| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 706 593 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
17.08.2011 Patentblatt 2011/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.01.2005 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2005/000223 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2005/068785 (28.07.2005 Gazette 2005/30) |
|
| (54) |
TURBINENSCHAUFEL UND GASTURBINE MIT EINER SOLCHEN TURBINENSCHAUFEL
TURBINE BLADE AND GAS TURBINE WITH SUCH A TURBINE BLADE
AUBE DE TURBINE A GAZ ET TURBINE A GAZ AVEC UNE TELLE AUBE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
20.01.2004 EP 04001107
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.10.2006 Patentblatt 2006/40 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BALDAUF, Stefan
45481 Mülheim (DE)
- BOLMS, Hans-Thomas
45481 Mülheim (DE)
- HÄNDLER, Michael
40699 Erkrath (DE)
- LERNER, Christian
45701 Herten (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 291 898 FR-A- 2 831 207 US-A- 5 244 345
|
DE-C- 579 989 US-A- 3 446 481
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenschaufel mit einem entlang einer Schaufelachse
angeordneten Schaufelblatt und mit einem Plattformbereich, der am Fuße des Schaufelblattes
angeordnet eine Plattform aufweist, die sich quer zur Schaufelachse erstreckt. Die
Erfindung führt des Weiteren auf eine Gasturbine mit einem entlang einer Achse der
Gasturbine sich erstreckenden Strömungskanal mit ringförmigem Querschnitt für ein
Arbeitsmedium, einer zweiten hinter einer ersten entlang der Achse angeordneten Schaufelstufe,
wobei eine Schaufelstufe eine Anzahl von ringförmig angeordneten, sich radial in den
Kanal erstreckende Turbinenschaufeln aufweist.
[0002] Bei einer Gasturbine dieser Art treten im Strömungskanal nach Beaufschlagung mit
Heißgas Temperaturen auf, die im Bereich zwischen 1000 °C und 1400 °C liegen können.
Die Plattform der Turbinenschaufel bildet infolge der ringförmigen Anordnung einer
Anzahl solcher Turbinenschaufeln in einer Schaufelstufe einen Teil des Strömungskanals
für ein die Gasturbine durchströmendes Arbeitsfluid in Form von Heißgas, das auf diese
Weise den axialen Turbinenrotor über die Turbinenschaufeln antreibt. Einer derart
starken thermischen Beanspruchung der durch die Plattformen gebildeten Begrenzung
des Strömungskanals wird dadurch begegnet, dass eine Plattform von hinten, also vom
unterhalb der Plattform angeordneten Fuß einer Turbinenschaufel her, gekühlt wird.
Dazu weist der Fuß und der Plattformbereich üblicherweise eine geeignete Kanalisation
zur Beaufschlagung mit einem Kühlmedium auf.
[0003] Aus der
DE 2 628 807 A1 geht ein Prallkühlsystem für eine Turbinenschaufel eingangs genannter Art hervor.
In der
DE 2 628 807 A1 ist zur Kühlung der Plattform vor der dem Heißgas abgewandten Seite der Plattform,
also hinter der Plattform, d. h. zwischen einem Schaufelfuß und der Plattform, ein
gelochtes Wandelement angeordnet. Durch die Löcher des Wandelements trifft Kühlluft
unter relativ hohem Druck auf die vom Heißgas abgewandte Seite der Plattform, wodurch
eine effiziente Prallkühlung erreicht wird.
[0004] In der
EP 1 073 827 B1 wird ein neuer Weg in der Konstruktion des Plattformbereichs gegossener Turbinenschaufeln
offenbart. Der Plattformbereich ist als Doppelplattform aus zwei einander gegenüber
liegenden Plattformwänden ausgebildet. Dadurch wird erreicht, dass die dem Strömungskanal
und damit dem Heißgas unmittelbar ausgesetzte, den Strömungskanal begrenzende Plattformwand
dünn ausgeführt werden kann. Mit der Ausführung in zwei Plattformwänden ergibt sich
eine Funktionstrennung für die Plattformwände. Die den Strömungskanal begrenzende
Plattformwand ist im Wesentlichen für die Kanalisation des Heißgases verantwortlich.
Die gegenüberliegende, vom Heißgas nicht beaufschlagte Plattformwand übernimmt die
Aufnahme der vom Schaufelblatt herrührenden Lasten. Diese Funktionstrennung ermöglicht
es, die den Strömungskanal begrenzende Plattformwand so dünn auszuführen, dass die
Heißgaskanalisierung gewährleistet ist, ohne dabei wesentliche Lasten abfangen zu
müssen.
[0005] Bei der Ausführung einer Turbinenschaufel eingangs genannter Art sind in einer Teilfuge
zwischen Plattformen aneinander grenzender Turbinenschaufeln der gleichen Schaufelstufe
oder benachbarter Turbinenschaufeln von hintereinander angeordneten Schaufelstufen
Dichtmaßnahmen notwendig, um ein ungewolltes und exzessives Ausströmen von Kühlmedium
in den mit Heißgas beaufschlagten Strömungskanal zu verhindern. Die zur Abdichtung
erforderlichen Maßnahmen können zu strukturell und kühlungstechnisch schwierigen Situationen
an einer thermisch hochbelasteten Plattformwand führen und stellen ein erhöhtes Versagenspotential
für eine Turbinenschaufel und damit für eine Gasturbine dar.
[0006] Üblicherweise wird die Abdichtung solcher Teilfugen durch den Einbau besonderer Dichtelemente
erzielt. Diese müssen jedoch einerseits flexibel genug sein, um gleichzeitige Relativbewegungen
benachbarter Teile, insbesondere benachbarter Turbinenschaufeln und ihrer Plattformen
zuzulassen und andererseits müssen sie dennoch eine Dichtwirkung erhalten. Der Einbau
solcher Dichtelemente führt zu geometrisch und strukturell komplizierten Bauteilen.
Als Folge davon sind besondere Kühlmaßnahmen notwendig, um schwer zugängliche Randbereiche
einer Plattform ausreichend zu kühlen. Eine andere Turbinenschaufel gemäß dem Stand
der Tecknik ist aus der
FR 2831207 bekannt. Wünschenswert wäre eine möglichst einfach ausgestaltete und gleichzeitig
gut zu kühlende und abgedichtete Strömungskanalbegrenzung einer Gasturbine.
[0007] An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, eine Turbinenschaufel
mit einer Plattform anzugeben, die gleichzeitig einfach ausgestaltet ist und auch
den geometrisch-strukturellen und kühlungstechnischen Anforderungen im Rahmen einer
Strömungskanalbegrenzung einer Gasturbine vorteilhaft genügt. Ferner soll die Abdichtung
der Teilfugen zwischen benachbarten Turbinenschaufeln besonders einfach und kostengünstig
erfolgen.
[0008] Betreffend die Turbinenschaufel wird die Aufgabe durch die Erfindung mit der eingangs
genannten Turbinenschaufel gelöst, bei der erfindungsgemäß die Plattform durch ein
erstes am Schaufelblatt festliegendes federelastisches Blechteil zumindest teilweise
gebildet ist, welches an einem an einer benachbarten Turbinenschaufel angeordneten
miteren Anschlag dichtend anlegbar ist.
[0009] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass die Verwendung einer nicht-tragenden
Plattform zur Darstellung der Begrenzung eines mit Heißgas beaufschlagten Strömungskanals
einer Gasturbine grundsätzlich geeignet ist, die Plattform, und damit die Begrenzung
des Strömungskanals, möglichst effektiv zu kühlen. Darüber hinausgehend liegt die
wesentliche Erkenntnis der Erfindung darin, dass es möglich ist, die Plattform selbst
mit einer erhöhten Dichtwirkung auszustatten, und zwar indem die Plattform derart
dünnwandig ausgeführt wird, dass sie durch ein am Schaufelblatt anliegendes federelastisches
Blechteil gebildet ist.
[0010] Damit erfüllt nämlich die Plattform als ein den Heißgas beaufschlagten Strömungskanal
begrenzendes Teil alle Anforderungen hinsichtlich der Kühlung und auch eines Dichtelements.
Durch das am Schaufelblatt festliegende federelastische Blechteil ist die Plattform
als solche nämlich ausreichend flexibel, um gleichzeitige Relativbewegungen benachbarter
Schaufelblätter und anderer Teile zuzulassen und erhält dennoch die Dichtwirkung.
Damit entfällt die Notwendigkeit für ein besonderes Dichtelement. Dies vereinfacht
die Ausgestaltung und Kühlung der Strömungskanalbegrenzung.
[0011] Gemäß der Erfindung ist das erste federelastische Blechteil als eine nicht-tragende
Plattformwand vorgesehen, die den heißgasbeaufschlagten Strömungskanal zumindest teilweise
begrenzt. Eine wie in der
EP 1 073 827 B1 vorgesehene tragende Plattformwand, die hinter dem ersten federelastischen Blechteil
angeordnet wäre, kann weitgehend entfallen. Die Plattform besteht also zumindest teilweise
aus dem am Schaufelblatt festliegenden ersten federelastischen Blechteil.
[0012] Das zwischen Plattformen benachbarter Turbinenschaufeln bisher nötige Dichtelement
kann entfallen, da das erste federelastische Blechteil der einen Turbinenschaufel
dicht an der anderen der benachbarten Turbinenschaufel anliegt.
[0013] Die Vorteile hinsichtlich Kühlung und Dichtwirkung des ersten federelastischen Blechteils
für die Plattform und damit der Strömungskanalbegrenzung bleiben bestehen.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen
und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, insbesondere die Plattform hinsichtlich
obiger Aufgabe weiterzubilden.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Plattform durch das erste an einem ersten Anschlag auf der einen Seite des Schaufelblattes
festliegendes federelastisches Blechteil gebildet ist und durch ein zweites an einem
zweiten Anschlag auf der anderen Seite des Schaufelblattes festliegendes Blechteil
gebildet ist. Damit sind zweckmäßigerweise zwei Blechteile vorgesehen, welche die
Plattform bilden, die sich damit beidseitig auf der einen und der anderen Seite des
Schaufelblattes quer zur Schaufelachse erstrecken.
[0016] Zweckmäßigerweise übernimmt das am Schaufelblatt anliegende zweite Blechteil die
Funktion einer ersten, das Schaufelblatt nicht-tragenden Plattformwand und die Plattform
weist darüber hinaus eine zweite das Schaufelblatt tragende Plattformwand auf. Bei
dieser Ausgestaltung ist zwischen der ersten nicht-tragenden Plattformwand aus dem
zweiten Blechteil und der zweiten dicker ausgebildeten tragenden Plattformwand als
eine besondere lasttragende Struktur ein entsprechender Kühlraum zur Beaufschlagung
mit einem Kühlmedium gebildet.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann jeder Anschlag in Form einer Nut oder
Kante ausgebildet sein. Dies ermöglicht eine besonders zuverlässige und strömungstechnisch
günstige Befestigung des Blechteils am Fuße des Schaufelblattes.
[0018] Im Rahmen einer bevorzugenden Weiterbildung der Erfindung hat es sich als zweckmäßig
erwiesen, dass die Blechteile, insbesondere das erste, an einem weiteren Anschlag
einer benachbarten Turbinenschaufel gehalten ist. Zweckmäßigerweise kann dieser weitere
Anschlag in Form eines Auflagers gebildet sein. Beispielsweise kann ein solches Auflager
durch eine zwischen Schaufelfuß und Fuß des Schaufelblattes angeformte Stufe gebildet
sein. Das erste Blechteil einer ersten Turbinenschaufel hintergreift das Auflager
der zu dieser benachbarten Turbinenschaufel dichtend. Das zweite Blechteil kann das
an der gleichen Turbinenschaufel angeordnete Auflager vorteilhaft hintergreifen oder,
zusätzlich oder alternativ, an der Stufe angefügt sein.
[0019] Zweckmäßigerweise liegt das erste federelastische Blechteil im Ruhezustand lose an
dem weiteren Anschlag der benachbarten Turbinenschaufel an. In diesem Fall ergibt
sich eine noch zu erläuternde ausreichende Befestigung des Blechteils aus der Bewegung
bzw. strömungstechnischen Anbindung der Turbinenschaufel im Betriebszustand einer
Gasturbine.
[0020] Die Dichtwirkung des ersten federelastischen Blechteils am weiteren Anschlag kann
weiter verbessert werden, wenn das erste federelastische Blechteil unter einer selbst
erzeugten Vorspannung an dem weiteren Anschlag anliegt.
[0021] Die Erfindung führt zur Lösung der Aufgabe darüber hinaus auf eine eingangs genannte
Gasturbine, wobei eine Schaufelstufe eine Anzahl von ringförmig angeordneten sich
radial in den Strömungskanal erstreckende Turbinenschaufeln aufweist, wobei erfindungsgemäß
eine Turbinenschaufel gemäß einer oben genannten Art ausgeführt ist.
[0022] Vorteilhafte Weiterbildungen der Gasturbine sind den weiteren Unteransprüchen zu
entnehmen und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, insbesondere die Strömungskanalbegrenzung
und die Funktionsweise der Turbinenschaufel im Rahmen der Strömungskanalbegrenzung
im Sinne obiger Aufgabe auszugestalten.
[0023] Im Rahmen einer ersten Weiterbildung ist die Turbinenschaufel eine Laufschaufel.
Eine solche Laufschaufel ist an einem sich axial erstreckenden Turbinenrotor befestigt
und dreht sich bei Betrieb der Gasturbine mit dem Turbinenrotor. Bei rotatorischem
Betrieb einer Turbinenschaufel in Form einer Laufschaufel an dem Turbinenrotor ist
eine durch die Rotation vom Fuße des Schaufelblattes her in Richtung des Schaufelblattes
wirkende Fliehkraft erzeugt. Dabei sieht die Weiterbildung vor, dass das erste federelastische
Blechteil eine ausreichende Dichtwirkung zwischen zwei aneinander angrenzenden Blechteilen
zweier benachbarten Laufschaufeln erreicht. Durch die Fliehkraft wird das erste federelastische
Blechteil einer ersten Laufschaufel gegen einen weiteren Anschlag der zweiten Laufschaufel
gedrückt und dadurch fliehkraftbefestigt angelegt. Also ist, selbst im Falle, dass
das erste federelastische Blechteil im Ruhezustand der Laufschaufel lose an dem weiteren
Anschlag anliegt, wird durch die Fliehkraft gewährleistet, dass das federelastische
Blechteil im Betriebszustand an der Laufschaufel dichtend anliegt. Bei Betrieb der
Laufschaufel der Gasturbine hat das erste federelastische Blechteil also auch die
Funktion eines Dichtelements. Dabei wirkt vorteilhaft die Anlagefläche des ersten
federelastischen Blechteils an dem weiteren Anschlag der benachbarten Laufschaufel
in Form eines Auflagers als dichtendes Widerlager für das erste Blechteil. Das Eindringen
von die Turbine durchströmenden Heißgas durch den zwischen bisher von zwei Plattformen
benachbarter Laufschaufeln gebildeten Spalt kann aufgrund der wirksamen Dichtung ebenso
vermieden werden wie eine ungewollt große Leckage an Kühlmittel durch den Spalt in
den Heißgasraum hinein.
[0024] Gemäß einer alternativen Weiterbildung der Gasturbine ist die Turbinenschaufel als
Leitschaufel an einem peripheren Turbinengehäuse vorgesehen. Bei Betrieb einer Turbinenschaufel
in Form einer Leitschaufel an dem Turbinengehäuse ist durch ein Kühlmedium ein Druckgefälle
vom Fuße des Schaufelblattes her in Richtung des Schaufelblattes erzeugt. Dabei sieht
die alternative Weiterbildung vor, dass das erste federelastische Blechteil einer
ersten Leitschaufel durch das Druckgefälle gegen den weiteren Anschlag einer zweiten
Leitschaufel gedrückt und dadurch druckbefestigt wird. Das Druckgefälle wird also
dadurch erzeugt, dass das erste federelastische Blechteil von hinten mit Kühlmedium
beaufschlagt wird und dadurch gegen den weiteren Anschlag gedrückt wird. Für eine
Leitschaufel ist das Druckgefälle ausreichend groß, so dass dies nicht nur für eine
Druckbefestigung des ersten federelastischen Blechteils an dem weiteren Anschlag ausreicht,
sondern darüber hinaus bei Betrieb der Leitschaufel in der Gasturbine das erste federelastische
Blechteil die Funktion eines Dichtelements hat. Die Anlageflächen des ersten federelastischen
Blechteils wirken an einem oben erläuterten Anschlag als ausreichende Dichtflächen
und der Anschlag als Widerlager für das erste federelastische Blechteil.
[0025] Im Rahmen einer Ausgestaltung der Gasturbine erweist es sich als vorteilhaft, dass
zwischen einer ersten Turbinenschaufel und einer benachbarten zweiten Turbinenschaufel
der gleichen Schaufelstufe von einem ersten federelastischen Blechteil der ersten
Turbinenschaufel und von einem zweiten Blechteil der zweiten Turbinenschaufel eine
Begrenzung des Strömungskanals gebildet ist, die durchgehend ist. Innerhalb einer
Schaufelstufe wird auf diese Weise vorteilhaft eine durchgehende radiale Begrenzung
des Strömungskanals gebildet.
[0026] Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Gasturbine erweist es sich darüber hinaus
als vorteilhaft, dass zwischen einer ersten Turbinenschaufel der ersten Schaufelstufe
und einer bezogen auf den Rotor axial zur ersten Turbinenschaufel benachbarten zweiten
Turbinenschaufel der zweiten Schaufelstufe von einem ersten federelastischen Blechteil
der ersten Turbinenschaufel und von einem zweiten Blechteil der zweiten Turbinenschaufel
eine Begrenzung des Strömungskanals gebildet ist, die durchgehend ist. Auf diese Weise
wird vorteilhaft eine durchgehende axiale Begrenzung des Strömungskanals gebildet.
Vorteilhaft handelt es sich bei den Schaufelstufen um Leitschaufelstufen und bei den
Turbinenschaufeln um Leitschaufeln.
[0027] Wegen der oben erwähnten Arten einer durchgehenden Begrenzung entfallen nämlich die
bei üblichen Begrenzungen eines Strömungskanals einer Gasturbine sonst abzudichtenden
Teilfugen und die dann zusätzlich benötigten Dichtelemente. Die im Zusammenhang mit
Dichtelementen auftretenden Probleme werden aufgrund der durchgehenden Begrenzung
des Strömungskanals mit dem ersten federelastischen und dem zweiten Blechteil völlig
beseitigt.
[0028] Dabei erweist es sich als zweckmäßig, dass ein erstes an einer ersten Turbinenschaufel
angeordnetes federelastisches Blechteil und ein zweites an einer zweiten Turbinenschaufel
angeordnetes Blechteil gemeinsam an dem weiteren Anschlag der ersten Turbinenschaufel
gehalten sind. Details sind im Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert.
[0029] Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung beschrieben. Diese soll das Ausführungsbeispiel nicht maßgeblich darstellen,
vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder
leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung
unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
Im Einzelnen zeigt die Zeichnung in:
- FIG 1
- eine besonders bevorzugte Ausführungsform einer Gas- turbine mit einem Strömungskanal
und einer bevorzug- ten Ausführung der Leit- und Laufbeschaufelung in schematisierter
Form in einer Querschnittsansicht;
- FIG 2
- einen Plattformbereich einer besonders bevorzugten Ausführungsform einer ersten Turbinenschaufel
einer ersten Schaufelstufe und einer axial zur ersten Turbinenschaufel benachbarten
zweiten Tur- binenschaufel einer zweiten Schaufelstufe in perspek- tivischer Ansicht.
[0030] FIG 1 zeigt eine Gasturbine 1 mit einem sich entlang einer Achse 3 erstreckenden
Strömungskanal 5 mit ringförmigem Querschnitt für ein Arbeitsmedium M. In dem Strömungskanal
5 ist eine Anzahl von Schaufelstufen angeordnet. Insbesondere ist eine zweite Leitschaufelstufe
9 hinter einer ersten Leitschaufelstufe 7 entlang der Achse 3 angeordnet. Des Weiteren
ist eine zweite Laufschaufelstufe 13 hinter einer ersten Laufschaufelstufe 11 angeordnet.
Die Leitschaufelstufen 7, 9 weisen dabei eine Anzahl von ringförmig an einem peripheren
Turbinengehäuse 15 angeordneten sich radial in den Strömungskanal 5 erstreckende Leitschaufeln
21 auf. Eine Laufschaufelstufe 11, 13 weist dabei eine Anzahl von ringförmig an einem
axialen Turbinenrotor 19 angeordneten sich radial in den Strömungskanal 5 erstreckende
Laufschaufeln 23 auf. Die Strömung eines Arbeitsmediums M wird dabei in Form eines
Heißgases von einem Brenner 17 erzeugt. Entsprechend dem ringförmigen Querschnitt
des Strömungskanals 5 ist eine Anzahl solcher Brenner 17 in einem in der Querschnittzeichnung
der FIG 1 nicht gezeigten Ringraum um die Achse 3 herum angeordnet.
[0031] Eine Leitschaufel 21 und eine Laufschaufel 23 sind in der FIG 1 schematisch gezeigt.
Eine Leitschaufel 21 weist eine entlang einer Schaufelachse 25 angeordnete Schaufelspitze
27, ein Schaufelblatt 29 und einen Plattformbereich 31 auf. Der Plattformbereich 31
weist eine sich quer zur Schaufelachse 25 erstreckende Plattform 33 und einen Schaufelfuß
35 auf.
[0032] Eine Laufschaufel 23 weist eine entlang einer Schaufelachse angeordnete Schaufelspitze
37, ein Schaufelblatt 39 und einen Plattformbereich 41 auf. Der Plattformbereich 41
weist eine sich quer zur Schaufelachse 45 erstreckende Plattform 43 und einen Schaufelfuß
47 auf.
[0033] Die Plattform 33 einer Leitschaufel 21 und die Plattform 43 einer Laufschaufel 23
bilden dabei jeweils einen Teil einer Begrenzung 49, 51 des Strömungskanals 5 für
das Arbeitsmedium M, welches die Gasturbine 1 durchströmt. Die periphere Begrenzung
49 ist dabei Teil des peripheren Turbinengehäuses 15. Die rotorseitige Begrenzung
51 ist dabei Teil des im Betriebszustand der Gasturbine 1 sich drehenden Turbinenrotors
19.
[0034] Wie in der FIG 1 schematisch angedeutet und in der FIG 2 im Detail gezeigt, ist dabei
die Plattform 33 einer Leitschaufel 21 und die Plattform 43 einer Laufschaufel 23
durch am Schaufelblatt 29, 39 festliegende Blechteile gebildet.
[0035] Die FIG 2 zeigt stellvertretend für einen Plattformbereich 31, 41 einen Plattformbereich
61. Die in FIG 2 gezeigte erste Turbinenschaufel 63 und zweite Turbinenschaufel 65
ist dabei stellvertretend für eine erste Leitschaufel 21 einer ersten Leitschaufelstufe
7 und einer axial direkt dahinter angeordneten zweiten Leitschaufel 21 einer zweiten
Leitschaufelstufe 9 gezeigt. Die erste Turbinenschaufel 63 und die zweite Turbinenschaufel
65 sind auch stellvertretend für eine in der FIG 1 gezeigte erste Laufschaufel 23
der ersten Laufschaufelstufe 11 und einer axial direkt dahinter angeordneten zweiten
Laufschaufel 23 der zweiten Laufschaufelstufe 13 gezeigt. Vorzugsweise handelt es
sich bei den Turbinenschaufeln 63, 65 aber um Leitschaufeln.
