[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennerfläche für einen Strahlungsbrenner für gasförmige
Brennstoffe, an deren Oberfläche der Brennstoff abbrennt, und die für den Brennstoff
wenigstens in Teilbereichen durchlässig ist, und einen Strahlungsbrenner. Ferner betrifft
die Erfindung Verfahren zur Herstellung einer derartigen Brennerfläche.
[0002] Strahlungsbrenner für Brenngas sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt.
Für die Brennerfläche des Strahlungsbrenners werden in der Regel gelochte Keramikplatten
oder aus Metallfasern bestehende Matten verwendet. Durch die Öffnungen dringen von
unten zugeführte gasförmige Brennstoffe an die Brenneroberfläche und werden dort verbrannt.
[0003] In der Druckschrift EP 1 418 382 A2 wird ein verbesserter Strahlungsbrenner vorgeschlagen,
bei dem die Brenneroberfläche heterogen ausgebildet ist und mindestens zwei unterschiedliche
Oberflächenbereiche aufweist, von denen einer für den Brennstoff durchlässig ist,
während der andere für den Brennstoff undurchlässig ist. Auf diese Weise kann die
Brennstoffzufuhr und somit die vom Brenner abgegebene Leistung in einem weiten Leistungsbereich
und im Verhältnis zur Gesamtoberfläche reguliert werden.
[0004] Wenigstens für den gasdurchlässigen Oberflächenbereich wird Schaumkeramik ("ceramic
foam") verwendet. Schaumkeramik ist ein schwammähnliches, poröses Material, das sich
wegen seiner optimalen Durchlässigkeit für Brenngas gut für die Herstellung der Oberflächen
von Strahlungsbrennern eignet. Die Vorteile liegen in einer hohen Leistungsabgabe
pro Flächeneinheit, einer weitgehend vollständigen Verbrennung der Brenngase und einer
damit verbundenen Minimierung von Schadstoffen, insbesondere CO und NOx, in den Verbrennungsprodukten.
[0005] Neben dem Ziel einer hohen Brennleistung pro Fläche ist es jedoch auch wünschenswert,
die Brennerfläche in kürzester Zeit nach der Zündung des Strahlungsbrenners zum Glühen
zu bringen, um unnötigen Energieverlust zu vermeiden und bei Kochgeräten die Ankochzeit
zu minimieren.
[0006] Um die Dauer zwischen dem Anzünden des Brenners und dem Glühen der Brenneroberfläche
zu verkürzen, kann bekanntermaßen die Oberfläche der Brennerplatte vergrößert werden.
Diese Oberflächenvergrößerung wird beispielsweise dadurch erreicht, dass eine glatte
Oberfläche mit einem Profil, beispielsweise mit einem wellenförmigen Profil, Erhebungen
in Halbkugel- oder Pyramidenform, usw. versehen wird. Dadurch verkürzt sich zwar die
Zeit zwischen Zünden und dem Einsetzen des Glüheffekts erheblich, allerdings ist die
Herstellung derartiger Platten mit modifizierter Oberfläche technisch aufwendig und
kostenintensiv.
[0007] Bei der Verwendung von Schaumkeramiken bietet es sich an, die Porosität der Schaumkeramik
zu erhöhen, um auf diese Weise die Oberfläche zu vergrößern. Dies stößt jedoch an
technische Grenzen, da bei einer Schaumkeramikplatte mit einer Struktur mit großen
Poren die Flamme von der Brenneroberfläche in den Bereich der Gaszufuhr zurückschlagen
kann. Aus Sicherheitsgründen muss daher die Porosität der Schaumkeramik unter einem
vorgegebenen Grenzwert bleiben.
[0008] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine kostengünstige
Brennerfläche für einen Strahlungsbrenner, einen Strahlungsbrenner und Verfahren zur
Herstellung der Brennerfläche vorzuschlagen, durch die eine Verkürzung der Zeitspanne
zwischen Anzünden des Brenners und Glühen der Brennerplatte erreicht und gleichzeitig
ein Zurückschlagen der Brennerflamme zur Unterseite der Platte verhindert wird.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Brennerfläche gemäß Anspruch 1, einem Strahlungsbrenner
gemäß Anspruch 13 und Herstellungsverfahren gemäß den Ansprüchen 14 und 16.
[0010] Die Brennerfläche für einen Strahlungsbrenner für gasförmige Brennstoffe, an deren
Oberfläche der Brennstoff abbrennt, und die für den Brennstoff wenigstens in Teilbereichen
durchlässig ist, weist wenigstens zwei Schichten unterschiedlicher Durchlässigkeit
für den Brennstoff auf.
[0011] Unter dem Begriff Brennerfläche soll das zwischen der Brennstoffzufuhr und der Brenneroberfläche,
an der der Brennstoff abbrennt, angeordnete System verstanden werden. Das Schichtsystem
kann dabei lediglich flächige Teilbereiche einnehmen, während andere Flächenbereiche
für den Brennstoff undurchlässig sind.
[0012] Die erste, beispielsweise die oberste Schicht des Schichtaufbaus, sollte möglichst
durchlässig für den Brennstoff sein. Der Durchlässigkeit ist nach oben hin durch die
abnehmende Dichte des Schichtmaterials und den damit verbundenen Stabilitätsverlust
eine Grenze gesetzt. Bei der Verwendung von Schaumkeramik entspricht die Durchlässigkeit
der Porosität des Materials. Bei hoher Porosität steht eine große Oberfläche, an der
der Brennstoff abbrennt, zur Verfügung. Diese relativ große Oberfläche kann in einer
kurzen Zeit nach der Zündung des Brenners glühen, und den gewünschten Strahlungseffekt
erzeugen. Ein Rückschlagen der Flamme auf die Seite der Brennerfläche, an der der
Brennstoff zugeführt wird, kann die erste Schicht jedoch alleine nicht verhindern.
[0013] Eine unterhalb der ersten Schicht angeordnete zweite Schicht sollte zwar möglichst
durchlässig für den Brennstoff sein, um denn Gasdurchfluss nicht erheblich zu behindern.
Andererseits darf die Schicht nicht so durchlässig sein, dass ein Rückschlagen der
Flammen nach innen in das Brennergehäuse auftreten kann.
[0014] Die Brennerfläche weist bevorzugt eine Vielzahl von Schichten unterschiedlicher Durchlässigkeit
für den Brennstoff auf, wobei eine Oberfläche einer ersten Schicht die Oberfläche
der Brennerfläche bildet, und die Durchlässigkeit der ersten Schicht für den Brennstoff
größer ist als die Durchlässigkeit wenigstens einer der darunter liegenden Schichten.
[0015] Eine Oberfläche der ersten Schicht kann die Oberfläche der Brennerfläche bilden und
eine höhere Durchlässigkeit für den Brennstoff aufweisen als eine darunter angeordnete
zweite Schicht.
[0016] Die Brennerfläche besteht bevorzugt aus Schichten aus porösen Materialien unterschiedlicher
Porosität. Insbesondere können Schaumbrennerplatten verwendet werden, in der Schaumkeramikschichten
mit zwei oder mehreren unterschiedlichen Porositäten in Sandwichbauweise übereinander
hergestellt werden.
[0017] Insbesondere besteht die Brennerfläche aus Schichten aus poröser Schaumkeramik. Die
Porosität der Schichten wird entsprechend der Durchlässigkeiten, wie oben beschrieben,
eingestellt. Somit werden zwei Ziele erreicht, zum einen das Verhindern Rückschlagens
der Flammen bei maximalem Gasdurchfluss, zum anderen eine erhebliche Verkürzung der
Anglühzeit. Der grundsätzliche Erfindungsgedanke soll jedoch auch bei einer Verwirklichung
mit konventionellen Materialien, z.B. gelochten Keramikplatten oder Metallfasermatten,
geschützt werden.
[0018] Die erste Schicht der Brennerfläche kann insbesondere eine höhere Porosität aufweisen
als eine darunter angeordnete zweite Schicht.
[0019] Die Brennerfläche ist insbesondere als Schichtsystem aufgebaut, wobei die Durchlässigkeit
der einzelnen Schichten mit der Entfernung von der Oberfläche der Brennerfläche abnimmt.
[0020] Die Schichten der Brennerfläche können so ausgebildet sein, dass die Durchlässigkeit
der Brennerfläche einen Gradienten aufweist, wobei die Durchlässigkeit mit der Entfernung
von der Oberfläche der Brennerfläche abnimmt. Eine solche Brennerfläche kann auch
als eine einzige Schicht mit sich im Querschnitt verändernder Durchlässigkeit für
den Brennstoff angesehen werden. Die Durchlässigkeit bzw. Porosität nimmt von der
Oberfläche, an der der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt, in Richtung der Brennstoffzufuhr
ab.
[0021] Die Brennerplatte weist insbesondere eine erste Schicht, deren Oberfläche die Oberfläche
der Brennerfläche bildet, und eine zweite Schicht auf, wobei die erste Schicht eine
Durchlässigkeit aufweist, die ein Umschlagen der Brennerflamme von der Seite, an der
der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt, auf die andere Seite der Schicht alleine
nicht verhindern kann.
[0022] Die zweite Schicht der Brennerfläche weist bevorzugt eine möglichst große Durchlässigkeit
für den Brennstoff auf, wobei die Durchlässigkeit so gewählt ist, dass ein Umschlagen
der Brennerflamme von der Seite, an der der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt,
auf die andere Seite der Schicht sicher verhindert wird.
[0023] Die Brennerfläche kann eine Vielzahl von Schichten mit unterschiedlichen Durchlässigkeiten
für den Brennstoff aufweisen, wobei die Schichten derart angeordnet sind, dass die
Oberfläche der Brennerfläche so vergrößert wird, dass die Zeit zwischen dem Zünden
des Strahlungsbrenners und dem Glühen der Oberfläche der Brennerfläche minimiert wird,
und ein Umschlagen der Brennerflamme von der Seite der Brennerfläche an der der Brennstoff
bestimmungsgemäß abbrennt, auf die andere Seite der Brennerfläche verhindert wird.
In diesem "Sandwich"-System können neben der Anordnung der Schichten auch die einzelnen
Schichtdicken angepasst werden, um die erfindungsgemäße Aufgabe zu lösen.
[0024] Die Brennerfläche ist insbesondere heterogen aufgebaut und weist zumindest einen
ersten für den Brennstoff durchlässige Flächenbereich und mindestens einen zweiten
für den Brennstoff undurchlässigen Flächenbereich auf. Die Vorteile des heterogenen
Aufbaus, wie in der Druckschrift EP 1 418 382 A2 beschrieben, können mit den Vorteilen
der vorliegenden Erfindung kombiniert werden.
[0025] Die Aufgabe wird auch gelöst durch einen Strahlungsbrenner für gasförmige Brennstoffe
umfassend eine Brennerfläche wie oben beschrieben.
Ein Verfahren zur Herstellung einer Brennerfläche umfasst folgende Schritte:
[0026] Ausbildung einer ersten Schicht aus hitzebeständigem Material mit einer ersten Durchlässigkeit
für einen gasförmigen Brennstoff; Ausbildung einer zweiten ersten Schicht aus hitzebeständigem
Material mit geringerer Durchlässigkeit für den gasförmigen Brennstoff; und Aneinanderfügen
der Materialien zur Bildung eines Schichtaufbaus. Das Verfahren bietet eine einfache
Herstellbarkeit des Strahlungsbrenners bzw. der Brennerfläche.
[0027] In dem Verfahren werden die Materialien bevorzugt miteinander verbunden, z.B. in
einem keramischen Brennverfahren. Die beiden Teile unterschiedlicher Durchlässigkeit
für den Brennstoff können jedoch auch lediglich übereinander gelegt und eventuell
fixiert werden
[0028] In einem weiteren Verfahren zur Herstellung einer Brennerfläche wird aus einem hitzebeständigen
keramischen Material in einem Brennverfahren eine Brennerfläche für einen Strahlungsbrenner
mit einem Schichtaufbau ausgebildet, wobei die Schichten unterschiedliche Durchlässigkeiten
für einen gasförmigen Brennstoff aufweisen. Auf diese Weise entsteht ein "Sandwich"-artiger
Aufbau bzw. ein Schichtsystem.
