(19)
(11) EP 1 696 751 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.03.2007  Patentblatt  2007/13

(21) Anmeldenummer: 04804180.0

(22) Anmeldetag:  22.12.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A41B 9/00(2006.01)
A41D 7/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2004/014584
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2005/063061 (14.07.2005 Gazette  2005/28)

(54)

STRING FÜR EIN TEXTILSTÜCK ZU BEKLEIDUNGSZWECKEN

STRING FOR A TEXTILE GARMENT

STRING POUR PIECE TEXTILE A USAGE D'HABILLEMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 23.12.2003 DE 10361500

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.09.2006  Patentblatt  2006/36

(73) Patentinhaber: Lenzen, Marco
40667 Meerbusch (DE)

(72) Erfinder:
  • Lenzen, Marco
    40667 Meerbusch (DE)

(74) Vertreter: Henseler, Daniela 
Sparing, Röhl, Henseler Postfach 14 04 43
40074 Düsseldorf
40074 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 705 137
US-A- 4 121 305
DE-U1- 29 707 233
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen String also ein Band oder eine Schnur als Teil eines Bekleidungsstückes, um dieses am Körper einer Person zu befestigen.

    [0002] Der String ist besonders beliebt bei Slips, insbesondere in der Form als String-Tanga. Der String hat dort den Vorteil, daß er ein Höchstmaß an Nacktheit gewährt, dies jedoch mit dem Nachteil verbindet, daß der String meist unbequem zu tragen ist, da er einschnürt, wenn er zu fest sitzt oder einen unvollkommenen Sitz hat, wenn er zu locker sitzt.

    [0003] Aus DE 297 07 233 U1 ist ein Textilstück zum Befestigen an einer Person zu Bekleidungszwecken mit mindestens einem Band- oder Schnurabschnitt bekannt, der als klassischer Tanga mit einem V-formigen Anschlußstück ausgebildet ist. Das V-förmige Anschlußstück ist Teil einer elastischen Halterung, die sich beim Tragen gerade zieht.

    [0004] Aus DE 37 05 137 C2 ist ein V-förmiges Anschlußstück bekannt, das elastisch ist und damit ebenfalls beim Tragen sich gerade zieht und deshalb einen unbequemen Tragekomfort bietet.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher einen String zu schaffen, der einen bequemen Tragkomfort bietet und dabei dem Bekleidungsstück eine erotische Wirkung verleiht.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Hierdurch wird ein String für ein Textilstück zu Bekleidungszwecken geschaffen, der Körperformen teilweise nachbildet, wodurch einem Band- oder Schnurabschnitt eine Paßform verliehen wird, die dieser mindestens im Bereich des Formstücks hält, wodurch ein Geradeziehen, wie dies von herkömmlichen Strings bekannt ist, vermieden wird. Ein Höchstmaß an Nacktheit wird auf diese Weise mit einer formhaltenden Paßform kombiniert. Die erotische Wirkung wird durch das körperbetonte quasi "Nichts" verstärkt. Der erfindungsgemäße String ist für Damen- als auch Herrenbekleidung einsetzbar.

    [0008] Vorzugsweise wird der erfindungsgemäße String als Rückenteil eines String-Tangas eingesetzt. Unterhosen können einen an- oder eingenähten erfindungsgemäßen String aufweisen, um eine körperbetonte, insbesondere pobetonte Paßform zu erreichen.

    [0009] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.

    [0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    Fig. 1 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen String in der Ausführungsform eines String-Tangas,

    Fig. 2 zeigt schematisch einen String-Tanga in Rückansicht,

    Fig. 3 zeigt schematisch einen Slip mit einem erfindungsgemäßen String,

    Fig. 4 zeigt schematisch eine Boxershorts mit einem erfindungsgemäßen String.



    [0011] Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, betrifft die Erfindung einen String 1 für ein Textilstück 2 zum Befestigen desselben an einer Person zu Bekleidungszwecken. Der String 1 umfaßt mindestens einen Band- oder Schnurabschnitt, der durch ein V-förmiges Formstück 3 mit nach außen geschwungenen Schenkeln 4, 5 gegabelt ist.

    [0012] Bei den Ausführungsformen der Figuren 1 und 2 ist der erfindungsgemäße String 1 Teil eines String-Tangas. Das Formstück 3 gabelt den Po-Band- oder Schnurabschnitt 6 in Hüft-Band- oder Schnurabschnitte 7, 8, die jeweils an dem Textilstück 2, hier einem Zwickel, befestigt sind. Das V-förmige Formstück 3 besitzt eine solche Form, daß das Formstück 3 an einen mittleren oberen Po-Abschnitt angepaßt ist. Der String 1 erhält durch die geschwungenen Schenkel 4, 5 eine Paßform, die beim Tragen erhalten bleibt, da das V-förmige Formstück 3 formstabil ist bzw. zumindest ein Formgedächtnis aufweist, sofern das Formstück 3 eine elastische Komponente aufweist.

    [0013] Das Formstück 3 kann an die Hüft-Band- oder Schnurabschnitt 7, 8 angesetzt oder einstückig mit diesen verbunden sein, wobei im letzteren Fall das Formstück 3 eine Seele bilden kann, in einem durchgehenden textilen Band- oder Schnurabschnitt.

    [0014] Die Figuren 3 und 4 zeigen Ausführungsbeispiele für Bekleidungsstücke bei denen das Formstück 3 einen Hüftbund aus sich gabelnden Schenkeln 4, 5 bildet, wobei die Schenkel 4, 5 den Hüftbund schließen können.

    [0015] Das Formstück 3 ist also ein seine Form im getragenen Zustand im wesentlichen beibehaltendes Versteifungselement. Hierzu geeignet sind beispielsweise Profilstücke, strangförmige elastomere Kunststoffelemente oder Monofilamente.

    [0016] Das Formstück 3 kann dabei eingelagert sein in ein textiles Bandstück.

    [0017] Das Formstück 3 wirkt betonend für die Gesäßbacken, da diese teilweise nachgezeichnet werden, und ist gerade nicht plattdrückend.


    Ansprüche

    1. String für ein Textilstück zum Befestigen desselben an einer Person zu Bekleidungszwecken mit mindestens einem Band- oder Schnurabschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Band- oder Schnurabschnitt durch ein V-fömiges Formstück (3) mit nach außen geschwungenen Schenkeln (4, 5) gegabelt ist.
     
    2. String nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das V-förmige Formstück (3) an eine typische Form einen mittleren oberen Po-Abschnitts angepaßt ist.
     
    3. String nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das V-förmige Formstück (3) die Seele eines Band- oder Schnurabschnitts bildet.
     
    4. String nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das V-förmige Formstück (3) die obere Begrenzung eines Bekleidungsstückes im Rückenteil bildet.
     
    5. String nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Zwickel ein String-Tanga gebildet ist.
     


    Claims

    1. A string for a textile piece for fastening the same to a person for clothing purposes with at least one band portion or cord portion, characterized in that the at least one band portion or cord portion is forked by a V-shaped formed piece (3) with outwardly curved legs (4, 5).
     
    2. The string as claimed in claim 1, characterized in that the V-shaped formed piece (3) is adapted to a typical shape of a central upper portion of the bottom.
     
    3. The string as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the V-shaped formed piece (3) forms the core of a band portion or cord portion.
     
    4. The string as claimed in one of claims 1 to 3, characterized in that the V-shaped formed piece (3) forms the upper delimitation of an article of clothing in the back part.
     
    5. The string as claimed in one of claims 1 to 4, characterized in that with a gusset a string tanga is formed.
     


    Revendications

    1. String pour une pièce textile permettant de fixer celle-ci sur une personne à des fins d'habillement, avec au moins une section de bande ou de fil, caractérisé en ce que la au moins une section de bande ou de fil est amenée à se ramifier par au moins une pièce formée en V (3) en des branches (4, 5) incurvées vers l'extérieur.
     
    2. String selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce formée en V (3) est adaptée à une forme typique d'une section de postérieur supérieure centrale.
     
    3. String selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce formée en V (3) constitue l'âme d'une section de bande ou de fil.
     
    4. String selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pièce formée en V (3) constitue la délimitation supérieure d'une pièce vestimentaire dans la partie arrière.
     
    5. String selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, avec un gousset, on forme un string tanga.
     




    Zeichnung