[0001] Die Erfindung betrifft eine Expansionsvorrichtung für Hohlkörper nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aufgrund sehr komplexer Raumform- und Reibungsverhältnisse, die in der Detailbeschreibung
ausführlich erläutert sind, unterliegt dabei insbesondere der Spreizdorn des Systems
hohen und ungleichförmig verteilten Belastungen, die eine an sich erwünschte hohe
Standzeit der Vorrichtung deutlich verkürzen.
[0003] Eine gattungsgemässe Expansionsvorrichtung in Zangenform ist seit 1970 durch die
US-A 3 550 424 bekannt. Die Schrift befasst sich mit dem Problem, dass in dem Handgerät enorme innere
Kräfte auftreten und dass zu deren überwindung ein Stufenantrieb für die Handhebel
eingesetzt werden soll, um die manuellen Kräfte zu verringern. Damit werden aber nicht
die systemimmanenten Kräfte und die Verschleissfolgen verringert, die zum allergrössten
Teil durch die Reibungen Stahl-auf-Stahl bedingt sind. Seit etwa der gleichen Zeit
sind solche Geräte auch in grosser Stückzahl weltweit auf den Markt gelangt.
[0004] Durch die
DE 38 26 187 A1 ist seit 1990 im Zuge der Weiterentwicklung solcher Expansionsvorrichtungen ein gleichfalls
gattungsgemässes Aufweitewerkzeug mit einem Kniehebelantrieb und einem verstellbaren
Adapterring bekannt. Durch den Adapterring ist es zwar möglich, den Einfluss axialer
Toleranzfehler auszugleichen, auf den Kräfteverlauf im Bereich zwischen dem Spreizdorn
und den Spreizbacken und den damit verbundenen Verschleiss hat dies jedoch keinen
Einfluss und eine verschleissmindernde Oberflächenbeschichtung ist nicht offenbart.
[0005] Durch das
RÖMPP CHEMIE LEXIKON, Georg Thieme Verlag Stuttgart NewYork, 1995, Band T-Z, Seiten
4631/4632, Stichwort "Titannitrid", ist es bekannt, dieses Material für dünne Schichten zu
verwenden, und zwar als Hartstoff zum Schutz gegen Verschleiss auf Feinmaschinenlagern,
Wälzlagern, Schneidwerkzeugen u. dgl. und zur Auskleidung von Reaktionsbehältern für
flüssige Metalle und zur Beschichtung von Uhrengehäusen und Schmuckwaren. Für die
zuletzt genannten Fälle dürfte der Goldglanz der Beschichtung eine entscheidende Rolle
spielen. Auf die Anwendung bei den komplexen Kräfte- und Reibungsverhältnissen zwischen
den kritischen Teilen von Expansionsvorrichtungen wird nicht eingegangen.
[0006] Durch die
DE 103 43 869 B3 ist eine Standvorrichtung für eine Aufweitlanze unbestimmter Länge für rohrförmige
Hohlprofile bekannt, wobei eine Hydraulikflüssigkeit, ein sogenanntes Fluid, die Aufweitlanze
expandiert. Diese ist senkrecht in einer Spann- und Klemmvorichtung gehalten, die
- vorzugsweise einteilig - über einem Druckverteilerblock mit einem Einführaufsatz
angeordnet ist. Der Einführaufsatz besitzt eine Durchgangsbohrung, deren oberes Ende
durch eine erste Kegelfläche erweitert ist, die eine Einfädelhilfe bildet. Am unteren
Ende der Aufweitlanze ist ein Doppelkegel mittels einer überwurfmutter gehalten, wobei
das untere Kegelteil mit einer zweiten Kegelfläche zusammenwirkt, der gleichfalls
im Druckverteilerblock angeordnet ist, der somit zwei hohle Kegelflächen besitzt.
Die gesamte Kombination von konvexen und konkaven Kegelflächen bildet nichts weiter
als eine flüssigkeitsdichte Hochdruckverbindung innerhalb des stationären Geräts.
Zur Schaffung einer hohen Druck- und Verschleissfestigkeit ist angegeben, dass der
Druckverteilerblock mit einer harten Oberflächenbeschichtung aus beispielsweise Titannitrid
versehen sein kann. Ein übergang von Flächenpressung auf Kanten- oder Linienpressungen
findet jedoch an den Berührungsflächen nicht statt, auch sind die sich im Bereich
der Titannitridbeschichtung berührenden Flächen nicht am Expansionsvorgang beteilig,
sondern bilden nur eine druckfeste Abdichtung. Für ein Handwerkzeug ist eine solche
Vorrichtung weder vorgesehen, noch geeignet.
[0007] Durch die
DE 26 54 102 C2 ist es bekannt, bei einem auswechselbaren Expansionskopf dessen Hülse, eine Schraubkappe,
und die Expansionsbacken an den Stellen, an denen Reibung auftritt, mit einer den
Verschleiss mindernden, gleitfähigen Beschichtung wie beispielsweise Hartchrom zu
versehen. Diese Empfehlung lässt jedoch ausser acht, dass bei dem vielfach teureren
Grundgerät, das für mehrere unterschiedliche und auch mitgelieferte Expansionsköpfe
vorgesehen ist, auch ein vielfach höherer Verschleiss auftritt, insbesondere dann,
wenn entsprechend beschichtete Expansionsbacken mit dem ungeschützten Spreizdorn des
Grundgeräts in gleitender Wirkverbindung stehen. Der Schutzbelag eines Bauteils einer
Reibungspaarung geht immer zu Lasten eines ungeschützten Bauteils, insbesondere dann
wenn dieses aufgrund seiner schlanken Geometrie besonders gefährdet ist.
[0008] Hierbei ist zu beachten, dass solche Geräte schon seit Mitte der 60-er Jahre, also
seit rund 40 Jahren, auf dem Markt sind. Dabei waren die sichtbaren Teile, darunter
die Schraubkappe bzw. Hülse, die von aussen sichtbar ist und beansprucht wird, schon
immer verchromt, und zwar vornehmlich aus optischen Gründen in Verbindung mit einem
Schutz gegen Berührung von Hand und mit anderen Werkzeugen in Werkzeugtaschen oder
Werkzeugkisten von Handwerkern. Damals wurden Rohrverbindungen noch überwiegend durch
Schraubmuffen und Gewindeschneiden hergestellt. Die Expansionstechnik hat sich jedoch
in den letzten Jahren sehr viel stärker verbreitet. Die nicht oder selten sichtbaren
Teile wie der Spreizdorn und seine absolut verdeckte Innenführung blieben hiervon
unbeeinflusst. Es ist das Verdienst des Erfinders gefunden zu haben, dass dies ein
Hindernis ist, das der zunehmenden Verbreitung der Expansionstechnik im Wege steht.
Der wirtschaftliche Erfolg der neuen Lösung hat dem Erfinder recht gegeben.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Expansionsvorrichtung der eingangs
beschriebenen Art anzugeben, durch die trotz der sehr komplexen Raumform- und Reibungsverhältnisse,
die in der Detailbeschreibung ausführlich erläutert sind, die Standzeit bzw. Lebenserwartung
der Expansionsvorrichtung und insbesondere des Spreizdorns des Systems deutlich verlängert
wird.
[0010] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt dabei erfindungsgemäss durch die Merkmale
im Kennzeichen des Patentanspruchs 1.
[0011] Dadurch wird die gestellte Aufgabe in vollem Umfange gelöst, insbesondere wird eine
Expansionsvorrichtung der eingangs beschriebenen Art geschaffen, durch die trotz der
sehr komplexen Raumform- und Reibungsverhältnisse, die in der Detailbeschreibung ausführlich
erläutert sind, die Standzeit bzw. Lebenserwartung der Expansionsvorrichtung und insbesondere
des Spreizdorns des Systems deutlich verlängert wird.
[0012] Es ist dabei im Zuge weiterer Ausgestaltungen der Erfindung besonders vorteilhaft,
wenn - entweder einzeln, oder in Kombination - :
* der Hartwerkstoff aus Titannitrid (TiN) besteht,
* die beschichtete Oberfläche des Spreizdorns eine Kegelfläche ist,
* der Spreizdorn auswechselbar an einer Antriebsstange befestigt ist, die in der Bohrung
des Grundkörpers gelagert ist,
* die inneren Oberflächen der Spreizbacken als Sektoren einer Kegelfläche ausgeführt
und gleichfalls mit dem Hartwerkstoff beschichtet sind,
* der Belag durch ein Verfahren aus der Gruppe der physikalischen (PVD), chemischen
(CVD) und der physikalisch-chemischen (PCVD) Gasphasenabscheidung hergestellt ist.
