(19)
(11) EP 1 696 099 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.08.2006  Patentblatt  2006/35

(21) Anmeldenummer: 06000003.1

(22) Anmeldetag:  02.01.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 9/327(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 24.02.2005 AT 3102005

(71) Anmelder: LEHA Vorhangschienen Werner Hanisch KG
4075 Breitenbach (AT)

(72) Erfinder:
  • Hollenstein, Jörg
    6973 Höchst (AT)

(74) Vertreter: Hofmann, Ralf U. et al
Hefel & Hofmann, Patentanwälte, Egelseestrasse 65a
6806 Feldkirch
6806 Feldkirch (AT)

   


(54) Jalousie


(57) Ein Jalousie, insbesondere für eine Fenster- und Türöffnung, umfasst eine erste Endschiene (1), eine zweite Endschiene (2), eine Mehrzahl von Lamellen (3), die zwischen der ersten Endschiene (1) und der zweiten Endschiene (2) von mindestens zwei in Längsrichtung der Lamellen (3) voneinander beabstandeten Leiterkordeln (4) gehalten sind, welche jeweils zwei Längsschnüre (7) aufweisen, und an gegenüberliegenden Befestigungsstellen (10 bis 13) befestigte erste und zweite Spannschnüre (8, 9), mit welchen die Halteschienen (1, 2) reibschlüssig verbunden sind, wobei sowohl die erste als auch die zweite Endschiene (1, 2) unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene (1, 2) und den Spannschnüren (8, 9) in eine Verstellrichtung (6) verstellbar sind und wobei weiters die Lamellen (3) in ihrer Neigung verstellbar sind. Die beiden Längsschnüre (5) einer jeweiligen Leiterkordel (4) sind bezogen auf die Längsrichtungen der Längsschnüre (5) unverschiebbar gegenüber der ersten Endschiene (1) mit dieser verbunden, wobei sie in einem gegenseitigen Abstand von der ersten Endschiene (1) ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht. Die erste Endschiene (1) ist um eine parallel zur ihrer Längsrichtung liegende Schwenkachse (23) verschwenkbar.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Jalousie, insbesondere für eine Fenster- und Türöffnung, mit einer ersten Endschiene, einer zweiten Endschiene, einer Mehrzahl von Lamellen, die zwischen der ersten Endschiene und der zweiten Endschiene von mindestens zwei in Längsrichtung der Lamellen voneinander beabstandeten Leiterkordeln gehalten sind, welche jeweils zwei Längsschnüre aufweisen, und mit an gegenüberliegenden Befestigungsstellen befestigten ersten und zweiten Spannschnüren, mit welchen die Halteschienen reibschlüssig verbunden sind, wobei sowohl die erste als auch die zweite Endschiene unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene und den Spannschnüren in eine Verstellrichtung verstellbar sind und wobei weiters die Lamellen in ihrer Neigung verstellbar sind.

[0002] Jalousien sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Die Lamellen der Jalousien sind in der Regel mittels einer Schnur, einem Stab oder einem Drehknopf in der Neigung verstellbar. Zur teilweise oder vollständigen Öffnung der Jalousie wird die Unterschiene mittels einer Schnur, einer Perlschnur oder einer anderen Bedieneinrichtung angehoben. Die Oberschiene der Jalousie ist üblicherweise unbeweglich.

[0003] Eine Jalousie der eingangs genannten Art ist aus der EP 1 489 258 A1 bekannt. Bei dieser Jalousie sind die untere Endschiene und die obere Endschiene gegenüber Spannschnüren, mit welchen sie reibschlüssig verbunden sind, verschiebbar. Die Jalousie kann somit von unten und von oben durch Verschiebung der jeweiligen Endschiene mehr oder weniger weit geöffnet werden. Zur Neigungsverstellung der Lamellen ist ein in der ersten Endschiene verschiebbar gelagerter Schieber vorhanden, der mit den Längsschnüren der Leiterkordeln zusammenwirkt. Der Schieber besitzt eine Zahnstange, in welche ein Ritzel eingreift, das mittels eines Drehknopfes zur Neigungsverstellung der Lamellen rotierbar ist. Nachteilig hierbei ist die relativ aufwändige Konstruktion zur Neigungsverstellung der Lamellen. Außerdem muss für die Neigungsverstellung der Lamellen ein zusätzliches Bedienelement betätigt werden.

[0004] Bekannt sind auch Plisseevorhänge, bei denen in analoger Weise mit Spannschnüren reibschlüssig verbundene obere und untere Endschienen vorhanden sind, wobei die Endschienen unter Überwindung ihrer Reibung mit den Spannschnüren entlang diesen verschoben werden können, um den Plisseevorhang mehr oder weniger weit zu öffnen (von oben und/oder von unten).

[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Jalousie der eingangs genannten Art bereitzustellen, die sich durch eine einfache Ausbildung auszeichnet. Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Jalousie mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

[0006] Die Neigung der Lamellen kann bei einer erfindungsgemäßen Jalousie in einfacher Weise durch eine Verschwenkung der oben angeordneten ersten Endschiene um ihre parallel zu ihrer Längsrichtung liegenden Längsachse verstellt werden. Es wird hierbei auch eine besonders einfache Ausbildung der Jalousie erreicht.

[0007] Vorzugsweise sind die Längsschnüre der Stegleitern hierbei unmittelbar an der Seite der ersten Endschiene festgelegt, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen und der ersten Endschiene der zweiten Endschiene zugewandt ist. Der unverschwenkte Zustand ist hierbei derjenige, in welchem die Lamellen im Wesentlichen in Ebenen liegen, die rechtwinklig zur Verstellrichtung stehen.

[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Längsschnüre der Stegleitern mit der zweiten Endschiene in der analogen Weise wie mit der ersten Endschiene verbunden und die zweite Endschiene ist ebenfalls um eine parallel zu ihrer Längsrichtung liegenden Schwenkachse verschwenkbar. Wenn diese zweite Endschiene unten angeordnet ist, so kann durch eine gleichsinnige Verschwenkung zur oberen Endschiene die gleichmäßige Neigungsverstellung der Lamellen auch im an die untere Endschiene angrenzenden Bereich sichergestellt werden. Weiters kann bei einer solchen Ausbildung eine beliebige der beiden Endschienen oben montiert sein.

[0009] Neben Anordnungen, bei welchen die Endschienen in eine vertikale Verstellrichtung verschiebbar sind, sind auch Anordnungen denkbar und möglich, bei welchen die Verstellrichtung schräg oder horizontal liegt.

[0010] Mit der ersten Endschiene und/oder der zweiten Endschiene ist bevorzugterweise ein Bedienelement in einer Weise gelenkig verbunden, dass es um eine parallel zur Längsrichtung der ersten bzw. zweiten Endschiene liegenden Achse gegenüber der ersten bzw. zweiten Endschiene verschwenkbar ist. Mit einem solchen ausgebildeten Bedienelement kann sowohl eine Längsverstellung als auch eine Neigungsverstellung der betreffenden Endschiene durchgeführt werden. Die Längsverstellung einer Endschiene und die Neigungsverstellung der Lamellen kann auf diese Weise mit dem gleichen Bedienelement durchgeführt werden. Durch die gelenkige Verbindung des Bedienelements mit der Endschiene kommt es bei einer Verschwenkung der in ihrer geschlossenen Stellung sich befindenden Endschiene nicht zu einer Sperrung der Verschwenkung durch ein Anlaufen am Rand der Fenster- oder Türöffnung.

[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1
eine Ansicht einer in einer Fenster- oder Türöffnung montierten Jalousie gemäß der Erfindung;
Fig. 2
eine Seitenansicht der Jalousie von Fig. 1;
Fig. 3
einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 2;
Fig. 4
eine stirnseitige Ansicht der ersten Endschiene gemäß einer modifizierten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5
einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 4;
Fig. 6
das Einlaufteil Leine im Schnitt von Fig. 5;
Fig. 7
eine rückseitige Ansicht des Einlaufteils (Blickrichtung B in Fig. 6).


[0012] Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Jalousie. Die Jalousie umfasst erste und zweite Endschienen 1, 2 und eine Mehrzahl von im Bereich zwischen der ersten und zweiten Endschiene 1, 2 angeordneten Lamellen 3. Die Lamellen 3 sind von zwei Leiterkordeln 4 gehalten, die in Längsrichtung der Lamellen voneinander beabstandet sind. Die Leiterkordeln 4 umfassen jeweils zwei Längsschnüre 5, die beidseitig der Lamellen 3 parallel zur Verstellrichtung 6 verlaufen. Zwischen den Längsschnüren 5 verlaufen Querschnüre 7, auf welchen die Lamellen 3 aufliegen. Anstelle einer Auflage auf Querschnüren könnten die Lamellen 3 auch direkt oder über Verbindungsschnurstücke mit den Längsschnüren 5 verbunden sein. Es können auch doppelstrangige Querschnüre 7 vorhanden sein, wobei eine jeweilige Lamelle 3 zwischen den beiden Strängen liegt.

[0013] Die Endschienen 1, 2 sind reibschlüssig mit ersten und zweiten Spannschnüren 8, 9 verbunden. Eine jeweilige Spannschnur 8, 9 ist an zwei Befestigungsstellen 10, 11; 12, 13 befestigt. Die Befestigungsstellen 10, 11; 12, 13 einer jeweiligen Spannschnur 8, 9 liegen in Verstellrichtung 6 gesehen beidseitig der von den Endschienen 1, 2, Lamellen 3 und Leiterkordeln 4 gebildeten Einheit. Wenn die Jalousie als Fenster- oder Türbehang eingesetzt wird, so liegen die Befestigungsstellen 10, 11; 12, 13 einer jeweiligen Spannschnur 8, 9 an gegenüberliegenden Rändern 14, 15 der Fenster bzw. Türöffnung.

[0014] An den Befestigungsstellen 10 bis 13 sind Befestigungsteile 16 festgelegt, mit denen die Spannschnüre 8, 9 über Verbindungsteile 17 verbunden sind.

[0015] Eine jeweilige Spannschnur 8, 9 verläuft ausgehend von einer ihrer Befestigungsstellen 10, 12 parallel zur Verstellrichtung 6 bis zur ersten Endschiene 1, weiter durch diese parallel zur Längserstreckung der ersten Endschiene 1, weiter von der ersten Endschiene 1 bis zur zweiten Endschiene 2 parallel zur Verstellrichtung 6, weiter durch die zweite Endschiene 2 parallel zur Längserstreckung der zweiten Endschiene 2 und weiter von der zweiten Endschiene 2 bis zu Ihrer anderen Befestigungsstelle 11, 13. Eine jeweilige Spannschnur 8, 9 verläuft hierbei somit durch die beiden Endschienen 1, 2 in entgegengesetzten Richtungen. Weiters verlaufen die beiden Spannschnüre 8, 9 ausgehend von den auf der gleichen Seite der Jalousie angeordneten Befestigungsstellen 10, 12 bis zu ihren auf der anderen Seite der Jalousie gelegenen Befestigungsstellen 11, 13 gesehen in zueinander entgegengesetzten Richtungen durch eine jeweilige Endschiene 1, 2.

[0016] Die Endschienen 1, 2 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als Hohlkörper ausgebildet und weisen stirnseitige Öffnungen 18, 19 auf, durch welche die Spannschnüre 8, 9 ein- und austreten. Statt dessen wäre es auch denkbar und möglich, dass Führungsmittel vorhanden sind, beispielsweise Führungslaschen, welche die Spannschnüre 8, 9 an einer Außenseite einer jeweiligen Endschiene 1, 2 in Längsrichtung derselben führen.

[0017] Die Spannschnüre 8, 9 stehen unter Vorspannung und die Endschienen 1, 2 sind reibschlüssig zwischen ihnen gehalten. Hierbei sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die Stirnseiten der Endschienen 1, 2 mit Reibteilen 20 versehen, in welchen die stirnseitigen Öffnungen 18, 19 der Endschienen 1, 2 angeordnet sind. Die Reibteile 20 sind mit vorstehenden Zapfen, welche jeweils von einer Bohrung durchsetzt sind, in Ausnehmungen durch die Seitenwände der als Hohlkörper ausgebildeten Endschienen 1, 2 eingesetzt. Die Spannschnüre 8, 9 weisen gegenüber diesen Reibteilen ausreichend hohe Reibwerte auf.

[0018] Die Längsschnüre 5 der Leiterkordeln 4 sind an denjenigen Seiten 21, 22 der Endschienen 1, 2 festgelegt, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen 3 und der Endschienen 1, 2 einander zugewandt sind. Dieser unverschwenkte Zustand ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Der Abstand, in welchem die Längsschnüre 5 an den Endschienen 1, 2 befestigt sind, entsprechen hierbei der Breite b der Lamellen 3. Mindestens entspricht dieser Abstand einem Wert von zwei Drittel der Breite b der Lamellen 3.

[0019] Die Endschienen 1, 2 sind vorzugsweise etwas breiter als die Lamellen3 . Ihre Längen sind vorzugsweise etwas geringer als die der Lamellen 3, wobei die Spannschnüre 8, 9 in Randabschnitten der Längserstreckung der Lamellen 3 angeordnete Fensterausnehmungen durchsetzen. Statt dessen könnten die Spannschnüre 8, 9 die Lamellen 3 z. B. auch im Bereich der Leiterkordeln 4 durchsetzen.

[0020] Auch andere Arten der bezogen auf die Längsrichtungen der Längsschnüre 5 gegenüber den Endschienen 1, 2 unverschiebbaren Verbindungen mit den Endschienen 1, 2 der Längsschnüre 5 sind denkbar und möglich. So könnten die Längsschnüre 5 beispielsweise die Endschienen 1, 2 auch durch Bohrungen durchsetzen und auf den den Seiten 21, 22 gegenüberliegenden Rückseiten befestigt sein. Wiederum würden die Längsschnüre 5 einer jeweiligen Leiterkordel 4 in einem Abstand von der jeweiligen Endschiene 1, 2 ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite b der Lamellen entspricht, vorzugsweise der Breite b der Lamellen 3 entspricht.

[0021] Die Endschienen 1, 2 sind um gedachte Schwenkachsen 23, 24 verschwenkbar, welche parallel zu Ihren Längserstreckungen liegen. Die Verschwenkung einer jeweiligen Endschiene 1, 2 erfolgt um die diese Endschiene 1, 2 durchsetzenden Spannschnüre 8, 9, wobei die von der Bedienperson eingestellte Schwenkstellung durch die Reibung zwischen den Spannschnüren 8, 9 und den Endschienen 1, 2 bestehen bleibt.

[0022] Mit den Endschienen 1, 2 ist jeweils mindestens ein Bedienelement 25, 26 gelenkig verbunden, und zwar ist das Bedienelement 25, 26 um eine parallel zur Längsrichtung der jeweiligen Endschiene 1, 2 liegende Achse 27, 28 gegenüber der Endschiene 1, 2 verschwenkbar. Die Bedienelemente 25, 26 können hierbei reibschlüssig oder durch Rastmittel in einer jeweils eingestellten Verschwenkposition gehalten sein.

[0023] Beide Endschienen 1, 2 sind unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene 1, 2 und den Spannschnüren 8, 9 in die Verstellrichtung 6 verstellbar. Die Jalousie kann somit von unten und/oder von oben mehr oder weniger weit zusammengeschoben werden. In den Fig. 1 und 2 ist ein Zustand dargestellt, bei dem die Jalousie sowohl vom oberen als auch vom unteren Ende her teilweise zusammengeschoben ist. Zur Verstellung der Neigung der Lamellen 3 wird die oben liegende erste Endschiene 1 um ihre Schwenkachse 23 verschwenkt. Um auch den untersten Lamellen die gleiche Schwenkstellung zu geben, kann auch die untere Endschiene 2 um ihre Schwenkachse 24 verschwenkt werden, so dass sie parallel zur oberen Endschiene 1 ausgerichtet ist. Die Jalousie kann auch derart montiert sein, dass die Verstellrichtung 6 schräg zur Vertikalen oder auch horizontal liegt. Bei einer Horizontalmontage der Jalousie sollten die Lamellen mit den Leiterkordeln 4 derart verbunden sein, dass sie zu den Längsschnüren 5 unverschiebbar sind (beispielsweise zwischen doppelsträngige Querschnüre eingeschoben sind). Eine Verstellung der Neigung der Lamellen ist zumindest im vollständig auseinandergeschobenen Zustand der beiden Endschienen 1, 2 möglich.

[0024] Die Verschiebung und Verschwenkung der Endschienen 1, 2 kann jeweils durch Betätigung eines einzelnen Bedienelements 25, 26 durchgeführt werden.

[0025] Um die Verstellung der Lamellen 3 bei der Verschwenkung der ersten und/oder zweiten Endschiene 1, 2 nicht zu behindern, befinden sich die Schwenkachsen 23, 24 möglichst nah bei den Seiten 21, 22 der Endschienen 1, 2, die im unverschwenkten Zustand der Endschienen 1, 2 einander gegenüber liegen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind hierzu die stirnseitigen Öffnungen 18, 19 möglichst weit zu diesen Seiten 21, 22 hin verschoben. Vorzugsweise befinden sich die stirnseitigen Öffnungen 18, 19 zumindest im an die Seiten 21, 22 anschließenden Drittel der Dicke d der Endschienen 1, 2.

[0026] Es können auch größere Reibteile 20 vorgesehen sein, welche bezogen auf die Schwenkachsen 23, 24 radiale Rillen an den Anlageflächen für die Spannschnüre 8, 9 aufweisen. Die über die Reibteile 20 verlaufenden Spannschnüre 8, 9 müssen daher bei der Verschwenkung der Endschiene 1, 2 über die zwischen diesen Rillen liegenden Erhebungen geführt werden, wodurch ein größerer Widerstand gegenüber einer Verschwenkung der Endschienen 1, 2 bereitgestellt wird.

[0027] Bei dem in den Fig. 4 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die ersten und zweiten Endschienen 1, 2 mit Magnethalteteilen 29 versehen. Diese sind jeweils an einem drehbar mit der Endschiene 1, 2 verbundenen Einlaufteil 31 angebracht. Dieses besitzt eine Nut 32, durch welche die jeweilige Spannschnur 8, 9 verläuft. Ein Zapfen 34 ist in die stirnseitige Öffnung 18, 19 der Endschiene 1, 2 einsetzbar, wodurch das Einlaufteil 31 drehbar mit der Endschiene 1, 2 verbunden ist. Diese Öffnungen sind in stirnseitig an den Endschienen 1, 2 angebrachten Anlageteilen 30 ausgebildet. Bei einer Verschwenkung der Endschiene 1, 2 bleibt das Einlaufteil 31 aufgrund der Verbindung mit der Spannschnur 8, 9 parallel zur Spannschnur 8, 9 ausgerichtet. Es bleibt daher die Orientierung des Magnethalteteils 29 zu einem am Befestigungsteil 16 angebrachten Magnethalteteil vorhanden. Im vollständig geschlossenen Zustand einer jeweiligen Endschiene 1, 2 haften das am Einlaufteil 31 angebrachte Magnethalteteil 29 und das am Befestigungsteil 16 angebrachte Magnethalteteil durch Magnetkraft aneinander, wodurch diese Stellung der Endschiene 1, 2 gesichert wird. Von den zusammenwirkenden Magnethalteteilen muss nur eines ein Magnet sein und das andere kann von einem ferromagnetischen Material gebildet werden.

[0028] Zur Erhöhung der Reibung der Spannschnüre 8, 9 gegenüber den Einlaufteilen 31 können die Spannschnüre 8, 9 um einen Steg 33 herumgeführt werden, beidseitig von dem Öffnungen durch das Einlaufteil 31 angeordnet sind.

[0029] Eine Ausbildung gemäß den Fig. 4 bis 7 könnte auch nur für die obere der beiden Endschienen 1, 2 vorgesehen sein.

[0030] Anstelle einer Magnetverbindung zur Sicherung der (oberen) Endschiene 1, 2 im vollständig geschlossenem Zustand, wäre auch ein Rastverschluss oder Klemmverschluss denkbar und möglich.

