[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einer Leiterplatte, welche mit mindestens
einer Leiterbahn und einem Kontaktelement zur Herstellung einer elektrischen Verbindung
zwischen einem elektrischen Leiter und einer vorgegebenen Leiterbahn auf dieser Leiterplatte
versehen ist.
[0002] Bei verschiedenen Anwendungen, z. B. in der Kraftfahrzeugtechnik, auf einem Schiff
oder in der Luftfahrt ist es erforderlich, eine vorgegebene Leiterbahn, welche sich
auf einer Leiterplatte befindet, mit einem von außen kommenden elektrischen Leiter
mechanisch und elektrisch sicher zu verbinden. Dieser elektrische Leiter kann z. B.
zur Stromversorgung dienen, und in diesem Fall darf im Betrieb des Fahrzeugs keine
Unterbrechung der Stromversorgung auftreten.
[0003] Diese Verbindung kann auch zur Verbindung mit dem Elektromotor einer sicherheitsrelevanten
Applikation dienen, z. B. mit einem Motor, der von der Leiterplatte aus gesteuert
wird. Das kann z. B. eine Applikation sein, bei der eine Bewegung elektrisch gesteuert
wird (x-by-wire). Auch hier wird eine zuverlässige Verbindung während der ganzen Lebensdauer
des Kraftfahrzeugs, Flugzeugs, Schiffs oder dgl. gefordert.
[0004] Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass solche elektrischen Verbindungen möglichst
automationsgerecht ausgeführt werden müssen, damit ihre Herstellung / Montage preiswert
möglich ist.
[0005] DE 101 57 113 betrifft eine Anordnung mit einer mit mindestens einer Leiterbahn versehenen leiterplatte
und einem Kontaktelement zur Kontaktieren eines elektrischen Leiters, welcher zur
Verbindung mit dieser Leiterplatte dient. Die Leiterplatte hat im Bereich einer Leiterbahn
durchgehende Ausnehmungen. Das Kontaktelement hat ein Basisteil, daran vorgesehene
Beinchen zum Einpressen in Ausnehmungen der Leiterplatte und eine Kontaktzunge, welche
am Basisteil federnd angelenkt ist und zur Kontaktierung des elektrischen Leiters
ausgebildet ist, wobei das Einpressen der Beinchen in die Ausnehmungen eine mechanische
und elektrische Verbindung mit der Leiterbahn bewirkt.
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine neue Anordnung der eingangs genannten
Art bereit zu stellen.
[0007] Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0008] Durch die Erfindung erhält man zwischen Leiterplatte und Kontaktelement eine zuverlässige
mechanische und elektrische Verbindung, da die Beinchen in die Ausnehmungen der Leiterplatte
eingepresst werden (Einpresstechnik). Diese Ausnehmungen sind über ihre Metallisierung
elektrisch mit den Leiterbahnen der Leiterplatte und der dort befindlichen Schaltung
verbunden, und sie sind durch das Einpressen elektrisch und mechanisch mit den Beinchen
des Kontaktelements verbunden. Letzteres ermöglicht seinerseits eine zuverlässige
Verbindung mit dem von außen kommenden elektrischen Leiter.
[0009] Das Kontaktelement ist also schon durch die Einpresstechnik elektrisch mit der vorgegebenen
Leiterbahn verbunden, und zusätzlich erhält man eine flächige Lötstelle zwischen ihm
und der Leiterbahn. Im sog. Reflow-Verfahren wird also eine Lötverbindung zwischen
dem Kontaktelement und der Leiterbahn hergestellt, d. h. bei der Erwärmung der Leiterplatte
im Reflow-Ofen kann das Lot an alle gewünschten Stellen gelangen. Diese Lötverbindungen
bilden auch, zusätzlich zu der durch die Einpresstechnik entstandenen mechanischen
und elektrischen Verbindung, eine sichere elektrische Verbindung und unterstützen
die durch das Einpressen entstandene mechanische Verbindung. Trotz kostenoptimaler
Prozesse erhält man so eine hohe funktionale Sicherheit der Verbindung zwischen Kontaktelement
und Leiterplatte / Leiterbahn, und zwar elektrisch und mechanisch.
[0010] Bei der Erfindung steht also die Überlegung im Vordergrund, eine Verbindung zu schaffen,
die sehr sicher und zuverlässig ist und deshalb eine gewisse Redundanz aufweist.
[0011] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den im folgenden beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten, in keiner Weise
als Einschränkung der Erfindung zu verstehenden Ausführungsbeispielen, sowie aus den
übrigen Unteransprüchen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Leiterplatte, auf der sich eine Leiterbahn befindet, und
die mit Bohrungen nach einem vorgegebenen Muster versehen ist,
- Fig. 2
- eine Draufsicht analog Fig. 1, bei der auf der Leiterplatte 20 ein Kontaktelement
nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung befestigt und mit der Leiterbahn
elektrisch verbunden ist,
- Fig. 3
- einen Schnitt, gesehen längs der Linie III-III der Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt, gesehen längs der Linie IV-IV der Fig. 2
- Fig. 5
- eine bevorzugte Variante zu Fig. 3,
- Fig. 6
- eine raumbildliche Darstellung eines vereinfachten Kontaktelements nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
- Fig. 7
- eine Darstellung einer Leiterplatte mit dem Kontaktelement der Fig. 6.
[0012] Fig. 1 zeigt eine Leiterplatte 20, auf der sich eine Leiterbahn 22 befindet, die
gewöhnlich aus verzinntem Kupfer besteht. Oberhalb der Leiterbahn 22 sind in Fig.
1 drei Bohrungen 24, 26, 28 vorgesehen, und unterhalb von ihr zwei Bohrungen 30, 32.
[0013] Gemäß Fig. 2 werden in diese fünf Bohrungen 24 bis 32 die fünf Beinchen 34, 36, 38,
40, 42 eines Kontaktelements 44 eingepresst. Durch das Einpressen wird das Kontaktelement
44 in der gewünschten Lage an der Leiterplatte 20 festgehalten. Das Kontaktelement
44 besteht gewöhnlich aus einer Kupferlegierung, oder aus Kupfer, Messing oder dgl.
Die Leiterbahn 22 ist weitgehend an die Form des Kontaktelements 44 angepasst, um
eine großflächige Verlötung zu ermöglichen.
[0014] Wie man aus Fig. 4 klar erkennt, haben die Beinchen 34, 36, 38 bevorzugt eine identische
Form. Z. B. hat das Beinchen 38 ein freies Ende 37, und es hat im Bereich dieses freien
Endes 37 eine reduzierte Breite 39, so dass es damit beim Bestücken der Leiterplatte
20 leicht in die Öffnung 28 eingeführt und eingepresst werden kann. In seinem in Fig.
4 oberen Teil hat das Beinchen 38 eine Breite 41, die so bemessen ist, dass des in
die Öffnung 28 eingepresst werden muss, d. h. seine Breite 41 übersteigt den Durchmesser
D (Fig. 1) der Bohrung 28, so dass man bei der Montage einen Presssitz erhält, der
eine gute mechanische Verbindung ergibt. Die Bohrungen 24 bis 32 sind zumindest an
einem Ende metallisiert, z. B. mit Kupfer, um eine gute Einpressverbindung und damit
eine gute mechanische und zudem elektrisch leitende Verbindung zu erhalten.
[0015] Wie sich aus Fig. 2 bis 4 ergibt, kann das Kontaktelement 44 an seiner in Fig. 2
oberen Seite drei Beinchen 34, 36, 38 und an seiner unteren Seite zwei Beinchen 40,
42 aufweisen. Alle Beinchen sind elektrisch und mechanisch mit einem Basisteil 46
verbunden, dass in Fig. 2 wie ein invertiertes U aussieht und zwei Schenkel 48, 50
und eine Basis 52 aufweist, welche diese Schenkel verbindet. Es können aber auch nur
ein oder zwei Beinchen sein.
[0016] Zwischen den Schenkeln 48, 50 ist eine Federzunge 54 herausgestanzt, die an ihrem
in Fig. 2 oberen Ende einstückig mit der Basis 52 ausgebildet ist. Die Federzunge
54 hat an ihrem in Fig. 3 linken Teil einen Abschnitt 56, an dem sie stark ansteigt
und der in einen langsam abfallenden Abschnitt 58 übergeht, welcher zu einer Kontaktstelle
60 führt und von dort bei 62 langsam wieder ansteigt, so dass sich in Fig. 3 rechts
eine Einführöffnung 64 bildet, in die ein strichpunktiert angedeutetes Blechteil 66
eingeführt werden kann, z. B. zur elektrischen Verbindung mit einem (nicht dargestellten)
Motor, der von der Leiterplatte 20 aus gesteuert werden soll, oder zur Verbindung
mit einem Netzteil oder mit einem beliebigen Gerät.
[0017] Das Basisteil 46 hat links und rechts je eine hoch gebogenen Wange 70 bzw. 72. Die
Wange 70 ist am Schenkel 48 ausgebildet, die Wange 72 am Schenkel 50. Diese Wangen
70, 72 dienen als seitliche Führungsglieder für das Blechteil 66 bei dessen Montage.
Montage
[0018] Vor dem Einpressen des Kontaktelements 44 wird die Leiterplatte 20 an den erforderlichen
Stellen mit Lötpaste bedruckt. Anschließend wird das Kontaktelement 44 in die Leiterplatte
20 eingepresst, wobei ein Teil der Lötpaste in Ausnehmungen 49 des Kontaktelements
44 gelangt und in diesen Ausnehmungen gespeichert wird.
[0019] Nach dem Einpressen werden die elektronischen Bauteile (SMD-Bauteile) in der üblichen
Weise auf die zuvor aufgedruckte Lötpaste bestückt, und nachdem dies geschehen ist,
wird die Leiterplatte durch einen Reflow-Ofen transportiert, wo die Lötung aller Bauteile
stattfindet.
[0020] Bei der Erfindung ist also nur ein einziger Zwischenschritt notwendig, nämlich das
Einpressen des Kontaktelements 44. Alle anderen Prozesse müssen auch für die SMD-Bauteile
durchgeführt werden, d. h. für die Montage des Kontaktelements 44 entstehen nur ganz
geringe Mehrkosten.
[0021] Bei Fig. 1 ist darauf hinzuweisen, dass die Leiterbahn 22 an die Form des Kontaktelements
44 angepasst ist, wie sich das aus einem Vergleich der Fig. 1 und 2 direkt ergibt.
Damit wird eine großflächige Verlötung erreicht.
[0022] Um zu verhindern, dass beim Einpressen des Kontaktelements 44 die zuvor aufgebrachte
Lötpaste komplett seitlich weggepresst wird, sind im Basisteil 46 durchgehende Ausnehmungen
49 vorgesehen, in welche bei diesem Einpressvorgang die Lötpaste teilweise gepresst
wird, so dass beim Löten im Reflow-Ofen genügend Lötpaste zur Verfügung steht, um
eine ordnungsgemäße Lötverbindung zu erhalten. Diese Ausnehmungen 49 dienen also als
Reservoir für die Lötpaste.
[0023] Das Kontaktelement 44 wird, nachdem seine Beinchen 34 bis 42 in die Bohrungen 24
bis 32 der Leiterplatte 20 eingepresst wurden, im Reflow-Ofen in der üblichen Weise
verlötet. Dabei fließt Lötzinn 74 in die Öffnungen 24 bis 32 und fließt durch Kapillarwirkung
auch unter das Basisteil 46, wodurch dieses mit der Leiterbahn 22 großflächig verlötet
wird. Dadurch wird eine zusätzliche mechanische Verbindung mit der Leiterplatte 20
hergestellt. Ebenso wird die Verbindungsanordnung 44 mit der Leiterbahn 22 elektrisch
sicher verbunden.
[0024] Das Blechteil 66 für den elektrischen Anschluss kann z. B. eine Breite von 0,8 cm
haben. Bevorzugt hat es eine Ausnehmung, in die bei der Montage eine an der Federzunge
54 vorgesehene Warze oder dgl. einrastet, um eine sichere mechanische Verrastung zwischen
Federzunge 54 und Blechteil 66 zu ermöglichen, was auch bei der Montage nützlich ist.
[0025] Nach dem Einschieben wird das Blechteil 66 an zwei seitlichen Bereichen, z.B. an
den Stellen 76, 78, durch Schweißen mittels eines Lasers berührungslos fest geschweißt
(sog. Laserpunkten). Dies ermöglicht eine Herstellung der Schweißverbindung an einer
bereits bestückten Leiterplatte 20, ohne dass hierbei deren elektrische Bauelemente
durch Fremdspannungen beschädigt oder zerstört werden können. Durch das Schweißen
erhält man eine materialschlüssige Verbindung vom Kontaktelement 44 zum Blechteil
66, also eine sehr sichere und zuverlässige elektrische und zugleich mechanische Verbindung.
[0026] Fig. 5 zeigt eine Variante zu Fig. 3. Gleiche oder gleich wirkende Teile wie in Fig.
3 werden deshalb mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
[0027] Nachteilig bei Fig. 3 kann sein, dass bei der Montage des Kontaktelements 44 ein
Spalt zwischen diesem und der Leiterplatte 20 entsteht, welcher die Ausbildung einer
sicheren Lötverbindung behindern könnte. Der Grund ist der, dass die Beinchen 34 bis
42 im rechten Winkel nach unten abgebogen sind, wobei unvermeidlich ein Biegeradius
entsteht, welcher beim Einpressen den beschriebenen Spalt verursachen kann.
[0028] Die Variante nach Fig. 5 ermöglicht eine satte Auflage des Kontaktelements 44 auf
der Leiterplatte 20. Bei dieser Variante werden die Beinchen zuerst hochgebogen und
dann um 180° umgebogen. Dies ist am Beispiel der Beinchen 34' und 40' dargestellt.
Das Beinchen 34' ist an der Stelle 57 in Richtung nach oben umgebogen, macht dann
bei 59 eine Biegung um 180°, wobei der Radius dieser Biegung ggf. sehr klein gewählt
werden kann, und geht von dort bei 61 senkrecht nach unten. Dieselbe Formgebung, aber
spiegelbildlich findet sich beim Beinchen 40'.
[0029] Durch diese Gestaltung kann das Basisteil 46 (Schenkel 48, 50 und Basis 52) satt
auf der Leiterplatte aufliegen, so dass sich im Reflow-Ofen eine ausgezeichnete Lötverbindung
ergibt, weil das Lot den gesamten Zwischenraum zwischen dem Kontaktelement 44 und
der Leiterbahn 22 sicher ausfüllt. Hierbei sind die Ausnehmungen 49, welche bei Fig.
2 beschrieben wurden, sehr vorteilhaft und werden deshalb in gleicher Weise bei der
Variante gemäß Fig. 5 verwendet.
[0030] Fig. 6 zeigt etwa im Maßstab 10:1 eine raumbildliche Darstellung eines Kontaktelements
80, das ähnlich aufgebaut ist wie das Kontaktelement 44 der Fig. 1 bis 5, aber nur
vier Beinchen hat. Es hat ein Basisteil 82 mit zwei Längsschenkeln 84, 86, die auf
einer Seite durch eine Basis 87 verbunden sind. Vom Schenkel 84 sind zwei Beinchen
88, 90 abgebogen und vom Schenkel 86 zwei Beinchen 92, 94.
[0031] Zwischen den Schenkeln 84, 86 ist eine federnde Kontaktzunge 96 herausgestanzt und
in der dargestellten Weise geformt, um das Einführen eines elektrischen Leiters, z.
B. eines flachen Metallteils, zu ermöglichen und um dieses flache Metallteil in der
eingeführten Stellung sicher festzuhalten.
[0032] Fig. 7 zeigt die Befestigung eines als externer elektrischer Leiter dienenden Blechstreifens
66 am Kontaktelement 80. Letzteres ist auf einer Leiterplatte 20 in der zuvor beschriebenen
Weise befestigt, wobei die Leiterbahn 22 (vgl. Fig. 1) hier zur Vereinfachung nicht
dargestellt ist.
[0033] Wie man sieht, ist das Kontaktelement 80 mit seinen vier Beinchen 88, 90, 92, 94
in entsprechenden Ausnehmungen der Leiterplatte festgelötet. Das Blechteil 66 ist
zwischen das Basisteil 82 und die federnde Zunge 96 eingeschoben. Letztere hat auf
ihrer dem Blechteil 66 zugewandten Seite eine Warze 97, deren hohle Oberseite in Fig.
7 sichtbar ist. Das Blechteil 66 hat eine entsprechende (nicht dargestellte) Ausnehmung,
und wenn es richtig eingeführt wird, rastet die Warze 97 in dieser Ausnehmung ein
und hält dadurch das Blechteil 66 unverlierbar fest.
[0034] Anschließend wird das Blechteil 66 in seinem in Fig. 7 mit 100 bezeichneten Bereich
durch Laser-Punktschweißen mit dem Basisteil 82 verschweißt. Dasselbe geschieht bevorzugt
auch auf der in Fig. 7 nicht sichtbaren, gegenüberliegenden Seite. Auf diese Weise
erhält man eine äußerst zuverlässige elektrische und mechanische Verbindung, die problemlos
automatisiert hergestellt werden kann.
[0035] Die Befestigung auf einer Leiterplatte 20 erfolgt in der gleichen Weise, wie das
bei Fig. 1 bis 5 für das erste Ausführungsbeispiel beschrieben wurde, d. h. mittels
eines Presssitzes in Bohrungen der Leiterplatte, wie in Fig. 7 dargestellt, und zusätzlich
durch entsprechende Lötverbindungen. Die Beinchen 88, 90, 92, 94 können zu diesem
Zweck an ihren freien Enden eine etwas reduzierte Breite haben, um die Montage in
den Löchern der Leiterplatte zu vereinfachen.
[0036] Die Verbindung von einer Leiterbahn der Leiterplatte zu einem externen elektrischen
Leiter hat zwei Komponenten:
- a) Die Verbindung von der Leiterbahn zum Kontaktelement.
- b) Die Verbindung vom Kontaktelement zum externen Leiter.
[0037] Die Verbindungskomponente a) bezieht ihre Sicherheit durch die Kombination eines
Einpressvorgangs, der vorwiegend eine mechanische, aber auch eine elektrische Verbindung
bewirkt, mit einem Lötvorgang, bei dem die niederohmige elektrische Verbindung im
Vordergrund steht, aber auch eine mechanische Verbindung erzeugt wird.
[0038] Die Verbindungskomponente b) bezieht ihre Sicherheit durch das Verschweißen des flachen
Leiters mit dem Kontaktelement, wobei das Einrasten des Leiters, und die Federkraft
an der Kontaktzunge, eine zusätzliche Redundanz bewirken und die Montage erleichtern.
[0039] Durch die Erfindung erhält man eine elektrische Verbindung von großer Sicherheit,
die es ermöglicht, die Leiterbahn einer Leiterplatte sicher und zuverlässig mit einem
externen Bauteil zu verbinden, in welchem hohe Ströme fließen, z. B. mit einem Elektromotor.
Diese sichere und zuverlässige Verbindung wird ermöglicht durch eine Einpressverbindung
zwischen Leiterplatte und Kontaktelement sowie durch eine Lötverbindung mit der Leiterbahn
22, und durch die berührungslos hergestellten Schweißverbindungen 76, 78, wie sie
bei Fig. 2 beschrieben wurden. Dabei ist die Montage äußerst einfach und kann problemlos
automatisiert werden, was auch durch das Einrasten zwischen Blechteil 66 und Federzunge
54 erleichtert wird.
[0040] Naturgemäß sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung vielfache Abwandlungen und Modifikationen
möglich.
1. Anordnung mit einer mit mindestens einer Leiterbahn (22) versehenen Leiterplatte (20)
und einem Kontaktelement (44) zur Kontaktierung eines elektrischen Leiters (66), welcher
zur Verbindung mit dieser Leiterplatte (20) dient, welche Anordnung folgende Merkmale
aufweist :
Die Leiterplatte (20) hat im Bereich einer vorgegebenen Leiterbahn (22) Ausnehmungen
(24, 26, 28, 30, 32);
das Kontaktelement (44; 80) hat ein Basisteil (46; 82) und daran vorgesehene Beinchen
(34, 36, 38, 40, 42; 88, 90, 92, 94) zum Einpressen in vorgegebene Ausnehmungen (24
bis 32) der Leiterplatte (20);
das Kontaktelement (44; 80) ist im Bereich seines Basisteils (46; 82) durch eine Lötverbindung
(74) mit der vorgegebenen Leiterbahn (22) elektrisch verbunden;
das Kontaktelement (44; 80) hat eine Kontaktzunge (54; 96), welche am Basisteil (46;
82) federnd angelenkt ist und zur Kontaktierung des elektrischen Leiters (66) ausgebildet
ist;
die Ausnehmungen (24, 26, 28, 30, 32) sind im Bereich der vorgegebenen Leiterbahn
(22) durchgehende Ausnehmungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Einpressen der Beinchen (34, 36, 38, 40, 42; 88, 90, 92, 94) in die vorgegebenen
Ausnehmungen (24 bis 32) eine mechanische Verbindung und eine elektrische Verbindung
mit der vorgegebenen Leiterbahn (22) bewirkt, und
das Kontaktelement (44; 80) mit dem elektrischen Leiter über eine Schweißverbindung
(76, 78) verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei welcher mindestens ein seitliches Führungsglied (70,
72) für den elektrischen Leiter (66) am Kontaktelement (44) vorgesehen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, bei welcher das seitliche Führungsglied (70, 72) einstückig
mit dem Basisteil (46) ausgebildet ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher mindestens ein Teil
der Beinchen (34 bis 42) im Bereich des freien Endes (38) eine verringerte Breite
(39) aufweist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher der elektrische Leiter
(66) zwischen Kontaktzunge (54) und Basisteil (46) eingeschoben und durch eine Schweißverbindung
(76, 78) mit mindestens einem Element der Menge verbunden ist, zu welcher Menge das
Basisteil (46) und die Kontaktzunge (54) gehören.
6. Anordnung nach Anspruch 5, bei welcher die Schweißverbindung (76, 78) durch Laserschweißen
hergestellt ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher der elektrische Leiter
(66) als flacher Leiter ausgebildet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, bei welcher der flache Leiter (66) zur mechanischen Verrastung
mit der Kontaktzunge (54; 96) ausgebildet ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, bei welcher die Kontaktzunge (54; 96) einen Vorsprung (97)
aufweist und der flache Leiter (66) mit einer Ausnehmung zum Eingriff dieses Vorsprungs
versehen ist.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher das Kontaktelement
(44; 80) mit mindestens einer Ausnehmung (49) versehen ist, welche dazu ausgebildet
ist, bei der Vorbereitung für den Lötvorgang Lötpaste nach Art eines Reservoirs aufzunehmen.
11. Anordnung nach Anspruch 10, bei welcher die mindestens eine Ausnehmung (49) in einem
Bereich des Kontaktelements (44; 80) ausgebildet ist, der zur flächigen Verlötung
mit der vorgegebenen Leiterbahn (22) dient.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher die Verbindung zwischen
dem Basisteil und mindestens einem Beinchen ein Verbindungsteil (59) aufweist, das
in einem Teilbereich des Abstandes zwischen Beinchen (61) und Basisteil (70) einen
Abstand von der Leiterplatte (20) aufweist.
1. Arrangement with a circuit board (20) comprising at least one conductor track (22),
and with a contact element (44) for contacting an electrical conductor (66) which
serves for connection to this circuit board (20), which arrangement comprises the
following features:
in the area of a predetermined conductor track (22) the circuit board (20) has openings
(24, 26, 28, 30, 32);
the contact element (44; 80) has a base part (46; 82) and small legs (34, 36, 38,
40, 42; 88, 90, 92, 94) provided thereon for pressing into predetermined openings
(24 to 32) in the circuit board (20);
in the area of its base part (46; 82) the contact element (44; 80) is connected electrically
to the predetermined conductor track (22) by a soldered connection (74);
the contact element (44; 80) has a contact tongue (54; 95) which is articulated resiliently
on the base part (46; 82) and designed for contacting the electrical conductor (66);
the openings (24, 26, 28, 30, 32) in the area of the predetermined conductor track
(22) are continuous openings;
characterised in that pressing the small legs (34, 36, 38, 40, 42; 88, 90, 92, 94) into the predetermined
openings (24 to 32) produces a mechanical connection and an electrical connection
to the predetermined conductor track (22), and
the contact element (44; 80) is connected to the electrical conductor by means of
a welded connection (76, 78).
2. Arrangement according to claim 1, in which at least one lateral guide member (70,
72) is provided for the electrical conductor (66) on the contact element (44).
3. Arrangement according to claim 2, in which the lateral guide member (70, 72) is formed
in one piece with the base part (46).
4. Arrangement according to one of the preceding claims, in which at least one part of
the small legs (34 to 42) has a reduced breadth (39) in the area of the free end (38).
5. Arrangement according to one of the preceding claims, in which the electrical conductor
(66) is slid in between the contact tongue (54) and the base part (46) and connected
by a welded connection (76, 78) to at least one element of the entity, to which entity
the base part (46) and the contact tongue (54) belong.
6. Arrangement according to claim 5, in which the welded connection (76, 78) is produced
by laser welding.
7. Arrangement according to one of the preceding_claims, in which the electrical conductor
(66) is embodied as a flat conductor.
8. Arrangement according to claim 7, in which the flat conductor (66) is designed for
mechanical latching with the contact tongue (54; 96).
9. Arrangement according to claim 8, in which the contact tongue (54; 96) comprises a
projection (97) and the flat conductor (66) is provided with an opening for engagement
of this projection.
10. Arrangement according to one of the preceding claims, in which the contact element
(44; 80) is provided with at least one opening (49) which is designed in the manner
of a reservoir to receive soldering paste during the preparation for the soldering
operation.
11. Arrangement according to claim 10, in which the at least one opening (49) is formed
in an area of the contact element (44; 80) serving for areal soldering to the predetermined
conductor track (22).
12. Arrangement according to one of the preceding claims, in which the connection between
the base part and at least one small leg comprises a connecting part (59) which in
a part area of the gap between the small leg (61) and the base part (70) comprises
a gap to the circuit board (20).
1. Dispositif comprenant une carte à circuit imprimé (20) pourvue d'au moins une piste
conductrice (22) et un élément de contact (44) servant à établir le contact avec un
conducteur électrique (66), lequel sert à la connexion avec cette carte à circuit
imprimé (20), lequel dispositif présente les caractéristiques suivantes :
la carte à circuit imprimé (20) présente au niveau d'une piste conductrice prédéfinie
(22) des évidements (24, 26, 28, 30, 32) ;
l'élément de contact (44 ; 80) présente une pièce de base (46 ; 82) et des pattes
(34, 36, 38, 40, 42 ; 88, 90, 92, 94) prévues dessus destinées à être enfoncées dans
des évidements prédéfinis (24 à 32) de la carte à circuit imprimé (20) ;
l'élément de contact (44 ; 80) est relié électriquement à la piste conductrice prédéfinie
(22) par une brasure (74) au niveau de sa pièce de base (46 ; 82) ;
l'élément de contact (44 ; 80) présente une languette de contact (54 ; 96) qui est
articulée élastiquement sur la pièce de base (46 ; 82) et est conçue pour établir
le contact avec le conducteur électrique (66) ;
les évidements (24, 26, 28, 30, 32) sont des évidements traversants au niveau de la
piste conductrice prédéfinie (22),
caractérisé en ce que
l'enfoncement des pattes (34, 36, 38, 40, 42 ; 88, 90, 92, 94) dans les évidements
prédéfinis (24 à 32) produit une liaison mécanique et une liaison électrique avec
la piste conductrice prédéfinie (22), et
l'élément de contact (44 ; 80) est relié au conducteur électrique par une soudure
(76, 78).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel il est prévu au moins un organe de
guidage latéral (70, 72) pour le conducteur électrique (66) sur l'élément de contact
(44).
3. Dispositif selon la revendication 2, dans lequel l'organe de guidage latéral (70,
72) est conçu d'une seule pièce avec la pièce de base (46).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins une partie
des pattes (34 à 42) présente une largeur réduite (39) au niveau de l'extrémité libre
(38).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le conducteur électrique
(66) est introduit entre la languette de contact (54) et la pièce de base (46) et
relié par une soudure (76, 78) à au moins un élément de l'ensemble, auquel ensemble
appartiennent la pièce de base (46) et la languette de contact (54).
6. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel la soudure (76, 78) est réalisée
par soudage au laser.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le conducteur électrique
(66) est réalisé sous forme de conducteur plat.
8. Dispositif selon la revendication 7, dans lequel le conducteur plat (66) est conçu
pour l'enclenchement mécanique avec la languette de contact (54 ; 96).
9. Dispositif selon la revendication 8, dans lequel la languette de contact (54 ; 96)
présente une saillie (97) et le conducteur plat (66) est pourvu d'un évidement prévu
pour l'engagement de cette saillie.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément de contact
(44 ; 80) est pourvu d'au moins un évidement (49), lequel est conçu pour, lors de
la préparation de l'opération de brasage, recevoir de la pâte à baser à la manière
d'un réservoir.
11. Dispositif selon la revendication 10, dans lequel ledit au moins un évidement (49)
est formé dans une région de l'élément de contact (44 ; 80) qui sert au brasage à
plat avec la piste conductrice prédéfinie (22).
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la liaison entre
la pièce de base et au moins une patte présente une pièce de liaison (59) qui présente
un écart avec la carte à circuit imprimé (20) sur une partie de la distance entre
patte (61) et pièce de base (70).