[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Überwachung eines Verbrennungsvorganges
eines Brenners, wie beispielsweise eines modulierenden Premix-Ölbrenners.
[0002] Premix-Ölbrenner verfügen über ein Gemischaufbereitungssystem für flüssige Brennstoffe,
bei dem eine Verdampfung des Brennstoffes erfolgt und nachfolgend eine Mischung mit
Verbrennungsluft durchgeführt wird. Wird ein solcher modulierender Ölbrenner im Zusammenhang
mit einem Brennwert-Kessel eingesetzt, ist die Überwachung der zugeführten Luftmenge
von besonderer Bedeutung.
[0003] Die Erfindung soll ein Verfahren angeben, das eine besonders gute Überwachung des
Verbrennungsvorganges eines Brenners ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird mittels eines Verfahrens gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst.
[0005] Bei dem Verfahren wird ein Quotient aus zwei vorbestimmten Parametern des Verbrennungsvorganges
gebildet und der Wert des Quotienten bestimmt. Dann wird geprüft, ob der Wert des
Quotienten in einem vorbestimmten Bereich liegt und ein dem Ergebnis dieser Prüfung
entsprechendes Erkennungssignal ausgegeben.
[0006] Durch diese Vorgehensweise kann auf sehr einfache Art und Weise eine äußerst genaue
Überwachung eines Verbrennungsvorganges eines Brenners ermöglicht werden.
[0007] Als Dividend des Quotienten wird ein Parameter verwendet, der von der zugeführten
Brennstoffmenge abhängt. Als Parameter kann hierfür beispielsweise die Frequenz eines
Ausgangssignals oder Ansteuersignals einer ein bestimmtes Volumen pro Impuls fördernden
Ölpumpe bestimmt werden.
[0008] Als Divisor des Quotienten kann ein Parameter verwendet werden, der von der zugeführten
Luftmenge abhängt. Die zugeführte Luftmenge kann durch radizieren des Überdruckes
der zugeführten Luftmenge ermittelt werden. Der Überdruck wiederum kann beispielsweise
mit Hilfe eines Drucksensors ermittelt werden, der im Luftstrom der zugeführten Luft
nach einem Gebläse und vor einer Mischeinrichtung angeordnet ist.
[0009] Alternativ kann der Divisor des Quotienten auch mit Hilfe der Drehzahl eines Gebläsemotors
des Gebläses bestimmt werden.
[0010] Vorteilhafter Weise wird der dem Erkennungssignal zu Grunde liegende Quotient mit
Hilfe eines Mikroprozessors kontinuierlich bestimmt. Dementsprechend wird auch das
Erkennungssignal kontinuierlich ausgegeben und zeigt somit stets den aktuellen Zustand
des Verbrennungsvorganges an.
[0011] Da aber ein Verdampfen des Brennstoffes mit einem gewissen zeitlichen Aufwand verbunden
ist, kann es von Vorteil sein, wenn der den Dividenden betreffende Parameter mit einer
vorbestimmten Verzögerung an den Mikroprozessor weitergegeben wird.
[0012] Ebenfalls ergeben sich bauliche Einsparungen, wenn zur Bestimmung des Quotienten
ein Mikroprozessor verwendet wird, der ohnehin Bestandteil der Steuereinrichtung des
Brenners ist.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figur erläutert.
[0014] In der Figur ist mit E eine Erkennungseinrichtung gekennzeichnet, die beispielsweise
durch einen Mikroprozessor gebildet werden kann. Dieser Erkennungseinrichtung E werden
zwei Signale zugeführt.
[0015] Das erste Signal ist ein Luftdrucksignal P eines analogen Drucksensors. Bei dem zweiten
Signal handelt es sich um Impulse eines Ansteuersignals einer volumetrischen Ölpumpe
mit der Frequenz F.
[0016] Die Erkennungseinrichtung E bestimmt aus dem ersten Signal eine Information über
die dem Verbrennungsvorgang zugeführte Luftmenge und aus dem zweiten Signal eine Information
über die dem Verbrennungsvorgang zugeführte Brennstoffmenge. Die Erkennungseinrichtung
E bildet aus diesen beiden Informationen einen Quotienten und überprüft, ob dieser
Quotient in einem vorbestimmten Bereich liegt. Der vorbestimmte Bereich kann auch
mehrere Teilbereiche erfassen, die nicht notwendigerweise zusammen hängen.
[0017] Die Erkennungseinrichtung verfügt des weiteren über einen digitalen Ausgang A. Kommt
die Erkennungseinrichtung zu dem Ergebnis, dass der Quotient in dem vorbestimmten
Bereich liegt, gibt sie eine logische "1" aus, anderenfalls eine logische "0".
[0018] Üblicherweise beansprucht die Verdampfung des Brennstoffes eine gewisse Zeit. Aus
diesem Grund kann vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung das einem zweiten
Eingang zugeführte Signal dementsprechend zeitlich verzögert um eine genaue Zuordnung
der Parameter des Verbrennungsprozesses zu ermöglichen.
[0019] Mittels dem gezeigten Verfahren kann mittels der gezeigten Einrichtung auf einfache
Art und Weise eine genaue Überwachung eines Verbrennungsvorganges eines Brenners erfolgen.
1. Verfahren zur Überwachung eines Verbrennungsvorganges eines Brenners, bei dem
(a) ein Quotient aus zwei vorbestimmten Parametern des Verbrennungsvorganges gebildet
wird und der Wert des Quotienten bestimmt wird,
(b) geprüft wird, ob der Wert des Quotienten in einem vorbestimmten Bereich liegt,
und
(c) ein Erkennungssignal ausgegeben wird, das angibt, ob der Wert des Quotienten in
einem vorbestimmten Bereich liegt oder nicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Dividend des Quotienten ein Parameter verwendet wird, der von der zugeführten
Brennstoffmenge abhängt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Divisor des Quotienten ein Parameter verwendet wird, der von der zugeführten
Luftmenge abhängt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Divisor des Quotienten ein Parameter verwendet wird, der vom Überdruck der zugeführten
Luft abhängt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Divisor des Quotienten aus der Frequenz eines Ausgangssignals oder Ansteuersignals
einer ein bestimmtes Volumen pro Impuls fördernden Ölpumpe bestimmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Divisor des Quotienten mit Hilfe eines durch den Luftstrom bestimmten Drucksignals
eines Drucksensors bestimmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Divisor des Quotienten mit Hilfe der Drehzahl eines Gebläsemotors bestimmt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Divisor des Quotienten aus der Wurzel des Überdruckes der zugeführten Luft bestimmt
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Quotient kontinuierlich bestimmt und das Erkennungssignal kontinuierlich ausgegeben
wird.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Quotient mit Hilfe eines Mikroprozessors gebildet wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikroprozessor Bestandteil einer Steuereinrichtung des Brenners ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucksensor zur Abgabe des Drucksignals in Strömungsrichtung der zugeführten
Luft nach einem Gebläse und vor einer Mischeinrichtung angeordnet ist, in der die
zugeführte Luft mit dem zugeführten Brennstoff vermischt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner durch einen modulierenden Premix-Ölbrenner gebildet wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der den Dividenden betreffende Parameter mit einer vorbestimmten zeitlichen Verzögerung
berücksichtigt wird.