[0001] Die Erfindung betrifft eine Jalousie, insbesondere für eine Fenster- und Türöffnung,
mit einer ersten Endschiene, einer zweiten Endschiene, einer Mehrzahl von Lamellen,
die zwischen der ersten Endschiene und der zweiten Endschiene von mindestens zwei
in Längsrichtung der Lamellen voneinander beabstandeten Leiterkordeln gehalten sind,
welche jeweils zwei Längsschnüre aufweisen, und mit an gegenüberliegenden Befestigungsstellen
befestigten ersten und zweiten Spannschnüren, mit welchen die Halteschienen reibschlüssig
verbunden sind, wobei sowohl die erste als auch die zweite Endschiene unter Überwindung
der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene und den Spannschnüren in eine Verstellrichtung
verstellbar sind und wobei weiters die Lamellen in ihrer Neigung verstellbar sind.
[0002] Jalousien sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Die Lamellen der Jalousien
sind in der Regel mittels einer Schnur, einem Stab oder einem Drehknopf in der Neigung
verstellbar. Zur teilweise oder vollständigen Öffnung der Jalousie wird die Unterschiene
mittels einer Schnur, einer Perlschnur oder einer anderen Bedieneinrichtung angehoben.
Die Oberschiene der Jalousie ist üblicherweise unbeweglich.
[0003] Eine Jalousie der eingangs genannten Art ist aus der EP 1 489 258 A1 bekannt. Bei
dieser Jalousie sind die untere Endschiene und die obere Endschiene gegenüber Spannschnüren,
mit welchen sie reibschlüssig verbunden sind, verschiebbar. Die Jalousie kann somit
von unten und von oben durch Verschiebung der jeweiligen Endschiene mehr oder weniger
weit geöffnet werden. Zur Neigungsverstellung der Lamellen ist ein in der ersten Endschiene
verschiebbar gelagerter Schieber vorhanden, der mit den Längsschnüren der Leiterkordeln
zusammenwirkt. Der Schieber besitzt eine Zahnstange, in welche ein Ritzel eingreift,
das mittels eines Drehknopfes zur Neigungsverstellung der Lamellen rotierbar ist.
Nachteilig hierbei ist die relativ aufwändige Konstruktion zur Neigungsverstellung
der Lamellen. Außerdem muss für die Neigungsverstellung der Lamellen ein zusätzliches
Bedienelement betätigt werden.
[0004] Bekannt sind auch Plisseevorhänge, bei denen in analoger Weise mit Spannschnüren
reibschlüssig verbundene obere und untere Endschienen vorhanden sind, wobei die Endschienen
unter Überwindung ihrer Reibung mit den Spannschnüren entlang diesen verschoben werden
können, um den Plisseevorhang mehr oder weniger weit zu öffnen (von oben und/oder
von unten).
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Jalousie der eingangs genannten Art bereitzustellen,
die sich durch eine einfache Ausbildung auszeichnet. Erfindungsgemäß gelingt dies
durch eine Jalousie mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Die Neigung der Lamellen kann bei einer erfindungsgemäßen Jalousie in einfacher Weise
durch eine Verschwenkung der oben angeordneten ersten Endschiene um ihre parallel
zu ihrer Längsrichtung liegenden Längsachse verstellt werden. Es wird hierbei auch
eine besonders einfache Ausbildung der Jalousie erreicht.
[0007] Vorzugsweise sind die Längsschnüre der Stegleitern hierbei unmittelbar an der Seite
der ersten Endschiene festgelegt, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen und
der ersten Endschiene der zweiten Endschiene zugewandt ist. Der unverschwenkte Zustand
ist hierbei derjenige, in welchem die Lamellen im Wesentlichen in Ebenen liegen, die
rechtwinklig zur Verstellrichtung stehen.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Längsschnüre der Stegleitern
mit der zweiten Endschiene in der analogen Weise wie mit der ersten Endschiene verbunden
und die zweite Endschiene ist ebenfalls um eine parallel zu ihrer Längsrichtung liegenden
Schwenkachse verschwenkbar. Wenn diese zweite Endschiene unten angeordnet ist, so
kann durch eine gleichsinnige Verschwenkung zur oberen Endschiene die gleichmäßige
Neigungsverstellung der Lamellen auch im an die untere Endschiene angrenzenden Bereich
sichergestellt werden. Weiters kann bei einer solchen Ausbildung eine beliebige der
beiden Endschienen oben montiert sein.
[0009] Neben Anordnungen, bei welchen die Endschienen in eine vertikale Verstellrichtung
verschiebbar sind, sind auch Anordnungen denkbar und möglich, bei welchen die Verstellrichtung
schräg oder horizontal liegt.
[0010] Mit der ersten Endschiene und/oder der zweiten Endschiene ist bevorzugterweise ein
Bedienelement in einer Weise gelenkig verbunden, dass es um eine parallel zur Längsrichtung
der ersten bzw. zweiten Endschiene liegenden Achse gegenüber der ersten bzw. zweiten
Endschiene verschwenkbar ist. Mit einem solchen ausgebildeten Bedienelement kann sowohl
eine Längsverstellung als auch eine Neigungsverstellung der betreffenden Endschiene
durchgeführt werden. Die Längsverstellung einer Endschiene und die Neigungsverstellung
der Lamellen kann auf diese Weise mit dem gleichen Bedienelement durchgeführt werden.
Durch die gelenkige Verbindung des Bedienelements mit der Endschiene kommt es bei
einer Verschwenkung der in ihrer geschlossenen Stellung sich befindenden Endschiene
nicht zu einer Sperrung der Verschwenkung durch ein Anlaufen am Rand der Fenster-
oder Türöffnung.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer in einer Fenster- oder Türöffnung montierten Jalousie gemäß der
Erfindung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Jalousie von Fig. 1;
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 2;
- Fig. 4
- eine stirnseitige Ansicht der ersten Endschiene gemäß einer modifizierten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 4;
- Fig. 6
- das Einlaufteil Leine im Schnitt von Fig. 5;
- Fig. 7
- eine rückseitige Ansicht des Einlaufteils (Blickrichtung B in Fig. 6).
[0012] Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Jalousie.
Die Jalousie umfasst erste und zweite Endschienen 1, 2 und eine Mehrzahl von im Bereich
zwischen der ersten und zweiten Endschiene 1, 2 angeordneten Lamellen 3. Die Lamellen
3 sind von zwei Leiterkordeln 4 gehalten, die in Längsrichtung der Lamellen voneinander
beabstandet sind. Die Leiterkordeln 4 umfassen jeweils zwei Längsschnüre 5, die beidseitig
der Lamellen 3 parallel zur Verstellrichtung 6 verlaufen. Zwischen den Längsschnüren
5 verlaufen Querschnüre 7, auf welchen die Lamellen 3 aufliegen. Anstelle einer Auflage
auf Querschnüren könnten die Lamellen 3 auch direkt oder über Verbindungsschnurstücke
mit den Längsschnüren 5 verbunden sein. Es können auch doppelstrangige Querschnüre
7 vorhanden sein, wobei eine jeweilige Lamelle 3 zwischen den beiden Strängen liegt.
[0013] Die Endschienen 1, 2 sind reibschlüssig mit ersten und zweiten Spannschnüren 8, 9
verbunden. Eine jeweilige Spannschnur 8, 9 ist an zwei Befestigungsstellen 10, 11;
12, 13 befestigt. Die Befestigungsstellen 10, 11; 12, 13 einer jeweiligen Spannschnur
8, 9 liegen in Verstellrichtung 6 gesehen beidseitig der von den Endschienen 1, 2,
Lamellen 3 und Leiterkordeln 4 gebildeten Einheit. Wenn die Jalousie als Fenster-
oder Türbehang eingesetzt wird, so liegen die Befestigungsstellen 10, 11; 12, 13 einer
jeweiligen Spannschnur 8, 9 an gegenüberliegenden Rändern 14, 15 der Fenster bzw.
Türöffnung.
[0014] An den Befestigungsstellen 10 bis 13 sind Befestigungsteile 16 festgelegt, mit denen
die Spannschnüre 8, 9 über Verbindungsteile 17 verbunden sind.
[0015] Eine jeweilige Spannschnur 8, 9 verläuft ausgehend von einer ihrer Befestigungsstellen
10, 12 parallel zur Verstellrichtung 6 bis zur ersten Endschiene 1, weiter durch diese
parallel zur Längserstreckung der ersten Endschiene 1, weiter von der ersten Endschiene
1 bis zur zweiten Endschiene 2 parallel zur Verstellrichtung 6, weiter durch die zweite
Endschiene 2 parallel zur Längserstreckung der zweiten Endschiene 2 und weiter von
der zweiten Endschiene 2 bis zu Ihrer anderen Befestigungsstelle 11, 13. Eine jeweilige
Spannschnur 8, 9 verläuft hierbei somit durch die beiden Endschienen 1, 2 in entgegengesetzten
Richtungen. Weiters verlaufen die beiden Spannschnüre 8, 9 ausgehend von den auf der
gleichen Seite der Jalousie angeordneten Befestigungsstellen 10, 12 bis zu ihren auf
der anderen Seite der Jalousie gelegenen Befestigungsstellen 11, 13 gesehen in zueinander
entgegengesetzten Richtungen durch eine jeweilige Endschiene 1, 2.
[0016] Die Endschienen 1, 2 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel als Hohlkörper ausgebildet
und weisen stirnseitige Öffnungen 18, 19 auf, durch welche die Spannschnüre 8, 9 ein-
und austreten. Statt dessen wäre es auch denkbar und möglich, dass Führungsmittel
vorhanden sind, beispielsweise Führungslaschen, welche die Spannschnüre 8, 9 an einer
Außenseite einer jeweiligen Endschiene 1, 2 in Längsrichtung derselben führen.
[0017] Die Spannschnüre 8, 9 stehen unter Vorspannung und die Endschienen 1, 2 sind reibschlüssig
zwischen ihnen gehalten. Hierbei sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die Stirnseiten
der Endschienen 1, 2 mit Reibteilen 20 versehen, in welchen die stirnseitigen Öffnungen
18, 19 der Endschienen 1, 2 angeordnet sind. Die Reibteile 20 sind mit vorstehenden
Zapfen, welche jeweils von einer Bohrung durchsetzt sind, in Ausnehmungen durch die
Seitenwände der als Hohlkörper ausgebildeten Endschienen 1, 2 eingesetzt. Die Spannschnüre
8, 9 weisen gegenüber diesen Reibteilen ausreichend hohe Reibwerte auf.
[0018] Die Längsschnüre 5 der Leiterkordeln 4 sind an denjenigen Seiten 21, 22 der Endschienen
1, 2 festgelegt, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen 3 und der Endschienen
1, 2 einander zugewandt sind. Dieser unverschwenkte Zustand ist in den Fig. 1 und
2 dargestellt. Der Abstand, in welchem die Längsschnüre 5 an den Endschienen 1, 2
befestigt sind, entsprechen hierbei der Breite b der Lamellen 3. Mindestens entspricht
dieser Abstand einem Wert von zwei Drittel der Breite b der Lamellen 3.
[0019] Die Endschienen 1, 2 sind vorzugsweise etwas breiter als die Lamellen3 . Ihre Längen
sind vorzugsweise etwas geringer als die der Lamellen 3, wobei die Spannschnüre 8,
9 in Randabschnitten der Längserstreckung der Lamellen 3 angeordnete Fensterausnehmungen
durchsetzen. Statt dessen könnten die Spannschnüre 8, 9 die Lamellen 3 z. B. auch
im Bereich der Leiterkordeln 4 durchsetzen.
[0020] Auch andere Arten der bezogen auf die Längsrichtungen der Längsschnüre 5 gegenüber
den Endschienen 1, 2 unverschiebbaren Verbindungen mit den Endschienen 1, 2 der Längsschnüre
5 sind denkbar und möglich. So könnten die Längsschnüre 5 beispielsweise die Endschienen
1, 2 auch durch Bohrungen durchsetzen und auf den den Seiten 21, 22 gegenüberliegenden
Rückseiten befestigt sein. Wiederum würden die Längsschnüre 5 einer jeweiligen Leiterkordel
4 in einem Abstand von der jeweiligen Endschiene 1, 2 ausgehen, der mindestens zwei
Drittel der Breite b der Lamellen entspricht, vorzugsweise der Breite b der Lamellen
3 entspricht.
[0021] Die Endschienen 1, 2 sind um gedachte Schwenkachsen 23, 24 verschwenkbar, welche
parallel zu Ihren Längserstreckungen liegen. Die Verschwenkung einer jeweiligen Endschiene
1, 2 erfolgt um die diese Endschiene 1, 2 durchsetzenden Spannschnüre 8, 9, wobei
die von der Bedienperson eingestellte Schwenkstellung durch die Reibung zwischen den
Spannschnüren 8, 9 und den Endschienen 1, 2 bestehen bleibt.
[0022] Mit den Endschienen 1, 2 ist jeweils mindestens ein Bedienelement 25, 26 gelenkig
verbunden, und zwar ist das Bedienelement 25, 26 um eine parallel zur Längsrichtung
der jeweiligen Endschiene 1, 2 liegende Achse 27, 28 gegenüber der Endschiene 1, 2
verschwenkbar. Die Bedienelemente 25, 26 können hierbei reibschlüssig oder durch Rastmittel
in einer jeweils eingestellten Verschwenkposition gehalten sein.
[0023] Beide Endschienen 1, 2 sind unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen
Endschiene 1, 2 und den Spannschnüren 8, 9 in die Verstellrichtung 6 verstellbar.
Die Jalousie kann somit von unten und/oder von oben mehr oder weniger weit zusammengeschoben
werden. In den Fig. 1 und 2 ist ein Zustand dargestellt, bei dem die Jalousie sowohl
vom oberen als auch vom unteren Ende her teilweise zusammengeschoben ist. Zur Verstellung
der Neigung der Lamellen 3 wird die oben liegende erste Endschiene 1 um ihre Schwenkachse
23 verschwenkt. Um auch den untersten Lamellen die gleiche Schwenkstellung zu geben,
kann auch die untere Endschiene 2 um ihre Schwenkachse 24 verschwenkt werden, so dass
sie parallel zur oberen Endschiene 1 ausgerichtet ist. Die Jalousie kann auch derart
montiert sein, dass die Verstellrichtung 6 schräg zur Vertikalen oder auch horizontal
liegt. Bei einer Horizontalmontage der Jalousie sollten die Lamellen mit den Leiterkordeln
4 derart verbunden sein, dass sie zu den Längsschnüren 5 unverschiebbar sind (beispielsweise
zwischen doppelsträngige Querschnüre eingeschoben sind). Eine Verstellung der Neigung
der Lamellen ist zumindest im vollständig auseinandergeschobenen Zustand der beiden
Endschienen 1, 2 möglich.
[0024] Die Verschiebung und Verschwenkung der Endschienen 1, 2 kann jeweils durch Betätigung
eines einzelnen Bedienelements 25, 26 durchgeführt werden.
[0025] Um die Verstellung der Lamellen 3 bei der Verschwenkung der ersten und/oder zweiten
Endschiene 1, 2 nicht zu behindern, befinden sich die Schwenkachsen 23, 24 möglichst
nah bei den Seiten 21, 22 der Endschienen 1, 2, die im unverschwenkten Zustand der
Endschienen 1, 2 einander gegenüber liegen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind
hierzu die stirnseitigen Öffnungen 18, 19 möglichst weit zu diesen Seiten 21, 22 hin
verschoben. Vorzugsweise befinden sich die stirnseitigen Öffnungen 18, 19 zumindest
im an die Seiten 21, 22 anschließenden Drittel der Dicke d der Endschienen 1, 2.
