| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 701 794 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2004/002727 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2005/058502 (30.06.2005 Gazette 2005/26) |
|
| (54) |
SCHEIBENMÜHLE
DISC MILL
BROYEUR A DISQUES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.12.2003 DE 10360618 13.01.2004 DE 102004001976
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.09.2006 Patentblatt 2006/38 |
| (73) |
Patentinhaber: HERBOLD MECKESHEIM GMBH |
|
74909 Meckesheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- HERBOLD, Karlheinz
74909 Meckesheim (DE)
- WATZELT, Holger
69151 Neckargemünd-Dilsberg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Naumann, Ulrich |
|
Patent- und Rechtsanwälte
Ullrich & Naumann
Luisenstrasse 14 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 4 210 207 US-A- 5 373 995
|
DE-U1- 8 122 628
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 018, Nr. 191 (C-1186), 4. April 1994 (1994-04-04) -&
JP 05 345137 A (MIKUROTETSUKU TSUU ONE:KK), 27. Dezember 1993 (1993-12-27)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Scheibenmühle mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander
angeordneten Mahlscheiben, die ringförmig mit einem mittigen Durchgang ausgebildet
sind und gegeneinander gerichtete, unter Bildung eines Arbeitsraumes im Bereich des
Durchgangs zueinander beabstandete und nach außen aufeinander zu laufende, den Arbeitsraum
verjüngende Arbeitsflächen aufweisen und relativ zueinander drehen.
[0002] Scheibenmühlen unterschiedlichster Bauart sind seit vielen Jahren aus der Praxis
bekannt. Lediglich beispielhaft wird auf die
DE 102 03 752 C1 verwiesen, aus der eine gattungsbildende Scheibenmühle, insbesondere die dortige
Mahlscheiben-Ausgestaltung, bekannt ist. Bei der gattungsbildenden Scheibenmühle ist
die eine Mahlscheibe drehfest und die andere Mahlscheibe drehbar angeordnet, so dass
eine Drehbewegung beider Mahlscheiben relativ zueinander realisierbar ist.
[0003] Im Konkreten wird mit der gattungsbildenden Scheibenmühle vorzerkleinertes oder granulatförmiges
Mahlgut zu einem feinkörnigen oder pulvrigen Produkt gemahlen, wobei das Mahlgut in
den durch die Mahlscheiben gebildeten Arbeitsraum eingebracht wird. Bedingt durch
die beim Drehen einer der Mahlscheiben auf das Mahlgut übertragenen Zentrifugalkräfte
wird dieses nach außen gefördert und aufgrund des sich nach außen hin verjüngenden
Arbeitsraums weiter zerkleinert.
[0004] Bei dem Mahlgut kann es sich um Produkte jedweder Art handeln, insbesondere auch
um Kunststoffe, vor allem aber auch um Produkte bzw. Stoffe aus dem Lebensmittelbereich.
[0005] Die gattungsbildende Scheibenmühle ist jedoch insoweit problematisch, als sich der
die resultierende Kom-/Pulvergröße definierende Mahlvorgang ausschließlich im äußersten
Bereich der Mahlscheiben abspielt. Aufgrund des nach außen hin immer kleiner werdenden
Arbeitsraums, der dort mit einem linienartigen Ringspalt zwischen den Mahlscheiben
endet, ist die Verweilzeit des Mahlguts in dem die endgültige Korngröße vorgebenden
Bereichs äußerst gering. Entsprechend dauert der Mahlvorgang lange oder ist das Mahlergebnis
insbesondere im Hinblick auf eine homogene Fraktion und auch im Hinblick auf die erzielbare
Feinheit des Mahlguts unbefriedigend.
[0006] Eine Scheibenmühle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
DE 42 10 207 C1 bekannt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Scheibenmühle der
gattungsbildenden Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass sich auch bei
geringer Korngröße ein hinreichend gutes Mahlergebnis bei einfachster Konstruktion
der Mahlscheiben realisieren lässt.
[0008] Die voranstehende Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach
ist die gattungsbildende Scheibenmühle derart ausgestaltet und weitergebildet, dass
die Arbeitsflächen in einem äußeren Randabschnitt mit zumindest geringfügigem Abstand
parallel zueinander ausgebildet sind. Mit anderen Worten ist der im Stand der Technik
ringspaltförmig ausgebildete Bereich zwischen den beiden Mahlscheiben ganz erheblich
ausgedehnt, nämlich dadurch, dass dieser Bereich mit geringster Beabstandung der Mahlscheiben
flächig ausgebildet ist, nämlich dadurch, dass die Arbeitsflächen über einen nicht
unbeachtlichen Bereich hinweg bei geringstem Abstand zueinander eine Art kreisringförmigen
Flächenspalt definieren, durch den das Mahlgut aufgrund aufgegebener Zentrifugalkräfte
hindurchgedrückt und dabei hinreichend gut zerkleinert wird. Durch die besondere Ausgestaltung
des äußeren Randabschnitts mit den parallel zueinander ausgebildeten Arbeitsflächen
wird die Verweilzeit des Mahlguts im engsten Bereich zwischen den Mahlscheiben verlängert,
wodurch das Mahlergebnis ganz erheblich begünstigt ist.
[0009] Insbesondere im Lichte einer einfachen Konstruktion ist eine der beiden Mahlscheiben
drehfest und die andere Mahlscheibe drehbar gelagert, wodurch eine drehende Relativbewegung
zwischen den Mahlscheiben erfolgt. Ebenso ist es jedoch auch denkbar, dass die beiden
Mahlscheiben gegenläufig, d.h. in entgegengesetzte Richtung gegeneinander drehen,
wobei es auch denkbar ist, dass die Drehung der drehenden Mahlscheiben in gleiche
Richtung mit unterschiedlicher Drehgeschwindigkeit erfolgen kann.
[0010] Insbesondere im Rahmen einer besonders einfachen Ausgestaltung sind die Mahlscheiben
gleich groß und koaxial zueinander angeordnet. Ebenso ist es jedoch auch denkbar,
unterschiedlich große Mahlscheiben zu verwenden, wobei zwischen den Mahlscheiben der
Arbeitsraum gemäß den voranstehenden Ausführungen gebildet ist. Eine exzentrische
Anordnung beider Mahlscheiben ist bei gleicher oder unterschiedlicher Größe ebenfalls
denkbar.
[0011] Insbesondere im Lichte einer einfachen Konstruktion und Herstellung der Mahlscheiben
bietet es sich an, dass der die parallelen Arbeitsflächen umfassende Randabschnitt
ringförmig ausgebildet ist, so dass er sich als umlaufender Rand mit parallelen Arbeitsflächen
definiert. Dieser Randabschnitt kann unterschiedlich breit bemessen sein, wobei sich
ein Randabschnitt mit ca. 30 bis 70% der radialen Ausdehnung der Mahlscheibe als hinreichend
gut in Bezug auf das Mahlergebnis erwiesen hat.
[0012] An dieser Stelle sei angemerkt, dass es in erfindungsgemäßer Weise um eine Verlängerung
der Verweildauer im äußersten Bereich des Arbeitsraums - zwischen den Mahlscheiben
- geht. Eine solche verlängerte Verweildauer wird dadurch erreicht, dass der engste
Bereich zwischen den Mahlscheiben im Randbereich umlaufend vergrößert ist, indem nämlich
dort die Arbeitsflächen bei geringstem Abstand zueinander parallel ausgebildet sind.
Im Gegensatz zu dem im Stand der Technik definierten linienartigen Ringspalt ist in
erfindungsgemäßer Weise ein flächenartiger Ringspalt vorgesehen, der das Mahlergebnis
in jedweder Hinsicht begünstigt.
[0013] Bereits zuvor ist ausgeführt worden, dass der sich nach außen hin verjüngende Arbeitsraum
durch die Arbeitsflächen der Mahlscheiben gebildet ist. Im Bereich dieses Arbeitsraums
ist es von weiterem Vorteil, wenn die Arbeitsflächen konisch aufeinander zu verlaufen.
Eine solche Ausgestaltung spricht des Weiteren für eine einfache Fertigung der Mahlscheiben.
[0014] Das Mahlergebnis wird abermals begünstigt, wenn die Arbeitsfläche zumindest einer
Mahlscheibe mit Schneidzähnen ausgestattet ist, und zwar vorzugsweise die Arbeitsfläche
der drehenden Mahlscheibe. Eine weitere Verbesserung des Mahlergebnisses wird dann
erreicht, wenn die Arbeitsflächen beider Mahlscheiben Schneidzähne haben.
[0015] Grundsätzlich ist es möglich, dass die Arbeitsflächen insgesamt mit Schneidzähnen
versehen sind, die unmittelbar auf das Mahlgut wirken. Dies bedeutet, dass insbesondere
auch die aufeinander zu laufenden Arbeitsflächen Schneidzähne haben. Gleiches gilt
für die parallelen Arbeitsflächen, zwischen denen das Mahlgut aufgrund auftretender
Zentrifugalkräfte hindurchgedrückt wird. Dort ausgebildet Schneidzähne erhöhen die
Verweilzeit abermals und verbessern das Mahlergebnis. In vorteilhafter Weise sind
die Schneidzähne sowohl im Bereich der konisch verlaufenden Arbeitsflächen als auch
im Bereich der parallelen Arbeitsflächen ausgebildet, wodurch ein hinreichend gutes
Mahlergebnis bei einfacher Konstruktion realisierbar ist.
[0016] Die Schneidzähne selbst lassen sich bereichsweise als singuläre Zerkleinerungsvorsprünge
mit entsprechender Schneidwirkung ausbilden. Ebenso ist es möglich, dass die Schneidzähne
eine vom inneren Rand zum äußeren Rand verlaufende Längserstreckung haben. Dabei können
die Schneidzähne unterschiedlichste Querschnittsformen aufweisen. In besonders vorteilhafter
Weise haben die Schneidzähne einen etwa sägezahnartigen Querschnitt, deren Schneide-
bzw. Schneidkante in Bewegungsrichtung zeigt. Auf der gegenüberliegenden Mahlscheibe
könnten die Schneidzähne in entgegengesetzte Richtung zeigen, so dass auch hier eine
weitere Begünstigung des Mahlvorgangs realisiert ist.
[0017] Entsprechend den voranstehenden Ausführungen ist der Arbeitsraum mit den gegeneinander
gerichteten Arbeitsflächen in zwei Bereiche unterteilt, nämlich in einen inneren Bereich
zur Aufnahme des Mahlguts, der sich nach außen hin verjüngt und in einen äußeren kreisringsförmigen
Randbereich mit parallelen Arbeitsflächen, der zur Verlängerung der Verweilzeit des
Mahlguts im engsten Bereich zwischen den Mahlscheiben dient. Beide Bereiche können
mit Schneidzähnen gemäß den voranstehenden Ausführungen bestückt sein, wobei sich
diese vom inneren Rand zum äußeren Rand erstrecken können, und zwar vorzugsweise geradlinig.
[0018] So ist es grundsätzlich möglich, dass die Schneidzähne in etwa radial verlaufen und
dabei das Mahlgut im Betrieb der Mahlscheiben mitreißen und dadurch auf dem Weg nach
außen zerkleinern. In ganz besonders vorteilhafter Weise sind die Schneidzähne schräg
zur radialen Richtung ausgerichtet, wobei bei einer Neigung zur Innenseite hin die
Verweilzeit im Arbeitsraum abermals verlängert wird. Entsprechend lassen sich die
Schneidzähne im Bereich der parallelen Arbeitsflächen ausrichten.
[0019] Des Weiteren ist es möglich, die Schneidzähne im Bereich der konisch verlaufenden
Arbeitsflächen, d. h. innerhalb des sich verjüngenden Arbeitsraums, unter einem anderen
Winkel anzuordnen als im Bereich der parallelen Arbeitsflächen. Dabei könnte einer
unterschiedlichen Absolutgeschwindigkeit in den jeweiligen Bereichen Rechnung getragen
werden.
[0020] Versuche haben gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, die Schneidzähne unter
einem Winkel von 2° bis 40° zur radialen Richtung verlaufen zu lassen, um ein hinreichend
gutes Mahlergebnis zu erzielen, und zwar in Abhängigkeit vom jeweiligen Mahlgut. Wie
bereits zuvor gesagt, können die Schneidzähne sich von innen nach außen erstreckend
geradlinig oder bei unterschiedlicher Winkelanordnung abgeknickt verlaufen, wobei
es sich anbietet, dass sich die geradlinig verlaufenden Schneidzähne parallel zueinander
verlaufend oder fächerförmig erstrecken.
[0021] In Bezug auf besondere Anwendungen der erfindungsgemäßen Scheibenmühle sei angemerkt,
dass diese sowohl zum Mahlen harter als auch weicher Materialien verwendet werden
kann, nämlich unter Anpassung der Drehgeschwindigkeit der drehenden Mahlscheibe. So
lässt sich die erfindungsgemäße Mahlscheibe zum Mahlen von harten Materialien, insbesondere
von Mineralien, Keramik oder harten Metallen verwenden. Ebenso lassen sich Kunststoffe
oder weiche Metalle mahlen. Ein weiterer Anwendungsbereich wäre das Mahlen von besonders
weichen Materialien, beispielsweise von Zellstoffen. Ebenso eignet sich die erfindungsgemäße
Scheibenmühle zum Mahlen von Nahrungsmitteln jedweder Art, so auch von Gewürzen für
die Nahrungsmittelindustrie.
[0022] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die vorliegende Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Seitenansicht, teilweise geschnitten, ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Scheibenmühle,
- Fig. 2
- in einer geschnittenen Seitenansicht, schematisch und teilweise im De- tail, die beiden
Mahlscheiben der Scheibenmühle aus Fig. 1 mit dem besonderen Randbereich paralleler
Arbeitsflächen,
- Fig. 3
- in einer schematischen Draufsicht, vergrößert, eine der beiden Mahlscheiben mit dort
angeordneten Schneidzähnen und
- Fig. 4
- im Querschnitt, vergrößert und teilweise, die sägezahnartige Ausbil- dung der Schneidzähne.
[0023] Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Scheibenmühle. Zum besseren Verständnis sei an dieser Stelle noch einmal auf die
DE 102 03 752 C1 verwiesen, die die einzelnen Bestandteile der Scheibenmühle erläutert.
[0024] Als wesentliche Bestandteile umfasst die Scheibenmühle ein Gehäuse 1 mit darin angeordneten
ringscheibenförmigen Mahlscheiben 2, 3, wobei die Mahlscheibe 2 drehfest und die Mahlscheibe
3 drehend ausgeführt ist. Beide Mahlscheiben 2, 3 sind im Wesentlichen parallel zueinander
angeordnet und haben einen mittigen Durchgang 4, der im Falle der drehfesten Mahlscheibe
2 zur Aufgabe des Mahlguts über einen Einfülltrichter 6 und im Falle der drehenden
Mahlscheibe 3 zur Ankopplung an einen Antrieb 7 über ein Lager 8 dient.
[0025] Die beiden Mahlscheiben 2, 3 weisen gegeneinander gerichtete Arbeitsflächen 9, 10
auf, die gemeinsam einen Arbeitsraum 11 bilden. Vom mittigen Durchgang 4 nach außen
verjüngt sich der Arbeitsraum 11 aufgrund des Verlaufs der Arbeitsflächen 9, 10, so
dass bei drehender Mahlscheibe 3 das Mahlgut über auftretende Zentrifugalkräfte nach
außen bewegt und aufgrund des sich dort reduzierenden Arbeitsraums 11 verkleinert
bzw. gemahlen wird.
[0026] Erfindungsgemäß sind die Arbeitsflächen 9, 10 in einem äußeren Randabschnitt 12 mit
zumindest geringfügigem Abstand parallel zueinander ausgebildet. Mit anderen Worten
laufen die Arbeitsflächen 9, 10 der Mahlscheiben 2, 3 von einem mittigen Bereich bzw.
vom mittigen Durchgang 4 her nach außen aufeinander zu und verjüngen dabei den Arbeitsraum
11. In dem äußeren Randabschnitt 12 liegen die Arbeitsflächen 9, 10 mit geringstem
Abstand einander gegenüber, und zwar mit zumindest weitgehender paralleler Ausrichtung.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Arbeitsflächen 9, 10 im äußeren Randabschnitt
12 nicht unbedingt parallel zueinander verlaufen müssen. Es ist auch denkbar, dass
sie sich nach außen weiter einander nähern, jedoch in geringerem Maße als in dem eigentlichen
Arbeitsraum 11, in dem die Arbeitsflächen 9, 10 mit einer erheblichen Neigung zueinander
nach außen hin verlaufen.
[0027] Fig. 2 zeigt im Detail die beiden Mahlscheiben 2, 3 mit den jeweiligen Arbeitsflächen
9, 10 und dem mittigen Durchgang 4. Der Arbeitsraum 11 ist durch die Arbeitsflächen
9, 10 gebildet, wobei die Arbeitsflächen 9, 10 in dem äußeren Randabschnitt 12 bei
geringstem Abstand parallel zueinander angeordnet sind. In diesem kreisringförmigen
flächigen Bereich verweilt das Mahlgut jedenfalls wesentlich länger als in einem kreisringförmig
ausgebildeten linienartigen Bereich geringsten Durchmessers.
[0028] Zur Fig. 1 sei noch angemerkt, dass die Mahlscheibe 2 drehfest und die Mahlscheibe
3 drehend ausgebildet ist. Des Weiteren lässt Fig. 1 erkennen, dass die Mahlscheiben
2, 3 koaxial zueinander mit in etwa gleicher Größe angeordnet sind. Entsprechend sind
die Arbeitsflächen 9, 10 der Mahlscheiben 2, 3 gleich groß ausgeführt.
[0029] Die Fig. 1 und 2 lassen gemeinsam erkennen, dass der die parallelen Arbeitsflächen
13, 14 umfassende Randabschnitt 12 ringförmig und dabei flächig ausgebildet ist. Die
parallelen Arbeitsflächen 13, 14 können dabei derart dimensioniert sein, dass der
diese Arbeitsflächen 13, 14 umfassende Randabschnitt 12 30% bis 70% der radialen Ausdehnung
der Mahlscheiben 2, 3 ausmachen kann.
[0030] Die Fig. 1 und 2 zeigen des Weiteren, dass im Bereich des sich nach außen verjüngenden
Arbeitsraums 11 die Arbeitsflächen 9, 10 konisch aufeinander zu laufen. Eine andersartige
Ausgestaltung, beispielsweise auch eine Stufung, ist realisierbar.
[0031] Die Fig. 3 und 4 zeigen gemeinsam, dass die Arbeitsfläche 9, 10 und/oder 13, 14 zumindest
einer der Mahlscheiben 2, 3 mit Schneidzähnen 15 ausgestattet ist. Bei dem hier gewählten
Ausführungsbeispiel sind beide Mahlscheiben 2, 3 in allen Bereichen des Arbeitsraums
11, d. h. in allen Bereichen der Arbeitsflächen 9, 10 und 13, 14 mit Schneidzähnen
15 versehen, wobei die Schneidzähne 15 eine beliebige Querschnittsform haben können.
In besonders vorteilhafter Weise sind diese im Querschnitt in etwa sägezahnartig ausgeführt.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Mahlscheibe 2, 3 in schematischer Draufsicht, wobei die konisch
verlaufende Arbeitsfläche 9 und die parallele Arbeitsfläche 13 erkennbar ist. Beide
Flächen 9, 13 sind mit Schneidzähnen 15 versehen, deren Längserstreckung in beiden
Bereichen von der radialen Ausrichtung abweicht. Fig. 3 zeigt des Weiteren, dass sich
die Schneidzähne 15 in den beiden Bereichen mit unterschiedlichen Winkeln zur radialen
Ausrichtung erstrecken, um nämlich die Verweilzeit im äußeren Randabschnitt 12 zu
verlängern und damit das Mahlergebnis zu begünstigen.
[0033] Wie bereits im allgemeinen Teil der Beschreibung erwähnt, können die Schneidzähne
15 im Querschnitt unterschiedlich ausgestaltet sein. Von ganz besonderem Vorteil ist
ein sägezahnartiger Querschnitt, wie er der Detailzeichnung aus Fig. 4 entnehmbar
ist. So zeigt Fig. 4 einen Querschnitt durch mehrere nebeneinander ausgebildete Schneidzähne
15, der den Sägezahncharakter eines jeden Schneidzahns 15 erkennen lässt. Im Hinblick
auf weitere Merkmale soll zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil
der Beschreibung verwiesen werden, insbesondere in Bezug auf Merkmale, die sich den
Fig. nicht oder nur untergeordnet lassen.
[0034] Schließlich sei angemerkt, dass das voranstehend erörterte Ausführungsbeispiel der
beispielhaften Erläuterung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch nicht auf das
Ausführungsbeispiel einschränkt.
1. Scheibenmühle mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten, relativ zueinander
drehenden Mahlscheiben (2, 3), die ringförmig mit einem mittigen Durchgang (4) ausgebildet
sind und in einem inneren Bereich gegeneinander gerichtete, unter Bildung eines Arbeitsraumes
(11) im Bereich des Durchgangs (4) zueinander beabstandete, nach außen konisch aufeinander
zu laufende, den Arbeitsraum (11) verjüngende Arbeitsflächen (9, 10) und in einem
äußeren Randabschnitt (12) mit zumindest geringfügigem Abstand parallel zueinander
ausgebildete Arbeitsflächen (13, 14) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die konisch aufeinander zu laufenden Arbeitsflächen (9, 10) als auch die parallelen
Arbeitsflächen (13, 14) mit geradlinigen Schneidzähnen (15) ausgestattet sind, dass
die Schneidzähne (15) einen etwa sägezahnartigen Querschnitt haben, dass die Schneidzähne
(15) beider Arbeitsflächen (9, 13 bzw. 10, 14) der gleiche Mattscheibe (2 oder 3)
in die gleiche Richtung schräg zur radialen Richtung verlaufen, dass sich die Schneidzähne
(15) in den beiden Bereichen mit unterschiedlichen Winkeln zur radialen Ausrichtung
erstrecken, und dass die Schneidzähne (15) der parallelen Arbeitsflächen (13, 14)
stärker geneigt sind als die Schneidzähne (15) der konisch verlaufenden Arbeitsflächen
(9, 10).
2. Scheibenmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Mahlscheiben (2) drehfest und die andere Mahlscheibe (3) drehbar
gelagert ist oder
dass beide Mahlscheiben (2, 3) vorzugsweise gegenläufig drehbar gelagert sind.
3. Scheibenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mahlscheiben (2, 3) koaxial zueinander angeordnet sind oder
dass die Mahlscheiben (2, 3) exzentrisch zueinander angeordnet sind.
4. Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mahlscheiben (2, 3) in etwa gleiche Größe, insbesondere in etwa gleich große
Arbeitsflächen (9, 10), haben.
5. Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die parallelen Arbeitsflächen (13, 14) umfassende Randabschnitt (12) ringförmig
ausgebildet ist.
6. Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der die parallelen Arbeitsflächen (13, 14) umfassende Randabschnitt (12) 30 bis 70
% der radialen Ausdehnung der Mahlscheibe (2, 3) ausmacht.
7. Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidzähne (15) unter einem Winkel von 2 Grad bis 40 Grad zur radialen Richtung
verlaufen.
8. Verwendung der Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Mahlen von harten
Materialien, insbesondere von Mineralien, Keramik oder harten Metallen.
9. Verwendung der Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Mahlen von Kunststoffen
oder weichen Metallen oder zum Mahlen von weichen Materialien, insbesondere von Zellstoffen.
10. Verwendung der Scheibenmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Mahlen von Nahrungsmitteln.
1. A disc mill having two grinding discs (2, 3) each in the form of a ring with a central
hole (4), the discs being arranged substantially parallel to one another and rotating
relative to one another and having in an inner region working faces (9, 10) that are
directed towards and spaced apart from one another to form a working space (11) in
the region of the hole (4) and converge conically in an outward direction and narrow
the working space (11), and having in an outer peripheral region (12) working faces
(13, 14) formed parallel to one another with at least a slight spacing,
characterised in that both the conically converging working faces (9, 10) and the parallel working faces
(13, 14) are equipped with rectilinear cutting teeth (15), in that the cutting teeth (15) have an approximately saw-tooth cross-section, in that the cutting teeth (15) of both working faces (9, 13 and 10, 14 respectively) of the
same grinding disc (2 or 3) run in the same direction obliquely with respect to the
radial direction, in that the cutting teeth (15) extend in the two regions at different angles to the radial
orientation, and in that the cutting teeth (15) of the parallel working faces (13, 14) are more sharply inclined
that the cutting teeth (15) of the conically running working faces (9, 10).
2. A disc mill according to claim 1, characterised in that one of the two grinding discs (2) is fixedly mounted and the other grinding disc
(3) is rotatably mounted or in that both grinding discs (2, 3) are mounted so as to rotate preferably in opposite directions.
3. A disc mill according to claim 1 or 2, characterised in that the grinding discs (2, 3) are arranged coaxially with respect to one another or in that the grinding discs (2, 3) are arranged eccentrically with respect to one another.
4. A disc mill according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the grinding discs (2, 3) are approximately the same size, in particular have working
faces (9, 10) of approximately the same size.
5. A disc mill according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the edge portion (12) enclosing the parallel working faces (13, 14) is annular.
6. A disc mill according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the edge portion (12) enclosing the parallel working faces (13, 14) comprises 30
to 70% of the radial extent of the grinding discs (2, 3).
7. A disc mill according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the cutting teeth run at an angle of from 2 degrees to 40 degrees with respect to
the radial direction.
8. Use of the disc mill according to any one of claims 1 to 7 for grinding hard materials,
in particular minerals, ceramics or hard metals.
9. Use of the disc mill according to any one of claims 1 to 7 for grinding plastics materials
or soft metals or for grinding soft materials, in particular pulps.
10. Use of the disc mill according to any one of claims 1 to 7 for grinding foodstuffs.
1. Broyeur à disques, comportant deux disques de broyage (2, 3), qui tournent l'un par
rapport à l'autre, sont disposés sensiblement parallèlement entre eux et qui sont
réalisés avec une forme annulaire avec un passage (4) central et comportent, dans
une zone intérieure, des surfaces de travail (9, 10) dirigées l'une vers l'autre,
situées à distance l'une de l'autre moyennant la formation d'un espace de travail
(11) dans la zone du passage (4), convergeant l'une vers l'autre vers l'extérieur
en formant un cône rétrécissant la zone de travail (11), et, dans une zone de bordure
extérieure (12), des surfaces de travail (13, 14) réalisées parallèlement entre elles
avec au moins une légère distance entre elles,
caractérisé en ce que tant les surfaces de travail (9, 10) convergeant en forme de cône l'une vers l'autre
que les surfaces de travail (13, 14) parallèles entre elles sont munies de dents de
coupe (15) droites, en ce que les dents de coupe (15) ont une section sensiblement en forme de dents de scie, en ce que les dents de coupe (15) des deux surfaces de travail (9, 13 ou 10, 14) du même disque
de broyage (2 ou 3) s'étendent dans la même direction en oblique par rapport à la
direction radiale, en ce que, dans les deux zones, les dents de coupe (15) s'étendent avec des angles différents
par rapport à l'orientation radiale, et en ce que les dents de coupe (15) des surfaces de travail (13, 14) parallèles sont plus fortement
inclinées que les dents de coupe (15) des surfaces de travail (9, 10) s'étendant en
forme de cône.
2. Broyeur à disques selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'un des deux disques de broyage (2) est monté immobile en rotation et l'autre disque
de broyage (3) est montré rotatif ou en ce que les deux disques de broyage (2, 3) sont montés rotatifs, de préférence en sens opposé.
3. Broyeur à disques selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les disques de broyage (2, 3) sont disposés coaxialement l'un par rapport à l'autre
ou en ce que les disques de broyage (2, 3) sont disposés excentriquement l'un par rapport à l'autre.
4. Broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les disques de broyage (2, 3) ont à peu près la même dimension, en particulier ont
des surfaces de travail (9, 10) à peu près de même dimension.
5. Broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la zone de bordure (12), comprenant les surfaces de travail (13, 14) parallèles,
est réalisée avec une forme annulaire.
6. Broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la zone de bordure (12), comprenant les surfaces de travail (13, 14), couvre jusqu'à
70 % de la dimension radiale des disques de broyage (2, 3).
7. Broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les dents de coupe (15) s'étendent par rapport à la direction radiale en formant
un angle de 2 degrés à 40 degrés.
8. Utilisation du broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
pour broyer des matériaux durs, en particulier des minéraux, de la céramique ou des
métaux trempés.
9. Utilisation du broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
pour broyer des matières plastiques ou des métaux souples ou pour broyer des matériaux
souples, en particulier des celluloses.
10. Utilisation du broyeur à disques selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
pour broyer des produits alimentaires.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente