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EP 1 705 132 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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27.09.2006 Patentblatt 2006/39 |
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Anmeldetag: 21.02.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK YU |
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Priorität: |
22.03.2005 DE 102005013147
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Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Müller, Asmus
76137, Karlsruhe (DE)
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Verpackungseinheit, insbesondere für Wischblätter |
(57) Es wird eine Verpackungseinheit, insbesondere für ein Wischerblatt vorgeschlagen.
Die Verpackungseinheit weist einen Behälter (10) zum Aufnehmen mindestens eines Gegenstandes
und eine über den Behälter (10) schiebbare Hülle (20) auf, wobei die Hülle (20) den
Behälter zumindest teilweise überdeckt. Die Hülle (20) besitzt einen Abschnitt (33)
mit einem verengten Querschnitt, so dass die Hülle (20) im Bereich des Abschnitts
(33) eine Klemmkraft auf den Behälter (10) ausübt.
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Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit, insbesondere für Wischblätter für
Scheiben von Kraftfahrzeugen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Verpackungseinheit für Wischblätter ist bspw. aus
DE 296 12 935 U1 bekannt. Hierbei ist ein aus durchsichtigem Kunststoff hergestellter Behälter zur
Aufnahme der Wischblätter vorhanden, über den eine Hülle aus Karton geschoben wird,
wobei die Hülle mit den notwendigen Angaben über Hersteller und Wischblatttyp u. ä.
bedruckt ist. Behälter und Hülle weisen dabei jeweils eine an einer Lasche ausgebildete
Aufhängeöffnung auf, die im aufgeschobenen Zustand der Hülle deckungsgleich übereinander
liegen, so dass die Verpackungseinheit in einer Warenaufhängung sicher aufgehängt
ist. Zum Aufschieben der Hülle muss ein gewisser Spalt zwischen Verpackung und Hülle
vorhanden sein. Dabei ist aufgrund des Spaltes der Reibschluss zwischen Verpackung
und Hülle nicht immer ausreichend, um zu gewährleisten, dass bei senkrechtem Halten
der Verpackungseinheit an der Hülle der Behälter nicht nach unten aus der Hülle heraus
rutscht. Die Gefahr besteht insbesondere dann, wenn der Endkunde die Verpackungseinheit
an der Hülle mit wenig Kraft fasst und an der Warenaufhängung auf- oder abhängt.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit den kennzeichnenden Merkmal des Anspruchs
1 hat den Vorteil, dass die am Abschnitt mit dem verengten Querschnitt entstehende
Klemmkraft einen Reibschluss zwischen Behälter und Hülle erzeugt, der ausreicht, um
ein Herausrutschen des Behälters aus der Hülle bei senkrechtem Halten der Verpackungseinheit
zu verhindern. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass dem Endkunde beim Abgreifen
der Verpackungseinheit aus der Warenaufhängung der Behälter nach unten herausrutscht
und dabei der verpackte Gegenstand durch das Herunterfallen beschädigt wird.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfmdung sind durch die Merkmale der Unteransprüche
möglich. Eine besonders wirksame Klemmkraft der Hülle am Behälter wird erzielt, wenn
der Abschnitt mit dem verengten Querschnitt durch eine Reduzierung der Breite an der
Rückwand der Hülle ausgeführt ist. Vorteilhaft herstellen lässt sich die reduzierte
Breite der Hülle am Stanzzuschnitt dadurch, indem der Abschnitt mit der reduzierten
Breite an der Rückwand durch einen vom geraden Falzverlauf abweichenden Falzverlauf
ausgebildet wird. Zweckmäßigerweise ist der abweichende Falzverlauf an dem einer Klebefläche
gegenüberliegenden Falz ausgebildet durch eine abweichende oder gebogene Rillung des
Stanzzuschnitts im Bereich des Abschnitts mit dem verengten Querschnitt. Der abweichende
Falzverlauf weist dabei eine im Wesentlichen parallel zu den übrigen Falzverläufen
verlaufende Erstreckung auf, die etwa 1/3 bis 1/10 der Gesamterstreckung der Hülle
ausmacht. Zweckmäßig ist außerdem, wenn der Abschnitt mit dem verengten Querschnitt
beziehungsweise die reduzierte Breite der Hülle in der zu einer Öse oder Aufhängeöffnung
weisenden Hälfte der Hülle ausgebildet ist. Dadurch entsteht zur Öffnung hin ein leicht
erweiterter Querschnitt, der ein Einschieben des Behälters in die Hülle erleichtert.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt eine Draufsicht auf eine Verpackungseinheit für ein Wischblatt,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung nach der Linie II-II in Figur 1 und
- Figur 3
- eine Draufsicht auf einen Stanzzuschnitt einer Hülle der Verpackungseinheit.
[0006] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Verpackungseinheit besteht aus einem Behälter
10 und einer Hülse 20. Der Behälter 10 weist gemäß Figur 2 ein wannenförmiges Aufnahmeteil
11 und ein Bodenteil 12 auf. Das wannenförmige Aufnahmeteil 11, das zweckmäßigerweise
aus durchsichtigem Kunststoff besteht, besitzt eine offene Seite 13, eine Vorderwand
14, zwei Seitenwände 15 sowie zwei Stirnwände 16. Die offene Seite 13 ist mit einem
umlaufenden Rand 17 versehen, der an einer Seite sich zu einer verdeckt dargestellten
Lasche 18 vergrößert. In der Lasche 18 ist eine verdeckt dargestellte Öse 19 vorhanden.
Der Rand 17 und die Lasche 18 dienen als Auflage für das Bodenteil 12, das aus einem
stabilen Karton besteht und mittels Kleben auf dem Rand 17 und der Lasche 18 befestigt
ist. Im wannenförmigen Aufnahmeteil 11 ist der Gegenstand, bspw. zwei Wischblätter,
sichtbar gelagert.
[0007] Die über den Behälter 10 schiebbare Hülle 20 besteht bevorzugt aus Karton und überdeckt
nur teilweise den Behälter 10, so dass die verpackten Gegenstände zumindest teilweise
sichtbar sind. Die Hülle 20 hat eine Rückwand 21, eine Vorderwand 22, eine erste Seitenwand
23, eine zweite Seitenwand 24 sowie eine Lasche 25. An der der Lasche 25 gegenüberliegenden
Stirnseite weist die Hülle 20 eine erste stirnseitige Öffnung 27 und an der Seite
der Lasche 25 selbst eine zweite stirnseitige Öffnung 28 auf. Die Öffnung 27 weist
einen schräg verlaufenden Anschnitt 29 auf. An der Lasche 25 ist eine weitere Öse
26 ausgebildet, die zusammen mit der Öse 19 des Behälters 10 eine Aufhängeöffnung
40 der Verpackungseinheit bilden. Die zweite Seitenwand 24 besitzt einen ersten Abschnitt
24a und einen zweiten Abschnitt 24b. Die Teilung der zweiten Seitenwand 24 in zwei
Abschnitte 24a und 24b dient dazu, um an der Hülle 20 die Öffnung 27 zum Einschieben
des Behälters 10 leicht zugänglich auszuführen und gleichzeitig eine Vorspannung der
Hülle 20 auszubilden. Mit dem schräg verlaufenden Anschnitt 29 wird zusätzlich das
Aufstecken der Hülle 20 mit der Öffnung 27 auf den Behälter 10 erleichtert.
[0008] Ein in Figur 3 dargestellter Stanzzuschnitt 30 der Hülle 20 zeigt die Wandabschnitte
und Flächen der Hülle 20, wobei zusätzlich eine Klebefläche 31 ersichtlich ist, mit
der der Stanzzuschnitt 30 zur Hülle 20 zusammengeklebt wird. Der Stanzzuschnitt 30
weist zum Ausführen der Kanten der Hülle 20 gestrichelt dargestellte Falze auf. An
der Rückwand 21 ist dabei ein Abschnitt 33 mit einer reduzierten Breite B ausgebildet.
Die reduzierte Breite B ist an einem Falz 34 ausgeführt, der die Kante zwischen Rückwand
21 und Seitenwand 24 ausbildet und der zweckmäßigerweise der Klebefläche 31 gegenüberliegt.
Dabei ist die reduzierte Breite B im Abschnitt 33 durch einen vom geraden Verlauf
des Falzes 34 abweichenden Falzabschnitt 35 gebildet. Der Falzabschnitt 35 weist eine
im Wesentlichen parallel zu den übrigen Falzverläufen verlaufende Erstreckung 36 auf,
die etwa 1/3 bis 1/10 der Gesamterstreckung der Hülle 20 ausmacht.
[0009] Der Abschnitt 33 ist an der Hülle 20 in dem zur Öse 26 weisenden Drittel bezogen
auf die gesamte Längserstreckung der Hülle 20, mindestens jedoch in der zur Öse 26
weisenden Hälfte ausgebildet. Wesentlich ist, dass an der Öffnung 27 der Hülle 20
der Querschnitt der Hülle 20 keine Verengung aufweist, so dass ein leichtes Aufschieben
der Hülle 20 auf den Behälters 10 möglich ist.
[0010] Durch die reduzierte Breite B wird im Bereich des Abschnitts 33 ein verengten Querschnitt
der Hülle 20 erzeugt, der eine Klemmkraft der Hülle 20 am Behälter 10 ausgeübt, die
einen Reibschluss erzeugt, der wiederum eine ausreichende Tragfähigkeit des mit Gegenständen
gefüllten Behälters 10 in der Hülle 20 bei einer senkrechten Haltung in der Hülle
20 bietet. Durch die Reduzierung der Breite B der Hülle 20 im Bereich der Rückwand
21 ist der für den Reibschluss notwendige spaltlose Kraftschluss zwischen Hülse 20
und Behälter 10 auf die stabilste Seite des Behälters 10 gelegt, nämlich auf die mit
dem Bodenteil 12 verklebte Rückseite.
[0011] Die Lasche 25 ist im Stanzuschnitt 30 der Hülle 20 durch zwei gegenüberliegende Laschenteile
25a und 25b gebildet, die im eingeschobenen Zustand der Hülle 20 die Lasche 18 des
Behälters 10 zwischen sich aufnehmen. Dadurch kommen die Ösen 19 und 26 deckungsgleich
aufeinander, so dass im aufgehängten Zustand die Verpackungseinheit sowohl mit dem
Behälter 10 als auch mit der Hülle 20 aufgehängt ist.
1. Verpackungseinheit, insbesondere für ein Wischblatt, mit einem Behälter (10) zum Aufnehmen
mindestens eines Gegenstandes und mit einer über den Behälter (10) schiebbaren Hülle
(20), die den Behälter zumindest teilweise überdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (20) einen Abschnitt (33) mit einem verengten Querschnitt aufweist, derart,
dass im Bereich des Abschnitts (33) eine Klemmkraft der Hülle (20) auf den Behälter
(10) wirkt.
2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (33) mit dem verengten Querschnitt durch eine geringere Breite (B)
der Hülle (20) an einer Rückwand (21) gebildet ist.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (33) an der zu einer Lasche (25) mit einer Öse (26) als Aufhängeöffnung
weisenden Hälfte der Hülle (20) ausgebildet ist.
4. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stanzzuschnitt (30) für die Hülle (20) vorliegt, an dem der Abschnitt (33) mit
der geringeren Breite (B) an der Rückwand (21) durch einen vom geraden Falz (34) abweichenden
Falzverlauf (35) gebildet ist.
5. Verpackungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vom geraden Falz (34) abweichende Falzverlauf (35) an dem einer Klebefläche (31)
gegenüberliegenden Falz ausgebildet ist.
6. Verpackungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der abweichende Falzabschnitt (35) eine im Wesentlichen parallel zu den übrigen Falzverläufen
verlaufende Erstreckung (36) aufweist, die etwa 1/3 bis 1/10 der Gesamterstreckung
der Hülle (20) ausmacht.
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