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(11) |
EP 1 702 390 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.2007 Patentblatt 2007/49 |
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Anmeldetag: 14.12.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/014235 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/064756 (14.07.2005 Gazette 2005/28) |
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| (54) |
Kohlebürste sowie Verfahren und Werkstoff zu ihrer Herstellung
Carbon brush and method and material for the production thereof
Balai de charbon ainsi que procédé et matériau pour la fabrication dudit balai
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR IT SK |
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Priorität: |
19.12.2003 DE 10359896
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.2006 Patentblatt 2006/38 |
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Patentinhaber: HOFFMANN & CO. ELEKTROKOHLE AKTIENGESELLSCHAFT |
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4823 Steeg (AT) |
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Erfinder: |
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- BACHAUER, Gerhard
A-4820 Bad Ischl (AT)
- BÖTTGER, Christian
61279 Grävenwiesbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Glawe, Delfs, Moll |
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Patentanwälte
Postfach 26 01 62 80058 München 80058 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 207 406 US-A- 5 270 504
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US-A- 3 601 645
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Kohlebürsten für elektrische Motoren oder Generatoren müssen an einer Halterung befestigt
sein, die für den nötigen Anlagedruck am Kommutator oder dgl. sorgt und die dem Verschleiß
der Kohlebürste entsprechende Nachführbewegung ermöglicht. Ein wegen seiner Einfachheit,
Kostengünstigkeit und niedrigen Gewichts besonders geeigneter Träger für die Kohlebürste
ist eine Blattfeder, die zusätzlich zur Funktion der Halterung und Führung auch die
Funktion der Stromübertragung übernehmen kann. Es stellt sich aber das Problem der
Befestigung der Kohlebürste an der Blattfeder derart, dass einerseits die erforderliche
mechanische Festigkeit im Dauerbetrieb und andererseits die Übertragung hoher Ströme
gewährleistet ist.
[0002] Aus
DE 102 07 406 A1 ist eine Kohlebürste gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, die an einer
als Träger dienenden Blattfeder durch Schweißen oder Löten befestigt ist und zu diesem
Zweck an der mit dem Träger zu verbindenden Fläche verzinnt, vernickelt oder in sonstiger
Weise metallisiert ist.
[0003] Aus
DE 40 40 002 A1 ist eine Kohlebürste für einen Benzinpumpenmotor bekannt, die an einer als Träger
dienenden Blattfeder angelötet ist und zu diesem Zweck eine lötbare Schicht aufweist,
die aus einer Kupferschicht und einer auf dieser aufgebrachten Zinnschicht besteht.
Mit derartigen Metallisierungen bzw. in der Regel galvanisch aufgebrachten Metallschichten
ist es jedoch schwierig, eine Löt- oder Schweißverbindung zwischen Kohlebürste und
Blattfeder herzustellen, die eine für den Dauerbetrieb ausreichende mechanische, thermische
und elektrische Belastbarkeit aufweist. Insbesondere ist der Spannungsausgleich zwischen
der Kohlebürste und der Blattfeder aufgrund des unterschiedlichen Elastizitätsmodus
und thermischen Ausdehnungskoeffizienten problematisch.
[0004] Aus
DE 24 44 957 A1 ist es bekannt, eine mit einer löt- oder schweißbaren Metallschicht versehene Kohlebürste
dadurch herzustellen, dass eine Schicht aus pulverförmigem kohlehaltigen Material
und eine Schicht aus Metallpulver gemeinsam verpresst und dann wärmebehandelt werden.
Das Metallpulver besteht aus Kupfer.
[0005] Aus
US 3,601,645 A1 ist es bekannt, eine elektrische Kontaktbürste mit einem aus Metall und Kohlewerkstoff
bestehenden Grundkörper und einer mit diesem unlösbar verbundenen Metallschicht durch
Pressen und Sintern eines pulverförmigen Metall-Kohlewerkstoffs für den Grundkörper
und eines Metallpulvers herzustellen, wobei die Metallschicht aus Kupfer, Eisen oder
einer Legierung bestehen kann.
[0006] Aus
US 5270504 A ist ein Schleifkontaktelement, wie z. B. Kohlebürste, bekannt, das einen Schichtenaufbau
aus abwechselnd kupferfreien und Kupfer enthaltenden Graphitschichten aufweist, wobei
in den kupferfreien Graphitschichten ein Zusatzmaterial enthalten ist, welches aus
einem Metall oder eine Metalllegierung mit niedrigerer Schmelztemperatur als Kupfer
besteht. Eine Metallschicht für eine Löt- oder Schweißverbindung mit einem metallischem
Träger ist nicht vorgesehen.
[0007] Aus
DE 32 17 217 C2 ist es bekannt, eine Kontaktbürste durch Verpressen eines Bündels von metallbeschichteten
Kohlenstofffasern herzustellen, wobei die Metallbeschichtung der Kohlenstofffasern
u.a. aus Kupfer, Aluminium, Zinn, Eisen oder einer Legierung davon bestehen kann.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kohlebürste sowie ein Verfahren und
einen Werkstoff für ihre Herstellung anzugeben, die eine einfache, mechanisch und
elektrisch hoch belastbare Verbindung mit einer Blattfeder ermöglicht.
[0009] Die Lösung der Aufgabe ist in den Ansprüchen angegeben.
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden näher und anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
[0011] Es ist kommerziell interessant, Kohlebürsten mit Blattfedern zu verschweißen, weil
damit eine Verbindung realisiert werden kann, mit der hohe Ströme von mehr als 15
A übertragen werden können. Dies würde es erlauben, auch Motorbauarten auf diese kostengünstige
Bauart umzustellen, die wegen zu hoher Anforderungen bezüglich der Stromstärke beim
Blockiertest oder auch im Dauerbetrieb bisher nicht nach diesem Konzept gefertigt
werden konnten. Motoren dieser Art, bei denen die Kohlebürste bei kleinen Abmessungen
hohe Ströme übertragen muss, sind z.B. Stellantriebe in Kraftfahrzeugen wie z.B. Antriebe
für Fensterheber, Sitzverstellungen, Schiebedächer, Spiegelverstellungen und dgl.
[0012] Erfindungsgemäß ist eine Kohlebürste vorgesehen, die neben dem üblichen, ein- oder
mehrschichtigen Grundkörper aus gepresstem und gesinterten Kohlewerkstoff mindestens
eine Außenschicht aus metallischem Werkstoff aufweist, die die Schweiß- oder Lötbarkeit
der Kohlebürste sicherstellt, wobei diese Metallschicht ebenfalls durch Pressen und
Sintern hergestellt und mit dem Grundkörper verbunden ist.
[0013] Für das Schweißen oder Löten einer Kohlebürste muss ein geeignetes Schweißverfahren
(z.B. Ultraschallschweißen, Laserschweißen oder dgl.) oder Lötverfahren angewendet
werden und ferner muss für die Herstellung der Kohlebürsten mit einer schweißbaren
Metallschicht ein Werkstoff zur Verfügung stehen, der sich einerseits bei der pulvermetallurgischen
Verarbeitung gut mit dem Kohlewerkstoff des Grundkörpers der Kohlebürste verbindet
und andererseits mit dem ausgewählten Verfahren gut zu schweißen oder zu löten ist.
Es wurde gefunden, dass reines Kupfer und seine Legierungen sowie Eisen oder Stahl
nicht geeignet sind, weil ihr Wärmeausdehnungskoeffizient und Elastizitätsmodul nicht
mit dem des Kohlewerkstoffs des Grundkörpers der Kohlebürste im Sinterverfahren kompatibel
ist. Werkstoffe, die dem Kohlewerkstoff des Grundkörpers der Kohlebürste ähnlich sind,
scheiden ebenfalls aus, da sie sich, bedingt durch den enthaltenen Graphitanteil,
nicht verschweißen lassen.
[0014] Es wurde erfindungsgemäß gefunden, dass ein metallischer Werkstoff in Form eines
Pulvergemisches aus einem Bestandteil A, einem duktilen und niedrigschmelzenden Bestandteil
B und ggf. weiteren Zusatzstoffen C beiden Notwendigkeiten, nämlich der guten Verbindung
durch Pressen und Sintern mit dem funktionellen Kohlewerkstoff des Grundkörpers der
Kohlebürste einerseits und der guten Schweißbarkeit oder Lötbarkeit andererseits gleichzeitig
gerecht wird.
[0015] Erfindungsgemäß macht der Bestandteil A den überwiegenden Teil, vorzugsweise mehr
als 80%, des Werkstoffs aus und besteht vorzugsweise aus Kupfer oder einer Kupferlegierung
mit z.B. Sn, Zn, Ni oder Ag. Er liegt vorzugsweise in Pulverform mit einem mittleren
Durchmesser D
50 von 15 bis 25 µm vor.
[0016] Der Bestandteil B ist ein zusätzliches Metall, das eine höhere Duktilität und niedrigeren
Schmelzpunkt aufweist als der Bestandteil A. Vorzugsweise liegt der Schmelzpunkt bei
400°C oder darunter und die Bruchdehnung bei 5% oder darüber. Der Bestandteil B besteht
vorzugsweise aus Sn oder eine Legierung von Sn mit z.B. Cu, Ag, Sb, Zn, Ga, In, Bi
oder Pb. Der Metallbestandteil B kann auch aus In und/oder Bi oder einer Legierung
mit In oder Bi bestehen. Sein Anteil an der gesamten Pulvermischung des Werkstoffs
beträgt vorzugsweise 1,5 bis 15 Gewichtsprozent. Das zusätzliche Metall B liegt vorzugsweise
in einer mittleren Korngröße D
50 von 15 bis 35 µm vor.
[0017] Zusätzlich kann der Werkstoff vorzugsweise einen oder mehrere nichtmetallische, organische
und/oder anorganische Zusätze C in Pulverform enthalten. Als derartige Zusätze kommen
z.B. Stearate, Graphit, Talkum, SiC oder Al
2O
3 in Betracht. Ihre mittlere Korngröße D
50 beträgt vorzugsweise nicht mehr als 20 µm.
[0018] Ein bevorzugtes Beispiel zur Zusammensetzung des Werkstoffs ist (Angaben in Gewichtsprozent):
- A: 92% Cu (D50 15 - 25 µm)
- B: 7,5% Sn (D50 15 - 55 µm)
- C: 0,5% Graphit (D50 ≤ 20 µm).
[0019] Der angegebene Werkstoff lässt sich pulvermetallurgisch einwandfrei durch Verpressen
und Sintern verarbeiten und verbindet sich hervorragend mit der funktionellen Schicht
(Grundkörper) der Kohlebürste zur Bildung einer Metallschicht mit hervorragender Schweiß-
und Lötbarkeit. Es hat sich gezeigt, dass beim Pressen und Sintern das niedrigschmelzende
und duktile Metall B das Grundmetall A benetzt, aber in dieses nicht oder wenig eindiffundiert.
[0020] Dadurch wird gewährleistet, dass der überwiegende oder jedenfalls ausreichende Teil
des Metalls B nach dem Sintern nicht mit dem Metall A legiert ist, sondern rein vorliegt
und somit die gewünschte Duktilität der Metallschicht erzielt wird. Durch die Duktilität
des Werkstoffs wird ein Spannungsausgleich zwischen dem Grundkörper 1 der Kohlebürste
und der Schweißbahn-Metallschicht (2) einerseits und der mit der Metallschicht (2)
verschweißten Blattfeder andererseits ermöglicht.
[0021] Mit anderen Worten, in der durch Pressen und Sintern hergestellten Sintermetallschicht
2 bilden das Grundmetall A und zumindest der überwiegende Teil des weiteren Metalls
B zwei getrennte Metallphasen, die zwar durch das Pressen und Sintern innig miteinander
verbunden, aber im wesentlichen nicht miteinander legiert sind.
[0022] Vorzugsweise wird die Wärmebehandlung, d. h. das Sintern der Metallschicht bei einer
Temperatur, die niedriger als der Schmelzpunkt des Grundmetalls A, aber höher als
der Schmelzpunkt des weiteren Metalls B liegt, durchgeführt. Es handelt sich somit
vorzugsweise um eine Flüssigsinterung, bei der das weitere Metall B in flüssiger Phase,
das Grundmetall A dagegen in fester, pulverförmiger Phase vorliegt. Wenn das Grundmetall
A Kupfer und das weitere Metall B Zinn ist, liegt die Sintertemperatur vorteilhafterweise
im Bereich von 300 bis 700°C, vorzugsweise im Bereich von 400 bis 500°C.
[0023] Der nichtmetallische, organische oder anorganische Zusatz C wird vom Metall B beim
Sinterprozess nicht benetzt und verhindert dadurch eine unerwünscht große Diffusion
des Metalls B in das Grundmetall A.
[0024] Die beigefügte Zeichnung zeigt schematisch eine an eine Blattfeder angeschweißte
Kohlebürste gemäß der Erfindung.
[0025] Die Kohlebürste hat einen Grundkörper 1, der in üblicher Weise einschichtig oder
auch mehrschichtig aus einem üblichen Kohlewerkstoff für Kohlebürsten, insbesondere
einer Graphitmischung mit Zusätzen, durch Pressen und Wärmebehandlung (Sintern) hergestellt
ist. Mit dem Grundkörper 1 verbunden ist die gut schweiß- oder lötbare Metallschicht
(2), die aus den o.g. erfindungsgemäßen pulverförmigen Werkstoff ebenfalls durch Pressen
und ggf. Sintern hergestellt und mit dem Grundkörper 1 unlösbar verbunden ist. Grundkörper
1 und schweißbare Metallschicht 2 können gleichzeitig durch Verpressen und Sintern
hergestellt und miteinander verbunden werden, oder es kann der Grundkörper 1 vorgefertigt
und an diesen nachträglich die schweißbare Metallschicht 2 durch Pressen und Sintern
angeformt werden.
[0026] Die gut schweißbare Metallschicht 2 ermöglicht es, die gesamte Kohlebürste durch
Schweißen an einer Blattfeder 3 zu befestigen, beispielsweise durch Schweißpunkte
4 oder z. B. durch eine durchgehende Schweißnaht.
[0027] Die Dicke der Sintermetallschicht 2 richtet sich nach den Erfordernissen des für
die Verbindung mit der Blattfeder 3 gewählten Schweiß- oder Lötverfahrens. Vorzugsweise
liegt die Dicke der Metallschicht 2 im Bereich von 0,2 bis 5 mm. Für eine Lötverbindung
mit der Blattfeder 2 dürfte in der Regel eine Dicke der Metallschicht 2 von weniger
als 1 mm, insbesondere im Bereich von 0,2 bis 0,5 mm ausreichen. Für eine Schweißverbindung
dürfte in der Regel eine Dicke von mindestens 1 mm, z. B. im Bereich von 2 bis 4 mm,
vorteilhaft sein.
1. Kohlebürste mit einem aus Kohlewerkstoff hergestellten Grundkörper (1) und einer an
einer Außenfläche des Grundkörpers aufgebrachten Metallschicht (2), die durch Schweißen
oder Löten mit einem metallischen Träger verbindbar ist, wobei die Metallschicht (2)
eine aus Metallpulver durch Pressen und ggf. Sintern hergestellte und mit dem Grundkörper
(1) durch Pressen und ggf. Sintern unlösbar verbundene Schicht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschicht (2) ein Grundmetall (A) und mindestens ein weiteres Metall (B)
mit höherer Duktilität und niedrigerem Schmelzpunkt als das Grundmetall (A) enthält,
wobei das weitere Metall (B) zumindest überwiegend als eine vom Grundmetall (A) getrennte
Metallphase vorliegt, die mit dem Grundmetall (A) durch Pressen und ggf. Sintern innig
verbunden ist, aber mit ihm überwiegend keine Legierung bildet.
2. Kohlebürste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Metall (B) so gewählt ist, dass es bei Sintertemperatur in flüssiger
Phase das Grundmetall (A) benetzt, aber in dieses nicht oder wenig eindiffundiert.
3. Kohlebürste nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Metall (B) aus Zinn, Indium oder Wismut oder einer Legierung davon besteht.
4. Kohlebürste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Metall (B) einen Schmelzpunkt von nicht mehr als 400°C und eine Bruchdehnung
von nicht weniger als 5% aufweist.
5. Kohlebürste nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Metall (B) in einem Anteil zwischen 1,5 und 15 Gewichtsprozent der Metallschicht
(2) vorliegt.
6. Kohlebürste nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet dass die Metallschicht (2) zusätzlich einen Zusatz (C) aus nichtmetallischem, organischem
und/oder anorganischem Material enthält.
7. Kohlebürste nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der nichtmetallische Zusatz (C) Stearate, Graphit, Talkum, SiC oder Al2O3 enthält.
8. Kohlebürste nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass ihre Metallschicht (2) mit einem Träger (3) aus Metall durch Schweißen oder Löten
verbunden ist.
9. Kohlebürste nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger eine Blattfeder (3) ist.
10. Werkstoff für die Herstellung einer schweiß- und/oder lötbaren Metallschicht einer
Kohlebürste gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, bestehend aus einer Pulvermischung,
die ein pulverförmiges Hauptmetall (A) und ein pulverförmiges Zusatzmetall (B) mit
höherer Duktilität und niedrigerem Schmelzpunkt als das Hauptmetall (A) enthält, wobei
das Hauptmetall (A) Kupfer oder eine Kupferlegierung und das Zusatzmetall (B) Zinn,
Indium oder Wismut oder eine Legierung davon ist, und wobei der Werkstoff nicht mehr
als 0,5 Gew.-% Graphit enthält.
11. Werkstoff nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass er einen pulverförmigen Zusatz (C) aus nichtmetallischem, organischem und/oder anorganischem
Material enthält.
12. Werkstoff nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmetall (B) in einem Anteil von 1,5 bis 15 Volumenprozent der Pulvermischung
vorliegt.
13. Verfahren zur Herstellung einer Kohlebürste, die einen Grundkörper aus Kohlewerkstoff
und eine mit diesem unlösbar verbundene Metallschicht aufweist, mit den Schritten:
a) Herstellen des Grundkörpers durch Pressen und Sintern eines pulverförmigen kohlehaltigen
Werkstoffs;
b) gleichzeitig mit oder nachfolgend auf Schritt a): Herstellen der Metallschicht
durch Pressen und Sintern eines pulverförmigen metallischen Werkstoffs, wobei die
Metallschicht durch Pressen und Sintern unlösbar mit dem Grundkörper verbunden wird;
c) wobei der pulverförmige metallische Werkstoff eine Mischung aus einem pulverförmigen
Grundmetall A und mindestens einem pulverförmigen weiteren Metall B mit höherer Duktilität
und niedrigerem Schmelzpunkt als das Grundmetall A enthält; und
d) wobei das weitere Metall B und die Sintertemperatur so gewählt sind, dass das weitere
Metall beim Sintern in flüssiger Phase das Grundmetall A benetzt, aber in dieses nicht
oder wenig eindiffundiert derart, dass in der Metallschicht das weitere Metall B zumindest
überwiegend als eine vom Grundmetall A getrennte und mit diesem überwiegend nicht
legierte Metallphase vorliegt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptmetall A Kupfer oder Kupferlegierung und das weitere Metall B aus Zinn,
Indium oder Wismut oder einer Legierung davon besteht.
1. Carbon brush comprising a base body (1) produced from carbon material and a metal
layer (2) which is applied to an outer surface of the base body and can be connected
by welding or soldering to a metal carrier, the metal layer (2) being a layer made
from metal powder by pressing and optionally sintering and undetachably bonded to
the base body (1) by pressing and optionally sintering,
characterized in that the metal layer (2) contains a base metal (A) and at least one further metal (B)
of higher ductility and lower melting point than the base metal (A), the further metal
(B) being present at least predominantly as a metal phase which is separate from the
base metal (A) and is intimately bonded to the base metal (A) by pressing and optionally
sintering but predominantly does not form an alloy therewith.
2. Carbon brush according to claim 1,
characterized in that the further metal (B) is so chosen that at sintering temperature in the liquid phase
it wets the base metal (A) but does not diffuse into said base metal, or only slightly.
3. Carbon brush according to claim 1 or 2,
characterized in that the further metal (B) consists of tin, indium or bismuth or an alloy thereof.
4. Carbon brush according to claim 1,
characterized in that the further metal (B) has a melting point of not more than 400°C and a breakage elongation
of not less than 5%.
5. Carbon brush according any one of claims 1 to 4,
characterized in that the further metal (B) is present in a proportion between 1.5 and 15% by weight of
the metal layer (2)
6. Carbon brush according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that the metal layer (2) additionally contains an additive (C) of non-metallic, organic
and/or inorganic material.
7. Carbon brush according to claim 6,
characterized in that the non-metallic additive (C) contains stearates, graphite, talcum, SiC or Al2O3.
8. Carbon brush according any one of claims 1 to 7,
characterized in that the metal layer (2) thereof is connected to a carrier (3) made of metal by welding
or soldering.
9. Carbon brush according to claim 8,
characterized in that the carrier is a leaf spring (3).
10. Material for producing a weldable and/or solderable metal layer of a carbon brush
according to one of claims 1 to 9, consisting of a powder mixture which contains a
pulverulent main metal (A) and a pulverulent additive metal (B) of greater ductility
and lower melting point than the main metal, wherein the main metal (A) is copper
or a copper alloy and the additive metal (B) is tin, indium or bismuth or an alloy
thereof, and wherein the material contains not more than 0.5 wt.-% of graphite.
11. Material according to claim 10,
characterized in that it contains a pulverulent additive (C) of non-metallic, organic and/or inorganic
material.
12. Material according to claim 10 or 11,
characterized in that the additive metal (B) is present in a proportion of 1.5 to 15% by volume of the
powder mixture.
13. Method for producing a carbon brush comprising a base body of carbon material and
a metal layer undetachably bonded thereto, comprising the steps:
a) producing the base body by pressing and sintering of a pulverulent carbon-containing
material;
b) simultaneously with or following step a): producing the metal layer by pressing
and sintering a pulverulent metallic material, the metal layer being bonded undetachably
to the base body by pressing and sintering;
c) the pulverulent metallic material contains a mixture of a pulverulent base metal
A and at least one pulverulent further metal B of greater ductility and lower melting
point than the base metal A; and
d) the further metal B and the sintering temperature are so selected that during the
sintering the further metal in the liquid phase wets the base metal A but does not,
or only slightly, diffuse into the latter, whereby the further metal B is present
at least predominantly as a metal phase separate from the base metal A and predominantly
not alloyed therewith.
14. Method according to claim 13,
characterized in that the main metal A consists of copper or copper alloy and the further metal B of tin,
indium or bismuth or an alloy thereof.
1. Balai de charbon comprenant un corps de base (1) fabriqué en matériau de charbon et
une couche de métal (2) appliquée sur une surface extérieure du corps de base, qui
peut être reliée par soudage ou brasage à un support métallique, la couche métallique
(2) étant une couche fabriquée à partir de poudre de métal par pressage et éventuellement
frittage et reliée de façon indétachable au corps de base (1) par pressage et éventuellement
frittage, caractérisé en ce que la couche de métal (2) contient un métal de base (A) et au moins un autre métal (B)
avec une ductilité supérieure et un point de fusion plus faible que le métal de base
(A), l'autre métal (B) étant présent au moins principalement sous forme d'une phase
métallique séparée du métal de base (A), qui est liée de façon intime avec le métal
de base (A) par pressage et éventuellement frittage, mais principalement ne forme
pas d'alliage avec lui.
2. Balai de charbon selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'autre métal (B) est choisi de telle sorte qu'il mouille le métal de base (A) à
la température de frittage en phase liquide, mais ne diffuse pas ou peu dans ce métal.
3. Balai de charbon selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'autre métal (B) est composé d'étain, d'indium ou de bismuth ou d'un alliage de
ces métaux.
4. Balai de charbon selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'autre métal (B) présente un point de fusion de pas plus que 400°C et un allongement
à la rupture de pas moins que 5 %.
5. Balai de charbon selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que l'autre métal (B) est présent dans une fraction comprise entre 1,5 et 15 % en poids
de la couche de métal (2).
6. Balai de charbon selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la couche de métal (2) contient en outre un additif (C) à base de matériau non métallique,
organique et/ou inorganique.
7. Balai de charbon selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'additif (C) non métallique contient des stéarates, du graphite, du talc, du SiC
ou du Al2O3.
8. Balai de charbon selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que sa couche de métal (2) est liée à un support (3) en métal par soudage ou brasage.
9. Balai de charbon selon la revendication 8,
caractérisé en ce que le support est un ressort à lame (3).
10. Matériau pour la fabrication d'une couche de métal soudable et/ou brasable d'un balai
de charbon selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, se composant d'un mélange
de poudres, qui contient un métal principal (A) pulvérulent et un métal supplémentaire
(B) pulvérulent avec une ductilité supérieure et un point de fusion inférieur au métal
principal (A), le métal principal (A) étant du cuivre ou un alliage de cuivre et le
métal supplémentaire (B) étant de l'étain, de l'indium ou du bismuth ou un alliage
de ces métaux, et le matériau ne contenant pas plus de 0,5 % en poids de graphite.
11. Matériau selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'il contient un additif (C) pulvérulent en matériau non métallique, organique et/ou
inorganique.
12. Matériau selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que le métal supplémentaire (B) est présent dans une fraction de 1,5 à 15 % en volume
de mélange de poudres.
13. Procédé pour la fabrication d'un balai de charbon, qui présente un corps de base en
matériau de charbon et une couche métallique reliée de façon indétachable à ce matériau,
présentant les étapes suivantes :
a) fabrication du corps de base par pressage et frittage d'un matériau pulvérulent
contenant du charbon ;
b) en même temps que l'étape a) ou à la suite de cette étape : fabrication de la couche
métallique par pressage et frittage d'un matériau métallique pulvérulent, la couche
métallique étant liée par pressage et frittage de façon indétachable au corps de base
;
c) le matériau métallique pulvérulent contenant un mélange d'un métal de base A pulvérulent
et d'au moins un autre métal B pulvérulent avec une ductilité supérieure et un point
de fusion inférieur au métal de base A, et
d) l'autre métal B et la température de frittage étant choisis de telle sorte que
l'autre métal mouille le métal de base A lors du frittage en phase liquide, mais ne
diffuse pas ou peu dans ce métal, de telle sorte que, dans la couche métallique, l'autre
métal B est présent au moins principalement sous forme d'une phase métallique séparée
du métal de base A et principalement non alliée à lui.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que le métal principal A est composé de cuivre ou d'alliage de cuivre et l'autre métal
B est composé d'étain, d'indium ou de bismuth ou d'un alliage de ces métaux.

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