| (19) |
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(11) |
EP 1 694 943 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.05.2013 Patentblatt 2013/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.11.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2004/002634 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/059312 (30.06.2005 Gazette 2005/26) |
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| (54) |
TURBOMASCHINE
TURBOMACHINE
TURBOMACHINE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
19.12.2003 DE 10359730
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.08.2006 Patentblatt 2006/35 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines GmbH |
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80995 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRÜCKNER, Gerhard
85250 Altomünster (DE)
- FELDMANN, Manfred
82223 Eichenau (DE)
- KISLINGER, Bernd
85276 Reisgang (DE)
- WULF, Joachim
80636 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 037 837 US-A- 2 801 075 US-A- 2 971 333 US-A- 4 632 634
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DE-A1- 19 807 247 US-A- 2 910 269 US-A- 3 104 091 US-A- 5 775 874
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbomaschine, insbesondere eine Gasturbine, nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Turbomaschinen, zum Beispiel Gasturbinen, verfügen über einen Rotor und einen Stator,
wobei der Rotor zusammen mit demselben rotierende Laufschaufeln und der Stator ein
Gehäuse und Leitschaufeln aufweist. Die dem Rotor zugeordneten Laufschaufeln rotieren
gegenüber dem feststehenden Gehäuse und den feststehenden Leitschaufeln des Stators.
Die Leitschaufeln bilden Leitschaufelkränze und die Laufschaufeln bilden Laufschaufelkränze,
wobei zwischen zwei in Durchströmungsrichtung hintereinander angeordneten Leitschaufelkränzen
jeweils ein Laufschaufelkranz positioniert ist. Die Leitschaufelkränze grenzen mit
einem radial außenliegenden Ende, insbesondere mit einem Außendeckbands, an das Gehäuse
und mit einem radial innenliegenden Ende, insbesondere mit einem Innendeckband, an
den Rotor an. Die Leitschaufelkränze sind am Gehäuse der Turbomaschine befestigt und
können gegenüber dem Gehäuse speichenzentriert sein.
[0003] Das Dokument
DE 198 07 247 A1 offenbart eine derartige Turbomaschine, wobei zur Zentrierung und Fixierung der Leitschaufelkränze
Lagerzapfen vorgesehen sind. Gemäß diesem Dokument durchdringen die gehäusefesten
Lagerzapfen das Gehäuse der Turbomaschine und greifen zur Speichenzentrierung der
Leitschaufelkränze in den Leitschaufelkränzen zugeordnete Lagerbuchsen ein. Die Führungsstifte
durchdringen dabei das Gehäuse der Turbomaschine in radialer Richtung, eine Längsmittelachse
der Lagerbuchsen verläuft demnach parallel zur Radialrichtung der Turbomaschine, wobei
die entsprechenden Lagerbuchsen ebenfalls in Radialrichtung der Turbomaschine ausgerichtet
sind. Dabei sind zwischen zwei benachbarten Leitschaufelkränzen Dichtungsträger positioniert,
wobei die Dichtungsträger in die Außendeckbänder der Leitschaufelkränze eingehängt
sind.
[0004] Das Dokument
US-A-2 801 075 schützt eine Turbomaschine mit Stator und Rotor, bei der mindestens ein Leitschaufelkranz
gegenüber dem Gehäuse speichenzentriert ist, Dabei verlaufen das Gehäuse von außen
durchdringende Lagerzapfen bzw. Führungsstifte etwa senkrecht zur Gehäusewand.
[0005] Das Dokument
US-A- 5 775 874 betrifft eine Turbomaschine mit Stator und Rotor, bei der mindestens ein Leitschaufelkranz
aus mehreren Leitschaufelsegmenten zusammengesetzt ist. Jedes Leitschaufelsegment
wird über eine U-förmige Klammer radial nach außen gegen das Gehäuse gespannt. Zusätzlich
sind das Gehäuse von außen etwa senkrecht durchdringende Zapfen vorhanden, welche
die Leitschaufelsegmente gegen ein Verdrehen in Umfangsrichtung sichern.
[0006] Das Dokument
US-A-3 104 091 offenbart eine Turbomaschine mit Stator und Rotor, bei der mindestens ein Leitschaufelkranz
gegenüber dm Gehäuse speichenzentriert ist. Dabei sind die Lagerzapfen bzw. Führungsstifte
innerhalb des Gehäuses axial angeordnet.
[0007] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde eine neuartige
Turbomaschine zu schaffen.
[0008] Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass die eingangs genannte Turbomaschine durch
die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 weitergebildet ist. In
bekannter Weise verlaufen die Führungsstifte in etwa senkrecht zum Gehäuse, wobei
in das Gehäuse hineinragende Enden der Führungsstifte in den radial außenliegenden
Enden der Leitschaufelkränze zugeordnete, gabelförmige Elemente eingreifen. Erfindungsgemäß
sind sowohl die Leitschaufelkränze als auch Dichtungsträger mit Hilfe der Führungsstifte
und der gabelförmigen Elemente speichenzentriert.
[0009] Jedes gabelförmige Element begrenzt vorzugsweise mindestens zwei Ausnehmungen bzw.
Aufnahmeräume, wobei die Führungsstifte in eine erste Ausnehmung und wobei Vorsprünge
der Dichtungsträger in eine zweite Ausnehmung eingreifen. Die beiden Ausnehmungen
der gabelförmige Elemente sind in Umfangrichtung nebeneinander positioniert.
[0010] Bei einem sich verjüngenden oder erweiternden Gehäuse, z. B. mit konischer Gehäusewand,
verlaufen die Führungsstifte demnach nicht in radialer Richtung der Turbomaschine,
sondern einerseits schräg zur Radialrichtung und andererseits schräg zur Axialrichtung
der Turbomaschine. In das Gehäuse hineinragende Enden der Führungsstifte verlaufen
demnach ebenfalls schräg zur Axialrichtung sowie Radialrichtung der Turbomaschine
und wirken mit gabelförmigen Elementen im Bereich der Leitschaufelkränze zusammen,
wobei die gabelförmigen Elemente in Radialrichtung und Axialrichtung der Turbomaschine
zumindest teilweise offen ausgebildet sind, um ein Eingreifen der in das Gehäuse hineinragenden
Enden der Führungsstifte in die gabelförmigen Elemente zu ermöglichen.
[0011] Mithilfe der erfindungsgemäßen Konstruktion ist eine einfachere Ausführung des Gehäuses
der Turbomaschine möglich, da auf gehäuseseitige, in Radialrichtung verlaufende Führungshülsen
für die Lagerzapfen bzw. Führungsstifte verzichtet werden kann. Dies erlaubt eine
deutlich einfachere Herstellung des Gehäuses und reduziert damit die Herstellkosten
der Turbomaschine.
[0012] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand
der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1:
- einen teilweisen axialen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Gasturbine; und
- Fig. 2:
- ein stark schematisiertes Detail der Anordnung gemäß Fig. 1 im Bereich eines Außendeckbands
eines Leitschaufelgitters und einer "Outer Airseal" Dichtung in perspektivischer Ansicht.
[0014] Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2
in größerem Detail beschrieben. Bevor auf die Details des bevorzugten Ausführungsbeispiels
eingegangen wird, soll angemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung generell für
alle Strömungsmaschinen bzw. Turbomaschinen mit Rotor und Stator geeignet ist. Insbesondere
eignet sich die Erfindung zur Anwendung in einem Verdichter oder einer Turbine einer
Gasturbine, insbesondere eines Flugtriebwerks. Thermodynamisch und abmessungsbedingt
sind Niederdruckturbinen mittlerer bis großer Gasturbinen bevorzugte Anwendungsfälle
der hier vorliegenden Erfindung, weshalb Fig. 1 einen teilweisen, axialen Längsschnitt
durch eine Niederdruckturbine zeigt.
[0015] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Niederdruckturbine 10 im Bereich von zwei
Leitschaufelkränzen 11 und 12 sowie zwei Laufschaufelkränzen 13 und 14. Die Leit schaufelkränze
11 und 12 sowie Laufschaufelkränze 13 und 14 sind in axialer Richtung der Niederdruckturbine
10 wechselweise hintereinander positioniert. Die Axialrichtung der Niederdruckturbine
10 ist in Fig. 1 durch einen Pfeil 15 dargestellt, die Radialrichtung derselben durch
einen Pfeil 16.
[0016] Jeder der Leitschaufelkränze 11 und 12 wird durch mehrere in Umfangsrichtung der
Niederdruckturbine 10 nebeneinander angeordnete Leitschaufeln 17 gebildet, wobei Fig.
1 lediglich die radial außenliegenden Enden 18 der Leitschaufeln 17 zeigt. Im Bereich
der radial außenliegenden Enden 18 der Leitschaufeln 17 sind sogenannte Außendeckbänder
19 ausgebildet. Die Leitschaufelkränze 11 und 12 sind einem Stator der Niederdruckturbine
10 zugeordnet, wobei der Stator neben den Leitschaufeln 17 der Leitschaufelkränze
11 und 12 auch ein Gehäuse 20 umfasst. Das Gehäuse 20 sowie die Leitschaufelkränze
11 und 12 sind feststehend ausgebildet, wobei die einem Rotor zugeordneten Laufschaufelkränze
13 und 14 gegenüber den feststehenden Leitschaufelkränzen 11 und 12 sowie dem feststehenden
Gehäuse 20 rotieren. Jeder der rotierenden Laufschaufelkränze 13 und 14 wird dabei
von mehreren in Umfangsrichtung der Niederdruckturbine 10 nebeneinander angeordneten
Laufschaufeln 21 gebildet, wobei Fig. 1 wiederum nur die radial außenliegenden Enden
22 der Laufschaufeln 21 zeigt. Im Bereich der radial außenliegenden Enden 22 der Laufschaufeln
21 sind jeweils wiederum sogenannte Außendeckbänder 23 ausgebildet.
[0017] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung erfolgt die Zentrierung und Fixierung der
Leitschaufelkränze 11 und 12 über Lagerzapfen bzw. Führungsstifte 24, wobei die Führungsstifte
24 in etwa senkrecht zum Gehäuse 20 verlaufen. Wie Fig. 1 entnommen werden kann, steht
eine Längsmittelachse 25 der Führungsstifte 24 in etwa senkrecht auf dem Gehäuse 20
und verläuft demnach schräg zur Radialrichtung (Pfeil 16) sowie Axialrichtung (Pfeil
15) der Niederdruckturbine 10. Mit Enden 26 ragen die Führungsstifte 24 in das Gehäuse
20 hinein und greifen dabei zur Zentrierung und Fixierung der Leitschaufelkränze 11
und 12 in gabelförmige Elemente 27 ein, die den Außendeckbändern 19 der Leitschaufelkränze
11 und 12 zugeordnet sind. Über den Umfang der Außendeckbänder der Leitschaufelkränze
11 und 12 sind dabei mehrere gabelförmige Elemente 27 positioniert, wobei in jedes
der gabelförmigen Elemente 27 eines Leitschaufelkranzes 11 bzw. 12 ein entsprechender
Führungsstift 24 eingreift, wobei die Führungsstifte 24 entsprechend zu den gabelförmigen
Elementen 27 über den Umfang des Gehäuses verteilt angeordnet sind. Zur Speichenzentrierung
eines Leitschaufelkranzes 11 bzw. 12 sind mindestens drei über den Umfang der Niederdruckturbine
10 verteilt angeordnete Führungsstifte 24 erforderlich, die mit entsprechenden gabelförmigen
Elementen 27 im Bereich der Außendeckbänder 19 der Leitschaufelkränze 11 und 12 zusammenwirken.
Bevorzugt sind je Leitschaufelkranz 11 und 12 sieben derartige Paare aus Führungsstiften
24 und gabelförmigen Elementen 27 über den Umfang der Niederdruckturbine 10 verteilt
angeordnet.
[0018] Die gabelförmigen Elemente 27 im Bereich der Außendeckbänder 19 der Leitschaufelkränze
11 und 12 sind in Radialrichtung sowie in Axialrichtung der Niederdruckturbine 10
zumindest teilweise offen, um ein Eingreifen der in das Gehäuse 20 hineinragenden
Enden 26 der Führungsstifte 24 in die gabelförmigen Elemente 27 zu ermöglichen.
[0019] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung bewirken die gabelförmigen Elemente 27 der
Leitschaufelkränze 11 und 12 zusammen mit den Führungsstiften 24 nicht lediglich eine
Fixierung und Zentrierung der Leitschaufelkränze 11 und 12 am Gehäuse, sondern vielmehr
auch eine Fixierung und Zentrierung von Dichtungsträgern 28, die zwischen benachbarten
Außendeckbändern 18 benachbarter Leitschaufelkränze 11 und 12 angeordnet sind. Die
Dichtungsträger 28 tragen im gezeigten Ausführungsbeispiel als Wabendichtungen ausgebildete
Dichtkörper 29, die mit sogenannten Dichtfins 30 im Bereich der Außendeckbänder 23
der Laufschaufelkränze 13 und 14 zusammenwirken und eine Abdichtung eines Spalts zwischen
den radial außenliegenden Enden 22 der Laufschaufeln 21 und dem Gehäuse 20 der Niederdruckturbine
10 bewirken.
