[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromotorisch angetriebenes Radialgebläse gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 102 04 037 A1 ist ein gattungsgemäßes Radialgebläse bekannt, das ein Gebläsegehäuse mit einem darin
rotierenden Gebläserad sowie mit jeweils einer Ansaug- und Auslassöffnung aufweist.
Das Gebläserad ist über eine Antriebswelle mit dem Elektromotor verbunden. Der-Elektromotor
wird von einer topfförmigen Kappe abgedeckt. Innerhalb der Abdeckkappe ist eine Leiterplatte
mit Elektronikbauteilen angeordnet. Von dem Elektromotor wird ein Lüfterrad zur Kühlung
des Elektromotors und der auf der Leiterplatte angeordneten Elektronikbauteile angetrieben.
[0003] Der mittels des bekannten Radialgebläses geförderte Volumenstrom wird über die Drehzahl
des Elektromotors eingestellt. Diesem Zweck dienen die Elektronikbauteile, die auf
der Leiterplatte innerhalb der Abdeckkappe angeordnet sind.
[0004] Mittlerweile wird dazu übergegangen, eine Vielzahl von Elektronikbauteilen für die
Steuerung des Elektromotors in einer integrierten Schaltung (IC), auch als Chip bezeichnet,
zusammenzufassen. Problematisch hierbei ist, dass die Wärmeentwicklung aufgrund der
Verlustleistung in dem zur Anwendung kommenden ICs relativ hoch ist. Zur Kühlung der
ICs ist es bekannt, Kühlkörper aus Metall einzusetzen. Ohne eine solche Zwangskühlung
würde sich der IC in kürzester Zeit auf unzulässig hohe Temperaturen erhitzen und
mittels einer Schutzschaltung abgeschaltet werden, wodurch das Gebläse ebenfalls außer
Betrieb gesetzt würde. Damit die von dem Kühlkörpern aufgenommene Wärme wieder an
die Umgebung abgegeben werden kann, sind die Kühlkörper häufig an der Gehäuseaußenseite
angebracht. Die Größe der zur Anwendung kommenden Kühlkörper wirkt sich negativ auf
die Bauhöhe des Radialgebläses aus.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Radialgebläse der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, das sich bei geringen Herstellkosten durch eine geringe Störanfälligkeit
und eine geringe Bauhöhe des Radialgebläses auszeichnet.
[0006] Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass mit der Leiterplatte ein integrierter Schaltkreis (IC bzw. Chip)
zur Steuerung des Motors leitend verbunden ist und dass der mit dem Kühlrad erzeugte
Luftstrom gezielt zu dem IC geleitet wird. Das Radialgebläse kommt aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung ohne zusätzliche Kühlkörper für den IC aus, was sich positiv auf die
Bauhöhe auswirkt.
[0007] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, einen mittels des Lüfterrades erzeugten
Luftstrom gezielt zu führen und so eine effektive Kühlung thermisch hoch beanspruchter
elektronischer Bauteile, insbesondere des ICs, zu gewährleisten. Dabei werden unter
den von dem Lüfterrad erzeugten Luftströmen nicht nur die unmittelbar von dem Lüfterrad
geblasenen Teil-Luftströme, sondern auch die angesaugten Luftströme verstanden. Zur
Führung eines oder mehrerer (Teil-)Luftströme sind, wie noch ausgeführt wird, separate
Luftstromleiteinrichtung vorgesehen, mit denen der oder die Luftströme unmittelbar
auf den IC oder an diesem vorbei geleitet werden. Es ist zusätzlich oder alternativ
auch möglich, die vorhandene Architektur des Radialgebläses durch kleinere Änderungen
im Hinblick auf eine optimale Bauteilkühlung abzuändern. Insbesondere sei an dieser
Stelle die Möglichkeit des Einbringens einer Durchströmöffnung in der sowieso vorhandenen
Leiterplatte erwähnt, durch die ein (Teil-)Luftstrom unmittelbar in Richtung IC gelenkt
wird.
