinrichtung (7) in dem Zwischenraum zwischen dem Hammergehäuse (2) und
der Griffeinrichtung (1) angeordnet ist.
4. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörpereinrichtung (8) eine definierte Federeigenschaft quer zu der Arbeitsrichtung
(A) gewährt, derart, dass die Griffeinrichtung (1) quer zu der Arbeitsrichtung (A)
relativ zu dem Hammergehäuse (2) beweglich ist.
5. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörpereinrichtung (8) Wälzkörper (9) aufweist, die an der Griffeinrichtung
(1) drehbar befestigt sind und denen an der Außenseite des Hammergehäuses (2) vorgesehene
Führungsbahnen (12) zugeordnet sind, oder die an dem Hammergehäuse (2) drehbar befestigt
sind und denen an der Innenseite der Griffeinrichtung (1) vorgesehene Führungsbahnen
(12) zugeordnet sind.
6. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (9) jeweils durch eine Federeinrichtung oder durch die elastische
Wirkung der Griffeinrichtung (1) mit einer definierten Kraft gegen die Führungsbahnen
(12) gehalten werden.
7. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (8, 9) eine definierte Federeigenschaft und damit eine Verformbarkeit
in ihre Radialrichtung aufweisen.
8. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen dem Hammergehäuse (2) und der Griffeinrichtung (1) in Arbeitsrichtung
(A) wirkende Längsfedereinrichtung (13) vorgesehen ist.
9. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung des Hammergehäuses (2) in Arbeitsrichtung (A) größer ist als in eine
Richtung quer zu der Arbeitsrichtung (A).
10. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hammergehäuse (2) wenigstens in einem sich in Arbeitsrichtung (A) erstreckenden
Gehäuse-Teilbereich (6) eine sich nicht ändernde Außen-Querschnittsform aufweist.
11. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach den Ansprüchen 5 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen (12) in dem Gehäuse-Teilbereich (6) vorgesehen sind.
12. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk in dem Gehäuse-Teilbereich (6) angeordnet ist.
13. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Außen-Querschnittsform im wesentlichen einer Prismenform entspricht und dass
wenigstens einer der Wälzkörper (9) eine Kante der Prismenform übergreift.
14. Aufbruch- und/oder Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffeinrichtung als Griffhaube (1) ausgebildet ist, die wenigstens einen Teil
des Hammergehäuses (2) umgibt.
1. Percussion hammer and/or hammer drill, having
- a hammer housing (2) in which at least one part of a drive (5) and a striking mechanism
(6) are disposed,
- a gripping device (1) which can move relative to the hammer housing (2) in an operating
direction (A) and on which at least one handle (3) is provided, and having
- a guide device (7) for linearly guiding the gripping device (1) relative to the
hammer housing (2),
characterised in that the guide device (7) comprises a rolling body device (8) which acts between the hammer
housing (2) and the gripping device (1), wherein minimal friction values can be produced
which permit effective relative movement between the gripping device (1) and the hammer
housing (2).
2. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in Claim 1, characterised in that the guide device (7), relating to the operating direction (A) is provided laterally
on the hammer housing (2).
3. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in Claim 1 or 2,
characterised in that
- the gripping device (1) surrounds the hammer housing (2) with a spaced disposition
so that an intermediate space is formed, and in that
- the guide device (7) is disposed in the intermediate space between the hammer housing
(2) and the gripping device (1).
4. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 3,
characterised in that the rolling body device (8) imparts a defined spring characteristic transverse to
the operating direction (A) such that the gripping device (1) can move relative to
the hammer housing (2) in a transverse manner with respect to the operating direction
(A).
5. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 4, characterised in that the rolling body device (8) comprises rolling bodies (9) which are rotatably attached
to the gripping device (1) and are allocated guide tracks (12) provided on the outer
side of the hammer housing (2), or the rolling bodies are rotatably attached to the
hammer housing (2) and are allocated guide tracks (12) provided on the inner side
of the gripping device (1).
6. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in Claim 5, characterised in that the rolling bodies (9) are each held against the guide tracks (12) with a defmed
force by a spring device or by the resilient effect of the gripping device (1).
7. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in Claim 5 or 6, characterised in that the rolling bodies (8, 9) have a defined spring characteristic and thus a deformability
in their radial direction.
8. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 7, characterised in that a longitudinal spring device (13) is provided which acts in the operating direction
(A) between the hammer housing (2) and the gripping device (1).
9. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 8, characterised in that the extension of the hammer housing (2) in the operating direction (A) is greater
than in a direction transverse to the operating direction (A).
10. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 9, characterised in that the hammer housing (2) has a constant outer cross-sectional shape at least in a housing
partial region (6) extending in the operating direction (A).
11. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in Claims 5 and 10, characterised in that the guide tracks (12) are provided in the housing partial region (6).
12. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 10 or 11, characterised in that the striking mechanism is disposed in the housing partial region (6).
13. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 10 to 12, characterised in that the outer cross-sectional form corresponds substantially to a prism shape, and in that at least one of the rolling bodies (9) engages over an edge of the prism shape.
14. Percussion hammer and/or hammer drill as claimed in any one of Claims 1 to 13, characterised in that the gripping device is formed as a gripping hood (1) which surrounds at least one
part of the hammer housing (2).
1. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique, comportant
- un carter (2), dans lequel sont disposés au moins une partie d'un système d'entraînement
(5) et un mécanisme de percussion (6),
- un dispositif de préhension (1), qui est mobile dans une direction de travail (A)
par rapport au carter (2) et sur lequel est prévue une poignée (3), et
- un dispositif de guidage (7) pour le guidage linéaire du dispositif de préhension
(1) par rapport au carter (2),
caractérisé en ce que le dispositif de guidage (7) comporte un dispositif à corps de roulement (2), qui
est actif entre le carter (2) et le dispositif de préhension (1) et qui permet de
générer de très faibles valeurs de frottement qui permettent un bon mouvement relatif
entre le dispositif de préhension (1) et le carter (2).
2. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (7) est prévu, par rapport à la direction de travail (A),
sur le côté du carter (2).
3. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
le dispositif de préhension (1) entoure le carter (2) à distance, de manière à former
un espace intermédiaire, et en ce que
le dispositif de guidage (7) est monté dans l'espace intermédiaire entre le carter
(2) et le dispositif de préhension (1).
4. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 3 caractérisé en ce que le dispositif à corps de roulement (8) garantit une propriété de ressort définie
perpendiculairement à la direction de travail (A), de telle sorte que le dispositif
de préhension (1) est mobile par rapport au carter (2) perpendiculairement à la direction
de travail (A).
5. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif à corps de roulement (8) comporte des corps de roulement (9), qui sont
fixés rotatifs sur le dispositif de préhension (1) et auxquels sont associées des
voies de guidage (12) prévues sur la face extérieure du carter (2), ou lesquels sont
fixés rotatifs sur le carter (2) et auxquels sont associées des voies de guidage (12)
prévues sur la face intérieure du dispositif de préhension (1).
6. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon la revendication 5, caractérisé en ce que les corps de roulement (9) sont maintenus chacun contre les voies de guidage (12)
avec une force définie par un dispositif à élastique ou par l'action élastique du
dispositif de préhension (1).
7. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les corps de roulement (8, 9) possèdent une caractéristique d'élasticitié définie
et sont donc aptes à se déformer dans leur direction radiale.
8. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif à ressort longitudinal (13) agissant entre le carter (2)
et le dispositif de préhension (1) dans la direction de travail (A).
9. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que la dimension du carter (2) dans la direction de travail (A) est plus grande que dans
une direction perpendiculaire à la direction de travail (A).
10. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que le carter (2) a une section dont la forme extérieure ne varie pas au moins dans une
zone partielle (6) orientée dans la direction de travail (A).
11. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon les revendications 5 et 10, caractérisé en ce que les voies de guidage (12) sont prévues dans la zone partielle (6) du carter.
12. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le mécanisme de percussion est monté dans la zone partielle (6) du carter.
13. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
10 à 12, caractérisé en ce que la forme extérieure de la section correspond sensiblement à une forme prismatique
et en ce qu'au moins un des corps de roulement (9) s'engage au-dessus d'une arête de la forme
prismatique.
14. Marteau perforateur et/ou marteau pneumatique selon l'une quelconque des revendications
1 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de préhension est réalisé sous forme de cache (1) qui entoure au moins
une partie du carter (2).