[0026] Es können auch größere Reibteile 20 vorgesehen sein, welche bezogen auf die Schwenkachsen
23, 24 radiale Rillen an den Anlageflächen für die Spannschnüre 8, 9 aufweisen. Die
über die Reibteile 20 verlaufenden Spannschnüre 8, 9 müssen daher bei der Verschwenkung
der Endschiene 1, 2 über die zwischen diesen Rillen liegenden Erhebungen geführt werden,
wodurch ein größerer Widerstand gegenüber einer Verschwenkung der Endschienen 1, 2
bereitgestellt wird.
[0027] Bei dem in den Fig. 4 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die ersten und
zweiten Endschienen 1, 2 mit Magnethalteteilen 29 versehen. Diese sind jeweils an
einem drehbar mit der Endschiene 1, 2 verbundenen Einlaufteil 31 angebracht. Dieses
besitzt eine Nut 32, durch welche die jeweilige Spannschnur 8, 9 verläuft. Ein Zapfen
34 ist in die stirnseitige Öffnung 18, 19 der Endschiene 1, 2 einsetzbar, wodurch
das Einlaufteil 31 drehbar mit der Endschiene 1, 2 verbunden ist. Diese Öffnungen
sind in stirnseitig an den Endschienen 1, 2 angebrachten Anlageteilen 30 ausgebildet.
Bei einer Verschwenkung der Endschiene 1, 2 bleibt das Einlaufteil 31 aufgrund der
Verbindung mit der Spannschnur 8, 9 parallel zur Spannschnur 8, 9 ausgerichtet. Es
bleibt daher die Orientierung des Magnethalteteils 29 zu einem am Befestigungsteil
16 angebrachten Magnethalteteil vorhanden. Im vollständig geschlossenen Zustand einer
jeweiligen Endschiene 1, 2 haften das am Einlaufteil 31 angebrachte Magnethalteteil
29 und das am Befestigungsteil 16 angebrachte Magnethalteteil durch Magnetkraft aneinander,
wodurch diese Stellung der Endschiene 1, 2 gesichert wird. Von den zusammenwirkenden
Magnethalteteilen muss nur eines ein Magnet sein und das andere kann von einem ferromagnetischen
Material gebildet werden.
[0028] Zur Erhöhung der Reibung der Spannschnüre 8, 9 gegenüber den Einlaufteilen 31 können
die Spannschnüre 8, 9 um einen Steg 33 herumgeführt werden, beidseitig von dem Öffnungen
durch das Einlaufteil 31 angeordnet sind.
[0029] Eine Ausbildung gemäß den Fig. 4 bis 7 könnte auch nur für die obere der beiden Endschienen
1, 2 vorgesehen sein.
[0030] Anstelle einer Magnetverbindung zur Sicherung der (oberen) Endschiene 1, 2 im vollständig
geschlossenem Zustand, wäre auch ein Rastverschluss oder Klemmverschluss denkbar und
möglich.
[0031] Unterschiedliche weitere Modifikationen der gezeigten Ausführungsbeispiele sind denkbar
und möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So sind andere reibschlüssige
Verbindungen der Endschienen 1, 2 mit Spannschnüren 8, 9 denkbar und möglich. Anstelle
einer reibschlüssigen Verbindung zwischen den Endschienen 1, 2 und den Spannschnüren
8, 9 oder zusätzlich zu dieser wäre auch ein Wendegetriebe zumindest für die obere
(eventuell auch für die untere) Endschiene 1, 2 denkbar und möglich, mittels dem die
Neigung der Endschiene 1, 2 eingestellt wird. Dieses Wendegetriebe kann an einer Stirnseite
der Endschiene 1, 2 angreifen.
[0032] In den Spannschnüren 8, 9 können auch Spannfedern angeordnet sein.
Legende zu den Hinweisziffern:
[0033]
- 1
- erste Endschiene
- 2
- zweite Endschiene
- 3
- Lamelle
- 4
- Leiterkordel
- 5
- Längsschnur
- 6
- Verstellrichtung
- 7
- Querschnur
- 8
- erste Spannschnur
- 9
- zweite Spannschnur
- 10
- Befestigungsstelle
- 11
- Befestigungsstelle
- 12
- Befestigungsstelle
- 13
- Befestigungsstelle
- 14
- Rand
- 15
- Rand
- 16
- Befestigungsteil
- 17
- Verbindungsteil
- 18
- stirnseitige Öffnung
- 19
- stirnseitige Öffnung
- 20
- Reibteil
- 21
- Seite
- 22
- Seite
- 23
- Schwenkachse
- 24
- Schwenkachse
- 25
- Bedienelement
- 26
- Bedienelement
- 27
- Achse
- 28
- Achse
- 29
- Magnethalteteil
- 30
- Anlageteil
- 31
- Einlaufteil
- 32
- Nut
- 33
- Steg
- 34
- Zapfen
1. Jalousie, insbesondere für eine Fenster- und Türöffnung, mit einer ersten Endschiene
(1), einer zweiten Endschiene (2), einer Mehrzahl von Lamellen (3), die zwischen der
ersten Endschiene (1) und der zweiten Endschiene (2) von mindestens zwei in Längsrichtung
der Lamellen (3) voneinander beabstandeten Leiterkordeln (4) gehalten sind, welche
jeweils zwei Längsschnüre (7) aufweisen, und mit an gegenüberliegenden Befestigungsstellen
(10 bis 13) befestigten ersten und zweiten Spannschnüren (8, 9), mit welchen die Halteschienen
(1, 2) reibschlüssig verbunden sind, wobei sowohl die erste als auch die zweite Endschiene
(1, 2) unter Überwindung der Reibung zwischen der jeweiligen Endschiene (1, 2) und
den Spannschnüren (8, 9) in eine Verstellrichtung (6) verstellbar sind und wobei weiters
die Lamellen (3) in ihrer Neigung verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsschnüre (5) einer jeweiligen Leiterkordel (4) bezogen auf die Längsrichtungen
der Längsschnüre (5) unverschiebbar gegenüber der ersten Endschiene (1) mit dieser
verbunden sind, wobei sie in einem gegenseitigen Abstand von der ersten Endschiene
(1) ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht,
vorzugsweise mindestens der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, und dass die erste
Endschiene (1) um eine parallel zur ihrer Längsrichtung liegende Schwenkachse (23)
verschwenkbar ist.
2. Jalousie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschnüre (5) der Leiterkordeln (4) an derjenigen Seite (21) der ersten Endschiene
(1) festgelegt sind, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen (3) und der ersten
Endschiene (1) der zweiten Endschiene (2) zugewandt ist.
3. Jalousie nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsschnüre (5) einer jeweiligen Leiterkordel (4) bezogen auf die Längsrichtungen
der Längsschnüre (5) unverschiebbar gegenüber der zweiten Endschiene (2) mit dieser
verbunden sind, wobei sie in einem gegenseitigen Abstand von der zweiten Endschiene
(2) ausgehen, der mindestens zwei Drittel der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht,
vorzugsweise mindestens der Breite (b) der Lamellen (3) entspricht, und dass die zweite
Endschiene (2) um eine parallel zur ihrer Längsrichtung liegende Schwenkachse (24)
verschwenkbar ist..
4. Jalousie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschnüre (5) der Leiterkordel (4) an derjenigen Seite der zweiten Endschiene
(2) festgelegt sind, die im unverschwenkten Zustand der Lamellen (3) und der zweiten
Endschiene (2) der ersten Endschiene (1) gewandt ist.
5. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bedienelement (25) mit der ersten Endschiene (1) gelenkig verbunden
ist, wobei es um eine parallel zur Längsrichtung der ersten Endschiene (1) liegende
Achse (27) gegenüber der ersten Endschiene (1) verschwenkbar ist.
6. Jalousie nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Bedienelement (26) mit der zweiten Endschiene (2) gelenkig verbunden
ist, wobei es um eine parallel zur Längsrichtung der zweiten Endschiene (2) liegende
Achse (28) gegenüber der zweiten Endschiene (2) verschwenkbar ist.
7. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Spannschnur (8, 9) ausgehend von einer ihrer Befestigungsstellen (10,
12) parallel zur Verstellrichtung (6) bis zur ersten Endschiene (1) verläuft, weiters
durch diese oder entlang dieser parallel zur Längsrichtung der ersten Endschiene (1)
verläuft, weiters von der ersten Endschiene (1) parallel zur Verstellrichtung (6)
bis zur zweiten Endschiene (2) verläuft, weiters durch die zweite Endschiene (2) oder
entlang dieser parallel zur Längsrichtung der zweiten Endschiene (2) verläuft und
weiters von der zweiten Endschiene (2) bis zur anderen Befestigungsstelle (11, 13)
parallel zur Verstellrichtung (6) verläuft, wobei die Spannschnur (8, 9) durch die
erste und zweite Endschiene (1, 2) bzw. entlang der ersten und zweiten Endschiene
(1, 2) in entgegengesetzten Richtungen verläuft und wobei die beiden Spannschnüre
(8, 9) durch eine jeweilige Endschiene (1, 2) bzw. entlang einer jeweiligen Endschiene
(1, 2) in zueinander entgegengesetzter Richtung verlaufen.
8. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Endschienen (1, 2) jeweils als Hohlkörper ausgebildet sind und stirnseitige Öffnungen
(18, 19) aufweisen, durch welche die Spannschnüre (8, 9) ein- und austreten.
9. Jalousie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Öffnungen (18, 19) gegenüber der Mitte der jeweiligen Stirnseite
in Richtung zur Seite (21, 22) der Endschiene (1, 2) verschoben sind, die im unverschwenkten
Zustand der Lamellen (3) und dieser Endschiene (1, 2) der anderen Endschiene (2, 1)
zugewandt ist.
10. Jalousie nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Öffnungen (18, 19) der Endschienen (1, 2) in Reibteilen (20) der
Endschienen (1, 2) angeordnet sind, welche in Ausnehmungen von Basiskörpern der Endschienen
(1, 2) angeordnet sind.
11. Jalousie nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Reibteile (20) der ersten Endschiene (1), vorzugsweise auch die Reibteile
der zweiten Endschiene (2), jeweils eine Oberfläche aufweisen, über welche die jeweilige
Spannschnur (8, 9) verläuft, die Erhöhungen aufweist, über welche die Spannschnur
(8, 9) bei der Verschwenkung der Endschiene (1, 2) um die Schwenkachse (23, 24) geführt
wird.
12. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ersten und zweiten Endschienen mit Magnethalteteilen (29) versehen sind, die mit
Magnethalteteilen zusammenwirken, welche an Befestigungsteilen (16) angeordnet sind,
die an den Befestigungsstellen (10 bis 13) festgelegt sind.
13. Jalousie nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliges Magnethalteteil (29) einer Endschiene (1, 2) an einem Einlaufteil
(31) angeordnet ist, welches drehbar mit der Endschiene (1, 2) verbunden ist und welches
eine Nut (32) und/oder einen Schlitz (33) aufweist, durch welche bzw. durch welchen
die Spannschnur (8, 9) verläuft, wobei eine Verschwenkung des Einlaufteils (31) gegenüber
der Spannschnur (8, 9) gesperrt ist.
14. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Endschiene (1) in einer jeweils eingestellten Schwenkposition reibschlüssig
von den Spannschnüren (8, 9) gehalten ist.
15. Jalousie nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Endschiene (2) in einer jeweils eingestellten Schwenkposition reibschlüssig
von den Spannschnüren (8, 9) gehalten ist
16. Jalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für die oben liegende erste Endschiene (1) ein Wendegetriebe zur Einstellung
der Neigung der Endschiene vorhanden ist.