[0001] Die Erfindung betrifft einen Drehschliesszylinder für ein Sicherheitsschloss, mit
einem Stator und einem einen Schlüsselkanal aufweisenden Rotor, mit Zuhaltungen, die
zur Drehfreigabe des Rotors mit einem zugehörigen Schlüssel einzuordnen sind und die
jeweils einen Kernstift und einen federbelasteten Gehäusestift aufweisen, wobei in
Drehrichtung des Rotors gesehen nach der Grundstellung im Stator wenigstens ein Sperrorgan
angeordnet ist, das federbelastet an der Mantelfläche des Rotors anliegt und das den
Rotor sperrt, wenn ein nicht eingeordneter Kernstift seine Position erreicht.
[0002] Drehschliesszylinder dieser Art sind seit langem bekannt, sie gewährleisten eine
hohe Sicherheit. Wie andere Sicherheitseinrichtungen sind sie Manipulationen zum unberechtigten
Öffnen ausgesetzt. Eine bekannte Öffnungsmethode wird als "Schlagtechnik" bezeichnet.
Die Öffnungsmethode ist spurenarm und beschädigt den Schliesszylinder nicht grundsätzlich.
Ein Einbruchversuch ist nachträglich in der Regel nicht am Drehschliesszylinder feststellbar.
Ein Problem sind zudem Einschleichdiebstähle mit entwendeten Schlüsseln.
[0003] Durch die
DE-A-199 34 883 ist ein Drehschliesszylinder der genannten Art bekannt geworden. Bei diesem ist im
Stator ein Sperrorgan vorgesehen, das einen Draht mit einem vorne an diesem angebrachten
tellerförmigen Teil aufweist. Wird beim Drehen des Rotors ein Kernstift nicht korrekt
eingeordnet und erreicht dieser das genannte Sperrorgan, so verklemmt der Draht zwischen
dem Rotor und dem Stator und führt zur Blockierung des Rotors, so dass das Schloss
nicht geöffnet werden kann. Mit einigem Geschick ist es hier jedoch möglich, das tellerförmige
Teil wieder zurück in die ursprüngliche Lage, d.h. in die Bohrung des Gehäuses zurückzubringen.
Dadurch ist es möglich, einen weiteren Manipulationsversuch zu unternehmen, der dann
möglicherweise erfolgreich ist.
[0004] Ein ähnlicher Drehschliesszylinder ist aus der
FR-A-23 12 630 bekannt geworden. Das Sperrorgan besteht hier aus einem pilzförmigen Bolzen und einer
Feder.
[0005] Durch die
US-A-3,802,234 ist ein Drehschliesszylinder mit einem Sperrorgan offenbart, das aus einem Federelement
und drei weiteren Teilen besteht. Die zwei Teile bilden einen Spreizstift. Bei einem
nicht eingeordneten Kernstift fährt ein hinteres Teil in den Spreizstift und dessen
Teile verkeilen sich schliesslich in einer Stufenbohrung des Gehäuses, so dass dieser
nicht wieder zurück in die Gehäusebohrung gebracht werden kann. Die Herstellung eines
solchen Sperrorgans und insbesondere seine Montage wäre jedoch sehr aufwändig.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Drehschliesszylinder der genannten
Art zu schaffen, der noch sicherer Manipulationen verhindert und der dennoch kostengünstig
hergestellt und montiert werden kann.
[0007] Die Aufgabe ist bei einem gattungsgemässen Drehschliesszylinder dadurch gelöst, dass
das Sperrorgan aus zwei Teilen besteht, zwischen denen ein Federelement angeordnet
ist und die im Fall eines nicht eingeordneten Kernstifts so voneinander getrennt werden,
dass sie nicht mehr zusammengefügt werden können.
[0008] Das erfindungsgemässe Sperrorgan kann aus lediglich drei Teilen hergestellt werden.
Das innere Teil verbleibt auch im Fall einer Manipulation grundsätzlich in der Gehäusebohrung,
kann aber nicht mehr zurück in die ursprüngliche Position gebracht werden. Der Rotor
kann somit weder im Uhrzeigersinn noch im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden. Der erfindungsgemässe
Drehschliesszylinder eignet sich insbesondere für eine Fangschliessung, mit der es
möglich ist, einen ersetzten früheren Schlüssel so im Drehschliesszylinder zu fixieren,
dass dieser nicht abgezogen werden kann.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein äusseres Teil des
Sperrorgans ein Führungsteil und ein zweites inneres Teil ein Sperrelement ist. Das
Sperrorgan sperrt dann besonders zuverlässig, wenn gemäss einer Weiterbildung der
Erfindung das Sperrelement teleskopisch und radial im Führungselement geführt ist.
Die teleskopische Führung ist so ausgebildet, dass diese aufgehoben wird, sobald ein
nicht eingeordneter Kernstift auf das Sperrelement trifft. Diese Führung kann vergleichsweise
präzise ausgebildet sein, so dass ein Wiedereinführen des Sperrelements in das Führungsteil
praktisch ausgeschlossen ist.
[0010] Die Erfindung betrifft zudem einen Drehschliesszylinder mit einer Fangschliessung.
Bei diesem ist das genannte Sperrorgan in Drehrichtung des Rotors gesehen nach einem
Gehäusestift angeordnet, der wenigstens zwei Stufensprünge überbrücken kann. Dieser
Gehäusestift besitzt insbesondere eine konische oder kugelförmige Stirnfläche. Bei
einem solchen Drehschliesszylinder kann eine Fangschliessung lediglich durch Austauschen
eines Kernstifts eingerichtet werden. Der bisherige Schlüssel wird dann durch einen
Schlüssel ersetzt, welcher dem neuen Kernstift entspricht. Mit dem bisherigen Schlüssel
kann der Rotor bis zum Sperrorgan gedreht werden. Sobald dieses erreicht ist, werden
durch die genannte Feder die beiden Teile getrennt und das innere Teil sperrt den
Rotor. Da das innere Teil radial nicht mehr nach aussen bewegt werden kann, bleibt
der entsprechende Kernstift in Eingriff mit dem Schlüssel, der damit nicht mehr abgezogen
werden kann und damit gefangen ist. Da der Rotor nicht mehr gedreht werden kann, kann
der Schlüssel nicht abgezogen werden und das Schloss kann auch nicht geöffnet werden.
Damit ist auch ersichtlich, dass unberechtigt versucht wurde, das Schloss zu öffnen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schnitt durch ein Sperrorgan
- Figur 2
- ein Teilschnitt durch einen Drehschliesszylinder mit dem Sperrorgan, wobei sich dieses
in der Sperrstellung befindet,
- Figur 3
- schematisch ein Schnitt durch einen Schliesszylinder ohne Schlüssel mit negativer
Sperrung,
- Figur 4
- eine Darstellung gemäss Figur 3, jedoch mit Schlüssel und eingeordneten Zuhaltungen,
- Figur 5
- ein Schnitt durch einen erfindungsgemässen Schliesszylinder ohne Schlüssel und negativer
Sperrung, jedoch mit ausgetauschtem Kernstift, einem Sperrorgan und einem besonderen
Gehäusestift,
- Figur 6
- eine Darstellung gemäss Figur 5, jedoch mit neuem Schlüssel, wobei alle Zuhaltungen
eingeordnet sind,
- Figur 7
- eine Darstellung gemäss Figur 6, jedoch mit dem ausgetauschten Kernstift auf der Höhe
des Sperrorgans,
- Figur 8
- eine Darstellung gemäss Figur 6, mit altem Schlüssel,
- Figur 9
- eine Darstellung gemäss Figur 8, jedoch mit einem etwas weiter gedrehten Rotor und
- Figur 10
- ein Schnitt durch einen erfindungsgemässen Drehschliesszylinder mit gefangenem Schlüssel.
[0012] Die Figuren 3 und 4 zeigen einen an sich bekannten Drehschliesszylinder 1' für ein
Sicherheitsschloss, der einen Stator 3 aufweist, in dem ein Rotor 2 angeordnet ist.
Der Stator 3 bildet das Gehäuse und weist einen hier nur teilweise gezeigten Zylindersack
8 auf. Der Drehschliesszylinder 1' weist eine Mehrzahl von Zuhaltungen auf, von denen
hier die Zuhaltungen Z1, Z2 und Z3 gezeigt sind. Diese Zuhaltungen Z1 bis Z3 besitzen
jeweils einen Gehäusestift 25, der in einem Schieber 7 gelagert ist, und gegen die
rückwirkende Kraft einer Druckfeder 26 radial nach aussen verschiebbar ist. Die Schieber
7 sind jeweils achsial in eine Nut 27 (Fig. 2) des Stators 3 eingesetzt und besitzen
mehrere Bohrungen 12 zur Aufnahme jeweils eines Gehäusestifts 25.
[0013] In der Figur 3 sperren sämtliche Gehäusestifte 25 den Rotor 2 negativ, d.h. sie übergreifen
die Trennlinie T bzw. Scherlinie zwischen dem Rotor 2 und dem Stator 3. Die Gehäusestifte
25 liegen an einem Bolzen 10, 10a bzw. 10b an. Wird in einem Schlüsselkanal 5 des
Rotors 2 ein in Figur 4 gezeigter Schlüssel 4 eingesetzt, so werden die Zuhaltungen
Z1 bis Z3 gemäss Figur 4 eingeordnet. Der Rotor 2 ist damit frei und kann gedreht
werden. Zum Einordnen der Zuhalten Z1 bis Z3 besitzt der Schlüssel 4 Bohrungen 9,
die je nach Länge der Kernstifte 10, 10a und 10b unterschiedlich tief sind. Diese
Bohrungen 9 bilden Steuerflächen für die entsprechenden Zuhaltungen. In der Figur
4 arbeitet der Kernstift 10 mit der Bohrung 9 zusammen. Wird der Schlüssel 4 abgezogen,
so fällt der Kernstift 10 in die in Figur 3 gezeigte Stellung. Der Gehäusestift 25
der Zuhaltung Z3 folgt dem Kernstift 10 aufgrund der Spannung der Feder 26 sperrt
nun gemäss Figur 3 den Rotor 2.
[0014] Der in Figur 5 gezeigte erfindungsgemässe Schliesszylinder 1 weist zusätzlich zu
dem in den Figuren 3 und 4 gezeigten Drehschliesszylinder 1' einen weiteren Schieber
7' mit wenigstens einem Sperrorgan 14 auf. Der beim Drehschliesszylinder 1' vorgesehene
Kernstift 10 ist durch einen kürzeren Kernstift 10' ersetzt. Zudem besitzt die Zuhaltung
Z3' einen Gehäusestift 29 mit einer Stirnfläche 30, die wie ersichtlich konisch ausgebildet
ist. Diese Stirnfläche 30 kann alternativ auch kugelförmig oder dergleichen ausgebildet
sein.
[0015] Das Sperrorgan 14 ist in der Figur 1 stark vergrössert dargestellt. Es besteht aus
drei Teilen, und zwar einem Führungsteil 16, einem Sperrelement 1 S und einer zwischen
diesen angeordneten vergleichsweise starken Druckfeder 18. Beide Teile 15 und 16 sind
wie ersichtlich becherförmig ausgebildet. Das Sperrelement 15 besitzt eine ebene Frontfläche
19, die gemäss Figur 5 unter Spannung an einer Mantelfläche 6 des Rotors 2 anliegt.
Das Sperrelement 15 besitzt zudem eine Fläche 21, die parallel zur Fläche 19 verläuft
und die sich in einer Ausnehmung 17 des Führungsteils 16 befindet. Die Fläche 21 befindet
sich wie ersichtlich im Abstand D zu einer Fläche 22, die eine Frontseite des Führungsteils
16 bildet. Das Sperrelement 15 ist im Führungsteil 16 verschiebbar geführt. Ein Zwischenraum
31 zwischen dem Führungsteil 16 und einer Fläche 24 des Sperrelements 15 ist vergleichsweise
klein, das Sperrelement 15 ist somit mit geringer Toleranz im Führungsteil 16 geführt.
Das Sperrelement 15 besitzt innenseitig eine Ausnehmung 20, in welche die Feder 18
eingreift und eine Fläche 28, an welcher die Feder 18 anliegt. Die Feder 18 liegt
zudem an einer inneren Fläche 23 des Führungsteils 16 an.
[0016] In der Figur 4 befindet sich der Rotor 2 in der Grundstellung. In den Schlüsselkanal
5 ist ein Schlüssel 4' eingesetzt, der sich vom bisherigen Schlüssel 4 durch eine
entsprechend weniger tiefe Bohrung 9' auszeichnet. Der Gehäusestift 29 ist hier korrekt
eingeordnet, so dass der Rotor 2 in die in Figur 7 gezeigte Stellung drehbar ist.
Der Kernstift 10 befindet sich nun gemäss Figur 7 auf der Höhe des Sperrorgans 14.
Er ordnet das Sperrorgan 14 wie ein üblicher Gehäusestift ein. Das Sperrorgan 14 sperrt
somit nicht und der Rotor 2 kann zum Öffnen des hier nicht gezeigten Schlosses weiter
im Uhrzeigersinn gedreht werden. Die Figur 8 zeigt den Drehschliesszylinder 1 in der
gleichen Position wie in Figur 6, wobei hier jedoch in den Schlüsselkanal 5 der Schlüssel
4, d.h. somit der alte Schlüssel eingesetzt ist. Wie ersichtlich, überschreitet der
Gehäusestift 29 mit seiner Stirnfläche 30 die Trennlinie T, da die Bohrung 9 des Schlüssels
4 nicht der Länge des Kernstifts 10' entspricht. Da nun die Fläche 30 konisch ausgebildet
ist, kann der Rotor 2 trotzdem weiter gedreht werden, wie dies in Figur 9 angedeutet
ist. Der Rotor 2 hebt den Gehäusestift 29 an der konischen Fläche 30 an und bewegt
diesen radial nach aussen. Die Fläche 30 kann wie bereits erwähnt auch kugelförmig
oder ähnlich ausgebildet sein. Der Rotor 2 kann somit auch mit dem Schlüssel 4' über
den Gehäusestift 29 hinausgedreht werden. Der Gehäusestift 29 bzw. die entsprechende
Zuhaltung kann somit zwei Stufensprünge bedienen.
[0017] Erreicht nun der Kernstift 10' das Sperrorgan 14, so wird dieses aktiv und sperrt
den Rotor 2, wie dies in Figur 2 gezeigt ist. Da sich aufgrund der tieferen Bohrung
9 die in Figur 2 gezeigte Stirnfläche 13 des Kernstifts 10' im Abstand zur Trennfläche
T befindet, kann das Sperrelement 15 vom Kernstift 10' nicht in der in Figur 1 gezeigten
Stellung gehalten werden. Durch die Spannung der Feder 18 wird das Sperrelement 15
radial nach innen bewegt, bis der in Figur 1 gezeigte Abstand D zwischen den Fläche
21 und 22 aufgehoben ist. Der Abstand D ist etwas kleiner als ein Stufensprung, so
dass die Führung des Sperrelements 15 aufgehoben ist, sobald dieses entsprechend einem
Stufensprung radial nach innen bewegt wird. Das Sperrelement 15 löst sich damit vom
Führungsteil 16 und liegt wie ersichtlich schräg in der Schieberbohrung 12 und teilweise
in der Rotorbohrung 11.
[0018] Das Sperrelement 15 sperrt den Rotor 2 und dieser kann nun weder im Uhrzeigersinn
noch im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden. Zudem kann das Sperrelement 15 nicht mehr
radial nach aussen in das Führungsteil 16 eingeführt werden, da nun die Fläche 21
des Sperrelements 15 an der Fläche 22 des Führungsteils 16 anliegt. Da wie bereits
oben erwähnt der Zwischenraum 31 zwischen dem Führungsteil 16 und dem Sperrelement
15 vergleichsweise schmal ist, genügt eine vergleichsweise kleine Verkantung des Sperrelements
15, um eine radiale Bewegung zu verhindern. Damit ist nicht nur der Rotor 2 blockiert,
sondern auch der Kernstift 10', der radial nicht mehr bewegt werden kann. Der Schlüssel
4, bzw. der alte Schlüssel wird damit durch den Kernstift 10' festgehalten. Der Schlüssel
4 kann somit vom Drehschliesszylinder 1 nicht mehr abgezogen werden. Er ist damit
gefangen.
[0019] Grundsätzlich ist ein Sperrorgan 14 in einem Drehschliesszylinder 1 ausreichend,
um die genannte Funktion zu erfiillen. Es können im Schieber 7' aber auch hintereinander
mehrere solche Sperrorgan 14 angeordnet sein. Zudem ist es gemäss Figur 10 möglich,
in einem Drehschliesszylinder 1" noch weitere Schieber 7" und 7'" mit weiteren solchen
Sperrorganen 14 vorzusehen.
[0020] Die Umstellung eines Drehschliesszylinders für eine Fangschliessung umfasst somit
die folgenden drei Schritte.
[0021] Wenigstens ein Kernstift 10 wird durch einen kürzen Kernstift 10' ausgetauscht. Beispielsweise
wird ein Dreier-Kernstift durch einen Zweier-Kernstift ersetzt.
[0022] Der alte Schlüssel 4 wird durch einen neuen Schlüssel 4' ersetzt, bei dem im vorliegenden
Fall die Dreierbohrung durch eine Zweierbohrung ersetzt ist.
[0023] An entsprechender Stelle wird der Gehäusestift 29 eingesetzt, der mindestens einen
Stufensprung ausgleichen kann. Dieser Gehäusestift 29 kann auch bereits vormontiert
sein, so dass für die Umstellung auf eine Fangschaltung lediglich der Kernstift 10
durch den Kernstift 10' ersetzt und der neue Schlüssel 4' hergestellt werden muss.
Die Umstellung auf eine Fangschliessung ist damit vergleichsweise einfach.
[0024] Das Sperrorgan 14 dient in diesem Fall zum Herstellen einer Fangschliessung. Das
Sperrorgan 14 ist aber auch gegen zahlreiche Manipulationen, beispielsweise gegen
die oben erwähnte Schlagtechnik äusserst wirksam. Es können in allen drei Schliessebenen
eine oder mehrere solche Fangschliessungen angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Drehschliesszylinder
- 2
- Rotor
- 3
- Stator
- 4
- Schlüssel
- 5
- Schlüsselkanal
- 6
- Mantelfläche Rotor
- 7
- Schieber
- 8
- Zylindersack
- 9
- Bohrung (Steuerfläche)
- 10
- Kernstift
- 10a
- Bolzen
- 10b
- Bolzen
- 11
- Rotorbohrung
- 12
- Schieberbohrung
- 13
- Fläche (Kernstift)
- 14
- Sperrorgan
- 15
- Sperrelement
- 16
- Führungsteil
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Feder
- 19
- Stirnfläche
- 20
- Ausnehmung
- 21
- Fläche
- 22
- Fläche
- 23
- Fläche
- 24
- Kernstift
- 25
- Gehäusestifte
- 26
- Feder
- 27
- Nut
- 28
- Fläche
- 29
- Gehäusestift
- 30
- Stirnfläche
- 31
- Zwischenraum
- D
- Abstand
- T
- Trennlinie
- Z1
- Zuhaltung
- Z2
- Zuhaltung
- Z3
- Zuhaltung
1. Drehschliesszylinder für ein Sicherheitsschloss, mit einem Stator (3) und einem einen
Schlüsselkanal (5) aufweisenden Rotor (2), mit Zuhaltungen (Z1-Z3), die zur Drehfreigabe
des Rotors (2) mit einem zugehörigen Schlüssel (4') einzuordnen sind und die jeweils
einen Kernstift (10) und einen federbelasteten Gehäusestift (25, 29) aufweisen, wobei
in Drehrichtung des Rotors (2) gesehen nach der Grundstellung im Stator (3) wenigstens
ein Sperrorgan (14) angeordnet ist, das federbelastet an einer Mantelfläche (6) des
Rotors (2) anliegt und das den Rotor (2) sperrt, wenn ein nicht eingeordneter Kernstift
(10') seine Position erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan (14) zwei Teile (15, 16) aufweist, zwischen denen ein Federelement
(18) angeordnet ist und die im Fall eines nicht eingeordneten Kernstifts (10') voneinander
so getrennt werden, dass sie nicht mehr zusammengefügt werden können.
2. Drehschliesszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines der genannten Teile (15) mit einer Fläche (21) zu einer Fläche (22) des Führungsteils
(16) einen Abstand (D) aufweist, wobei dieser Abstand (D) kleiner ist als ein Stufensprung.
3. Drehschliesszylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (15, 16) becherförmig ausgebildet sind.
4. Drehschliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (15, 16) mit einem vergleichsweise schmalen Zwischenraum (31) gleitverschieblich
ineinandergeführt sind.
5. Drehschliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (18) eine vergleichsweise starke Spiralfeder ist.
6. Drehschliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan (14) eine Fangschliessung bildet, wobei in Drehrichtung des Rotors
(2) gesehen vor dem Sperrorgan (14) ein Gehäusestift (29) angeordnet ist, der eine
konische oder kugelförmige Stirnfläche (30) aufweist, so dass dieser Gehäusestift
(29) auch von einem Kernstift (10') eingeordnet werden kann, der beispielsweise um
einen Stufensprung kleiner ist.
7. Drehschliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Zuhaltung mit einem Gehäusestift (29) vorgesehen ist, welche zwei
Stufensprünge bedienen kann.
8. Drehschliesszylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Zuhaltung in Drehrichtung des Rotors (2) gesehen vor einem Sperrorgan
(14) angeordnet ist.