[0008] Eine an sich bekannte und Platz sparende relative Anordnung der Leiterplatte, der
vorzugsweise topfförmigen Abdeckkappe und des Elektromotors zueinander soll in Ausgestaltung
der Erfindung beibehalten werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Leiterplatte eine
dem Deckel der Abdeckkappe zugewandte Oberseite und eine gegenüberliegende Unterseite
aufweist und dass die Leiterplatte im Wesentlichen parallel zu dem Deckel der Abdeckkappe
sowie orthogonal zur Antriebswelle des Elektromotors angeordnet ist und dass das Lüfterrad
zwischen dem Elektromotor und dem Deckel der Abdeckkappe angeordnet ist. Vorteilhafterweise
ist das Lüfterrad als Radiallüfter ausgebildet. Durch diese Bauform kann kühle Außenluft
axial angesaugt und radial, insbesondere parallel zur Leiterplatte, abgeströmt werden.
[0009] Wie bereits zu Anfang erwähnt, ist es überraschender Weise bereits durch kleinere
Abänderungen der Architektur möglich, zur Verbesserung der Kühlung beizutragen. Mit
Vorteil kann beispielsweise in der Leiterplatte eine Durchströmöffnung vorgesehen
und der IC benachbart zu dieser Durchströmöffnung angeordnet werden. Ein (Teil- )Luftstrom
strömt dann durch die Durchströmöffnung unmittelbar auf den IC zu.
[0010] Die Kühlwirkung kann noch dadurch verbessert werden, dass der IC innerhalb des durch
die Durchströmöffnung strömenden (Teil-)Luftstroms angeordnet ist. Hierzu kann der
IC beispielsweise beabstandet zur Leiterplatte auf einem Träger angeordnet werden,
welcher unter einem Winkel, insbesondere zwischen 90° und 10°, von der Leiterplatte
absteht. Es kann vorgesehen werden, den Träger biegsam auszugestalten, um so die Position
des ICs relativ zur Durchströmöffnung variieren zu können.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der IC auf der Unterseite
der Leiterplatte, beabstandet zu dieser, angeordnet. Zusätzlich oder alternativ ist
die Elektronik auf der Unterseite der Leiterplatte angeordnet. Ein von dem Lüfterrad
abströmender (Teil-)Luftstrom kann aufgrund dieser erfinderischen Maßnahme, ohne zu
erwärmen, entlang der Oberseite der Leiterplatte strömen und dann, beispielsweise
durch die Durchströmöffnung in der Leiterplatte, unmittelbar den IC an- oder an diesem
vorbei strömen. Hierdurch wird eine besonders effektive Kühlung des ICs sichergestellt.
[0012] Damit eine möglichst hohe Kühlleistung erzielt wird, ist es zweckmäßig, wenn in der
Abdeckkappe mindestens eine Einströmöffnung für Außenluft vorgesehen ist, die vorzugsweise
derart relativ zu dem Lüfterrad angeordnet ist, dass ein unmittelbares Entlangströmen
der Außenluft an der Elektronik und/oder an dem IC und/oder an dem Elektromotor und
eine damit verbundene Vorwärmung dieser Luft vor Erreichen des Lüfterrades vermieden
wird.
[0013] Dies wird gemäß einer ersten Ausführungsform dadurch erreicht, dass die Einströmöffnung
im Deckel der Abdeckkappe angeordnet ist, insbesondere unmittelbar benachbart zu dem
Lüfterrad. Die Ansaugöffnung des Lüfterrades ist dabei in Richtung Einströmöffnung
gerichtet, so dass hauptsächlich oder besser ausschließlich, kühle Außenluft angesaugt
wird.
[0014] Eine zweite Ausführungsform sieht vor, dass die Einströmöffnung in die Umfangswand
der Abdeckkappe, vorzugsweise benachbart zum IC, eingebracht ist. Hierdurch kann die
kühle Außenluft noch vor Erreichen des Lüfterrades an dem IC entlang strömen.
[0015] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist die Einströmöffnung von einem Spalt
zwischen Abdeckkappe und Gebläsegehäuse gebildet. Diese Variante hat fertigungstechnische
Vorteile, da keine zusätzliche Öffnung in die Abdeckkappe eingebracht werden muss.
[0016] Erfindungsgemäß ist zur Optimierung der Kühlung des ICs weiterhin vorgesehen, dass
die Elektronik und/oder der Elektromotor derart angeordnet sind, dass die durch die
Einströmöffnung einströmende Außenluft nicht unmittelbar an diesen Bauteilen, vor
Erreichen des ICs, vorbeiströmt. Dies wird insbesondere durch das Vorsehen von Luftleitblechen
erreicht.
[0017] Eine besonders vorteilhafte Anordnung wird dadurch erreicht, dass in der Leiterplatte
eine Ausnehmung für das Lüfterrad vorgesehen ist und dass das Lüfterrad die Leiterplatte
durchsetzend angeordnet ist, so dass ein abströmender (Teil-)Luftstrom entlang der
Oberseite und ein weiterer abströmender (Teil-)Luftstrom entlang der Unterseite der
Leiterplatte streicht. Wenn nun auf der Oberseite der Leiterplatte keine Elektronik
angeordnet ist, kann die oberhalb der Leiterplatte entlang strömende Luft, ohne erwärmt
zu werden, unmittelbar zu dem IC geleitet werden. Durch die horizontale Luftströmung
unterhalb der Leiterplatte wird parallel dazu die auf der Unterseite der Leiterplatte
angeordnete Elektronik gekühlt.
[0018] Die Kühlung des ICs und/oder der Elektronik wird dadurch verbessert, dass mindestens
eine Luftstromleiteinrichtung vorgesehen ist. Um Montagekosten zu reduzieren, kann
diese an dem Deckel der Abdeckkappe und einstückig mit dieser ausgebildet werden.
Durch die Luftstromleitungseinrichtung kann beispielsweise der kühle Luftstrom von
der Oberseite der Leiterplatte durch die Durchströmöffnung zum IC umgeleitet werden.
Auf der Unterseite der Leiterplatte kann eine Luftleiteinrichtung angebracht werden,
die verhindert, dass der entlang der Elektronik strömende (Teil- )Luftstrom zu dem
IC strömt. Als Luftleiteinrichtungen können beispielsweise Leitbleche, an Bauteile
angeformte Stege oder Kanäle eingesetzt werden.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in der Leiterplatte eine
Anströmöffnung für das Lüfterrad vorgesehen. Das Lüfterrad ist dabei unmittelbar benachbart
zu dieser Anströmöffnung, auf der Unterseite der Leiterplatte, angeordnet. Der erzeugte
Luftstrom wird ausschließlich auf der Unterseite der Leiterplatte aus dem Lüfterrad
abgeströmt. Durch diese Maßnahme kann die Bauhöhe reduziert werden, da auf Luftleiteinrichtungen
zwischen der Leiterplatte und dem Deckel der Abdeckkappe verzichtet werden kann. Weiterhin
wirkt sich das zur Anwendung kommende, verkürzte Laufrad positiv auf die Minimierung
der Bauhöhe aus.
[0020] Um die Drehzahl und damit die Kühlleistung des Lüftungsrades zu erhöhen, kann zwischen
den Elektromotor und das Lüfterrad ein Getriebe geschaltet sein.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Radialgebläses,
- Fig. 1a
- eine schematische Ansicht entsprechend derjenigen in Fig. 1 eines weiteren Ausführungsbeispiels,
und
- Fig. 1 b
- eine schematische Ansicht einer Abdeckkappe des Gebläses nach Fig.1a von unten.
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Abdeckkappe des Gebläses nach Fig.1 von unten,
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Radialgebläses,
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht einer Abdeckkappe des Gebläses nach Fig.3 von unten.
[0022] In den Figuren sind gleiche Bauteile oder Bauteile mit gleicher Funktion mit identischen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0023] Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Radialgebläses
1, das ein flachzylindrisch geformtes Gebläsegehäuse 2 mit einem darin rotierenden
Gebläserad 3 sowie einen das Gebläserad 3 antreibenden Elektromotor 4 aufweist. Das
Gebläsegehäuse 2 weist eine zentrische Ansaugöffnung 5 sowie eine seitliche Auslassöffnung
6 auf. Derartige Radialgebläse 1 werden zur Förderung eines Gas-Luft-Gemisches für
eine Gastherme, für einen Gasbrenner oder dergleichen eingesetzt.
