| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 699 319 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.12.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH2003/000837 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2005/058097 (30.06.2005 Gazette 2005/26) |
|
| (54) |
SITZ- ODER LIEGEMÖBEL
SEATING OR RECLINING FURNITURE
MEUBLE PERMETTANT DE S' ASSOIR OU DE SE COUCHER
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
| (73) |
Patentinhaber: De Sede AG |
|
5313 Klingnau (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- DE RUITER, Hugo
NL-5615 HH Eindhoven (NL)
|
| (74) |
Vertreter: Sutter, Kurt et al |
|
E. Blum & Co. AG
Vorderberg 11 8044 Zürich 8044 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 20 204 759
|
DE-U1- 9 404 758
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Hintergrund
[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit einer Sitz- und/oder Liegefläche gemäss Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Aus
WO 03/030689 ist 50 ein Sofa bekannt, bei welchem eine oder mehrere Rückenlehnen entlang einer
kreisabschnittsförmigen Schiene verstellbar sind.
EP-A-309 021 zeigt ebenfalls ein Sofa mit verschieden positionierbaren einzelnen Rückenlehnen.
DE-U-202 17 809 zeigt eine einzelne schwenkbare Rückenlehne eines Sofas, welche z.B. entlang einer
Schiene verfahrbar und positionierbar ist. Aus
US-A-2003/0061655 ist ein Sofa oder Bett mit einer verschwenkbaren, wahlweise an einer oder der anderen
Längsseite positionierbaren Rückenlehne bekannt.
DE-U-89 01 762 zeigt ein Sofa mit zwei schwenkbaren starren Lehnenteilen, die formangepasst an die
z.T. kreisbogenförmige Sitzfläche ausgeführt und an dieser in verschiedenen Stellungen
positionierbar sind. Dadurch kann die Sitzmöglichkeit um 180° geändert werden.
DE-U-94 04 758 schliesslich zeigt ein Sofa mit feststehender Rückenlehne, an welcher Kissen verstellbar
befestigt sind.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Sitz- oder Liegemöbel mit verschieden
positionierbarer Lehne zu verbessern.
[0004] Dies wird bei einem Möbel der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 erreicht.
[0005] Dadurch, dass die mindestens eine Rückenlehne oder Armlehne in sich selber gelenkig
und/oder flexibel ausgestaltet ist, so dass sie sich beim Positionieren entlang der
Sitzfläche gesteuert an diese anpasst, kann eine weitgehend freie Form der Sitzfläche
gewählt werden und trotzdem kann die Rückenlehne an beliebiger Stelle der Sitz- bzw.
Liegefläche positioniert werden. Die Beschränkung auf einfach kreisbogenförmige Konturen
der Sitzfläche entfällt und deren Umfang kann dort, wo die Rückenlehne oder Armlehne
positionierbar ist, konvex oder konkav verlaufende Abschnitte aufweisen.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist dann die Sitzfläche sowohl konkav (eingebuchtet)
wie konvex (ausgebuchtet) verlaufende Abschnitte der Umfangskontur auf und vorzugsweise
ist die Rückenlehne bzw. sind die Rückenlehnen entlang des gesamten Umfanges der Sitz-
bzw. Liegefläche positionierbar. Damit kann ein Sofa mit um 180° unterschiedlicher
Sitzrichtung und unterschiedlicher Form der freien Sitzfläche geschaffen werden. Bevorzugterweise
übergreift die Rückenlehne die Sitzfläche. Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn die Rückenlehne
die Stirnseite der Sitzfläche überdeckt, insbesondere vollständig überdeckt. Auf diese
Weise können die Steuermittel, die die Biegebewegung der Rückenlehne steuern, nicht
sichtbar sein. Insbesondere ist dies weiter der Fall, wenn die Steuermittel unter
der Sitzfläche angeordnet sind. Als Steuermittel sind vorzugsweise mindestens eine
Schiene vorgesehen, auf der pro Rückenlehne mindestens zwei Wagen gleitend oder rollend
bewegbar sind, welche mit der Rückenlehne verbunden sind. Vorzugsweise sind die Steuermittel
so ausgeführt, dass sie nicht nur die Biegebewegung der Rückenlehne beim Verfahren
derselben steuern, sondern die Rückenlehne auch tragen und gegen die beim Anlehnen
von Benützern des Möbels an die Rückenlehne auftretenden Kräfte abstützen. Vorzugsweise
ist ferner jede Rückenlehne aus 5 oder 7 Elementen gebildet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0007] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Dabei zeigen
Figur 1 eine Ansicht eines als Sofa ausgebildeten Möbels gemäss der Erfindung mit
zwei Rückenlehnen;
Figur 2 das Möbel von Figur 1 mit gegenüber Figur 1 verschieden positionierten Rückenlehnen;
Figur 3 das Möbel von Figur 1 bzw. Figur 2 mit weiter verschieden positionierten Rückenlehnen;
Figur 4 eine vereinfachte Seitenansicht einer Rückenlehne und eines Teils der Sitzfläche
und einer Schiene und eines Wagens als Steuermittel;
Figur 5 eine schematische Ansicht des Aufbaus eines Sofas mit einer Schiene und einer
entlang dieser verfahrbaren Rückenlehne;
Figur 6 eine Darstellung eines Teils der Rükkenlehne;
Figur 7 einen Teil der Rückenlehne und des Steuermittels;
Figur 8 einen Wagen; und
Figur 9 ein Gleit- und Abstützstück für den Wagen von Figur 8.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0008] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
[0009] Die Figuren 1 bis 3 zeigen in schaubildlicher Darstellung eine Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Sitz- und/oder Liegemöbels als Sofa. Dies ist eine bevorzugte Ausführungsform,
es sind indes auch Ausführungen als reines Liegemöbel (Bett) oder als kleineres Sitzmöbel
möglich, welches ein Liegen von der Grösse her nicht erlaubt. Das gezeigte Sofa 1
weist eine Sitzfläche 2 auf, welche auf einem Untergestell mit den Füssen 8 ruht.
Im gezeigten Beispiel sind zwei Rückenlehnen 3 und 4 vorgesehen, wobei dies nur als
Beispiel zu verstehen ist, da auch nur eine Rückenlehne oder mehr als zwei Rückenlehnen
vorgesehen sein könnten. Erfindungsgemäss können nun die Rückenlehnen an verschiedenen
Bereichen des Umfanges 5 des Sofas positioniert werden und biegen sich entlang des
Verstellweges so, dass sie sich an die Form des Umfanges bzw. die Umfangskontur der
Sitz- und/oder Liegefläche anpassen. In den Figuren 1 bis 3 ist dies gut ersichtlich,
indem die Rückenlehnen 3, 4 aus der Stellung von Figur 1 in Richtung der dort gezeigten
Pfeile verschoben werden, wobei sich die Rückenlehne 3 entsprechend der stark gekrümmten
Umfangskontur des Abschnittes 32 des Randes 5 biegt und sich entsprechend an die Form
der Sitz-und/oder Liegefläche anpasst. Dasselbe geschieht bei der Rückenlehne 4, welche
sich an die weniger stark, aber ebenfalls konvex gekrümmte Umfangskontur des Abschnittes
31 des Randes anpasst. Aus der Stellung der Rückenlehnen von Figur 2 werden diese
dann in Richtung der Pfeile von Figur 2 verfahren, wodurch die Rückenlehne 4 in die
in Figur 3 gezeigte Stellung zurückgefahren wird und die Rückenlehne 3 weiter entlang
des Umfanges 5 verfahren wird und in den konkav verlaufenden Bereich 30 des Umfanges
gelangt und sich auch an diesen anpasst. Natürlich sind die gezeigten Positionen für
die Rückenlehnen nur als Beispiel zu verstehen und es kann bevorzugterweise jede Rückenlehne
vollständig um die Sitz- und/oder Liegefläche 2 herumgefahren werden und passt sich
auf dem ganzen Verfahrweg an die Umfangskontur derselben an. So könnte z.B. ausgehend
von Figur 3 die Rückenlehne 4 wieder gemäss dem in Figur 3 gezeigten Pfeil verfahren
werden, bis sie an die Rückenlehne 3 anschliesst, so dass sich ein Sofa wieder mit
geschlossener durchgehender Rükkenlehne wie in Figur 1 bildet, bei dem aber die Sitzposition
um 180° verschieden ist, da auch die Rückenlehnen in eine um 180° verschiedene Position
verfahren worden sind. Es ist auch möglich, den Verfahrweg einer oder mehrerer Rückenlehnen
zu beschränken, doch ist, wie erwähnt, ein vollständiges Verfahren um die Sitz- und/oder
Liegefläche herum bevorzugt. Es ist auch eine Ausgestaltung möglich, bei der eine
oder mehrere Rückenlehnen fix angeordnet sind und nur eine weitere oder mehrere weitere
Rückenlehnen unter Anpassung an die Umfangskontur verfahrbar sind.
[0010] Did Rückenlehnen bestehen aus mehreren gelenkig verbundenen Elementen 10, welche
beim Verfahren entlang der Umfangskontur durch Steuermittel an diese angepasst werden.
[0011] Figur 4 zeigt in ebenfalls schaubildlicher, geschnittener Darstellung einen Teil
des bereits anhand der Figuren 1 bis 3 erläuterten Ausführungsbeispiels, wobei die
Ansicht so ist, dass auf die Fläche zwischen den Abschnitten 30 und 31 der Sitz- und/oder
Liegefläche 2 blickbar ist. Ersichtlich ist damit diese Fläche 33, welche ein Teil
des gepolsterten Randes 42 der Sitz-und/oder Liegefläche 2 ist. Das Innenpolster 43
ist in der Figur 4 nicht dargestellt und würde in der Ausnehmung 2' auf einer Platte
2" liegen. Die nur teilweise dargestellte Rückenlehne 4 ist in dieser Ansicht bis
zur Fläche 33 verfahren worden und ist mit ihrer Seitenfläche 7 ersichtlich. Die Rückenlehne
4 erstreckt sich bevorzugterweise über die Sitz- und/oder Liegefläche 2 und insbesondere
über deren Rand 42, so dass dieser von der Rükkenlehne überdeckt wird. Weiter bevorzugt
ist es, wenn die Rückenlehne auch die Umfangsfläche 5 der Sitz-und/oder Liegefläche
2 überdeckt, so dass diese nur dort ersichtlich ist, wo sich die Rückenlehnen nicht
befinden. Wie in Figur 4 schematisch ersichtlich, ist nun die Rükkenlehne 4 an Wagen
16 befestigt, von denen in Figur 4 nur einer ersichtlich ist, welche Wagen 16 auf
einer Schiene 12 rollend oder gleitend verfahrbar sind, so dass durch das Verfahren
der Wagen der Rückenlehne die Form der Schiene aufgeprägt wird bzw. die Rückenlehne
entsprechend der Form der Schiene gebogen wird, so dass die Schiene 12 und die zugehörigen
Wagen in diesem Beispiel das Steuermittel zur Biegebeeinflussung der jeweiligen Rückenlehne
sind.
[0012] In den Figuren 5 bis 9 ist ein entsprechender bevorzugter Aufbau des Möbels genauer
ersichtlich. Figur 5 zeigt dabei das Untergestell des Möbels, bei dem die Schiene
12 sich als geschlossene Schiene vollständig um das Untergestell herum erstreckt und
zugleich ein tragendes Element desselben bildet. Dies ist eine bevorzugte Ausführungsform.
Die Schiene 12 könne indes auch ein separates Element sein, welches auf oder an einem
anderen tragenden Element des Untergestells befestigt ist. Wird eine nur teilweise
Verfahrbarkeit der Rückenlehne oder Rückenlehnen gewünscht, so kann die Schiene auch
nicht geschlossen sein und sich nur über die gewünschten Verfahrwegteile erstrecken.
Ersichtlich ist in Figur 5 wiederum die Formgebung der Schiene mit den verschiedenen
konvexen Abschnitten und dem einen konkaven Abschnitt. Auch diese Formgebung ist natürlich
nur als Beispiel zu verstehen. Die erfindungsgemässe Biegbarkeit der Rückenlehne erlaubt
eine grundsätzlich freie Formgebung im Rahmen der möglichen Biegbarkeit der Rückenlehne.
Diese ist wiederum von der Anzahl und Breite miteinander gelenkig verbundener Elemente
oder der Biegbarkeit eines flexiblen Elementes abhängig, was noch erläutert wird.
Das Untergestell des Möbels besteht in der gezeigten Ausführungsform neben der Schiene
aus den mit der Schiene verbundenen Verstrebungen 13 und den sich nach oben erstreckenden
Trägern 14 für die Sitz- und/oder Liegefläche 2 bzw. deren Platte 2". Weiter sind
die Füsse 8 am Untergestell befestigt. In Figur 5 ist nun die Konstruktion der einen
Rückenlehne 3 ersichtlich, wobei diese aus fünf starren Teilen 20 besteht, welche
in Verfahrrichtung gelenkig zueinander bewegbar mit Scharnieren 15 miteinander verbunden
sind, was in Figur 6 genauer dargestellt ist, wo eines der Scharniere in von starren
Teilen 20 abgehobener Darstellung gezeigt ist. Die Scharniere 15, an deren Stelle
auch andere bekannte Mittel zur gelenkigen Verbindung einsetzbar sind, erlauben es
den starren Rückenteilen 20 der Lehne 3 sich zueinander abzuwinkeln, so dass sich
die Rückenlehne 3 an die gezeigte Form der Schiene 12 und damit an die Umfangskontur
auch der Sitz- und/oder Liegefläche anpassen kann. Damit ist gesagt, dass die Form
des Verlaufs der Schiene 12 in der Regel mit der Umfangskontur der Sitz- und/oder
Liegefläche gleich sein wird. Sofern dies gewünscht ist, kann aber die Form der Schiene
auch von der Form der Sitz- und/oder Liegefläche 2 abweichen, so dass sich die Rückenlehne
an gewissen Stellen nur ungefähr an die Sitzflächenform anpasst. Durch die bevorzugte
und vorgängig gezeigte Überdeckung der Sitzfläche 2 durch die Rückenlehne entsteht
trotzdem kein unerwünschtes Loch zwischen der Sitzfläche 2 und der Rückenlehne. In
der Figur 5 und den folgenden Figuren sind weiter die Wagen 16 gezeigt, welche an
den starren Rückenlehnenteilen 20 befestigt sind und mit ihren anderen, hakenförmigen
Enden 22 die Schiene 12 übergreifen. Pro Rückenlehne sind in der Regel mindestens
drei Wagen 16 vorgesehen und zwar je endseitig und mittelseitig, so dass die von der
Schiene 12 und den Wagen 16 gebildeten Steuermitteln die Rückenlehne möglichst genau
der Schiene folgend biegen bzw. gelenkig verstellen können. Es können auch mehr Wagen
vorgesehen sein, so z.B. für jedes Teil 20 ein eigener Wagen. Die in Figur 5 gezeigte
Rückenlehne 3 weist fünf Teile 20 auf, die nicht dargestellte Rückenlehne 4 weist,
wie aus den Figuren 1-3 ersichtlich ist, sieben Teile 20 bzw. Elemente 10 auf. In
der Regel stimmen die Anzahl der Elemente 10 des Möbels mit der Anzahl der starren
Teile 20 überein. In Figur 5 ist weiter ersichtlich, dass die beiden Teile 20, welche
die Endbereiche der Rückenlehne bilden, mit Seitenteilen 17 versehen sind, welche
nach entsprechender Polsterung und dem Überziehen mit einem Bezugsmaterial, die Seitenflächen
7 der jeweiligen Rückenlehne ausbilden. Neben den dargestellten starren Rückenlehnenteilen
20 weist natürlich jede Rückenlehne eine Polsterung und ein Überzugsmaterial auf,
welche auf an sich bekannte Weise eine bequeme Rückenlehne ausbilden. Die Polsterung
kann für die jeweilige Rückkenlehne als ein Stück vorgesehen sein und muss natürlich
Elastizität aufweisen und muss zusammendrückbar sein, damit auch die Polsterung der
durch die Steuermittel aufgeprägten Bewegung der starren Teile 20 folgen kann. Die
Polsterung kann auch aus mehreren Einzelteilen bestehen, und z.B. ein einzelnes Polsterteil
für jedes Rückenlehnenteil 20 umfassen. Auch das Überzugsmaterial kann entsprechend
der einstückigen oder der mehrstückigen Polsterung gewählt werden. Vorzugsweise sind
die einzelnen Polsterteile 44 durch entsprechende Absteppungen oder Nähte 45 (Fig.
1) voneinander teilweise getrennt und auch optisch als getrennte Teile ersichtlich.
[0013] Die starren Teile 20 bilden somit eine gegen das Anlehnen durch eine Person im wesentlichen
nicht nachgebende Rückenlehne bzw. eine nur durch deren Polsterung nachgebende Rückenlehne.
[0014] Anstelle oder in Kombination mit den mehreren gelenkig verbundenen starren Teilen
20 können auch mehrere flexible Rückenlehnenteile eingesetzt werden, welche in Verfahrrichtung
biegbar und gegenüber den beim Anlehnen einer Person entstehenden Kräften möglichst
starr sind. Entsprechende Rückenlehnenteile können aus Kunststoff und/oder Kompositmaterialien
oder Metall gebildet sein.
[0015] Die Figuren 6 bis 9 zeigen, wie ein Wagen 16, der z.B. aus einem Metallteil gebildet
ist, am starren Teil 20 befestigt ist und wie bevorzugterweise Gleitteile 18 aus POM-Kunststoff
an den die Schiene 12 übergreifenden Halteteilen 22 der Wagen angeordnet sind. An
einer Befestigungsstelle 23 des Wagens kann ein Sicherungsteil 19 befestigt sein,
welches ebenfalls als Kunststoff-Gleitteil ausgestaltet ist, und welches die Schiene
untergreift, so dass die Rückenlehne gegen ein Wegnehmen von der Schiene gesichert
ist. Anstelle von Gleitteilen können auch Rollen oder Kugeln vorgesehen sein.
[0016] In der gezeigten Ausführungsform bilden die Wagen 16 des Steuermittels mit der Schiene
12 zugleich die Abstützung für die Rückenlehne 3, 4 gegen die auf sie beim Anlehnen
einer Person wirkenden Kräfte. Diese Funktion kann allerdings auch von der Steuerfunktion
getrennt sein, wie dies in Figur 4 einerseits mit der Schiene 12' angedeutet ist,
welche als zusätzliche separate Schiene die Abstützung der Rückenlehne übernehmen
würde, so dass die Schiene 12 nur die Steuerfunktion erfüllt. Eine weitere mögliche
Lösung für die Abstützung ist das Vorsehen von Füssen 38 an den Rückenlehnen, welche
sich über z.B. kugelförmige Rollen an der Fläche abstützen, auf welcher das Sofa steht.
Auch in diesem Fall würde die Schiene 12 nur die Steuerfunktion erfüllen und die Abstützung
würde über mehrere Füsse 38 pro Rückenlehne erfolgen. Bevorzugt wird indes die kombinierte
Funktion der Schiene 12 und der Wagen 16 als Steuermittel und als Abstützmittel für
die Rückenlehne.
[0017] Natürlich ist die bevorzugte gezeigte Anordnung des Steuermittels bzw. in diesem
Beispiel der Schiene 12 unter der Sitzfläche nur als Beispiel zu verstehen. Ein Steuermittel
könnte auch in Form einer Schiene an der Umfangsfläche 5 der Sitz- und/oder Liegefläche
vorgesehen sein. Auch an der Oberseite des Randes 42 der Sitzfläche 2 könnte das Steuermittel
angeordnet sein, z.B. in Form einer nutenförmigen Hohlschiene, in welche Zapfen der
Rückenlehne eingreifen, welche von der die Sitzfläche 2 überdeckenden Unterseite der
Rückenlehne abstehen. In den beiden letztgenannten Fällen wird allerdings das Steuermittel,
z.B. in der Form der erwähnten Schienen, dort sichtbar, wo sich die Rückenlehnen nicht
befinden, so dass es entsprechend als Designelement des Möbels gestaltet werden muss.
[0018] Die Erfindung ist anhand von Rückenlehnen erläutert worden; anstelle oder zusätzlich
zu Rückenlehnen kann indes auch eine Armlehne oder können Armlehnen gemäss der Erfindung
ausgestaltet und vorgesehen sein.
1. Möbel (1) mit einer Sitz- und/oder Liegefläche (2) und mindestens einer an der Sitz-
und/oder Liegefläche (2) anschliessenden Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne, welche
gegenüber der Sitz- und/oder Liegefläche derart verstellbar ist, dass sie an verschiedenen
Umfangsbereichen der Sitz- und/oder Liegefläche positionierbar ist, und mit Steuermitteln
(12, 16, 18), wobei die Steuermittel (12,16,18) eine Schiene (12) aufweisen, die im
wesentlichen denselben Verlauf wie die umfangskontur der Sitz- und/oder Liegfläche
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne aus mehreren in Verstellrichtung
gelenkig verbundenen Elementen (10) gebildet ist und dass die Schiene (12) die gewünschte
Form der Biegung der Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne bestimmt, und dass die Steuermisttel
(12,16,18) pro Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne mehrere an dieser Schiene (12) gleitend
oder rollend verfahrbare Wagen (16), die jeweils an verschiedenen Elementen (10) der
Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne befestigt sind, umfassen, so dass die mindestens
eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne bei ihrer Verstellung durch die Steuermittel
(12, 16, 18) derart biegebeeinflussbar ist, dass sich die Rückenlehne oder Armlehne
entlang des Verstellweges oder mindestens entlang eines Teils desselben, im wesentlichen
an die Umfangskontur der Sitz- und/oder Liegefläche (2) anpasst.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitz- und/oder Liegefläche (2) eine sowohl konvex wie auch konkav verlaufende
Umfangskontur (30, 31, 32) aufweist.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rückenlehne oder Armlehne entlang des gesamten Umfanges der Sitz-
und/oder Liegefläche positionierbar ist.
4. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass es zwei separat positionierbare Rückenlehnen (3, 4) oder Armlehnen aufweist.
5. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne aus separaten starren Teilen
(20) gebildet ist, die mittels Scharnieren (15) in Verstellrichtung gelenkig miteinander
verbunden sind und mit der zugehörigen Polsterung jeweils ein Element (10) bilden,
wobei die mindestens eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne insbesondere aus fünf oder
sieben Elementen (10) gebildet ist.
6. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne die Sitz- und/oder Liegefläche
(2) teilweise überdeckt.
7. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne die Umfangsfläche (5) der Sitz-
und/oder Liegefläche überdeckt, insbesondere vollständig überdeckt.
8. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (12, 16, 18) im wesentlichen unter der Sitzfläche angeordnet sind.
9. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel die Rückenlehne (3, 4) oder Armlehne auch tragen und gegen die beim
Anlehnen auftretenden Kräfte abstützen.
10. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (12) eine in sich geschlossene Schiene ist.
11. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene Teil des Unterbaus der Sitz- und/oder Liegefläche ist und insbesondere
mit Verstrebungen (13) die Basis des Möbels bildet.
12. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wagen beidseits der Schiene und oberhalb der Schiene an dieser anliegende Kunststoff-Gleitteile
(18) umfassen und insbesondere ein unter die Schiene greifendes weiteres Kunststoff-Gleitteil
(19) umfassen.
1. Furniture (1) with a seating and/or reclining surface (2) and at least one back rest
(3, 4) or arm rest attached to the seating and/or reclining surface (2), that can
be adjusted with respect to the seating and/or reclining surface such, that it can
be positioned at various circumferential regions of the seating and/or reclining surface,
and with control means (12, 16, 18), wherein the control means (12, 16, 18) comprise
a rail (12) that has essentially the same contour as the circumferential contour of
the seating and/or reclining surface, characterized in that the at least one back rest (3, 4) or arm rest is formed from a plurality of elements
(10) that are connected in an articulated fashion in the direction of adjustment,
and that the rail (12) determines the desired shape of bending of the back rest (3,
4) or arm rest, and that the control means (12, 16, 18) comprise for each back rest
(3, 4) or arm rest multiple carriages (16) which can be moved by sliding or rolling
on this rail (12) and which are each attached to different elements (10) of the back
rest (3, 4) or arm rest, such that the at least one back rest (3, 4) or arm rest can
be influenced to bend during its adjustment by the control means (12, 16, 18) such
that the back rest or arm rest adapts itself essentially to the circumferential contour
of the seating and/or reclining surface (2) along the adjustment way or at least along
a part thereof.
2. Furniture according to claim 1, characterized in that the seating and/or reclining surface (2) has a circumferential contour (30, 31, 32)
that is both convex and concave.
3. Furniture according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one back rest or arm rest can be positioned along the entire circumference
of the seating and/or reclining surface.
4. Furniture according to one of the claims 1 to 3, characterized in that it has two separately positionable back rests (3, 4) or arm rests.
5. Furniture according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the at least one back rest (3, 4) or arm rest is formed from separate rigid parts
(20) that are connected together in a articulated fashion in the direction of adjustment
by hinges (15) and that each form an element (10) with the corresponding upholstery,
wherein the at least one back rest (3, 4) or arm rest is in particular formed by five
or seven elements (10).
6. Furniture according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the at least one back rest (3, 4) or arm rest partially covers the seating and/or
reclining surface (2).
7. Furniture according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the at least one back rest (3, 4) or arm rest covers the circumferential surface
(5) of the seating and/or reclining surface, in particular completely.
8. Furniture according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the control means (12, 16, 18) are essentially arranged below the seating surface.
9. Furniture according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the control means also support the back rest (3, 4) or arm rest and support it against
the forces occurring when leaning against it.
10. Furniture according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the rail (12) is a closed rail.
11. Furniture according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the rail is part of the sub-structure of the seating and/or reclining surface and
in particular with struts (13) forms the base of the furniture.
12. Furniture according to one of the claims 1 to 11, characterized in that the carriages comprise plastic sliding parts (18) on both sides of the rail and above
the rail that lie against it and in particular a further plastic sliding part (19)
that reaches beneath the rail.
1. Meuble (1) avec une surface assise et/ou couchée (2) et au moins un dossier (3, 4)
ou un accoudoir se raccordant à la surface assise et/ou couchée (2), qui peut se déplacer
par rapport à la surface assise et/ou couchée de sorte qu'il puisse être positionné
dans diverses zones périphériques de la surface assise et/ou couchée, et avec des
moyens de commande (12, 16, 18), dans lequel les moyens de commande (12, 16, 18) présentent
un rail (12) qui présente sensiblement le même contour que le contour périphérique
de la surface assise et/ou couchée, caractérisé en ce que le au moins un dossier (3, 4) ou un accoudoir est formé de plusieurs éléments (10)
reliés par articulation dans la direction de déplacement et en ce que le rail (12) détermine la forme souhaitée de la courbure du dossier (3, 4) ou de
l'accoudoir et comprend, par dossier (3, 4) ou accoudoir, plusieurs chariots (16)
déplaçables sur ce rail (12) par glissement ou roulement, lesquels chariots sont respectivement
fixés aux divers éléments (10) du dossier (3, 4) ou de l'accoudoir de sorte que le
au moins un dossier (3, 4) ou un accoudoir puisse être influencé dans leur courbure
lors de leur déplacement par les moyens de commande (12, 16, 18) afin que le dossier
ou l'accoudoir s'adapte, le long du trajet de déplacement ou au moins le long d'une
partie de celui-ci, sensiblement au contour périphérique de la surface assise et/ou
couchée (2).
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface assise et/ou couchée (2) présente un contour périphérique autant convexe
que concave.
3. Meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le au moins un dossier ou un accoudoir peut être positionné le long de toute la périphérie
de la surface assise et/ou couchée (2).
4. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il présente deux dossiers (3, 4) ou deux accoudoirs positionnables séparément.
5. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce le au moins
un dossier (3, 4) ou un accoudoir est formé de parties rigides séparées (20) qui sont
reliées l'une à l'autre par articulation à l'aide de charnières (15) dans la direction
de déplacement et forment avec un rembourrage correspondant respectivement un élément
(10), dans lequel le au moins un dossier (3, 4) ou un accoudoir est formé en particulier
de cinq ou de sept éléments (10).
6. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le au moins un dossier (3, 4) ou un accoudoir recouvre en partie la surface assise
et/ou couché (2).
7. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le au moins un dossier (3, 4) ou un accoudoir recouvre la surface périphérique (5)
de la surface assise et/ou couché (2), en particulier en totalité.
8. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les moyens de commande (12, 16, 18) sont aménagés sensiblement en dessous de la surface
assise.
9. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les moyens de commande supportent également le dossier (3, 4) ou l'accoudoir et s'opposent
aux forces qui s'instaurent lorsque l'on s'y appuie.
10. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le rail (12) est un rail refermé sur lui-même.
11. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le rail fait partie de l'infrastructure de la surface assise et/ou couchée et forme
en particulier la base du meuble avec des entretoises.
12. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les chariots comprennent, des deux côtés du rail et au-dessus de celui-ci, des parties
de glissement en matière plastique (18) s'appliquant sur le rail et, en particulier,
une autre partie glissante en matière plastique (19) s'accrochant en dessous du rail.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente