[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutzprofil für einen im wesentlichen plattenförmigen
Körper. Das Schutzprofil hat eine Profilleiste aus Kunsstoffschaum, die zwei Schenkel
mit jeweils einer Schenkelinnenfläche und einer freien Stirnfläche sowie einen die
Schenkel verbindenden Steg mit einer Steginnenfläche aufweist. Die Schenkelinnenflächen
und die Steginnenfläche begrenzen einen Aufnahmeraum, der zwischen den freien Stirnflächen
der Schenkel eine sich in Längsrichtung der Profilleiste erstreckende Leistenöffnung
hat. Im Aufnahmeraum ist für einen Kontakt mit dem plattenförmigen Körper eine Einlage
vorgesehen, die profilseitig festgelegt ist und eine Festigkeit hat, die größer ist
als die des Schaumstoffs.
[0002] Aus der
DE 36 26 765 C2 ist ein Verpackungskörper bekannt, der eine Basisplatte aus Wellpappe hat, auf der
eine Trägerschicht aus vernetztem Polyethylenschaum mit einer Dicke von etwa 10 mm
und einer Dichte von 0,025 bis 0,3 g/cm
3 angeordnet ist. Auf der freien Oberfläche des Polyethylenschaums ist eine glatte
Oberflächenschicht in Form einer 50 µm dicken Polyethylenfolie aufgeklebt oder aufgeschweißt.
Mit Hilfe eines erhitzten Stempels wird die Oberflächenschicht mit der darunter befindlichen
Trägerschicht zur Bildung eines Fachs für die Aufnahme eines Gegenstandes thermisch
verformt. Dabei wird in dem Bereich für die Aufnahme des Gegenstands der Polyethylenschaum
soweit verdichtet, dass noch eine Restelastizität vorhanden bleibt. Die dadurch in
den Seitenflächen des Fachs wirkenden Rückstellkräfte halten den in das Fach eingepassten
Gegenstand fest. Die Oberflächenschicht, mit der der Gegenstand in Kontakt steht,
verbessert die Gleiteigenschaften, so dass der Gegenstand aus dem Fach leicht entnommen
werden kann.
[0003] Aus der
US 3 836 043 (Fig. 1 B) ist ein Eckprofil aus einem elastischen Material und einer Metalleinlage
zum Aufbringen auf die Ecke eines Gegenstandes bekannt. Das Eckprofil ist somit ein
Profil aus einem elastischen Material, wie Gummi, das einen Innenbereich hat, der
mit einer Materialschicht aus Metall abgedeckt ist, wobei das Metall einen größeren
Widerstand gegenüber Durchdringen und/oder Abscheren und/oder Zerreißen und/oder Abtragung
hat als der Gummi des elastischen Materials.
[0004] Das Profil der
US 3 836 043 entspricht im Wortsinn dem im Anspruch 1 der
DE 694 19 556 T2 (
EP 0 621 207 B1) beschriebenen Profil, das insbesondere zur Anbringung an zumindest zwei aneinanderliegenden
Seiten von Gegenständen bestimmt ist, die voneinander beabstandet zu halten und gegen
Stöße bei ihrer Handhabung, Lagerung und Transport zu schützen sind. Das Profil besteht
aus einem elastischen Material zum Absorbieren der Stöße, beispielsweise einem Schaummaterial,
insbesondere Kunststoff. Das Profil weist in seinem Innenbereich, der für den Kontakt
mit den Seiten des Gegenstands bestimmt ist, eine Materialschicht auf, die einen Widerstand
gegenüber Durchdringen und/oder Abscheren und/oder Zerreißen und/oder Abtragung aufweist,
der größer ist als der Widerstand des elastischen Materials. Die Materialschicht des
Innenbereichs kann an der Materialschicht des elastischen Materials des Profils fixiert
sein. Gemäß einer speziellen Ausgestaltung können das elastische Material und die
Materialschicht aus der Gruppe der Polyolefine und der Kopolymere ausgewählt werden.
Das Profil kann ein Eckprofil oder eine U-Profil mit zwei Schenkeln und einem Steg
sein, wobei zwischen den Innenflächen der Schenkel und des Stegs ein Aufnahmeraum
für den aufzunehmenden Gegenstand ausgebildet ist. Die Materialschicht ist dabei auf
der Steginnenfläche angeordnet und kann sich davon ausgehend etwas in den stegseitigen
Bereich der Schenkel innenflächen erstrecken.
[0005] Bei diesem den gattungsgemäßen Stand der Technik bildenden Profil wird der Gegenstand
in Form eines plattenförmigen Körpers mit seinem Randbereich in den Aufnahmeraum eingeführt
und auf der Materialschicht zum Aufsitzen gebracht, die aufgrund ihres höheren Widerstands
zwar ein Reißen des mit ihr direkt in Kontakt stehenden Schaumstoffs bei eingesetztem
zu schützenden Gegenstand verhindert, ein Reißen im angrenzenden materialschichtfreien
Schaumstoff aber begünstigt. Es hat sich gezeigt, dass die mit dem bekannten Profil
erreichbare Dämpfung der Randbereiche des plattenförmigen Körpers für viele Anwendungen
unzureichend ist. Die Halterung des Randbereichs des plattenförmigen Körpers in dem
Aufnahmeraum ist allein von der Passgenauigkeit zwischen Plattendicke und Abstand
der Profilschenkel sowie durch den Reibungskoeffizient des Schaumstoffs bestimmt und
deshalb nicht immer ausreichend.
[0006] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, das Schutzprofil der eingangs
genannten Art so auszugestalten, dass neben einer ausgezeichneten Dämpfung für den
plattenförmigen Körper in dem Schutzprofil auch belastungsabhängig die Reibung zwischen
dem Schutzprofil und dem Randbereich des eingesetzten plattenförmigen Körpers gesteigert
und die abstützende Kraft auf eine größere Fläche verteilt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Schutzprofil der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass die Einlage eine Folieneinlage mit einer sich in Längsrichtung der Profilleiste
erstreckenden Einlageöffnung und mit einem Innenraum ist, der von sich längs der Schenkelinnenflächen
der Profilleiste erstreckenden Seitenwänden und von einer der Steginnenfläche der
Profilleiste zugewandten Bodenwand begrenzt ist. Die Seitenwände der Folieneinlage
stehen über die Leistenöffnung der Profilleiste vor und sind wenigstens an den freien
Stirnflächen der Schenkel der Profilleiste befestigt. Die Bodenwand der Folieneinlage
ist in einem Abstand von der Steginnenfläche der Profilleiste angeordnet. Dieser Abstand
ist so bemessen, dass der in die Folieneinlage durch die Einlageöffnung eingeführte,
mit einem Rand auf der Bodenwand der Folieneinlage aufliegende plattenförmige Körper
die Schenkel der Profilleiste mit der Folieneinlage aufgrund der Befestigung der Folieneinlage
an den freien Stirnflächen der Profilleiste ausgehend von der Einlage- und Leistenöffnung
aufeinander zu biegt und gegen den plattenförmigen Körper presst, ohne dass die Bodenwand
der Folieneinlage mit der Steginnenfläche der Profilleiste in Berührung kommt.
[0008] Bei dieser Ausgestaltung des Schutzprofils sorgt die Folieneinlage, wenn der plattenförmige
Körper in ihrem Innenraum eingesetzt ist, für eine starke Dämpfung während des Einsetzens
und bei Auftreten von Stößen während des Transports. Diese ausgezeichnete Dämpfung
ergibt sich sowohl durch die plastische als auch die elastische Dehnung der Folieneinlage
sowie des Schaumstoffs an den Verbindungsstellen mit der Folieneinlage, ohne dass
dabei die Bodenwand der Folieneinlage mit der Steginnenfläche in Berührung kommt,
also innerhalb dieses Teils des luftgefüllten Aufnahmeraums der Profilleiste eine
bestimmte Federwirkung möglich ist. Der auf der Bodenwand der Folieneinlage aufliegende
plattenförmige Körper übt auf diese einen Druck aus, der sich in der Folieneinlage
fortsetzt und dadurch, dass die Folieneinlage an den freien Stirnflächen der Profilleiste
festgelegt ist, zu einem Moment führt, das die Schenkel der Profilleiste mit der Folieneinlage
aufeinander zu bewegt, wodurch der Haltedruck auf den plattenförmigen Körper erhöht
und dadurch der plattenförmige Körper sicher in dem Schutzprofil gehalten wird und
gleichzeitig eine erhöhte Traglast erreicht wird.
[0009] Als Kunststoffschaum für die Profilleiste eignen sich bevorzugt alle den gewünschten
Schutz bietende Schäume, insbesondere Polyethylen-, Polystyrol-, Polyvinylchlorid-oder
Polypropylenschäume sowie Kombinationen davon, sowie Polyurethan- und gegebenenfalls
auch elastomere Schäume.
[0010] Die Folieneinlage besteht vorteilhafterweise aus einschichtigen oder mehrschichtigen
Folien aus Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polypropylen, Polypropylenoxid,
usw.
[0011] Zweckmäßigerweise bestehen Schaumstoff und Folie aus der gleichen Materialfamilie,
wodurch eine sortenreine Wiederverarbeitung möglich ist. Wenn spezielle Anforderungen
an den Schutz, die Dämpfung, die Schnittfestigkeit, die Haftung, die Lastverteilung
usw. des Schutzprofils gestellt werden, kann eine Folieneinlage in Form einer Mehrschichtfolie
zum Einsatz kommen, wobei die einzelnen Schichten der Folie, insbesondere die Außenschichten,
unterschiedliche Eigenschaften haben und aus unterschiedlichen Materialien bestehen
können. Beispielsweise kann die mit dem plattenförmigen Körper in Kontakt kommende
Schicht eine sehr gute Haftwirkung aufweisen, während die der Profilleiste zugewandte
Schicht mit dieser gut verschweiß- oder verklebbar sein kann. Zur Stabilisierung kann
auch eine Zwischenlage, beispielsweise aus Polyethylenterephthalat, vorgesehen werden.
[0012] Die Befestigung der Folieneinlage an der Profilleiste erfolgt zweckmäßigerweise,
wie erwähnt, durch Verkleben oder Verschweißen, oder auch durch Koextrudieren der
Profilleiste und der Folieneinlage.
[0013] Für bestimmte Anwendungszwecke kann es zweckmäßig sein, dass die Folie im Bereich
der Seitenwände und/oder im Bereich der Bodenwand und/oder im Übergang zwischen den
Seitenwänden und der Bodenwand mit einer Auflage versehen ist. Eine solche Auflage
kann eine Verstärkung aus dem gleichen Folienmaterial oder aus einem anderen Folienmaterial
sein, wobei das Folienmaterial in der gewünschten Position wieder durch Verschweißen
oder Verkleben oder Koextrusion angebracht werden kann. Die Auflage kann auch eine
Haftmittelschicht oder ein Antirutschbelag sein, wenn die Folieneinlage glatt ist
und umgekehrt. Durch Verstärkung der Bodenwand lässt sich beispielsweise der Schneidschutz
erhöhen.
[0014] Ein besonders stabiles Schutzprofil ergibt sich dann, wenn die Folieneinlage außenseitig
die ganze Profilleiste umschließt und an ihr entweder an ihrer Außenfläche unbefestigt
oder mit ihr durch Verkleben verbunden ist. In dieser Ausgestaltung benutzt die Einlagefolie
die gesamte Profilleiste zur Kraftverteilung und kommt insbesondere dann zum Einsatz,
wenn sich die Einlagefolie schlecht mit der Profilleiste verbinden lässt.
[0015] Für einen konformen Kontakt mit dem Rand des plattenförmigen Körpers, der eine bestimmte
Form haben oder Dichtlippen aufweisen kann, können an einer oder beiden Seitenwänden
und/oder der Bodenwand der Folieneinlage Abstützleisten vorgesehen werden, die für
diesen Kontakt entsprechend geformt sind. Die Abstützleisten können beispielsweise
aus Hartschaumstoff oder einem Vollmaterial bestehen.
[0016] Zur Steigerung der Dämpfung seitens der Folieneinlage beim Einsetzen des plattenförmigen
Körpers in das Schutzprofil können in der Folieneinlage Löcher oder Ausschnitte vorgesehen
werden. Die Folieneinlage kann auch netzförmig ausgebildet sein. Zur Gewährleistung
einer ausreichenden Haftung der Folieneinlage an der Profilleiste kann an den Seitenwänden
der Folieneinlage eine sich in Richtung der Steginnenfläche hin öffnende Längsfalte
mit verdeckt integriertem Kleber oder Haftmittel vorgesehen werden. Dadurch soll ein
einfaches Aufbringen des Schutzprofils unter leichtem Rutschen und ausschließender
Haftung möglich sein.
[0017] Als zweckmäßig hat sich auch erwiesen, wenn der Aufnahmeraum sich stegseitig erweitert,
was durch Extrudieren einfach erreicht werden kann und was eine größere Flexibilität
ergibt, Platz für empfindliche Dichtlippen schafft, und die Kerbwirkung verringert,
wenn die Stege der Profilleiste durch Schneiden erzielt werden.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung bildet die Steginnenfläche mit den
angrenzenden Bereichen der Schenkelinnenflächen einen sich erweiternden Teil des Aufnahmeraums,
der beispielsweise einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt haben kann.
[0019] Ohne Verringerung der verlangten Dämpfung und Reibung kann zur Materialeinsparung
die Folieneinlage aus einer Vielzahl von Folieneinlageelementen bestehen, die in Richtung
der Längserstreckung der Profilleiste im Abstand voneinander angeordnet sind.
[0020] Zweckmäßigerweise hat die Profilleiste einen U- oder V-förmigen Querschnitt.
[0021] Anhand von Zeichnungen werden beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- perspektivisch eine erste Ausführungsform eines Schutzprofils,
- Fig. 2
- eine Stirnansicht des Schutzprofils von Fig. 1,
- Fig. 3
- das Schutzprofil von Fig. 1 mit eingesetztem plattenförmigen Körper,
- Fig. 4
- eine Stirnansicht des Schutzprofils von Fig. 3,
- Fig. 5
- in einer Ansicht wie Fig. 2 eine erste Modifizierung der Folieneinlage,
- Fig. 6
- in einer Ansicht wie Fig. 5 eine zweite Modifizierung der Folieneinlage,
- Fig. 7
- in einer Ansicht wie Fig. 1 eine dritte Modifizierung der Folieneinlage,
- Fig. 8
- in einer Ansicht wie Fig. 1 eine vierte Modifizierung der Folieneinlage,
- Fig. 9
- eine Stirnansicht von Fig. 8,
- Fig. 10
- das Schutzprofil von Fig. 1 mit einer fünften Modifizierung der Folieneinlage und
eingesetztem plattenförmigen Körper mit Lippendichtung,
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch das Schutzprofil von Fig. 10 mit dem plattenförmigen Körper
während des Einsetzens,
- Fig. 12
- in einer Ansicht wie in Fig. 11 das Schutzprofil mit eingesetztem plattenförmigen
Körper,
- Fig. 13
- perspektivisch eine zweite Ausführungsform eines Schutzprofils,
- Fig. 14
- einen Querschnitt durch das Schutzprofil von Fig. 13,
- Fig. 15
- in einer Ansicht wie in Fig. 14 eine sechste Modifizierung der Folieneinlage mit einer
Faltung für die Aufnahme eines Haftmittels und
- Fig. 16
- einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 15,
- Fig. 17
- in einer Ansicht wie Fig. 2 eine dritte Ausführungsform eines Schutzprofils,
- Fig. 18
- zeigt in einer Ansicht wie Fig. 11 eine modifizierte Auflage.
[0022] Das in Fig. 1 bis 4 gezeigte Schutzprofil hat eine U-Profilleiste 40 aus einem thermoplastischen
Schaumstoff. Die U-Profilleiste 40 hat zwei Schenkel 41 und 42 sowie einen Steg 43,
die ein Stück bilden. Auf der dem Steg 43 gegenüberliegenden Seite hat jeder Schenkel
41 und 42 jeweils eine freie Stirnfläche 45 bzw. 46. Der Schenkel 41 hat eine Schenkelinnenfläche
47, der Schenkel 42 eine Schenkelinnenfläche 48. Der Steg 43 hat eine Steginnenfläche
49. Die in die Steginnenfläche 49 übergehenden Schenkelinnenflächen 47 und 48 begrenzen
einen Aufnahmeraum 44, der zwischen den freien Stirnflächen 45 und 46 der Schenkel
41 und 42 eine sich in Längsrichtung der U-Profilleiste 40 erstreckende Leistenöffnung
60 hat.
[0023] In dem Aufnahmeraum 44 ist für den Kontakt mit dem plattenförmigen Körper 30 eine
U-förmige Folieneinlage 50 angeordnet, deren Festigkeit, insbesondere Zugfestigkeit,
aber auch Schneidfestigkeit, Rutschfestigkeit und dergleichen, größer ist als die
des Schaumstoffs oder andere Eigenschaften besitzt. Die Folieneinlage 50 hat Seitenwände
51, 52 und eine Bodenwand 53, die ein Stück bilden und einen Innenraum 74 mit einer
sich in Längsrichtung der Profilleiste 40 erstreckenden Einlageöffnung 70 begrenzen.
Die Seitenwände 51 und 52 erstrecken sich längs der Schenkelinnenflächen 47 und 48.
Die Seitenwände 51 und 52 der Folieneinlage 50 erstrecken sich über die Leistenöffnung
60 hinaus und sind auf die freien Stirnflächen 45, 46 der Schenkel 41, 42 der U-Profilleiste
40 abgebogen und mit ihnen durch Kleben, Verschweißen oder Koextrudieren verbunden.
Diese Befestigung kann sich auch noch in den Bereich der oder ganz über die Schenkelinnenflächen
47 und 48 erstrecken.
[0024] Die Bodenwand 53 der Folieneinlage 50 ist in einem Abstand 54 von der Steginnenfläche
49 angeordnet. Der Abstand 54 der Bodenwand 53 der Folieneinlage 50 von der Steginnenfläche
49 ist so bemessen, dass der in die Folieneinlage 50 durch die Einlageöffnung 70 eingeführte,
mit einem Rand 31 auf der Bodenwand 53 der Folieneinlage 50 aufliegende plattenförmige
Körper 30 die Schenkel 41 und 42 mit Folieneinlage 50 aufgrund der Befestigung der
Folieneinlage 50 an ihren freien Stirnflächen 45, 46 ausgehend von der Leistenöffnung
60 bzw. der Einlageöffnung 70 aufeinander zu biegt und gegen den plattenförmigen Körper
30 presst, ohne dass die Bodenwand 53 mit der Steginnenfläche 49 in Berührung kommt.
Dieser Zustand ist in Fig. 3 und 4 gezeigt.
[0025] Bei der Ausführungsform von Fig. 1 bis 4 sind die Schenkelinnenflächen 47 und 48
leicht gegeneinander gerichtet oder zunächst weitgehend parallel und leicht voneinander
weggerichtet und gehen dann in die Steginnenfläche 49 so über, dass der Aufnahmeraum
44 in dem stegseitigen Bereich sich einen erweiterten Querschnitt hat, der bei der
gezeigten Ausführung im wesentlichen kreisförmig ist.
[0026] Wie aus Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, reduziert sich der Abstand 54 durch plastische
und elastische Dehnung der Folieneinlage 50 unter dem Gewicht des eingesetzten plattenförmigen
Körpers 30, ohne dass jedoch die Folieneinlage 50 bodenwandseitig mit der Steginnenfläche
49 der Profilleiste 40 in Kontakt kommt.
[0027] Bei der in Fig. 5 gezeigten Modifizierung ist an der Innenseite der Bodenwand 53
der Folieneinlage 50 eine Verstärkung 56 vorgesehen, die beispielsweise als Schneidschutz
dient.
[0028] Bei der in Fig. 6 gezeigten Modifizierung ist eine Verstärkung 56 jeweils innen an
jeder Seitenwand 51, 52 der Folieneinlage 50 vorgesehen, die beispielsweise abhängig
von den Eigenschaften der Folieneinlage 50 rutschhemmend oder glatt sein kann.
[0029] Bei der in Fig. 7 gezeigten Modifizierung der Profilleiste in der Ausführung von
Fig. 1 bis 4 ist die Folieneinlage 50 in Richtung der Längserstreckung der U-Profilleiste
40 unterbrochen und besteht aus zueinander beabstandeten Folieneinlageelementen 55,
von denen jedes Seitenwände 51 und 52 und eine Bodenwand 53 hat.
[0030] Das Schutzprofil von Fig. 8 und 9 unterscheidet sich von dem der Figuren 1 bis 4
dadurch, dass die Folieneinlage 50 um alle Außenwände der U-Profilleiste 40 herumgelegt
und mit diesen verbunden ist. Der thermoplastische Schaumstoff der U-Profilleiste
40 ist somit nur an den Stirnflächen des Schutzprofils sichtbar. Diese Ausgestaltung
verteilt die Kräfte in der Folieneinlage 50 bei eingesetztem plattenförmigen Körper
über einen Großteil der Außenfläche der U-Profilleiste 40 auch für thermisch schlecht
verschweißbare Materialien.
[0031] Das in Fig. 10 bis 12 gezeigte Schutzprofil entspricht im wesentlichen dem von Fig.
1 bis 4 mit der Ausnahme, dass an der Bodenwand 53 der Folieneinlage 50 auf der der
Einlageöffnung 70 zugewandten Innenfläche eine Abstützleiste 57 aus Hartschaum aufgebracht
ist, die für einen konformen Kontakt mit einem plattenförmigen Körper 30 vorgesehen
ist, von dem sich randseitig zwei Lippen so weg erstrecken, dass ein Y-Rand 32 gebildet
wird, d.h. ein Rand, der im Querschnitt die Form eines auf dem Kopf stehenden Y hat.
Dabei ist wie bei der Ausführungsform von Fig. 1 bis 4 der stegseitige Teil des Aufnahmeraums
44 der U-Profilleiste 40 im Querschnitt sich kreisförmig erweiternd ausgebildet.
[0032] Wenn, wie in Fig. 11 gezeigt ist, der plattenförmige Körper 30 mit dem Y-Rand 32
durch die Einlageöffnung 70 in die Folieneinlage 50 eingeführt wird, drückt sein Y-Rand
32 die Seitenwände 51 und 52 der Folieneinlage 50 auseinander, wobei sich die die
Abstützleiste 57 tragende Bodenwand 53 horizontal ausrichtet.
[0033] Wenn der plattenförmige Körper 30 mit seinem Y-Rand 32 voll in die Folieneinlage
50 des Schutzprofils eingesetzt ist, liegt, wie in Fig. 12 gezeigt ist, die Folieneinlage
50 fest an der Außenkontur des plattenförmigen Körpers 30 an, wobei die Abstützleiste
57 in den Y- Rand 32 ragt und am Boden des Y mit dem plattenförmigen Körper 30 in
Kontakt steht. Auf diese Weise wird der plattenförmige Körper 30 in den Innenraum
74 der Einlagefolie 50 eingebracht und ist gut gedämpft gegen Stöße und dergleichen,
wobei durch das durch den vertikalen Pfeil in Fig. 12 veranschaulichte Gewicht des
plattenförmigen Körpers 30 die Schenkel 41 und 42 in Richtung der horizontalen Pfeile
nach innen gegen den plattenförmigen Körper 30 gedrückt werden, so dass dessen Reibhalterung
innerhalb der Folieneinlage 50 gesteigert wird. Durch die Abstützleiste 57 wird der
Y-Rand 32 bzw. werden die Lippen fixiert und gegen Verbiegen geschützt. Die Kraft
wird also nicht über die zu schützende Lippe sondern über die Abstützleiste 57 und
den plattenförmigen Körper 30 eingeleitet.
[0034] Bei der in Fig. 13 und 14 gezeigten Ausführungsform hat das Schutzprofil eine U-Profilleiste
40 mit einem langen geraden Steg 43, wobei die Steginnenfläche 49 in etwa parallel
zu der im Abstand 54 befindlichen Bodenwand 53 der Folieneinlage 50 angeordnet ist.
Im übrigen hat das Schutzprofil den gleichen Aufbau und die gleiche Funktion wie das
der Fig. 1 bis 4.
[0035] Bei der Modifizierung von Fig. 15 und 16 bilden die Seitenwände 51 und 52 der Folieneinlage
50 an den Schenkelinnenflächen 47 und 48 der Schenkel 41 und 42 eine Falte 58, die
vergrößert in Fig. 16 dargestellt ist. In der von dieser Falte 58 gebildeten Tasche
ist schenkelinnenflächenseitig ein Klebstoff oder Haftmittel enthalten. Wenn in den
Innenraum 74 der Folieneinlage 50 ein nicht gezeigter plattenförmiger Körper eingesetzt
wird, können sich unter dem Gewicht des Körpers die Falten 58 öffnen, wodurch die
Bodenwand 53 weiter in Richtung des Stegs 43 verschoben wird und dabei beim Öffnen
der Falten 58 einen Dämpfungswiderstand herbeiführt. Durch den nach Öffnen der Falten
58 mit den Schenkelinnenflächen 47 bzw. 48 in Kontakt kommenden Klebstoff wird dann
die jeweilige Seitenwand 51, 52 an dem zugehörigen Schenkel 41 bzw. 42 der U-Profilleiste
40 zusätzlich festgelegt. Die Falten 58 sind in Fig. 15 und 16 überdimensioniert dargestellt.
Nach Öffnen der Falten sowie nach plastischer und elastischer Dehnung der Folieneinlage
50 unter dem Gewicht des nicht gezeigten plattenförmigen Körpers kommt die Bodenwand
53 der Folieneinlage 50 nicht mit der Steginnenfläche 49 des Stegs 43 der U-förmigen
Profilleiste 40 in Kontakt.
[0036] Aufgrund der Tatsache, dass der Kleber, das Haftmittel oder die Antirutschschicht
verdeckt ist, kann der zu schützende Körper 30 leicht und hemmungsfrei ins Schutzprofil
eingeleitet werden, weil sich die Falten 58 nur bei Belastung der Bodenwand 53 der
Einlagefolie 50 öffnen. Die Position der Falte 58 spielt dabei keine wesentliche Rolle,
sie muss nur an der Schenkelinnenfläche 47 anliegen. Somit wird auch ein automatisiertes
Einbringen des plattenförmigen Körpers 30 vereinfacht.
[0037] Bei der in Figur 17 gezeigten dritten Ausführungsform hat das Schutzprofil eine V-förmige
Profilleiste 40 mit zwei Schenkeln 41 und 42 sowie einem am Übergang der Schenkel
41 und 42 vorhandenen spitzzulaufenden Steg 43. Im Bereich des Stegs 43 ist ein Aufnahmeraum
44 vorgesehen, in dem, wie gezeigt, eine Einlagenfolie 50 angeordnet ist, wobei diese
Anordnung und die Festlegung der Einlagenfolie 50 der der übrigen Ausführungsformen
entspricht. Ferner ist ein in die Einlagenfolie 50 eingeführter plattenförmiger Körper
30 gezeigt.
[0038] Das in Figur 18 gezeigten Schutzprofil unterscheidet sich von dem in Figur 11 gezeigten
dadurch, dass die Abstützleiste 57 ein Teil der bodenwandseitigen Auflage 56 von Figur
5 ist und sich an der einen Schenkelinnenfläche 47 der U-Profilleiste 40 befindet.
Der plattenförmige Körper 30 hat einen Rand 32', der eine einseitig von ihm abstehende,
der anderen Schenkelinnenfläche 48 der Profilleiste 40 zugewandte Lippe 33 hat. Wenn
der Rand 32' des plattenförmigen Körpers 30 auf der Abstützleiste 57 aufliegt, erstreckt
sich seine Lippe 33 an der Abstützleiste 57 vorbei in den von der Einlagenfolie 50
begrenzten Innenraum 74. Obwohl der plattenförmige Körper 30 auf diese Weise näher
an der Schenkelinnenwand 47 der U-Profilleiste 40 als an der Schenkelinnenwand 48
angeordnet ist, ergibt sich, dass die aus dem Gewicht des plattenförmigen Körpers
30 resultierende Kraft konform über die asymmetrisch angeordnete Abstützleiste 57
und die mit ihr ein Stück bildende Auflage 56 über die Einlagefolie 50 in die Schenkel
41, 42 der Profilleiste 40 eingeleitet wird und dadurch die Schenkel 41, 42 wieder
mit gleicher Kraft gegen den plattenförmigen Körper 30 angepresst werden. Außerdem
bleibt der Innenraum 70 der Folieneinlage 50 für die ungestörte Aufnahme der Lippe
33 erhalten.
1. Schutzprofil für einen im wesentlichen plattenförmigen Körper (30),
- wobei das Schutzprofil eine Profilleiste (40) aus Kunststoffschaum aufweist, die
zwei Schenkel (41, 42) mit jeweils einer Schenkelinnenfläche (47, 48) und einer freien
Stirnfläche (45, 46) sowie einen die Schenkel (41, 42) verbindenden Steg (43) mit
einer Steginnenfläche (49) hat,
- wobei die Schenkelinnenflächen (47, 48) und die Steginnenfläche (49) einen Aufnahmeraum
(44) begrenzen, der zwischen den freien Stirnflächen (45, 46) der Schenkel (41, 42)
eine sich in Längsrichtung der Profilleiste (40) erstreckende Leistenöffnung (60)
hat, und
- wobei in dem Aufnahmeraum (44) für einen Kontakt mit dem plattenförmigen Körper
(30) eine Einlage angeordnet ist, die profilseitig festgelegt ist und eine Festigkeit
hat, die größer ist als die des Schaumstoffs,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Einlage eine Folieneinlage (50) mit einer sich in Längsrichtung der Profilleiste
(40) erstreckenden Einlageöffnung (70) und mit einem Innenraum (74) ist, der von sich
längs der Schenkelinnenflächen (47, 48) der Profilleiste (40) erstreckenden Seitenwänden
(51, 52) und von einer der Steginnenfläche (49) der Profilleiste (40) zugewandten
Bodenwand (53) begrenzt ist,
- dass die Seitenwände (51, 52) der Folieneinlage (50) über die Leistenöffnung (60) der
Profilleiste (40) vorstehen und wenigstens an den freien Stirnflächen (45, 46) der
Schenkel (41, 42) der Profilleiste (40) befestigt sind,
- dass die Bodenwand (53) der Folieneinlage (50) in einem Abstand (54) von der Steginnenfläche
(49) der Profilleiste (40) angeordnet ist, und
- dass der Abstand (54) der Bodenwand (53) der Folieneinlage (50) von der Steginnenfläche
(49) der Profilleiste (40) so bemessen ist, dass der in die Folieneinlage (50) durch
die Einlageöffnung (70) eingeführte, mit einem Rand (31, 32) auf der Bodenwand (53)
der Folieneinlage (50) aufliegende plattenförmige Körper (30) die Schenkel (41, 42)
der Profilleiste (40) mit der Folieneinlage (50) aufgrund der Befestigung der Folieneinlage
(50) an den freien Stirnflächen (45, 46) der Profilleiste (40) ausgehend von der Einlageöffnung
(70) und der Leistenöffnung (60) aufeinander zu biegt und gegen den plattenförmigen
Körper (30) presst, ohne dass die Bodenwand (53) der Folieneinlage (50) mit der Steginnenfläche
(49) der Profilleiste (40) in Berührung kommt.
2. Schutzprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Folieneinlage (50) an der Profilleiste (40) durch Verkleben,
Verschweißen oder Koextrudieren erfolgt.
3. Schutzprofil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folieneinlage (50) im Bereich ihrer Seitenwände (51, 52) und/oder im Bereich
ihrer Bodenwand (53) und/oder im Übergang zwischen ihren Seitenwänden (51, 52) und
ihrer Bodenwand (53) mit einer Auflage (56) versehen ist.
4. Schutzprofil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (56) eine Verstärkung, eine Haftmittelschicht oder ein Antirutschbelag
ist.
5. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folieneinlage (50) außenseitig die ganze Profilleiste (40) umschließt.
6. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwänden (51, 52) und/oder der Bodenwand (53) der Folieneinlage (50) wenigstens
eine Abstützleiste (57) für eine konforme Einleitung der aus dem Gewicht des plattenförmigen
Körpers (30) resultierenden Kraft in die Schenkel (41, 42) der Profilleiste (40) vorgesehen
sind.
7. Schutzprofil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützleisten (57) aus Hartschaumstoff oder einem Vollmaterial bestehen.
8. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (51, 52) der Folieneinlage (50) eine sich in Richtung zur Steg innenfläche
(49) hin öffnende Längsfalte (58) mit verdeckt integriertem Kleber, Haftmittel oder
Antirutschbelag aufweisen.
9. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (44) im Bereich der Steginnenfläche (49) der Profilleiste (40) und
ihren angrenzenden Bereichen der Schenkelinnenflächen (47, 48) sich erweiternd ausgebildet
ist.
10. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folieneinlage (50) aus einer Vielzahl von Folieneinlageelementen (55) besteht,
die in Richtung der Längserstreckung der Profilleiste (40) im Abstand voneinander
angeordnet sind.
11. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folieneinlage (50) eine Mehrschichtfolie ist.
12. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folieneinlage (50) Löcher und/oder Ausschnitte aufweist oder netzförmig ausgebildet
ist.
13. Schutzprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleiste (40) einen U- oder V-förmigen Querschnitt hat.