[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Einsteckschloß nach Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der EP 0 584 549 B1 ist ein derartiges Einsteckschloß bekannt.
[0003] Bei Fluchttüren besteht häufig die Notwendigkeit, solche Türen als zweiflügelige
Türen auszuführen, damit im Gefahrenfall durch die Öffnung von Gehflügel und Standflügel
eine große Öffnung geschaffen werden kann, um einer möglichst großen Zahl von Personen
die Möglichkeit zu geben, die Gefahrenzone schnell verlassen zu können.
[0004] Obwohl bei Fluchttüren in der Regel nur eine einzige Fluchtrichtung unterstellt wird,
werden diese Türen jedoch auch in entgegengesetzter Richtung benutzt.
[0005] Insoweit ist es vorteilhaft, die Türflügel mit großflächigen Verglasungen auszustatten,
damit entgegenkommende Personen frühzeitig erkannt werden können.
[0006] Großflächig verglaste Türen werden aber üblicherweise als sogenannte Rohrrahmentüren
gebaut und weisen ein relativ schmales Rohrrahmenprofil auf, in welchem letztlich
die Einsteckschlösser noch untergebracht werden müssen.
[0007] Weiterhin werden in zunehmendem Maße die zugehörigen Einsteckschlösser für den Gehflügel
mit einem Riegelausschluß von mindestens 20 mm Riegelhub versehen.
[0008] In der Fluchttürfunktion muß allerdings bei Betätigung des Einsteckschlosses am Standflügel
neben der Einfahrbewegung der oberen und unteren Treibriegelstangen sichergestellt
sein, daß Falle und Riegel des Gehflügelschlosses über die jeweils vorgesehenen Auslöser
auch dann sicher in das Gehflügelschloß zurückgedrückt werden, wenn diese mit großem
Ausschluß versehen sind.
[0009] Das aus der eingangs erwähnten EP 0 584 549 B1 bekannte Einsteckschloß erfüllt diese
Funktion zweifellos.
[0010] Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Einleitung hinreichend großer Drehmomente auf
den für den Riegel zuständigen Auslöser insbesondere bei fehlerhafter Bedienung oder
Behandlung des Einsteckschlosses nicht garantiert werden kann.
[0011] Eine derartige fehlerhafte Behandlung kann z.B. dadurch hervorgerufen werden, daß
man die zweiflügelige Fluchttür ohne hinreichend weites Zurückdrücken von Falle und
Riegel gewaltsam öffnet, so daß zwängungen zwischen Riegel und Riegellochung entstehen,
die den Riegel verbiegen.
[0012] Ein anderer Behandlungsfehler kann z.B. durch Überlackieren des Schlosses im eingebauten
Zustand ebenfalls Funktionsstörungen hervorrufen. Es ist Aufgabe der Erfindung, das
bekannte Einsteckschloß so weiterzubilden, daß die oben genannten Nachteile vermieden
werden.
[0013] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
[0014] Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß über die Schloßnuß sehr große Drehmomente
auf die Auslöser von Riegel und Falle übertragen werden können. Dies wird dadurch
erreicht, daß die Auslöser drehstarr mit der Schwenkbewegung der Schloßnuß gekoppelt
in Richtung auf den in die Riegellochung eingefahrenen Riegel und die in die Fallenlochung
eingefahrene Falle einwirken können.
[0015] Die Kombination der Erzeugung großer Drehmomente zusammen mit einer drehstarren Koppelung
der zugehörigen Auslöser sowie der jeweiligen Koppelelemente für obere und untere
Treibriegelstange orientiert sich an einer optimalen Raumausnutzung des sehr schmalen
Schloßkastens, so daß insbesondere durch die Anordnung der Druckstücke, die bei in
Neutralstellung befindlicher Schloßnuß im Bereich des Hinterdornmaßes vorgesehen sind,
nicht nur große Hebelarme zwischen der Schloßnuß und den Druckstücken sondern auch
große Schwenkwinkel der beteiligten Schwenkhebel ermöglicht werden.
[0016] Die Erfindung beruht daher auf dem Grundgedanken, über den Türdrücker auf die Schloßnuß
möglichst große Drehmomente einleiten zu können während zugleich der zur Verfügung
stehende Einbauraum im Schloßkasten optimal genutzt werden soll, um ein gegen Vandalismus
stabiles Schloß zu schaffen.
[0017] Dies wird zum Teil dadurch realisiert, daß die auf die Auslöser wirkenden Druckstücke
in Neutralstellung der Schloßnuß im Bereich des Hinterdornmaßes ruhen, während über
entsprechende getriebliche Ankoppelungen dieser Druckstücke an die Schloßnuß auch
große Hebelarme zur Verfügung stehen, um große Drehmomente und somit auch große Kräfte
auf die Auslöser zu erzeugen.
[0018] Andererseits wird der zur Verfügung stehende Einbauraum weitestmöglich für den Einbau
und die Beweglichkeit der Innenteile ausgenutzt.
[0019] Das Prinzip der Erfindung beruht daher auch auf der Überlegung, die von der drehbaren
Schloßnuß beaufschlagten Koppelglieder zur Betätigung der oberen und unteren Treibriegelstange
und der beiden Auslöser als Schwenkhebel auszuführen, deren Schwenkachse im Schloßkasten
gelagert ist und deren Ausgangsstellungen, die der Neutralstellung der Schloßnuß entsprechen,
so gewählt sind, daß die zugehörigen Druckstücke jeweils im Bereich des Hinterdornmaßes
ruhen.
[0020] Auf diese Weise läßt sich erreichen, daß die von den Druckstücken beaufschlagten
oberen und unteren Schwenkhebel einen sehr großen Schwenkwinkel für die Betätigung
von Auslösern und Koppelelementen zur verfügung haben.
[0021] Andererseits trägt die Erfindung auch der Tatsache Rechnung, daß trotz der Verschwenkung
der Drückernuß in lediglich eine Schwenkrichtung hinsichtlich der Einfahrbewegungen
von oberer und unterer Treibriegelstange zwei gegenläufige Bewegungen erzeugt werden
müssen.
[0022] Dies wird dadurch erreicht, daß die Schwenkbewegung der Drückernuß über einen zwischenhebel
auf das Koppelelement für die obere Treibriegelstange übertragen wird, wobei die Drehachsen
beider Schwenkhebel, an welchen die Koppelelemente sitzen, ober- bzw. unterhalb der
jeweils aktiven Druckstücke anzuordnen sind.
[0023] Das einfache Konstruktionsprinzip der Erfindung ermöglicht die Fertigung von Serien
von Einsteckschlössern unterschiedlicher Dornmaße ohne den Grundgedanken der Erfindung
zu verlassen. Dieser vorteil wird dadurch erreicht, daß bei gleichem Aufbau ein ,,wachsendes
Dornmaß" zu breiteren Schloßkästen führt und deshalb "nur" die Auslöser für Falle
bzw. Riegel "mitwachsen" müssen. Eine Serie von derartigen Einsteckschlössern kann
z.B. Dornmaße zwischen 30 und 65 mm oder mehr umfassen. Jede Serie hat ein kleinstes
Dornmaß und ein größtes Dornmaß.
[0024] Ist der Auslöser für die Falle Bestandteil des oberen Schwenkhebels, bietet dies
den Vorteil, daß die Hebelverhältnisse in weiten Bereichen variabel sind und trotzdem
der Fallenauslöser auch große Wege für weit vorgeschlossene Fallen zurücklegen kann.
[0025] Zu diesem zweck wird vorgeschlagen, daß der Auslöser für die Falle bei voll vorgeschlossener
Falle in der Neutralstellung der Schloßnuß praktisch nur zwei bis drei Millimeter
vor der zugeordneten Beaufschlagungsfläche der Falle ruht, so daß bereits bei geringer
Schwenkbewegung der Schloßnuß die Falle bereits über den Auslöser in das Gehflügelschloß
zurückgedrückt wird.
[0026] Außerdem ermöglicht die Erfindung sehr große Abstände zwischen den auslösern, d.h.
denjenigen Flächen der Auslöser, die tatsächlich auf Falle bzw. Riegel auftreffen,
und den Drehmittelpunkten der jeweiligen Schwenkhebel.
[0027] Sind diese Abstände mindestens so groß wie das kleinste Dornmaß bei einer Serie von
Einsteckschlössern, ergeben sich sehr große Lastarme, die insbesondere in Kombination
mit den großen Kraftarmen, die sich für die Druckstücke ergeben, zu einem leichtgängigen
und trotzdem sehr stabilen Einsteckschloß führen.
[0028] Ist darüber hinaus vorgesehen, den sich nach unten erstreckenden Drückerarm bei in
Neutralstellung befindlicher Schloßnuß dort an der Schloßnuß anzubringen, wo die Seite
des Dornmaßes sitzt, lassen sich ebenfalls große Schwenkwinkel realisieren, die infolge
der kinematischen Kette zwischen Schloßnuß und unterem Schwenkhebel auch weit ausgeschlossene
Riegel wirkungsvoll bis in das Schloß des Gehflügels zurückschieben.
[0029] Zweckmäßigerweise wird der Drehantrieb zwischen Schloßnuß und zwischenhebel über
ein Paar von zueinander korrespondierenden Zahnsegmenten an Schloßnuß bzw. zwischenhebel
realisiert, so daß für alle Drehstellungen der Schloßnuß auch entsprechend vielfältige
Eingriffszonen an den paarweise zugeordneten Zahnsegmenten von Schloßnuß und Zwischenhebel
im Eingriff sind. Diese Maßnahme erhöht die Stabilität des Einsteckschlosses insbesondere
gegen vandalismus.
[0030] Zudem kann vorgesehen sein, am unteren Schwenkhebel, der das Koppelelement für die
untere Treibriegelstange bildet, ein sogenanntes Freilauffenster vorzusehen.
[0031] Das Freilauffenster dient dem Zweck, Manipulationen an der unteren Treibriegelstange
durch unzulässiges Anheben nicht in die getriebliche Verbindung zwischen Schloßnuß
und unterem Schwenkhebel zu übertragen. Etwaige Manipulationsversuche betätigen daher
nicht etwa die kinematische Kette zwischen unterem Schwenkhebel und Schloßnuß und
folglich auch nicht die kinematische Kette zwischen Schloßnuß, Zwischenhebel und oberem
Schwenkhebel.
[0032] Zur Erzielung großer Stabilität wird ergänzend vorgeschlagen, die Schloßnuß stulpseitig
bis nah an die Innenfläche des Stulpblechs heranragend auszuführen. An diesen Bereich
wird dann der Drückerarm angeschlossen, vorzugsweise einstückig. Diese Weiterbildung
der Erfindung nutzt daher die Erkenntnis, daß zwischen Drückernuß und Riegel Platz
im Gehäuse des Schloßkastens ist, welcher selbst bei einem Schloßkasten mit dem kleinstmöglichen
Dornmaß immer noch für hohe Drehmomente zur Betätigung des unteren Schwenkhebels sorgt.
[0033] Die Erfindung ist daher insbesondere geeignet für Einsteckschlösser an Rohrrahmentüren
unterschiedlicher Dornmaße, also für Serien derartiger Einsteckschlösser.
[0034] Zudem läßt sich an der Schloßnuß zwischen dem Vierkantdurchbruch und der Innenwand
des Schloßstulps eine kreisringsegmentförmige Öffnung vorsehen, die mit entsprechenden
Durchgangsbohrungen in Schloßkasten und Schloßdecke fluchtet, so daß praktisch ohne
Beeinträchtigung der Stabilität nunmehr auch Schloßrosetten oder ähnliches angebracht
werden können.
[0035] Zu diesem Zweck ist der öffnungswinkel der kreisringsegmentförmigen Öffnung mindestens
so groß wie der größtnötige Schwenkwinkel der Schloßnuß zuzüglich des Platzbedarfs
für die Durchgangsbohrung. Unter größtnötigem Schwenkwinkel der Schloßnuß wird derjenige
Winkel verstanden, um den die Schloßnuß zum vollständigen Einzug der Treibriegelstangen
und zum vollständigen Zurückschieben von Falle und Riegel verdreht werden muß.
[0036] Dabei sollen die Durchgangsbohrungen in Schloßnuß und Schloßdecke nach Ort, Abstand
von dem Vierkantdurchbruch und eigenem Durchmesser entweder der Norm entsprechend
oder dem herstellerseitigen Beschlagprogramm entsprechend angeordnet sein.
[0037] Einer Weiterbildung der Erfindung kommt besondere Aufmerksamkeit zu.
[0038] Die Schloßnuß kann nämlich aus zwei übereinanderliegenden Blechteilen bestehen, von
denen jedes mit einem Vierkantdurchbruch für den Vierkantstift des Türdrückers versehen
ist.
[0039] Auf diese Weise lassen sich die von der Schloßnuß auszuführenden unterschiedlichen
Funktionen jeweils einem der beiden Blechteile zuordnen.
[0040] Die beiden Blechteile sind zumindest über den vierkantstift des Türdrückers trotzdem
miteinander gekoppelt.
[0041] Sieht man als drehmomentstarre Verbindung zwischen den beiden Blechteilen einen Federstift
vor, welcher beide Blechteile über miteinander fluchtende Bohrungen durchsetzt, lassen
sich die Bohrungen derart geringfügig gegeneinander versetzen, daß die Vierkantdurchbrüche
im Sinne einer spielfreien Aufnahme des Vierkantstifts geringfügig gegeneinander verdreht
werden.
[0042] Auf diese Weise entsteht von jedem der beiden Blechteile ausgehend eine geringfügige
verspannung des Vierkantstifts, der dadurch spielfrei im Treibriegelschloß gehalten
wird.
[0043] Insoweit dient der Federstift einer in Umfangsrichtung wirkenden geringfügig federelastischen
Verbindung der beiden Blechteile zueinander, die auch über Jahre hinweg verschleißfrei
bleibt.
[0044] Zusätzlich kann die drehmomentstarre Verbindung zwischen den beiden Blechteilen auch
über einen Mitnehmerarm erfolgen, der an einem der beiden Blechteile sitzt und sich
in Drehrichtung der Türöffnung an dem anderem Blechteil abstützt.
[0045] Zweckmäßigerweise stützt sich der Mitnehmerarm rückseitig an dem Drückerarm ab.
[0046] Die Ausführung der beiden Blechteile in flacher Form, z.B. als einfache Stanzteile,
ermöglicht preiswerte Fertigung.
[0047] Deshalb sollte die Abstützung über einen Koppelstift erfolgen, welcher in den Mitnehmerarm
des betreffenden Blechteils eingebaut ist.
[0048] Die funktionale Trennung der beiden Blechteile ermöglicht weiterhin die Anordnung
von Anschlagflächen für die Drehbewegungen der Schloßnuß dort, wo im Schloßkasten
noch Platz für entsprechende Anschlagdorne ist.
[0049] Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, daß eines der beiden Blechteile sowohl mit dem
Drehantrieb versehen ist als auch mit dem Drückerarm, während das andere der Blechteile
an den entsprechenden Stellen mit Anschlagflächen für im Schloßkasten sitzende Anschlagdorne
versehen ist.
[0050] Zweckmäßigerweise durchsetzen die Anschlagdorne den Schloßkasten vollständig und
sind in dessen Wandungen verankert, so daß eine gewaltsame Verdrehung der Schloßnuß,
z.B. durch Vandalismus, wirksam unterbunden wird.
[0051] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0052] Es zeigen:
- Fig.1
- Anordnung der Erfindung an dem Standflügel einer Fluchttür im Zusammenwirken mit dem
Gehflügelschloß, verriegelter Zustand;
- Fig.2
- Darstellung gem. Fig.1 mit zurückgeschobenem Riegel und zurückgeschobener Falle, Treibriegelstangen
eingezogen;
- Fig.3
- Darstellung entsprechend Fig.1, jedoch mit Riegel mit großem Riegelausschluß;
- Fig.4
- Darstellung entsprechend Fig.3, wobei jedoch der Riegel mit Riegelsperre versehen
ist, welche durch Verschieben der Falle gelöst wurde;
- Fig.5
- Darstellung der Erfindung an einem Treibriegelschloß in Aufsicht mit
- Fig.6
- zugehöriger Darstellung des Treibriegelschlosses in Seitenansicht.
[0053] Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets
für alle Figuren.
[0054] Die Figuren zeigen ein Einsteckschloß 1 nach dieser Erfindung.
[0055] Derartiges Einsteckschloß 1 steckt in einer entsprechenden Aussparung des Standflügels
7 einer zweiflügeligen Fluchttür in Rohrrahmenbauweise.
[0056] Das Einsteckschloß 1 weist einen Schloßkasten 2 auf. Der Schloßkasten 2 wird in Richtung
zum Gehflügel 8 von einem Stulpblech 3 abgeschlossen. Im Stulpblech 3 befinden sich
eine Fallenlochung und eine Riegellochung für Falle 9 und Riegel 10 des Gehflügelschlosses.
[0057] Zwischen Fallenlochung und Riegellochung sitzt eine Schloßnuß 4 drehbar im Schloßkasten
2. Die Schloßnuß 4 wird - an sich bekannt - über einen vierkantdurchbruch 40 durch
einen Türdrücker oder ähnliches betätigt.
[0058] Der Mittelpunkt des Vierkantdurchbruchs 40 dient als Meßpunkt zur Bestimmung des
Dornmaßes 4a, welches in Richtung zum Stulpblech 3 gemessen wird und des Hinterdornmaßes
4b, welches in entgegengesetzter Richtung bestimmt wird.
[0059] Bei geschlossenem Standflügel 7 ist eine obere Treibriegelstange 5 nach oben und
eine untere Treibriegelstange 6 nach unten ausgefahren und sichert den Standflügel
7 gegen unzulässiges Öffnen.
[0060] Derartiges Einsteckschloß dient daher zur Betätigung von oberer Treibriegelstange
5 und unterer Treibriegelstange 6 ebenso, wie der Betätigung von Falle 9 und Riegel
10, welche aus dem korrespondierenden Einsteckschloß des Gehflügels kommend in Fallenlochung
und Riegellochung des Stulpblechs 3 eingefahren sind.
[0061] Hierzu wirkt die Schloßnuß 4 bei geschlossenem Standflügel 7 mit ausgefahrener oberer
und unterer Treibriegelstange 5,6 sowie zugleich geschlossenem Gehflügel 8 mit ausgefahrener
Falle 9 und ausgefahrenem Riegel 10 über jeweils drehstarr mit ihr verbundene Hebelarme
mittels dazwischen liegender Koppelelemente auf die oben und die unten angeordnete
Treibriegelstange 5,6 des Standflügels zumindest im Sinne der jeweiligen Einfahrbewegungen
11,12 ein.
[0062] Hierunter ist zu verstehen, daß die Treibriegelstangen auch über sogenannte Schaltschlösser
verfügen können, die ein selbsttätiges Ausfahren der Treibriegelstangen bei geschlossenem
Standflügel 7 bewirken.
[0063] Insoweit wird auf den Stand der Technik verwiesen.
[0064] Andererseits sind Koppelglieder vorgesehen, mit deren Hilfe die Auslöser 13,14 zum
Zurückschieben der in die Fallenlochung eingefahrenen Falle und des in die Riegellochung
eingefahrenen Riegels des Gehflügels 8 dienen.
[0065] Wesentlich ist nun, daß jeweils aus Sicht einer Neutralstellung 15, wie Fig.1 zeigt,
und jeweils von der Schloßnuß 4 ausgehend, ein sich in Richtung nach unten 16 erstreckender
Drückerarm 50 vorgesehen ist, der starr vorzugsweise einstückig an die Schloßnuß 4
angekoppelt ist und der im Bereich des Hinterdornmaßes 4b mit einem in Richtung zum
Stulpblech 3 wirkenden ersten Druckstück 17 auf einen Schwenkhebel 18 einwirkt, welcher
unterhalb des ersten Druckstücks 17 am Schloßkasten so gelagert ist, daß er infolge
seiner vom Druckstück 17 ausgehenden Schwenkbewegung über ein an ihm befindliches
Koppelelement 19 die untere Treibriegelstange 6 in Richtung von deren Einfahrbewegung
12 betätigt und andererseits den Auslöser 14, der den gegebenenfalls voll ausgeschlossenen
Riegel 10 in das Gehflügelschloß zurückdrückt.
[0066] Der untere Schwenkhebel 18 ist zu diesem Zweck mit einer im Bereich des Dornmaßes
4a angeordneten Drehachse am Schloßkasten 2 gelagert, die hier sogar noch unterhalb
des Riegels 10 sitzt und trägt auf seiner Rückseite das Koppelelement 19, welches
in Form eines Hakens in einen Gegenhaken der unteren Treibriegelstange 6 eingreift.
[0067] Es ist ersichtlich, daß mit Verschwenken des unteren Schwenkhebels 18 im Uhrzeigersinn
das Koppelelement 19 die untere Treibriegelstange 6 in das Einsteckschloß 1 hineinziehen
wird, während zugleich der Auslöser 14 mit einer entsprechenden Beaufschlagungsfläche
ab einer vorbestimmten Schwenkstellung gegen eine entsprechende Fläche des Riegels
10 stößt und bei weiterer Schwenkbewegung einerseits die untere Treibriegelstange
6 weiter anhebt und andererseits den Riegel 10 weiter in das Gehflügelschloß hineindrücken
wird.
[0068] Darüber hinaus sitzt an der Schloßnuß 4 in Richtung nach oben 20 ein Drehantrieb
21, der sich im formschlüssigen Eingriff mit einem korrespondierend ausgebildeten
Antriebsbereich 22 eines am Schloßkasten 2 gelagerten Zwischenhebels 23 befindet.
[0069] Die Drehantriebe sind hier ohne gegenseitigen Freilauf ausgebildet, so daß eine z.B.
federbeaufschlagte obere Treibriegelstange 5 die Schloßnuß 4 auch wieder in ihre Neutralstellung
15 zurückzubringen vermag.
[0070] Der Zwischenhebel 23 besitzt ein zweites Druckstück 24, mit welchem er auf einen
oberen Schwenkhebel 25 einwirkt, der zumindest das Koppelelement 26 für die obere
Treibriegelstange 5 bildet.
[0071] Das zweite Druckstück 24 befindet sich in Neutralstellung 15 der Schloßnuß 4 ebenfalls
im Bereich des Hinterdornmaßes 4b, um auch hier einen möglichst großen Schwenkwinkel
des zwischenhebels 23 zu ermöglichen, der praktisch 1:1 auf den oberen Schwenkhebel
25 übertragen wird.
[0072] Der obere Schwenkhebel seinerseits ist oberhalb des zweiten Druckstücks und - hier
- sogar oberhalb des von der Falle beanspruchten Ausschlußweges angeordnet, so daß
auch Fallen mit großem Fallenausschluß von diesem Einsteckschloß betätigbar sind.
[0073] Der Auslöser 13 für die Falle sollte Bestandteil des oberen Schwenkhebels 25 sein,
damit bei gleichem Konstruktionsprinzip auch größere Dornmaße möglich sind.
[0074] Im gezeigten Ausführungsbeispiel dient hierzu ein Dorn oder ähnliches am oberen Schwenkhebel,
welcher von dem zweiten Druckstück 24 des Zwischenhebels auf seiner einen Seite beaufschlagt
wird während es gegenüberliegend gegen die Falle 9 stößt und diese bei entsprechender
Schwenkbewegung in das Schloß des Gehflügels 8 zurückzudrücken vermag.
[0075] Die Figuren zeigen weiterhin, daß die Abstände 27,29 zwischen den Auslösern 13,14,
also denjenigen Kontaktzonen, welche auf dem Schwenkweg des jeweiligen Auslösers mit
Falle bzw. Riegel in Kontakt sind, und den Drehmittelpunkten 28,30 der jeweiligen
Schwenkhebel, an welchen die Auslöser 13,14 sitzen, mindestens in der Größenordnung
des kleinsten Dornmaßes 4a liegen.
[0076] Zweckmäßigerweise sind die Abstände 27,29 aber stets mindestens so groß wie das kleinste
Dornmaß 4a der Schloßserie.
[0077] Zur Übertragung großer Drehmomente strebt die Erfindung eine optimale Ausnutzung
des zur Verfügung stehenden Einbauraumes an.
[0078] Diesem Zweck dient die Anordnung des sich nach unten erstreckenden Drückerarms 50
so, daß er bei in Neutralstellung 15 befindlicher Schloßnuß 4 auf der Seite des Dornmaßes
4a an der Schloßnuß 4 ansetzt.
[0079] Durch diese Anordnung sind daher nicht nur große Schwenkwinkel möglich sondern auch
eine stabile Ausführung der Schloßnuß.
[0080] Wie insbesondere Fig.1 zeigt, kann dabei die Schloßnuß 4 bei der Schloßausführung
mit dem kleinsten Dornmaß 4a stulpseitig bis nah an die Innenfläche des Stulpblechs
heranragen und lediglich mit einem Abstand von 1 bis 3 mm vor dieser enden. Bei einem
Einsteckschloß mit z.B. einem um 30 mm größerem Dornmaß 4a würde dieser Abstand folglich
31 mm bis 33 mm betragen.
[0081] Damit bei dieser Weiterbildung trotzdem ein Beschlag, z.B. eine Rosette oder ähnliches
am Schloßkasten befestigt werden kann, wird vorgeschlagen, daß die Schloßnuß 4 auf
ihrer Stulpseite eine kreisringsegmentförmige Öffnung 31 aufweist, deren Öffnungswinkel
32 mindestens so groß ist wie der größtnötige Schwenkwinkel 33 der Schloßnuß 4 zuzüglich
des Platzbedarfs für die Durchgangsbohrungen 34, wobei die Anordnung der Öffnung 31
so zu wählen ist, daß in allen Drehstellungen der Schloßnuß 4 eine fluchtende Verbindung
von Durchgangsbohrungen 34 in Schloßkasten und Schloßdecke möglich ist. Weiterhin
zeigen die Figuren, daß der sich in Richtung nach oben 20 erstreckende Drehantrieb
21 bei in Neutralstellung 15 befindlicher Schloßnuß 4 im wesentlichen auf der Seite
des Dornmaßes 4a an der Schloßnuß 4 sitzt.
[0082] Durch diese Anordnung wird trotz des nur sehr geringen Hinterdornmaßes, welches in
der Praxis mindestens 15 mm beträgt, die Schwenkbewegung der Schloßnuß 4 um den größtnötigen
Schwenkwinkel 33 ermöglicht.
[0083] Der größtnötige Schwenkwinkel 33 ist derjenige, um welchen die Schloßnuß 4 aus der
Neutralstellung 15 heraus verschwenkt werden muß, damit einerseits sowohl obere Treibriegelstange
5 als auch untere Treibriegelstange 6 zur Freigabe des Standflügels 7 eingezogen werden
und darüber hinaus die Auslöser 13,14 für Falle 9 und Riegel 10 in Richtung zum Gehflügel
8 zu verlagern sind, um ein zwängungsfreies Öffnen der zweiflügeligen Fluchttür zu
ermöglichen.
[0084] Weiterhin zeigen die Figuren, daß der Drehantrieb 21 von einem mehrere Zähne umfassenden
Zahnsegmentbereich 35 an der Schloßnuß 4 gebildet wird, und daß der Zwischenhebel
23 einen hierzu korrespondierenden Zahnsegmentbereich 36 aufweist.
[0085] Hierdurch wird erreicht, daß trotz der Drehbewegung der Schloßnuß 4 stets eine Vielzahl
einander zugeordneter Formschlußbereiche zwischen Zahnsegmenten besteht.
[0086] Dies bietet den Vorteil langjähriger Standfestigkeit und hoher Stabilität gegen Vandalismus.
[0087] Ferner zeigen die Figuren ein Freilauffenster 37, welches sich am unteren Schwenkhebel
oberhalb des Koppelelements 19 für die untere Treibstange 6 befindet.
[0088] Es läßt sich zumindest gedanklich nachvollziehen, daß hierdurch die untere Treibriegelstange
6 angehoben werden kann, ohne daß diese Bewegung auf die kinematische Kette zwischen
unterem Schwenkhebel, Schloßnuß, zwischenhebel und oberen schwenkhebel übertragen
wird.
[0089] Insbesondere die Figuren 5 und 6 zeigen eine vorteilhafte Weiterbildung.
[0090] Dort ist gezeigt, daß die Schloßnuß 4 aus zwei übereinander liegenden Blechteilen
38,39 besteht. Das in Fig.5 oben befindliche erste Blechteil 38 weist sowohl den Drehantrieb
21 - hier in Form einer Verzahnung - als auch das erste Druckstück am Drückerarm 50
auf.
[0091] Im wesentlichen deckungsgleich darunter befindet sich das zweite Blechteil 39, welches
mit entsprechenden Anschlagflächen 44,45 versehen ist, die mit im Schloßkasten 2 befestigten
Anschlagdornen 46,47 für jeweils eine der beiden Drehrichtungen zusammenwirken.
[0092] Deckungsgleich in beide Blechteile 38,39 ist auch die kreisringsegmentförmige Öffnung
31 eingebracht.
[0093] Beide Blechteile 38,39 sind zudem drehmomentstarr miteinander verbunden.
[0094] Die Verbindung erfolgt einerseits über den beiden Blechteilen 38,39 gemeinsamen Vierkantdurchbruch
40, der zur Aufnahme eines an sich bekannten Vierkantstifts vorgesehen ist.
[0095] Ergänzend hierzu werden beide Blechteile 38,39 über einen gemeinsamen Federstift
41 miteinander verbunden, um eine gegenseitige Fixierung der beiden Blechteile 38,39
gegeneinander zu erzielen.
[0096] Diese Maßnahme bietet den ergänzenden Vorteil, daß die Bohrungen für den Federstift
in beiden Blechteilen so angeordnet werden können, daß bei fluchtender Montage des
Federstifts die Vierkantdurchbrüche 40, jeweils einer in einem der Blechteile 38,39,
im Sinne einer Verspannung des zugehörigen vierkantstifts, der den vierkantdurchbruch
40 durchsetzen soll, geringfügig gegeneinander verdreht werden.
[0097] Auf diese Weise ergibt sich ein über lange Jahre spielfrei zu betätigendes Einsteckschloß.
[0098] Ergänzend weist das untere Blechteil 39, welches die Anschlagflächen 44,45 trägt,
einen Mitnehmerarm 42 auf, der sich in Drehrichtung der Schloßnuß zur Türöffnung an
dem Drückerarm 50 des oberen Blechteils 38 abstützt.
[0099] Es kann sich hier um einen Koppelstift 43 handeln, welcher die Schwenkbewegung des
- hier - untenliegenden zweiten Blechteils 39 in die Bewegungsebene des - hier - obenliegenden
ersten Blechteils 38 überträgt.
[0100] Die Anschlagflächen 44,45 an der Schloßnuß werden zweckmäßigerweise mit Anschlagdornen
46,47 kontaktiert, welche den Schloßkasten 2 vollständig durchsetzen und in dessen
Wandungen verankert sind.
Bezugszeichenliste
[0101]
- 1
- Einsteckschloß
- 2
- Schloßkasten
- 3
- Stulpblech
- 4
- Schloßnuß
- 4a
- kleinstes Dornmaß
- 4b
- Hinterdornmaß
- 5
- obere Treibriegelstange
- 6
- untere Treibriegelstange
- 7
- Standflügel
- 8
- Gehflügel
- 9
- Falle
- 10
- Riegel
- 11
- Einfahrbewegung von 5
- 12
- Einfahrbewegung von 6
- 13
- Auslöser von 9
- 14
- Auslöser von 10
- 15
- Neutralstellung
- 16
- Richtung nach unten
- 17
- erstes Druckstück
- 18
- unterer Schwenkhebel
- 19
- Koppelelement für 6
- 20
- Richtung nach oben
- 21
- Drehantrieb
- 22
- Antriebsbereich
- 23
- zwischenhebel
- 24
- zweites Druckstück
- 25
- oberer Schwenkhebel
- 26
- Koppelelement von 5
- 27
- Abstand 13-28
- 28
- Drehmittelpunkt von 25
- 29
- Abstand 14-30
- 30
- Drehmittelpunkt von 18
- 31
- kreisringsegmentförmige Öffnung
- 32
- Öffnungswinkel
- 33
- größt nötiger Schwenkwinkel
- 34
- Druchgangsbohrung
- 35
- Zahnsegmentbereich von 38
- 36
- korrespondierender Zahnsegmentbereich des Zwischenhebels
- 37
- Freilauffenster
- 38
- erstes Blechteil
- 39
- zweites Blechteil
- 40
- Vierkantdurchbruch
- 41
- Federstift
- 42
- Mitnehmerarm
- 43
- Koppelstift
- 44
- Anschlagfläche erste Drehrichtung
- 45
- Anschlagfläche zweite Drehrichtung
- 46
- erster Anschlagdorn
- 47
- zweiter Anschlagdorn
- 50
- Drückerarm
1. Einsteckschloß (1) für den Standflügel (7) einer zweiflügeligen Fluchttür in Rohrrahmenbauweise,
mit einem Schloßkasten (2), in welchem zwischen einer jeweils im Stulpblech (3) vorgesehenen
Fallenlochung und einer Riegellochung eine verschwenkbare Schloßnuß (4) sitzt, die
bei geschlossenem Standflügel (7) mit ausgefahrener oberer und unterer Treibriegelstange
(5,6) sowie zugleich geschlossenem Gehflügel (8) mit ausgefahrener Falle (9) und ausgefahrenem
Riegel (10) einerseits über jeweils einen drehstarr mit ihr verbundenen Hebelarm und
mittels dazwischen liegender Koppelelemente auf die oben und die unten angeordnete
Treibriegelstange (5,6) des Standflügels (7) zumindest im Sinne der jeweiligen Einfahrbewegungen
(11,12) einwirkt und andererseits mittels getrieblich angeschlossener Koppelglieder
zusätzlich auf Auslöser (13,14) zum Zurückschieben von in der Fallenlochung befindlicher
Falle (9) bzw. in der Riegellochung befindlichem Riegel (10) des Gehflügels (8),
dadurch
gekennzeichnet, daß
1.0 jeweils aus Sicht einer in Neutralstellung (15) befindlichen Schloßnuß (4) und
jeweils von der Schloßnuß (4) ausgehend
1.1 ein sich in Richtung nach unten (16) erstreckender Drückerarm (50) vorgesehen
ist, der im Bereich des Hinterdornmaßes (4b) mit einem in Richtung zum Stulpblech
(3) wirkenden ersten Druckstück (17) auf einen unterhalb des ersten Druckstücks (17)
am Schloßkasten (2) gelagerten unteren Schwenkhebel (18) einwirkt, welcher einerseits
das Koppelelement (19) für die untere Treibriegelstange (5) und andererseits den Auslöser
(14) für den Riegel (10) bildet,
1.2 sowie ein sich in Richtung nach oben (20) erstreckender Drehantrieb (21), der
formschlüssig in den korrespondierend ausgebildeten Antriebsbereich (22) eines am
Schloßkasten (2) gelagerten Zwischenhebels (23) eingreift, welcher ebenfalls im Bereich
des Hinterdornmaßes (4b) mit einem in Richtung zum Stulpblech (3) wirkenden zweiten
Druckstück (24) auf einen oberhalb des zweiten Druckstücks (24) schwenkbeweglich am
Schloßkasten (2) gelagerten oberen Schwenkhebel (25) einwirkt, welcher zumindest das
Koppelelement (26) für die obere Treibriegelstange (5) bildet.
2. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Bestandteil einer Serie von gleichartig aufgebauten Einsteckschlössern mit unterschiedlichen
Dornmaßen ist, von denen zumindest eines ein Dornmaß aufweist, das zwischen einem
kleinsten Dornmaß (4a) und einem größten Dornmaß liegt.
3. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände (27,29) zwischen den Auslösern (13,14) und den Drehmittelpunkten (28,30)
der jeweiligen Schwenkhebel, an welchen die Auslöser (13,14) sitzen, mindestens so
groß wie das kleinste Dornmaß (4a) sind.
4. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser (13) für die Falle (9) Bestandteil des oberen Schwenkhebels (25) ist.
5. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der sich unten erstreckende Drückerarm (50) bei in Neutralstellung (15) befindlicher
Schloßnuß (4) sich von der Seite des Dornma-βes (4a) zur Seite des Hinterdornmaßes
(4b) erstreckt und das dem Drückerarm (50) zugeordnete Druckstück auf der Seite des
Hinterdornmaßes (4b) liegt.
6. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 2 in Verbindung mit Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Einsteckschloß mit kleinstem Dornmaß (4a) die Schloßnuß (4) stulpseitig bis
nah an die Innenfläche des Stulpblechs (3) heranragt.
7. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schloßkasten (2) im Bereich der Schloßnuß (4) eine Durchgangsbohrung (34) im
Schloßkasten und Schloßdecke aufweist und daß die Schloßnuß (4) auf ihrer Stulpseite
eine kreisringsegmentförmige Öffnung (31) aufweist, deren öffnungswinkel (32) mindestens
um den dem Durchmesser der Durchgangsbohrung (34) entsprechenden Winkelbereich größer
ist als der größtnötige Schwenkwinkel (33) der Schloßnuß (4) und daß die Öffnung (31)
in allen Drehstellungen der Schloßnuß (4) mit den Durchgangsbohrungen (34) in Schloßkasten
und Schloßdecke fluchtet.
8. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrungen (34) zur Aufnahme einer den Schloßkasten (2) durchsetzenden
Beschlagbefestigungsschraube vorgesehen sind.
9. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der sich in Richtung nach oben (20) erstreckende Drehantrieb (21) bei in Neutralstellung
(15) befindlicher Schloßnuß (4) im wesentlichen auf der Seite des Dornmaßes (4a) an
der Schloßnuß (4) sitzt.
10. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehantrieb (21) von einem zahnsegmentbereich (35) an der Schloßnuß (4) gebildet
wird, und daß der Zwischenhebel (23) einen hierzu korrespondierenden zahnsegmentbereich
(36) aufweist.
11. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Schwenkhebel (18) über ein Koppelelement (19) zum Zurückziehen bzw. Anheben
der unteren Treibriegelstange (6) verfügt, und mit einem Freilauffenster (37) versehen
ist, um eine Manipulationsmöglichkeit zu vereiteln, bei der die untere Treibriegelstange
(6) von außerhalb des Einsteckschloßes angehoben wird.
12. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schloßnuß (4) aus zwei übereinander liegenden Blechteilen (38,39) besteht, von
denen jedes mit einem Vierkantdurchbruch (40) für den Vierkantstift des Türdrückers
versehen ist.
13. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß von den Blechteilen (38,39) lediglich eines (38;39) sowohl mit dem ersten Druckstück
(17) als auch mit dem Drehantrieb (21) versehen ist, während das andere (39;38) drehmomentstarr
mit dem ersteren verbunden ist.
14. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die drehmomentstarre Verbindung über einen Federstift (41) erfolgt, welcher beide
Blechteile (38,39) durchsetzt.
15. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß in beiden Blechteilen (38,39) Bohrungen für den Federstift vorgesehen sind, die bei
fluchtender Montage des Federstifts die Vierkantdurchbrüche (40) im Sinne einer Verspannung
des zugehörigen Vierkantstifts geringfügig gegeneinander verdrehen.
16. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur drehmomentstarren verbindung der Blechteile (38,39) das andere Blechteil (38;39)
über einen Mitnehmerarm (42) verfügt, welcher sich in Drehrichtung der Schloßnuß (4)
zur Türöffnung an dem Drückerarm (50) abstützt.
17. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung über einen Koppelstift (43) erfolgt.
18. Einsteckschloß (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbereich der Schloßnuß (4) für jede der beiden Drehrichtungen durch eine
Anschlagfläche (44,45) an der Schloßnuß (4) und einen zugehörigen Anschlagdorn (46,47)
am Schloßkasten begrenzt wird.
19. Einsteckschloß (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagdorne (46,47) den Schloßkasten (2) durchsetzen und in dessen Wandungen
verankert sind.