[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Ausziehtisch, umfassend ein aus
einem Rahmen mit Standelementen gebildeten Untergestell, eine am Rahmen angebrachte
Tischplatte, welche mit einer Trennfuge ausgestattet ist, die die Tischplatte in zwei
Teile trennt, welche Teile entlang von Führungen von einer zusammengeschobenen Position
in eine ausgezogene Position bringbar sind und in der ausgezogenen Position in die
zwischen den beiden Teilen entstandene Lücke Verlängerungsstücke einsetzbar sind.
[0002] Derartige Ausziehtische sind in vielfältiger Weise bekannt. Insbesondere bekannt
sind Ausziehtische, deren Tischplatte mittig mit einer Trennfuge versehen ist, so
dass die beiden Tischplattenhälften entlang Führungen in einer Richtung auseinander
gezogen werden können. In die so entstandene Lücke können rechteckförmige Verlängerungsstücke
eingesetzt werden, wobei je nach Länge des Ausziehwegs ein oder mehrere derartige
Verlängerungsstücke eingesetzt werden können.
[0003] Diese Tische können sehr einfach aufgebaut sein, sie weisen aber den Nachteil auf,
dass lediglich eine Längenveränderung stattfinden kann und durch Verändern dieser
Länge die Grösse des Tisches eingestellt werden kann. Je nach Einsatz und Verwendung
des Tisches und bei eingeschränkter Länge des Raumes, in welchen dieser Tisch aufgestellt
werden soll, kann dies nachteilig sein.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen Ausziehtisch zu schaffen,
der den oben genannten Nachteil nicht aufweist und der je nach Verwendung auch anders
als nur in Längsrichtung ausgezogen werden kann.
[0005] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass die Tischplatte
die Form eines Parallelogramms mit zwei parallel ausgerichteten ersten Seitenrändern
und zwei parallel ausgerichteten zweiten Seitenrändern aufweist und die Trennfuge
diagonal verläuft, dass erste Führungsmittel parallel zu den ersten Seitenrändern
angeordnet sind und der eine Teil der Tischplatte bezüglich des andern Teils entlang
der ersten Führungsmittel in eine erste ausgezogenen Position ausziehbar ist, und
dass zweite Führungsmittel parallel zu den zweiten Seitenrändern angeordnet sind und
der eine Teil der Tischplatte bezüglich des andern Teils entlang der zweiten Führungsmittel
in eine zweite ausgezogene Position ausziehbar ist.
[0006] Mit dieser Ausgestaltung ist die Möglichkeit gegeben, beispielsweise ein eine Rechteckform
aufweisenden Tisch durch Ausziehen in Längsrichtung diesen noch länger zu machen,
während ein Ausziehen in Querrichtung die Möglichkeit gibt, den rechteckförmigen Tisch
in einen Tisch umzuwandeln, der praktisch die Form eines Quadrates aufweisen kann.
[0007] In vorteilhafter Weise sind zum Einsetzen in die Lücke zwei Verlängerungsstücke vorgesehen,
die identisch sind und jeweils zwei parallele Längsseiten und zwei Stirnseiten aufweisen,
und die jeweils so in die Lücke einsetzbar sind, dass jeweils eine der beiden parallelen
Längsseiten am Diagonalrand des einen Teils bzw. am Diagonalrand des andern Teils
der Tischplatte zur Anlage kommt, und die eine Stirnseite des jeweiligen Verlängerungsstückes
parallel zum ersten Seitenrand ausgerichtet ist, während die andere Stirnseite des
jeweiligen Verlängerungsstückes parallel zum zweiten Seitenrand ausgerichtet ist.
Durch diese Ausgestaltung können die beiden Verlängerungsstücke für beide Ausziehvarianten
des Ausziehtisches verwendet werden, was einen einfachen Aufbau und eine einfache
Handhabung ermöglicht.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass der Rahmen
aus Profilen zusammengesetzt ist, welche die Führungsmittel bilden, wobei pro Seite
des Rahmens jeweils ein Paar von Profilen angeordnet ist, welche mit Längsführungsflächen
ausgestattet sind, die jeweils zusammenwirken und eine Längsverschiebung der Profile
zulassen. Dadurch wird ein sehr einfacher Aufbau des Ausziehtisches erreicht.
[0009] In vorteilhafter Weise sind jeweils zwei eine Ecke bildende Profile an einem Tischbein
befestigt, wodurch sich in einfacher Weise die Ausziehmöglichkeiten und ein einfaches
Zusammensetzen des Tisches ergeben.
[0010] In vorteilhafter Weise sind an den Profilen Arretiereinrichtungen angebracht, mit
welchen die entsprechende Längsverschiebung blockierbar ist. Dadurch lässt sich beispielsweise
die eine Ausziehrichtung blockieren, wenn man den Tisch in der anderen Richtung ausziehen
will. Zudem lässt sich die ausgezogene Position arretieren, ein unbeabsichtigtes Verschieben
wird dadurch unmöglich.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass an der
Unterseite der beiden Teile der Tischplatte entlang der Diagonalränder Auflageplättchen
angeordnet sind, die über den jeweiligen Diagonalrand vorstehend sind. Dadurch lassen
sich die Verlängerungsstücke in einfacher Weise in die jeweilige Lücke einsetzen,
die Auflageplättchen dienen als Positionierhilfen, so dass die einzusetzenden Verlängerungsstücke
bezüglich der Tischplatte nicht herunterfallen können.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass an der
Unterseite von jedem Teil der Tischplatte zwei Träger angeordnet sind, die jeweils
mit einem parallel zur Tischplatte ausgerichteten Schenkel ausgestattet sind, auf
welchem jeweils ein Verlängerungsstück unterbringbar ist. Bei nicht ausgezogener Position
und wenn die Verlängerungsstücke nicht benötigt werden, können diese in optimaler
und nicht störender Weise unterhalb der Tischplatte versorgt werden.
[0013] In vorteilhafter Weise sind die Diagonalränder der Teile der Tischplatte und die
parallelen Längsseiten der Verlängerungsstücke jeweils mit miteinander zusammenwirkenden
Führungselementen ausgestattet. Dadurch wird erreicht, dass die Verlängerungsstücke
in der in die Lücke eingesetzten Lage optimal bezüglich der Tischplatte und auf dem
selben Niveau ausgerichtet werden.
[0014] Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung
beispielhaft näher erläutert.
[0015] Es zeigt
Fig. 1 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Ausziehtisch in seiner ursprünglichen
Form;
Fig. 2 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Ausziehtisch, dargestellt
in der ersten ausgezogenen Position mit eingesetzten Verlängerungsstücken;
Fig. 3 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Ausziehtisch, dargestellt
in der zweiten ausgezogenen Position mit eingesetzten Verlängerungsstücken;
Fig. 4 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Ausziehtisch, dargestellt
in der ersten ausgezogenen Position ohne eingesetzte Verlängerungsstücke;
Fig. 5 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Ausziehtisch, dargestellt
in der voll ausgezogenen zweiten Position, in welcher die beiden Verlängerungsstücke
einsetzbar sind;
Fig. 6 in vergrösserter Darstellung einen Bereich des Ausziehtisches gemäss Fig. 5;
Fig. 7 eine Ansicht von unten auf den erfindungsgemässen Ausziehtisch in seiner Grundform;
Fig. 8 eine Ansicht von unten auf den erfindungsgemässen Ausziehtisch, in welcher
eine Zwischenposition während des Ausziehens in die zweite ausgezogene Position dargestellt
ist;
Fig. 9 eine Ansicht von unten auf den erfindungsgemässen Ausziehtisch in der zweiten
ausgezogenen Position mit eingesetzten Verlängerungsstücken;
Fig. 10 eine Ansicht von unten auf den erfindungsgemässen Ausziehtisch, der in einer
Zwischenposition auf dem Weg in die erste ausgezogene Position dargestellt ist;
Fig. 11 eine Ansicht von unten auf den erfindungsgemässen Ausziehtisch in der ersten
ausgezogenen Position mit eingesetzten Verlängerungsstücken;
Fig. 12 eine Querschnittdarstellung durch den erfindungsgemässen Ausziehtisch; und
Fig. 13 eine vergrösserte Darstellung eines Bereichs gemäss Fig. 12, aus welcher die
Arretiervorrichtung ersichtlich ist.
[0016] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, besteht der Ausziehtisch 1, der im vorliegenden
Ausführungsbeispiel rechteckförmig ausgebildet ist, aus einem Rahmen 2, an dessen
Eckbereichen jeweils ein Bein 3 angebracht ist. Auf den Rahmen 2 aufgesetzt ist die
Tischplatte 4, die am Rahmen 2 angebracht ist, wie später noch beschrieben wird. Diese
Tischplatte 4 weist zwei erste Seitenränder 5 und 6 und zwei zweite Seitenränder 7
und 8 auf. Die Tischplatte 4 ist durch eine Trennfuge 9 in zwei Teile 10 und 11 geteilt.
[0017] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, lässt sich der Ausziehtisch 1 von der in Figur 1
dargestellten zusammengeschobenen Position in eine erste ausgezogene Position ausziehen.
Hierzu sind erste Führungsmittel 12 vorgesehen, die, wie später noch beschrieben wird,
im Rahmen 2 untergebracht sind, und die parallel zu den ersten Seitenrändern 5 und
6 ausgerichtet sind. In die zwischen den beiden Teilen 10 und 11 entstandene Lücke
13 sind zwei Verlängerungsstücke 14 und 15 eingesetzt, welche die Lücke 13 vollständig
ausfüllen. Diese beiden Verlängerungsstücke 14 und 15 weisen eine identische Form
auf. Jedes dieser Verlängerungsstücke 14 und 15 umfasst zwei parallele Längsseiten
16 und 17 und zwei Stirnseiten 18 und 19. Im in die Lücke 13 eingesetzten Zustand,
wie dies in Figur 2 dargestellt ist, kommt die eine Längsseite 16 des Verlängerungsstückes
14 und die andere Längsseite 17 des Verlängerungsstückes 15 am Diagonalrand 20 des
Teils 10 zur Anlage. Andererseits kommt die Längsseite 17 des Verlängerungsstückes
14 und die Längsseite 16 des Verlängerungsstückes 15 am Diagonalrand 21 des Teiles
11 zur Anlage. Die beiden Stirnseiten 19, die parallel zu den zweiten Seitenrändern
7 und 8 ausgerichtet sind, stossen aneinander. Die beiden Stirnseiten 18 der Verlängerungsstücke
14 und 15 sind fluchtend mit den ersten Seitenrändern 5 und 6 der Tischplatte 4.
[0018] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, kann der in Figur 1 in der zusammengeschobenen Position
dargestellte Ausziehtisch 1 entlang zweiten Führungsmitteln 22 ausgezogen werden,
welche zweiten Führungsmittel 22 ebenfalls im Rahmen 2 untergebracht sind, und welche
zweiten Führungsmittel 22 parallel zu den zweiten Seitenrändern 7 und 8 der Tischplatte
4 ausgerichtet sind. In die entstandene Lücke 13 sind wiederum die beiden Verlängerungsstücke
14 und 15 eingelegt, deren gegenseitige Lage wurde jedoch im Vergleich zu der in Figur
2 dargestellten Auszugslage ausgetauscht. Die Längsseite 16 des Verlängerungsstückes
15 und die Längsseite 17 des Verlängerungsstückes 14 kommen wiederum am Diagonalrand
21 des Teiles 11 zur Anlage. Die Längsseite 17 des Verlängerungsstückes 15 und die
Längsseite 16 des Verlängerungsstückes 14 kommen am Diagonalrand 20 des Teiles 10
zur Anlage. Die beiden Stirnseiten 18 der beiden Verlängerungsstücke 14 und 15, die
parallel zu den ersten Seitenrändern 5 und 6 ausgerichtet sind, stossen aneinander,
die beiden Stirnseiten 19 der beiden Verlängerungsstücke 14 und 15 sind fluchtend
mit den beiden Seitenrändern 7 beziehungsweise 8.
[0019] Während die Grundform des Ausziehtisches, wie sie in Figur 1 dargestellt ist, ein
Rechteck bildet, kann dieses in der ersten ausgezogenen Position, wie es in Figur
2 dargestellt ist, in ein Rechteck mit grösserer Breite umgewandelt werden, während
in der zweiten ausgezogenen Position, dargestellt in Figur 3 das ursprüngliche Rechteck
noch verlängert wurde. Dadurch hat man verschiedene Möglichkeiten, beim Ausziehtisch
an die gewünschten Begebenheit anzupassen.
[0020] Das hier dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Rechteckform, selbstverständlich
kann anstelle eines Rechtecks auch ein beliebiges Parallelogramm dienen.
[0021] Figur 4 zeigt den Ausziehtisch 1 in der ersten ausgezogenen Position, wie diese in
Figur 2 dargestellt ist. Hierbei ist die durch das Ausziehen entlang der ersten Führungsmittel
12 entstandene Lücke 13 offen. An der Unterseite der beiden Teile 10 und 11 sind Auflageplättchen
23 angeordnet, die über den jeweiligen Diagonalrand 20 und 21 der beiden Teile 10
und 11 vorstehend sind. Im ausgezogenen Zustand, wie hier in Figur 4 dargestellt ist,
können nun die beiden nicht dargestellten Verlängerungsstücke in die Lücke 13 eingesetzt
werden, hierbei können diese auf die Auflageplättchen 23 aufgelegt werden. Dadurch
wird vermieden, dass diese beiden Verlängerungsstücke während des Einsetzens in die
Lücke 13 beziehungsweise des Herausnehmens aus der Lücke 13 herunterfallen können.
Hier bei kann das Ausziehen in die ausgezogene Position um ein bestimmtes Mass grösser
sein, als die Breite der einzusetzenden Verlängerungsstücke erforderlich machen würde.
Nach dem Einsetzen der Verlängerungsstücke können die beiden Teile 10 und 11, die
die Tischplatte 4 bilden, etwas gegeneinander geschoben werden, bis die Spalten zwischen
Teil 10 und 11 und den Verlängerungsstücken geschlossen sind.
[0022] Diese Situation zum Einlegen der Verlängerungsstücke 14 und 15 in die Lücke 13 zwischen
die beiden Teile 10 und 11 des ausgezogenen Ausziehtisches 1 ist ebenfalls in den
Figuren 5 und 6 dargestellt. Zum Einlegen beziehungsweise Herausnehmen der Verlängerungsstücke
14 und 15 werden die Teile 10 und 11 um eine grösseres Mass auseinandergezogen, als
die Breite der Verlängerungsstücke 14 und 15 erforderlich machen würde, die Verlängerungsstücke
14 und 15 liegen dann auf den genannten Auflageplättchen 23 auf.
[0023] Wie aus Figur 6 ersichtlich ist, können die zusammenzufügenden Seiten der Verlängerungsstücke
14 und 15 und der Teile 10 und 11 der Tischplatte 4 mit Nuten 24 und Federn 25 ausgestattet
sein. Mit diesen Nuten 24 und Federn 25 wird eine optimale Positionierung der Verlängerungsstücke
14 und 15 bezüglich der beiden Teile 10 und 11 hinsichtlich der Bildung einer planen
Tischoberfläche erreicht.
[0024] Figur 7 zeigt eine Ansicht von unten auf den Ausziehtisch 1 in seiner zusammengeschobenen
Position. An der Unterseite von jedem Teil 10 und 11 der Tischplatte 4 sind jeweils
zwei Träger 26 angeordnet. Diese Träger 26 weisen jeweils einen Schenkel 27 auf, der
parallel zur Tischplatte ausgerichtet ist und ein Ablagefach bildet. Zwischen Schenkel
27 und Tischplatte 4 lässt sich somit pro Teil 10 beziehungsweise 11 jeweils ein Verlängerungsstück
14 beziehungsweise 15 einschieben und unterbringen.
[0025] Der Ausziehtisch 1, wie er in Figur 7 in der zusammengeschobenen Position dargestellt
ist, kann nun, wie dies aus Figur 8 und 9 entnehmbar ist, in die zweite ausgezogene
Position gebracht werden. Hierzu ist der Rahmen aus ersten Profilen 28 und zweiten
Profilen 29 zusammengesetzt. Die Profile 28 verlaufen hierbei parallel zu den zweiten
Seitenrändern 7 und 8, während die Profile 29 parallel zu den ersten Seitenrändern
5 und 6 verlaufen. Pro Seite liegen jeweils zwei Profile 28 beziehungsweise 29 aufeinander
und weisen Längsführungsflächen auf, wie dies später noch beschrieben wird. Die aufeinander
liegenden beiden Profile 28 beziehungsweise 29 lassen sich somit in Längsrichtung
gegeneinander verschieben. Jeweils zwei Profile 28 und 29 sind an einem Tischbein
3 befestigt und bilden eine Ecke des Rahmens 2.
[0026] Um nun den Ausziehtisch 1 ausziehen zu können und in die zweite ausgezogene Position
bringen zu können, werden die Arretiervorrichtungen 30, die später noch im Detail
beschrieben werden, an den Profilen 28 gelöst. Der Teil 10 lässt sich nun bezüglich
Teil 11 entlang der Profile 28 in die zweite ausgezogene Position bringen. In voll
ausgezogener Lage können die beiden Verlängerungsstücke 14 und 15 aus den Trägern
26 weggenommen werden, wozu die Schenkel 27 verschwenkt werden können, und können
dann in die voll geöffnete Lücke 13 eingesetzt werden, wobei sie auf den Auflageplättchen
23 abgestützt werden. Nach dem Einsetzen dieser Verlängerungsstücke 14 und 15 kann
der Teil 10 bezüglich des Teils 11 zurückgeschoben werden, bis sämtliche Spalten,
die zwischen den Verlängerungsstücken 14 und 15 und den Teilen 10 und 11 entstanden
sind, verschlossen sind. Diese Position ist in Figur 9 dargestellt, die vorgängig
gelösten Arretiervorrichtungen 30 können nun wieder blockiert werden, ein unbeabsichtigtes
Ausziehen des Ausziehtisches wird damit vermieden.
[0027] Das Ausziehen des Ausziehtisches 1 von der zusammengeschobenen Position, wie sie
in Figur 7 dargestellt ist, in die erste ausgezogene Position ist in den Figuren 10
und 11 dargestellt. Hierzu werden die Arretiervorrichtungen 31 gelöst, wodurch die
Profile 29 gegeneinander in Längsrichtung verschiebbar werden. Der Teil 10 lässt sich
somit bezüglich des Teiles 11 wegverschieben, geführt durch die Profile 29. In der
voll ausgezogenen Lage können die Verlängerungsstücke 14 und 15 wiederum aus den Trägern
26 herausgenommen und in die entstandene Lücke 13 eingesetzt werden, wobei diese wiederum
durch die Auflageplättchen 23 abgestützt sind, wie das in Figur 11 dargestellt ist.
In der zurückgeschobenen Position, um die Spalten zu schliessen, können die Arretiervorrichtungen
31 wieder festgezogen werden, ein unbeabsichtigtes Ausziehen des Tisches wird somit
unterbunden.
[0028] In den Schnittdarstellung gemäss Figur 12 und 13 sind die Arretiervorrichtungen 30
und 31 ersichtlich, die jeweils in identischer Weise aufgebaut sind. Wie bereits beschrieben
worden ist, setzt sich der Rahmen 2 aus Profilen 28 und 29 zusammen, die jeweils paarweise
angeordnet sind. In Figur 12 und Figur 13 sind die Profile 28 im Schnitt dargestellt.
Diese Profile 28 weisen Führungsflächen 32 auf, die in der vorliegenden Ausführungsform,
in welcher diese Profile beispielsweise aus Holz gebildet sind, als Schwalbenschwanzführungen
ausgebildet sind. Dadurch lässt sich ein optimales Längsverschieben der beiden zusammenwirkenden
Profile 28 erreichen. Die Arretiervorrichtungen 30 und 31 umfassen einen mit Gewinde
versehenen Stift 33, der mit einem Drehkopf 34 ausgestattet ist. Dieser Stift 33 ist
in eine Mutter 35 eingeschraubt. Diese Mutter 35 ist in einem der Profile 28 untergebracht,
der Stift 33 ist durch eine schlitzförmige Ausnehmung 36 geführt, die im anderen Profil
28 angebracht ist. Diese schlitzförmige Ausnehmung 36 bildet die Endanschläge für
voll ausgezogene oder voll eingeschobene Position. Durch Drehen am Drehkopf 34 können
die beiden Profile 28 gegeneinander verspannt und somit blockiert oder voneinander
gelöst werden, wodurch eine Längsverschiebung ermöglicht wird.
[0029] Selbstverständlich können die Profile 28 und 29 auch aus anderen Materialien gebildet
werden, es sind auch andere bekannte Längsführungen einsetzbar.
[0030] Selbstverständlich können für die Tischplatte, die Verlängerungsstücke und die Beine
beliebige geeignete Materialien verwendet werden, beispielsweise Holz, Kunststoff
oder Metall, je nach Verwendungszweck und welche optische beziehungsweise ästhetische
Wirkung erreicht werden soll.
[0031] Mit diesem erfindungsgemässen Ausziehtisch erhält man einen Tisch, der von einer
Grundform in andere, vergrösserte Formen gebracht werden kann, wobei diese Vergrösserung
hinsichtlich der Länge oder der Breite des Tisches vorgenommen werden kann. Dadurch
erhält man einen vielseitig einsetzbaren Ausziehtisch.
1. Ausziehtisch, umfassend ein aus einem Rahmen (2) mit Standelementen (3) gebildeten
Untergestell, eine am Rahmen (2) angebrachte Tischplatte (4), welche mit einer Trennfuge
(9) ausgestattet ist, die die Tischplatte (4) in zwei Teile (10, 11) trennt, welche
Teile (10, 11) entlang von Führungen (12, 22) von einer zusammengeschobenen Position
in eine ausgezogene Position bringbar sind und in der ausgezogenen Position in die
zwischen den beiden Teilen (10, 11) entstandene Lücke (13) Verlängerungsstücke (14,
15) einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte (4) die Form eines Parallelogramms mit zwei parallel ausgerichteten
ersten Seitenrändern (6, 7) und zwei parallel ausgerichteten zweiten Seitenrändern
(7, 8) aufweist und die Trennfuge (9) diagonal verläuft, dass erste Führungsmittel
(12) parallel zu den ersten Seitenrändern (6, 7) angeordnet sind und der eine Teil
(10) der Tischplatte (4) bezüglich des andern Teils (11) entlang der ersten Führungsmittel
(12) in eine erste ausgezogene Position ausziehbar ist, und dass zweite Führungsmittel
(22) parallel zu den zweiten Seitenrändern (7, 8) angeordnet sind und der eine Teil
(10) der Tischplatte (4) bezüglich des andern Teils (11) entlang der zweiten Führungsmittel
(22) in eine zweite ausgezogene Position ausziehbar ist.
2. Ausziehtisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Verlängerungsstücke (14, 15) zum Einsetzen in die Lücke (13) vorgesehen sind,
die identisch sind und jeweils zwei parallele Längsseiten (16, 17) und zwei Stirnseiten
(18, 19) aufweisen, und die jeweils so in die Lücke (13) einsetzbar sind, dass jeweils
eine der beiden parallelen Längsseiten (16; 17) am Diagonalrand (20) des einen Teils
(10) bzw. am Diagonalrand (21) des andern Teils (11) der Tischplatte (4) zur Anlage
kommt, und dass die eine Stirnseite (18) des jeweiligen Verlängerungsstückes (14,
15) parallel zum ersten Seitenrand (6, 7) ausgerichtet ist, während die andere Stirnseite
(19) des jeweiligen Verlängerungsstückes (14, 15) parallel zum zweiten Seitenrand
(7, 8) ausgerichtet ist.
3. Ausziehtisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) aus Profilen (28, 29) zusammengesetzt ist, welche die Führungsmittel
(12, 22) bilden, wobei pro Seite des Rahmens (2) jeweils ein Paar von Profilen (28;
29) angeordnet ist, welche mit Längsführungsflächen (32) ausgestattet sind, die jeweils
zusammenwirken und eine Längsverschiebung der Profile (28; 29) zulassen.
4. Ausziehtisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei eine Ecke bildende Profile (28, 29) an einem Tischbein (3) befestigt
sind.
5. Ausziehtisch nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Profilen (28, 29) Arretiereinrichtungen (30, 31) angebracht sind, mit welchen
die entsprechende Längsverschiebung blockierbar ist.
6. Ausziehtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der beiden Teile (10, 11) der Tischplatte (4) entlang der Diagonalränder
(20, 21) Auflageplättchen (23) angeordnet sind, die über den jeweiligen Diagonalrand
(20, 21) vorstehend sind.
7. Ausziehtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite von jedem Teil (10, 11) der Tischplatte (4) zwei Träger (26) angeordnet
sind, die jeweils mit einem parallel zur Tischplatte (4) ausgerichteten Schenkel (27)
ausgestattet sind, auf welchen jeweils ein Verlängerungsstück (14; 15) unterbringbar
ist.
8. Ausziehtisch nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Diagonalränder (20, 21) der Teile (10, 11) der Tischplatte (4) und die parallelen
Längsseiten (16, 17) der Verlängerungsstücke (14, 15) jeweils mit miteinander zusammenwirkenden
Führungselementen (24, 25) ausgestattet sind.