[0029] Die Schichten mit unterschiedlichen Durchlässigkeiten werden insbesondere als Schichten
mit unterschiedlicher Porosität ausgebildet, d.h. die Durchlässigkeit einer Schicht
wird durch eine Auswahl der Porosität erreicht. Insbesondere kann als Material Schaumkeramik
verwendet werden. Zur Herstellung der Schaumkeramik wird mit Flüssigkeramikmasse getränkter
Schaumstoff, insbesondere Polyurethan, gebrannt, wodurch die Keramik aushärtet und
der Schaumstoff verbrannt wird, so dass in diesem Bereich ein poröser Keramikschaum
in einer einheitlichen Keramikoberfläche gebildet wird. Das poröse, schwammähnliche
Material weist eine optimal einstellbare Durchlässigkeit für das Brenngas auf und
eignet sich hervorragend als Material für die Schichten der Brennerfläche. Die Brennerfläche
weist eine hohe Leistung pro Fläche auf. Außerdem liefert das Material ausgezeichnete
verbrennungstechnische Ergebnisse hinsichtlich der Reduzierung des Ausstoßes von Schadstoffen
(CO und NOx).
[0030] Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der detaillierten Beschreibung der folgenden Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten
Zeichnung: Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brennerfläche;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennerfläche; und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennerfläche.
[0031] In Fig. 1 ist ein Flächenbereich 1 einer Brennerfläche 2 eines Strahlungsbrenners
für gasförmige Brennstoffe dargestellt. Der Flächenbereich 1 der Brennerfläche 2 besteht
in diesem Fall aus zwei benachbarten Schichten 4 und 5. Die freie Oberfläche der Schicht
4 bildet gleichzeitig die Oberfläche 3 der Brennerfläche 2. Der von unten der Brennerfläche
2 zugeführte Brennstoff G dringt durch das Schichtsystem 5, 4 an die Oberfläche 3,
an der er bestimmungsgemäß abbrennt (schematisch dargestellt durch die Flammen F).
[0032] Die Brennerfläche 2 an sich kann heterogen mit für den gasförmigen Brennstoff durchlässigen
Bereichen 1, wie dargestellt, und flächig benachbarten für das Gas undurchlässigen
Bereichen (nicht dargestellt) aufgebaut sein, wie dies in der EP 1 418 382 A2 ausgeführt
ist.
[0033] Die Schicht 4 weist eine geringere Durchlässigkeit für den Brennstoff auf als die
Schicht 5. Beide Schichten bestehen aus einem porösen Material, beispielsweise aus
poröser Schaumkeramik. Die höhere Durchlässigkeit der Schicht 4 für den Brennstoff
wird durch eine höhere Porosität, d. h. durch eine grobporigere Struktur erreicht.
Die benachbarte, darunter liegende und an die Gaszufuhr angrenzende Schicht 5 kann
aus dem gleichen oder einem anderen Material hergestellt sein. Sie weist eine geringere
Porosität auf, d. h. eine feinporösere Struktur. Somit ist die Dichte der Schicht
4 geringer als die Dichte der Schicht 5.
[0034] Auf diese Weise wird die Oberfläche 3 der Brennerfläche 2 vergrößert. Dies bewirkt
eine Verkürzung der Zeitdauer zwischen dem Anzünden des Brenners und dem Glühen der
Oberflächenschicht 4 bzw. der Oberfläche 3.
[0035] Die Porosität bzw. Dichte des Materials 5 ist so gewählt, dass ein Umschlagen bzw.
Rückschlagen der Flammen von der Oberfläche 3 auf die Gaszufuhrseite durch die Schicht
5 verhindert wird. Die Durchlässigkeit der Schicht 5 für den Brennstoff wird dabei
zwar maximiert, um einen möglichst ungehinderten Gasfluss durch die Schicht 5 zu gewährleisten,
andererseits ist jedoch die Porosität so gering gewählt, dass das bereits erwähnte
Umschlagen der Flammen F auf die Gaszufuhrseite sicher verhindert wird.
[0036] In der Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Flächenbereichs 1 einer
erfindungsgemäßen Brennerfläche 2 dargestellt. In diesem Fall sind drei Schichten
4, 5, 6 übereinander gestapelt. Es entsteht ein "Sandwich"-artiger Aufbau bzw. ein
Schichtsystem. Die Schichten 4, 5 und 6 weisen jeweils unterschiedliche Durchlässigkeiten
für das Brenngas auf. Die Schicht 4 ist beispielsweise die grobporöseste Schicht,
d. h. sie weist die höchste Durchlässigkeit für das Gas auf, um eine möglichst große
Oberfläche 3, an der das Gas bestimmungsgemäß verbrennt, bereitzustellen. Auf diese
Weise wird die Zeitspanne zwischen dem Zünden des Brenners und dem Glühen der Schicht
4 bzw. der Oberfläche 3 minimiert.
[0037] Unter der Schicht 4 ist eine Zwischenschicht 5 mit geringerer Durchlässigkeit angeordnet.
Die Schicht 4 verhindert jedoch in diesem Beispiel alleine kein Umschlagen der Flammen
auf die andere Seite, d.h. die Gaszufuhrseite, der Brennerfläche 2.
[0038] Auch die Schichten 4 und 5 zusammen sind nicht dazu geeignet, ein Umschlagen der
Flammen von der Oberfläche 3 zur Gaszufuhrseite zu verhindern. Aus diesem Grund ist
eine dritte Schicht 6, angrenzend an die Schicht 5, mit einer geringeren Durchlässigkeit
für den Brennstoff angeordnet als die Schichten 4 und 5. Auch die Schicht 6 mag alleine
ein Umschlagen der Flammen auf die Gaszufuhrseite nicht verhindern, leistet dies allerdings
in Verbindung mit der Schicht 5.
[0039] Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Anzahl und die Anordnung verschiedener Schichten
im allgemeinen beliebig ist, solange einerseits eine große Oberfläche an der Seite
der Brennerfläche bereitgestellt wird, an der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt,
und andererseits ein Umschlagen, insbesondere durch das unter der Oberflächenschicht
4 liegende Schichtsystem 5, 6 sicher verhindert wird. Als dritte nebengeordnete Anforderung
soll jedoch durch die das Umschlagen verhindernden Schichten 5, 6 die Gaszufuhr zur
Oberfläche 3 möglichst wenig behindert werden.
[0040] Es kann ein beliebiges Schichtsystem gebildet werden. Man könnte das Schichtsystem
auch als Sandwich-Aufbau bezeichnen. Die Schichten können miteinander verbunden oder
lose übereinander gelegt und in einem Strahlungsbrenner fixiert werden. Außerdem könnte
die gesamte Brennerfläche 2 den Schichtaufbau aufweisen. Alternativ könnten jedoch
nur bestimmte Flächenbereiche 1 der Brennerfläche 2 den Schichtaufbau aufweisen, die
übrige Brennerfläche wäre dann für den Brennstoff undurchdringlich (heterogene Brennerfläche).
[0041] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Anhand dieser Figur
wird deutlich, dass die Schichten 4, 5 des Schichtsystems 2 durchaus auch unterschiedliche
Dicke aufweisen können, sofern das Schichtsystem die Zielsetzung der Erfindung erfüllt.
Im vorliegenden Beispiel ist die Oberflächenschicht 4 des Flächenbereichs 1, die eine
sehr grobporöse Struktur aufweist, wesentlich dicker ausgebildet als die feinporöse
Schicht 5. Dadurch wird die Stabilität der Oberflächenschicht 4 verbessert. Gleichzeitig
wird eine optimal vergrößerte Oberfläche 3 bereitgestellt. Die unter der Schicht 4
liegende feinporöse Schicht 5 ist dagegen dünner ausgebildet. Durchlässigkeit und
Dicke der Schicht müssen in Kombination so ausgewählt sein, dass ein Umschlagen der
Flammen auf die Gaszufuhrseite sicher verhindert wird, ohne den Gasfluss zur Oberfläche
3 erheblich zu behindern.
1. Brennerfläche (2) für einen Strahlungsbrenner für gasförmige Brennstoffe, an deren
Oberfläche (3) der Brennstoff abbrennt, und die für den Brennstoff wenigstens in Teilbereichen
(1) durchlässig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) wenigstens zwei Schichten (4, 5) unterschiedlicher Durchlässigkeit
für den Brennstoff aufweist.
2. Brennerfläche (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) eine Vielzahl von Schichten (4, 5, 6) unterschiedlicher Durchlässigkeit
für den Brennstoff aufweist, wobei eine Oberfläche einer ersten Schicht (4) die Oberfläche
(3) der Brennerfläche (2) bildet, und die Durchlässigkeit der ersten Schicht (4) für
das Gas größer ist als die Durchlässigkeit wenigstens einer der darunter liegenden
Schichten (5, 6).
3. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche einer ersten Schicht (4) die Oberfläche (3) der Brennerfläche (2)
bildet und eine höhere Durchlässigkeit für den Brennstoff aufweist als eine darunter
angeordnete zweite Schicht (5).
4. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (4, 5) aus porösen Materialien unterschiedlicher Porosität bestehen.
5. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (4, 5) aus poröser Schaumkeramik bestehen.
6. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (4) eine höhere Porosität als eine darunter angeordnete zweite
Schicht (5) aufweist.
7. Brennerfläche (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) als Schichtsystem aufgebaut ist, wobei die Durchlässigkeit
der einzelnen Schichten (4, 5, 6) mit der Entfernung von der Oberfläche (3) der Brennerfläche
(2) abnimmt.
8. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (4, 5) so ausgebildet sind, dass die Durchlässigkeit der Brennerfläche
(2) einen Gradienten aufweist, wobei die Durchlässigkeit mit der Entfernung von der
Oberfläche (3) der Brennerfläche (2) abnimmt.
9. Brennerplatte (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) eine erste Schicht (4), deren freie Oberfläche die Oberfläche
(3) der Brennerfläche (2) bildet, und eine zweite Schicht (5) aufweist, wobei die
erste Schicht (4) eine Struktur aufweist derart, dass die Oberfläche (3) der Brennerfläche
gegenüber einer im wesentlichen glatten Flache vergrößert ist.
10. Brennerfläche (2) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht (5) eine möglichst große Durchlässigkeit für den Brennstoff aufweist,
wobei die Durchlässigkeit und die Schichtdicke so gewählt sind, dass ein Umschlagen
der Brennerflamme von der Seite, an der der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt,
auf die andere Seite der Schicht (5) sicher verhindert wird.
11. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) eine Vielzahl von Schichten (4, 5, 6) mit unterschiedlichen
Durchlässigkeiten für den Brennstoff aufweist, wobei die Schichten (4, 5, 6) derart
angeordnet sind, dass die Oberfläche (3) der Brennerfläche (2) so vergrößert wird,
dass die Zeit zwischen dem Zünden des Strahlungsbrenners und dem Glühen der Oberfläche
(3) der Brennerfläche (2) minimiert wird, und ein Umschlagen der Brennerflamme von
der Seite der Brennerfläche (2), an der der Brennstoff bestimmungsgemäß abbrennt,
auf die andere Seite der Brennerfläche (2) sicher verhindert wird.
12. Brennerfläche (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerfläche (2) heterogen aufgebaut ist und zumindest einen für den Brennstoff
durchlässigen ersten Flächenbereich (1) und mindestens einen für den Brennstoff undurchlässigen
zweiten Flächenbereich aufweist.
13. Strahlungsbrenner (1) für gasförmige Brennstoffe, umfassend eine Brennerfläche (2)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
14. Verfahren zur Herstellung einer Brennerfläche (2), insbesondere nach einem der Ansprüche
1-12, umfassend folgende Schritte:
Ausbildung einer ersten Schicht aus hitzebeständigem Material mit einer ersten Durchlässigkeit
für einen gasförmigen Brennstoff;
Ausbildung einer zweiten ersten Schicht aus hitzebeständigem Material mit geringerer
Durchlässigkeit für den gasförmigen Brennstoff; und
Aneinanderfügen der Materialien zur Bildung eines Schichtaufbaus.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialien miteinander verbunden werden.
16. Verfahren zur Herstellung einer Brennerfläche (2), insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem hitzebeständigen keramischen Material in einem Brennverfahren eine Brennerfläche
(2) für einen Strahlungsbrenner (1) mit einem Schichtaufbau ausgebildet wird, wobei
die Schichten unterschiedliche Durchlässigkeiten für einen gasförmigen Brennstoff
aufweisen.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14-16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten mit unterschiedlichen Durchlässigkeiten als Schichten mit unterschiedlicher
Porosität ausgebildet werden.