[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Stromkabel zur elektrischen Verbindung
einer in einem Kraftfahrzeug befindlichen Batterie mit einem gleichfalls im Kraftfahrzeug
befindlichen Generator bzw. mit einem Starter, wobei das Stromkabel aus einer Vielzahl
von Litzen besteht, welche miteinander zu einem im Querschnitt angenähert kreisrunden
Kabel verseilt sind, das mit einer elektrisch isolierenden Hülle ausgebildet ist.
[0002] Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftfahrzeuge, werden in steigendem Ausmaß
mit elektrischen und elektronischen Geräten ausgestattet, welche der Steuerung einer
Vielzahl von Funktionen des Fahrbetriebes dienen. Zur elektrischen Speisung des Starters
und der elektrischen und elektronischen Geräte dient eine Batterie, welche von einem
gleichfalls im Kraftfahrzeug angeordneten Generator aufgeladen wird.
[0003] Der Starter und der Generator befinden sich in der Regel nahe dem Motor des Personenkraftfahrzeuges
und somit in dessen vorderen Bereich. Demgegenüber befindet sich in der Regel die
Batterie im Heckbereich des Personenkraftfahrzeuges. Zur Verbindung des Generators
bzw. des Starters mit der Batterie dient ein Stromkabel, dessen leitender Querschnitt
etwa 100 mm
2 beträgt. Dabei besteht dieses Stromkabel aus z.B. 19 Litzenbündeln, welche miteinander
verseilt sind und welche von einer etwa 1,5 mm bis 2 mm dicken Isolierschichte umhüllt
sind.
[0004] Gemäß dem Stand der Technik sind derartige Stromkabel im Querschnitt angenähert kreisförmig
ausgebildet. Der Vorteil derartiger Stromkabel besteht darin, dass sie nach allen
Richtungen hin umbiegbar sind, wodurch sie in Personenkraftfahrzeugen in beliebiger
Weise verlegt werden können. Der Nachteil derartiger Rundkabel besteht jedoch darin,
dass sie einen Durchmesser von etwa 15 mm aufweisen, wodurch für deren Verlegung Räume
benötigt werden, welche an manchen Stellen des Personenkraftfahrzeuges nicht zur Verfügung
stehen.
[0005] Es ist weiters auch bekannt, Stromkabel in Form von Flachkabeln auszubilden. Derartige
Stromkabel können in sehr platzsparender Weise, z.B. an der Innenwand der Fahrzeugkarosserie,
verlegt werden. Allerdings sind sie deshalb nicht den Erfordernissen entsprechend,
da sie nur aus ihrer Ebene herausgebogen aber nicht in ihrer eigenen Ebene gekrümmt
werden können.
[0006] Der gegenständlichen Erfindung liegt somit, die Aufgabe zugrunde, ein Stromkabel
zu schaffen, durch welches die Vorteile eines Rundkabels mit den Vorteilen eines Flachkabels
kombiniert werden bzw. durch welches die diesen beiden Arten von Stromkabeln anhaftenden
Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass das im
Querschnitt angenähert kreisrunde Stromkabel in mindestens einem mittleren Bereich
in ein Flachkabel mit einem rechteckförmigen Querschnitt verformt ist, wobei das jeweilige
Flachkabel mit einer im Querschnitt rechteckförmigen Isolierung ausgebildet ist.
[0007] Vorzugsweise ist in mindestens einem mittleren Bereich des Stromkabels die ursprüngliche
Isolierung entfernt und ist jeweils der hierauf hergestellte Flachleiter von einer
neu aufgebrachten Isolierung mit einem rechteckförmigen Querschnitt umschlossen. Dabei
kann die im Querschnitt rechteckförmige Isolierung durch ein mehrteiliges, in einem
Spritzgussverfahren hergestelltes Gehäuse gebildet sein. Vorzugsweise ist die Isolierung
durch zwei im Querschnitt U-förmig ausgebildete Gehäuseteile gebildet, welche ineinander
gesetzt sind und in deren Innenraum sich die Litzen des Flachleiters befinden.
[0008] Nach einer weiters bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Gehäuseteile miteinander
fest verbunden, wobei sie insbesondere miteinander formschlüssig verriegelt, miteinander
verschweißt oder miteinander verklebt sind. Weiters ist vorzugsweise die im Querschnitt
rechteckförmige Umhüllung an ihren beiden Enden mit Übergängen in einen kreisrunden
Querschnitt ausgebildet.
[0009] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die im Querschnitt rechteckförmige
Umhüllung aus einem steifelastischen Kunststoff. Weiters kann die im Querschnitt rechteckförmige
Umhüllung über ihre Länge mehrfach abgewinkelt sein, wobei sie über ihren Verlauf
den in derjenigen Type des Kraftfahrzeuges, in welchem das Stromkabel verwendet wird,
bestehenden Platzverhältnissen angepasst ist.
[0010] Gemäß einem bevorzugten Verfahren zur Herstellung eines Stromkabels zur Verbindung
einer im Heckbereich eines Kraftfahrzeuges befindlichen Batterie mit dem im Motorraum
des Kraftfahrzeuges befindlichen Starter und mit einem Generator wird in mindestens
einem mittleren Bereich eines im Querschnitt runden, eine Vielzahl von Litzenbündeln
enthaltenen Stromkabels die Isolierung entfernt, wird hierauf in diesem mindestens
einen Bereich der Rundleiter in einen Flachleiter verformt und wird weiters der jeweilige
Flachleiter in eine zweiteilige Umhüllung aus einem elektrisch isolierenden Material
eingesetzt, wobei diese Umhüllung, welche aus einem steifelastischen Kunststoffmaterial
besteht, über ihre Länge eine den räumlichen Gegebenheiten in demjenigen Fahrzeug,
in welchem das Stromkabel verwendet wird, angepassten Verlauf aufweist.
[0011] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- einen Bereich der Innenseite einer Fahrzeugkarosserie, in welchem ein erfindungsgemäßes
Stromkabel verlegt ist, in axonometrischer Darstellung;
- Fig.2
- ein erfindungsgemäßes Stromkabel, in axonometrischer Darstellung; und
- Fig.3
- den Schnitt gemäß der Linie III-III der Fig. 1, in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab.
[0012] In Fig.1 ist derjenige Bereich 11 der Innenwand einer Karosserie 1 eines Personenkraftfahrzeuges
dargestellt, in welchem sich der sogenannte C-Träger befindet. An diesen Bereich 11
ist diejenige sich zwischen den beiden Seitenflächen der Karosserie befindliche Wand
angesetzt, welche den Fahrgastraum gegenüber dem Kofferraum des Personenkraftfahrzeuges
trennt. Der Generator und der Starter befinden sich im vorderen Bereich des Personenkraftfahrzeuges
und die Batterie befindet sich in dessen hinterem Bereich, wobei sie vom Kofferraum
her zugänglich ist. Das von der Batterie zum Starter verlaufende Stromkabel, welches
auch zur Ladung der Batterie durch den Generator verwendet ist, muss durch den Motorraum
und den Fahrgastraum in den Heckbereich geführt werden, wobei Schwierigkeiten bestehen,
längs des gesamten Verlaufes dieses Stromkabels den für ein Rundkabel erforderlichen
Platz zur Verfügung zu haben. Dies trifft insbesondere für den Bereich des C-Trägers
zu, in welchem die Fahrzeugkarosserie mit nach innen gerichteten Auswölbungen 12 und
13 versehen ist, zwischen welchen sich nur Platz für ein Flachkabel befindet.
[0013] Um dessen ungeachtet das Stromkabel 2 verlegen zu können, ist es in seinem an den
Starter bzw. an den Generator angeschlossenen Abschnitt 21 und in seinem an die Batterie
angeschlossenen Abschnitt 21a als herkömmliches Rundkabel ausgebildet, wogegen es
in dem im Bereich des C-Trägers befindlichen Abschnitt als Flachkabel 22 ausgebildet
ist. Hierdurch kann dieses Stromkabel 2 im Motorraum, im Fahrgastraum und im Bereich
des Kofferraumes beliebig gekrümmt verlegt werden und kann es im Bereich des C-Trägers
in dem zwischen den Auswölbungen 12 und 13 bestehenden flachen Zwischenraum verlegt
werden, wodurch die ansonsten bei einem durchgehenden Rundkabel auftretenden Schwierigkeiten
in der räumlichen Unterbringung vermieden werden.
[0014] Wie dies aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist ein erfindungsgemäßes Stromkabel
2 an seinen beiden Enden mit jeweils einer Anschlußöse 20 ausgebildet, mittels welcher
es einerseits an den Starter und an den Generator und andererseits an einen der beiden
Polzapfen der Batterie anklemmbar ist. Die beiden Anschlußösen 20 befinden sich an
den freien Enden der Abschnitte 21 und 21 a des Stromkabels 2, welche einen runden
Querschnitt aufweisen. Zwischen diesen beiden Abschnitten 21 und 21 a befindet sich
der Abschnitt 22, welcher einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist.
[0015] Ein derartiges Stromkabel wird dadurch hergestellt, dass von einem herkömmlichen
Rundkabel, welches z.B. 19 miteinander verseilte Litzenbündel 2a aufweist, welche
von einer isolierenden Umhüllung umschlossen sind, in demjenigen Abschnitt, in welchem
das Stromkabel 2 einen flachen Querschnitt aufweisen muss, die Isolierung 2b entfernt
wird und die einzelnen Litzenbündel 2a voneinander gelöst sowie aus der im Querschnitt
kreisrunden Anordnung in eine rechteckförmige Anordnung verformt werden. In der Folge
wird der hierdurch hergestellte Flachleiter in eine Umhüllung 3 aus einem steifelastischen
Material eingebracht, welche aus zwei im Querschnitt U-förmigen Gehäuseteilen 31 und
32 besteht. Durch diesen beiden Gehäuseteile 31 und 32, welche in ihrer Ebene und
auch räumlich gekrümmt bzw. verwunden ausgebildet sind, wird die ursprüngliche Isolierung
ersetzt.
Im Bereich des Überganges von den Rundkabeln 21 und 21a in das Flachkabel 22 ist das
Gehäuse 3 mit einem trichterförmigen Übergangsstück 33 ausgebildet.
[0016] Diese Umhüllung 3 ist derjenigen räumlichen Gestaltung angepasst, welche derjenige
Bereich des Kraftfahrzeuges, in welchem der Abschnitt 13 des Stromkabels 3 verlegt
werden soll, aufweist. Die Umhüllung 3 wird vorzugsweise in einem Spritzgussverfahren
hergestellt.
Um den räumlichen Gegebenheiten bei unterschiedlichen Typen von Kraftfahrzeugen optimal
entsprechen zu können, werden für die einzelnen Typen jeweils angepasste Umhüllungen
3 hergestellt.
[0017] Ergänzend wird darauf verwiesen, dass ein derartiges Stromkabel auch in mehreren
Bereichen als Flachkabel gemäß den vorstehenden Erläuterungen ausgebildet sein kann.
1. Stromkabel (2) zur elektrischen Verbindung einer in einem Kraftfahrzeug befindlichen
Batterie mit einem gleichfalls im Kraftfahrzeug befindlichen Generator bzw. mit einem
Starter, wobei das Stromkabel (2) aus einer Vielzahl von Litzen (2a) besteht, welche
miteinander zu einem im Querschnitt angenähert kreisrunden Kabel (21,21a) verseilt
sind, welches mit einer elektrisch isolierenden Hülle (2b) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das im Querschnitt angenähert kreisrunde Stromkabel (21, 21a) in mindestens einem
mittleren Bereich in ein Flachkabel (22) mit einem rechteckförmigen Querschnitt verformt
ist, wobei das jeweilige Flachkabel (22) mit einer im Querschnitt rechteckförmigen
Isolierung (3) ausgebildet ist.
2. Stromkabel (2) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem mittleren Bereich desselben die ursprüngliche Isolierung (2b)
entfernt worden ist und jeweils der hierauf hergestellte Flachleiter von einer neu
aufgebrachten Isolierung (3) mit einem rechteckförmigen Querschnitt umschlossen ist.
3. Stromkabel (2) nach einem der Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt rechteckförmige Isolierung (3) durch eine mehrteiliges, durch
ein Spritzgussverfahren hergestelltes Gehäuse (31,32) gebildet ist.
4. Stromkabel (2) nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung durch zwei im Querschnitt U-förmig ausgebildete Gehäuseteile (31,32)
gebildet ist, welche ineinander gesetzt sind und in deren Innenraum sich die Litzen
(2a) des Flachleiters befinden.
5. Stromkabel (2) nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gehäuseteile (31,32) miteinander fest verbunden sind, wobei sie insbesondere
miteinander formschlüssig verriegelt, miteinander verschweißt oder miteinander verklebt
sind.
6. Stromkabel (2) nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt rechteckförmige Umhüllung (3) an ihren beiden Enden mit Übergängen
(33) in einen kreisrunden Querschnitt ausgebildet ist.
7. Stromkabel (2) nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt reckteckförmige Umhüllung (3) aus einem steifelastischen Kunststoff
besteht.
8. Stromkabel (2) nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt rechteckförmige Umhüllung (3) über ihre Länge mehrfach abgewinkelt
ist bzw. räumlich gekrümmt ist.
9. Stromkabel (2) nach einem der Patentansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die im Querschnitt rechteckförmige Umhüllung (3) über ihren Verlauf den in derjenigen
Type des Kraftfahrzeuges, in welchem das Stromkabel (2) verwendet wird, bestehenden
Platzverhältnissen angepasst ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Stromkabels (2) zur Verbindung der im Heckbereich
eines Kraftfahrzeuges befindlichen Batterie mit der im Motorraum des Kraftfahrzeuges
befindlichen Batterie bzw. dem Starter, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem mittleren Bereich eines im Querschnitt runden, eine Vielzahl
von Litzenbündeln (2a) enthaltenden Kabels [2] die Isolierung [2b] entfernt wird,
dass hierauf in diesem Bereich der Rundleiter in einen Flachleiter verformt wird und
dass weiters der Flachleiter in eine zweiteilige Umhüllung [3,31,32] aus einem elektrisch
isolierenden Material eingesetzt wird, wobei diese Umhüllung (3), welche aus einem
steifelastischen Kunststoffmaterial besteht, über ihre Länge eine den räumlichen Gegebenheiten
in demjenigen Fahrzeug, in welchem das Stromkabel (2) verwendet wird, angepassten
Verlauf aufweist.