[0013] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, deren Wirkungsweisen und weitere
Vorteile werden nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 4 näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Figur 1
- einen teilweisen Axialschnitt und eine Explosionsdarstellung des antriebsseitigen
Endes eines ersten Ausführungsbeispiels einer Expanderzange,
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus Figur 1 in vergrössertem Massstab und in vollständiger axialer
Schnittdarstellung,
- Figur 3
- einen Axialschnitt durch ein mit der Vorrichtung nach Figur 2 aufgeweitetes bzw. expandiertes
Rohrende und
- Figur 4
- einen Schnitt analog Figur 2, durch ein zweites Ausführungsbeispiel, jedoch mit einem
gegenüber einer gehäuseseitigen Antriebsstange auswechselbaren beschichteten Spreizdorn.
[0015] In Figur 1 ist ein Grundkörper 1 gezeigt, der ein Führungsgehäuse bildet und an dem
in einer radialen Ebene abstehend ein erster Handhebel 2 starr befestigt ist. Die
Teile 1 und 2 können auch einteilig ausgeführt sein. Der Grundkörper 1 besitzt angeformt
zwei abstehende Gabelteile 3, von denen nur das hintere gezeigt ist. Die Gabelteile
3 sind von einem Achsbolzen 4 durchsetzt, dessen Achse die Systemachse A-A senkrecht
schneidet. Auf dem Achsbolzen 4 ist zwischen den Gabelteilen 3 ein zweiter Handhebel
5 schwenkbar gelagert, der zwischen den Gabelteilen 3 eine eigene spaltförmige Ausnehmung
5a besitzt. Zwischen den Handhebeln 2 und 5 ist ein Anschlag 6 angeordnet, der aus
einem Gewindestift 6a und einer überwurfmutter 6b mit einer Rändelung 6c besteht.
Die Befestigung des Anschlags 6 kann wahlweise statt im Handhebel 5 auch im Handhebel
2 oder im Grundkörper 1 erfolgen.
[0016] Die Ausnehmung 5a ist ihrerseits von einem Achsbolzen 7 durchsetzt, der bei Bewegung
des Handhebels 5 um den Achsbolzen 4 schwenkbar ist. Der Achsbolzen 7 trägt innerhalb
der Ausnehmung 5a einen Kniehebel 8, der über einen weiteren, die Systemachse A-A
senkrecht schneidenden, Achsbolzen 9 auf einen Spreizdorn 10 einwirkt. Die Achsbolzen
4, 7 und 9 verlaufen parallel zueinander. Der Spreizdorn 10 enthält drei Abschnitte,
nämlich einen wiederum gabelförmigen Abschnitt 10a, in dessen Schenkel der Achsbolzen
9 gelagert ist, einen zylindrischen Abschnitt 10b und einen kegelförmigen Abschnitt
10c, der die nachfolgend beschriebene Spreizbewegung verursacht. Der Spreizdorn 10
ist in einer zur Systemachse A-A koaxialen Bohrung 11 des Grundkörpers 1 geführt.
Der Kniehebel dient sowohl zum Expandieren als auch zum Zwangsrückzug des Spreizdorns,
dem die Spreizbacken in Querrichtung hierzu folgen.
[0017] Der Grundkörper 1 trägt auf einem eigenen Aussengewinde 1a (Figur 2) koaxial zur
Systemachse A-A einen Adapterring 12 mit einem Aussengewinde 12a und einer Rändelung
12b. Aus dem Grundkörper 1 bzw. dem Adapter 12 ragt der kegelförmige Abschnitt 10c
des Spreizdorns 10 - unter der Wirkung des Kniehebels 8 axial beweglich - hervor.
Der Anschlag 6 verhindert, dass die Achsbolzen 4, 7 und 9 in eine gestreckte Lage
gelangen können, in der die Kräfte bekanntlich gegen unendlich gehen.
[0018] Mit dem Grundkörper 1 kann auswechselbar ein Expansionskopf 13 verschraubt werden,
der eine überwurfkappe 14 und einen Satz identischer sektorförmiger Spreizbacken 15
besitzt, die in der überwurfkappe 14 radial geführt sind. Beispielhaft sind es sechs
Spreizbacken 15, deren Aussenflächen in ihrer gespreizten Stellung eine Zylinderfläche
mit einem Durchmesser "D" einnehmen, wobei zwischen den Spreizbacken radiale Spalte
16 geöffnet werden. Dieser Durchmesser "D" bestimmt den Innendurchmesser eines aufgeweiteten
bzw. expandierten Rohrendes 17a eines Rohres 17 (Figur 3). Auf den Adapter 12 kann
verzichtet werden, wenn es darum geht, den Grundkörper mit einem kleineren Expansionskopf
13 zu bestücken. Alsdann wird der Expansionskopf 13 unmittelbar auf das Gewinde des
Grundkörpers 1 aufgeschraubt.
[0019] Die Spreizbacken 15 haben innen sektorförmige Kegelflächen, die nur in einer einzigen
und ganz bestimmten Stellung zueinander in einer gemeinsamen Kegelfläche bzw. Hüllfläche
liegen. Der Grund liegt in den Herstellungsprozessen des Rohlings; z.B. spanabhebend
oder durch Präzisionsguss. Der Rohling wird später unter gewolltem Materialverlust
diametral und achsparallel durchsägt, wodurch die erwähnten radialen Spalte 16 entstehen.
Ferner unterliegen die Expansionsköpfe 13 und die Tiefe des Aufschraubens auf den
Grundkörper 1 Toleranzen.
[0020] Der Spreizdorn 10 hat aber nur eine einzige Kegelfläche. Dies führt beim Expandieren
dazu, dass auf der Oberfläche des Spreizdorns 10 Stellungen mit Linien- und Kantenpressungen
mit unendlichen Werten durchlaufen werden müssen. Ausserdem treten beim Expandieren
des Rohres 17 zusätzlich Gleitbewegungen auf, die unter wachsenden Kräften erfolgen,
weil sich der expandierte Werkstoff beim Fliessen materialbedingt verfestigt. Dies
hat einen entsprechend hohen Verschleiss am Spreizdorn 10 zur Folge.
[0021] Wie aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 3 hervorgeht, sind hierbei die Kräfte-
und Reibungsverhältnisse an den freien Enden des Spreizdorns 10 und der Spreizbacken
besonders kritisch. Dort treten die grössten Kräfte bei kleinsten Kontaktflächen oder
-linien auf. Hier addieren sich ausserdem diejenigen Verformungskräfte aus dem übergangsbereich
17b zwischen dem Rohr 17 und dem Rohrende 17a an einer Stelle, die von der Spreizbacken
nicht abgestützt wird.
[0022] Das aber führt dazu, dass der bekannte Spreizdorn häufiger ausgetauscht werden muss,
was bei einem einteiligen Spreizdorn 10 eine komplizierte Zerlegung und Wiedermontage
des Geräts zur Folge hat.
[0023] Der vorstehende Teil der Detailbeschreibung deckt sich mit dem Stande der Technik.
Hier setzt nun die Erfindung ein:
[0024] Der kegelförmige Abschnitt 10c des Spreizdorns 10 ist auf seiner Oberfläche mit einem
durch dicke Linien hervorgehobenen Belag 18 aus einem Hartwerkstoff versehen, vorzugsweise
aus Titannitrid (TiN). Dadurch wird die Standzeit der Expansionsvorrichtung auf ein
Mehrfaches verlängert, was insofern von besonderer Bedeutung ist, als eine Reparatur
am Einsatzort in der Regel nicht möglich ist.
[0025] Die Figur 2 zeigt nun - unter Fortschreibung der bisherigen Bezifferung weitere Einzelheiten
des Geräts. So ist gezeigt, dass die Beschichtung des Spreizdorns sich auch auf den
zylindrischen Abschnitt 10b des Spreizdorns 10 erstrecken kann. Dies hat den weiteren
Vorteil, dass auch dem verschleissenden Einfluss der durch den Kniehebel 8 auf die
Spreizdornführung ausgeübten Querkräfte entgegen gewirkt werden kann. Weiterhin ist
dargestellt, dass die Spreizbacken durch Niete 19 in der überwurfkappe geführt sind.
Die Umsetzung der Axialbewegung des Spreizdorns 10 in Radialbewegungen der Spreizbacken
ist durch Pfeile angedeutet.
[0026] Die Figur 3 zeigt, wie bereits weiter oben angedeutet, einen Axialschnitt durch ein
mit der Vorrichtung nach Figur 2 aufgeweitetes bzw. expandiertes Rohrende 17a. In
dieses Rohrende soll ein nicht aufgeweitetes Rohr 17 eingeschoben und dort verlötet
werden. Bei der Durchmesservergrösserung gleitet die Innenfläche des Rohres 17 wegen
der Vergrösserung des Umfangs auf den Aussenflächen der Spreizbacken 15. Es ist daher
von zusätzlichem Vorteil, auch diese Aussenflächen und ggf. auch die Innenflächen
der Spreizbacken mit dem besagten Hartstoffbelag zu versehen.
[0027] Die Figur 4 zeigt einen Axialschnitt analog Figur 2, jedoch mit dem Unterschied,
dass der Spreizdorn 20 aus einem entsprechend verschleissfest beschichteten Kegelteil
besteht, das mittels einer Gewindeverbindung 21 in eine gehäuseseitige Antriebsstange
22 auswechselbar eingeschraubt ist. In den Grundkörper 1 ist noch mittels einer Gewindeverbindung
24 ein übergangsstück 23 mit einer zylindrischen Ausnehmung 23a eingeschraubt, in
die das Ende des Spreizdorns 20 zurück gezogen werden kann. Diese Ausführungsform
hat den zusätzlichen Vorteil, dass bei einer entsprechenden Ausbildung der Antriebsstange
22 ein nicht beschichteter Spreizdorn gegen einen erfindungsgemäss beschichteten Spreizdorn
20 ausgetauscht werden kann, was auch eine nachträgliche Umrüstung ermöglicht.
[0028] Der Spreizdorn 20 kann in analoger Weise wie bei den Figuren 1 und 2 durch einen
hier nicht gezeigten Kniehebel oder durch eine Kombination von Ritzel und Zahnstange
oder durch einen Nocken angetrieben werden. Es ist jedoch auch möglich, eine elektromechanische
oder elektrohydraulische Antriebsvorrichtung vorzusehen.
Bezuaszeichenliste:
[0029]
- 1
- Grundkörper
- 1 a
- Aussengewinde
- 2
- Handhebel
- 3
- Gabelteile
- 4
- Achsbolzen
- 5
- Handhebel
- 5a
- Ausnehmung
- 6
- Anschlag
- 6a
- Gewindestift
- 6b
- überwurfmutter
- 6c
- Rändelung
- 7
- Achsbolzen
- 8
- Kniehebel
- 9
- Achsbolzen
- 10
- Spreizdorn
- 10a
- Abschnitt
- 10b
- Abschnitt
- 10c
- Abschnitt
- 11
- Bohrung
- 12
- Adapterring
- 12a
- Aussengewinde
- 12b
- Rändelung
- 13
- Expansionskopf
- 14
- überwurfkappe
- 15
- Spreizbacken
- 16
- Spalte
- 17
- Rohr
- 17a
- Rohrende
- 17b
- übergangsbereich
- 18
- Belag
- 19
- Niete
- 20
- Spreizdorn
- 21
- Gewindeverbindung
- 22
- Antriebsstange
- 23
- übergangsstück
- 24
- Gewindeverbindung
- A-A
- Systemachse
- "D"
- Durchmesser
1. Expansionsvorrichtung für Hohlkörper einschliesslich von Rohrenden (17a) mit einem
Grundkörper (1), in dem eine Bohrung (11) für die axiale Führung eines verschiebbaren,
sich verjüngenden Spreizdorns (10, 20) angeordnet ist, und mit einem Expansionskopf
(13), der eine überwurfkappe (14) mit sektorförmigen Spreizbacken (15) enthält und
mit dem Grundkörper (1) lösbar verbunden ist, wobei die Spreizbacken (15) in der überwurfkappe
(14) durch die Axialbewegung des Spreizdorns (10, 20) radial verschiebbar geführt
und Gleitflächen mit einem den Verschleiss mindernden Belag aus einem Hartwerkstoff
versehen sind. dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der auf die Spreizbacken (15) einwirkende Teil des Spreizdorns (10, 20)
mit dem Belag (18) aus dem Hartwerkstoff versehen ist.
2. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartwerkstoff aus Titannitrid (TiN) besteht.
3. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beschichtete Oberfläche des Spreizdorns (10, 20) eine Kegelfläche ist.
4. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizdorn (20) auswechselbar an einer Antriebsstange (22) befestigt ist, die
in der Bohrung (11) des Grundkörpers (1) gelagert ist.
5. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Oberflächen der Spreizbacken (15) als Sektoren einer Kegelfläche ausgeführt
und gleichfalls mit dem Hartwerkstoff beschichtet sind.
6. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartwerkstoff aus Titannitrid (TiN) besteht.
7. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Oberflächen der Spreizbacken (15) als Sektoren einer Zylinderfläche
ausgeführt und gleichfalls mit dem Hartwerkstoff überzogen sind.
8. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartwerkstoff aus Titannitrid (TiN) besteht.
9. Expansionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag (18) durch ein Verfahren aus der Gruppe der physikalischen (PVD), chemischen
(CVD) und der physikalischchemischen (PCVD) Gasphasenabscheidung hergestellt ist.