[0031] Unterschiedliche weitere Modifikationen der gezeigten Ausführungsbeispiele sind denkbar und möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So sind andere reibschlüssige Verbindungen der Endschienen 1, 2 mit Spannschnüren 8, 9 denkbar und möglich. Anstelle einer reibschlüssigen Verbindung zwischen den Endschienen 1, 2 und den Spannschnüren 8, 9 oder zusätzlich zu dieser wäre auch ein Wendegetriebe zumindest für die obere (eventuell auch für die untere) Endschiene 1, 2 denkbar und möglich, mittels dem die Neigung der Endschiene 1, 2 eingestellt wird. Dieses Wendegetriebe kann an einer Stirnseite der Endschiene 1, 2 angreifen.

[0032] In den Spannschnüren 8, 9 können auch Spannfedern angeordnet sein.

Legende zu den Hinweisziffern:



[0033] 
1
erste Endschiene
2
zweite Endschiene
3
Lamelle
4
Leiterkordel
5
Längsschnur
6
Verstellrichtung
7
Querschnur
8
erste Spannschnur
9
zweite Spannschnur
10
Befestigungsstelle
11
Befestigungsstelle
12
Befestigungsstelle
13
Befestigungsstelle
14
Rand
15
Rand
16
Befestigungsteil
17
Verbindungsteil
18
stirnseitige Öffnung
19
stirnseitige Öffnung
20
Reibteil
21
Seite
22
Seite
23
Schwenkachse
24
Schwenkachse
25
Bedienelement
26
Bedienelement
27
Achse
28
Achse
29
Magnethalteteil
30
Anlageteil
31
Einlaufteil
32
Nut
33
Steg
34
Zapfen



Ansprüche

1. Jalousie, insbesondere für eine Fenster- und Türöffnung, mit einer ersten Endschiene (1), einer zweiten Endschiene (2), einer Mehrzahl von Lamellen (3), die zwischen der ersten Endschiene (1) und der zweiten Endschiene (2) von mindestens zwei in Längsrichtung der Lamellen (3) voneinander beabstandeten Leiterkordeln (4) gehalten sind, welche jeweils zwei Längsschnüre (7) aufweisen, und mit an gegenüberliegenden Befestigungsstellen (10 bis 13) befestigten ersten und zweiten Spannschnüren (8, 9), mit welchen die Halteschienen (1, 2) reibschlüssig verbunden sind, wobei sowohl die erste als auch die zweite Endschiene (1, 2) unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene (1, 2) und den Spannschnüren (8, 9) in eine Verstellrichtung (6) verstellbar sind und wobei weiters die Lamellen (3) in ihrer Neigung verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsschnüre (5) einer jeweiligen Leiterkordel (4) bezogen auf die Längsrichtungen der Längsschnüre (5) unverschiebbar gegenüber der ersten Endschiene (1) mit dieser verbunden sind, wobei sie in einem gegenseitigen Abstand von der ersten Endschiene (1) ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, vorzugsweise mindestens der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, und dass die erste Endschiene (1) um eine parallel zur ihrer Längsrichtung liegende Schwenkachse (23) verschwenkbar ist.
 
2. Jalousie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschnüre (5) der Leiterkordeln (4) an derjenigen Seite (21) der ersten Endschiene (1) festgelegt sind, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen (3) und der ersten Endschiene (1) der zweiten Endschiene (2) zugewandt ist.
 
3. Jalousie nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsschnüre (5) einer jeweiligen Leiterkordel (4) bezogen auf die Längsrichtungen der Längsschnüre (5) unverschiebbar gegenüber der zweiten Endschiene (2) mit dieser verbunden sind, wobei sie in einem gegenseitigen Abstand von der zweiten Endschiene (2) ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, vorzugsweise mindestens der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, und dass die zweite Endschiene (2) um eine parallel zur ihrer Längsrichtung liegende Schwenkachse (24) verschwenkbar ist..
 
4. Jalousie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschnüre (5) der Leiterkordel (4) an derjenigen Seite der zweiten Endschiene (2) festgelegt sind, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen (3) und der zweiten Endschiene (2) der ersten Endschiene (1) gewandt ist.
 
5. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bedienelement (25) mit der ersten Endschiene (1) gelenkig verbunden ist, wobei es um eine parallel zur Längsrichtung der ersten Endschiene (1) liegende Achse (27) gegenüber der ersten Endschiene (1) verschwenkbar ist.
 
6. Jalousie nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bedienelement (26) mit der zweiten Endschiene (2) gelenkig verbunden ist, wobei es um eine parallel zur Längsrichtung der zweiten Endschiene (2) liegende Achse (28) gegenüber der zweiten Endschiene (2) verschwenkbar ist.
 
7. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Spannschnur (8, 9) ausgehend von einer ihrer Befestigungsstellen (10, 12) parallel zur Verstellrichtung (6) bis zur ersten Endschiene (1) verläuft, weiters durch diese oder entlang dieser parallel zur Längsrichtung der ersten Endschiene (1) verläuft, weiters von der ersten Endschiene (1) parallel zur Verstellrichtung (6) bis zur zweiten Endschiene (2) verläuft, weiters durch die zweite Endschiene (2) oder entlang dieser parallel zur Längsrichtung der zweiten Endschiene (2) verläuft und weiters von der zweiten Endschiene (2) bis zur anderen Befestigungsstelle (11, 13) parallel zur Verstellrichtung (6) verläuft, wobei die Spannschnur (8, 9) durch die erste und zweite Endschiene (1, 2) bzw. entlang der ersten und zweiten Endschiene (1, 2) in entgegengesetzten Richtungen verläuft und wobei die beiden Spannschnüre (8, 9) durch eine jeweilige Endschiene (1, 2) bzw. entlang einer jeweiligen Endschiene (1, 2) in zueinander entgegengesetzter Richtung verlaufen.
 
8. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Endschienen (1, 2) jeweils als Hohlkörper ausgebildet sind und stirnseitige Öffnungen (18, 19) aufweisen, durch welche die Spannschnüre (8, 9) ein- und austreten.
 
9. Jalousie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Öffnungen (18, 19) gegenüber der Mitte der jeweiligen Stirnseite in Richtung zur Seite (21, 22) der Endschiene (1, 2) verschoben sind, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen (3) und dieser Endschiene (1, 2) der anderen Endschiene (2, 1) zugewandt ist.
 
10. Jalousie nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Öffnungen (18, 19) der Endschienen (1, 2) in Reibteilen (20) der Endschienen (1, 2) angeordnet sind, welche in Ausnehmungen von Basiskörpern der Endschienen (1, 2) angeordnet sind.
 
11. Jalousie nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Reibteile (20) der ersten Endschiene (1), vorzugsweise auch die Reibteile der zweiten Endschiene (2), jeweils eine Oberfläche aufweisen, über welche die jeweilige Spannschnur (8, 9) verläuft, die Erhöhungen aufweist, über welche die Spannschnur (8, 9) bei der Verschwenkung der Endschiene (1, 2) um die Schwenkachse (23, 24) geführt wird.
 
12. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ersten und zweiten Endschienen mit Magnethalteteilen (29) versehen sind, die mit Magnethalteteilen zusammenwirken, welche an Befestigungsteilen (16) angeordnet sind, die an den Befestigungsstellen (10 bis 13) festgelegt sind.
 
13. Jalousie nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliges Magnethalteteil (29) einer Endschiene (1, 2) an einem Einlaufteil (31) angeordnet ist, welches drehbar mit der Endschiene (1, 2) verbunden ist und welches eine Nut (32) und/oder einen Schlitz (33) aufweist, durch welche bzw. durch welchen die Spannschnur (8, 9) verläuft, wobei eine Verschwenkung des Einlaufteils (31) gegenüber der Spannschnur (8, 9) gesperrt ist.
 
14. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Endschiene (1) in einer jeweils eingestellten Schwenkposition reibschlüssig von den Spannschnüren (8, 9) gehalten ist.
 
15. Jalousie nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Endschiene (2) in einer jeweils eingestellten Schwenkposition reibschlüssig von den Spannschnüren (8, 9) gehalten ist
 
16. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für die oben liegende erste Endschiene (1) ein Wendegetriebe zur Einstellung der Neigung der Endschiene vorhanden ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht