[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Beutelkette aus einer Vielzahl Beutel aus einem
Folienmaterial.
[0002] Derartige Beutelketten kommen insbesondere im Haushalt zum Einsatz. Bei den Beuteln
handelt es sich beispielsweise um Müllbeutel für Haushaltsmüll, Beutel für Gartenabfälle,
Beutel für Abfälle aus Handwerk, Industrie und Gewerbe oder um Beutel für Altkleidersammlungen.
Jeder Beutel weist zwei übereinanderliegende Seitenwände auf, die entlang Seitennähten
miteinander verbunden sind. Ferner hat jeder Beutel eine Öffnung zwischen zwei benachbarten,
quer zu den Seitennähten erstreckten Rändern der Seitenwände und an den gegenüberliegenden
Rändern der Seitenwände einen Boden. Die Beutel sind an den Längsseiten entlang Abreißperforationen
trennbar miteinander verbunden. Zur platzsparenden Aufbewahrung sind die Beutel um
eine oder mehrere Faltlinien in Laufrichtung der Beutelkette gefaltet. Die gefaltete
Beutelkette ist in der Regel zu einer Rolle aufgewickelt.
[0003] Die Beutelkette mit zwei übereinandergefalteten Abschnitten weist mindestens vier
übereinanderliegende Folienschichten auf. Zur platzsparenden Unterbringung großer
Beutel können auch mehr als zwei Abschnitte der Beutelkette übereinandergefaltet sein,
so daß die gefaltete Beutelkette beispielsweise sechs oder acht übereinandergeschichtete
Folien aufweist. Dementsprechend liegen zwischen den Beuteln mehrere Abschnitte der
Abreißperforation übereinander. Das Abtrennen einzelner Beutel entlang der übereinanderliegenden
Abschnitte der Abreißperforation ist entsprechend der Anzahl der übereinanderliegenden
Schichten erschwert. Zusätzlich kann das Abreißen einzelner Beutel durch Folienmaterialien
hoher Wandstärke erschwert sein, die insbesondere bei großen Beuteln zum Einsatz kommen.
[0004] Ferner bekannt sind überlappend und unter Anwendung elektrostatischer Aufladekräfte
auf eine Rolle aufgewickelte Beutel. Bei dieser "Beutelkette" ist nachteilig, daß
die Produktionsweise sehr aufwendig und fehlerbehaftet ist, da die Beutel sehr hoch
statisch aufgeladen werden müssen, damit sie zu einer stabilen Rolle gewickelt werden
können. Im Laufe der Zeit fließt die elektrostatische Ladung ab, so daß die Gefahr
besteht, daß sich Beutel ungewollt von der Rolle lösen. Der Anwender löst deshalb
häufig mehr als die gewünschte Anzahl von der Rolle ab.
[0005] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Beutelkette mit hinreichend
festem Zusammenhalt der Beutel zur Verfügung zu stellen, die das Abreißen einzelner
Beutel erleichtert.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine Beutelkette mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Beutelkette sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die erfindungsgemäße Beutelkette aus einer Vielzahl Beutel aus einem Folienmaterial
weist folgende Merkmale auf:
- die Beutel haben zwei Seitenwände, die entlang von Seitennähten miteinander verbunden
sind,
- die Beutel haben eine Öffnung zwischen zwei benachbarten, quer zu den Seitennähten
erstreckten Rändern der Seitenwände,
- die Beutel haben einen Boden an den der Öffnung gegenüberliegenden Rändern der Seitenwände,
- benachbarte Beutel weisen zwischen ihren benachbarten Seitennähten eine Verbindung
auf,
- jede Verbindung hat zwischen den Seitennähten eine zu dieser parallele Abreißperforation,
- mindestens zwei Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel sind um mindestens eine
zu den Abreißperforationen senkrechte Faltlinie übereinandergefaltet und
- die Abreißperforationen sind teilweise durch in Richtung der Abreißperforationen verlaufende
Einschnitte in den Verbindungen und/oder durch aufgebrochene Abschnitte der Abreißperforationen
unterbrochen und/oder begrenzt.
[0008] Grundsätzlich ist das Abreißen einzelner Beutel dadurch erschwert, daß die Beutelkette
um mindestens eine Faltlinie quer zur Abreißperforation bzw. in Laufrichtung der Beutelkette
gefaltet ist und damit mehrere Abschnitte der Abreißperforationen übereinandergefaltet
sind. Dadurch, daß die Abreißperforationen durch Einschnitte und/oder aufgebrochene
Abschnitte der Abreißperforation (nachfolgend auch "aufgebrochene Perforationsabschnitte"
genannt) unterbrochen und/oder begrenzt sind, ist die Abreißperforation zwischen benachbarten
Beuteln verkürzt und der Kraftaufwand zum Abreißen einzelner Beutel von der Beutelkette
reduziert. Dennoch sind die Beutel entlang der reduzierten Abreißperforationen hinreichend
fest miteinander verbunden, so daß sie zu einer Rolle wickelbar sind, ohne sich voneinander
zu lösen. Bei der Produktion können die Abreißperforationen teilweise durch die Einschnitte
ersetzt oder durch die Einschnitte aufgetrennt worden sein. Ferner können Abschnitte
der Abreißperforationen bei der Produktion aufgebrochen worden sein. Sämtliche Herstellungsvarianten
sind von der Erfindung einbezogen. Die Beutelkette ist in Herstellung und Anwendung
besonders vorteilhaft.
[0009] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Einschnitte und/oder aufgebrochenen Abschnitte
der Abreißperforationen in übereinandergefalteten Abschnitten der Abreißperforation
etwa übereinander angeordnet. Dies ermöglicht es dem Benutzer, in die übereinander
angeordneten Einschnitte bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitte einzugreifen,
um einen Beutel von der Beutelkette abzureißen. Hierdurch wird das gezielte Abreißen
einzelner Beutel besonders erleichtert. Beim Abreißen einzelner Beutel unter Eingriff
in die Einschnitte bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitte werden auf die benachbarten
Abreißperforationen Scherkräfte ausgeübt, die den Kraftaufwand für das Abreißen einzelner
Beutel beträchtlich reduzieren.
[0010] Grundsätzlich können die Einschnitte bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitte an
den äußeren Rändern der übereinandergefalteten Abschnitte der miteinander verbundenen
Beutel vorhanden sein. Beim Aufwickeln der solchermaßen gebildeten Beutelkette kann
es jedoch zum Umschlagen der Ränder und damit zu Unregelmäßigkeiten der Wickelrolle
kommen. Gemäß einer Ausgestaltung sind die Einschnitte bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitte
von den äußeren Rändern der übereinandergefalteten Abschnitte der Beutelkette beabstandet.
Da die äußeren Ränder der übereinandergefalteten Abschnitte der Beutel frei von Einschnitten
bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitten sind, ist der Zusammenhalt der Beutelkette
in gefaltetem Zustand gesichert und wird ein Umschlagen der Ränder vermieden. Dies
ist vorteilhaft für die Verarbeitung, insbesondere für das Wickeln der Beutelkette
zu einer Rolle. Hierdurch wird insbesondere verhindert, daß übereinander angeordnete
Einschnitte bzw. aufgebrochene Perforationsabschnitte beim Aufwickeln gegeneinander
verrutschen und hierdurch dem Anwender das Eingreifen in die Einschnitte erschwert
wird.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Beutelkette ist das Abreißen einzelner Beutel auch dann
leicht möglich, wenn mehr als zwei Abschnitte der Beutelkette übereinandergefaltet
sind. Gemäß einer Ausgestaltung sind drei, vier, fünf oder sechs Abschnitte der miteinander
verbundenen Beutel übereinandergefaltet. Besonders große Beutel sind so platzsparend
und dennoch leicht abtrennbar zu einer kompakten Rolle aufwickelbar.
[0012] Gemäß einer Ausgestaltung weisen die Abreißperforationen in einem Abstand von der
Faltlinie Einschnitte bzw. aufgebrochene Perforationsabschnitte auf.
[0013] Gemäß einer Ausgestaltung weisen die Beutel an den die Öffnung begrenzenden Rändern
einen Saum mit einem darin enthaltenen Zugband und einer Eingriffsöffnung in jedem
Saum zum Greifen des Zugbandes auf. Die Zugbänder können zum Tragen des Beutels und
zum Schließen seiner Öffnung benutzt werden. Die Zugbänder sind in den Säumen festgelegt,
damit sie nicht herausgezogen werden können. Gemäß einer Ausgestaltung sind die Zugbänder
in den Seitennähten der Beutel festgelegt.
[0014] Gemäß einer Ausgestaltung sind im Bereich der Ränder mit den Säumen weniger Abschnitte
der miteinander verbundenen Beutel übereinandergefaltet als in anderen Bereichen der
Beutelkette. Hierdurch wird eine Materialanhäufung im Bereich der Säume bzw. Zugbänder
vermieden, wenn die Beutelkette zu einer Rolle aufgewickelt wird. Eine Rolle mit über
die gesamte Breite im wesentlichen konstanter Stärke ist formschöner und neigt weniger
zur Auflösung als eine Rolle mit ungleichmäßiger Materialverteilung.
[0015] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Beutelkette an übereinander angeordneten Einschnitten
und/oder aufgebrochenen Abschnitten der Abreißperforationen eine Aufweitung auf. Durch
die Aufweitung wird ein gegenseitiges Verrutschen der verschiedenen Abschnitte der
miteinander verbundenen Beutel insbesondere beim Aufwickeln zu einer Rolle vermieden.
Darüber hinaus werden die Einschnitte bzw. die aufgebrochenen Perforationsabschnitte
durch die Aufweitung beim Abwickeln der Beutelkette von einer Rolle deutlich sichtbar,
weil die Einschnitte bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitte des Beutelanfangs
bzw. Beutelendes freigelegt sind und somit das Eingreifen in die Aufweitung möglich
ist. Bei Beuteln mit Abreißperforationen und Einschnitten bzw. aufgebrochenen Perforationsabschnitten
ohne Aufweitung ist dies nicht der Fall, da bei der aufgerollten Beutelkette im Bereich
der Abreißperforationen ein leichter Versatz zwischen den übereinandergefalteten Abschnitten
der Beutelkette entsteht. Dieser Versatz beruht darauf, daß die übereinandergefalteten
Abschnitte der Beutelkette in Radialrichtung der Rolle etwas versetzt sind. Ferner
kann ein Versatz auf unterschiedlicher Bahnspannung und Bahndehnung - je nach Folienstärke
und Folienqualität - beim Verarbeiten der gefalteten Beutelkette entstehen. Dies ist
insbesondere bei einer Folie mit einer höheren Längsdehnung der Fall.
[0016] Die Aufweitungen werden im unterbrochenen oder fortlaufenden Fertigungsprozeß z.B.
durch Eindrücken eines Werkzeugs im Bereich der Einschnitte oder durch Eintauchen
eines Werkzeugs in die Abreißperforationen erzeugt. Einbezogen ist, die Einschnitte
mit demselben Werkzeug herzustellen bzw. mit demselben Werkzeug die Abreißperforationen
aufzubrechen. Das Aufweiten kann aber auch nach dem Herstellen der Einschnitte bzw.
Aufbrechen der Abreißperforationen mit einem gesonderten Werkzeug in einem weiteren
Arbeitsgang erfolgen.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung betrifft die Längen der übereinander angeordneten Einschnitte
und/oder aufgebrochenen Abschnitte der Abreißperforationen etwa 20 bis 70% der Breite
der Beutelkette bzw. der Länge einer Rolle, zu der die Beutelkette aufgewickelt ist.
Dementsprechend beträgt die Länge der Aufweitung etwa 20 bis 70 % der Breite der Beutelkette
bzw. der Länge der Rolle.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Beutelkette platzsparend zu einer Rolle aufgewickelt.
Die Beutelkette wird durch das Wickeln zu einer Rolle in ihrer Faltung, Anordnung
der Einschnitte etc. stabilisiert.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Folienmaterial eine Wandstärke im Bereich
von etwa 6 bis 250 µm auf. Insbesondere bei den größeren Wandstärken lassen sich die
Beutel von herkömmlichen Beutelketten kaum lösen. Bei der erfindungsgemäßen Beutelkette
wird im gesamten Wandstärkenbereich das Ablösen einzelner Beutel erleichtert. Bei
größeren Wandstärken kann das Verhältnis von Einschnitten zu Aufreißperforationen
vergrößert werden, um mit geringen Abreißkräften auszukommen. Umgekehrt ist es möglich,
bei geringeren Wandstärken das Verhältnis von Einschnitten zu Aufreißperforationen
zu verringern.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung ist das Folienmaterial Polypropylen oder Polyethylen oder
aus biologisch abbaubaren Polymeren oder aus anderen Kunststoffen.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Beutelkette flach ausgebreitet in der Draufsicht;
- Fig. 2
- dieselbe Beutelkette gefaltet in einem Schnitt parallel zur Seitennaht;
- Fig. 3
- einen abgetrennten Beutel derselben Beutelkette geöffnet in einer Perspektivansicht
schräg von oben;
- Fig. 4
- dieselbe Beutelkette gefaltet beim Wickeln zu einer Rolle in einer Perspektivansicht
schräg von oben;
- Fig. 5
- eine weitere Beutelkette flach ausgebreitet in der Draufsicht;
- Fig. 6
- dieselbe Beutelkette gefaltet in einem Schnitt parallel zur Seitennaht;
- Fig. 7
- eine weitere Beutelkette flach ausgebreitet in der Draufsicht;
- Fig. 8
- dieselbe Beutelkette gefaltet in einem Schnitt parallel zur Seitennaht;
- Fig. 9
- eine weitere Beutelkette gefaltet in einem Schnitt parallel zur Seitennaht.
[0022] Bei der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele sind einander
entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet. Abweichungen sind durch
angestrichene Bezugsziffern gekennzeichnet.
[0023] Gemäß Fig. 1 umfaßt eine Beutelkette 1 eine Vielzahl Beutel 2. Jeder Beutel 2 hat
zwei übereinandergelegte Seitenwände 3, 4 aus einem Folienmaterial aus Kunststoff.
Die Seitenwände 3, 4 sind in Querrichtung zur Beutelkette durch Seitennähte 5, 6 miteinander
verbunden. In Längsrichtung der Beutelkette 1 erstreckte Ränder 7, 8 der Beutel 2
umgrenzen Öffnungen 9. Die Ränder 7, 8 enthalten in Säumen Zugbänder 10, 11, die endseitig
in den Seitennähten 5, 6 festgelegt und durch Eingriffsöffnungen 12, 13 von außen
zugänglich sind. Die Zugbänder 10, 11 bestehen ebenfalls aus Kunststoffolie.
[0024] Die den Rändern 7, 8 gegenüberliegenden Ränder 14, 15 sind durch eine Faltung oder
durch eine Bodennaht miteinander verbunden. Die Faltung oder Bodennaht bilden einen
Boden 16. Zwischen benachbarten Beuteln 2 der Beutelkette 1, genauer gesagt zwischen
benachbarten Seitennähten 5, 6, sind Verbindungen 17 vorhanden, die aus kurzen Stücken
desselben Folienmaterials gebildet sind, welches die Seitenwände 3, 4 der Beutel 2
bildet. In den Verbindungen 17 ist parallel zu den Seitennähten 5, 6 eine Abreißperforation
18 vorhanden. In den Abreißperforationen 18' sind vier Einschnitte 19', 19", 19''',
19
IV vorhanden.
[0025] Diese sind so angeordnet, daß sie in gefaltetem Zustand der Beutelkette 1' einen
Abstand von der ersten Faltlinie 20 aufweisen.
[0026] Die Beutelkette wird z.B. durch Falten, Übereinanderlegen, miteinander Verschweißen
und Perforieren von zwei Folienbahnen hergestellt.
[0027] Ein von der Beutelkette 1 abgetrennter, einzelner Beutel 2 ist in geöffnetem Zustand
in der Fig. 3 gezeigt. An den verbliebenen Abschnitten der Verbindungen 17 sind die
Reste der Abreißperforationen 18 sichtbar, so wie die glatten Begrenzungen der Einschnitte
19', 19", 19"', 19
IV.
[0028] Gemäß Fig. 2 sind Abschnitte der Beutelkette 1 (bzw. die miteinander verbundenen
Beutel 2) um eine erste Faltlinie 20 und eine zweite Faltlinie 21 gefaltet, die in
Richtung der Beutelkette 1 und damit senkrecht zu den Seitennähten 5, 6 gerichtet
sind. Es sind vier Abschnitte der Beutelkette 1 übereinander gefaltet. Infolgedessen
sind auch mehrere Abschnitte der Abreißperforation 18 übereinander angeordnet. Die
Faltung ist so, daß die Einschnitte 19', 19", 19'" etwa übereinander angeordnet sind.
[0029] Gemäß Fig. 4 wird die Beutelkette 1 von Fig. 1 in gefaltetem Zustand gemäß Fig. 2
zu einer Rolle 22 gewickelt. Innerhalb der Abreißperforationen 18 sind die übereinander
angeordneten Einschnitte 19', 19'', 19"', 19
IV zu einer Aufweitung 23 aufgeweitet, so daß in die übereinander angeordneten Einschnitte
19', 19'', 19"',19
IV leicht eingegriffen werden kann. Ein Verrutschen der übereinander angeordneten Einschnitte
19', 19", 19''', 19
IV wird hierdurch überdies vermieden. Die Aufweitungen 23 werden durch darübergewickelte
Lagen der Rolle 22 fixiert.
[0030] Nach dem Abwickeln einzelner Beutel 2 von der Rolle 22 können diese leicht unter
Eingriff in die Aufweitung 23 entlang der verbliebenen Abreißperforation 18 abgetrennt
werden.
[0031] Die Beutelkette 1' gemäß Fig. 5 und 6 hat besonders große Beutel 2'. Sie weist in
gefaltetem Zustand fünf übereinander liegende Abschnitte auf. Die Faltung erfolgt
entlang von drei Faltlinien 20, 21, 22. Dementsprechend sind die Abreißperforationen
18" mit fünf Einschnitten 19', 19", 19"', 19
IV, 19
V versehen. Auch diese sind in gefaltetem Zustand der Beutelkette 1" übereinander angeordnet.
Infolgedessen kann der Anwender in sämtlichen übereinander angeordneten Einschnitte
19' bis 19
v eingreifen, um einen Beutel 1' abzureißen.
[0032] In Fig. 7 und 8 ist eine weitere Beutelkette 1" mit besonders großen Beuteln 2" gezeigt,
die fünf übereinander gefaltete Abschnitte aufweist. Bei dieser Beutelkette sind die
Abschnitte um drei Faltlinien 20, 21, 22 gefaltet. Jede Abreißperforation 18" weist
in gefaltetem Zustand fünf übereinander angeordnete Einschnitte 19' bis 19
v auf, die das Abreißen einzelner Beutel 2" erleichtern.
[0033] Schließlich ist in Fig. 9 eine gefaltete Beutelkette 1 gezeigt, die sechs um vier
Faltlinien 20, 21, 22, 23 gefaltete Abschnitte aufweist. Jeder Abschnitt weist einen
Einschnitt 19' bis 19
VI auf. Auch hier sind die Einschnitte 19' bis 19
VI im Bereich jeder Abreißperforation 15 übereinander angeordnet, wodurch das Abreißen
einzelner Beutel 1 gefördert wird.
1. Beutelkette aus einer Vielzahl Beutel (2) aus einem Folienmaterial mit den folgenden
Merkmalen:
- die Beutel (2) haben zwei Seitenwände (3, 4), die entlang von Seitennähten (5, 6)
miteinander verbunden sind,
- die Beutel (2) haben eine Öffnung (9) zwischen zwei benachbarten, quer zu den Seitennähten
(5, 6) erstreckten Rändern (7, 8) der Seitenwände,
- die Beutel haben einen Boden (16) an der Öffnung gegenüberliegenden Rändern (14,
15) der Seitenwände (3, 4),
- benachbarte Beutel (2) weisen zwischen ihren benachbarten Seitennähten (5, 6) eine
Verbindung (17) auf,
- jede Verbindung (17) hat zwischen den Seitennähten (5, 6) eine zu dieser parallele
Abreißperforation (18),
- mindestens zwei Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel (2) sind um mindestens
eine zu den Abreißperforationen (18) senkrechte Faltlinie übereinandergefaltet und
- die Abreißperforationen (18) sind teilweise durch in Richtung der Abreißperforationen
verlaufende Einschnitte (19) und/oder durch aufgebrochene Abschnitte der Abreißperforationen
(18) in den Verbindungen (17) unterbrochen und/oder begrenzt.
2. Beutelkette nach Anspruch 1, bei der die Einschnitte (19) und/oder die aufgebrochenen
Abschnitte der Abreißperforationen (18) in übereinandergefalteten Abschnitten der
Abreißperforationen (18) etwa übereinander angeordnet sind.
3. Beutelkette nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Einschnitte (19) und/oder die aufgebrochenen
Abschnitte der Abreißperforationen (18) von den äußeren Rändern der übereinandergefalteten
Abschnitte der Beutelkette (1) beabstandet sind.
4. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der drei, vier, fünf oder sechs
Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel (2) übereinandergefaltet sind.
5. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Beutel (2) an den die Öffnung
(9) begrenzenden Rändern (7, 8) einen Saum mit einem darin angeordneten Zugband (10,
11) und einer Eingriffsöffnung (12, 13) in jedem Saum zum Greifen des Zugbandes (10,
11) aufweisen.
6. Beutelkette nach Anspruch 5, bei der die Zugbänder (10, 11) in den Seitennähten (5,
6) der Beutel (2) festgelegt sind.
7. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der im Bereich der Ränder (7, 8)
mit den Säumen weniger Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel (2) übereinandergefaltet
sind als an den anderen Bereichen der Beutelkette (1).
8. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die an übereinander angeordneten Einschnitten
(19) und/oder aufgebrochenen Abschnitte der Abreißperforationen (18) eine Aufweitung
(23) aufweist.
9. Beutelkette nach einem der Ansprüche 2 bis 8, bei der die Länge der übereinander angeordneten
Einschnitte (19) und/oder aufgebrochenen Abschnitte der Abreißperforationen (18) etwa
20 bis 70% der Breite der Beutelkette beträgt.
10. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, die zu einer Rolle (22) aufgewickelt
ist.
11. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 10, die aus einem Folienmaterial mit einer
Wandstärke im Bereich von 6 bis 250 µm hergestellt ist.
12. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die aus Polypropylen oder Polyethylen
oder aus biologisch abbaubaren Polymeren oder aus anderen Kunststoffen hergestellt
ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Beutelkette aus einer Vielzahl Beutel (2) aus einem Folienmaterial mit den folgenden
Merkmalen:
• die Beutel (2) haben zwei Seitenwände (3, 4), die entlang von Seitennähten (5, 6)
miteinander verbunden sind,
• die Beutel (2) haben eine Öffnung (9) zwischen zwei benachbarten, quer zu den Seitennähten
(5, 6) erstreckten Rändern (7, 8) der Seitenwände,
• die Beutel haben einen Boden (16) an der Öffnung gegenüberliegenden Rändern (14,
15) der Seitenwände (3, 4),
• benachbarte Beutel (2) weisen zwischen ihren benachbarten Seitennähten (5, 6) eine
Verbindung (17) auf,
• jede Verbindung (17) hat zwischen den Seitennähten (5, 6) eine zu dieser parallele
Abreißperforation (18),
• mindestens zwei Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel (2) sind um mindestens
eine zu den Abreißperforationen (18) senkrechte Faltlinie übereinandergefaltet,
• die Abreißperforationen (18) sind teilweise durch in Richtung der Abreißperforationen
verlaufende Einschnitte (19) und/oder durch aufgebrochene Abschnitte der Abreißperforationen
(18) in den Verbindungen (17) unterbrochen und/oder begrenzt,
• eine Aufweitung (23) ist an übereinander angeordneten Einschnitten (19) und/oder
aufgebrochenen Abschnitten in übereinandergefalteten Abschnitten der Abreißperforation
(18) vorhanden und
• sie ist zu einer Rolle (22) aufgewickelt.
2. Beutelkette nach Anspruch 1, bei der die Einschnitte (19) und/oder die aufgebrochenen
Abschnitte der Abreißperforationen (18) von den äußeren Rändern der übereinandergefalteten
Abschnitte der Beutelkette (1) beabstandet sind.
3. Beutelkette nach Anspruch 1 oder 2, bei der drei, vier, fünf oder sechs Abschnitte
der miteinander verbundenen Beutel (2) übereinandergefaltet sind.
4. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Beutel (2) an den die Öffnung
(9) begrenzenden Rändern (7, 8) einen Saum mit einem darin angeordneten Zugband (10,
11) und einer Eingriffsöffnung (12, 13) in jedem Saum zum Greifen des Zugbandes (10,
11) aufweisen.
5. Beutelkette nach Anspruch 4, bei der die Zugbänder (10, 11) in den Seitennähten (5,
6) der Beutel (2) festgelegt sind.
6. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der im Bereich der Ränder (7, 8)
mit den Säumen weniger Abschnitte der miteinander verbundenen Beutel (2) übereinandergefaltet
sind als an den anderen Bereichen der Beutelkette (1).
7. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Länge der übereinander
angeordneten Einschnitte (19) und/oder aufgebrochenen Abschnitte der Abreißperforationen
(18) etwa 20 bis 70 % der Breite der Beutelkette beträgt.
8. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die aus einem Folienmaterial mit einer
Wandstärke im Bereich von 6 bis 250 µm hergestellt ist.
9. Beutelkette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die aus Polypropylen oder Polyethylen
oder aus biologisch abbaubaren Polymeren oder aus anderen Kunststoffen hergestellt
ist.