[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zünden der Verbrennung eines Kraftstoffes
in einem Verbrennungsraum eines Motors sowie eine zugehörige Zündvorrichtung und einen
zugehörigen Motor.
[0002] Weil der Zündvorgang einen maßgeblichen Einfluss auf die Effizienz von Verbrennungsmotoren
hat, insbesondere bei vorgegebener Motorleistung den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemission
maßgeblich mitbestimmt, wurden bereits in der Vergangenheit umfangreiche Anstrengungen
zur Optimierung des Zündvorgangs vorgenommen.
Die heute gebräuchlichsten Zündvorrichtungen verwenden Zündkerzen, die das Kraftstoff-Luft-Gemisch
zünden. Diese Zündkerzen können eine oder mehrere Elektroden aufweisen. Jede dieser
Elektroden erzeugt einen Zündfunken, der das Kraftstoff-Luft-Gemisch in der unmittelbaren
Umgebung der Elektrode zündet. Die Verbrennung beginnt dementsprechend zuerst in einem
sehr kleinen Startvolumen um die Elektroden der Zündkerzen herum. Im Anschluss daran
breitet sich die Verbrennung mit einer allerdings begrenzten Geschwindigkeit aus.
[0003] In der
DE 195 27 873 A1 und der
US 5,136,994 ist eine Glühkerze beschrieben, die zur Herabsetzung des für die Zündung erforderlichen
Energieaufwandes eine katalytische Oberflächenbeschichtung des Glühteiles aufweist.
Nachteilig ist daran, dass zum einen die Herstellkosten aufgrund der erforderlichen
Katalysatorwerkstoffe erhöht sind und zum anderen der Verbrennungsvorgang nur unwesentlich
optimiert ist.
Die
US 4,774,914 und
US 6,595,194 beschreiben eine Zündvorrichtung, die einen besonders großen Zündfunken generieren
soll.
[0004] Die
US 4,113,315 beschreibt ein Zweikammer-Zündverfahren, bei dem das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch
eine Zündquelle in einem ersten, kleinen Zündraum gezündet wird und durch die eintretende
Flammenausbreitung anschließend das Kraftstoff-Luft-Gemisch im größeren zweiten Raum,
dem eigentlichen Zylinder, entzündet. Die
US 4,499,872 zeigt eine Weiterentwicklung dieses Zweikammer-Zündverfahrens, bei der ein Gemisch
aus ionisiertem Wasser und Kraftstoff mit Hilfe von magnetischen Feldern und mehreren
Zündstangen gezündet wird. Den Zweikammer-Zündverfahren ist gemeinsam, dass sie einen
hohen konstruktiven und damit Herstellungsaufwand erfordern.
[0005] Aus der
US 5,673,554 und der
US 5,689,949 sind Zündverfahren bekannt, bei denen Mikrowellenenergie dazu verwendet wird, im
Verbrennungsraum ein Plasma zu erzeugen, welches das Kraftstoff-Luft-Gemisch zündet.
Die Entstehung des Plasmas ist dabei wesentlich von der Einhaltung enger Randbedingungen
hinsichtlich der Ausbildung eines Resonanzmodes abhängig, was insbesondere im Hinblick
auf den sich Auf und Ab bewegenden Kolben des Motors zu erheblichen konstruktiven
Aufwendungen führt. Darüber hinaus begrenzt der Mikrowellensender den Weg der Kolbenbewegung
im Motor. Entsprechendes gilt auch für die
US 5,845,480.
[0006] Die
US 5,983,871 beschreibt eine Kombination der Einkopplung von Mikrowellen- und Laserenergie für
die Erzeugung des Plasmas. Dadurch wird die Komplexität der Zündvorrichtung und des
Zündverfahrens sowie des zugehörigen Motors weiter erhöht. Entsprechendes gilt für
die
US 6,581,581, welche eine Kombination der Zündung durch Mikrowellenplasma und einer magnetischen
Ionisierung des atomisierten Kraftstoff-Luft-Gemisches beschreibt.
[0007] Die
JP 55007972 A offenbart eine Zündvorrichtung, bei welcher Mikrowellen in einen Verbrennungsraum
eingeleitet werden, um dort stehende Wellen zu erzeugen. In dem Zylinderkopf sind
Vorsprünge ("bosses") angeordnet. Nähert sich der Kolben dem oberen Totpunkt, kommt
es zu einem Funkenüberschlag, der die Verbrennung zündet. Durch die mehreren Vorsprünge
bilden sich entsprechend mehrere Zündorte ("spots") aus.
[0008] Die
DE 199 14 941 C1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur mikrowellengestützten Gemischverbrennung
im Brennraum einer Brennkraftmaschine mit Kompressionszündung, bei denen die Verbrennung
durch Mikrowelleneinstrahlung in den Brennraum unterstützt wird. Hierzu werden Tröpfchen
einer durch Mikrowellen thermisch aktivierbaren Substanz in das Brenngemisch eingebracht.
[0009] Die
US 4,446,826 A offenbart eine Zündvorrichtung, bei welcher der Verbrennungsraum derart geformt ist,
dass sich Resonanzmoden der eingestrahlten Mikrowellen ausbilden können und dadurch
ein Plasma erzeugt wird.
[0010] Die
US 2,617,841 A offenbart eine Zündvorrichtung, bei welcher durch Einkoppeln von hochfrequenten Wellen
ein Zündfunke erzeugt wird.
[0011] Die
JP 59215967 A offenbart eine Vorrichtung zur Unterstützung des Startvorgangs einer Verbrennungsmaschine,
wobei durch Einstrahlen einer elektromagnetischen Welle sehr hoher Frequenz in die
Brennkammer eine Erhitzung von Brennstoff oder von die Verbrennung unterstützenden
Stoffen erreicht wird. Hierzu wird die von einem Oszillator erzeugte Energie über
einen Hohlleiter zu einer Hornantenne im Zylinderkopf geführt und von dieser über
ein Fenster, das für diese Energie durchlässig ist, beispielsweise aus feuerfestem
Glas besteht, in die Brennkammer gestrahlt.
[0012] Die
EP 0 680 243 A ist ein Verfahren zum Beheizen eines chemischen Reaktors unter Einsatz von Mikrowellen
bekannt.
[0013] Die
DE 198 02 745 A1 offenbart eine mikrowellentechnische Zünd- und Verbrennungsunterstützungs-Einrichtung
für einen Kraftstoffmotor, bei welcher der Brennraum mikrowellentechnisch als Resonator
wirkt.
Durch Anregung jeweils für den Zünd- und den Verbrennungstakt ausgelegter, zur Kolbenachse
rotationssymmetrischer Moden bzw. Modengemische wird die Verbrennung optimiert. Während
der nach der Zündung zunächst selbstständig ablaufenden Verbrennung wird ein Plasma
ausgebildet, welches zu einer starken Erhöhung der Resonatorgüte führt und so ein
wirksames Einkoppeln einer Mikrowelle verhindert.
Daher erfolgt im abklingenden Verbrennungsprozess das Einkoppeln einer Mode, die zu
einer vollständigen Verbrennung von restlichem Kraftstoff und von Verbrennungsrückständen
im Wandbereich der Brennkammer führt. Die
DE 198 02 745 A1 stellt den nächstliegenden Stand der Technik zur vorliegenden Erfindung dar.
[0014] Den bekannten Verfahren ist gemeinsam, dass sie aufwendige und damit kostenintensive
und wartungsintensive Konstruktionen erfordern und darüber hinaus nur eine begrenzte
Lebensdauer aufweisen.
Die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Verbrennungsvorgangs und mithin des dadurch
angetriebenen Motors sind darüber hinaus beschränkt.
Hinzu kommt, dass die Schadstoffemission nicht ausreichend reduziert ist. Insbesondere
wird durch die zwecks Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs erfolgte Abmagerung des
Kraftstoff-Luft-Gemisches eine geringere Verbrennungstemperatur erzielt, was eine
geringere Leistung mit sich bringt. Die geringere Verbrennungstemperatur führt außerdem
zu einer erhöhten Schadstoffemission.
[0015] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Zünden der Verbrennung
eines Kraftstoffes in einem Verbrennungsraum eines Motors sowie eine zugehörige Zündvorrichtung
und einen zugehörigen Motor bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der
Technik überwinden. Insbesondere soll die Zündung erfindungsgemäß so erfolgen, dass
sich ein optimierter Verbrennungsverlauf ergibt, insbesondere bei vorgegebener Leistung
ein reduzierter Kraftstoffverbrauch und eine reduzierte Schadstoffemission.
[0016] Die Aufgabe ist durch das im Anspruch 1 bestimmte Verfahren sowie durch die in den
nebengeordneten Ansprüchen bestimmte Vorrichtung und Motor gelöst. Besondere Ausführungsarten
der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
[0017] In der Regel befindet sich im Verbrennungsraum ein Gemisch aus Kraftstoff und einer
Sauerstoffquelle, beispielsweise ein Kraftstoff-Luft-Gemisch. Durch die Bewegung eines
Kolbens im Zylinder ist darüber hinaus häufig das Kraftstoff-Luft-Gemisch während
des Zündvorgangs verdichtet. Die Einkopplung der Mikrowellenstrahlung erfolgt so,
dass sich eine möglichst homogene Energiedichteverteilung im Verbrennungsraum ergibt.
Hierzu kann entweder das Mikrowellenfenster verhältnismäßig großflächig sein oder
ein kleinflächiges Mikrowellenfenster verwendet werden. Im letztgenannten Fall kann
es vorteilhaft sein, an der Eintrittstelle der Mikrowellenstrahlung in den in der
Regel zylindrischen Verbrennungsraum eine Diffusoreinrichtung vorzusehen, beispielsweise
eine geeignete, flächige Punkt-, Linien- oder Gitterstruktur vorzusehen, welche die
Einstrahlung der Mikrowellen in den Verbrennungsraum mit einer isotropen Richtungscharakteristik
bewirkt. Gegebenenfalls kann durch die Ausgestaltung des Diffusors eine vorgebbare
Energiedichteverteilung im Verbrennungsraum erreicht werden.
[0018] Die Wellenlänge der Mikrowellen beträgt vorzugsweise zwischen 0,1 cm und 45 cm, insbesondere
zwischen 1 cm und 15 cm und typisch zwischen 3 cm und 10 cm. Die Mikrowellen werden
impulsförmig eingekoppelt, wobei hierfür mehrere Mikrowellenimpulse verwendet werden.
Die Leistung der Mikrowellenimpulse ist abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall und
kann beispielsweise zwischen einem Kilowatt und 70 kW betragen. Die Impulsdauer kann
beispielsweise zwischen 1 nsec und 2 msec erfolgen, wobei der Impulsabstand der Mikrowellenimpulse
typisch zwischen 100 nsec und 2 msec liegt.
[0019] Die zugeführte Mikrowellenenergie wird unmittelbar zur gleichzeitigen und gleichmäßigen
Zündung des gesamten Kraftstoff-Luft-Gemisches verwendet. Durch die in Bezug auf die
Geschwindigkeit der Kolbenbewegung verhältnismäßig kurze Impulsdauer ist die Veränderung
des Volumens des Verbrennungsraums während der Impulsdauer vernachlässigbar klein.
Die Leistung des Mikrowellenimpulses muss ausreichend hoch gewählt werden, damit genügend
Zündenergie in den Verbrennungsraum eingekoppelt wird.
[0020] Durch die zugeführte Mikrowellenenergie werden die im Kraftstoff-Luft-Gemisch vorhandenen
Kraftstofftröpfchen bis zur Zündtemperatur erhitzt und dadurch das Gemisch gezündet.
Im Gegensatz zum Stand der Technik wird bei der vorliegenden Erfindung die Erzeugung
eines Plasmas vermieden.
[0021] Im Gegensatz zu den bekannten Zündsystemen erfolgt bei der vorliegenden Erfindung
die Zündung nicht an einem einzigen vorgegebenen Ort im Verbrennungsraum und muss
sich daher auch nicht anschließend verhältnismäßig langsam ausbreiten, sondern im
gesamten Verbrennungsraum das gesamte Kraftstoff-Luft-Gemisch nahezu gleichzeitig
und gleichmäßig gezündet.
[0022] Bei den bekannten Zündverfahren läuft der Verbrennungsprozess des Kraftstoff-Luft-Gemisches
im Verbrennungsmotor in zwei Phasen ab: In der ersten, verhältnismäßig langsamen,
so genannten laminaren Phase begrenzt die laminare Flammgeschwindigkeit im Wesentlichen
die Geschwindigkeit des Verbrennungsprozesses des Motors und damit die Effizienz.
Typische laminare Flammgeschwindigkeiten insbesondere von modernen Verbrennungsmotoren
mit abgemagerten Gemischzusammensetzungen betragen etwa 10 cm/sec. An die laminare
Phase schließt sich die so genannte turbulente Verbrennungsphase als zweite Phase
an. Unter dem Gesichtspunkt einer möglichst hohen Effizienz sollte stets möglichst
schnell die zweite turbulente Verbrennungsphase erreicht werden. Hierauf konzentrieren
sich auch einige Bemühungen aus dem Stand der Technik, bei denen aber nach wie vor
für das Erreichen der zweiten Phase der Ablauf der ersten Phase erforderlich ist.
[0023] Im Gegensatz dazu wird gemäß der vorliegenden Erfindung die erste, langsame laminare
Verbrennungsphase vollständig übersprungen und die Zündung führt unmittelbar zur zweiten,
schnellen turbulenten Verbrennungsphase.
[0024] Die Erfindung betrifft auch eine Zündvorrichtung zum Ausführen des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Als elektrische Energieversorgungsquelle kommt dabei vorzugsweise ein
Impuls-Hochspannungsnetzteil in Betracht, welches die für die Mikrowellenimpulse erforderliche
Energie bereitstellt. Als Mikrowellenquelle kann beispielsweise ein Magnetron, Klystron,
Gyrotron, eine Wanderfeldröhre (Travelling Wave Tube, TWT) oder dergleichen eingesetzt
werden. Eventuelle Mikrowellenverbindungen sind hinsichtlich ihrer Abmessungen an
die Wellenlänge der Mikrowellenquelle anzupassen, um Reflektionen und Leitungsverluste
möglichst klein zu halten. Gegebenenfalls kann die Mikrowellenleitung auch flexibel
ausgestaltet sein.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen der Mikrowellenquelle
und dem Mikrowellenfenster eine Koppeleinrichtung angeordnet, welche einerseits die
von der Mikrowellenquelle gesendeten Mikrowellen an das Mikrowellenfenster überträgt,
andererseits die vom Verbrennungsraum reflektierten Mikrowellen aber nicht zurück
in die Mikrowellenquelle überträgt. Insbesondere kann diese Koppeleinrichtung ein
Dreitor aufweisen, insbesondere einen Zirkulator, an dessen erstem Tor die Mikrowellenquelle,
dessen zweitem Tor das Mikrowellenfenster und dessen drittem Tor ein vorzugsweise
passiver Mikrowellenverbraucher angeschlossen ist. Der Zirkulator hat die Funktion,
Mikrowellenenergie von der Mikrowellenquelle zum Verbrennungsraum weiterzuleiten und
gleichzeitig die vom Verbrennungsraum zurückgestrahlte Mikrowellenenergie zum passiven
Mikrowellenverbraucher umzuleiten, der die vom Verbrennungsraum reflektierte Mikrowellenenergie
absorbiert. Dadurch wird die Mikrowellenquelle vor den reflektierten Mikrowellenstrahlen
geschützt. Der Zirkulator kann, um die Funktion der Reduktion von zurückgestrahlter
Mikrowellenenergie zu verbessern, einen gasgefüllten Entlader enthalten.
[0026] Das Mikrowellenfenster ist für die Mikrowellenenergie im Wesentlichen durchlässig,
insbesondere kann auch eine hohe Mikrowellenleistung hindurchtransportiert werden,
und dichtet andererseits den Verbrennungsraum nach außen ab. Eine mögliche Ausführungsform
des Mikrowellenfensters besteht in einer keramischen Scheibe, einer Scheibe aus Saphirglas
oder einem anderen geeigneten Werkstoff. Das Mikrowellenfenster kann darüber hinaus
beispielsweise flächige oder auch dreidimensionale Strukturen aufweisen, vorzugsweise
an der Oberfläche, beispielsweise durch Aufbringen einer metallischen Struktur, durch
welche eine vorgebbare Abstrahlcharakteristik der Mikrowellenenergie in den Verbrennungsraum
hinein gewährleistet ist.
[0027] Der Erfindung betrifft auch einen Motor mit einer Zündvorrichtung, die nach dem erfindungsgemäßen
Zündverfahren arbeitet. Bei einer besonderen Ausführungsart handelt es sich um einen
Otto-Motor, Wankel-Motor, SIDI-(Spark Ignition Direct Injection)-Motor oder Diesel-Motor,
bei dem ein Kraftstoff-Luft-Gemisch im Verbrennungsraum gezündet wird.
[0028] Die vorliegende Erfindung führt zu einer optimalen Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
in einem erfindungsgemäßen Motor dadurch, dass im gesamten Verbrennungsraum durch
die gleichzeitige und gleichmäßige Zündung und Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
keine erste, langsame laminare Verbrennungsphase entsteht, sondern die zweite, schnelle
turbulente Verbrennungsphase beim Zünden unmittelbar gestartet wird. Hierzu werden
im gesamten Verbrennungsraum kleine turbulente, sich unabhängig voneinander ausbreitende
Zünd- und Verbrennungszonen erzeugt, nahezu gleichzeitig in sehr großer Anzahl. Dementsprechend
wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch im gesamten Verbrennungsraum nahezu gleichzeitig
gezündet und anschließend verbrannt.
[0029] Durch die Verwendung mehrerer Mikrowellenimpulse werden die im Kraftstoff-Luft-Gemisch
vorhandenen Kraftstofftröpfchen stufenweise bis zum Erreichen der Zündtemperatur erhitzt.
Dadurch werden die grundsätzlich unerwünschten unterschiedlichen Temperaturbereiche
im Verbrennungsraum vermieden, denn die stufenweise Anhebung der Temperatur führt
zu einer Vergleichmäßigung und damit im Endeffekt zu einer praktisch gleichzeitigen
und gleichförmigen Zündung des gesamten Gemisches im Verbrennungsraum. Außerdem wird
durch die Mehrfachimpulse die grundsätzlich ebenfalls unerwünschte Plasmaerzeugung
verhindert.
[0030] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere
Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen
und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein.
- Fig. 1
- zeigt schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Zündvorrichtung,
- Fig. 2 bis 4
- zeigen die Leistung eines Motors in Abhängigkeit von der Reduzierung der Kraftstoffmenge
im Kraftstoff-Luft-Gemisch (Abmagerung), und
- Fig. 5
- zeigt den CO-Gehalt eines Motors in Abhängigkeit von der Abmagerung.
[0031] Die Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Zündvorrichtung 1
für einen ebenfalls nur schematisch dargestellten Motor 2, von dem nur der Zylinder
3 und der sich darin Auf und Ab bewegende Kolben 4 dargestellt ist. Der Kolben 4 und
der Zylinder 3 begrenzen den Verbrennungsraum 5, in dem sich idealerweise gleichverteilt
ein Kraftstoff-Luft-Gemisch befindet. In der Darstellung der Fig. 1 befindet sich
der Kolben 4 annähernd im oberen Totpunkt.
[0032] Die Zündvorrichtung 1 umfasst zunächst ein Impuls-Hochspannungsnetzteil 6, mit dessen
Energie die Mikrowellenquelle 7 betrieben wird. Ein erstes Stück einer vorzugsweise
biegsamen Mikrowellenleitung 8 ist flanschartig mit einem ersten Anschlussflansch
9 des Zirkulators 10 verbunden. Auf der dem ersten Anschlussflansch 9 gegenüberliegenden
Seite weist der Zirkulator 10 einen zweiten Anschlussflansch 11 auf, der flanschartig
mit einer zweiten Mikrowellenleitung 12 verbunden ist, die ebenfalls vorzugsweise
biegsam ist und zu dem Mikrowellenfenster 13 führt.
[0033] Das Mikrowellenfenster 13 ist derart an der Mantelfläche des Zylinders 3 festgelegt,
dass die Einstrahlung der Mikrowellen so in den Verbrennungsraum 5 erfolgt, dass sich
eine möglichst homogene Energiedichteverteilung im Verbrennungsraum 5 ergibt. In einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht das Mikrowellenfenster 13 aus einer keramischen
Scheibe, die derart in dem Zylinder 3 eingefügt ist, dass der Verbrennungsraum 5 nach
außen abgedichtet ist. Das Mikrowellenfenster 13 kann insbesondere auf seiner dem
Verbrennungsraum 5 zugewandten Seite Strukturen 14 aufweisen, durch die eine diffuse
Einstrahlungscharakteristik der Mikrowellen in den Verbrennungsraum 5 gewährleistet
ist.
[0034] Durch den Zirkulator 10 wird entsprechend dem durch den Pfeil 15 repräsentierten
Energiefluss die über den ersten Anschlussflansch 9 zugeführte Mikrowellenenergie
praktisch ungedämpft über den zweiten Anschlussflansch 11 dem Mikrowellenfenster 13
zugeführt und damit in den Verbrennungsraum 5 eingekoppelt. Im Verbrennungsraum 5
auftretende Reflektionen können zu einer Rückstrahlung von Mikrowellenenergie über
die zweite Mikrowellenleitung 12 und in den zweiten Anschlussflansch 11 führen. Der
Zirkulator 10 gewährleistet in diesem Fall allerdings eine Ableitung der Mikrowellenenergie
gemäß dem Pfeil 16, nämlich nicht zurück in den ersten Anschlussflansch 9, sondern
über einen dritten Anschlussflansch 17, an den eine dritte Mikrowellenleitung 18 angeschlossen
ist, die den reflektierten Energiestrom zu einem passiven Mikrowellenverbraucher 19
führt. Die Anschlussflansche 9, 11, 17 des Zirkulators 10 können auch entgegen der
Darstellung in der Fig. 1 jeweils in einem Winkelabstand von 120° symmetrisch angeordnet
sein.
[0035] Das erfindungsgemäße Zündverfahren wurde mit einer erfindungsgemäßen Zündvorrichtung
an einem Verbrennungsmotor getestet. Es handelte sich dabei um einen Viertakt Otto-Motor
mit vier Zylindern und einem Volumen von 1.300 cm
3. Die Motorleistung betrug 63 PS/46,6 kW. Beim Betrieb mit einem konventionellen Zündsystem
betrug der Kraftstoffverbrauch etwa 6,5 Liter je 100 km.
[0036] Bei diesem Serienmotor wurden die Zündkerzen entfernt und an deren Stelle keramische
Scheiben als Dichtungen und als Mikrowellenfenster eingesetzt. Der Aufbau der Zündvorrichtung
1 entsprach dem der Fig. 1. Der Verbrennungsmotor war mechanisch mit einem elektrischen
Generator verbunden, damit war es möglich, die Motorleistung zu bestimmen.
An dem Generator war ein ohmscher Verbraucher angeschlossen, der sich in einem Wasserkaloriemeter
befand.
[0037] Die Figuren 2 bis 4 zeigen die Leistung des Motors in Abhängigkeit von der Reduzierung
der Kraftstoffmenge im Kraftstoff-Luft-Gemisch (Abmagerung) in drei unterschiedlichen
Betriebsbereichen, nämlich bei Volllast (Fig. 2), Halblast (Fig. 3) und Drittellast
(Fig. 4.). Der Faktor der Abmagerung ist dabei als der Bruchteil zu verstehen, auf
den der Kraftstoffanteil reduziert wurde, in den Darstellungen der Figuren 2 bis 4
ausgehend von 1/1 bis zu 1/4,5-tel. Dabei zeigt sich, dass bei einem Betrieb mit der
erfindungsgemäßen Zündvorrichtung der Kraftstoffanteil im Gemisch selbst bei Volllast
um den Faktor 3 abgemagert werden kann, ohne dass die Leistung reduziert ist; bei
Drittellast beträgt dieser Faktor sogar 3,5.
[0038] Die Fig. 5 zeigt die Reduzierung des Kohlenmonoxid (CO)-Gehalts in den Abgasen des
erfindungsgemäßen Motors in Abhängigkeit von der Konzentration des Kraftstoffs im
Kraftstoff-Luft-Gemisch. Selbst beim Faktor 1 ist die Konzentration von CO mit 0,05
Vol% deutlich geringer als beim Standardmotor mit herkömmlicher Zündvorrichtung, wo
dieser Wert etwa 0,20 Vol% beträgt. Bei einer Abmagerung um den Faktor 3 lässt sich
der CO-Gehalt noch einmal herabsetzen bis auf 0,02 Vol%. Dies bedeutet eine Reduzierung
des CO-Ausstoßes um den Faktor 10. Bei annähernd gleicher Leistung betrug der Verbrauch
mit dem erfindungsgemäßen Zündverfahren nur etwa 2,3 Liter Otto-Kraftstoff auf 100
km, mithin nur noch etwa ein Drittel gegenüber dem Verbrauch mit konventionellem Zündverfahren.
1. Verfahren zum Zünden der Verbrennung eines Kraftstoffes in einem Verbrennungsraum
(5) eines Motors (2) durch Einkoppeln von in einer Mikrowellenquelle (7) außerhalb
des Verbrennungsraums (5) erzeugter Mikrowellenstrahlung in den Verbrennungsraum (5),
wobei die eingekoppelte Mikrowellenstrahlung von dem im Verbrennungsraum (5) verteilten
Kraftstoff absorbiert wird, und wobei durch den aufgrund der Absorption entstehenden
Energieeintrag in den Kraftstoff sich die Verbrennung großvolumig im Verbrennungsraum
(5) verteilt, im Wesentlichen gleichzeitig gezündet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenstrahlung in Form von 2 bis 10 Mikrowellenimpulsen mit einer Impulsdauer
zwischen 1 ns und 2 ms, einem Impulsabstand zwischen 100 ns und 2 ms und hoher Energie
mit einer Leistung der Mikrowellenpulse zwischen 1 kW und 70 kW eingekoppelt wird,
dass für den Zündvorgang mehrere Mikrowellenpulse eingekoppelt werden, wobei durch
einen schrittweisen Energieeintrag eine Nivellierung der Temperaturerhöhung des im
Verbrennungsraum (5) verteilten Kraftstoffes bis hin zur Zündtemperatur gewährleistet
wird, so dass die Verbrennung im gesamten Verbrennungsraum (5) gleichmäßig verteilt
gezündet wird, und dass durch die Wahl der Zeitdauer der Einkopplung der Mikrowellenstrahlung,
deren Leistung und gegebenenfalls der Impulsdauer und des Impulsabstandes die Entstehung
eines für die Mikrowelleneinkopplung hinderlichen Plasmas im Verbrennungsraum (5)
verhindert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig vom Betriebszustand des Motors (2) und der Leistungsanforderung an den Motor
(2) die Anzahl der Mikrowellenimpulse, und/oder deren Leistung, und/oder deren Impulsdauer,
und/oder deren Zeitpunkt gesteuert wird.
3. Vorrichtung (1) zum Zünden der Verbrennung eines Kraftstoffes in einem Verbrennungsraum
(5) eines Motors (2), wobei die Vorrichtung (1) eine außerhalb des Verbrennungsraums
(5) angeordnete Mikrowellenquelle (7) und ein mit der Mikrowellenquelle (7) verbundenes
Mikrowellenfenster (13) aufweist, und wobei über das Mikrowellenfenster (13) die Mikrowellenstrahlung
in den Verbrennungsraum (5) einkoppelbar ist, so dass die eingekoppelte Mikrowellenstrahlung
von dem im Verbrennungsraum (5) verteilten Kraftstoff absorbierbar ist, und durch
den aufgrund der Absorption entstehenden Energieeintrag in den Kraftstoff die Verbrennung
großvolumig im Verbrennungsraum (5) verteilt, im Wesentlichen gleichzeitig zündbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenstrahlung in Form von 2 bis 10 Mikrowellenimpulsen mit einer Impulsdauer
zwischen 1 ns und 2 ms, einem Impulsabstand zwischen 100 ns und 2 ms und hoher Energie
mit einer Leistung der Mikrowellenimpulse zwischen 1 kW und 70 kW eingekoppelt ist,
dass für den Zündvorgang mehrere Mikrowellenimpulse einkoppelbar sind, wobei durch
einen schrittweisen Energieeintrag eine Nivellierung der Temperaturerhöhung des im
Verbrennungsraum (5) verteilten Kraftstoffes bis hin zur Zündtemperatur gewährleistet
ist, so dass die Verbrennung im gesamten Verbrennungsraum (5) gleichmäßig verteilt
zündbar ist, und dass durch die Wahl der Zeitdauer der Einkopplung der Mikrowellenstrahlung,
deren Leistung und gegebenenfalls der Impulsdauer und des Impulsabstandes die Entstehung
eines für die Mikrowelleneinkopplung hinderlichen Plasmas im Verbrennungsraum (5)
verhindert ist.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenquelle (7) von einer elektrischen Energieversorgungsquelle (6) gespeist
ist, die elektrische Impulse liefert, welche durch die Mikrowellenquelle (7) in Mikrowellenimpulse
umwandelbar sind.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Mikrowellenquelle (7) und dem Mikrowellenfenster (13), vorzugsweise
im Verlauf einer Mikrowellenleitung (8, 12), eine Koppeleinrichtung (10) angeordnet
ist, welche die von der Mikrowellenquelle (7) gesendeten Mikrowellen an das Mikrowellenfenster
(13) überträgt, die vom Verbrennungsraum (5) reflektierten Mikrowellen aber nicht
zurück in die Mikrowellenquelle (7) überträgt.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung (10) ein Dreitor aufweist, insbesondere einen Zirkulator (10),
an dessen erstem Tor die Mikrowellenquelle (7), dessen zweitem Tor das Mikrowellenfenster
(13) und dessen drittem Tor ein vorzugsweise passiver Mikrowellenverbraucher (19)
angeschlossen ist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrowellenfenster (13) einen keramischen Werkstoff aufweist oder vollständig
aus einem keramischen Werkstoff besteht.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenquelle (7) mit dem Mikrowellenfenster (13) durch eine vorzugsweise
biegsame Mikrowellenleitung (8, 12) verbunden ist.
9. Motor (2) mit einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8 zum Zünden der
Verbrennung eines Kraftstoffes in einem Verbrennungsraum (5) des Motors (2).
10. Motor (2) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um einen Otto-Motor, Wankel-Motor, SIDI-(Spark Ignition Direct Injection)-Motor
oder Diesel-Motor handelt und dass ein Kraftstoff-Luft-Gemisch im Verbrennungsraum
(5) gezündet wird.
1. Process for ignition of combustion of a fuel in a combustion chamber (5) of an engine
(2) by injecting microwave radiation generated in a microwave source (7) outside of
the combustion chamber (5) into the combustion chamber (5), whereby the injected microwave
radiation is being absorbed by the fuel distributed in the combustion chamber (5),
and whereby the combustion spreads over a large volume of the combustion chamber (5)
by reasons of the energy input to the fuel due to absorption, being ignited essentially
at the same time, characterized in that the microwave radiation is introduced by 2 to 10 microwave radiation pulses with
a pulse duration between 1 ns and 2 ms, with a pulse spacing of 100 ns to 2 ms and
with a high energy with a power of the microwave radiation pulses between 1 kW and
70 kW, that for the ignition process several microwave pulses are injected, whereby
a gradual energy input is performed to guarantee a levelling of the temperature increase
of the fuel distributed in the combustion chamber (5) up to the ignition temperature
in such, that the combustion in the combustion chamber (5) is ignited equally distributed,
and that a formation of a plasma being obstructive to the introduction of microwave
radiation into the combustion chamber (5) is prevented by the choice of the time duration
of the injection of the microwave radiation, its power and optionally the pulse duration
and the pulse spacing.
2. Process according to claim 1, characterized in that the number of microwave radiation pulses and/or their power and/or their pulse duration
and/or their instant is controlled depending on the operational state of the engine
(2) and the power demand on the engine (2).
3. Device (1) for igniting the combustion of a fuel in a combustion chamber (5) of an
engine (2), whereby the device (1) comprises a microwave source (7) located outside
the combustion chamber (5) and a microwave window (13) connected to the microwave
source (7), and whereby the microwave radiation is injectable to the combustion chamber
(5) by passing through the microwave window (13) in such, that the microwave radiation
injected is absorbable by the fuel distributed in the combustion chamber (5), and
by the energy input to the fuel due to absorption the combustion is distributed over
a large volume of the combustion chamber (5), being ignitable basically at the same
time, characterized in that the microwave radiation is injected by 2 to 10 microwave radiation pulses with a
pulse duration between 1 ns and 2 ms, with a pulse spacing of 100 ns to 2 ms an with
a high energy with a power of the microwave radiation pulses between 1 kW and 70 kW,
that for the ignition process several microwave radiation pulses are introducible,
whereby a gradual energy input is performed to guarantee a levelling of the temperature
increase of the fuel distributed in the combustion chamber (5) up to the ignition
temperature in such, that the combustion in the combustion chamber (5) is ignitable
equally distributed and that a formation of a plasma being obstructive to the introduction
of microwave radiation into the combustion chamber (5) is prevented by the choice
of the time interval of the injection of the microwave radiation, its power and optionally
the pulse duration and the pulse spacing.
4. Device (1) according to claim 3, characterized in that the microwave radiation source (7) is supplied by an electrical power supply source
(6) which delivers electrical pulses which can be converted into microwave pulses
by the microwave source (7).
5. Device (1) according to claim 3 or 4, characterized in that between the microwave source (7) and the microwave window (13), preferably over the
course of the microwave line (8, 12), a coupling means (10) is arranged, which transmits
the microwave radiation emitted by the microwave source (7) to the microwave window
(13), but which does not transmit the microwave radiation reflected by the combustion
chamber (5) back to the microwave source (7).
6. Device (1) according to claim 5, characterized in that the coupling means (10) has a triple port, especially a circulator (10) with a microwave
source (7) connected to its first port, a microwave window (13) connected to its second
port, and a preferably passive microwave consumer (19) is connected to its third port.
7. Device (1) according to any of the claims 3 to 6, characterized in that the microwave window (13) comprises a ceramic material or consists completely of
a ceramic material.
8. Device (1) according to any of the preceding claims 3 to 7, characterized in that the microwave source (7) is connected to the microwave window (13) by a preferably
flexible microwave line (8, 12).
9. Engine (2) with a device (1) according to any of the preceding claims 3 to 8 for ignition
of the combustion of fuel in a combustion chamber (5) of an engine (2).
10. Engine (2) according to claim 9, characterized in that it is an Otto engine, SIDI (spark ignition direct injection) engine or diesel engine
and that a fuel-air mixture is ignited in the combustion chamber (5).
1. Procédé pour réaliser l'allumage de la combustion d'un carburant dans une chambre
de combustion (5) d'un moteur (2) par injection dans la chambre de combustion (5)
d'un rayonnement micro-ondes généré dans une source de micro-ondes (7) à l'extérieur
de la chambre de combustion (5), selon lequel le rayonnement micro-ondes injecté est
absorbé par le carburant réparti dans la chambre de combustion (5), et selon lequel,
en raison de l'apport d'énergie dans le carburant résultant de l'absorption, la combustion
est répartie dans un grand volume dans la chambre de combustion (5) et allumée d'une
manière sensiblement simultanée, caractérisé en ce que le rayonnement micro-ondes est injecté sous la forme de 2 à 10 impulsions micro-ondes
ayant une durée d'impulsion comprise entre 1 ns et 2 ms, un intervalle d'impulsions
compris entre 100 ns et 2 ms et une énergie élevée avec une puissance des impulsions
micro-ondes comprise entre 1 kW et 70 kW, que plusieurs impulsions micro-ondes sont
injectées pour le processus d'allumage, un nivellement de l'augmentation de température
du carburant réparti dans la chambre de combustion (5) jusqu'à la température d'allumage
étant assuré par un apport d'énergie progressif, de sorte que la combustion est allumée
d'une manière uniformément répartie dans toute la chambre de combustion (5), et que
par le choix de la durée de l'injection du rayonnement micro-ondes, de sa puissance
et, le cas échéant, de la durée d'impulsion et de l'intervalle d'impulsions, on empêche
la formation, dans la chambre de combustion (5), d'un plasma qui fait obstacle à l'injection
de micro-ondes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le nombre d'impulsions micro-ondes et/ou leur puissance et/ou leur durée d'impulsion
et/ou leur moment sont commandés en fonction de l'état de fonctionnement du moteur
(2) et de la puissance demandée au moteur (2).
3. Dispositif (1) pour réaliser l'allumage de la combustion d'un carburant dans une chambre
de combustion (5) d'un moteur (2), le dispositif (1) présentant une source de micro-ondes
(7) disposée à l'extérieur de la chambre de combustion (5) et une fenêtre à micro-ondes
(13) reliée à la source de micro-ondes (7), et le rayonnement micro-ondes pouvant
être injecté dans la chambre de combustion (5) par l'intermédiaire de la fenêtre à
micro-ondes (13), de sorte que le rayonnement micro-ondes injecté peut être absorbé
par le carburant réparti dans la chambre de combustion (5), et que, en raison de l'apport
d'énergie dans le carburant résultant de l'absorption, la combustion est répartie
dans un grand volume dans la chambre de combustion (5) et peut être allumée d'une
manière sensiblement simultanée, caractérisé en ce que le rayonnement micro-ondes est injecté sous la forme de 2 à 10 impulsions micro-ondes
ayant une durée d'impulsion comprise entre 1 ns et 2 ms, un intervalle d'impulsions
compris entre 100 ns et 2 ms et une énergie élevée avec une puissance des impulsions
micro-ondes comprise entre 1 kW et 70 kW, que plusieurs impulsions micro-ondes peuvent
être injectées pour le processus d'allumage, un nivellement de l'augmentation de température
du carburant réparti dans la chambre de combustion (5) jusqu'à la température d'allumage
étant assuré par un apport d'énergie progressif, de sorte que la combustion peut être
allumée d'une manière uniformément répartie dans toute la chambre de combustion (5),
et que par le choix de la durée de l'injection du rayonnement micro-ondes, de sa puissance
et, le cas échéant, de la durée d'impulsion et de l'intervalle d'impulsions, on empêche
la formation, dans la chambre de combustion (5), d'un plasma qui fait obstacle à l'injection
de micro-ondes.
4. Dispositif (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la source de micro-ondes (7) est alimentée par une source d'alimentation électrique
(6) qui fournit des impulsions électriques qui peuvent être converties en impulsions
micro-ondes par la source de micro-ondes (7).
5. Dispositif (1) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'entre la source de micro-ondes (7) et la fenêtre à micro-ondes (13), de préférence
le long de la ligne à micro-ondes (8, 12), est disposé un dispositif de couplage (10)
qui transmet les micro-ondes transmises par la source de micro-ondes (7) à la fenêtre
à micro-ondes (13) mais ne retransmet pas les micro-ondes réfléchies par la chambre
de combustion (5) à la source de micro-ondes (7).
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de couplage (10) présente une jonction à trois ports, en particulier
un circulateur (10), au premier port duquel est connectée la source de micro-ondes
(7), au deuxième port duquel la fenêtre à micro-ondes (13) et au troisième port duquel
un consommateur de micro-ondes (19) de préférence passif.
7. Dispositif (1) selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que la fenêtre à micro-ondes (13) présente un matériau céramique ou est entièrement constituée
d'un matériau céramique.
8. Dispositif (1) selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que la source de micro-ondes (7) est reliée à la fenêtre à micro-ondes (13) par une ligne
à micro-ondes (8, 12) de préférence flexible.
9. Moteur (2) doté d'un dispositif (1) selon l'une des revendications 3 à 8 pour allumer
la combustion d'un carburant dans une chambre de combustion (5) du moteur (2).
10. Moteur (2) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un moteur à essence, d'un moteur Wankel, d'un moteur SIDI (Spark Ignition
Direct Injection) ou d'un moteur diesel et qu'un mélange air-carburant est allumé
dans la chambre de combustion (5).