[0020] Die Dichtungsträger 28 greifen ebenso wie die Führungsstifte 24 in die gabelförmigen
Elemente 27 im Bereich der Außendeckbänder 19 der Leitschaufelkränze 11 und 12 ein.
Dies kann insbesondere Fig. 2 entnommen werden. So zeigt Fig. 2 ein gabelförmiges
Element 27 im Bereich eines Außendeckbands 19 eines Leitschaufelkranzes sowie einen
Abschnitt eines Dichtungsträgers 28, der ein e sogenannte Outer Airseal-Dichtung bildet.
Das gabelförmige Element 27 verfügt über zwei Ausnehmungen 31 und 32. Die beiden Ausnehmungen
31 und 32 sind sowohl in Radialrichtung als auch in Axialrichtung der Niederdruckturbine
10 teilweise offen und in Umfangsrichtung derselben nebeneinander angeordnet. In eine
erste Ausnehmung 31 greifen die Führungsstifte 24 mit ihren Enden 26 ein. Aus Gründen
einer übersichtlicheren Darstellung sind die Enden 26 der Führungsstifte 24 in Fig.
2 nicht gezeigt. In eine zweite Ausnehmung 32 greift ein Vorsprung 33 des Dichtungsträgers
28 ein. Daraus folgt unmittelbar, dass über die gabelförmigen Elemente 27 und die
mit den gabelförmigen Elementen 27 zusammenwirkenden Führungsstifte 24 nicht nur eine
Speichenzentrlerung der Leitschaufelkränze 11 und 12, sondern vielmehr auch eine Speichenzentrierung
der Dichtungsträger 28 der sogenannter Outer Airseal-Dichtung erfolgt.
[0021] Um eine Beweglichkeit der Leitschaufelkränze 11 und 12 in Axialrichtung der Niederdruckturbine
10 zu begrenzen, ist mindestens ein nicht-dargestellter Anschlag vorgesehen, wobei
der oder jeder Anschlag vorzugsweise in eines der gabelförmigen Elemente 27 integriert
ist. Durch den oder jeden Anschlag wird die axiale Beweglichkeit der Leitschaufelkränze
11 und 12 auf ein erforderliches Minimum begrenzt.
[0022] Die Führungsstifte 24 bzw. Lagerzapfen sind, wie bereits erwähnt, dem Gehäuse 20
der Niederdruckturbine 10 zugeordnet und ragen mit ihren freien Enden 26 in das Innere
der Niederdruckturbine 10 hinein. In das Gehäuse 20 sind hierzu Bohrungen integriert,
wobei die Bohrungen senkrecht zum Gehäuse 20 verlaufen. Auf der Außenseite des Gehäuses
20 sind den Führungsstiften 24 Muttern 34 zugeordnet. Bei gelösten Muttern 34 können
sich die Führungsstifte 24 innerhalb der Bohrungen des Gehäuses 20 bewegen, wohingegen
bei festgezogenen Muttern 34 die Führungsstifte 24, insbesondere die freien Enden
26 derselben, in ihrer Relativposition zum Gehäuse 20 festgestellt sind.
[0023] Obwohl im obigen Ausführungsbeispiel die Erfindung am Beispiel einer Niederdruckturbine
beschrieben wurde, sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Erfindung auch bei einem
Verdichter einer Gasturbine Verwendung finden kann. Bevorzugt ist die Verwendung der
Erfindung bei Flugtriebwerken.
1. Turbomaschine, insbesondere Gasturbine, mit einem Stator und einem Rotor, wobei der
Rotor Laufschaufeln (21) und der Stator ein Gehäuse (20) und feststehende Leitschaufeln
(17) aufweist, wobei die Leitschaufeln (17) Leitschaufelkränze (11, 12) bilden, die
mit radial außenliegenden Enden (18) an das Gehäuse (20) und mit radial innenliegenden
Enden an den Rotor angrenzen, wobei die Leitschaufelkränze mit Hilfe von dem Gehäuse
(20) zugeordneten und das Gehäuse (20) durchdringenden Lagerzapfen bzw. Führungsstiften
(24) speichenzentriert sind, wobei die Führungsstifte (24) in etwa senkrecht zum Gehäuse
(20) verlaufen, wobei in das Gehäuse hineinragende Enden (26) der Führungsstifte (24)
in den radial außenliegenden Enden (18) der Leitschaufelkränze (11, 12) zugeordnete,
gabelförmige Elemente (27) eingreifen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den radial außenliegenden Enden (18) der Leitschaufeln (17) benachbarter
Leitschaufelkränze (11, 12) Dichtungsträger (28) angeordnet sind und wobei die Dichtungsträger
(28) zwischen Außendeckbändern (19) benachbarter Leitschaufelkränze (11, 12) angeordnet
sind, und radial außenliegende Enden der Laufschaufeln (21) mit den Dichtungsträgern
(28) zugeordneten Dichtkörper (29) zusammenwirken, wobei sowohl die Leitschaufelkränze
(11, 12) als auch die Dichtungsträger (28) mit Hilfe der Führungsstifte (24) und der
gabelförmigen Elemente (27) speichenzentriert sind.
2. Turbomaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstifte (24) in etwa senkrecht zum Gehäuse und schräg zur Radialrichtung
sowie Axialrichtung der Turbomaschine verlaufen.
3. Turbomaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gabelförmigen Elemente (27) in Radialrichtung und Axialrichtung der Turbomaschine
zumindest teilweise offen sind.
4. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gabelförmigen Elemente (27) einem Außendeckband (19) der Leitschaufelkränze zugeordnet
sind.
5. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass verteilt über den Umfang eines Leitschaufelkranzes (11, 12) mehrere gabelförmige
Elemente (27) positioniert sind, wobei mehrere über den Umfang des Gehäuses (20) verteilt
positionierte Führungsstifte (24) in die gabelförmigen Elemente (27) eingreifen.
6. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die gabelförmige Elemente (27) mindestens zwei Ausnehmungen (31, 32) begrenzen, wobei
die Führungsstifte (24) in eine erste Ausnehmung (31) und wobei Vorsprünge (33) der
Dichtungsträger (28) in eine zweite Ausnehmung (32) eingreifen.
7. Turbomaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (31, 32) der gabelförmige Elemente (27) in Umfangrichtung nebeneinander
positioniert sind.
8. Turbomaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch mindestens einen Anschlag zur Begrenzung der axialen Verschiebbarkeit der Leitschaufelkränze
(11, 12).
9. Turbomaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Anschlag in mindestens eines der gabelförmigen Elemente (27) integriert
ist.
1. A turbomachine, in particular a gas turbine, having a stator and a rotor, wherein
the rotor has rotor blades (21) and the stator has a housing (20) and stationary guide
vanes (17), wherein the guide vanes (17) form guide-vane rings (11, 12) which with
radially external ends (18) are adjacent to the housing (20) and with radially internal
ends are adjacent to the rotor, wherein the guide-vane rings are centred in a spoke-like
manner with the aid of bearing journals or guide pins (24) associated with the housing
(20) and penetrating the housing (20), wherein the guide pins (24) extend substantially
perpendicularly to the housing (20), wherein ends (26) of the guide pins (24), projecting
into the housing, engage associated fork-shaped elements (27) in the radially external
ends (18) of the guide-vane rings (11, 12), characterised in that seal-carriers (28) are arranged between the radially external ends (18) of the guide
vanes (17) of adjacent guide-vane rings (11, 12), and wherein the seal-carriers (28)
are arranged between outer shrouds (19) of adjacent guide-vane rings (11, 12), and
radially external ends of the rotor blades (21) cooperate with sealing bodies (29)
associated with the seal-carriers (28), wherein both the guide-vane rings (11, 12)
and the seal-carriers (28) are centred in a spoke-like manner with the aid of the
guide pins (24) and the fork-shaped elements (27).
2. A turbomachine according to claim 1, characterised in that the guide pins (24) extend substantially perpendicularly to the housing and obliquely
to the radial direction and also the axial direction of the turbomachine.
3. A turbomachine according to claim 1 or 2, characterised in that the fork-shaped elements (27) are at least in part open in the radial direction and
axial direction of the turbomachine.
4. A turbomachine according to one of claims 1 to 3, characterised in that the fork-shaped elements (27) are associated with an outer shroud (19) of the guide-vane
rings.
5. A turbomachine according to one of claims 1 to 4, characterised in that a plurality of fork-shaped elements (27) are positioned so as to be distributed over
the circumference of a guide-vane ring (11, 12), wherein a plurality of guide pins
(24) that are positioned so as to be distributed over the circumference of the housing
(20) engage into the fork-shaped elements (27).
6. A turbomachine according to one of claims 1 to 5, characterised in that the fork-shaped elements (27) delimit at least two recesses (31, 32), wherein the
guide pins (24) engage into a first recess (31), and wherein projections (33) of the
seal-carriers (28) engage into a second recess (32).
7. A turbomachine according to claim 6, characterised in that the recesses (31, 32) of the fork-shaped elements (27) are positioned next to one
another in the circumferential direction.
8. A turbomachine according to one of claims 1 to 7, characterised by at least one stop for delimitation of the axial displaceability of the guide-vane
rings (11, 12).
9. A turbomachine according to claim 8, characterised in that the or each stop is integrated into at least one of the fork-shaped elements (27).
1. Turbomachine, en particulier turbine à gaz, comprenant un stator et un rotor, dans
laquelle le rotor présente des aubes (21) et le stator présente un carter (20) et
des aubes directrices (17) immobiles, dans laquelle les aubes directrices (17) forment
des couronnes d'aubes directrices (11, 12), lesquelles sont adjacentes par des extrémités
(18) situées radialement à l'extérieur au carter (20) et par des extrémités situées
radialement à l'intérieur au rotor, dans laquelle les couronnes d'aubes directrices
sont centrées par rayons à l'aide de tourillons ou de chevilles de guidage (24) associés
au carter (20) et traversent le carter (20), dans laquelle les chevilles de guidage
(24) s'étendent de manière quasi perpendiculaire par rapport au carter (20), dans
laquelle des extrémités (26), faisant saillie à l'intérieur du carter, des chevilles
de guidage (24) viennent en prise avec des éléments (27) présentant une forme de fourche,
associés aux extrémités (18), situées radialement à l'extérieur, des couronnes d'aubes
directrices (11, 12), caractérisée en ce que des supports d'étanchéité (28) sont disposés entre les extrémités (18), situées radialement
à l'extérieur, des aubes directrices (17) des couronnes d'aubes directrices (11, 12)
voisines, et dans laquelle les supports d'étanchéité (28) sont disposés entre des
bandes extérieures de recouvrement (19) de couronnes d'aubes directrices (11, 12)
voisines, et en ce que des extrémités, situées radialement à l'extérieur, des aubes (21) coopèrent avec
des corps étanches (29) associés aux supports d'étanchéité (28), aussi bien les couronnes
d'aubes directrices (11, 12) que les supports d'étanchéité (28) étant centrés par
rayons à l'aide des chevilles de guidage (24) et des éléments (27) présentant une
forme de fourche.
2. Turbomachine selon la revendication 1, caractérisée en ce que les chevilles de guidage (24) s'étendent de manière quasi perpendiculaire par rapport
au carter et de manière oblique par rapport à la direction radiale et à la direction
axiale de la turbomachine.
3. Turbomachine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments (27) en forme de fourche sont au moins partiellement ouverts dans la
direction radiale et dans la direction axiale de la turbomachine.
4. Turbomachine selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les éléments (27) en forme de fourche sont associés à une bande extérieure de recouvrement
(19) des couronnes d'aubes directrices.
5. Turbomachine selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que plusieurs éléments (27) présentant une forme de fourche sont positionnés de manière
répartie sur la périphérie d'une couronne d'aubes directrices (11, 12), dans laquelle
plusieurs chevilles de guidage (24) positionnées de manière répartie sur la périphérie
du carter (20) viennent en prise avec les éléments (27) présentant une forme de fourche.
6. Turbomachine selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les éléments (27) présentant une forme de fourche délimitent au moins deux évidements
(31, 32), dans laquelle les chevilles de guidage (24) viennent en prise avec un premier
évidement (31) et des saillies (33) des supports d'étanchéité (28) viennent en prise
avec un deuxième évidement (32).
7. Turbomachine selon la revendication 6, caractérisée en ce que les évidements (31, 32) des éléments (27) présentant une forme de fourche sont positionnés
dans la direction périphérique les uns à côté des autres.
8. Turbomachine selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée par au moins une butée servant à délimiter la possibilité de déplacement axial par coulissement
des couronnes d'aubes directrices (11, 12).
9. Turbomachine selon la revendication 8, caractérisée en ce que la butée ou chaque butée est intégrée dans au moins un des éléments (27) présentant
une forme de fourche.


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