[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzuganlage mit mehreren Fahrkörben in einem Schacht,
wobei unterhalb eines ersten Fahrkorbes ein zweiter Fahrkorb angeordnet ist und jedem
Fahrkorb ein Antrieb mit einer Treibscheibe sowie mindestens ein über die Treibscheibe
geführter Seilstrang zugeordnet ist, über den der Fahrkorb mit einem Gegengewicht
verbunden ist, wobei der zweite Fahrkorb in einem Aufhängungsverhältnis von 1:1 1
gehalten und über zwei unterschiedlichen Seiten des zweiten Fahrkorbes zugeordnete
und über die Treibscheibe des zweiten Fahrkorbes geführte Seilstränge mit seinem Gegengewicht
verbunden ist.
[0002] Durch den Einsatz mehrerer Fahrkörbe, die in einem gemeinsamen Schacht getrennt voneinander
nach oben und nach unten verfahrbar sind, lässt sich die Förderkapazität einer Aufzuganlage
steigern. Der Antrieb der Fahrkörbe kann mittels Treibscheiben erfolgen, über die
die Seilstränge, die die Fahrkörbe mit ihrem Gegengewicht verbinden, geführt sind.
Für den ersten Fahrkorb ist nur ein einziger Seilstrang erforderlich. Für den zweiten
Fahrkorb, der unterhalb des ersten Fahrkorbes angeordnet ist, kommen üblicherweise
zwei Seilstränge zum Einsatz, die an zwei unterschiedlichen Seiten des Fahrkorbes
angeordnet sind und seitlich außerhalb des ersten Fahrkorbes verlaufen. In der
US-A-5 419 414 wird hierzu vorgeschlagen, die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes jeweils
über eine separate Treibscheibe zu führen, so dass der Antrieb des zweiten Fahrkorbes
mittels zweier durch die Fahrkorbbreite voneinander getrennte Treibscheiben erfolgt,
die über eine Antriebswelle mit einem gemeinsamen Antriebsmotor gekoppelt sind. Dies
erfordert allerdings einen speziellen Antriebsmotor mit einer langen Antriebswelle
für den zweiten Fahrkorb und erfordert außerdem einen großen Schachtraum, durch den
die Herstellungs- und Betriebskosten der Aufzuganlage erhöht werden.
[0003] In der
EP-A-1 329 412 wird vorgeschlagen, die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes über eine gemeinsame
Treibscheibe zu führen. Dadurch kann Schachtraum eingespart werden und zum Antrieb
des zweiten Fahrkorbes kann ein Standardmotor zum Einsatz kommen. Allerdings werden
die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes während dessen Betrieb in unterschiedlicher
Weise abgenutzt, so dass sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihren maximal zulässigen
Abnutzungsgrad erreichen. Zum Auswechseln der Seilstränge muss die Aufzuganlage außer
Betrieb gesetzt werden, und um diese Ausfallzeiten möglichst kurz zu halten, werden
üblicherweise die beiden Seilstränge gleichzeitig ausgewechselt, obwohl ein derartiges
Auswechseln strenggenommen nur für den stärker abgenutzten Seilstrang erforderlich
ist, während für den weniger abgenutzten Seilstrang noch nicht der maximal zulässige
Abnutzungsgrad erreicht wurde.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Aufzuganlage der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes möglichst
zum selben Zeitpunkt ihren maximal zulässigen Abnutzungsgrad erreichen, um dadurch
die Betriebskosten zu senken.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Aufzuganlage der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Aufzuganlage eine die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes
gleichmäßig belastende Seilführungseinrichtung aufweist. Die Belastung der Seilzüge
wird nicht nur durch die Zugkraft hervorgerufen, der die Seilzüge unterliegen, sondern
auch durch die Umlenkung der Seilzüge an Umlenkrollen und an der zugeordneten Treibscheibe.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes
mittels der Seilführungseinrichtung derart angeordnet und geführt sind, dass sie praktisch
der gleichen Seilbelastung ausgesetzt sind. Sie werden deshalb gleichmäßig abgenutzt
und erreichen ungefähr zum selben Zeitpunkt ihren maximal zulässigen Abnutzungsgrad.
Zu diesem Zeitpunkt können beide Seilstränge ausgetauscht werden, wobei sie beide
den gleichen Abnutzungsgrad zeigen. Ein Austausch von einem der Seilstränge, noch
bevor dieser seine maximale Lebensdauer erreicht hat, ist somit nicht erforderlich.
Die erfindungsgemäße Aufzuganlage zeichnet sich daher durch geringere Betriebskosten
aus.
[0006] Als Fahrkorb wird vorliegend sowohl eine Aufzugkabine ohne Fahrkorbrahmen als auch
eine Aufzugkabine einschließlich eines Fahrkorbrahmens, an dem die Aufzugkabine gehalten
ist, bezeichnet. Die Seilstränge können unmittelbar an der Aufzugkabine festgelegt
sein oder auch am gegebenenfalls zum Einsatz kommenden Fahrkorbrahmen.
[0007] Der zweite Fahrkorb ist in einem Aufhängungsverhältnis von 1: 1 gehalten, das heißt
die Seilstränge des zweiten Fahrkorbes sind an diesem festgelegt, so dass die Seilgeschwindigkeit
der beiden Seilstränge identisch ist mit der Fahrkorbgeschwindigkeit. Dadurch können
Fahrgeräusche und Schwingungen im zweiten Fahrkorb gering gehalten werden. Auch der
erste Fahrkorb kann in einem Aufhängungsverhältnis von 1:1 gehalten sein, so dass
sich die erfindungsgemäße Aufzuganlage insgesamt durch einen geringen Geräuschpegel
auszeichnet. Bei einem Aufhängungsverhältnis von 1:1 ist eine Höhenveränderung des
Fahrkorbes identisch mit dem Vorschub der jeweiligen Seilstränge, über die der Fahrkorb
mit seinem Gegengewicht verbunden ist.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Aufzuganlage können sowohl für den ersten als auch für
den zweiten Fahrkorb Standardantriebsmotoren zum Einsatz kommen. Dadurch können die
Herstellungs- und Betriebskosten der Aufzuganlage ebenfalls gesenkt werden.
[0009] Von Vorteil ist es, wenn die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen umfasst, wobei
die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes über die gleiche Anzahl von Umlenkrollen
und über die Treibscheibe des zweiten Fahrkorbes geführt sind. Da jeder Seilstrang
sowohl an Umlenkrollen als auch an der Treibscheibe eine Abnutzung erfährt, kann durch
den Einsatz einer gleichen Anzahl von Umlenkrollen für die beiden Seilstränge eine
gleichmäßigere Abnutzung derselben erzielt werden.
[0010] Günstig ist es, wenn die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen umfasst, wobei die
Abstände zwischen zwei einander benachbarten Umlenkrollen und zwischen der Treibscheibe
des zweiten Fahrkorbes und dieser benachbarten Umlenkrollen für beide Seilstränge
des zweiten Fahrkorbes gleich groß sind. Die Abnutzung der über Umlenkrollen und die
Treibscheibe geführten Seilstränge ist auch davon abhängig, welche Abstände die jeweiligen
Umlenkrollen zueinander und zur Treibscheibe aufweisen. Stimmen die Abstände für die
beiden Seilstränge überein, so kann eine gleichmäßigere Abnutzung der Seilstränge
des zweiten Fahrkorbes erzielt werden.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen umfasst, wobei die Reihenfolge der an den
jeweiligen Umlenkrollen und der Treibscheibe des zweiten Fahrkorbes erfolgenden Richtungsänderungen
für die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes gleich ist. Die Biegerichtung, die
die Seilstränge durch die Umlenkrollen und die Treibscheibe erfahren, stimmt somit
für die beiden Seilstränge überein. Insbesondere wird dadurch sichergestellt, dass
ein Wechsel der Biegerichtung für beide Seilstränge auf gleiche Weise erfolgt. Ein
derartiger Richtungswechsel ist mit einer starken Belastung des jeweiligen Seilstranges
verbunden. Durch Sicherstellung übereinstimmender Richtungswechsel für beide Seilstränge
kann deren Belastung und damit auch deren Abnutzung einander angenähert werden.
[0012] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen umfasst,
wobei die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes an einander entsprechenden Umlenkrollen
und an der Treibscheibe des zweiten Fahrkorbes jeweils um denselben Winkel umgelenkt
werden. So kann vorgesehen sein, dass für jeden der beiden Seilstränge in derselben
Höhe eine Umlenkrolle angeordnet ist, an der der jeweilige Seilstrang jeweils um denselben
Winkel umgelenkt wird, so dass die Seilstränge an den Umlenkrollen und an der Treibscheibe
jeweils derselben Belastung und Abnutzung ausgesetzt sind.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform verlaufen die beiden Seilstränge des zweiten
Fahrkorbes bezüglich einer Symmetrieebene spiegelsymmetrisch zueinander. Durch einen
symmetrischen Verlauf der beiden Seilstränge kann eine besonders gleichmäßige Abnutzung
der beiden Seilstränge erzielt werden.
[0014] Günstig ist es, wenn die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes jeweils einen
vom zweiten Fahrkorb ausgehenden und sich bis zu einer ersten Umlenkrolle erstreckenden
ersten Seilstrangabschnitt und einen an diesen anschließenden zweiten Seilstrangabschnitt
aufweisen, wobei die zweiten Seilstrangabschnitte senkrecht zu den ersten Seilstrangabschnitten
ausgerichtet sind. Dies ermöglicht es, die beiden Seilstränge, die an unterschiedlichen
Seiten des ersten Fahrkorbes vorbei geführt sind, im zweiten Seilstrangabschnitt zusammenzuführen,
um dadurch Schachtraum einzusparen.
[0015] Von Vorteil ist es, wenn die zweiten Seilstrangabschnitte horizontal ausgerichtet
sind. Die Seilstränge des zweiten Fahrkorbes erfahren somit ausgehend vom zweiten
Fahrkorb an einer ersten Umlenkrolle eine Umlenkung um 90°. Der erste Seilstrangabschnitt,
der vom zweiten Fahrkorb ausgeht, verläuft in vertikaler Richtung am ersten Fahrkorb
vorbei und nach einer Umlenkung um 90° schließt sich an den ersten Seilstrangabschnitt
der horizontal ausgerichtete zweite Seilstrangabschnitt an.
[0016] Der zweite Seilstrangabschnitt kann sich bis zu einer zweiten Umlenkrolle erstrecken,
an die sich ein dritter Seilstrangabschnitt anschließt. Hierbei ist es günstig, wenn
die dritten Seilstrangabschnitte der beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes parallel
zueinander ausgerichtet sind, insbesondere können die dritten Seilstrangabschnitte
vertikal ausgerichtet sein. Die beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes können somit
in ihrem dritten Seilstrangabschnitt jeweils vertikal nach oben oder nach unten geführt
sein.
[0017] Die dritten Seilstrangabschnitte erstrecken sich bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung bis zu einer dritten Umlenkrolle oder bis zur Treibscheibe des zweiten
Fahrkorbes, an die sich ein vierter Seilstrangabschnitt anschließt, wobei die vierten
Seilstrangabschnitte der beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes parallel zueinander
ausgerichtet sind.
[0018] Die vierten Seilstrangabschnitte können sich von der Treibscheibe direkt bis zum
Gegengewicht des zweiten Fahrkorbes erstrecken. In diesem Falle verlaufen die vierten
Seilstrangabschnitte in vertikaler Richtung.
[0019] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die vierten Seilstrangabschnitte beispielsweise
horizontal ausgerichtet sind.
[0020] Die vierten Seilstrangabschnitte können sich von der Treibscheibe des zweiten Fahrkorbes
bis zu einer dritten Umlenkrolle erstrecken, an die sich ein fünfter Seilstrangabschnitt
anschließt, wobei die fünften Seilstrangabschnitte der beiden Seilstränge des zweiten
Fahrkorbes parallel zueinander ausgerichtet sind. Es kann insbesondere vorgesehen
sein, dass die fünften Seilstrangabschnitte vertikal ausgerichtet sind.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstrecken sich die fünften Seilstrangabschnitte
bis zum Gegengewicht des zweiten Fahrkorbes, das heißt die beiden Seilstränge des
zweiten Fahrkorbes weisen jeweils insgesamt vier Umlenkungen auf, wobei für jeden
Seilstrang drei Umlenkrollen und zusätzlich die gemeinsame Treibscheibe des zweiten
Fahrkorbes zum Einsatz kommen.
[0022] Die Erfindung ist nicht auf eine bestimmte Anzahl von Umlenkungen für die beiden
Seilstränge des zweiten Fahrkorbes beschränkt. Beide Seilstränge sollten jedoch möglichst
die gleiche Anzahl von Umlenkungen erfahren. Von besonderem Vorteil ist es, wenn die
Seilstränge an den Umlenkstellen um denselben Winkel umgelenkt werden und wenn die
Abstände zwischen den Umlenkstellen für beide Seilstränge gleich groß sind. Günstig
ist es außerdem, wenn die Reihenfolge der Umlenkungen für die beiden Seilstränge die
gleiche ist und wenn auch die Biegewechsel an den gleichen Stellen erfolgen.
[0023] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Drehachse der dem zweiten Fahrkorb zugeordneten
Treibscheibe parallel zu einer horizontalen Verbindungslinie ausgerichtet ist, die
die Schnittpunkte der an den zweiten Fahrkorb anschließenden ersten Seilstrangabschnitte
der beiden Seilstränge mit einer Horizontalebene verbindet. Es hat sich gezeigt, dass
dies eine Seilführung mit einer besonders gleichmäßigen Abnutzung der beiden Seilstränge
ermöglicht.
[0024] Die Gegengewichte des ersten und zweiten Fahrkorbes sind innerhalb des Schachtes
vorzugsweise nebeneinander verfahrbar. Dadurch können die Seilstränge der beiden Fahrkörbe
unmittelbar am jeweiligen Gegengewicht gehalten werden, ohne dass es erforderlich
ist, dass das Gegengewicht des zweiten Fahrkorbes eine Durchgangsöffnung aufweist,
durch die der Seilstrang des ersten Fahrkorbes hindurchgeführt ist. Die beiden Gegengewichte
können daher einen identischen Aufbau aufweisen, wodurch die Herstellungskosten der
Aufzuganlage gesenkt werden können.
[0025] Um eine möglichst gleichmäßige Abnutzung beider Seilstränge des zweiten Fahrkorbes
zu erzielen, ist es von Vorteil, wenn die Seilspannungen, die die beiden Seilstränge
aufweisen, gleich sind. Die beiden Seilstränge zeichnen sich somit auch durch ein
praktisch identisches Dehnungs- und Schlupfverhalten aus.
[0026] Wie bereits erläutert, kommt für den Antrieb des zweiten Fahrkorbes eine einzige
Treibscheibe zum Einsatz, über die beide Seilstränge des zweiten Fahrkorbes geführt
sind. Die Treibscheibe kann hierzu zwei Treibscheibenteile aufweisen, über die jeweils
einer der beiden Seilstränge des zweiten Fahrkorbes geführt ist, wobei der Abstand
zwischen den Treibscheibenteilen kleiner ist als der Abstand, den die beiden Seilstränge
im Bereich des zweiten Fahrkorbes zueinander aufweisen. Es kann insbesondere vorgesehen
sein, dass die beiden Treibscheibenteile aneinander anliegen. Eine derartige Ausgestaltung
der Aufzuganlage zeichnet sich durch eine besonders kompakte Bauform aus, die verhältnismäßig
wenig Schachtraum beansprucht.
[0027] Die Aufzuganlage kann mehr als zwei Fahrkörbe aufweisen. Unterhalb des zweiten Fahrkorbes
kann ein dritter Fahrkorb und können auch noch weitere Fahrkörbe im Schacht angeordnet
sein, die ebenfalls an getrennten Seilsträngen im Aufhängungsverhältnis von 1:1 gehalten
sind und für deren Seilführung die gleichen Vorteile erzielt werden können, wenn eine
Seilführungseinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommt.
[0028] Die nachfolgende Beschreibung von zwei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine vereinfachte schaubildliche Darstellung einer Aufzuganlage mit zwei übereinander
angeordneten Fahrkörben und einer ersten Ausführungsform einer Seilführungseinrichtung;
- Figur 2:
- eine schematische Draufsicht auf die Aufzuganlage aus Figur 1 und
- Figur 3:
- eine schematische Draufsicht entsprechend Figur 2 auf eine Aufzuganlage mit einer
zweiten Ausführungsform einer Seilführungseinrichtung.
[0029] In der Zeichnung ist eine Aufzuganlage 10 schematisch dargestellt mit einem ersten
Fahrkorb 12 und einem darunter angeordneten zweiten Fahrkorb 14, die getrennt voneinander
in einem Schacht 16 nach oben und nach unten verfahrbar sind. Der erste Fahrkorb 12
ist über einen einzigen Seilstrang 18 mit einem Gegengewicht 20 verbunden, wobei der
Seilstrang 18 über eine Treibscheibe 22 und eine Umlenkrolle 24 geführt ist, die in
einem am oberen Ende des Schachtes 16 angeordneten Schachtbereich oder Maschinenraum
26 gehalten sind. Die Treibscheibe 22 wird von einem Antriebsmotor 28 angetrieben,
so dass der erste Fahrkorb innerhalb des Schachtes 16 nach oben und nach unten verfahren
werden kann. Der Seilstrang 18 kann aus mehreren Einzelseilen bestehen.
[0030] Der zweite Fahrkorb 14 ist über zwei Seilstränge 30, 31 mit einem separaten Gegengewicht
33 verbunden, das seitlich neben dem Gegengewicht 20 des ersten Fahrkorbes 12 angeordnet
ist. Die beiden Seilstränge 30, 31 des zweiten Fahrkorbes 14 können jeweils aus mehreren
Einzelseilen bestehen. Sie sind an einander gegenüberliegenden Seiten am Fahrkorb
14 festgelegt und verlaufen daher seitlich außerhalb des ersten Fahrkorbes 12, so
dass dieser von den Seilsträngen 30, 31 nicht behindert wird. Ausgehend vom zweiten
Fahrkorb 14 erstreckt sich jeweils ein erster Seilstrangabschnitt 30a bzw. 31a in
vertikaler Richtung nach oben bis zu einer ersten Umlenkrolle 35 bzw. 36, die innerhalb
des oberen Schachtbereiches oder Maschinenraums 26 angeordnet ist und an die sich
ein zweiter Seilstrangabschnitt 30b bzw. 31b anschließt. Die zweiten Seilstrangabschnitte
30b, 31b verlaufen in horizontaler Richtung bis zu einer zweiten Umlenkrolle 38 bzw.
39, an die sich jeweils ein dritter Seilstrangabschnitt 30c bzw. 31c in vertikaler
Richtung anschließt. Sowohl an der ersten Umlenkrolle 35 bzw. 36 als auch an der zweiten
Umlenkrolle 38 bzw. 39 werden die Seilstränge 30 bzw. 31 jeweils um 90° umgelenkt.
[0031] Die dritten Seilstrangabschnitte 30c und 31c erstrecken sich in vertikaler Richtung
bis zu einer gemeinsamen Treibscheibe 41, die von einem Antriebsmotor 44 angetrieben
wird und ein erstes Treibscheibenteil 42 und ein an diesem unmittelbar anliegendes
zweites Treibscheibenteil 43 aufweist. Die Treibscheibenteile 42 und 43 können starr,
insbesondere einstückig miteinander verbunden sein. Der Seilstrang 30 ist um das erste
Treibscheibenteil 42 herum geführt und der Seilstrang 31 ist um das zweite Treibscheibenteil
43 herum geführt. An dem jeweiligen Treibscheibenteil 42, 43 erfahren die Seilstränge
30 bzw. 31 bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsform eine erneute
Umlenkung um 90°, so dass sich an den jeweiligen dritten Seilstrangabschnitt 30c bzw.
31c ein vierter Seilstrangabschnitt 30d bzw. 31d anschließt, der horizontal ausgerichtet
ist. An den vierten Seilstrangabschnitt 30d bzw. 31d schließt sich nach einer dritten
Umlenkrolle 45 bzw. 46 ein fünfter Seilstrangabschnitt 30e bzw. 31e an, der vertikal
nach unten gerichtet ist und am Gegengewicht 33 des zweiten Fahrkorbes 14 endet. Die
dritten Umlenkrollen 45 und 46 liegen unmittelbar aneinander an. Sie können auch als
gemeinsame, frei drehbare Umlenkrolle in Form eines einzigen Bauteils ausgestaltet
sein.
[0032] Wie insbesondere aus Figur 2 deutlich wird, verlaufen die beiden Seilstränge 30,
31 des zweiten Fahrkorbes 14 bezüglich einer Symmetrieebene 48 spiegelsymmetrisch
zueinander, wobei die ersten Seilstrangabschnitte 30a, 31a ebenso wie die dritten,
vierten und fünften Seilstrangabschnitte 30c, 31c; 30d, 31d und 30e, 31e parallel
zur Symmetrieebene verlaufen und die zweiten Seilstrangabschnitte 30b, 312b jeweils
im selben Winkel zur Symmetrieebene geneigt sind.
[0033] Aus Figur 2 wird außerdem deutlich, dass die Drehachse 50 der Treibscheibe 41 des
zweiten Fahrkorbes 14 parallel verläuft zu einer Verbindungslinie 52, die die gedachten
Schnittpunkte 54, 55 der ersten Seilstrangabschnitte 30a, 31a mit der durch die zweiten
Seilstrangabschnitte 30b, 31b definierten Horizontalebene 57 miteinander verbindet.
Die Verbindungslinie 52 verläuft senkrecht zu den vierten Seilstrangabschnitten 30d,
31d.
[0034] Die beiden Seilstränge 30 und 31 weisen jeweils dieselbe Seilspannung auf und die
Reihenfolge der an den Umlenkrollen 35, 36, 38, 39, 45, 46 und der Treibscheibe 41
erfolgenden Richtungsänderungen ist für die beiden Seilstränge 30, 31 identisch. Die
Seilstränge 30 und 31 unterliegen im Bereich zwischen dem zweiten Fahrkorb 14 und
dem Gegengewicht 33 jeweils einem einzigen Biegewechsel, denn der Umlaufsinn, den
die Seilstränge 30, 31 an ihrer jeweiligen ersten Umlenkrolle 35 bzw. 36 aufweisen,
ist dem Umlaufsinn an der jeweils zweiten Umlenkrolle 38 bzw. 39 entgegengerichtet,
während im Bereich der zweiten Umlenkrollen 38, 39 ebenso wie im Bereich der Treibscheibe
41 und der dritten Umlenkrollen 45, 46 der Umlaufsinn jeweils identisch ist. Der Abstand
zwischen der ersten Umlenkrolle 35 und der zweiten Umlenkrolle 38 des Seilstranges
30 ist identisch mit dem Abstand zwischen der ersten Umlenkrolle 36 und der zweiten
Umlenkrolle 39 des Seilstranges 31. Entsprechendes gilt für die Abstände zwischen
den zweiten Umlenkrollen 38 bzw. 39 und der Treibscheibe 41 sowie für die Abstände
zwischen der Treibscheibe 41 und den dritten Umlenkrollen 45 bzw. 46. Identisch sind
auch die Abstände zwischen den jeweiligen Seilbefestigungspunkten 59 bzw. 60 der beiden
Seilstränge 30, 31 am zweiten Fahrkorb 14 und der jeweiligen ersten Umlenkrolle 35
bzw. 36 sowie die Abstände zwischen den dritten Umlenkrollen 45 bzw. 46 und dem gemeinsamen
Seilbefestigungspunkt 62 der beiden Seilstränge 30, 31 am Gegengewicht 33.
[0035] In Figur 3 ist schematisch eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Aufzuganlage
mit einer zweiten Ausführungsform einer Seilführungseinrichtung dargestellt. Die Aufzuganlage
ist weitgehend identisch mit der in den Figuren 1 und 2 dargestellten und voranstehend
erläuterten Aufzuganlage 10. Für identische Bauteile werden daher in Figur 3 dieselben
Bezugszeichen verwendet wie in den Figuren 1 und 2. Diesbezüglich wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die voranstehenden Erläuterungen Bezug genommen.
[0036] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform verläuft der Seilstrang 18 ausgehend
vom ersten Fahrkorb 12 zunächst über die Umlenkrolle 24 und trifft dann nach einer
Umlenkung um 90° und einem horizontalen Seilstrangabschnitt auf die Treibscheibe 22.
Von dieser erstreckt sich der Seilstrang 18 in vertikaler Richtung direkt bis zum
Gegengewicht 20.
[0037] Entsprechend der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsform ist auch bei
der Ausführungsform gemäß Figur 3 der zweite Fahrkorb 14 über zwei Seilstränge 30,
31 mit einem Gegengewicht 33 verbunden, das seitlich neben dem Gegengewicht 20 des
ersten Fahrkorbes 12 angeordnet ist. Die beiden Seilstränge 30, 31 sind an einander
gegenüberliegenden Seiten am Fahrkorb 14 festgelegt und verlaufen seitlich außerhalb
des ersten Fahrkorbes 12 an diesem vorbei. Ein erster Seilstrangabschnitt 30a bzw.
31a erstreckt sich ausgehend vom zweiten Fahrkorb 14 in vertikaler Richtung nach oben
bis zu einer ersten Umlenkrolle 35 bzw. 36, die innerhalb des oberen Schachtbereichs
oder Maschinenraums 26 angeordnet ist und an die sich ein zweiter Seilstrangabschnitt
30b bzw. 31b anschließt. Im Unterschied zu der in den Figuren 1 und 2 dargestellten
ersten Ausführungsform verlaufen die zweiten Seilstrangabschnitte 30b, 31b in Richtung
der dem Gegengewicht 33 des zweiten Fahrkorbes 14 zugewandten Seite des Fahrkorbes
14. Sie verlaufen in horizontaler Richtung bis zu einer zweiten Umlenkrolle 38 bzw.
39, an die sich jeweils ein dritter Seilstrangabschnitt 30c bzw. 31c in vertikaler
Richtung nach oben anschließt. Sowohl an der ersten Umlenkrolle 35 bzw. 36 als auch
an der zweiten Umlenkrolle 38 bzw. 39 werden die Seilstränge 30 bzw. 31 jeweils um
90° umgelenkt.
[0038] Die dritten Seilstrangabschnitte 30c und 31c erstrecken sich in vertikaler Richtung
bis zur gemeinsamen Treibscheibe 41, die die beiden unmittelbar aneinander anliegenden
Treibscheibenteile 42 und 43 aufweist, über die jeweils ein Seilstrang 30 bzw. 31
des zweiten Fahrkorbes 14 geführt ist. Die Seilstränge 30 und 31 erfahren an dem jeweiligen
Treibscheibenteil 42 bzw. 43 eine Umlenkung um 180°. Dies hat zur Folge, dass sich
bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform an den jeweiligen dritten Seilstrangabschnitt
30c bzw. 31c ein vertikal ausgerichteter vierter Seilstrangabschnitt 30f bzw. 31f
anschließt, der sich ausgehend von der Treibscheibe 41 direkt bis zum Gegengewicht
33 erstreckt.
[0039] Sowohl bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten ersten Ausführungsform als auch
bei der in Figur 3 dargestellten zweiten Ausführungsform unterliegen die beiden Seilstränge
30, 31 des zweiten Fahrkorbes 14 während des Betriebes der Aufzuganlage 10 praktisch
derselben Seilbelastung und weisen aus diesem Grunde praktisch auch denselben Verschleiß
auf. Dies führt dazu, dass die beiden Seilstränge 30, 31 ungefähr zum selben Zeitpunkt
ihren maximal zulässigen Abnutzungsgrad erreichen, zu dem sie ausgetauscht werden
müssen. Auch das Dehnungs- und Schlupfverhalten der Seilstränge 30 und 31 ist praktisch
identisch. Der Austausch der Seilstränge 30 und 31 kann zur gleichen Zeit durchgeführt
werden und die Seilstränge 30, 31 können beide optimal abgenutzt werden. Dadurch können
die Betriebskosten der Aufzuganlage 10 verhältnismäßig gering gehalten werden.
1. Aufzuganlage mit mehreren Fahrkörben in einem Schacht, wobei unterhalb eines ersten
Fahrkorbes (12) ein zweiter Fahrkorb (14) angeordnet ist und jedem Fahrkorb (12, 14)
ein Antrieb (28, 44) mit einer Treibscheibe (22, 41) sowie mindestens ein über die
Treibscheibe (22, 41) geführter Seilstrang (18; 30, 31) zugeordnet ist, über den der
Fahrkorb (12; 14) mit einem Gegengewicht (20; 33) verbunden ist, und wobei der zweite
Fahrkorb (14) in einem Aufhängungsverhältnis von 1:1 gehalten und über zwei unterschiedlichen
Seiten des zweiten Fahrkorbes (14) zugeordnete und über die Treibscheibe (41) des
zweiten Fahrkorbes (14) geführte Seilstränge (30, 31) mit seinem Gegengewicht (33)
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzuganlage (10) eine die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes
(14) gleichmäßig belastende Seilführungseinrichtung aufweist.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen (35, 36, 38, 39, 45, 46) umfasst, wobei
die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes (14) über die gleiche Anzahl
von Umlenkrollen (35, 38, 45; 36, 39, 46) und über die Treibscheibe (41) des zweiten
Fahrkorbes (14) geführt sind.
3. Aufzuganlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen (35, 36, 38, 39, 45, 46) umfasst, wobei
die Abstände zwischen zwei einander benachbarten Umlenkrollen (35, 38, 45; 36, 39,
46) und zwischen der Treibscheibe (41) des zweiten Fahrkorbes (14) und dieser benachbarten
Umlenkrollen (38, 45; 39, 46) für beide Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes
(14) gleich groß sind.
4. Aufzuganlage nach Anspruch1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen (35, 36, 38, 39, 45, 46) umfasst, wobei
die Reihenfolge der an den jeweiligen Umlenkrollen (35, 38, 45; 36, 39, 46) und der
Treibscheibe (41) erfolgenden Richtungsänderungen für beide Seilstränge (30, 31) des
zweiten Fahrkorbes (14) gleich ist.
5. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführungseinrichtung Umlenkrollen (35, 36, 38, 39, 45, 46) umfasst, wobei
die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes (14) an einander entsprechenden
Umlenkrollen (35, 36; 38, 39; 45, 46) und an der Treibscheibe (41) des zweiten Fahrkorbes
(14) jeweils um denselben Winkel umgelenkt werden.
6. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes (14) bezüglich einer Symmetrieebene
(48) spiegelsymmetrisch zueinander verlaufen.
7. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes (14) jeweils einen vom zweiten
Fahrkorb (14) ausgehenden und sich bis zu einer ersten Umlenkrolle (35; 36) erstreckenden
ersten Seilstrangabschnitt (30a; 31a) und einen an diesen anschließenden zweiten Seilstrangabschnitt
(30b; 31b) aufweisen, wobei die zweiten Seilstrangabschnitte (30b; 31b) senkrecht
zu den ersten Seilstrangabschnitten (30a; 31a) ausgerichtet sind.
8. Aufzuganlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Seilstrangabschnitte (30b, 31b) horizontal ausgerichtet sind.
9. Aufzuganlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweiten Seilstrangabschnitte (30b, 31b) jeweils bis zu einer zweiten Umlenkrolle
(38; 39) erstrecken, an die sich ein dritter Seilstrangabschnitt (30c; 31c) anschließt,
wobei die dritten Seilstrangabschnitte (30c; 31c) parallel zueinander ausgerichtet
sind.
10. Aufzuganlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die dritten Seilstrangabschnitte (30c; 31c) vertikal ausgerichtet sind.
11. Aufzuganlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dritten Seilstrangabschnitte (30c; 31c) bis zu einer dritten Umlenkrolle
oder bis zur Treibscheibe (41) des zweiten Fahrkorbes (14) erstrecken, an die sich
ein vierter Seilstrangabschnitt (30d; 31d) anschließt, wobei die vierten Seilstrangabschnitte
(30d; 31d) parallel zueinander ausgerichtet sind.
12. Aufzuganlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die vierten Seilstrangabschnitte (30f; 31f) von der Treibscheibe (41) direkt
bis zum Gegengewicht (33) des zweiten Fahrkorbes (14) erstrecken.
13. Aufzuganlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vierten Seilstrangabschnitte (30d; 31d) horizontal ausgerichtet sind.
14. Aufzuganlage nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die vierten Seilstrangabschnitte (30d; 31d) von der Treibscheibe (41) des zweiten
Fahrkorbes (14) bis zu einer dritten Umlenkrolle (45; 46) erstrecken, an die sich
ein fünfter Seilstrangabschnitt (30e; 31e) anschließt, wobei die fünften Seilstrangabschnitte
(30e; 31e) parallel zueinander ausgerichtet sind.
15. Aufzuganlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die fünften Seilstrangabschnitte (30e; 31e) vertikal ausgerichtet sind.
16. Aufzuganlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich die fünften Seilstrangabschnitte (30e; 31e) bis zum Gegengewicht (33) des zweiten
Fahrkorbes (14) erstrecken.
17. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (50) der dem zweiten Fahrkorb (14) zugeordneten Treibscheibe (41) parallel
zu einer horizontalen Verbindungslinie (52) ausgerichtet ist, die die Schnittpunkte
(54, 55) der an den zweiten Fahrkorb (14) anschließenden ersten Seilstrangabschnitte
(30a; 31a) der beiden Seilstränge (30, 31) mit einer Horizontalebene (57) miteinander
verbindet.
18. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilspannungen, die die beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten Fahrkorbes (14)
aufweisen, gleich sind.
19. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dem zweiten Fahrkorb (14) zugeordnete Treibscheibe (41) zwei Treibscheibenteile
(42, 43) aufweist, über die jeweils einer der beiden Seilstränge (30, 31) des zweiten
Fahrkorbes (14) geführt ist, wobei der Abstand zwischen den beiden Treibscheibenteilen
(42, 43) kleiner ist als der Abstand, den die beiden Seilstränge (30, 31) im Bereich
des zweiten Fahrkorbes (14) zueinander aufweisen.
20. Aufzuganlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Treibscheibenteile (42, 43) aneinander anliegen.