[0036] Die erste Turbinenschaufel 63 weist ein im Abbruch gezeichnetes Schaufelblatt 69
auf. Die zweite Turbinenschaufel 65 weist dabei ein im Abbruch gezeichnetes Schaufelblatt
67 auf. Bei der ersten Turbinenschaufel 63 und der zweiten Turbinenschaufel 65 ist
im Plattformbereich 61 am Fuße des Schaufelblattes 67, 69 eine Plattform 71 gebildet,
die sich quer zur Schaufelachse 73, 75 erstreckt. Dabei ist die Plattform 71 zum einen
durch ein bei der ersten Schaufel 63 gezeigtes erstes federelastisches Blechteil 79
und zum anderen durch ein bei der zweiten Schaufel 65 gezeigtes, zweites Blechteil
77 gebildet. Das erste federelastische Blechteil 79 ist an einem ersten Anschlag 83
auf der einen Seite des Schaufelblattes 69 befestigt, welche Seite bei der ersten
Turbinenschaufel 63 gezeigt ist. Das zweite federelastische Blechteil 77 ist an einem
zweiten Anschlag 81 auf der anderen Seite des Schaufelblattes 67 befestigt, welche
Seite bei der zweiten Turbinenschaufel 65 gezeigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise
durch Schweißen oder Löten erfolgen und ist dabei dicht. Der erste Anschlag 83 und
der zweite Anschlag 81 ist dabei jeweils in Form einer Nut ausgebildet, in welche
jeweils das erste federelastische Blechteil 79 und das zweite Blechteil 77 jeweils
mit seiner am Schaufelblatt 69 bzw. am Schaufelblatt 67 endenden Kante einstößt. Das
zweite federelastische Blechteil 77 ist darüber hinaus an einem weiteren Anschlag
85 der zweiten Turbinenschaufel 65 gehalten. Bei der vorliegenden Ausführungsform
ist das zweite Blechteil 77 am Anschlag 85 angefügt. Alternativ oder zusätzlich könnte
das zweite Blechteil 77 auch den weiteren Anschlag 85 hintergreifen. Letzteres ist
der Fall für das erste federelastische Blechteil 79 der ersten Turbinenschaufel 63,
das gemeinsam mit dem zweiten Blechteil 77 an dem weiteren Anschlag 85 der zweiten
Turbinenschaufel 67 gehalten ist. Dazu hintergreift das erste federelastische Blechteil
79 lose den weiteren Anschlag 85. Der weitere Anschlag 85 ist zum Halten des zweiten
Blechteils 77 und des ersten federelastischen Blechteils 79 in Form eines Auflagers
ausgebildet und bildet somit auf seiner dem ersten federelastischen Blechteil 79 zugewandten
Seite eine Dichtfläche, die als Widerlager für das erste federelastische Blechteil
79 dient.
[0037] Auf die oben geschilderte Weise ist zwischen der ersten Turbinenschaufel 63 und der
zweiten Turbinenschaufel 65 vom ersten federelastischen Blechteil 79 der ersten Turbinenschaufel
63 und vom zweiten Blechteil 77 der zweiten Turbinenschaufel 65 eine Begrenzung 87
des Strömungskanals 5 gebildet, wobei die Begrenzung 87 durchgehend ist. Auf diese
Weise erlaubt die Verwendung einer dünnwandigen, nicht-tragenden Plattform 71 zur
Darstellung der Begrenzung 87 in Form eines zweiten Blechteils 77 und eines ersten
federelastischen Blechteils 79 die gleichzeitige Wirkung der Blechteile 77, 79 als
ein Dichtelement. Ein Dichtelement dieser Art ist gleichzeitig flexibel genug, um
Relativbewegungen der benachbarten ersten Turbinenschaufel 63 und zweiten Turbinenschaufel
65 zu erlauben und hat dennoch eine ausreichende Dichtwirkung. Dadurch wird ein Dichtelement
eingespart, wie es bei bisher üblichen aneinander gegenüberliegenden Plattformen zur
Abdichtung von Teilfugen notwendig gewesen wäre. Potentiell gefährdete, strukturell
und thermisch ungünstige Aufnahmekonstruktionen eines solchen Dichtelements werden
damit vermieden.
[0038] Bei der hier gezeigten Ausführungsform kommt die Plattform 71 auf ihrer Rückseite
89 weitgehend ohne eine Stützkonstruktion oder eine tragende Plattformbewandung aus.
Vielmehr ist auf der Rückseite 89 ein erster Kühlraum 93 und ein zweiter Kühlraum
91 gebildet, die es erlauben, die Plattform 71 in dem Bereich zwischen der zweiten
Turbinenschaufel 65 und der ersten Turbinenschaufel 63 optimal zu kühlen. Auf diese
Weise kann eine sonst üblicherweise kompliziert auszugestaltende Plattformrandkonstruktion
im Zusammenhang mit dem weiteren Anschlag 85 einfacher und ohne thermisch gefährdeten
Bereich gestaltet werden. Zur Unterstützung der Kühlung in den Kühlräumen 91, 93 ist
die vom Fuße des Schaufelblattes 67, 69 ausgehende Tragkonstruktion 95, 97 der Turbinenschaufeln
65, 63 gestaltoptimiert zum Schaufelfuß 35, 47 in der FIG 1 fortgesetzt.
[0039] Je nach Betriebsweise der ersten Turbinenschaufel 63 und der zweiten Turbinenschaufel
65, vorzugsweise in Form einer in der FIG 1 gezeigten Leitschaufel 21 oder gegebenenfalls
auch in Form einer in der FIG 1 gezeigten Laufschaufel 23, ergibt sich die insbesondere
am weiteren Anschlag 85 vorgesehene Dichtwirkung des zweiten Blechteils 77 und des
ersten federelastischen Blechteils 79. Bei rotatorischem Betrieb einer Turbinenschaufel
65, 63 in Form einer Laufschaufel 23 an einem Turbinenrotor 19 wird nämlich eine durch
die Rotation vom Fuße des Schaufelblattes 67, 69 in Richtung 99 des Schaufelblattes
67, 69 wirkende Fliehkraft erzeugt. Hinzu tritt auch ein Druckgefälle wie bei einer
Leitschaufel 21. Es ist auch denkbar, dass das erste federelastische Blechteil 79
mittels einer durch das erste federelastische Blechteil 79 selbst erzeugten Vorspannung
am weiteren Anschlag 85 dichtend anliegt. Dadurch kann die vom Druckgefälle erzeugte
Anpresskraft verstärkt werden.
[0040] Bei Betrieb einer Turbinenschaufel 65, 63 in Form einer in FIG 1 gezeigten Leitschaufel
21 an einem peripheren Turbinengehäuse 15 wird von der Rückseite 89 einer Plattform
71 her durch ein Kühlmedium ein Druckgefälle vom Fuße des Schaufelblattes 67, 69 in
Richtung 99 des Schaufelblattes 67, 69 erzeugt. Die Richtung 99 sowohl einer oben
genannten Fliehkraft für eine Laufschaufel 23 als auch die Richtung 99 des Druckgefälles
für eine Leitschaufel 21 ist in FIG 2 durch einen Pfeil kenntlich gemacht. Je nach
Ausführung der Turbinenschaufel 67, 69 als Laufschaufel 23 oder Leitschaufel 21 wird
also die Plattform 71 in Form der federelastischen Blechteile 77, 79 durch die Fliehkraft
bzw. durch das Druckgefälle gegen den weiteren Anschlag 85 gedrückt. Auf diese Weise
sind die Blechteile 77, 79 der Plattform 71 fliehkraftbefestigt bzw. druckbefestigt
und entfalten gleichzeitig ihre Dichtwirkung und Trennungswirkung zwischen dem heißgasbeaufschlagten
Strömungskanal 5 und der kühlmediumbeaufschlagten Rückseite 89 der Plattform 71.
[0041] Zusammenfassend wird, um eine Begrenzung 87 eines Strömungskanals 5 einer Gasturbine
1 möglichst einfach auszugestalten, bei einer Turbinenschaufel 63, 65 mit einem entlang
einer Schaufelachse 73, 75 angeordnete Schaufelblatt 67, 69 und mit einem Plattformbereich
61, der am Fuße des Schaufelblattes 67, 69 angeordnet eine Plattform 71 aufweist,
die sich quer zur Schaufelachse 73, 75 erstreckt, vorgeschlagen, dass die Plattform
71 durch ein am Schaufelblatt 67, 69 festliegendes Blechteil 77, 79 gebildet ist.
Dies führt auch auf eine Gasturbine 1 mit einem sich entlang einer Achse 3 der Gasturbine
1 erstreckenden Strömungskanal 5 mit ringförmigem Querschnitt für ein Arbeitsmedium
M, einer zweiten 9, 13 hinter einer ersten 7, 11 entlang der Achse 3 angeordneten
Schaufelstufe wobei eine Schaufelstufe 7, 9, 11, 13 eine Anzahl von ringförmig angeordneten,
sich radial in den Kanal 5 erstreckende Turbinenschaufeln 63, 65 gemäß dem obigen
Konzept aufweist.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Gasturbine
- 3
- Achse
- 5
- Strömungskanal
- 7, 9
- Leitschaufelstufe
- 11, 13
- Laufschaufelstufe
- 15
- Turbinengehäuse
- 17
- Brenner
- 19
- Turbinenrotor
- 21
- Leitschaufel
- 23
- Laufschaufel
- 25, 45
- Schaufelachse
- 27, 37
- Schaufelspitze
- 29, 39
- Schaufelblatt
- 31, 41
- Plattformbereich
- 33, 43
- Plattform
- 35, 47
- Schaufelfuß
- 49, 51
- Begrenzung
- 61
- Plattformbereich
- 63, 65
- Turbinenschaufel
- 67, 69
- Schaufelblatt
- 71
- Plattform
- 73, 75
- Schaufelachse
- 77, 79
- Blechteil
- 81, 83
- Anschlag
- 85
- Anschlag
- 87
- Begrenzung
- 89
- Rückseite
- 91, 93
- Kühlraum
- 95, 97
- Tragkonstruktion
- 99
- Richtung
- M
- Arbeitsmedium
1. Turbinenschaufel (63, 65) mit einem entlang einer Schaufelachse (73, 75) angeordneten
Schaufelblatt (67, 69) und mit einem Plattformbereich (61), der am Fuße des Schaufelblattes
(67, 69) angeordnet, eine Plattform (71) aufweist, die sich quer zur Schaufelachse
(73, 75) erstreckt,
wobei die Plattform (71) durch ein erstes, an einem am Schaufelblatt (67, 69) angeordneten
ersten Anschlag (83) festliegendes federelastisches Blechteil (79) zumindest teilweise
gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Blechteil (79) an einem an einer benachbarten Turbinenschaufel (63, 65) angeordneten
weiteren Anschlag (85) dichtend anlegbar ist.
2. Turbinenschaufel (63, 65) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Plattform (71) ein zweites, an einem zweiten Anschlag (81) auf der anderen Seite
des Schaufelblattes (67) festliegende Blechteil (77) umfasst.
3. Turbinenschaufel (63, 65) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Anschlag (81, 83) in Form einer Nut oder Kante ausgebildet ist.
4. Turbinenschaufel (63, 65) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der weitere Anschlag (85) in Form eines Auflagers gebildet ist.
5. Turbinenschaufel (63, 65) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste federelastische Blechteil (79) im Ruhezustand der Turbinenschaufel (63,
65) lose an dem weiteren Anschlag (85) anliegt.
6. Turbinenschaufel (63, 65) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste federelastische Blechteil (79) unter einer selbst erzeugten Vorspannung
an dem weiteren Anschlag (85) anliegt.
7. Turbinenschaufel (63, 65) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Plattformbereich (61) einen Schaufelfuß (35, 47) als eine lasttragende Struktur
aufweist.
8. Gasturbine (1) mit einem sich entlang einer Achse (3) erstreckenden Strömungskanal
(5) mit ringförmigem Querschnitt für ein Arbeitsmedium (M), einer zweiten (9, 13)
hinter einer ersten (7, 11) entlang der Achse (3) angeordneten Schaufelstufe, wobei
eine Schaufelstufe (7, 9, 11, 13) eine Anzahl von ringförmig angeordneten, sich radial
in den Strömungskanal (5) erstreckende Turbinenschaufeln (63, 65) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche aufweist.
9. Gasturbine (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei rotatorischem Betrieb einer Turbinenschaufel (63, 65) in Form einer Laufschaufel
(23) an einem axialen Turbinenrotor (19), eine durch die Rotation eine vom Fuße des
Schaufelblattes her in Richtung (99) des Schaufelblattes wirkende Fliehkraft erzeugt
ist, wobei das erste federelastische Blechteil (79) durch die Fliehkraft gegen einen
weiteren Anschlag (85) gedrückt und dadurch fliehkraftbefestigt anliegt.
10. Gasturbine (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei Betrieb einer Turbinenschaufel (63, 65) in Form einer Leitschaufel (21) an einem
peripheren Turbinengehäuse (15), durch ein Kühlmedium ein Druckgefälle vom Fuße des
Schaufelblattes her in Richtung (99) des Schaufelblattes erzeugt ist, wobei das erste
federelastische Blechteil (79) durch das Druckgefälle gegen einen weiteren Anschlag
(85) gedrückt ist und dadurch druckbefestigt anliegt.
11. Gasturbine (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste federelastische Blechteil (79) bei Betrieb der Turbinenschaufel (63, 65)
in der Gasturbine (1) die Funktion eines Dichtelements hat.
12. Gasturbine (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet dass,
zwischen einer ersten Turbinenschaufel (63) und einer benachbarten zweiten Turbinenschaufel
(65) der gleichen Schaufelstufe (7, 9, 11, 13) von einem ersten federelastischen Blechteil
(79) der ersten Turbinenschaufel (63) und von einem zweiten Blechteil (77) der zweiten
Turbinenschaufel (65) eine Begrenzung des Strömungskanals (5) gebildet ist, die durchgehend
ist.
13. Gasturbine (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen einer ersten Turbinenschaufel (63) der ersten Schaufelstufe (7, 11) und einer
axial zur ersten Turbinenschaufel (63) benachbarten zweiten Turbinenschaufel (65)
der zweiten Schaufelstufe (9, 13) von einem ersten federelastischen Blechteil (79)
der ersten Turbinenschaufel (63) und von einem zweiten Blechteil (77) der zweiten
Turbinenschaufel (63) eine Begrenzung (87) des Strömungskanals (5) gebildet ist, die
durchgehend ist.
14. Gasturbine (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein erstes an einer ersten Turbinenschaufel (63) angeordnetes federelastisches Blechteil
(77) und ein zweites an einer zweiten Turbinenschaufel (65) angeordnetes Blechteil
(79) gemeinsam an einem weiteren Anschlag (85) der einer der beiden Turbinenschaufeln
(63, 65) gehalten sind.
1. Turbine blade (63, 65) with a blade leaf (67, 69) arranged along a blade axis (73,
75) and with a platform region (61), which, arranged at the foot of the blade leaf
(67, 69), has a platform (71) extending transversely with respect to the blade axis
(73, 75), the platform (71) being formed at least partially by first resilient elastic
sheet metal part (79) fixed to a first abutment (83) arranged on the blade leaf (67,
69), characterized in that the sheet metal part (79) can be laid sealingly against the further abutment (85)
arranged on an adjacent turbine blade (63, 65).
2. Turbine blade (63, 65) according to Claim 1, characterized in that the platform (71) comprises a second sheet metal part (77) fixed to a second abutment
(81) on the other side of the blade leaf (67).
3. Turbine blade (63, 65) according to Claim 2, characterized in that each abutment (81, 83) is designed in the form of a groove or edge.
4. Turbine blade (63, 65) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the further abutment (85) is produced in the form of a bearing support.
5. Turbine blade (63, 65) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, in the state of rest of the turbine blade (63, 65), the first resilient elastic
sheet metal part (79) lies loosely against the further abutment (85).
6. Turbine blade (63, 65) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the first resilient elastic sheet metal part (79) lies against the further abutment
(85) under a self-generated prestress.
7. Turbine blade (63, 65) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the platform region (61) has a blade foot (35, 47) as a load-bearing structure.
8. Gas turbine (1), with a flow duct (5) extending along an axis (3) having an annular
cross section for a working medium (M), and a second (9, 13) blade stage arranged
downstream of a first (7, 11) along the axis (3), a blade stage (7, 9, 11, 13) having
a number of annularly arranged turbine blades (63, 65) according to one of the preceding
claims which extend radially into the flow duct (5).
9. Gas turbine (1) according to Claim 8, characterized in that, during the rotary operation of a turbine blade (63, 65) in the form of a moving
blade (23) on an axial turbine rotor (19), a centrifugal force acting from the foot
of the blade leaf in the direction (99) of the blade leaf is generated as the result
of rotation, the first resilient elastic sheet metal part (79) being pressed against
a further abutment (85) by means of the centrifugal force and thereby lying against
the latter, fastened by centrifugal force.
10. Gas turbine (1) according to Claim 8, characterized in that, during the operation of a turbine blade (63, 65) in the form of a guide blade (21)
on a peripheral turbine casing (15), a pressure drop from the foot of the blade leaf
in the direction (99) of the blade leaf is generated by a cooling medium, the first
resilient elastic sheet metal part (79) being pressed against a further abutment (85)
by means of the pressure drop and thereby lying against the latter, fastened by pressure.
11. Gas turbine (1) according to Claim 8 to 10, characterized in that, during the operation of the turbine blade (63, 65) in the gas turbine (1), the first
resilient elastic sheet metal part (79) has the function of a sealing element.
12. Gas turbine (1) according to one of Claims 8 to 11, characterized in that a boundary of the flow duct (5), which boundary is continuous, is formed, between
a first turbine blade (63) and an adjacent second turbine blade (65) of the same blade
stage (7, 9, 11, 13), by a first resilient elastic sheet metal part (79) of the first
turbine blade (63) and by a second sheet metal part (77) of the second turbine blade
(65).
13. Gas turbine (1) according to one of Claims 8 to 11, characterized in that a boundary (87) of the flow duct (5), which boundary is continuous, is formed, between
a first turbine blade (63) of the first blade stage (7, 11) and a second turbine blade
(65), axially adjacent to the first turbine blade (63), of the second blade stage
(9, 13), by a first resilient elastic sheet metal part (79) of the first turbine blade
(63) and by a second sheet metal part (77) of the second turbine blade (63).
14. Gas turbine (1) according to one of Claims 8 to 12, characterized in that a first resilient elastic sheet metal part (77) arranged on a first turbine blade
(63) and a second sheet metal part (79) arranged on a second turbine blade (65) are
held jointly at a further abutment (85) of one of the two turbine blades (63, 65).
1. Aube (63, 65) de turbine ayant une lame ( 67, 69 ) d'aube disposée le long d'un axe
( 73, 75 ) d'aube et une zone ( 61 ) de plateforme, qui est disposée à l'emplanture
de la lame ( 67, 69 ) d'aube, a une plateforme ( 71 ), qui s'étend transversalement
à l'axe ( 73, 75 ) de l'aube, dans laquelle la plateforme ( 71 ) est formée, au moins
en partie, par une première pièce ( 79 ) de tôle ayant une élasticité de ressort et
se fixant sur une première butée ( 83 ) disposée sur la lame ( 67, 69 ) de l'aube,
caractérisée en ce que
la pièce ( 79 ) de tôle peut être appliquée d'une manière étanche à une autre butée
( 85 ) disposée sur une aube ( 63, 65 ) voisine de turbine.
2. Aube ( 63, 65 ) de turbine suivant la revendication 1, caractérisée en ce que
la plateforme ( 71 ) comprend une deuxième pièce ( 77 ) de tôle se fixant sur une
deuxième butée ( 81 ) de l'autre côté de la lame ( 67 ) de l'aube.
3. Aube ( 63, 65 ) de turbine suivant la revendication 2, caractérisé en ce que
chaque butée ( 81, 83 ) est constituée sous la forme d'une rainure ou d'une arête.
4. Aube ( 63, 65 ) de turbine suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
l'autre butée ( 85 ) est constituée sous la forme d'un appui.
5. Aube ( 63, 65 ) de turbine suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la première pièce ( 79 ) de tôle ayant une élasticité de ressort s'applique, à l'état
de repos de l'aube ( 63, 65 ) de turbine, de manière lâche, sur l'autre butée ( 85
).
6. Aube ( 63, 65 ) de turbine suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
la première pièce ( 79 ) de tôle ayant une élasticité de ressort s'applique à l'autre
butée ( 85 ) sous une précontrainte produite de soi-même.
7. Aube ( 63, 65 ) de tôle suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la zone ( 61 ) de plateforme comporte une emplanture ( 35, 47 ) d'aube comme structure
supportant une charge.
8. Turbine ( 1 ) à gaz ayant un canal ( 5 ) d'écoulement s'étendant le long d'un axe
( 3 ) et de section transversale annulaire pour un fluide ( M ) de travail, un deuxième
étage d'aubes disposé le long de l'axe ( 3 ) derrière un premier étage ( 7, 11 ) d'aubes,
dans laquelle un étage ( 7, 9, 11, 13 ) d'aubes comporte un certain nombre d'aubes
( 36, 65 ) de turbine suivant l'une des revendications précédentes, disposées annulairement
et s'étendant radialement dans le canal ( 5 ) d'écoulement.
9. Turbine ( 1 ) à gaz suivant la revendication 8,
caractérisée en ce que
en fonctionnement en rotation d'une aube ( 63, 65 ) de turbine sous la forme d'une
aube ( 63 ) mobile sur un rotor ( 19 ) axial de turbine, une force centrifuge agissant
de l'emplanture de la lame de l'aube en direction ( 99 ) de la lame de l'aube est
produite par la rotation, la première pièce ( 79 ) de tôle ayant une élasticité de
ressort étant repoussée par la force centrifuge sur une autre butée ( 85 ) et s'appliquant
ainsi en étant fixée par la force centrifuge.
10. Turbine ( 1 ) à gaz suivant la revendication 8,
caractérisée en ce que,
lors du fonctionnement d'une aube ( 63, 65 ) de turbine sous la forme d'une aube (
21 ) directrice sur un carter ( 15 ) périphérique de turbine, une chute de pression
de l'emplanture de la lame de l'aube en direction ( 99 ) de la lame de l'aube est
produite par un fluide de refroidissement, la première pièce ( 79 ) de tôle ayant
une élasticité de ressort étant repoussée par la chute de pression sur une autre butée
( 85 ) et s'appliquant ainsi en étant fixée par la pression.
11. Turbine ( 1 ) à gaz suivant l'une des revendications 8 à 10,
caractérisée en ce que,
la première pièce ( 79 ) de tôle ayant une élasticité de ressort a, lorsque l'aube
( 63, 65 ) de turbine fonctionne dans la turbine ( 1 ) à gaz, la fonction d'un élément
d'étanchéité.
12. Turbine ( 1 ) à gaz suivant l'une des revendications 8 à 11,
caractérisée en ce que,
entre une première aube ( 63 ) de turbine et une deuxième aube ( 65 ) de turbine voisine
du même étage ( 7, 9, 11, 13 ) d'aubes, il est formé, par une première pièce ( 79
) de tôle ayant une élasticité de ressort de la première aube ( 63 ) de turbine et
par une deuxième pièce ( 77 ) de tôle de la deuxième aube ( 65 ) de turbine, une délimitation
du canal ( 5 ) d'écoulement qui est continue.
13. Turbine ( 1 ) à gaz suivant l'une des revendications 8 à 11,
caractérisée en ce que,
entre une première aube ( 63 ) de turbine du premier étage ( 7, 11 ) d'aubes et une
deuxième aube ( 65 ) de turbine du deuxième étage ( 9, 13 ) d'aubes voisine axialement
de la première aube ( 63 ) de turbine, il est formé, par une première pièce ( 79 )
de tôle ayant une élasticité de ressort de la première aube ( 63 ) de turbine et par
une deuxième pièce ( 77 ) de tôle de la deuxième aube ( 63 ) de turbine, une délimitation
( 87 ) du canal ( 5 ) d'écoulement qui est continu.
14. Turbine ( 1 ) à gaz suivant l'une des revendications 8 à 12,
caractérisée en ce que
une première pièce ( 77 ) de tôle ayant une élasticité de ressort et disposée sur
une première aube ( 63 ) de turbine et une deuxième pièce ( 79 ) de tôle disposée
sur une deuxième aube ( 65 ) de turbine sont maintenues conjointement sur une autre
butée ( 85 ) de l'une des deux aubes ( 63, 65 ) de turbine.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente