[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher mit optimierten Wärmeübertragungselementen
für die Übertragung von Wärme aus einem Verbrennungsgas durch eine wärmeübertragende
Wand auf an der Außenseite der Wand in Strömungskanälen strömenden Heizungswasser
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Aus DE 103 06 699 A1 ist ein Wärmetauscher mit rippen- und stiftförmigen Wärmeübertragungselementen
für die Übertragung von Wärme aus einem Verbrennungsgas durch eine Wand zu einem auf
der Außenseite der Wand in Strömungskanälen strömenden Heizungswasser bekannt. Die
rippen- und stiftförmigen Wärmeübertragungselemente sind dabei an der Innenseite der
Wand gegenüberliegend angeordnet und verlaufen dabei in eine einzige Richtung. Im
oberen Bereich des Wärmeübertragers ist eine Brennkammer ausgebildet, in der das Brenngas
eines Brenners verbrannt wird. An die Brennkammer schließen sich in Strömungsrichtung
des Verbrennungsgases in einer Reihe ausgebildete rippenförmige Wärmeübertragungselemente
an. In Strömungsrichtung des Verbrennungsgases anschließend sind mehrere Reihen von
stiftförmigen Wärmeübertragungselementen ausgebildet, wobei die stiftförmigen Wärmeübertragungselemente
der einzelnen Reihen versetzt zueinander angeordnet sind. In Strömungsrichtung hinter
den stiftförmigen Wärmeübertragungselementen befinden sich in mehreren Reihen hintereinander
angeordnete weitere stiftförmige Wärmeübertragungselemente, die jedoch enger beabstandet
sind als die vorgelagerten stiftförmigen Wärmeübertragungselemente.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Erhöhung der Wärmeübertragungsleistung
des Wärmetauschers zu erzielen, wobei unter Beachtung des geforderten Wirkungsgrades
die Wärmefestigkeit der Wärmeübertragungselemente gewährleistet werden muss. Außerdem
sollte wegen der einfachen gießtechnischen Herstellung des Wärmetauschers der Verlauf
der Wärmeübertragungselemente in nur einer Richtung beibehalten werden.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Durch die Ausbildung mindestens eines Wärmeübertragungselementes mit einer
quer zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases größeren Ausdehnung als parallel
zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases wird das Verhältnis von Oberfläche zu
Wärmeleitquerschnitt verringert im Vergleich mit einem stiftförmigen Wärmeübertragungselement
mit in senkrechter und waagerechter Richtung nahezu gleicher Ausdehnung. Die thermische
Belastung der Wärmeübertragungselemente wird dabei verringert. Dadurch wird das Wärmeübertragungselement
vor Überhitzung geschützt. Durch das quer zur Strömungsrichtung sich erstreckende
Wärmeübertragungselement wird eine Strömungsumlenkung der Verbrennungsgase an dieser
Stelle erzielt und dadurch die Verringerung des Wärmeübergangs an dem thermisch hoch
belasteten Wärmeübertragungselement erreicht. Das quer zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases
liegende Wärmeübertragungselement wirkt somit hauptsächlich zur Strömungsumlenkung
des Verbrennungsgases. Die Strömung im Bereich der thermisch hoch belasteten Wärmeübertragungselemente
wird durch ein teilweises Absperren des Strömungsquerschnittes an dieser Stelle stark
gebremst. Dadurch verringert sich die Strömungsgeschwindigkeit und damit die Wärmeübergangszahl
an den thermisch hoch belasteten Wärmeübertragungselementen. Durch die quer liegenden
Wärmeübertragungselemente wird außerdem eine Umlenkung der Verbrennungsgase in weniger
thermisch hoch belastete Bereiche des Wärmetauschers erzielt. Der wesentliche Vorteil
der Erfindung besteht außerdem darin, dass die Strömungsleitgeometrie zur Erhöhung
der Leistung des Wärmetauschers ohne zusätzliche Bauteile erreicht wird und durch
angegossene rippen- und/oder stiftförmige Wärmeübertragungselemente realisierbar ist.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung möglich. Als eine besonders zweckmäßige Ausführungsform hat sich eine
Geometrie des quer liegenden Wärmeübertragungselements mit einem Querschnitt ergeben,
der quer zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases eine mindestens doppelt so große
Ausdehnung besitzt als parallel zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases. Als weiterhin
zweckmäßig hat sich herausgestellt, dass dem quer liegenden Wärmeübertragungselement
in Strömungsrichtung des Verbrennungsgases ein sich in Strömungsrichtung erstreckendes
verlängertes rippenförmiges Wärmeübertragungselement vorgelagert ist. Dadurch wird
dem thermisch hochbelasteten quer liegenden Wärmeübertragungselement ein weiteres
Wärmeübertragungselement mit ebenfalls günstigem Verhältnis von Oberfläche und Wärmeleitquerschnitt
zugeordnet, so dass dadurch der Wärmeübergang in dieser Stelle noch weiter verringert
und eine Überhitzung der Wärmeübertragungselemente an dieser Stelle vermieden wird.
Ein zweckmäßiger Querschnitt des quer liegenden Wärmeübertragungselements liegt vor,
wenn das quer liegenden Wärmeübertragungselement entgegen der Strömungsrichtung eine
muldenförmige Oberfläche aufweist, wobei die muldenförmige Oberfläche im Wesentlichen
ein negatives Abbild der gegenüberliegenden Oberfläche des vorgelagerten verlängerten
rippenförmigen Wärmeübertragungselements ist. Eine wesentliche Erhöhung der Wärmeübertragungsleistung
wird erzielt, wenn in einer senkrecht zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases
liegenden Ebene des Heizgaszuges vier quer liegende Wärmeübertragungselemente angeordnet
sind, wobei sich jeweils zwei quer liegende Wärmeübertragungselemente von der gegenüberliegenden
Seite der wärmeübertragenden Wand aus in gleicher Richtung erstrecken. Außerdem ist
es zweckmäßig, wenn benachbart zu den quer liegenden Wärmeübertragungselementen der
Strömungsquerschnitt des Heizgaszuges in Richtung niedrig belasteter thermischer Bereiche
des Wärmeübertragers erweitert ausgeführt wird. Besonders vorteilhafte ist, wenn der
Wärmetauscher gießtechnisch aus einem metallischen Werkstoff hergestellt wird und
wenn zumindest das quer liegende Wärmeübertragungselement an die wärmeübertragende
Wand angegossen ist.
Ausführungsbeispiel
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Wärmetauscher,
- Figur 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II in Figur 1 und
- Figur 3
- eine vergrößerte Schnittdarstellung durch ein quer liegendes Wärmeübertragungselement.
[0007] Der in Figur 1 dargestellte Wärmetauscher für ein Heizgerät, insbesondere für ein
Brennwertgerät, weist einen Grundkörper 10 mit einer wärmeübertragenden Wand 11 sowie
mit einer brennerseitigen Öffnung 15 und einer abgasseitigen Öffnung 16 auf. In die
brennerseitigen Öffnung 15 wird ein nicht dargestellter Brenner eingesetzt, in dem
ein Brenngas/Luftgemisch verbrannt wird. Der sich an den Brenner anschließende Raum
innerhalb des Grundkörpers 10 bildet eine Brennkammer 17 aus, in der vom Brenner das
Brenngas/Luftgemisch verbrannt wird. An die Brennkammer 17 schließt sich innerhalb
des Grundkörpers 10 ein Heizgaszug 19 an, durch den das Verbrennungsgas bis zur abgasseitigen
Öffnung 16 strömt.
[0008] An der Innenseite der wärmeübertragenden Wand 11 sind Wärmeübertragungselemente angeordnet,
die in den Heizgaszug 19 hineinragen und auf die später noch näher eingegangen wird.
An der Außenseite der wärmeübertragenden Wand 11 verläuft wendelförmig eine grabenförmige
Vertiefung 23, die am Grundkörper 10 nach außen hin zunächst offen ist. Zum Verschließen
der nach außen hin offenen Vertiefung 23 ist der Grundkörper von einem nicht dargestellten
Mantel umgeben, sodass die grabenförmige Vertiefung 23 einen wendelförmig verlaufenden
Strömungskanal für Heizungswasser eines nicht dargestellten Heizkreises des Heizgerätes
bildet.
[0009] Der Grundkörper 10 ist Leichtmetall-Gussteil, vorzugsweise ein Aluminium-Sandguss-Bauteil,
das sich aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit sowie Wärmeaufnahmefähigkeit und
Wärmeleitfähigkeit besonders als Material für Wärmetauscher von Heizgeräten eignet.
Der Grundkörper 10 ist mit einem kreisförmigen Querschnitt ausgeführt und verläuft
in Strömungsrichtung des Verbrennungsgases mit abnehmendem Durchmesser leicht konisch.
Es ist aber genauso denkbar, den Grundkörper 10 zylindrisch oder mit einem ovalen
Querschnitt auszuführen.
[0010] Die in den Heizgaszug 19 hineinragenden Wärmeübertragungselemente weisen verschiedene
Querschnittsformen auf, wobei die verschiedenen Querschnittsformen in unterschiedlichen
Abschnitten 31, 32 und 33 des Heizgaszuges 19 angeordnet sind. In dem an die Brennkammer
17 in Strömungsrichtung des Verbrennungsgases sich anschließenden ersten Abschnitt
31 sind in Strömungsrichtung erstreckende rippenförmige Wärmeübertragungselemente
34 sowie bspw. vier verlängerte rippenförmige Wärmeübertragungselement 40 ausgebildet.
Im sich daran anschließenden zweiten Abschnitt 32 sind stiftförmige Wärmeübertragungselemente
35 sowie bspw. vier quer liegende Wärmeübertragungselemente 50 angeordnet. In dem
sich an den zweiten Abschnitt anschließenden dritten Abschnitt 33 befinden sich weitere
stiftförmige Wärmeübertragungselemente 36.
[0011] Die verlängerten rippenförmigen Wärmeübertragungselemente 40 sind aus einem rippenförmigen
Wärmeübertragungselement 34 und einem sich anschließenden stiftförmigen Wärmeübertragungselement
35 geformt, wobei beim Übergang vom rippenförmigen Wärmeübertragungselement zum stiftförmigen
Wärmeübertragungselement eine beiderseitige Einkerbung ausgebildet ist. Die weiteren
stiftförmigen Wärmeübertragungselemente 36 weisen einen Querschnitt mit einer entgegen
der Strömung weisenden gewölbten Oberfläche und einer in Strömungsrichtung weisenden
ebenen Oberfläche auf.
[0012] Die im ersten Abschnitt 31 angeordneten verlängerten rippenförmigen Wärmeübertragungselemente
40 sind den im zweiten Abschnitt 32 angeordneten quer liegenden Wärmeübertragungselementen
50 in Strömungsrichtung vorgelagert. Die quer liegenden Wärmeübertragungselemente
50 weisen gemäß Figur 3 einen Querschnitt auf, der an seiner Außenkontur im Wesentlichen
auf zwei benachbarte stiftförmige Wärmeübertragungselemente 35 zurückgeht, die miteinander
verbunden sind, wobei dazwischen eine Oberfläche mit einer muldenförmigen Vertiefung
51 ausgebildet ist, die im Wesentlichen an die Form der gegenüberliegenden Oberfläche
des vorgelagerten verlängerten rippenförmigen Wärmeübertragungselements 40 angepasst
ist. Die stromab ausgebildete Oberfläche des quer liegenden Wärmeübertragungselements
50 ist mit zwei Abflachungen 52 versehen, zwischen denen mittig eine Einkerbung 53
ausgebildet ist.
[0013] Die verschiedenen Wärmeübertragungselemente sind jeweils an der Innenseite der wärmeübertragenden
Wand 11 angeformt und erstrecken sich jeweils von der gegenüberliegenden Seite der
wärmeübertragenden Wand 11 in eine einzige Richtung (Figur 2). Dabei sind die verschiedenen
Wärmeübertragungselemente gießtechnisch zusammen mit dem Wärmetauscher hergestellt,
so dass zumindest die quer liegenden Wärmeübertragungselemente 50 und die verlängerten
rippenförmigen Wärmeübertragungselemente 40 an die wärmeübertragende Wand 11 angegossen
sind. Im Zentrum des Grundkörpers ist ein Hohlraum 38 vorhanden, in den ein nicht
dargestellter Verdrängungskörper eingesetzt wird, durch den das Verbrennungsgas in
Richtung des zwischen den Wärmeübertragungselementen ausgebildeten Heizgaszuges 19
abgedrängt wird.
1. Wärmetauscher mit Wärmeübertragungselementen für die Übertragung von Wärme aus einem
Verbrennungsgas durch eine wärmeübertragenden Wand (11) auf an der Außenseite der
wärmeübertragenden Wand (11) in Strömungskanälen strömenden Heizungswassers, wobei
die Wärmeübertragungselemente an der Innenseite der wärmeübertragenden Wand (11) angeformt
sind und sich in einen vom Verbrennungsgas durchströmten Heizgaszug (19) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abschnitt des Heizgaszuges (19) mindestens ein quer liegendes Wärmeübertragungselement
(50) mit einem Querschnitt ausgeführt ist, der quer zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases
eine größere Ausdehnung aufweist als parallel zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die quer zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases sich erstreckende Ausdehnung
des quer liegenden Wärmeübertragungselements (50) mindestens doppelt so groß ist als
die Ausdehnung parallel zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das quer liegende Wärmeübertragungselement (50) entgegen der Strömungsrichtung des
Verbrennungsgases eine Oberfläche mit einer muldenförmigen Vertiefung (51) aufweist.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der muldenförmigen Vertiefung (51) im Wesentlichen ein negatives Abbild
einer gegenüberliegenden Oberfläche eines in Strömungsrichtung vorgelagerten Wärmeübertragungselements
ist.
5. Wärmetauscher nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das quer liegenden Wärmeübertragungselements (50) stromab eine Oberfläche mit zwei
Abflachungen (52) aufweist, zwischen denen mittig eine Einkerbung (53) ausgebildet
ist.
6. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer senkrecht zur Strömungsrichtung des Verbrennungsgases liegenden Ebene des
Heizgaszuges (19) vier quer liegende Wärmeübertragungselemente (50) angeordnet sind,
wobei sich jeweils zwei quer liegende Wärmeübertragungselemente (50) von der gegenüberliegenden
wärmeübertragenden Seite der wärmeübertragenden Wand (11) aus in gleicher Richtung
erstrecken.
7. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem quer liegenden Wärmeübertragungselement (50) in Strömungsrichtung des Verbrennungsgases
ein sich in Strömungsrichtung erstreckendes verlängertes rippenförmiges Wärmeübertragungselement
(40) vorgelagert ist.
8. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu den quer liegenden Wärmeübertragungselementen (50) der Strömungsquerschnitt
des Heizgaszuges (19) in Richtung niedrig belasteter thermischer Bereiche des Wärmeübertragers
erweitert ausgeführt ist.
9. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher gießtechnisch aus einem metallischen Werkstoff hergestellt ist
und dass zumindest das quer liegende Wärmeübertragungselement (50) an die wärmeübertragende
Wand (11) angegossen ist.