[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentrifugentrommel mit einem Trommelmantel, auf dessen
Innenseite ein Arbeitssieb zum Abtrennen von Suspensionsflüssigkeit angeordnet ist.
Der Trommelmantel weist Öffnungen auf, die ellipsenartig ausgebildet sind. Ebenfalls
betrifft die Erfindung eine Zentrifuge mit einem solchen Trommelmantel und ein Verfahren
zur Herstellung einer Zentrifugentrommel.
[0002] Aus der DE 19 16 280 B1 ist eine periodisch arbeitende Zentrifuge zum Abschleudern
von Füllmasse bekannt, bei der an der Innenwand der Schleudertrommel ein Arbeitssieb
angeordnet ist. Die Ablauflöcher im mittleren Teil des Trommelmantels sind elliptisch
ausgebildet, und die Achse der Brennpunkte der Ellipse liegt rechtwinklig zur Trommelachse.
[0003] Bekannt ist, dass in kontinuierlich arbeitenden Zentrifugen konische Trommeln eingesetzt
werden, deren Auslassöffnungen die Form einer Bohrung oder eines Schlitzes haben.
In der Veröffentlichung "Importance of area and location of molasses drainage in basket
of continuous centrifugal machines" von Agrawal und Malik in Proc. S.T.A.I. 63 (2001)
Manufacturing Section 98 - 109, ist beschrieben, dass in eine Trommel zu den vorhandenen
8mm Bohrungen zusätzliche Bohrungen und Schlitze eingebracht wurden. Damit wurde eine
Öffnungsfläche von 2,6%, bezogen auf die Trommelfläche, erzielt, was einen verbesserten
Durchsatz und eine verbesserte Zuckerqualität zur Folge hatte.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zentrifugentrommel und ein Verfahren
zu deren Herstellung bereitzustellen, mit der eine Abtrennung von Suspensionsflüssigkeit
optimiert wird, insbesondere, um bei Kristallsuspensionen eine Trennung von Feststoff
und Flüssigkeit zu verbessern.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Öffnungen mit einem abrasiven
Verfahren in den Trommelmantel eingebracht und in Axialrichtung und in Umfangsrichtung
des Trommelmantels zueinander versetzt angeordnet sind, so dass sich die Konturen
der Öffnungen in Axialrichtung des Trommelmantels überdecken und der Trommelumfang
mit Öffnungen abgedeckt ist. Die Öffnungen werden im Trommelmantel so angeordnet,
dass die Konturen der Öffnungen sich überlappen und aufgrund ihrer versetzten Anordnung
quasi einen umlaufenden Schlitz bilden. Dadurch ist es möglich, ein sehr großes Öffnungsverhältnis
zu erreichen und sehr kurze Fließwege der Suspensionsflüssigkeit zu ermöglichen. Ebenfalls
ist es durch die besondere Anordnung der Öffnungen nicht möglich, dass durch das Arbeitssieb
abgetrennte Suspensionsflüssigkeit an der Trommelmantelinnenwandung entlangläuft,
ohne auf eine Öffnung zu treffen. Die ellipsenartige Ausbildung der Öffnung, die in
Umfangsrichtung langgestreckt ausgebildet ist und vorzugsweise eine Ellipse im geometrischen
Sinne darstellt, ermöglicht eine Reduzierung der Spannungen im Bereich der Öffnungen
und eine optimale Ausnutzung der Werkstoffkennwerte. Die ellipsenartigen Öffnungen
bewirken eine gleichmäßige Spannungsverteilung innerhalb des Trommelmantels, wobei
die höchsten Spannungen in Axialrichtung am Scheitelpunkt zwischen den Brennpunkten
der Ellipse auftreten. Durch die versetzte Anordnung der Öffnungen können dies sehr
nahe beieinander angeordnet werden, so dass der Trommelmantel ein maximal großes Öffnungsverhältnis
mit maximal vielen Öffnungen aufweisen kann. Bei bisher aus Blechen gefertigten Trommeln
ist ein Öffnungsverhältnis von nur 4% wirtschaftlich möglich. Durch die erfindungsgemäße
Trommel kann ein Öffnungsverhältnis von bis zu 20% wirtschaftlich gefertigt werden.
[0006] Ebenfalls ist es möglich, das Öffnungsverhältnis über die Axialrichtung des Trommelmantels
an die jeweils anfallende Flüssigkeitsmenge anzupassen. Zudem verringert sich das
Gesamtgewicht der Trommel und der Wirkungsgrad der Zentrifuge erhöht sich. Dies wird
durch die Einarbeitung der Öffnungen mittels eines abrasiven Verfahrens noch unterstützt,
da sich in der Trennzone das Materialgefüge nur minimal ändert und insbesondere keine
Versprödung in dem Randbereich der Öffnungen auftritt. Durch die Form, die Anordnung
und die Einbringung der Öffnungen mit einem abrasiven Verfahren ist es möglich, sehr
dünnwandige Zentrifugentrommeln mit hohen Drehzahlen zu betreiben, weil sich die in
dem Trommelmantel auftretenden Spannungen trotz des großen, erreichbaren Offnungsverhältnisses
in einem zulässigen Bereich bewegen. Die hohen Drehzahlen sind bei der Trennung viskoser
Kristallsuspensionen eine wichtige Voraussetzung.
[0007] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Konturen der Öffnungen sich
in einem Bereich von 5% bis 30% ihrer Fläche überdecken, z.B. einen Überdeckungsgrad
von 10% aufweisen, um sicherzustellen, dass abgetrennte Suspensionsflüssigkeit nicht
zwischen den Öffnungen hindurch läuft.
[0008] Die Hauptachse der ellipsenförmigen Öffnungen, also diejenige Achse, auf der die
Brennpunkte der Ellipse liegen, steht vorzugsweise in einem Winkel von 35° bis 135°
zur Trommelachse, bevorzugt in einem Winkel von 90° zur Trommelachse, da aufgrund
der hohen Drehzahlen eine vorwiegend in Axialrichtung verlaufende Fließbewegung der
Suspensionsflüssigkeit erfolgt. Durch unterschiedliche Winkel kann sich verändernden
Betriebsbedingungen oder Einsatzzwecken Rechnung getragen werden.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Öffnungen in Umfangsrichtung
hintereinander als eine Öffnungsreihe angeordnet sind. Zwischen den Öffnungen sind
die notwendigen Zwischenräume vorhanden. Eine in Axialrichtung versetzt angeordnete
Öffnungsreihe ist so um die Trommelachse verdreht angeordnet, dass die Kontur der
Öffnungen die Zwischenräume überdecken und über die Zwischenräume überstehen, so dass
in Axialrichtung gesehen zwei Teilbereiche der Öffnungen hintereinander liegen.
[0010] Zur Erzeugung einer exakten Trennschärfe sind die Öffnungsreihen gruppenweise, insbesondere
paarweise angeordnet, bevorzugt sind drei bis vier Paarreihen in einem Trommelmantel
ausgebildet, so dass die Möglichkeit besteht, die Abläufe nach ihrer Reinheit zu trennen.
Dabei ist vorgesehen, dass die Abstände der Öffnungsreihen untereinander kleiner als
die oder gleich der Abstände zwischen den Gruppen oder Paarreihen sind, so dass die
abgetrennte Suspensionsflüssigkeit gemäß ihrer Reinheit abgeführt werden kann. Je
weiter in Richtung Zentrifugentrommelrand die Gruppe angeordnet ist, desto reiner
ist die abgetrennt Suspensionsflüssigkeit. Ebenfalls ist es vorgesehen, dass die Überdeckungsgrade
der Öffnungen bei einer paarweisen Anordnung von Paarreihe zu Paarreihe verschieden
ist, beispielsweise dass unmittelbar nach dem Suspensionseinlauf in dem unteren Bereich
der Trommel eine geringere Überdeckung vorhanden ist als am Zentrifugentrommelrand.
Alternativ kann im unteren Bereich eine größere Überdeckung und damit ein größeres
Öffnungsverhältnis bereitgestellt werden, um möglichst schnell den anfallenden Sirup
abzutrennen. Aufgrund der geringen mechanischen Beanspruchung im unteren Bereich der
Trommel lassen sich sehr große Überdeckungsgrade erzielen.
[0011] Der Trommelmantel ist zweckmäßigerweise kegelstumpfförmig ausgebildet, wobei sich
die Zentrifugentrommel konisch öffnet. Die Materialstärke des Trommelmantels beträgt
vorzugsweise 3 mm bis 25 mm, insbesondere 5 mm, wodurch sich eine sehr leichte Ausgestaltung
des Trommelmantels und der gesamten Zentrifugentrommel erreichen lässt.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Öffnungen ein Achsenverhältnis
von 1:3 bis 1:10 aufweisen, wobei die kürzere Achse in Axialrichtung ausgerichtet
ist. Der horizontale Abstand zwischen zwei Öffnungen beträgt ungefähr 2/3 der Länge
der längeren, horizontalen Achse der Öffnungen, wobei der Abstand der längeren, horizontalen
Achsen zweier Öffnungsreihen in Axialrichtung zueinander ungefähr 2/3 der Länge der
horizontalen Achse der Öffnung beträgt.
[0013] Um eine möglichst spannungsarme Herstellung des Trommelmantels zu ermöglichen, sind
die Öffnungen in einem wasserstrahl-abrasiven Trennverfahren eingebracht. Alternativ
sind ähnlich spannungsarm arbeitende Trennverfahren einsetzbar, um die ellipsenartigen
Öffnungen auszubilden, beispielsweise Erodierverfahren.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Zentrifugentrommel sieht vor,
dass die Öffnungen mit einem abrasiven Trennverfahren in das Material des Trommelmantels
eingebracht werden, wobei entweder die Öffnungen in das Material vor der Zusammenfügung
der Einzelteile des Trommelmantels eingebracht werden oder erst nachdem der Trommelmantel
zu einem Kegelstumpf zusammengesetzt wurde. Die Einbringung der Öffnungen vor der
Fügung hat den Vorteil, dass in der Regel ebene Werkstücke bearbeitet werden, was
Vorteile in der Handhabung der Werkstücke und Ausrichtung der Werkzeuge mit sich bringt.
Werden die Öffnungen in den bereits fertigen Kegelstumpf eingebracht, können diese
mitunter besser aufeinander ausgerichtet werden.
[0015] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
1 und 2 näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Bauteile.
[0016] Die Figuren zeigen eine kontinuierlich arbeitende Zentrifugentrommel 1 mit einem
sich konisch nach oben öffnenden Trommelmantel 2, auf dessen Innenseite ein Sieb 3
angeordnet ist und dessen oberer Abschluß ein Trommelring 7 bildet. Das Sieb 3 kann
als Arbeitssieb mit einem Stützsieb oder als ein Spaltsieb ausgebildet sein; wichtig
ist, dass ein Abfluß der Suspensionsflüssigkeit entlang der Trommelinnenwandung stattfinden
kann, so dass die Kristalle auf dem Sieb 3 zum Trommelrand abgleiten, während die
abgetrennte Suspensionsflüssigkeit aus der Trommel 1 abgeführt werden kann. In dem
Trommelmantel 2 sind elliptische Öffnungen 5 angeordnet, im dargestellten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 in drei Paarreihen, gemäß Figur 2 in fünf Paarreihen. Die Öffnungen
5 sind in Umfangsrichtung des Trommelmantels 2 hintereinander angeordnet, so dass
die Hauptachsen der elliptischen Öffnungen 5, also die Achse, auf der die Brennpunkte
der Ellipse liegt, auf einem Umfang liegen und eine erste Öffnungsreihe 15 bildet.
Zwischen den Öffnungen 5 sind Zwischenräume 6 vorgesehen. Die Zwischenräume 6 können
in Axialrichtung des Trommelmantels 2 unterschiedlich dimensioniert sein, so dass
sich die Teilung der Öffnungen 5 verändert. Je enger die Öffnungen 5 zusammen stehen,
desto höher ist das Öffnungsverhältnis und damit der Flüssigkeitsaustrag, je weiter
die Öffnungen 5 auseinander stehen, desto geringer ist das Öffnungsverhältnis und
damit der Flüssigkeitsaustrag.
[0017] In Axialrichtung versetzt liegen auf einem anderen Umfang ebenfalls Öffnungen 5 und
bilden eine zweite Öffnungsreihe 25, wobei die Öffnungen zu der ersten Öffnungsreihe
15 dergestalt verdreht sind, dass die Öffnungen 5 die Zwischenräume 6 abdecken. Ebenfalls
ist zu sehen, dass die Öffnungen 5 auf unterschiedlichen Umfängen einander überdecken,
so dass axial hintereinander zwei Öffnungsbereiche angeordnet sind. Die Öffnungsreihen
15, 25 bilden eine Gruppe. Es sind mehrere Gruppen in Axialrichtung entlang des Trommelmantels
2 angeordnet, wobei der Abstand zwischen den Gruppen größer als der oder gleich dem
Abstand zwischen den Reihen 15, 25 ist. Dadurch kann eine fraktionierte Abtrennung
der Suspensionsflüssigkeit erfolgen.
[0018] Beim Betrieb der Zentrifugentrommel 1, also bei einer Drehung um die Achse 4, wird
die abgetrennte Suspensionsflüssigkeit, die durch das Arbeitssieb 3 auf den Trommelmantel
2 geschleudert wird, auf dem Trommelmantel 2 aufgrund der konischen Ausbildung nach
oben bewegt. Der Strömungsweg ist dabei im Wesentlichen linear, so dass aufgrund der
Anordnung der Öffnungen 5 sichergestellt ist, dass abgetrennte Suspensionsflüssigkeit
auf jeden Fall durch die Öffnungen 5 durch den Trommelmantel 2 abgeführt wird.
[0019] Würde man zwei Öffnungsreihen 15, 25 übereinander legen, würde sich ein umlaufender
Schlitz ausbilden, durch den die gesamte, abgetrennte Suspensionsflüssigkeit abgeschleudert
wird. Da im unteren Bereich der Trommel 1 mehr Suspensionsflüssigkeit anfällt, ist
das Öffnungsverhältnis dort größer als am Trommelrand, was durch die gegenüber der
in der Figur 1 gezeigten Variante engere Anordnung der Öffnungen 5, 6 in diesem Bereich
in der Figur 2 gezeigt ist. Die Zentrifugentrommel 1 gemäß der Figur 1 weist ein geringeres
Öffnungsverhältnis als die Zentrifugentrommel 1 der Figur 2 auf, insbesondere im unteren
Bereich. Alternativ kann auch keine paarweise Anordnung der Öffnungsreihen 15, 25,
sondern eine gleichmäßige Anordnung der Öffnungsreihen 15, 25 mit entsprechendem Winkelversatz
vorgesehen sein.
[0020] Die Hauptachsen der Öffnungen 5 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel rechtwinklig
zu der Achse der Zentrifugentrommel 1 ausgebildet, können jedoch auch in einem Winkel
von 35° bis 135° zu der Achse 4 versetzt angeordnet sein.
[0021] Die Öffnungen 5 sind mit einem abrasiven Verfahren, insbesondere mit einem Wasserstrahl
in die Trommelwandung eingebracht, was eine Versprödung der Randbereiche der Öffnungen
5 verhindert, da keine Gefügeveränderungen durch massiven Wärmeeintrag stattfindet.
Daher können dünnerwandige Werkstoffe für den Trommelmantel 2 verwendet werden. Der
Trommelmantel 2 kann aus Blechmaterial oder Guss bestehen. Durch die erfindungsgemäße
Zentrifugentrommel 1 ist es möglich, Feststoffe von Flüssigkeiten energiesparend zu
trennen.
[0022] Ein Merkmal dabei ist es, dass aufgrund der hohen erreichbaren Zentrifugalkräfte
die abgetrennte Flüssigkeit möglichst schnell aus der Zentrifugentrommel 1 geführt
wird, wodurch die Leistungsfähigkeit der Gesamtzentrifuge weiter erhöht wird, da weniger
Flüssigkeit beschleunigt werden muß. Dies ist insbesondere auch dadurch möglich, dass
die Öffnungen 5 aufgrund der geringen Spannungen, verglichen mit eckigen Langlöchern,
sehr nahe aneinander und nahe an dem Trommelboden angeordnet werden können und so
ein großes öffnungsverhältnis erreicht wird. Die beschleunigte Suspension tritt demgemäß
bevorzugt im unteren Bereich aus der Zentrifugentrommel 1 aus und muß nicht mehr weiterbeschleunigt
werden.
[0023] Somit ist es möglich, die Zentrifugentrommel 1 material- und kostensparend zu fertigen,
da aufgrund der Anordnung und der Ausbildung der Öffnungen 5 und der geringen Gefügeveränderungen
die Werkstoffe optimal ausgenutzt werden. Dadurch können sehr dünnwandige Trommelmantel
gefertigt werden, die wiederum mit hohen Drehzahlen betrieben werden können.
[0024] Eine solche Zentrifugentrommel 1 ist insbesondere für kontinuierliche Zentrifugen
vorgesehen, wobei sich durch die Anordnung von mehreren, übereinander liegenden Öffnungsreihen
15, 25 Zonen bilden, an deren oberen Grenzen ein exakter Abfluss der abgetrennten
Flüssigkeit aus der Zentrifugentrommel 1 erfolgt. Dies bietet die Möglichkeit, die
Flüssigkeitsabläufe aus der Zentrifugentrommel 1 nach ihrer Reinheit zu trennen.
[0025] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die horizontale Ausdehnung der Ellipse
zwischen 44mm und 60mm beträgt, bei einer Höhe von 12mm, so dass das Halbachsenverhältnis
zwischen 1:3 und 1:10 liegt. Bei einer horizontalen Ausdehnung von ungefähr 60mm einer
Öffnung 5 beträgt der Abstand zwischen zwei Öffnungen 5 in Horizontalrichtung ungefähr
40mm, der Abstand der horizontalen Achsen in Axialrichtung zueinander ebenfalls ungefähr
40mm.
[0026] Aufgrund der geringeren Kerbwirkung der ellipsenartigen Öffnungen 5 können die Öffnungen
5 dichter zueinander angeordnet werden als bei eckigen Öffnungen.
1. Zentrifugentrommel (1) mit einem Trommelmantel (2) und einem auf dessen Innenseite
angeordneten Arbeitssieb (3) zum Abtrennen von Suspensionsflüssigkeit, der Trommelmantel
(2) weist Öffnungen (5) auf, die ellipsenartig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) durch ein abrasives Trennverfahren in den Trommelmantel (2) eingebracht
und sowohl in Axialrichtung als auch in Umfangsrichtung des Trommelmantels (2) zueinander
versetzt angeordnet sind und sich die Konturen der Öffnungen in Axialrichtung überdecken,
so dass der Trommelumfang mit Öffnungen (5) abgedeckt ist.
2. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Konturen der Öffnungen (5) um 5 % bis 30 % ihrer Fläche überdecken.
3. Zentrifugentrommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Konturen der Öffnungen (5) um 10 % ihrer Fläche überdecken.
4. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) als Ellipsen ausgebildet sind und die Achse, auf der die Brennpunkte
der Ellipse liegen, in einem Winkel von 35° bis 135°, vorzugsweise 90°, zu der Trommelachse
(4) ausgerichtet ist.
5. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) in Umfangsrichtung des Trommelmantels (2) hintereinander als eine
erste Öffnungsreihe (15) angeordnet und zwischen den Öffnungen Zwischenräume (6) ausgebildet
sind und dass eine in Axialrichtung versetzt angeordnete zweite Öffnungsreihe (25)
ausgebildet ist, deren Öffnungen (5) so angeordnet sind, dass deren Konturen die Zwischenräume
(6) überdecken.
6. Zentrifugentrommel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsreihen (15, 25) gruppenweise, insbesondere paarweise angeordnet sind
und der Abstand zwischen den Gruppen größer als der oder gleich dem Abstand zwischen
den Öffnungsreihen (15, 25) ist.
7. Zentrifugentrommel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein bis acht, vorzugsweise drei bis vier Paarreihen in dem Trommelmantel (2) ausgebildet
sind.
8. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Überdeckungsgrad der Konturen der Öffnungen (5) sich in Axialrichtung des Trommelmantels
(2) ändert.
9. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsfläche im Trommelmantel (2) im Verhältnis zur Fläche des Trommelmantels
(2) zwischen 4% und 20% liegt.
10. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsfläche im unteren Trommelbereich größer als im oberen Trommelbereich
ist.
11. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelmantel (2) kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
12. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke des Trommelmantels (2) 3 mm bis 25 mm, beträgt.
13. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) durch ein wasserstrahl-abrasives Trennverfahren in den Trommelmantel
(2) eingebracht sind.
14. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilung der Öffnungen (5) in Axialrichtung des Trommelmantels (2) sich verändert.
15. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) ein Achsenverhältnis von 1: 3 bis 1:10 aufweisen, wobei die kürzere
Achse in Axialrichtung ausgerichtet ist.
16. Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Abstand zwischen zwei Öffnungen (5) 2/3 der Länge der längeren, horizontalen
Achse der Öffnungen (5) beträgt.
17. Zentrifugentrommel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der längeren, horizontalen Achsen zweier Öffnungsreihen (15, 25) in Axialrichtung
zueinander 2/3 der Länge der horizontalen Achse der Öffnung (5) beträgt.
18. Zentrifuge mit einer Zentrifugentrommel nach einem der voranstehenden Ansprüche.
19. Verfahren zur Herstellung einer Zentrifugentrommel nach einem der Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) mit einem abrasiven Trennverfahren in das Material des Trommelmantels
(2) eingebracht werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) in den kegelstumpfförmigen Trommelmantel (2) eingebracht werden.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (5) mit einem wasserstrahl-abrasiven Verfahren in das Material des
Trommelmantels (2) eingebracht werden.