[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere einen Kühlflüssigkeitskühler
für ein Kraftfahrzeug, mit zwei auf gegenüberliegenden Seiten angeordneten Sammelkästen
mit Längs - und Stirnwänden sowie mit einer Vielzahl von Öffnungen, die je ein Rohr
aufnehmen, durch die ein Medium strömt, mit einem Eintritt und einem Austritt, sowie
mit einer Trennwand im Sammelkasten, in der sich ein Durchbruch befindet, der mittels
eines Ablassorgans verschließbar ist, und mit einer verschließbaren Öffnung in einer
Wand des Sammelkastens.
[0002] Der Wärmetauscher ist als Kühlflüssigkeitskühler aus dem
EP 818 663 B1 bekannt. Dort ist in einem der Sammelkästen eine Trennwand angeordnet, deren Öffnung
mit einem Verschlussstopfen verschließbar ist. Je nach Ausbildung des verwendeten
Verschlussstopfens kann der Kühler mit oder ohne Niedertemperaturbereich ausgebildet
werden. Es handelt sich in dem
EP 818 663 B1 stets nur um einen einzigen Kühlkreislauf, der durch den Kühlflüssigkeitskühler geführt
wird. Bestehen jedoch mehrere unabhängige Kreisläufe kann die bekannte Lösung nicht
übernommen werden, d. h. für die Entleerung der Kreisläufe müssten unabhängige Organe,
möglicherwiese sogar in mehreren Wärmetauschern, eingesetzt werden, was entsprechenden
Aufwand erfordert.
[0003] Deshalb besteht die Aufgabe der Erfindung darin, Wärmetauscher, insbesondere für
ein Kraftfahrzeug, so auszubilden, dass die Entleerung weiter vereinfacht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0005] Dadurch, dass eine zweite Trennwand, etwa auf gleicher Höhe, im anderen Sammelkasten
angeordnet ist, wobei die erste und die zweite Trennwand zwei Kühlkreisläufe voneinander
trennt und dadurch, dass das Ablassorgan so ausgebildet ist, dass der Inhalt beider
Kreisläufe mit einem Ablassorgan entleerbar ist, wurde die Entleerung beider Kreisläufe
erreicht und vereinfacht.
[0006] Besonders vorteilhaft ist die vorgeschlagene Lösung zur Anwendung bei sogenannten
"Ganz-Metall-Wärmetauschern", die also auch Sammelkästen aus Metall, beispielsweise
aus Aluminium, besitzen, weil eine zusätzliche Öffnung in der Wand des Sammelkastens
vermieden wird, deren Herstellung bei solchen Sammelkästen aufwendig ist.
[0007] Die Erfindung wird anhand dreier Figuren detaillierter beschrieben. Die Fig. 1 zeigt
einen Blick auf ein Kühlmodul eines Kraftfahrzeuges. Die Fig. 2 zeigt schematisch
den unteren Teil des im Kühlmodul vorhandenen Kühlflüssigkeitskühlers in einem ersten
Ausführungsbeispiel. Die Fig. 3 zeigt in einem Ausschnitt ein zweites Ausführungsbeispiel.
[0008] Das Kühlmodul umfasst gemäß Fig. 1 mehrere Wärmetauscher, die alle als Ganz-Metall-Wärmetauscher
als Aluminium ausgebildet sind und die deshalb ohne aufwendige Materialtrennung einer
Wiederverwertung zugeführt werden können. Dies entspricht sowohl den Forderungen der
Automobilhersteller als auch der Öffentlichkeit und ist seit vielen Jahren Standard.
Zu erkennen ist ein Kühlflüssigkeitskühler
1 und oberhalb davon ein Ladeluftkühler
20. Die Kühlluft strömt durch das Kühlmodul, welches gewöhnlich im Frontbereich des Kraftfahrzeuges
angeordnet ist. In Luftströmungsrichtung vor dem Kühlflüssigkeitskühler
1 befindet sich ein Kondensator für die Klimaanlage und bedarfsweise weitere Wärmetauscher,
beispielsweise Ölkühler, die in der Fig. 1 nicht deutlich erkennbar sind. Der linke
Sammelkasten
3 des Kühlflüssigkeitskühlers
1 hat einen Eintritt
5 für die Kühlflüssigkeit und der rechte Sammelkasten
2 einen entsprechenden Austritt
6. Der Eintritt
5 und der Austritt
6 befinden sich bei einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel an ein und demselben
Sammelkasten, was zum Stand der Technik gehört und deshalb auch vom Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 umfasst sein soll. Die beschriebene Ausbildung stellt einen Teil
eines ansonsten nicht weiter gezeigten ersten Kreislaufes dar. Ein weiterer davon
getrennter Kreislauf ist vorhanden, der ebenfalls nicht weiter gezeigt ist. Aus diesem
weiteren Kreislauf tritt die Kühlflüssigkeit über den Eintritt
50 am rechten Sammelkasten
2 in den unteren Teil des Kühlflüssigkeitskühlers
1 ein und verlässt diesen unteren Teil über den Austritt
60 am linken Sammelkasten
3. Da beide nicht weiter gezeigten Kreisläufe unabhängig voneinander sind, ist die Strömungsrichtung
freigestellt. Sie wurde durch Pfeile für dieses Ausführungsbeispiel angezeigt. Die
Kühlflüssigkeit, welche durch den unteren Teil des Kühlflüssigkeitskühlers
1 strömt, verlässt denselben mit einer tieferen Temperatur, weshalb dort "Niedertemperaturdurchströmung"
vermerkt ist. Darüber ist "Hauptdurchströmung" vermerkt, wodurch zum Ausdruck kommt,
dass der dortige erste Kreislauf einen wesentlich größeren Massenstrom besitzt. Er
dient vor allem der Kühlung der Antriebsmaschine.
[0009] Die Fig. 2 zeigt nun den unteren Teil des Kühlflüssigkeitskühlers
1 etwas näher, wobei Details weggelassen wurden. Der Kühlmittelkühler
1 besitzt bekanntlich eine oder mehrere Reihen von Flachrohren
4. Zwischen den Flachrohren
4 befinden sich Wellrippen
15 oder dergleichen, durch die die Kühlluft strömt. Der untere Teil des Kühlmittelkühlers
1 wird durch ein Seitenteil
40 begrenzt, welches beide Sammelkästen
2, 3 verbindet. Seitenteile
40 , Flachrohre
4, Wellrippen
15 und
[0010] Sammelkästen
2, 3 sind, wie ebenfalls die anderen Wärmetauscher des Kühlmoduls, als Lötverbindung ausgeführt,
so dass ein inniger Kontakt vorhanden ist, der einen effizienten Wärmeaustausch zwischen
Kühlluft und Kühlflüssigkeit zulässt. Die erwähnten zwei Kreisläufe werden durch eine
Trennwand
10 im linken Sammelkasten
2 und eine weitere Trennwand
14 im rechten Sammelkasten
3 getrennt. Das soll mittels der Strömungspfeile mit durchgezogenen (oberhalb) bzw.
mit gestrichelten Linien (unterhalb) angezeigt werden. In der linken Trennwand
10 ist ein Durchbruch
11 vorhanden, der verschlossen ist, solange das Ablassorgan
12, in der in Fig. 2 gezeigten Verschlussposition bleibt. Das Ablassorgan
12 verschließt in dieser Position gleichzeitig die Öffnung
13 in der Wand des Sammelkastens
2. Es ist aus der Darstellung erkennbar, dass nach Entfernung des Ablassorgans
12 der Inhalt beider Kreisläufe entleert werden kann, da die hydraulische Trennung zwischen
den Kreisläufen aufgehoben und die Ablassöffnung
13 nicht mehr verschlossen ist.
[0011] Die Fig. 3 zeigt eine Alternative zur vorstehend beschriebenen Ausführung, wobei
lediglich ein Ausschnitt abgebildet ist, der die Gestaltung des Ablassorgans
12 und dessen Zusammenwirkung im unmittelbaren Bereich desselben zeigt. Der Rest ist
identisch mit der Fig. 2. Das Ablassorgan
12 ist zweiteilig ausgebildet . Es besitzt einen Verschlussstopfen
17, der in der Öffnung
13 der Wand des Sammelkastens
2 sitzt. Der Verschlussstopfen
17 besitzt einen Zapfen
9, der die Durchgangsöffnung
7 im zweiten Teil des Ablassorgans
12, beispielsweise in einem Rohrstück
8, blockiert. Nach Entfernung des Verschlussstopfens
17 aus der Öffnung
13 können ebenfalls beide Kreisläufe entleert werden, wobei die Flüssigkeit aus dem
oberen Kreislauf durch die Durchgangsöffnung
7 und weiter zur Öffnung
13 strömt und die Flüssigkeit aus dem unteren Kreislauf direkt durch die Öffnung
13 strömen wird. Das Rohrstück
8 kann dabei in seiner Position bleiben.
[0012] Da Medien in Kreisläufen von Kraftfahrzeugen gewöhnlich getrennt entsorgt werden
müssen, ist der vorstehende Vorschlag vorzugsweise dort zur Anwendung vorgesehen,
wo in beiden Kreisläufen gleiche Medien, beispielsweise Kühlflüssigkeiten, vorhanden
sind.
1. Wärmetauscher, insbesondere Kühlflüssigkeitskühler (1) für ein Kraftfahrzeug, mit
zwei auf gegenüberliegenden Seiten angeordneten Sammelkästen (2, 3) mit Längs - und
Stirnwänden und mit wenigstens einer Reihe von Rohren (4), durch die ein Medium, beispielsweise
die Kühlflüssigkeit eines Kraftfahrzeugmotors, strömt, wobei das andere Medium, beispielsweise
Kühlluft, zwischen den Rohren (4) hindurch strömt, mit einem Eintritt (5) und einem
Austritt (6), sowie mit einer Trennwand (10) in einem der Sammelkästen (2), in der
sich ein Durchbruch (11) befindet, der mittels eines Ablassorgans (12) verschließbar
ist, und mit einer verschließbaren Öffnung (13) in einer Wand des Sammelkastens (2),
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zweite Trennwand (14) im anderen Sammelkasten (3) angeordnet ist,
wobei die erste und die zweite Trennwand (10, 14) zwei Kreisläufe voneinander trennt,
solange der Durchbruch (11) in der ersten Trennwand (10) verschlossen bleibt, und
dass das Ablassorgan (12) so ausgebildet ist, dass der Inhalt sämtlicher Kreisläufe
damit im wesentlichen ablassbar ist.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Ablassorgan (12) ein Stab vorgesehen ist, dessen ein Ende den Durchbruch (11)
in der ersten Trennwand (10) und dessen anderes Ende die Öffnung (13) in der Wand
verschließt und das herausnehmbar ist.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Ablassorgan (12) ein Rohrstück (8) vorgesehen ist, welches durch einen herausnehmbaren
Verschlussstopfen (17) in der Öffnung (13) verschließbar ist.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrstück (8) kürzer als der Abstand zwischen der einen Trennwand (10) und der
Wand ist, wobei am Verschlussstopfen (17) ein Zapfen (9) angeordnet ist, dessen Querschnitt
etwa dem Querschnitt der Durchgangsöffnung (7) im Rohr (8) entspricht, um dieselbe
zu verschließen.
5. Wärmetauscher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Trennwände (10, 14) vorzugsweise etwa auf gleicher Höhe angeordnet sind.