[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Warmfließformbiegen und eine Vorrichtung
zur Ausführung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 11.
[0002] Aus älteren Anmeldungen des gleichen Anmelders ist bekannt, mit sogenannten Vier-Rollen-Biegemaschinen
auch empfindliche und dünnwandige, geschlossene, halboffene und offene Profile zu
biegen.
[0003] Die Biegung erfolgt in Form von zwei- oder auch von dreidimensionalen Formgebungen.
[0004] Bei der Umformung von Profilen z. B. aus Magnesiumleg ierungen oder auch bei hochfesten
Stählen hat sich herausgestellt, dass ein reines Kalt-Umformbiegen nicht ausreicht.
Durch die hohe Festigkeit des umzuformenden Materials und einer damit verbundenen
Sprödigkeit bedingt, reicht die Umformfähigkeit nicht aus, das Profil zufriedenstellend
umzuformen. Bei bestimmten Umformgraden bricht das Profil, reißt aus oder wird in
anderer Weise beschädigt, so dass es bisher nicht möglich war, solche empfindlichen
Profile zu biegen.
[0005] Insbesondere bei dünnwandigen Profilen hat es sich herausgestellt, dass diese Profile
zum Ausbeulen neigen und eine Umformung bisher nicht möglich war.
[0006] Gemäß
US-A-3 368 377 wird das zu biegende Rohr vor dem Biegevorgang durch eine Induktions-Heizvorrichtung
erwärmt.
[0007] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren zur Biegeumformung
von dünnwandigen und empfindlichen, offenen, halboffenen und geschlossenen Profilen
vorzuschlagen, welches betriebssicher arbeitet.
[0008] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch ein Verfahren nach der
technischen Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0009] Wesentlich ist, dass mindestens die in der Biegewalzzone angeordneten Rollen beheizt
sind.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die dort
angeordneten und einander gegenüberliegenden Rollen, die sich an den einander gegenüberliegenden
Wänden des Profils anlegen, entsprechend beheizt sind.
[0011] Zwar wird in der folgenden Beschreibung für mindestens eine dieser beiden Rollen
der Begriff "Walzrolle" verwendet. Dies ist jedoch nicht wortgetreu zu verstehen,
denn diese Rollen haben funktionell nicht mehr ausschließlich eine Auswalzaufgabe,
sondern sie dienen zusätzlich der Formführung des Profils in der Biegewalzzone. Die
eigentliche Biegung des Profils erfolgt im Abstand zwischen der in Einlaufrichtung
hinten liegenden Biegerolle und mindestens einer im Abstand in Einlaufrichtung vorne
angeordneten Stützrolle.
[0012] Die Erfindung ist jedoch nicht auf die beheizte Anordnung von Walzrollen im Bereich
der Biegewalzzone beschränkt. Es können selbstverständlich auch zusätzlich weitere
Rollen beheizt werden, insbesondere die in Einlaufrichtung vor der Biegewalzzone angeordneten
Stützrolle und die gegenüberliegende Gegenrolle, welche eine Abstützung des zu biegenden
Profils gegenüber der in Einlaufrichtung vorne liegenden Biegerolle ermöglichen.
[0013] Für die Ausbildung der Beheizung gibt es ebenfalls verschiedene Ausführungsformen,
die alle vom Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung umfasst sein sollen.
[0014] In einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
in der Biegewalzzone einander gegenüberliegend angeordneten Walzrollen (nämlich die
obere Walzrolle und die gegenüberliegende Mittelrolle) elektrisch leitfähig (hoch-stromführend)
ausgebildet sind. Zu diesem Zweck trägt jede Walzrolle einen außenliegenden stromführenden
Mantel, der radial einwärts durch einen Isolierring von einem inneren Träger elektrisch
isoliert ist, wobei der Träger in an sich bekannter Weise drehfest mit der Welle verbunden
ist.
[0015] Die gegenüberliegende Rolle ist in gleicher Weise ausgebildet. Wird nun ein relativ
hoher Strom von z. B. 1000 bis 2000 Ampere auf die eine Rolle aufgegeben, dann ergeben
sich eine Reihe unterschiedlich verlaufender Strompfade, die sich mindestens teilweise
durch das zu biegende Profil erstrecken. Aufgrund entsprechender Widerstandserwärmung
wird das Profil hochwirksam lediglich in der Biegewalzzone gezielt erwärmt. Diese
Strompfade gehen - wie ausgeführt - teilweise durch das zu biegenden Profil hindurch.
Teilweise verlaufen die Strompfade jedoch auch nach innen in Richtung auf einen im
Bereich der Biegewalzzone gehaltenen Dornschaft, über dessen Dornstange ebenfalls
ein Teil der Stromflüsse nach außen abgeleitet wird. Dadurch erfolgt die Widerstandserwärmung
auch im Innenraum des Profils.
[0016] Ein weiterer Stromfluss erfolgt durch die einander gegenüberliegenden Rollen direkt
unter elektrischer Zwischenschaltung des leitfähigen Profils, so dass lediglich die
Biegewalzzone konzentriert und mit hohem Wirkungsgrad mit sehr hohen Temperaturen
aufgeheizt wird.
[0017] Bei der Umformung von dünnwandigem Magnesiumprofilen bzw. Magnesiumlegierungsprofilen
werden hierbei Temperaturen in der Biegewalzzone von etwa zwischen 150 bis 200 °C
erzeugt.
[0018] Bei der Umformung von hochfesten Stahlblechprofilen werden hingegen Temperaturen
im Bereich zwischen 700 und 900 °C bevorzugt.
[0019] Wichtig bei dieser Ausführungsform ist, dass konzentriert lediglich in der Biegewalzzone
eine relativ hohe Erwärmung stattfindet. Diese Erwärmung wird bevorzugt durch die
genannte Stromfluss-Widerstandsheizung erzeugt.
[0020] Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Die Erfindung kann auch vorsehen,
dass die einander gegenüberliegenden Walzrollen mit an sich bekannten Heizpatronen
bestückt sind, welche die Walzrollen vorheizen.
[0021] Ebenso ist es möglich, Heizwendeln in die einander gegenüberliegenden Walzrollen
einzulegen, um diese ebenfalls über einen entsprechenden Stromfluss aufzuheizen.
[0022] Neben der hier genannten Widerstandsstromflussheizung und der Beheizung mit einzelnen
Heizelementen ist in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Walzrollen
durch andere Heizmittel aufgeheizt werden, wie z. B. durch flüssige Heizmittel, die
in den Innenraum der Walzrollen geleitet werden, durch Warmluftheizmittel, welche
unmittelbar auf die Rollen wirken, durch Infrarot oder durch induktive Erwärmung der
Walzrollen.
[0023] Ebenso können diese Walzrollen mit Hilfe von Laser-Energie aufgeheizt werden. Alle
genannten Heizverfahren können auch untereinander kombiniert werden.
[0024] Die Erfindung ist auch nicht auf die Aufheizung der Walzrolle und der dieser bezüglich
der Biegewalzzone gegenüberliegenden Mittelrolle beschränkt.
[0025] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass auch senkrecht zu den
beiden erwähnten Rollen vorgesehene, sogenannte Vertikalwalzrollen zusätzlich aufgeheizt
sind. Es werden hierbei sämtliche Heizverfahren angewendet, wie sie vorstehend beschrieben
wurden. Die genannten Vertikalwalzrollen legen sich an der Seitenwand des zu biegenden
Profils an und führen dort konzentriert die Wärme in das zu biegende Profil in die
Seitenwand ein.
[0026] Insbesondere wenn die vorher erwähnte Stromflussheizung verwendet wird, ergeben sich
auch Stromflusspfade, welche sich über die Vertikalwalzrollen erstrecken.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf die Beheizung von Walzrollen im Bereich der Biegewalzzone
beschränkt, sondern es ist in einer Weiterbildung vorgesehen, dass die in der Einlaufrichtung
vorne liegenden Rollen beheizt sind. Es handelt sich hierbei um die Stützrolle und
die der Stützrolle gegenüberliegende Gegenrolle, die sich wiederum beide an den einander
gegenüberliegenden Wänden des Profils anlegen.
[0028] Auch diese beiden Rollen können über sämtliche vorbeschriebenen Heizmechanismen beheizt
werden. Die Beheizung in diesem Bereich entspricht dann einer Vorwärmung des Profils,
welches dann endgültig in der Biegewalzzone konzentriert aufgeheizt und erwärmt wird.
Damit wird die Umformung auch empfindlicher Profile wesentlich verbessert.
[0029] Durch die kontrollierte Anordnung von Strompfaden, die sich dadurch ergeben, dass
sich die einander gegenüberliegenden Walzrollen in der Biegewalzzone elektrisch leitfähig
an das Profil anlegen, ergeben sich genau definierte Strompfade, so dass es durch
die Anlegung des Stromes möglich ist, die Temperatur in der Biegewalzzone auf +- 1°C
genau zu regeln.
[0030] Zur Regelung werden entsprechende Temperatursensoren an den einander gegenüberliegenden
Walzrollen angeordnet, welche den Stromfluss durch die Anordnung regeln.
[0031] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es im Übrigen vorgesehen, dass auf der Einlaufseite
des Profils, nämlich im Bereich der Maschinenbrücke eine weitere Vorwärmung stattfindet.
Diese Vorwärmung kann aus einem Heizkanal bestehen, in dessen Innenraum eine Anzahl
von mehreren hintereinander angeordneten Heizstationen angeordnet sind.
[0032] Diese Heizstationen können in beliebiger Weise eine vordefinierte Erwärmung des Profils
erbringen.
[0033] Es wird hierbei jedoch bevorzugt, dass jede Heizstation als Strahlungsheizung (IR-Heizung)
ausgebildet ist. Neben der Strahlungsheizung können jedoch auch noch andere Heizmechanismen
verwendet werden, wie z. B. Induktionsheizungen und bevorzugt andere berührungslose
Heizverfahren.
[0034] Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass auch sehr empfindliche
Magnesium und Magnesiumlegierungen bzw. Aluminium-Magnesium-Legierungen auch bei dünnstwandigen
Wandstärken erstmals sicher umgeformt werden können, ohne dass es zu einem Bruch oder
einem Ausbeulen des Profils kommt.
[0035] Zur Abstützung des Profils von der Innenseite wird bevorzugt im Innenraum des Profils
ein Dornschaft mitgeführt, der an einer Dornstange befestigt ist.
[0036] Hierbei wird es bevorzugt, wenn am vorderen Ende eine Gliederkette angeordnet ist,
die abstützend im Innenraum des Profils verläuft und aus der Biegezone heraus in den
Bereich der Biegerolle hineinreicht, um so der Biegerolle ein entsprechendes Gegenlager
zu bieten.
[0037] Damit wird eine Abstützung des Profils gegenüber der Biegerolle erreicht, so dass
die Biegerolle nicht das Profil noch nachträglich deformieren kann.
[0038] Hier ist es in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Dornschaft
beheizt ist. Wie bereits schon vorhin angegeben, erfolgt die Beheizung bevorzugt über
die beschriebene Stromflussheizung.
[0039] Für die Beheizung des Dornschaftes können jedoch auch alle anderen vorher genannten
Heizmechanismen einzeln und/oder in Kombination untereinander verwendet werden, insbesondere
eine Strahlungsheizung, eine Flüssigkeitsheizung, eine Laserheizung und dergleichen
mehr.
[0040] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0041] Es zeigen:
- Figur 1:
- schematisiert dargestellte perspektivische Ansicht einer Warmfließformbiegemaschine
nach der Erfindung
- Figur 2:
- eine vergrößerte teilweise Darstellung des Biegekopfes im Schnitt
- Figur 3:
- die Darstellung der Warmfließformbiegemaschine nach Figur 1 mit weiteren Einzelheiten
- Figur 4:
- ein Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Figur 3
- Figur 5:
- ein Schnitt gemäß der Linie V-V in Figur 3
[0042] In Figur 1 ist eine Maschinenbrücke 1 dargestellt, auf der eine Reihe von hintereinander
angeordneten Führungsstationen 3, 4, 5 befestigt ist. An der hinteren Seite der Maschinenbrücke
ist eine Dornhaltestation 2 für die Halterung von 2 Dornstangen 6, 7 angeordnet.
[0043] Die Führungsstationen 3, 4, 5 dienen sowohl zur Führung der Dornstangen 6, 7 als
auch zur Führung eines nicht näher dargestellten, umzuformenden Profils 21.
[0044] In nicht näher dargestellter Weise ist dieses Profil 21 in einem Einspannkopf 8 eingespannt,
der mit einem Schubschlitten 9 verbunden ist.
[0045] Der Schubschlitten 9 wird über Antriebe 10 in Längsrichtung der Maschinenbrücke 1
angetrieben verfahren, um so das umzuformende Profil 21 in den Biegekopf 70 einzuschieben.
[0046] Aus den Figuren 2 und 3 gehen weitere Einzelheiten hervor.
[0047] Die Figur 3 zeigt, dass es in einer Ausführungsform wesentlich ist, dass dem umzuformenden
Profil 21 ein Heizkanal 30 zugeordnet ist.
[0048] Dieser Heizkanal besteht aus einer Reihe von hintereinander angeordneten Heizstationen
31, 32, 33, von denen jede Heizstation mehrere Strahler 34, 35 aufweist.
[0049] Ferner sind in dem Heizkanal 30 noch Führungsrollen 37 angeordnet, welche pendelnd
gelagert sind und mit Hilfe von Federelementen 38 gegen das umzuformende Profil 21
angestellt werden.
[0050] Der Schnitt durch den Halbkanal 30 ist in Figur 4 dargestellt. Dort sind die einzelnen,
vorher erwähnten Teile im Schnitt gezeichnet.
[0051] Anstatt von 2 Dornstangen 6, 7 - wie in Figur 1 dargestellt - wird hier nur eine
einzige Dornstange 6 verwendet.
[0052] Anhand der Figuren 2 und 3 wird nun der erfindungsgemäße neue Biegekopf 70 näher
erläutert.
[0053] Er besteht im Wesentlichen aus einer Mittelrolle 11, die auf einer Drehachse 12 drehbar
gelagert ist und beispielsweise in Pfeilrichtung 29 drehend angetrieben ist.
[0054] Der Mittelrolle 11 liegt - dem biegenden Profil gegenüber - eine Walzrolle 14 gegenüber,
so dass durch diese beiden Walzrollen 11, 14 eine Biegewalzzone 40 für das umzuformende
Profil 21, 21' definiert wird.
[0055] So kann die Walzrolle 14 angetrieben sein und zusätzlich arbeitet der Schubschlitten
9 in Richtung der Längsachse des Profils 21, um dieses durch die Biegewalzzone 40
hindurchzuschieben.
[0056] Im Innenraum des Hohlprofils ist hierbei im Bereich der Biegewalzzone 40 ein Dornschaft
25 angeordnet, der bevorzugt aus mehreren Elementen besteht.
[0057] Das hintere Ende des Dornschaftes 25 wird durch ein erstes Stützelement 26 gebildet,
welches im Zwischenraum zwischen einer Stützrolle 17 und einer die dem gegenüberliegenden
Gegenrolle 18 angeordnet ist.
[0058] Im Bereich der Biegewalzzone 40 bildet der Dornschaft 25 ein zweites Stützelement
27 aus, welches ein Einbeulen oder ein Einbruch des Profils im Bereich der Biegewalzzone
40 verhindert.
[0059] Im Bereich nach vorne ist der Dornschaft 25 mit einer Gliederkette 28 verbunden,
die aus einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Gliedern besteht, die sich an
der Innenwand des Hohlprofils anlegen, wobei die Gliederkette 28 bis in den Bereich
der Biegerolle 13 führt.
[0060] Die Biegerolle 13 ist verschwenkbar ausgebildet und kann in beliebiger Weise auf
das zu biegende Profil 21' zugestellt werden, um so eine definierte Biegung zu erreichen.
[0061] Die Biegung des umzuformenden Profils erfolgt also bevorzugt durch die Einwirkung
der Biegerolle 13 auf das umzuformende Profil 21, wodurch ein entsprechender Gegendruck
von der im Abstand dahinter angeordneten Stützrolle 17 erreicht wird.
[0062] Die Umformung (ein Warmfließformbiegen) erfolgt jedoch im Bereich der Biegewalzzone
40.
[0063] Die Figur 5 zeigt, dass im Bereich der Biegewalzzone 40 noch weitere Walzrollen angeordnet
werden können, welche sich an die obere und untere Seitenwand des Profils anlegen.
Die Vertikalwalzrollen 15, 16 sind in Figur 5 dargestellt.
[0064] Sinn dieser Vertikalwalzrollen ist, noch zusätzlich das Profil im Bereich der Seitenwand
zu führen und ein Ausbrechen in diesem Bereich zu verhindern.
[0065] Es ist im Übrigen nicht näher dargestellt, dass auch im Bereich der Stütz- und der
Gegenrolle 17, 18 wiederum in senkrechter Ebene hierzu weitere Vertikalwalzrollen
19, 20 angeordnet sein können, so wie dies in Figur 2 angedeutet ist.
[0066] Das gesamte Profil 21 liegt im Übrigen auf einem Auflagetisch 22 auf, um ein Herabsinken
des Profils zu verhindern.
[0067] Der Biegekopf weist im Übrigen einen Boden 23 und einen oberen Deckel 24 auf.
[0068] Wichtig ist nun die elektrische Stromflussheizung im Bereich der Biegewalzzone 40,
wie sie anhand der Figur 2 näher dargestellt ist.
[0069] Zunächst ist erkennbar, dass die obere Walzrolle 14 auf einem Schubschlitten 65 drehbar
gelagert ist, der in Richtung auf das zu biegende Profil zu und wegstellbar ausgebildet
ist.
An diesem Schubschlitten 25 wird nun der eine Pol einer Stromflussquelle angelegt,
während der andere Pol der Stromflussquelle elektrisch leitfähig mit der gegenüberliegenden
Mittelrolle 11 verbunden wird.
[0070] Es kommt daher zur Ausbildung der Strompfade 55-64, die in der Zeichnung mit den
Strompfaden A1 bis A10 im Einzelnen eingetragen sind.
[0071] Beispielsweise erstreckt sich der Strompfad A1 von der Mittelrolle 11 über den elektrisch
leitfähigen Mantel 41 auf die Oberfläche des Profils 21 und wird dort in Form des
Strompfades 62 (A8) umgeleitet und fließt über das Profil ab.
[0072] Der Strompfad A3 geht in den Strompfad A4 über. Der Strompfad A5 geht in den Strompfad
A6 über. Der Strompfad A7 geht in den Strompfad A8 über. Der Strompfad A9 geht in
den Strompfad A10 über.
[0073] Alle Strompfade sind miteinander vernetzt und elektrisch leitfähig miteinander verbunden.
[0074] Durch die Einleitung eines relativ großen Stromes, der über den elektrisch leitfähigen
Mantel 41 der Walzrolle 14 auf das elektrisch leitfähige Profil 21 fließt, und von
diesem Profil auf den elektrisch leitfähigen Mantel 41 der Mittelrolle 11 ergeben
sich konzentrierte hoch energiereiche Heizzonen im Bereich der Biegewalzzone 40, so
dass das empfindliche Profil konzentriert nur im Bereich dieser Umformzone aufgeheizt
wird.
[0075] Es ist noch dargestellt, dass die gleichen Heizmechanismen mit den Strompfaden auch
im Bereich der senkrecht hierzu angeordneten Vertikalwalzrollen 15, 16 angeordnet
sein können.
[0076] Ebenso ist dargestellt, dass auch der Dornschaft 25 elektrisch leitfähig ausgebildet
ist, wobei die Stützelemente 26, 27 ebenfalls elektrisch leitfähig sind und der Strom
dann schließlich über die Dornstange 6 nach hinten abgeleitet wird.
[0077] Die Figur 2 zeigt im Übrigen, dass auch die Stützrolle 17 und die Gegenrolle 18 in
der gleichen Weise elektrisch beheizt sind, wobei ein entsprechender Stromfluss über
den Schubschlitten 66 eingeleitet wird und der Gegenpol beispielsweise elektrisch
leitfähig mit dem Mantel der Gegenrolle 18 verbunden ist.
[0078] Es ergeben sich dann die Strompfade 45-54 mit den in der Zeichnung eingetragenen
Bezeichnungen B1 bis B10.
[0079] Auch hier kommt es zu einer vielfältigen Verzweigung der Strompfade, wobei diese
Stromflussbeheizung im Bereich der Stützrolle 17 und der Gegenrolle 18 als Vorwärmung
für die eigentliche Beheizung in der Biegewalzzone 40 anzusehen ist.
[0080] Auch hier kann es vorgesehen sein, dass senkrecht hierzu verlaufende Vertikalwalzrollen
19, 20 angeordnet sind, die in der gleichen Weise beheizt sein können.
[0081] Die Biegerolle 13 ist im Übrigen auch auf einem Schubschlitten 67 gelagert, wobei
jedoch die Biegerolle 13 nicht beheizt ist.
[0082] Wie bereits schon eingangs erwähnt, besteht jede durch Stromflussheizung beheizte
Rolle 11, 14, 17, 18, 15, 16, 19, 20 aus einem elektrisch leitfähigen Mantel 41, der
über einen elektrisch isolierenden Isolierring 43 von einem gegebenenfalls leitfähigen
Träger 42 isoliert ist. Der jeweilige Träger 42 ist dann jeweils mit der Welle 44
drehfest verbunden.
[0083] Zur Figur 3 wird noch angemerkt, dass das auslaufseitige Ende des Heizkanals 30 mit
einer Abschlussplatte 39 versehen ist, um eine unzulässige Entweichung der dort entwickelten
Wärme aus dem Heizkanal 30 zu verhindern.
[0084] Der gesamten Heizeinrichtung ist ein entsprechend dimensionierter Transformator zugeordnet,
der die entsprechenden Stromleistungen zur Verfügung stellt.
[0085] Der wesentliche Unterschied des erfindungsgemäßen Warmfließformbiegeverfahrens zum
Kaltfließformbiegen liegt darin, dass beim Kaltfließformbiegen die Biegerollen eine
gewisse Eindringtiefe in das Material des umzuformenden Profils benötigt wird, um
einen Gefügefluss zu erreichen. Dieser Gefügefluss wird durch einen Walzeffekt erzielt
und dieser durch eine bestimmte Eindringtiefe des Profilquerschnitts in das umzuformende
Profil erreicht. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zu dem neuartigen erfindungsgemäßen
Warmfließformbiegen, weil - wie vorher dargestellt - die eigentlichen Walzrollen,
nämlich die Mittelrolle 11 und die Walzrolle 14 keine eigentliche Auswalzung des Profils
mehr vornehmen, sondern lediglich eine Stützfunktion und eine Stromleitung übernehmen.
[0086] Aufgrund der Widerstandserwärmung in der Walzbiegezone 40 wird eine Erwärmung im
Gefüge des umzuformenden Profils erzeugt, um das Gefüge biegefähig zu machen. Ein
entsprechendes Magnesiumprofil wäre bei Raumtemperaturen nicht umformbar. Hier wird
die vorher erwähnte verdrehte Erwärmung in der Biegewalzzone ermöglicht, um das Gefüge
der Magnesiumlegierung fließfähig zu machen und eine Umformung im Bereich zwischen
der Biegerolle 13 und der im Abstand davon angeordneten Stützrolle 17 zu ermög lichen.
[0087] Auf ein hochfestes Stahlmaterial bezogen bedeutet dies, dass dieses hochfeste Stahlmaterial
in der Biegewalzzone im Temperaturbereich zwischen 700 bis 1000 °C aufgeheizt werden
muss, um ebenfalls einen Gefügefluss in der Biegewalzzone zu ermöglichen und hierdurch
erstmals die Umformung dieses Profils zu erreichen.
Zeichnungslegende
[0088]
- 1
- Maschinenbrücke
- 2
- Dornhaltestation
- 3
- Führungsstation
- 4
- Führungsstation
- 5
- Führungsstation
- 6
- Dornstange
- 7
- Dornstange
- 8
- Einspannkopf
- 9
- Schubschlitten
- 10
- Antrieb
- 11
- Mittelrolle
- 12
- Drehachse
- 13
- Biegerolle 13' 13"
- 14
- Walzrolle
- 15
- Vertikalwalzrolle
- 16
- Vertikalwalzrolle
- 17
- Stützrolle
- 18
- Gegenrolle
- 19
- Vertikalwalzrolle
- 20
- Vertikalwalzrolle
- 21
- Profil 21'
- 22
- Auflagetisch
- 23
- Boden (Biegekopf)
- 24
- Deckel
- 25
- Dornschaft
- 26
- Stützelement (hinten)
- 27
- Stützelement (vorne)
- 28
- Gliederkette
- 29
- Pfeilrichtung
- 30
- Heizkanal
- 31
- Heizstation
- 32
- Heizstation
- 33
- Heizstation
- 34
- Strahler (oben)
- 35
- Strahler (seitlich)
- 36
- Führung (Schubschlitten 9)
- 37
- Führungsrolle
- 38
- Federelement
- 39
- Abschlussplatte
- 40
- Biegewalzzone
- 41
- Mantel
- 42
- Träger
- 43
- Isolierung
- 44
- Welle
- 45
- Strompfad B1
- 46
- Strompfad B2
- 47
- Strompfad B3
- 48
- Strompfad B4
- 49
- Strompfad B5
- 50
- Strompfad B6
- 51
- Strompfad B7
- 52
- Strompfad B8
- 53
- Strompfad B9
- 54
- Strompfad B10
- 55
- Strompfad A1
- 56
- Strompfad A2
- 57
- Strompfad A3
- 58
- Strompfad A4
- 59
- Strompfad A5
- 60
- Strompfad A6
- 61
- Strompfad A7
- 62
- Strompfad A8
- 63
- Strompfad A9
- 64
- Strompfad A10
- 65
- Schubschlitten
- 66
- Schubschlitten
- 67
- Schubschlitten
- 68
- 69
- 70
- Biegekopf
1. Verfahren zum Warmfließformbiegen von dünnwandigen geschlossenen, halboffenen oder
offenen Profilen mit einer Biegemaschine umfassend einen Biegekopf bestehend aus mindestens
zwei in Einlaufrichtung des biegenden Profils (21, 21') einander gegenüberliegend
angeordneten Rollen (17, 18) hinter denen in Einlaufrichtung in axialem Abstand mindestens
eine Walzrolle (14) und eine gegenüberliegend angeordnete Mittelrolle (11) angeordnet
sind, die zusammen eine Biegewalzzone (40) für das umzuformende Profil (21, 21') ausbilden,
wobei an der Auslaufseite mindestens eine gegen das zu biegende Profil zu- und wegstellbare
Biegerolle (13) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die in der Biegewalzzone (40) angeordneten Rollen (11, 14) beheizt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch weitere Rollen der Biegemaschine beheizt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Einlaufrichtung vor der Biegewalzzone angeordneten Stützrolle (17) und die
gegenüberliegende Gegenrolle (18), welche eine Abstützung des zu biegenden Profils
gegenüber der in Einlaufrichtung vorne liegenden Biegerolle ermöglichen, beheizt sind.
4. Verfahren nach Anspruch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Biegewalzzone angeordneten, einander gegenüberliegend angeordneten Walzrollen
elektrisch leitfähig ausgebildet und von einem hohen Strom durchsetzt sind, der durch
das umzuformende Profil (21, 21') mindestens im Bereich der Biegewalzzone verläuft.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der angelegte Strom auch auf die Innenseite des umzuformenden Profils auf einem Innenraum
in der Biegewalzzone angeordneten Dornschaft geleitet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen durch ein flüssiges Heizmittel beheizt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen durch elektrisch beheizte Heizpatronen und/oder Heizwendeln aufgeheizt
werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen durch Strahlungsheizung und/oder durch induktive Erwärmung aufgeheizt
werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auch weitere, senkrecht zu den beheizten Rollen angeordnete und in der Biegewalzzone
angeordneten Vertikalwalzrollen beheizt sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Einlaufseite des Profils, nämlich im Bereich der Maschinenbrücke, eine Vorwärmung
stattfindet.
11. Biegemaschine zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, zum
Warmfließformbiegen von dünnwandigen geschlossenen, halboffenen oder offenen Profilen
mit einem Biegekopf bestehend aus mindestens zwei in Einlaufrichtung des biegenden
Profils (21, 21') einander gegenüberliegend angeordneten Rollen (17, 18) hinter denen
in axialem Abstand in Einlaufrichtung mindestens eine Walzrolle (14) und eine gegenüberliegend
angeordnete Mittelrolle (11) angeordnet sind, die zusammen eine Biegewalzzone (40)
für das umzuformende Profil (21, 21') ausbilden, wobei an der Auslaufseite mindestens
eine gegen das zu biegende Profil zu- und wegstellbare Biegerolle (13) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die in der Biegewalzzone (40) angeordneten Rollen (11, 14) beheizbar sind.
12. Biegemaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verwendung das umzuformende Profil (21, 21') durch die Biegewalzzone (40)
zusätzlich hindurch geschoben wird.
13. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dornschaft vorgesehen ist, wobei der Dornschaft (25) im Bereich der Biegewalzzone
(40) beheizt ist und ein Stützelement (27) für den Innenraum des Profils ausbildet.
14. Biegemaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorderseite des Dornschaftes (25) eine Gliederkette (28) befestigt ist , die
aus einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Gliedern besteht, die sich an der
Innenwand des Hohlprofils anlegen, wobei die Gliederkette (28) bis in den Bereich
der Biegerolle (13) führt.
15. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Biegewalzzone (40) Vertikalwalzrollen (15, 16) angeordnet sind, die
sich an die obere und untere Seitenwand des Profils anlegen.
16. Biegemaschine nach Anspruche 15, gekennzeichnet, dass auch die Vertikalwalzrollen (15, 16) beheizt sind.
17. Biegemaschine nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verwendung ein Strom über den elektrisch leitfähigen Mantel (41) der Walzrolle
(14) über das elektrisch leitfähige, umzuformende Profil (21) fließt, und von dort
auf den elektrisch leitfähigen Mantel (41) der Mittelrolle (11) abgeleitet ist.
1. Process for the hot flow-form bending of thin-walled closed, half-open or open profiled
sections with a bending machine comprising a bending head consisting of at least two
rolls (17, 18) which are arranged opposite one another in the feed direction of the
profiled section (21, 21') to be bent, and at an axial distance behind which in the
feed direction at least one milling roll (14) and one opposing middle roll (11) are
arranged which together constitute a roll-bending zone (40) for the profiled section
(21, 21') to be worked, at least one bending roll (13) that can be traversed towards
and away from the profiled section to be bent being arranged on the discharge side,
characterized in that at least the rolls (11, 14) arranged in the roll-bending zone (40) are heated.
2. Process according to Claim 1, characterized in that other rolls of the bending machine are heated too.
3. Process according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the support roll (17) arranged before the roll-bending zone in the feed direction
and the opposing counter-roll (18), which enable the profiled section to be supported
against the bending roll forward-located in the feed direction, are heated.
4. Process according to Claim [sic] according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the milling rolls arranged opposite one another in the roll-bending zone are electrically
conducting and are energized by a high current which passes through the profiled section
(21, 21') to be worked, at least in the region of the roll-bending zone.
5. Process according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that in the roll-bending zone, the applied current is also conducted to the inside of
the profiled section to be worked, on a mandrel shank arranged in the interior.
6. Process according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the rolls are heated by a liquid heating medium.
7. Process according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that the rolls are heated up by electrically heated cartridge heaters and/or heater coils.
8. Process according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that the rolls are heated up by radiation heating and/or by induction heating.
9. Process according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that other, vertical, milling rolls arranged perpendicularly to the heated rolls and arranged
in the roll-bending zone, are heated too.
10. Process according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that pre-heating takes place on the feed side of the profiled section, namely in the region
of the machine bridge.
11. Bending machine for carrying out the process according to any one of Claims 1 to 10,
for the hot flow-form bending of thin-walled closed, half-open or open profiled sections
with a bending head consisting of at least two rolls (17, 18) which are arranged opposite
one another in the feed direction of the profiled section (21, 21') to be bent, and
at an axial distance behind which in the feed direction at least one milling roll
(14) and one opposing middle roll (11) are arranged which together constitute a roll-bending
zone (40) for the profiled section (21, 21') to be worked, at least one bending roll
(13) that can be traversed towards and away from the profiled section to be bent being
arranged on the discharge side, characterized in that at least the rolls (11, 14) arranged in the roll-bending zone (40) are heatable.
12. Bending machine according to Claim 11, characterized in that, during operation, the profiled section (21, 21') to be worked is additionally propelled
through the roll-bending zone (40).
13. Bending machine according to either of Claims 11 and 12, characterized in that a mandrel shank is provided, the mandrel shank (25) being heated in the region of
the roll-bending zone (40) and constituting a support element (27) for the interior
of the profiled section.
14. Bending machine according to Claim 13, characterized in that a link chain (28) consisting of individual articulated links that bear on the inner
wall of the hollow profiled section is attached to the forward end of the mandrel
shank (25), the said link chain (28) leading as far as the region of the bending roll
(13).
15. Bending machine according to any one of Claims 11 to 14, characterized in that vertical milling rolls (15, 16) that bear on the upper and lower side walls of the
profiled section are arranged in the region of the roll-bending zone (40).
16. Bending machine according to Claim 15, characterized in that the vertical milling rolls (15, 16) are heated too.
17. Bending machine according to any one of Claims 11 to 16, characterized in that, during operation, a current flows through the electrically conducting shell (41)
of the milling roll (14) and through the electrically conducting profiled section
(21) to be worked, and is led therefrom to the electrically conducting shell (41)
of the middle roll (11).
1. Procédé de cintrage par fluage à chaud de profilés fermés, semi-ouverts ou ouverts
à paroi mince à l'aide d'une machine de cintrage comprenant une tête de cintrage composée
d'au moins deux rouleaux (17, 18) qui sont disposés l'un en face de l'autre dans le
sens d'entrée du profilé à cintrer (21, 21') et derrière lesquels, dans le sens d'entrée,
sont disposés avec un écartement axial au moins un rouleau de laminage (14) et un
rouleau central (11) placé en face de celui-ci, les rouleaux (14, 11) formant ensemble
une zone de cintrage (40) pour le profilé à transformer (21, 21'), étant précisé qu'au
moins un rouleau de cintrage (13) qui est apte à être rapproché et éloigné du profilé
à cintrer est disposé côté sortie, caractérisé en ce que le ou les rouleaux (11, 14) disposés dans la zone de cintrage (40) sont chauffés.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que d'autres rouleaux de la machine de cintrage sont chauffés eux aussi.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on chauffe le rouleau de support (17) et le rouleau opposé (18) disposés avant la
zone de cintrage, dans le sens d'entrée, qui permettent de supporter le profilé à
cintrer par rapport au rouleau de cintrage situé à l'avant, dans le sens d'entrée.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rouleaux de laminage opposés qui sont disposés dans la zone de cintrage sont
conçus pour être conducteurs d'électricité et sont traversés par un courant élevé
qui passe dans le profilé à transformer (21, 21') au moins dans la zone de cintrage.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le courant appliqué est également amené sur le côté intérieur du profilé à transformer,
sur une tige de mandrin disposée à l'intérieur, dans la zone de cintrage.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rouleaux sont chauffés par un agent caloporteur liquide.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les rouleaux sont chauffés par des cartouches et/ou filaments chauffants qui sont
chauffés par voie électrique.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les rouleaux sont chauffés par un chauffage à rayonnement et/ou par échauffement
inductif.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'on chauffe aussi d'autres rouleaux verticaux qui sont disposés dans la zone de cintrage,
perpendiculairement aux rouleaux chauffés.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un préchauffage a lieu sur le côté entrée du profilé, c'est-à-dire dans la zone de
la traverse de machine.
11. Machine de cintrage pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications
1 à 10, pour le cintrage par fluage à chaud de profilés fermés, semi-ouverts ou ouverts
à paroi mince, comprenant une tête de cintrage composée d'au moins deux rouleaux (17,
18) qui sont disposés l'un en face de l'autre dans le sens d'entrée du profilé à cintrer
(21, 21') et derrière lesquels, dans le sens d'entrée, sont disposés avec un écartement
axial au moins un rouleau de laminage (14) et un rouleau central (11) placé en face
de celui-ci, les rouleaux (14, 11) formant ensemble une zone de cintrage (40) pour
le profilé à transformer (21, 21'), étant précisé qu'au moins un rouleau de cintrage
(13) qui est apte à être rapproché et éloigné du profilé à cintrer est disposé côté
sortie, caractérisée en ce que le ou les rouleaux (11, 14) disposés dans la zone de cintrage (40) sont aptes à être
chauffés.
12. Machine de cintrage selon la revendication 11, caractérisée en ce que lors de l'utilisation, le profilé à transformer (21, 21') est poussé en supplément
à travers la zone de cintrage (40).
13. Machine de cintrage selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce qu'il est prévu une tige de mandrin, cette tige de mandrin (25) étant chauffée dans la
zone de cintrage (40) et formant un élément de support (27) pour l'intérieur du profilé.
14. Machine de cintrage selon la revendication 13, caractérisée en ce qu'il est prévu, fixée à l'avant de la tige de mandrin (25), une chaîne à maillons (28)
composée de maillons individuels qui sont reliés entre eux de manière articulée et
qui s'appliquent contre la paroi intérieure du profilé creux, la chaîne (28) allant
jusque dans la zone du rouleau de cintrage (13).
15. Machine de cintrage selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisée en ce qu'il est prévu dans la zone de cintrage (40) des rouleaux de laminage verticaux (15,
16) qui s'appliquent contre les parois latérales supérieure et inférieure du profilé.
16. Machine de cintrage selon la revendication 15, caractérisée en ce que les rouleaux de laminage verticaux (15, 16) sont chauffés eux aussi.
17. Machine de cintrage selon l'une des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que lors de l'utilisation, un courant passe par l'intermédiaire de la gaine (41) conductrice
d'électricité du rouleau de laminage (14) sur le profilé à transformer (21) conducteur
d'électricité, d'où il est transmis à la gaine (41) conductrice d'électricité du rouleau
central (11).