[0001] Die Erfindung betrifft einen Flachdübelverbinder zur Fixierung nebeneinander angeordneter
lattenförmiger Holzelemente an einer Unterkonstruktion, vorzugsweise aus Kanthölzern.
Die nebeneinander angeordneten Holzelemente bilden dann zusammen mit der Unterkonstruktion
so genannte Lattenroste, wie sie beispielsweise von Holzterrassen bekannt sind. Man
spricht im Zusammenhang mit den Lattenrosten bei den nebeneinander angeordneten lattenförmigen
Holzelementen auch von der so genannten Decklage.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist für die Fixierung der Holzelemente einer Decklage an
der zugehörigen Unterkonstruktion eine Verschraubung im Außenbereich mittels Edelstahlschrauben
durch die Holzelemente in die Kanthölzer der Unterkonstruktion bekannt. Nachteilig
an dieser üblichen Befestigungstechnik ist es, dass die Schrauben an der Oberseite
der Holzelemente sichtbar bleiben, auch wenn die Schraubenköpfe versenkt angeordnet
werden.
[0003] Um den Nachteil der sichtbaren Befestigung zu beseitigen, ist darüber hinaus im Stand
der Technik eine Klammerbefestigung der lattenförmigen Holzelemente an den Kanthölzern
der zugehörigen Unterkonstruktion bekannt.
[0004] Die verwendeten Klammern werden dabei zum einen mittels Schrauben an der Unterkonstruktion
fixiert und greifen gleichzeitig in Nuten an den Längsschmalseiten der Holzelemente
ein. Nachteil dieser Befestigungsmethode ist die Notwendigkeit einer durchgehenden
Längsnut an den Schmalseiten der Holzelemente. Die Nut erhöht die Herstellkosten der
verwendeten lattenförmigen Holzelemente auf Grund des notwendigen zusätzlichen Produktionsschrittes
nicht unbeträchtlich. Darüber hinaus schwächt die eingebrachte Nut die Holzelemente
gerade im sensiblen Kantenbereich. Außerdem ist bei der verdeckten Befestigung mittels
der genannten Klammern nachteilig, dass ein Auswechseln einzelner Holzelemente auf
Grund der verdeckten Verschraubung der Klammern an der Unterkonstruktion nicht ohne
weiteres nach Fertigstellung des Lattenrostes möglich ist.
[0005] Ausgehend von den geschilderten Nachteilen der sichtbaren und unsichtbaren Befestigungstechnik
für lattenförmige Holzelemente, die zu Lattenrosten, beispielsweise für Terrassen,
zusammengefügt werden, besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Bauelement als
Flachdübelverbinder bereitzustellen, mit dem auf einfache und kostengünstige Weise
eine Fixierung der lattenförmigen Bauelemente ermöglicht wird, so dass die Holzoberfläche
der Lattenroste und Terrassen unversehrt bleibt und insgesamt optisch aufgewertet
wird, wobei insbesondere auch ohne besonderen Montageaufwand ein gleichmäßiges Nutbild
der Lattenroste gewährleistet sein soll.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Flachdübelverbinder mit den
im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 offenbarten technischen Merkmalen gelöst.
[0007] Die technische Lehre sieht dabei vor, dass der Flachdübelverbinder als plattenförmiger
Tragkörper ausgebildet ist, der einen zentralen, stegförmigen im Wesentlichen rechteckigen
Mittelbereich und zwei an den beiden Längsseiten des Mittelbereiches in Richtung der
Plattenebene des Tragkörpers vorstehend angeordnete, kreissegmentförmige Randbereiche
aufweist, deren dem Mittelbereich abgewandte Außenseiten gerundet sind, wobei die
Länge der Randbereiche kleiner bemessen ist als die Länge des zentralen Mittelbereiches.
[0008] Durch die spezielle Ausgestaltung des Tragkörpers, bei dem die kreissegmentartig
geformten Randbereiche in zugehörige korrespondierende kreissegmentartig ausgeformte
Nuten des zu fixierenden lattenförmigen Holzelementes eingreifen und der stegförmige
Mittelbereich als Abstandhalter zwischen den nebeneinander angeordneten Holzelementen
dient, wird eine kostengünstige Gesamtherstellung der Lattenroste herbeigeführt, da
die Flachdübelverbinder nur partiell in einem begrenzten Nutbereich, welcher kostengünstig
hergestellt werden kann, zwischen zwei benachbarten Holzelementen im Wesentlichen
unsichtbar fixiert werden, wobei gleichzeitig jederzeit ein Lösen einzelner lattenförmiger
Holzelemente zum nachträglichen Austausch gewährleistet ist.
[0009] Der plattenförmige Tragkörper lässt sich aus einem entsprechenden Aluminium oder
Edelstahlblech problemlos und kostengünstig ausschneiden oder stanzen. Als alternatives
Herstellmaterial ist darüber hinaus auch Kunststoff denkbar Darüber hinaus ist vorteilhaft,
dass der zwischen den Holzelementen befindliche stegförmige Mittelbereich die Kanthölzer
einer Unterkonstruktion soweit überdecken kann, dass die Kanthölzer durch zwischen
die Nuten eindringende Feuchtigkeit von oben geschützt sind, was die Gesamtlebensdauer
der Lattenrostkonstruktion nicht unwesentlich verlängert.
[0010] Das Einbringen der für die Flachdübelverbinder notwendigen kreissegmentartigen Nuten
in die Längsschmalseiten der Holzelemente kann dabei mittels so genannter Flachdübelsägen,
beispielsweise der Firma Lamello, erfolgen. Diese Flachdübelsägen sind im Bereich
der Holzverarbeitung weit verbreitet, so dass besondere Investitionen in zusätzliche
Werkzeuge für die Montage der Lattenroste von Terrassen und dergleichen in der Regel
nicht notwendig sind.
[0011] Zusätzliche Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich in Zusammenschau
mit der technischen Lehre des Anspruches 1 zusätzlich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
[0012] Es hat sich insbesondere als vorteilhaft erwiesen, dass die kreissegmentartig ausgeformten
Randbereiche je mindestens einen über die Außenseiten vorstehenden Vorsprung aufweisen.
Dieser Vorsprung kann zu seinem freien Ende hin spitz zulaufend ausgebiidet sein.
Durch diese Maßnahme entsteht eine vorstehende Spitze, die beim Eindringen des erfindungsgemäßen
Flachdübelverbinders in eine korrespondierende Nut eines Holzelementes ein Verdrehen
des Flachdübelverbinders innerhalb der Nut zuverlässig ausschließt. Auf diese Weise
ist jederzeit ein korrekte Fixierung der Flachdübelverbinder in die korrespondierenden
Nuten der zu befestigenden Holzelemente gewährleistet.
[0013] Es kann darüber hinaus zweckmäßig sein, dass der Mittelbereich und die Randbereiche
des Tragkörpers die gleiche Dicke aufweisen, sofern die Gesamtdicke des Tragkörpers
ausreichend dimensioniert ist, wobei sich ein Dickenmaß von 4 mm in aller Regel als
ausreichend erweist, um Durchbiegungen des Tragkörpers zu vermeiden. Der gesamte Tragkörper
ist aus einem Metallblech gefertigt. Für weniger starke Beanspruchungen ist selbstverständlich
auch ein dünnerer Tragkörper denkbar.
[0014] Um Material zu sparen, kann der Tragkörper darüber hinaus alternativ aus einem wellenförmigen
Material hergestellt sein, wobei die Gesamthöhe des Tragkörpers wiederum im Bereich
von 4mm liegt. Für besondere Anforderungen kann es jedoch auch vorteilhaft sein, dass
die Dicke des Mittelbereiches größer ist als die Dicke der Randbereiche. Auf diese
Weise kann zum einen eine Auflagefläche auf der Unterkonstruktion geschaffen werden,
zum anderen erhöht sich zusätzlich die Stabilität des gesamten Flachdübeiverbinders.
Selbstverständlich müssen die Flachdübelverbinder dann aus einem Profilmaterial gefertigt
sein.
[0015] Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist zur leichten Fixierung
des Flachdübelverbinders an den Kanthölzern einer Unterkonstruktion im stegförmigen
Mittelbereich mindestens eine Durchbrechung senkrecht zur Plattenebene des Flachdübelverbinders
angeordnet. Diese Durchbrechung kann sowohl als Durchgangsbohrung als auch als Langloch
ausgestaltet sein, wobei die Langiochgestaltung einen Toleranzausgleich während des
Fixiervorganges der lattenförmigen Holzelemente zulässt. Alternativ ist auch die Einbringung
mehrerer Durchbrechungen denkbar.
[0016] Es hat sich darüber hinaus als vorteilhaft erwiesen, dass an einer der Flachseiten
des Flachdübelverbinders ein im Querschnitt T-förmig mit einem rechteckigen Zentralbereich
und zwei abstehenden rechteckförmigen Schenkeln ausgebildetes Unterlegelement aus
elastischem Material fixierbar ist, wobei der Zentralbereich dem Mittelbereich des
Tragkörpers zugewandt ist.
[0017] Durch das geschilderte Unterlegelement besteht die Möglichkeit, dass die nebeneinander
angeordneten lattenförmigen Holzelemente gegenüber der Unterkonstruktion trittschallisolierend
fixiert werden können, da die rechteckigen Schenkel des T-förmigen Querschnittes bei
korrekter Anordnung die der Unterkonstruktion zugewandte Unterseite der Holzelemente
untergreifen und somit zwischen den Holzelementen und den Kanthölzern der Unterkonstruktion
zum Liegen kommen. Durch die geschilderte Maßnahme wird auch eine Hinterlüftung der
aufeinander liegenden Holzlagen der Kanthölzer und der Holzelemente erzielt und somit
ein konstruktiver Holzschutz erzielt.
[0018] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung anhand der
beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0019] Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Gesamtdarstellung des erfindungsgemässen Flachdübelverbinders,
- Figur 2
- eine perspektivische Gesamtdarstellung des Flachdübelverbinders in Verbindung mit
den zu befestigenden lattenförmigen Holzelementen sowie einem Teilbereich der aus
Kanthölzern bestehenden Unterkonstruktion,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung eines Teilbereiches des mittels der erfindungsgemäßen
Ftachdübetverbinder zusammengefügtei Lattenrostes,
- Figur 4
- eine Schnittdarstellung durch zwei mittels eines Flachdübelverbinders an einer Unterkonstruktion
fixierten Holzelemente
und
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung eines ergänzenden Unterlegelementes zur Trittschallisolierung
der lattenförmigen Holzelemente eines Lattenrostes gegenüber einer Unterkonstruktion.
[0020] Der in seiner Gesamtheit in der Figur 1 perspektivisch dargestellte Flachdübelverbinder
besteht im Wesentlichen aus einem plattenförmigen Tragkörper 1, welcher einen stegförmigen
Mittelbereich 2 sowie jeweils an den beiden Längsseiten des Mittelbereiches vorstehend
angeordnete Randbereiche 3 und 4 aufweist. Der stegförmige Mittelbereich 2 ist dabei
im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. Die Randbereiche 3 und 4 sind demgegenüber
kreissegmentartig geformt und an ihrer Außenseite gerundet. Die Länge der Randbereiche
3 und 4 ist dabei kleiner bemessen als die Länge des zentralen Mittelbereiches 2,
so dass sich im Mittelbereich 2 vorstehende Endbereiche 5 und 6 ergeben.
[0021] Der Figur ist darüber hinaus zu entnehmen, dass der Tragkörper 1 im Mittelbereich
2 eine zentrale Durchbrechung 7 in Form einer Durchgangsbohrung aufweist. Diese Durchbrechung
kann jedoch auch als Langloch ausgeführt sein. Alternativ sind auch zwei oder mehr
Durchgangsbohrungen möglich.
[0022] Entsprechend einer vorteilhaften Ausbildung des Tragkörpers kann der stegförmige
Mittelbereich 2 eine Länge von beispielsweise 80 mm aufweisen, wohingegen die Länge
der Randbereiche 3 und 4 jeweils 65 mm beträgt. Die Breite des Mittelbereiches 2 liegt
dabei im Bereich von 7 bis 10 mm, wobei eine Breite von 8 mm besonders vorteilhaft
ist, um ein gleichmäßig optisch gutes Gesamtbild der mittels der Flachdübelverbinder
fixierten Holzelemente des Lattenrostes zu erhalten. Selbstverständlich sind bei anderen
Holzabmessungen auch andere Abmaße des Tragkörpers denkbar.
[0023] Der Figur 1 ist ergänzend zu entnehmen, dass an den gerundeten Außenseiten der kreissegmentartig
ausgeformten Randbereiche mindestens jeweils ein über die Außenseiten vorstehender
Vorsprung 8 und 9 angeordnet ist. Die Vorsprünge 8 und 9 sind zum freien Außenende
hin spitz zulaufend ausgebildet.
[0024] In der Figur 2 ist in perspektivischer Gesamtdarstellung der erfindungsgemässe Flachdübeiverbinder
im Zusammenschau mit zwei in Teilbereichen dargestellten lattenförmigen Holzelementen
10 und 11 sowie einem den Teilbereich einer Unterkonstruktion bildenden Kantholz 12
dargestellt. Zur Fixierung der nebeneinander angeordneten lattenförmigen Holzelemente
10 und 11 wird in jedes dieser Holzelemente eine kreissegmentförmige Ausnehmung 13
bzw. 14 eingebracht, die mittels einer aus der Möbelherstellung bekannten Flachdübelsäge
oder -fräse hergestellt werden kann.
[0025] Nach Einbringen der Ausnehmungen 13 und 14 wird einer der Randbereiche des Tragkörpers
1 in eine der Ausnehmungen 13 oder 14 eingesetzt bzw. mittels eines Gummihammers eingeschlagen,
wobei auch eine entsprechend geformte Einschlaghilfe genutzt werden kann, die einseitig
auf die Außenseite eines Randbereiches 3 oder 4 des Tragkörpers 1 aufgesetzt wird.
[0026] Der entsprechende Randbereich dringt dabei so weit in die entsprechende Ausnehmung
ein, bis die überstehenden Enden 5 und 6 des Mittelbereiches 2 des Tragkörpers 1 an
der Außenseite des Holzelementes zur Anlage kommen. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich,
dass die Breite der Ausnehmungen 13 und 14 der Länge der Randbereiche 3 und 4 entspricht.
[0027] Nach Einbringen des Tragkörpers in einer Ausnehmung eines Holzelementes wird das
zweite zu fixierende Holzelement mittels geeigneter Werkzeuge, wie beispielsweise
einer angepassten Schraubzwinge, auf den anderen vorstehenden kreissegmentförmigen
Randbereich des Tragkörpers 1 aufgeschoben, wobei der entsprechende Randbereich in
die korrespondierende Ausnehmung des weiteren Holzelementes eindringt, bis die Enden
5 und 6 an den Schmalseiten des betreffenden Holzelementes zur Anlage kommen. Ist
dies geschehen, so ist zwischen den benachbarten Holzelementen 10 und 11 eine definierte
Nut in der Breite des Mittelbereiches 2 des Tragkörpers 1 vorhanden. Die Breite des
Mittelbereiches 2 ist dabei so ausreichend bemessen, dass in die Nut zwischen den
Holzelementen 10 und 11 eine Schraube 15 vorzugsweise aus Edelstahl eingebracht werden
kann, die die Durchbrechung 7 im Mittelbereich 2 des Tragkörpers 1 durchgreift und
in das unter den Holzelementen 10 und 11 befindliche Kantholz 12 eingeschraubt wird.
[0028] Durch die in der Figur 2 dargestellten Pfeile 1 und 11 wird die Reihenfolge der Montageschritte
- wie oben bereits geschildert - noch einmal verdeutlicht.
[0029] In der Figur 3 ist in perspektivischer Darstellung ein Teilbereich des gebildeten
Lattenrostes mit den zwei Holzelementen 10 und 11, dem darunter liegenden Kantholz
12 und dem die Holzelemente 10 und 11 verbindenden Flachdübelverbinder noch einmal
verdeutlicht.
[0030] Zur Herstellung des gesamten Lattenrostes werden die nebeneinander angeordneten Latten
im Abstand von ca. 50 bis 100 cm jeweils durch einen erfindungsgemäßen Flachdübelverbinder
fixiert, so dass sich im Zusammenspiel mit der Unterkonstruktion ein stabiler Gesamtaufbau
ergibt, bei dem die Decklage frei von Schraubenlöchern ist und gleichzeitig eine in
ihrer Breite gleich bleibende Nut zwischen den nebeneinander befindlichen Holzelementen
gewährleistet ist, ohne dass bei der Montage, wie normalerweise üblich, Abstandsklötze
zwischen den benachbarten Holzelementen eingesetzt werden müssen. Dadurch ergibt sich
ein zusätzlicher nicht unbeträchtlicher Montagevorteil.
[0031] In der Schnittdarstellung der Figur 4 ist ergänzend zu den bereits in den vorherigen
Figuren dargestellten Bauteilen ein Unterlegelement 16 zusätzlich dargestellt. Dieses
Unterlegelement 16 ist im Wesentlichen im Querschnitt T-förmig ausgebildet und weist
einen rechteckigen Zentralbereich 17 sowie zwei senkrecht davon abstehende rechteckförmige
Schenkel 18 und 19 auf. Das Unterlegelement 16 ist aus einem hartelastischen Material,
wie beispielsweise Gummi oder Kunststoff gefertigt und dient der Trittschallisolierung
der Holzelemente 10 und 11 gegenüber dem Kantholz 12 als Teil der Unterkonstruktion
des Lattenrostes. Darüber hinaus hat der konstruktive Aufbau den Vorteil einer Hinterlüftung
der übereinander liegenden Holzlagen, so dass sich dort dauarhaft keine Feuchtigkeit
sammeln kann. Die Breite des Zentralbereiches 17 ist dabei der Breite des Mittelbereiches
2 des Tragkörpers 1 angepasst, wobei die Breite des Mittelbereiches 2 wiederum im
Wesentüchen dem Durchmesser des Schraubenkopfes der Schraube 15 zur Befestigung des
Tragkörpers 1 entspricht.
[0032] Wie aus der Figur 5 ersichtlich ist das Unterlegelement 16 im Grundriss im Wesentlichen
rechteckförmig ausgebildet, so dass eine ausreichende Auflagefläche auf dem Kantholz
12 der Unterkonstruktion gewährleistet ist. Die Länge des Unterlegelementes 16 kann
dabei beispielsweise 80 mm betragen, wohingegen die Breite einen Wert von 60 mm aufweisen
kann.
[0033] Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die durch den erfindungsgemässen Flachdübelverbinder
ermöglichte Fixierung nebeneinander angeordneter lattenförmiger Holzelemente zur Bildung
eines Lattenrostes wie beispielsweise einer Holzterrasse gegenüber dem Stand der Technik
erhebliche Vorteile aufweist:
- Aufwertung des Gesamtbildes, dadurch dass die Holzoberfläche in der Decklage nicht
mit Schraublöchern versehen ist und sich ein gleichmäßiges Fugenbild ergibt.
- die benötigten Flachdübelverbinder erfordern hinsichtlich des Materialaufwandes nur
die Hälfte der üblicherweise benötigten Schrauben, so dass sich insgesamt vom Kostenaufwand
her keine signifikanten Unterschiede zum bestehenden Stand der Technik ergeben.
- beim Verlegen der nebeneinander angeordneten Holzelemente ergibt sich immer der gleiche
Abstand der Elemente zueinander, wodurch sich der Einsatz von Abstandsklötzen erübrigt,
was einen erheblichen Montagevorteil bietet.
- die bei der Verwendung von Terrassenhölzem immer gegebenen Verbiegungen der Holzelemente
lassen sich im Verbund durch die Verwendung des Flachdübelverbinders ausgleichen,
was einen zusätzlichen Montagevorteil mit sich bringt.
- ein Aufquellen des Holzes und ein sich dadurch verändernder Abstand der Bretter zueinander
wird durch den erfindungsgemäßen Flachdübelverbinder aufgefangen, so dass ein regelmäßiges
Bild mit durchlaufenden Schattenfugen des Lattenrostes erhalten bleibt.
- die bei Holzkonstruktionen im Außenbereich vorhandene kritische Zone, in der die Holzelemente
auf der Unterkonstruktion montiert sind und in die Feuchtigkeit, insbesondere Regen,
an die Unterkonstruktion gelangen kann, wird bei der die infolge des erfindungsgemässen
Fachdübelverbinders neuen Montagetechnik durch den Mittelbereich des Tragkörpers überdacht,
so dass ein Eindringen von Feuchtigkeit erheblich gemindert wird. Voraussetzung ist
selbstverständlich, dass das als Unterkonstruktion vorhandene Kantholz das Breitenmaß
des Mittelsteges des Tragkörpers nicht überschreitet.
[0034] Der erfindungsgemäße Flachdübelverbinder lässt sich insbesondere im Bereich des Handwerks
und im Heimwerkerbereich nutzen. Überall dort, wo eine Verbretterung erfolgen soll,
bei der es wichtig ist, dass zwischen den Brettern ein regelmäßiger Abstand eingehalten
wird, lässt sich der erfindungsgemäße Flachdübelverbinder einsetzen. Als Anwendungsbeispiele
sind hier insbesondere die Herstellung von Holzterrassen, die Herstellung von Deckenverkleidungen
und die Herstellung von Wandverkleidungen und Fassadenverkleidungen von Belang.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1.
- Tragkörper
- 2.
- Mittelbereich
- 3.
- Randbereich
- 4.
- Randbereich
- 5.
- Ende
- 6.
- Ende
- 7.
- Durchbrechung
- 8.
- Vorsprung
- 9.
- Vorsprung
- 10.
- Holzelement
- 11.
- Holzelement
- 12.
- Kantholz
- 13.
- Ausnehmung
- 14.
- Ausnehmung
- 15.
- Schraube
- 16.
- Unterlegelement
- 17.
- Zentralbereich
- 18.
- Schenkel
- 19.
- Schenkel
1. Flachdübelverbinder zur Fixierung nebeneinander angeordneter lattenförmiger Holzelemente
an einer Unterkonstruktion, vorzugsweise aus Kanthölzern,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Flachdübelverbinder als plattenförmiger Tragkörper (1) ausgebildet ist, der einen
zentralen stegförmigen, im Wesentlichen rechteckigen Mittelbereich (2) und zwei an
den beiden Längsseiten des Mittelbereiches (2) vorstehend angeordnete, kreissegmentförmige
Randbereiche (3, 4) aufweist, deren dem Mittelbereich (2) abgewandte Außenseiten gerundet
sind, wobei die Länge der Randbereiche (3, 4) kleiner bemessen ist als die Länge des
zentralen Mittelbereiches (2).
2. Flachdübelverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mittelbereich (2) und die Randbereiche (3, 4) des Tragkörpers (1) die gleiche
Dicke aufweisen.
3. Flachdübelverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dicke des Mittelbereiches (2) größer ist als die Dicke der Randbereiche (3, 4)
des Tragkörpers 1.
4. Flachdübelverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die gerundeten Außenseiten der kreissegmentartig ausgeformten Randbereiche (3, 4)
mindestens einen über die Außenseiten vorstehenden Vorsprung (8, 9) aufweisen.
5. Flachdübelverbinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vorsprung (8, 9) zum freien Ende spitz zulaufend ausgebildet ist.
6. Flachdübelverbinder nach einem der vorstehend genannten Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
im stegförmigen Mittelbereich (2) mindestens eine Durchbrechung (7) senkrecht zur
Plattenebene des Tragkörpers (1) angeordnet ist.
7. Flachdübelverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außenradius der kreissegmentartig geformten Randbereiche (3, 4) einen Wert im
Bereich von 30 mm bis 60 mm aufweist.
8. Flachdübelverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer der Flachseiten des Tragkörpers (1) ein im Querschnitt T-förmig mit einem
rechteckigen Zentralbereich (17) und zwei abstehenden rechteckförmigen Schenkeln (18,
19) ausgebildetes Unterlegelement (16) aus hartelastischem Material fixierbar ist,
wobei der Zentralbereich (17) dem Mittelbereich (2) des Tragkörpers (1) zugewandt
ist.
9. Flachdübelverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Tragkörper (1) aus Metall, vorzugsweise Aluminium oder Edelstahl, oder aus Kunststoff
besteht.
10. Flachdübelverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Tragkörper (1) einen wellenförmigen Querschnitt aufweist.