[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kochgeschirr nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines Kochgeschirrs.
[0002] Kochgeschirre der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik in verschiedenen
Varianten und Ausführungsformen bereits bekannt. Eine Grundvoraussetzung dafür, dass
ein Kochgeschirr auch auf einem Induktionskochfeld eines Induktionsherds eingesetzt
und durch Induktion erwärmt werden kann, besteht darin, dass vorzugsweise auf einer
Unterseite des Kochgeschirrs mindestens abschnittsweise ein ferromagnetisches Material
vorhanden sein muss. Bei einem Induktionsherd wird von einem Induktionskochfeld, in
dem eine Spule angeordnet ist, ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld erzeugt,
das im Boden des induktionsgeeigneten Kochgeschirrs Wirbelströme induziert, die in
bekannter Weise Wärmeenergie freisetzen. Häufig wird bei den aus dem Stand der Technik
bekannten Kochgeschirren einfach ein ferromagnetischer Boden flächig an einer Unterseite
des ansonsten nicht für Induktionsheizen vorgesehenen Kochgeschirrs angebracht. Es
hat sich allerdings gezeigt, dass bei einem derartigen Kochgeschirr während des Betriebs
Verwindungen auftreten können, so dass sich insbesondere bei einem längeren Gebrauch
der ferromagnetische Induktionsboden vom Kochgeschirr lösen kann, so dass das Kochgeschirr
zumindest für die Verwendung auf einem Induktionskochfeld unbrauchbar wird.
[0003] Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
[0004] Die vorliegende Erfindung macht es sich zur Aufgabe, ein kostengünstig herstellbares
Kochgeschirr der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, welches für Induktionsherde
geeignet ist und das eine längere Lebensdauer aufweist als die aus dem Stand der Technik
vorbekannten Kochgeschirre. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein induktionstaugliches Kochgeschirr einfach
und kostengünstig hergestellt werden kann.
[0005] Hinsichtlich des Kochgeschirrs wird die Aufgabe durch ein Kochgeschirr der eingangs
genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß
wird vorgeschlagen, dass der Boden des Grundkörpers mindestens eine Öffnung aufweist,
die den Boden durchdringt und in die das mindestens eine ferromagnetische Induktionselement
eingesetzt ist. Das mindestens eine Induktionselement, das seinerseits nach dem Einsetzen
in die ihm zugeordnete Öffnung den Boden durchdringen kann, bewirkt, dass das Kochgeschirr,
dessen Grundkörper aus einem nicht-induktionsherdtauglichen Material hergestellt ist,
auch auf einem Induktionskochfeld eines Induktionsherds eingesetzt werden kann. Vorzugsweise
entspricht somit die Dicke des mindestens einen Induktionselements mindestens abschnittsweise
im Wesentlichen der Dicke des Bodens des Grundkörpers. Vorzugsweise fluchtet das mindestens
eine Induktionselement mit den Abschnitten des Bodens, die die mindestens eine Öffnung
zur Aufnahme des mindestens einen Induktionselements seitlich begrenzen. Das Induktionselement
kann auf der Außenseite und/oder auf der Innenseite des Kochgeschirrs mit den benachbarten
Abschnitten des Bodens fluchten.
[0006] Um die Effizienz bei der Wärmeerzeugung auf dem Induktionskochfeld zu verbessern
und gleichzeitig Verwindungen möglichst vermeiden zu können, wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Kochgeschirr eine Mehrzahl ferromagnetischer
Induktionselemente aufweist, wobei jedes der Induktionselemente in eine diesem zugeordnete
Öffnung des Bodens eingesetzt ist. Jede der Öffnungen, in die bei der Herstellung
des Kochgeschirrs ein Induktionselement eingesetzt wird, durchdringt dabei wiederum
den Boden des Grundkörpers.
[0007] Vorzugsweise sind die ferromagnetischen Induktionselemente konzentrisch im Boden
des Grundkörpers angeordnet. Es hat sich gezeigt, dass mit der konzentrischen Anordnung
der Induktionselemente um einen gemeinsamen Mittelpunkt des Bodens die Effizienz bei
der Wärmeerzeugung verbessert werden kann.
[0008] Es kann in einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen vorgesehen sein, dass sich
die ferromagnetischen Induktionselemente von einem gemeinsamen Mittelpunkt des Bodens
radial nach außen erstrecken. Werden zum Beispiel im Wesentlichen noppenartig geformte
Induktionselemente eingesetzt, können diese im Wesentlichen sternförmig bezüglich
eines gemeinsamen Mittelpunkts angeordnet sein.
[0009] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen dass das mindestens
eine ferromagnetische Induktionselement an einer Unterseite mindestens ein Induktionssegment
aufweist, das in eine diesem zugeordnete Öffnung des Bodens eingesetzt ist.
[0010] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass das ferromagnetische
Induktionselement an einer Unterseite eine Mehrzahl von Induktionssegmenten aufweist,
die in mindestens einer ihnen zugeordneten Öffnung des Bodens eingesetzt sind.
[0011] Es kann in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, dass sich die Induktionssegmente
von einem gemeinsamen Mittelpunkt radial nach außen erstrecken.
[0012] Vorzugsweise können die Induktionssegmente konzentrisch auf der Unterseite des Induktionselements
angeordnet sein.
[0013] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Induktionssegmente integral
mit dem Induktionselement ausgebildet. Das Induktionselement kann somit als ein im
Wesentlichen plattenförmiges Element ausgebildet sein, an dessen Unterseite die Induktionssegmente
ausgebildet sind. Dieses im Wesentlichen plattenförmige Induktionselement kann relativ
einfach von innen in die Öffnungen des Bodens eingesetzt werden. Damit können zum
Beispiel auch thermische Spannungen, die aufgrund unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten
der Materialien auftreten können, vermieden werden. Wird das Induktionselement unter
hohem Druck in die Öffnungen des Bodens eingepresst, kann durch Reibschweißen eine
stoffschlüssige Materialverbindung hergestellt werden.
[0014] Zur Erleichterung der Montage, insbesondere beim Einpressen des mindestens einen
Induktionselements unter hohem Druck, kann in einer vorteilhaften Ausführungsform
vorgesehen sein, dass der Boden des Grundkörpers eine umlaufende Vertiefung aufweist,
auf der das Induktionselement mindestens abschnittsweise aufliegt.
[0015] Vorzugsweise ist der Grundkörper aus einem nicht-ferritischen Metall, insbesondere
aus Aluminium oder Aluminiumguss hergestellt.
[0016] Gemäß einer Variante kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper aus einem nicht-metallischen
Material, insbesondere aus Kunststoff, Glas oder Keramik hergestellt ist.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Kochgeschirrs zeichnet sich
durch die folgenden Verfahrensschritte aus:
- aus einem nicht-induktionsherdtauglichen Werkstoff wird ein Grundkörper mit einem
Boden erzeugt, der mindestens eine Öffnung aufweist, welche den Boden vollständig
durchdringt;
- mindestens ein ferromagnetisches Induktionselement wird in der Weise erzeugt, dass
es in seiner Größe und Form der Größe und Form der mindestens einen Öffnung entspricht;
- das mindestens eine ferromagnetische Induktionselement wird in die mindestens eine
Öffnung eingesetzt.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird zwischen dem mindestens
einen Induktionselement und den Abschnitten des Bodens, welche die mindestens eine
Öffnung seitlich begrenzen, eine stoffschlüssige Verbindung hergestellt.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass das mindestens
eine Induktionselement in die mindestens eine Öffnung des Bodens eingepresst wird.
Wird das mindestens eine Induktionselement unter hohem Druck in die mindestens eine
Öffnung des Bodens eingepresst, kann dabei durch Reibschweißen auf einfache Weise
eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem mindestens einen Induktionselement und
den Bereichen des Bodens des Grundkörpers erzeugt werden, welche die mindestens eine
Öffnung des Bodens seitlich begrenzen.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass ein Grundkörper
mit einer Mehrzahl von Öffnungen erzeugt wird, die den Boden durchdringen und in die
jeweils ein Induktionselement eingesetzt wird. Es hat sich gezeigt, dass es für eine
besonders hohe Effizienz bei der Wärmeerzeugung vorteilhaft ist, wenn mindestens etwa
60 Prozent der auf einer Unterseite des Kochgeschirrs zur Verfügung stehenden Kontaktfläche
von den Induktionselementen ausgefüllt wird.
[0021] Gemäß einer Variante wird vorgeschlagen dass ein Grundkörper mit einer Mehrzahl von
Öffnungen erzeugt wird, die den Boden durchdringen und in die mindestens ein Induktionssegment,
das an einer Unterseite des Induktionselements angeordnet wird, eingesetzt wird. Auch
auf diese Weise kann erreicht werden, dass etwa 60 Prozent der Gesamtfläche der Unterseite
des Kochgeschirrs ein ferromagnetisches Material aufweisen. Beispielsweise kann das
Induktionselement auch eine Mehrzahl von Induktionssegmenten an seiner Unterseite
aufweisen.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Kochgeschirr gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Kochgeschirr gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch ein Kochgeschirr gemäß einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Kochgeschirr gemäß Fig. 3.
[0023] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen, in der ein Längsschnitt durch ein Kochgeschirr
1 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt ist.
[0024] Bei dem Kochgeschirr 1, das in diesem ersten Ausführungsbeispiel gezeigt ist, handelt
es sich um einen Kochtopf. Grundsätzlich kann das Kochgeschirr 1 beispielsweise auch
eine Pfanne oder dergleichen sein. Das Kochgeschirr 1 umfasst einen Grundkörper 2,
der aus einem Material hergestellt ist, das für ein Aufheizen durch ein Induktionskochfeld
eines Induktionsherds nicht geeignet ist. Das bedeutet, dass der Grundkörper 2 des
Kochgeschirrs 1 auf dem Induktionskochfeld eines Induktionsherds bei dessen Betrieb
nicht unmittelbar erwärmt werden kann. Beispielsweise kann der Grundkörper 2 aus einem
metallischen Werkstoff wie zum Beispiel aus Aluminium, Aluminiumguss oder einer Aluminiumlegierung,
aus Kupfer oder einer Kupferlegierung hergestellt sein. Der Grundkörper 2 kann gemäß
einer Variante auch aus einem nichtmetallischen Werkstoff wie zum Beispiel aus Glas,
Keramik oder Kunststoff hergestellt sein.
[0025] Man erkennt, dass der Grundkörper 2 einen Innenraum 3 seitlich begrenzt, welcher
das Kochgut während der Benutzung des Kochgeschirrs 1 aufnehmen kann.
[0026] Unter Bezugnahme auf Fig. 2, in der das in Fig. 1 gezeigte Kochgeschirr 1 in einer
Draufsicht dargestellt ist, weist der Grundkörper 2 einen Boden 4 auf, der eine Mehrzahl
von Öffnungen (nicht mit Bezugszeichen versehen) umfasst. Die Öffnungen durchdringen
den Boden 4 des Grundkörpers 2 vollständig und sind hinsichtlich ihrer Größe und Form
dazu geeignet, jeweils ein entsprechend geformtes Induktionselement 5, das aus einem
ferromagnetischen Werkstoff hergestellt ist, aufzunehmen.
[0027] In diesem Ausführungsbeispiel weist das Kochgeschirr 1 insgesamt sechs separate Induktionselemente
5 auf, die jeweils in einer ihnen zugeordneten Öffnung im Boden 4 des Grundkörpers
2 aufgenommen sind. Man erkennt, dass die Induktionselemente 5 in diesem Ausführungsbeispiel
konzentrisch um einen Mittelpunkt des Bodens 4 angeordnet sind und sich von diesem
Mittelpunkt radial nach außen erstrecken.
[0028] Jedes der Induktionselemente 5 ist, wie bereits oben erwähnt, aus einem ferromagnetischen
Material hergestellt, so dass sich die Induktionselemente 5 während des Betriebs des
Kochgefäßes 1 auf einem Induktionskochfeld eines Induktionsherds erwärmen können.
Beispielsweise können die Induktionselemente 5 aus Stahl, Stahlguss oder Chromstahl
hergestellt sein. Alternativ können die Induktionselemente 5 auch aus anderen ferromagnetischen
Materialien wie zum Beispiel aus Nickel oder aus ferromagnetischen Legierungen hergestellt
sein.
[0029] Bei der Herstellung des Kochgeschirrs 1 wird zunächst der Grundkörper 2 mit den entsprechenden
Öffnungen im Boden 4 erzeugt, in die nachfolgend jeweils eines der Induktionselemente
5 eingesetzt wird. Die Induktionselemente 5 können in dieser Ausführungsform des Kochgeschirrs
1 entweder von unten oder von oben (das heißt, vom Innenraum 3 aus) in die dafür vorgesehenen
Öffnungen des Bodens 4 des Grundkörpers 2 eingesetzt werden.
[0030] Beispielsweise kann jedes der Induktionselemente 5 unter hohem Druck in die ihm zugeordnete
Öffnung eingepresst werden, so dass dabei durch Reibschweißen eine stoffschlüssige
Verbindung zwischen den Induktionselementen 5 und den Abschnitten des Bodens 4, welche
die jeweiligen Öffnungen für die Induktionselemente 5 seitlich begrenzen, hergestellt
werden kann.
[0031] Die Induktionselemente 5 können alternativ auch in die entsprechenden Öffnungen den
Bodens 4 eingesetzt und anschließend durch Löten oder ein alternatives stoffschlüssiges
Fügeverfahren fixiert werden.
[0032] Die ferromagnetischen Induktionselemente 5 können als Vollkörper oder als Hohlkörper
ausgeführt sein. Es hat sich gezeigt, dass eine Ausführung der Induktionselemente
5 als Hohlkörper insbesondere dann vorteilhaft sein kann, wenn die Induktionselemente
5 in die Öffnungen des Bodens 4 eingepresst werden und dabei durch Reibschweißen eine
stoffschlüssige Materialverbindung hergestellt wird.
[0033] Man erkennt insbesondere in Fig. 1, dass die Induktionselemente 5 in diesem Ausführungsbeispiel
sowohl auf einer Innenseite, welche dem Innenraum 3 zugewandt ist, als auch auf einer
Außenseite mit den unmittelbar an die Induktionselemente 5 angrenzenden Bereichen
des Bodens 4 des Grundkörpers 2 fluchten. Dadurch wird insbesondere erreicht, dass
die Unterseite des Kochgefäßes 1 im Wesentlichen eben ist.
[0034] Vorzugsweise wird die an den Innenraum 3 des Kochgefäßes 1 angrenzende Fläche der
Induktionselemente 5 mit einer geeigneten Beschichtung versiegelt.
[0035] Um die Herstellung des Kochgeschirrs 1 zu vereinfachen und die thermischen Eigenschaften
der Unterseite des Kochgeschirrs 1 zu verbessern, sind in diesem Ausführungsbeispiel
alle Induktionselemente 5 aus demselben Material hergestellt, damit auf der Unterseite
des Kochgeschirrs 1 an den Positionen, an denen die Induktionselemente 5 vorgesehen
sind, vergleichbare thermische Bedingungen herrschen. Es kann gemäß einer Variante
auch vorgesehen sein, dass die Induktionselemente 5 aus unterschiedlichen ferromagnetischen
Materialien hergestellt sind.
[0036] Es hat sich gezeigt, dass abhängig von den eingesetzten Materialien und den gewählten
Formen der Induktionselemente 5, die im Prinzip beliebig gewählt sein können, mindestens
etwa 60 % der auf der Unterseite des Kochgeschirrs 1 zur Verfügung stehenden Gesamtfläche
von den Induktionselementen 5 ausgefüllt sein sollte, damit eine möglichst hohe Effizienz
bei der Wärmeerzeugung erzielt werden kann. Beispielsweise können die Induktionselemente
5 auch im Wesentlichen noppenartig ausgeführt sein.
[0037] Nachfolgend soll auf Fig. 3 Bezug genommen werden, in der ein Längsschnitt durch
ein Kochgeschirr 1 gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
dargestellt ist. Bei dem Kochgeschirr 1 handelt es sich wiederum um einen Kochtopf.
Das Kochgeschirr 1 gemäß der zweiten Ausführungsform kann beispielsweise auch eine
Pfanne oder dergleichen sein. Der Grundkörper 2 ist wie im ersten Ausführungsbeispiel
aus einem nicht-induktionsherdtauglichen Material hergestellt, welches also für ein
Induktionsheizen auf einem Induktionskochfeld nicht geeignet ist. Der Grundkörper
2 kann aus einem metallischen Werkstoff wie zum Beispiel aus Aluminium, Aluminiumguss
oder einer Aluminiumlegierung, aus Kupfer oder einer Kupferlegierung hergestellt sein.
Der Grundkörper 2 kann alternativ auch aus nichtmetallischen Werkstoffen wie zum Beispiel
aus Glas, Keramik oder Kunststoff hergestellt sein.
[0038] Der Boden 4 des Grundkörpers 2 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel eine im Wesentlichen
ringförmig ausgebildete Vertiefung 40, auf der ein Randbereich des ferromagnetischen
Induktionselements 5 abschnittsweise aufliegt. Auf einer dem Innenraum 3 zugewandten
Seite fluchtet das Induktionselement 5 mit den unmittelbar daran angrenzenden Abschnitten
des Bodens 4.
[0039] In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf das Kochgeschirr gemäß Fig. 3 dargestellt. Das
Induktionselement 5 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel an einer Unterseite insgesamt
sechs Induktionssegmente 50, die sich von einem gemeinsamen Mittelpunkt nach außen
hin erstrecken. Dabei kann die geometrische Form der Induktionssegmente 50 im Prinzip
beliebig gewählt sein. Es kann zum Beispiel vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl im
Wesentlichen noppenartig geformter Induktionssegmente eingesetzt wird, die konzentrisch
auf der Unterseite des Induktionselements 5 angeordnet sein können und sich vom Mittelpunkt
des Induktionselements 5 radial nach außen erstrecken können. Diese noppenartigen
Segmente können unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Werden zum Beispiel relativ
kleine noppenartige Induktionssegmente mit einem relativ geringen Durchmesser eingesetzt,
müssen verhältnismäßig viele Öffnungen im Boden 4 des Grundkörpers 2 zur Verfügung
gestellt werden, in die die noppenartigen Induktionssegmente jeweils eingreifen können.
[0040] Das Induktionselement 5 mit den Induktionssegmenten 50 an seiner Unterseite ist aus
einem ferromagnetischen Werkstoff hergestellt. Beispielsweise können die im ersten
Ausführungsbeispiel genannten ferromagnetischen Werkstoffe eingesetzt werden. Dabei
ist es vorteilhaft, dass sowohl das Induktionselement 5 als auch die Induktionssegmente
50 aus demselben ferromagnetischen Werkstoff hergestellt sind, um thermische Spannungen,
die auf Grund unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten auftreten können,
nach Möglichkeit vermeiden zu können. Grundsätzlich können das Induktionselement 5
und die Induktionssegmente 50 aber auch aus unterschiedlichen ferromagnetischen Materialien
hergestellt sein.
[0041] Das Induktionselement 5 mit den Induktionssegmenten 50 kann bei der Herstellung des
Kochgeschirrs 1 wiederum unter hohem Druck in die entsprechend vorgesehenen Öffnungen
des Bodens 4 des Grundkörpers 2 eingepresst werden, welche die Induktionssegmente
50 des Induktionselements 5 aufnehmen. Dabei kann dann durch Reibschweißen wiederum
eine stoffschlüssige Materialverbindung hergestellt werden. Es wird damit deutlich,
dass dabei auch jedes der Induktionssegmente 50 des Induktionselements 5 unter hohem
Druck in die entsprechend vorgesehenen Öffnungen des Bodens 4 eingepresst wird, so
dass dabei wiederum durch Reibschweißen eine stoffschlüssige Verbindung zwischen den
Induktionssegmenten 50 und den Bereichen des Bodens 4, welche die Öffnungen für die
Induktionssegmente 50 seitlich begrenzen, hergestellt werden kann.
[0042] Bei der Herstellung des Kochgeschirrs wird somit das gemäß der zweiten Ausführungsform
aufgebaute Induktionselement 5 nicht, wie aus dem Stand der Technik bekannt, von außen
an einer Unterseite des Bodens angebracht, sondern vom Innenraum 3 aus in die entsprechend
ausgeschnittenen Öffnungen des Boden 4 des Grundkörpers 2 eingesetzt. Dies führt zu
einer erhöhten Stabilität der gesamten Anordnung und verhindert, dass sich das Induktionselement
5 bei längerem Betrieb zum Beispiel auf Grund thermischer Spannungen vom Boden 4 des
Grundkörpers 2 ablösen kann.
[0043] Alternativ kann das Induktionselement 5 auch mit Hilfe anderer aus dem Stand der
Technik bekannter Fügeverfahren, insbesondere durch Löten, stoffschlüssig im Boden
4 des Grundkörpers 2 angebracht werden.
[0044] Bei der Herstellung des Kochgefäßes 1 wird also zunächst wiederum der Grundkörper
2 zusammen mit den entsprechenden Öffnungen im Boden 4, die das Induktionselement
5 mit den Induktionssegmenten 50 an dessen Unterseite aufnehmen sollen, aus einem
nicht-induktionsherdtauglichen Material erzeugt. Anschließend wird das Induktionselement
5 zusammen mit den Induktionssegmenten 50 unter hohem Druck in die dafür vorgesehenen
Öffnungen des Bodens 4 eingepresst. Auf Grund der dabei durch Reibung entstehenden
Wärme zwischen den Bereichen des Bodens 4, welche die Öffnungen seitlich begrenzen
und den Induktionssegmenten 6 beziehungsweise der Grundplatte 5 wird wiederum durch
Reibschweißen eine stoffschlüssige Verbindung zwischen den Materialien hergestellt.
[0045] Das Induktionselement 5 und die Induktionssegmente 50 können auch in diesem Ausführungsbeispiel
als Vollkörper oder als Hohlkörper ausgeführt sein. Beispielsweise können auch im
Wesentlichen noppenartig geformte Induktionssegmente 50 eingesetzt werden, die konzentrisch
auf der Unterseite des Induktionselements angeordnet sein können und sich vom Mittelpunkt
radial nach außen erstrecken können.
[0046] Es hat sich auch bei dieser Ausführungsform gezeigt, dass die Induktionssegmente
50 mindestens etwa 60% der zur Verfügung stehenden Gesamtfläche auf der Unterseite
des Kochgeschirrs 1 einnehmen sollten, damit bei der Wärmeerzeugung eine ausreichende
Effizienz erzielt wird.
[0047] Vorzugsweise wird auch in diesem Ausführungsbeispiel die an den Innenraum 3 des Kochgefäßes
1 angrenzende Fläche des Induktionselements 5 mit einer geeigneten Beschichtung versiegelt.
[0048] Ein Vorteil der beiden hier vorgestellten vorteilhaften Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung besteht darin, dass das Kochgeschirr 1 auf einem Induktionskochfeld eines
Induktionsherds eingesetzt werden kann, ohne dass während des Betriebs Verwindungen
und Spannungen in dem Maße auftreten, dass das Kochgeschirr 1 auf längere Sicht unbrauchbar
wird.
1. Kochgeschirr (1), umfassend einen Grundkörper (2), der aus einem nicht-induktionsherdtauglichen
Material hergestellt ist und einen Boden (4) aufweist, der mindestens abschnittsweise
ein ferromagnetisches Induktionselement (5) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (4) des Grundkörpers (2) mindestens eine Öffnung aufweist, die den Boden
(4) durchdringt und in die das mindestens eine ferromagnetische Induktionselement
(5) eingesetzt ist.
2. Kochgeschirr (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochgeschirr (1) eine Mehrzahl ferromagnetischer Induktionselemente (5) aufweist,
wobei jedes der Induktionselemente (5) in eine diesem zugeordnete Öffnung des Bodens
(4) eingesetzt ist.
3. Kochgeschirr (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ferromagnetischen Induktionselemente (5) konzentrisch im Boden (4) des Grundkörpers
(2) angeordnet sind.
4. Kochgeschirr (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ferromagnetischen Induktionselemente (5) von einem Mittelpunkt des Bodens
(4) radial nach außen erstrecken.
5. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine ferromagnetische Induktionselement (5) an einer Unterseite mindestens
ein Induktionssegment (50) aufweist, das in eine diesem zugeordnete Öffnung des Bodens
(4) eingesetzt ist.
6. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, dass das ferromagnetische Induktionselement (5) an einer Unterseite eine Mehrzahl von
Induktionssegmenten (50) aufweist, die in mindestens einer ihnen zugeordneten Öffnung
des Bodens (4) eingesetzt sind.
7. Kochgeschirr (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Induktionssegmente (50) von einem gemeinsamen Mittelpunkt radial nach außen
erstrecken
8. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionssegmente (50) konzentrisch auf der Unterseite des Induktionselements
(5) angeordnet sind.
9. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionssegmente (50) integral mit dem Induktionselement (5) ausgebildet sind.
10. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (4) des Grundkörpers (2) eine umlaufende Vertiefung (40) aufweist, auf
der das mindestens eine Induktionselement (5) mindestens abschnittsweise aufliegt.
11. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus einem nicht-ferritischen Metall, insbesondere aus Aluminium
oder Aluminiumguss, hergestellt ist.
12. Kochgeschirr (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus einem nicht-metallischen Material, insbesondere aus Kunststoff,
Glas oder Keramik hergestellt ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Kochgeschirrs (1),
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- aus einem nicht-induktionsherdtauglichen Werkstoff wird ein Grundkörper (2) mit
einem Boden (4) erzeugt, der mindestens eine Öffnung aufweist, welche den Boden (4)
vollständig durchdringt;
- mindestens ein ferromagnetisches Induktionselement (5) wird in der Weise erzeugt,
dass es in seiner Größe und Form der Größe und Form der mindestens einen Öffnung des
Bodens (4) entspricht;
- das mindestens eine ferromagnetische Induktionselement (5) wird in die mindestens
eine Öffnung eingesetzt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem mindestens einen Induktionselement (5) und den Abschnitten des Bodens
(4), welche die mindestens eine Öffnung seitlich begrenzen, eine stoffschlüssige Verbindung
hergestellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Induktionselement (5) in die mindestens eine Öffnung des Bodens
(4) eingepresst wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Grundkörper (2) mit einer Mehrzahl von Öffnungen erzeugt wird, die den Boden
(4) durchdringen und in die jeweils ein Induktionselement (5) eingesetzt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Grundkörper (2) mit einer Mehrzahl von Öffnungen erzeugt wird, die den Boden
(4) durchdringen und in die mindestens ein Induktionssegment (50), das an einer Unterseite
des Induktionselements (5) angeordnet ist, eingesetzt wird.