[0024] Der Elektromotor 4 ist an der der Ansaugöffnung 5 gegenüberliegenden Seite 7 des
Gebläsegehäuses 2 gelagert. Er weist eine durchgehende Antriebswelle 8 auf, die in
das Gebläsegehäuse 2 hineinragt und die an ihrem einen Endbereich 9 drehfest mit dem
Gebläserad 3 und an dem gegenüberliegenden Endbereich 10 drehfest mit einem als Radiallüfter
ausgebildeten Lüfterrad 11 verbunden ist. Über die gemeinsame Antriebswelle 8 treibt
der Elektromotor 4 sowohl das Gebläserad 3, als auch das Lüfterrad 11 an.
[0025] Eine flache Leiterplatte 12 ist orthogonal zur Antriebswelle 8 angeordnet. Auf der
Leiterplatte 12 befindet sich die nicht dargestellte Elektronik, die sich ausschließlich
auf der Unterseite 13 der Leiterplatte 12 erstreckt.
[0026] Der Elektromotor 4 mit der Leiterplatte 12 und das Lüfterrad 11 sind von einer topfförmige
Abdeckkappe 14 umschlossen. Die topfförmige Abdeckkappe 14 ist stirnseitig von einem
kreisförmigen Deckel 15 begrenzt, von dem aus sich eine zylindrische Umfangswand 16
senkrecht in Richtung Gebläsegehäuse 2 erstreckt, so dass die zuvor erwähnten Komponenten
gegen Berühren geschützt sind. Die Abdeckkappe 14 ist mittels einer nicht gezeigten
Schrauben- oder Rastverbindung an dem Gebläsegehäuse 3 festgelegt, so dass Leiterplatte
12, Elektromotor 4 und Lüfterrad 11 allseitig umschlossen sind.
[0027] Die Leiterplatte 12 verläuft parallel zu dem Deckel 15 der Abdeckkappe 14, so dass
zwischen Deckel 15 und Leiterplatte 12 ein Raum gebildet wird.
[0028] Auf der Unterseite 13 der Leiterplatte 12 ist ein Träger 17 mit einem darauf angeordneten
integrierten Schaltkreis (IC) 18 angebracht. Die Verlustleistung des ICs beträgt etwa
3 W bis 4 W mit einem Wärmewiderstand von etwa 60 K/W. Der Träger 17 steht in der
Zeichenebene in einem Winkel von etwa 80° von der Leiterplatte 12 nach unten ab, so
dass der IC 18 von der Leiterplatte 12 beabstandet ist.
[0029] Mittels des Trägers 17 ist der IC 18 direkt unterhalb einer Durchströmöffnung 19
platziert, also unmittelbar in einem von einer Oberseite 20 der Leiterplatte durch
die Durchströmöffnung 19 strömenden (Teil-)Luftstrom.
[0030] In der Leiterplatte 12 ist eine Ausnehmung 32 für das Lüfterrad 11 vorgesehen. Das
Lüfterrad 11 durchsetzt die Ausnehmung 32 in der Leiterplatte 12, so dass der vom
Lüfterrad 11 abgeströmte, horizontale Luftstrom in zwei (Teil-)Luftströme 27 und 28
aufgeteilt wird, wobei der (Teil-)Luftstrom 27 entlang der Oberseite 20 und der (Teil-
)Luftstrom 28 entlang der Unterseite 13 der Leiterplatte 12 strömt. Es kann alternativ
der Luftstrom 28 entfallen, so dass dementsprechend die Öffnung kleiner sein kann.
[0031] In der Zeichenebene ist unmittelbar oberhalb des Lüfterrades 11 im Deckel 15 der
Abdeckkappe 14 eine Einströmöffnung 21 für Außenluft vorgesehen. Die kühle Außenluft
wird axial von dem Lüfterrad 11 angesaugt und radial in Pfeilrichtung abgeströmt.
[0032] Um einen (Teil-)Luftstrom gezielt in Richtung IC 18 zu leiten, ist eine Luftstromleiteinrichtung
22 vorgesehen. Die Luftstromleiteinrichtung 22 besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus geeignet gestalteten und einstückig mit dem Deckel 15 der Abdeckkappe 14 ausgebildeten
und nach unten senkrecht abstehenden Leitwänden 23, 24, 25. Die schematisch dargestellten
Stege 23, 24, 25 bilden zusammen mit dem Deckel 15 und der Leiterplatte 12 einen an
vier Seiten geschlossenen Kühlkanal 26. Der (Teil-)Luftstrom 27 strömt horizontal
in diesen Kanal 26 und kann nach unten in Richtung Durchströmöffnung 19 fließen.
[0033] In Fig. 2 ist die topfförmige Abdeckkappe 14 mit Deckel 15 in einer schematischen
Ansicht von unten dargestellt. Im Zentrum des Deckels 15 ist die Einströmöffnung 21
ausgebildet. Seitlich der Einströmöffnung 21 erstreckt sich die Luftströmleiteinrichtung
22 mit Kühlkanal 26 mit den Wänden 23, 24, 25. Es ist denkbar, dass die Stege oder
Wände 23, 24, 25 bis unmittelbar an die in Fig. 1 dargestellte Durchströmöffnung 19
in der Leiterplatte 12 herangeführt werden, um eine möglichst gebündelte Anströmung
des ICs 18 zu erreichen.
[0034] In den Fig. 1b und 1c ist eine einer alternative Ausführungsform dargestellt. Bei
dieser kann der Kanal 26 als Radialgebläsegehäuse ausgebildet sein, an dessen Ausgang
die Durchströmöffnung 19 anschließt. Die Leiterplatte 20 bildet gemeinsam mit der
umlaufend geschlossenen Wand 24 die Seitenwände des Spiralgehäuses, wodurch der Luftstrom
des Radialgebläses wirkungsvoll auf die Öffnung 19 gerichtet werden kann.
[0035] Im Folgenden werden die (Teil-)Luftströmungen innerhalb der Abdeckkappe 14 beschrieben.
[0036] Das Lüfterrad 11 saugt während des Betriebs axial Außenluft durch die Einströmöffnung
21 im Deckel 15 der Abdeckkappe 14 an. Dadurch, dass die Einströmöffnung 21 unmittelbar
benachbart zum Lüfterrad 11 angeordnet ist, strömt die Außenluft unmittelbar in das
Lüfterrad 11, ohne an der Elektronik, dem IC 18 und dem Elektromotor 4 entlang zu
strömen. Hierdurch wird eine Erwärmung der angesaugten Luft vermieden.
[0037] Da das Lüfterrad 11 die Leiterplatte 12 axial durchsetzt, werden zwei Teilluftströme
27 und 28 erzeugt. Der (Teil-)Luftstrom 27 strömt entlang der Oberseite 20 der Leiterplatte
12 und wird zumindest teilweise durch die Luftleiteinrichtung 22 um 90° in Richtung
der in der Zeichenebene darunter liegenden Durchströmöffnung 19 abgelenkt und gelangt
so unmittelbar zu dem in der Zeichenebene unterhalb der Leiterplatte 12 angeordneten
IC 18. Da auf der Oberseite 20 der Leiterplatte 12 keine Elektronik angeordnet ist,
hat sich der Teilluftstrom 27 bei Erreichen des ICs 18 kaum erwärmt und sorgt daher
für eine effektive Kühlung des ICs. Der (Teil-)Luftstrom 28 strömt entlang der Unterseite
13 der Leiterplatte 20 und kühlt so die auf der Leiterplatte 12 angebrachte Elektronik.
[0038] Fig. 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Radialgebläses 1. Der grundsätzliche Aufbau des in Fig. 3
dargestellten Radialgebläses entspricht dem zuvor beschriebenen Aufbau des ersten
Ausführungsbeispiels. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Folgenden hauptsächlich
auf die Unterschiede zwischen den beiden Ausführungsbeispielen eingegangen. Es sind
weitere Ausführungsbeispiele denkbar, die (Teil-)Kombinationen beider Ausführungsbeispiele
entsprechen können.
[0039] Die Einströmöffnung 21 für Außenluft ist bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel eines Radialgebläses 1 in der Umfangswand 16, unmittelbar benachbart
zum Gebläsegehäuse 3, angeordnet. In einer weiteren, nur angedeuteten Ausführungsform
ist die Einströmöffnung 21 unmittelbar benachbart zum IC 18 in der Umfangswand 16
eingebracht.
[0040] Der den IC haltende Träger 17 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in einem rechten
Winkel zur Leiterplatte 12 angeordnet, so dass die durch die ebenfalls vorgesehene
Durchströmöffnung 19 strömende Luft an dem IC vorbeistreift. Auch bei dem zweiten
Ausführungsbeispiel ist die Elektronik ausschließlich auf der Unterseite 13 der Leiterplatte
12 angeordnet.
[0041] In der Leiterplatte 12 ist eine Anströmöffnung 29 für das Lüfterrad 11 vorgesehen.
Das Lüfterrad 11 ist unmittelbar in der Zeichenebene unterhalb der Anströmöffnung
29 platziert und durchsetzt die Leiterplatte 12, anders als bei dem ersten Ausführungsbeispiel,
nicht. Das Lüfterrad 11 bläst die durch die Anströmöffnung 29 von der Oberseite 20
der Leiterplatte 12 angesaugte Luft ausschließlich unterhalb der Leiterplatte 12 ab.
[0042] In Fig. 4 ist die topfförmige Abdeckkappe 14 in einer schematischen Ansicht von unten
dargestellt. In der Umfangswand 16 ist die Einströmöffnung 21 für Außenluft zu erkennen.
[0043] Im Folgenden werden die (Teil-)Luftströmungen im zweiten Ausführungsbeispiel innerhalb
der Abdeckkappe 14 beschrieben.
[0044] Das Unterhalb der Leiterplatte 12 angeordnete Lüfterrad 11 saugt durch die Öffnung
29 Luft von der Oberseite der Leiterplatte 12 an. An dieser Stelle sei ergänzend erwähnt,
dass das Lüfterrad 11 die Leiterplatte 12 selbstverständlich auch bei dem zweiten
Ausführungsbeispiel durchsetzen kann - es sollte jedoch sichergestellt werden, dass
das Lüfterrad 11 die angesaugte Luft ausschließlich auf der Unterseite 13 der Leiterplatte
12 abgibt.
[0045] Durch den durch das Ansaugen von Luft auf der Oberseite 20 der Leiterplatte 12 entstehenden
Unterdruck strömt Luft von unten durch die Durchströmöffnung 19 in der Leiterplatte
12 in den Raum zwischen Deckel 15 und Leiterplatte 12. Ein Großteil dieses mit dem
Bezugszeichen 30 bezeichneten (Teil-)Luftstroms gelangt durch die Einströmöffnung
21 in das Innere der Abdeckkappe 14. Die noch kühle Außenluft streift auf ihrem Weg
in Richtung Durchströmöffnung 19 an dem IC 18 vorbei und kühlt diesen.
[0046] Der von dem Lüfterrad 11 abgeströmte (Teil-)Luftstrom 31 fließt entlang der Unterseite
13 der Leiterplatte 12 und kühlt somit die dort angeordnete Elektronik.
[0047] Es versteht sich, dass Leitwände vorgesehen sein können, die gegebenenfalls ein Vermischen
der Luftströme 30 und 31 verhindern.
[0048] In den Figuren ist eine weitere Variante des Radialgebläses nicht dargestellt, bei
der die Einströmöffnung von einem Umfangsspalt zwischen der Abdeckkappe 14 und Gebläsegehäuse
3 gebildet ist. Ebenfalls nicht gezeigt ist eine mögliche Integration von einem oder
mehreren Getrieben in den Antriebstrang zwischen Elektromotor 4 und Lüfterrad 11.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Radialgebläse
- 2
- Gebläsegehäuse
- 3
- Gebläserad
- 4
- Elektromotor
- 5
- Ansaugöffnung
- 6
- Auslassöffnung
- 7
- Stirnseite
- 8
- Antriebswelle
- 9
- Endbereich der Antriebswelle
- 10
- Endbereich der Antriebswelle
- 11
- Lüfterrad
- 12
- Leiterplatte
- 13
- Unterseite der Leiterplatte
- 14
- Abdeckkappe
- 15
- Deckel
- 16
- Umfangswand
- 17
- Träger
- 18
- Integrierte Schaltung (IC)
- 19
- Durchströmöffnung
- 20
- Oberseite der Leiterplatte
- 21
- Einströmöffnung
- 22
- Luftstromleiteinrichtung
- 23
- Steg
- 24
- Steg
- 25
- Steg
- 26
- Umlenkkammer
- 27
- (Teil-)Luftstrom
- 28
- (Teil-)Luftstrom
- 29
- Anströmöffnung
- 30
- (Teil-)Luftstrom
- 31
- (Teil-)Luftstrom
- 32
- Ausnehmung
1. Gebläse (1) mit einem Elektromotor (4) mit einer Leiterplatte (12) mit Elektronik,
einem vom Elektromotor angetriebenen Lüfterrad (11) zur Kühlung der Elektronik und
mit einer den Elektromotor schützenden Abdeckkappe (14), die einen Deckel (15) sowie
eine Umfangswand (16) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein integrierter Schaltkreis (IC) (18) an der Leiterplatte (12) angeordnet ist und
dass eine Leiteinrichtung (22) zum Leiten eines vom Lüfterrad (11) erzeugten Luftstroms
(27, 30) zu dem integrierten Schaltkreis (IC) (18) vorgesehen ist.
2. Radialgebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckkappe (14) mindestens eine Einströmöffnung (21) für Außenluft vorgesehen
ist.
3. Radialgebläse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einströmöffnung (21) im Deckel (15) der Abdeckkappe (14) angeordnet ist.
4. Radialgebläse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einströmöffnung (21) in der Umfangswand (16) der Abdeckkappe (14).
5. Radialgebläse, insbesondere mit einem Gebläsegehäuse (2), nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einströmöffnung (21) als Spalt zwischen Abdeckkappe (14) und Gebläsegehäuse (2)
ausgebildetet ist.
6. Radialgebläse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtung (22) einstückig an der Abdeckkappe (14) angeformt ist.
7. Radialgebläse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der integrierte Schaltkreis (IC) (18) auf einem Träger (17) befestigt ist, der in
einer von der Ebene der Leiterplatte (12) unterschiedlichen Ebene in dem Luftstrom
(27,30) positioniert ist.
8. Radialgebläse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (12) im wesentlichen parallel des Deckels (15) angeordnet ist.
9. Radialgebläse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leiterplatte (12) eine Durchströmöffnung (19) für den Luftstrom (27,30) vorgesehen
ist, wobei der integrierte Schaltkreis IC (18) benachbart der Durchströmöffnung (19)
angeordnet ist.
10. Radialgebläse nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (17) unter einem Winkel, insbesondere zwischen 90° und 10°, von der Leiterplatte
12 absteht.
11. Radialgebläse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der integrierte Schaltkreis (IC) (18) auf der Unterseite (13) der Leiterplatte (12)
angeordnet ist.
12. Radialgebläse nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (11) ein Radiallüfter ist.
13. Radialgebläse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte derart zu den Ausströmöffnungen des Radialrads angeordnet sind,
dass ein Teil der Kühlluft über die Leiterplatte, ein Teil unterhalb der Leiterplatte
ausgeblasen wird.
14. Radialgebläse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Leiterplatte den Luftstrom (27,30) im wesentlichen zu gleichen
Teilen aufteilt.
15. Radialgebläse nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leiterplatte (12) eine Ausnehmung (32) für das Lüfterrad (11) vorgesehen ist.
16. Radialgebläse nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Leiterplatte (12) eine Anströmöffnung (29) für das Lüfterrad (11) ausgebildet
ist, wobei das Lüfterrad oberhalb der Leiterplatte ansaugt und unterhalb der Leiterplatte
ausbläst.