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(11) |
EP 1 708 876 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2012 Patentblatt 2012/24 |
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Anmeldetag: 18.12.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/014449 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/072951 (11.08.2005 Gazette 2005/32) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER DÄMMSTOFFBAHN AUS MINERALFASERN SOWIE DÄMMSTOFFBAHN
METHOD FOR THE PRODUCTION OF A WEB OF INSULATING MATERIAL AND WEB OF INSULATING MATERIAL
PROCEDE DE FABRICATION D'UNE BANDE DE MATERIAU ISOLANT A PARTIR DE FIBRES MINERALES
ET BANDE DE MATERIAU ISOLANT AINSI OBTENUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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HR |
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Priorität: |
31.01.2004 DE 102004004954 29.09.2004 DE 102004047193
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.10.2006 Patentblatt 2006/41 |
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Patentinhaber: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG |
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45966 Gladbeck (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KLOSE, Gerd-Rüdiger
46286 Dorsten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wanischeck-Bergmann, Axel |
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Stenger - Watzke - Ring
intellectual property
Am Seestern 8 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 831 162 WO-A-95/20708 WO-A-98/57000
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WO-A-92/10602 WO-A-97/01006 DE-C1- 4 319 340
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Dämmstoffbahn aus Mineralfasern,
insbesondere aus Steinwolle und/oder Glaswolle, bei dem die Mineralfasern aus einer
Schmelze hergestellt und auf einer Fördereinrichtung als Primärvlies abgelegt werden,
das Primärvlies rechtwinklig zu seiner Längserstreckung aufgependelt und als Sekundärvlies
auf einer zweiten Fördereinrichtung abgelegt wird, das Sekundärvlies anschließend
derart bewegt wird, dass die Mineralfasern im Wesentlichen einen Verlauf rechtwinklig
zu den großen Oberflächen des Sekundärvlieses einnehmen und das Sekundärvlies anschließend
durch einen Trennschnitt parallel zu den großen Oberflächen des Sekundärvlieses in
zumindest zwei Dämmstoffbahnen unterteilt wird, die jeweils eine große Oberfläche
und eine im Wesentlichen flächengleiche, der großen Oberfläche gegenüberliegend angeordnete
Trennfläche aufweisen. Die Erfindung betrifft ferner eine Dämmstoffbahn aus mit einem
Bindemittel gebundenen Mineralfasern, insbesondere aus Mineralwolle und/oder Glaswolle,
mit einer großen Oberfläche und einer beim Aufteilen eines Sekundärvlieses in zwei
Dämmstoffbahnen entstehenden Trennfläche, wobei die Mineralfasern im Bereich der Trennfläche
rechtwinklig zur Trennfläche und im Bereich der Oberfläche und einem Winkel abweichend
von 90° zur großen Oberfläche, insbesondere parallel zur großen Oberfläche verlaufend
angeordnet sind, und mit einer Kaschierung.
[0002] Dämmstoffe aus glasig erstarrten Mineralfasern werden nach der chemischen Zusammensetzung
handelsüblich in Glaswolle- und Steinwolle-Dämmstoffe unterschieden. Beide Varietäten
unterscheiden sich durch die chemische Zusammensetzung der Mineralfasern. Die Glaswolle-Fasern
werden aus silikatischen Schmelzen hergestellt, die große Anteile an Alkalien und
Boroxiden aufweisen, die als Flussmittel wirken. Diese Schmelzen weisen einen breiten
Verarbeitungsbereich auf und lassen sich mit Hilfe von rotierenden Schüsseln, deren
Wandungen Löcher aufweisen, zu relativ glatten und langen Mineralfasern ausziehen,
die zumeist mit Gemischen aus duroplastisch aushärtenden Phenol-Formaldehyd- und Harnstoffharzen
zumindest teilweise gebunden werden. Der Anteil dieser Bindemittel in den Glaswolle-Dämmstoffen
beträgt beispielsweise ca. 5 bis ca. 10 Masse-% und wird nach oben auch dadurch begrenzt,
dass der Charakter eines nichtbrennbaren Dämmstoffs erhalten bleiben soll. Die Bindung
kann auch mit thermoplastischen Bindemitteln wie Polyacrylaten erfolgen. Der Fasermasse
werden weitere Stoffe, wie beispielsweise Öle in Mengen unter ca. 0,4 Masse-% zur
Hydrophobierung und zur Staubbindung hinzugefügt. Die mit Bindemitteln und sonstigen
Zusätzen imprägnierten Mineralfasern werden als Faserbahn auf einer langsam laufenden
Fördereinrichtung aufgesammelt. Zumeist werden die Mineralfasern mehrerer Zerfaserungsvorrichtungen
nacheinander auf dieser Fördereinrichtung abgelegt. Dabei sind die Mineralfasern in
einer Ebene weitgehend richtungslos orientiert. Sie lagern aber ausgesprochen flach
übereinander. Durch leichten vertikalen Druck wird die Faserbahn auf die gewünschte
Dicke und über die Fördergeschwindigkeit der Fördereinrichtung gleichzeitig auf die
erforderliche Rohdichte verdichtet und die Bindemittel in einem Härteofen mittels
Heißluft ausgehärtet, so dass die Struktur der Faserbahn fixiert wird.
[0003] Bei der Herstellung von Steinwolle-Dämmstoffen werden imprägnierte Mineralfasern
als möglichst dünnes und leichtes Mineralfaservlies, einem sogenannten Primärvlies
aufgesammelt und mit hoher Geschwindigkeit aus dem Bereich der Zerfaserungsvorrichtung
weggeführt, um erforderliche Kühlmittel gering zu halten, die andernfalls im Verlauf
des weiteren Herstellungsverfahren mit weiterem Energieaufwand wieder aus der Faserbahn
zu entfernen wären. Aus dem Primärvlies wird eine endlose Faserbahn aufgebaut, die
eine gleichmäßige Verteilung der Mineralfasern aufweist.
[0004] Das Primärvlies besteht aus relativ groben Faserflocken, in deren Kernbereichen auch
höhere Bindemittel-Konzentrationen vorliegen, während in den Randbereichen schwächer
oder gar nicht gebundene Mineralfasern vorherrschen. Die Mineralfasern sind in den
Faserflocken etwa in Transportrichtung ausgerichtet. Steinwolle-Dämmstoffe weisen
Gehalte an Bindemitteln von ca. 2 bis ca. 4,5 Masse-% auf. Bei dieser geringen Menge
an Bindemitteln ist auch nur ein Teil der Mineralfasern in Kontakt mit den Bindemitteln.
Als Bindemittel werden vorwiegend Gemische aus Phenol-, Formaldehyd- und Harnstoffharzen
verwendet. Ein Teil der Harze wird auch schon durch Polysaccharide substituiert. Anorganische
Bindemittel werden wie auch bei den Glaswolle-Dämmstoffen nur für spezielle Anwendungen
der Dämmstoffe eingesetzt, da diese deutlich spröder sind, als die weitgehend elastisch
bis plastisch reagierenden organischen Bindemittel, was dem angestrebten Charakter
der Dämmstoffe aus Mineralfasern als elastisch-fedemde Baustoffe entgegen kommt. Als
Zusatzmittel werden zumeist hochsiedende Mineralöle in Anteilen von 0,2 Masse-%, in
Ausnahmefällen auch ca. 0,4 Masse-% verwendet.
[0005] Üblicherweise werden die Primärvliese mit Hilfe einer pendelnd aufgehängten Fördereinrichtung
quer über eine weitere Fördereinrichtung abgelegt, was die Herstellung einer aus einer
Vielzahl von schräg aufeinander liegenden Einzellagen bestehenden endlosen Faserbahn
ermöglicht. Durch eine horizontal in Förderrichtung gerichtete und eine gleichzeitige
vertikale Stauchung kann die Faserbahn mehr oder weniger intensiv aufgefaltet werden.
Die Achsen der Hauptfaltungen sind horizontal ausgerichtet und verlaufen somit quer
zu der Förderrichtung.
[0006] Die auf die Faserbahn einwirkenden Kräfte führen dazu, dass bindemittelreiche Kernzonen
zu schmalen Lamellen verdichtet und aufgefaltet werden, wobei sich Hauptfalten mit
Faltungen in Flanken ergeben. Gleichzeitig werden die weniger gebundenen oder bindemittelfreien
Mineralfasern in den Zwickeln der Faltungen und zwischen den Lamellen leicht gerollt
und dabei leicht komprimiert. Die Feinstruktur besteht somit aus relativ steifen Lamellen,
die durch ihre zahlreichen Faltungen eine gewisse Flexibilität aufweisen, aber parallel
zu den Faltungsachsen relativ steif sind und Zwischenräume ausbilden, die leicht kompressibel
sind. Durch die Auf- und Verfaltungen steigen die Druckfestigkeit und die Querzugfestigkeit
der Faserbahn gegenüber einer normalen, insbesondere ausgesprochen flachen Anordnung
der Mineralfasern deutlich an. Die Biegefestigkeit der Faserbahn bzw. der von ihr
abgetrennten Abschnitte in Form von Platten oder Dämmfilzen ist deshalb in Querrichtung
deutlich höher als in Produktionsrichtung. Bei Dachdämmplatten mit Rohdichten von
ca. 130 bis 150 kg/m
3 ist die Biegefestigkeit in Querrichtung größenordnungsmäßig drei- bis viermal so
hoch, wie die Biegefestigkeit in Produktionsrichtung.
[0007] Diese Abhängigkeit der mechanischen Eigenschaften von der Orientierung der Mineralfasern
in dem Dämmstoff wird zur Herstellung von Lamellen für Lamellenplatten und handelsüblichen
Lamellenbahnen genannten Produkten genutzt.
[0008] Bei Lamellen handelt es sich um zumeist 200 mm breite Dänimstoffelemente, die in
Produktionsrichtung von einer zumindest entsprechend dicken Faserbahn abgeschnitten
werden. Die Mineralfasern in der Faserbahn bzw. in den besonders festen Lamellen sind
hierbei rechtwinklig zu den Schnittflächen, die nunmehr die großen Oberflächen der
Lamellen sind, orientiert. Lamellen mit Rohdichten von über ca. 75 kg/m
3 sind deshalb als zug- und druckfeste Dämmschicht auf Außenwänden von Gebäuden verwendbar
und können auf der Außenwand verklebt und anschließend mit einer bewehrten Putzschicht
verputzt werden. Eine derartige Dämmung wird als Wärmedämm-Verbundsystem bezeichnet.
Die druckfeste Lamelle ist in Längsrichtung ausreichend biegsam, um auch auf gekrümmte
Bauteile aufgeklebt werden zu können. Gleichzeitig ist sie rechtwinklig zu den Seitenflächen
noch so kompressibel, dass mit geringem Anpressdruck Abweichungen von der jeweiligen
Länge und Breite (Maßtoleranzen) zwischen den einzelnen Lamellen ausgeglichen werden
können. Damit lassen sich fugendichte Dämmschichten herstellen. Mehrere Lamellen werden
ferner auch zu Lamellenplatten zusammengesetzt.
[0009] Lamellenplatten im Rohdichte-Bereich von ca. 30 bis ca. 100 kg/m
3, vorzugsweise < 60 kg/m
3 werden in gewünschter Materialstärke in Produktionsrichtung als Lamellen von einer
zwischen ca. 75 bis 250 mm dicken Fasernbahn abgetrennt, die flach liegend quer auf
ein geschlossenes Trägermaterial, wie beispielsweise Aluminium-, Aluminiumverbund-,
mit Gittergelegen bewehrte Aluminium-Polyethylen-Verbundfolien und ähnlichen Folien
oder beispielsweise auf Papierbahnen aufgeklebt werden. Die einzelnen Lamellen werden
dabei nur unter leichtem Druck aneinander gedrückt und bilden zumeist keine geschlossene
Dämmschicht. Um aus Brandschutzgründen wenig brennbare Substanz in der Lamellenplatte
zu haben, sind die spezifischen Mengen an beispielsweise Dispersionsklebem sehr gering.
Verfahrenstechnisch noch einfacher lassen sich beispielsweise Aluminium-Polyethylen-Verbundfolien
mit der Oberfläche der Lamellen durch Erwärmen der vielfach nur ca. 0,03 bis ca. 0,06
mm dicken Polyethylenfolie verbinden.
[0010] Auf die gleiche Art lassen sich Lamellenplatten auch aus Glaswolle-Faserbahnen mit
rechtwinklig zu den großen Oberflächen verlaufenden Mineralfasern herstellen. Die
glatten Mineralfasern sind in diesen Lamellenplatten ausgesprochen parallel zueinander
gerichtet und gegenüber Seitenkräften sehr leicht zu komprimieren, zumal die Rohdichten
generell niedriger sind, als die der Lamellenplatten aus Steinwolle-Dämmstoffen.
[0011] Aus Lamellen lassen sich ferner Lamellenbahnen herstellen, die Breiten von beispielsweise
500 mm oder 1000 mm, Dicken von ca. 20 mm bis ca. 100 mm sowie Längen von mehreren
Metern aufweisen. Aufgrund der Orientierung der Mineralfasern rechtwinklig zu den
großen Oberflächen lassen sich ebene Flächen, beispielsweise von großen Lüftungskanälen
mit einer ebenen und relativ festen Dämmschicht versehen. Gleichzeitig können die
Lamellenbahnen aufgrund der hohen Kompressibilität in Richtung der Breite der Lamellen,
d.h. in Längsrichtung der Lamellenbahnen ohne Weiteres um Rohrleitungen mit geringen
Durchmessern geführt werden und ergeben dort eine gleichmäßige Ummantelung. Begünstigt
wird dieses Verhalten durch die Fugen zwischen den einzelnen Lamellen, da hier die
Queraussteifung des Dämmstoffs unterbrochen ist.
[0012] Lamellenbahnen und Lamellenplatten mit einer geringen Breite ermöglichen bei konstanter
Krafteinwirkung größere Verformungen als Lamellenbahnen und Lamellenplatten mit größerer
Breite. Der mögliche Biegeradius dieser Dämmelemente nimmt mit zunehmender Dämmdicke
und Rohdichte ab. Die mit kleiner werdendem Biegeradius ansteigende Kompression der
inneren Zonen der Faserbahn führt naturgemäß zu einer erheblichen Verdichtung, aber
auch zur Erhöhung der Druckfestigkeit in diesen Zonen. Lamellenbahnen eignen sich
deshalb wie feste, aber wesentlich aufwendiger herzustellende Rohrschalen als tragende
Schicht für die Ummantelung von Rohrleitungen, beispielsweise mit glatten oder profilierten
Blechen aus beispielsweise Stahl, Aluminium, Kunststoff-Folien, Gips- oder Mörtelschichten.
Die rechtwinklig oder bei Rohrleitung radial zu den gedämmten Oberflächen ausgerichteten
Mineralfasern führen zu einer Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe gegenüber
solchen Dämmstoffen, die eine laminare Faserstruktur aufweisen oder gegenüber Rohrschalen,
in denen die Mineralfasern konzentrisch um die Mittelachse der Rohrleitung angeordnet
sind.
[0013] Die Herstellung von Lamellen ist verfahrungstechnisch aufwendig und führt zu einer
geringen Durchlaufgeschwindigkeit der Produktionsanlagen. Die Verklebungstechnik ist
zudem für die teilweise ein hohes Gewicht aufweisenden Lamellen im Wesentlichen ungeeignet.
Eine Klebeverbindung zwischen benachbarten Lamellen kann ferner dadurch geschwächt
sein, dass im Bereich der Klebeflächen lose Mineralfasern oder Mineralfaserbruchstücke
(Staub) vorhanden sind.
[0014] Lamellenbahnen werden zur Lagerung und zum Transport fest aufgerollt und mit einer
Umhüllung umwickelt. Hierbei werden die Lamellen am Anfang und am Ende einer Rolle
stark auf Scherung beansprucht. Nach dem Entrollen fallen diese Lamellen leicht ab.
Die Lamellen werden sogar abgeschleudert, wenn der Lamellenbahn erlaubt wird, sich
nach dem Entfernen der Umhüllungen durch Einwirkung der großen Rückstellkräfte selbständig
zu entrollen. Bei diesem unkontrollierten Entrollvorgang wird das Ende der Rolle peitschenartig
durch die Luft geschleudert, so dass bereits teilweise abgelöste Lamellen durch die
Beschleunigung oder den starken Aufprall des Endes auf den Boden vollständig abgelöst
werden.
[0015] Weiterhin besteht die Gefahr, dass sich einzelne Lamellen von der Lamellenbahn lösen,
wenn die Lamellen versehentlich nach außen geklappt werden. Wegen der von vornherein
ungenügenden Festigkeit der Verbindung der Lamellen und den negativen Einwirkungen
bei der Handhabung der Lamellenbahnen scheiden Trägerschichten, die nur partiell mit
den Lamellen verklebt sind, weitgehend aus. Hierzu gehören beispielsweise Gittergewebe
aus Glasfasern oder ähnliche flächige Gebilde.
[0016] Die als einzelne Elemente aufgeklebten Lamellenplatten haben verarbeitungstechnisch
den Vorteil, dass notwendige Trennschnitte entweder entlang der Querfugen zwischen
benachbarten Lamellen ausgeführt werden können oder diese zumindest als Hilfslinie
für die Führung eines Schneidwerkzeugs dienen. Die Querfugen können ferner als Knickstelle
auf der Trägerschicht markiert werden, um durch Abklappen der Lamellen die Lamellenplatten
hinsichtlich ihrer Größe an die Einbaubedingungen anzupassen.
[0017] Eine wesentlich wirtschaftlichere Methode zur Herstellung von Dämmstoffen mit der
für Lamellen, Lamellenplatten oder Lamellenbahnen charakteristischen Orientierung
der Mineralfasern ist in der
EP 0 741 827 B1 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird ein dünnes Primärvlies durch eine sich auf
und ab bewegende Fördereinrichtung aufgefaltet und endlos sowie schlaufenförmig auf
eine zweite Fördereinrichtung aufgelegt. Hierbei entstehen einzelne Lagen, die in
horizontaler Richtung aneinander gedrückt und in Abhängigkeit von der je nach der
angestrebten Rohdichte unterschiedlich gestaucht werden. Zu diesem Zweck wird das
Primärvlies zwischen zwei drucksteifen Bändern geführt, welche zunächst nur die Höhe
des Primärvlieses begrenzen. Bereits hierdurch werden die Mineralfasern in den bogenförmig
umgelenkten Bahnen des Primärvlieses parallel zu Begrenzungsflächen ausgerichtet.
Um weitgehend ebene Oberflächen zu erhalten, kann das Primärvlies auch aktiv in vertikaler
Richtung gestaucht werden.
[0018] Diese Ausrichtung der Mineralfasern im Primärvlies kann in einer separaten Vorrichtung
erfolgen, wird aber zweckmäßig in Verbindung mit einem Härteofen vorgenommen. Im Härteofen
wird die endlose Faserbahn zwischen zwei Druckbändern, von denen mindestens eines
in vertikaler Richtung verfahrbar ist, mit Heißluft in vertikaler Richtung durchströmt.
Die Druckbänder weisen drucksteife Elemente mit Löchern auf, in die sich Oberflächenbereiche
der Faserbahn eindrücken, wodurch die Oberflächen eine Profilierung erhalten. In den
beiden Oberflächen der Faserbahn kann es zu einer weiteren Ausrichtung der Mineralfasern,
einer weiteren Verdichtung gegenüber den darunter liegenden Bereichen und unter Umständen
zu einer leichten Bindemittelanreicherung kommen.
[0019] Mit Hilfe der durch die Heißluft übertragenen Wärmeenergie wird die Faserbahn mit
den darin enthaltenen Binde- und/oder Imprägniermitteln erwärmt, so dass in der Faserbahn
vorhandene Feuchtigkeit ausgetrieben wird und die Bindemittel aushärten, in dem sie
verbindende Filme oder Festkörper bilden. Nach der Fixierung der Faserbahn durch Verfestigung
der Bindemittel zeigt sich im Längsschnitt eine Struktur, in der die Mineralfasern
im Kern des Primärvlieses überwiegend rechtwinklig zu den großen Oberflächen der endlosen
Faserbahn orientiert sind. In den oberflächennahen Bereichen sind die Mineralfasern
parallel zu den großen Oberflächen ausgerichtet. Wegen der relativ großen Steifigkeit
des Kerns des Primärvlieses können die Mineralfasern bei entsprechend großen vertikalen
Drücken auch pilzartig gestaucht und/oder nach unten hin zwischen die Zonen mit rechtwinklig
zu den großen Oberflächen verlaufenden Mineralfasern gedrückt sein. Zwischen den bogenförmig
umgelenkten Bahnen des Primärvlieses verbleiben generell kleine Zwickel, die als unterschiedlich
breite und unterschiedlich tiefe Querfurchen in den beiden großen Oberflächen der
endlosen Faserbahn auftreten.
[0020] Im Horizontalschnitt unterscheiden sich die höher verdichteten Zonen mit den rechtwinklig
zu den großen Oberflächen verlaufenden Mineralfasern deutlich von den Zwischenzonen
mit einer flachen Anordnung der Mineralfasern. Im Querschnitt ist die Struktur weniger
gleichmäßig als bei Dämmplatten, die zur Herstellung von Lamellen verwendet werden.
So ist beispielsweise die Biegezugfestigkeit wegen der Inhomogenität der Struktur
bei vergleichbarer Rohdichte niedriger.
[0021] Die in den oberflächennahen Zonen flach liegenden Mineralfasern verringern deutlich
die Wärmeleitfähigkeit rechtwinklig zu den großen Oberflächen. Aus der
EP 1 321 595 A2 ist es bekannt, dass die Querzugfestigkeit zwischen diesen Mineralfasern schwach
ausgebildet ist, so dass diese flach liegenden Mineralfasern entfernt werden, um festere
Verbindungen der daraus hergestellten Dämmplatten, beispielsweise mit Bekleidungen
für die Herstellung von Sandwichelementen oder bei der Verwendung als Putzträger in
Wärmedämm-Verbundsystemen zu erreichen.
[0022] Da sich die oberflächennahen Zonen aber je nach Verdichtung im Bereich beider großen
Oberflächen bis hin zu Tiefen von ca. 15 mm bis ca. 35 mm in die Faserbahn erstrecken,
ist deren Entfernung mit erheblichen Materialverlusten verbunden, sofern die abgetrennten
Zonen nicht selbst als Dämmstoffe verwendet werden. Derartige Koppelproduktionen gelten
aber als schwierig und werden nach Möglichkeit vermieden.
[0023] Aus der
EP 0 741 827 B1 ist ferner die Herstellung von kaschierten Dämmfilzen bekannt, bei der die endlose
schlaufenförmig aufgefaltete Faserbahn auf beiden großen Oberflächen mit Trägerschichten
aus Aluminiumfolien verklebt werden und die Faserbahn anschließend mittig und parallel
zu ihren großen Oberflächen aufgeschnitten wird, so dass letztlich zwei gleich dicke
und kaschierte Faserbahnen entstehen, die anschließend aufgerollt werden. Bei den
auf diese Weise hergestellten, als Dämmfilze bezeichneten Faserbahnen ist nur eine
partielle Verklebung mit der Trägerschicht möglich. Diese partielle Verklebung und
die geringe Querzugfestigkeit der Mineralfasern führt zu einem nur geringe Festigkeit
aufweisenden Verbund, dessen Verbindung im Vergleich zu einer Lamellenplatte bzw.
einer Lamellenmatte aus Lamellen wesentlich weniger fest ist. Dieser Unterschied spielt
aber bei einer kontinuierlich verklebten Faserbahn insbesondere beim Ablösen der Trägerschichten
an den beiden Enden keine bedeutende Rolle. Jedoch führen die außenliegenden, unkaschierten
kompressiblen Zonen zu Unebenheiten.
[0024] Die
EP 0 867 572 A2 beschreibt ferner ein Dämmelement aus Mineralfasern, bestehend aus einem Mineralfaservlies
und/oder mehreren miteinander verbundenen Lamellen und zumindest einer auf einer Hauptfläche
aufgebrachten Kaschierung in Form einer Folie. Dieses Dämmelement besteht somit aus
einer dünnen gleichförmigen Faserbahn aus flach übereinanderliegenden und miteinander
verbundenen einzelnen Mineralfasern mit einer Materialstärke von weniger als 15 mm
sowie einer Kaschierung und mehreren, miteinander verbundenen Lamellen. Die Kaschierung
kann sowohl auf der dünnen Faserbahn als auch auf den Lamellen aufgebracht sein.
[0025] Aus der
DD 248 934 A3 und der in dieser als Stand der Technik genannten
EP 1 152 094 A1 sowie der
DE 197 58 700 C2 sind Verfahren bekannt, bei denen eine mit Binde- und sonstigen Zusatzmitteln imprägnierte
Faserbahn in Lamellen unterteilt wird, die um 90° gedreht und anschließend horizontal
aneinander gedrückt und vertikal gestaucht werden, so dass Lamellenbahnen entstehen.
Es ist auch vorgesehen, dass die einzelnen Lamellen unterschiedlich verdichtet und
aus verschiedenen Materialien ausgebildet werden. Nach dem Zusammenfügen der einzelnen
Lamellen sind die Mineralfasern je nach der Orientierung in der ursprünglichen Faserbahn
mehr oder weniger rechtwinklig zu den großen Oberflächen orientiert. Durch den unabdingbaren
vertikalen Druck werden auch hier die in den beiden oberflächennahen Zonen vorhandenen
Mineralfasern umgebogen und in einer flachen Lagerung fixiert.
[0026] Festigkeitssteigernd kann sich bei dem in der
EP 0 741 827 B1 wie auch in der
DD 248 934 A3 beschriebenen Verfahren auswirken, dass bei dem Passieren des Härteofens die jeweils
oberste, wenige Mikrometer bis Millimeter dicke Zone der Faserbahn stärker verdichtet
und mit Bindemitteln angereichert wird, als die unmittelbar darunter liegenden Zonen.
Damit kann ein festerer Kontakt mit der Kaschierung hergestellt werden, wenngleich
die für den Gebrauch entscheidende Querzugfestigkeit der Faserbahn vornehmlich durch
die tiefer angeordneten Zonen beeinflusst wird.
[0027] Ausgehend von dem voranstehend beschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung
daher die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren zur Herstellung einer Dämmstoffbahn
aus Mineralfasern dahingehend zu verbessern, dass die herzustellende Dämmstoffbahn
hinsichtlich ihrer Festigkeitseigenschaften und ihrer Verarbeitbarkeit, insbesondere
im Bereich von Gebäudeaußenflächen und Rohrleitungsmantelflächen verbessert bzw. vereinfacht
ist. Darüber hinaus liegt er Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Dämmstoffbahn aus mit einem Bindemittel gebundenen
Mineralfasern zu schaffen, die verbesserte Verarbeitungseigenschaften und insbesondere
auch verbesserte Festigkeitseigenschaften sowie weitere Eigenschaften von Lamellen
bzw. Lamellenbahnen oder-platten in zumindest gleicher Güte aufweist.
[0028] Die
Lösung dieser Aufgabenstellung sieht bei einem gattungsgemäßen Verfahren vor, dass auf zumindest
eine der Trennflächen der beiden Dämmstoffbahnen eine Kaschierung aufgebracht wird.
Die
Lösung der Aufgabenstellung bei einer erfindungsgemäßen Dämmstoffbahn sieht vor, dass die
Kaschierung auf der Trennfläche angeordnet ist. Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten erfindungsgemäßen Dämmstoffbahnen sollen möglichst mit der Grundcharakteristik
von Lamellenplatten übereinstimmende Eigenschaften aufweisen.
[0029] Erfindungsgemäß wird daher die Kaschierung nicht auf die kompressiblen, schwach gebundenen
Bereiche der Dämmstoffbahn aufgebracht, sondern auf die querzugfesten und gleichzeitig
drucksteifen Trennflächen, nämlich in Bereiche mit rechtwinklig zur Kaschierung orientierten
Mineralfasern. Die den Trennflächen gegenüberliegend angeordneten Oberflächen sind
demgegenüber in Richtung ihrer Flächennormalen kompressibel und können sich demzufolge
Unebenheiten der zu dämmenden Fläche, beispielsweise einer Gebäudefassade anpassen,
während die dann außenliegend angeordneten Trennflächen mit der Kaschierung ausgesprochen
glatt bleiben. Mit derartigen Dämmstoffbahnen können beispielsweise auch Flansche
von Lüftungskanälen, Muffen oder Schellen bei Rohrleitungen bis zu einer gewissen
Höhe gedämmt werden, ohne dass dies Auswirkung auf die Ausbildung der außenliegenden
Flächen der Wärmedämmung hat. Flansche von Lüftungskanälen, Muffen oder Schellen bei
Rohrleitungen können daher mit einer entsprechenden Dämmstoffbahn aus Mineralfasern
derart überlappt werden, dass die Außenfläche keine Unebenheiten aufweist.
[0030] Die durch die primäre Auffaltung des Primärvlieses bedingten Faltungen können hierbei
als Knick- oder Biegebereich wirken, wodurch sich die innenliegend angeordnete Oberfläche
der Dämmstoffbahn entsprechend einem Polygonzug leichter der außenliegend angeordneten
runden Oberfläche der zu dämmenden Fläche anpasst.
[0031] Bei Dämmstoffbahnen für Außenwandflächen einer belüfteten Bekleidung, die beispielsweise
in Form aufrollbarer Dämmfilze oder Dämmplatten eingesetzt werden und auch bei der
Kerndämmung hinter einer äußeren Mauerwerksschale Verwendung finden, ergeben sich
aus der Kompressibilität der Dämmstoffbahn wesentliche wirtschaftliche Vorteile hinsichtlich
der Verarbeitung und der Montage der erfindungsgemäßen Dämmstoffbahn.
[0032] Ergänzend kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sein, dass die in den
großen Oberflächen im Wesentlichen parallel zu den großen Oberflächen verlaufenden
Mineralfasern entfernt werden. Demzufolge werden auch die großen Oberflächen derart
bearbeitet, dass in den großen Oberflächen ein Faser verlauf im Wesentlichen rechtwinklig
zu diesen großen Oberflächen vorherrscht. Durch diese Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann zum einen eine exakte Dicke der Dämmstoffbahn eingestellt werden und
zum anderen die Festigkeitseigenschaften dahingehend verändert werden, dass auch die
großen Oberflächen der Dämmstoffbahnen ausreichend druckfest sind. Eine derart ausgebildete
Dämmstoffbahn gleicht in ihren Eigenschaften der Grundcharakteristik einer Lamellenmatte.
Das Entfernen der im Wesentlichen parallel zu den großen Oberflächen verlaufenden
Mineralfasern hat darüber hinaus die Wirkung, dass eine optisch ansprechende, insbesondere
ebene große Oberfläche geschaffen wird.
[0033] Die Faserbahn, welche gemäß dieser Erfindung abschließend in zumindest zwei Dämmstoffbahnen
unterteilt wird, weist mit Bindemitteln gebundene Mineralfasern auf, die gegebenenfalls
durch hydrophobierende und/oder staubbindende Mittel oder andere Zusätze imprägniert
und endlos ausgebildet ist. Die Mineralfasern sind im Inneren der Faserbahn bis in
oberflächennahen Bereichen überwiegend rechtwinklig zu den außenliegenden großen Oberflächen
der Faserbahn orientiert. Unterhalb der beiden großen außenliegenden Oberflächen der
Faserbahn sind die Mineralfasern in kleiner werdenden Winkeln bis parallel zu den
großen Oberflächen ausgerichtet. In den Bereichen der großen Oberflächen können die
Mineralfasern in einer höheren Dichte und mit zusätzlichen Bindemitteln gebunden sein.
[0034] Die Faserbahn kann zur Bildung der Dämmstoffbahnen vor einem Härteofen durch den
parallel zu den großen Oberflächen der Faserbahn bzw. des Sekundärvlieses geführten
Trennschnitt aufgetrennt werden. Der Trennschnitt kann hierbei mittig aber auch außermittig
durchgeführt werden, so dass entweder zwei eine gleiche Materialstärke aufweisende
Dämmstoffbahnen oder Dämmstoffbahnen unterschiedlicher Materialstärke hergestellt
werden können. Durch den Trennschnitt werden die Trennflächen ausgebildet, auf die
luftdurchlässige und/oder wärmefeste Vliese, Gewebe und/oder Gelege aufgebracht werden.
Diese voranstehend genannten Kaschierungen können beispielsweise aus Glas-, Natur-
und/oder organischen Chemiefasern bestehen. Die Chemiefasern können beispielsweise
aus Kohlenstoff, Aramid-, Terephthalat-, Polyamid- oder Polypropylenfasern bzw. aus
Mischungen dieser voranstehend genannten Chemiefasern ausgebildet sein.
[0035] Vorzugsweise handelt es sich bei den Kaschierungen um zugfeste, bahnenförmig ausgebildete
Kaschierungen, wobei die Kaschierungen ein- oder mehrlagig ausgebildet sind. Weist
die Kaschierung mehrere Lagen auf, so können diese Lagen aus unterschiedlichen Fasern
ausgebildet sein. Insbesondere können beispielsweise Glasfaser-Wirrvliese mit Wirrvliesen
aus thermoplastischen Fasern oder mit gelochten Folien aus Thermoplasten verbunden
werden.
[0036] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die zugfesten, bahnenförmigen
Kaschierungen mit der Dämmstoffbahn verklebt werden, wobei sich hierzu insbesondere
Heißschmelzkleber als geeignet erwiesen haben, die linienförmig und/oder punktförmig
auf die Kaschierung und/oder die Trennfläche der Dämmstoffbahn aufgetragen werden.
[0037] Neben den voranstehenden Wirkungen können die Kaschierungen auch als äußere Verstärkungs-,
Schutz-, Filter- und/oder Dekorationsschichten dienen.
[0038] Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, die Kaschierungen rollenförmig in den Bereich zwischen den, nach dem Trennschnitt
entstehenden beiden Dämmstoffbahnen anzuordnen und den Trennflächen der Dämmstoffbahnen
zuzuführen, bevor die derart miteinander verbundenen Kaschierungen und Dämmstoffbahnen
aufgewickelt werden, wobei die Kaschierung im Wickel innenliegend angeordnet ist.
[0039] Bei der Trennung der Faserbahn in die zu kaschierenden Teilbahnen, nämlich Dämmstoffbahnen
kann es zu einer Beeinträchtigung, nämlich Verringerung der Klebefähigkeit der in
der Faserbahn enthaltenen Bindemittel kommen. Um dieser Beeinträchtigung entgegenzuwirken,
können die in der Faserbahn vorhandenen Bindemittel beispielsweise durch Lösungsmittel,
wie insbesondere Wasser aktiviert werden. Zu diesem Zweck laufen die Dämmstoffbahnen
über Kontaktwalzen, durch welche sie mit dem Lösungsmittel benetzt werden. Alternativ
oder ergänzend können weitere Bindemittel, vorzugsweise in geringen Mengen auf die
Oberflächen und die Trennflächen der Dämmstoffbahnen gesprüht werden.
[0040] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Kaschierung zumindest einseitig, nämlich
zumindest auf der der Trennfläche zugewandten Oberfläche eine dünne Schicht eines
beispielsweise hochviskosen Dispersionsklebers oder eines beispielsweise mit Pigmenten
gefüllten Wasser-Silikat-Kunststoff-Klebers aufweist, die als Imprägnierung angeordnet
ist. Voraussetzung ist, dass die Kaschierung eine ausreichende Materialstärke aufweist,
um diese dünne Schicht tragen zu können. Es sind selbstverständlich auch weitere Kleber
verwendbar, soweit diese eine Viskosität aufweisen, die es ermöglicht, dass die Kleber
nicht von den häufig kapillar saugend wirkenden Dämmstoffbahnen aufgesogen werden,
so dass sich die Dämmstoffbahnen nachfolgend bis zur Sprödbrüchigkeit mit diesen Klebern
sättigen. Diese negativen Auswirkungen zeigen sich beispielsweise bei der Imprägnierung
von Glasfaser-Wirrvliesen oder Glasfaser-Geweben mit duroplastischen Harzen, die dann
anschließend auf die Trennfläche der Dämmstoffbahn aufgebracht und gemeinsam mit der
Dämmstoffbahn einem Härteofen zur Aushärtung des Bindemittels zugeführt werden. Bei
der Verwendung eines hochviskosen Dispersionsklebers oder eines mit Pigmenten gefüllten
Wasser-Silikat-Kunststoff-Klebers sowie eines vergleichbaren Klebers ist eine vollflächige
Verklebung der Kaschierung auf der Trennfläche möglich, da die Kaschierung das Eindringen
der einzelnen Mineralfasern in eine Lochung eines Druckbandes des Härteofens und somit
die Bildung einer Oberflächenprägung verhindern. Darüber hinaus werden keine zusätzlichen
Vorrichtungen zur Aushärtung des Klebers benötigt und der Energieverbrauch für die
Aushärtung des Klebers reduziert.
[0041] Die beiden aus dem Sekundärvlies gebildeten Dämmstoffbahnen können gemeinsam mit
den auf den jeweiligen Trennflächen aufgebrachten Kaschierungen vor dem Härteofen
zusammengeführt und gemeinsam durch den Härteofen geführt werden, in dem die Bindemittel
des Sekundärvlieses und der Kleber zwischen der Kaschierung und der Trennfläche mittels
Heißluft verfestigt bzw. ausgehärtet werden. Anschließend können die derart ausgebildeten
Dämmstoffbahnen in Längsrichtung besäumt und auf die entsprechende Länge abgelängt
werden, wobei das Ablängen in Längen erfolgt, die zu einer aufwickelbaren Dämmstoffbahn
oder in kürzeren Abschnitten zu Dämmstoffplatten führen. Die aus den Dämmstoffbahnen
hergestellten Dämmstoffe aus beispielsweise Steinwolle weisen Rohdichten zwischen
23 kg/m
3 und 70 kg/m
3 auf, während entsprechende Dämmstoffbahnen aus Glaswolle Rohdichten im Bereich zwischen
12 kg/m
3 und 55 kg/m
3 haben.
[0042] Nach dem voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird das Sekundärvlies vor
dem Härteofen in die Dämmstoffbahnen unterteilt, welche vor dem Härteofen mit den
Kaschierungen auf den entsprechenden Trennflächen versehen werden. Alternativ kann
vorgesehen sein, dass das Sekundärvlies erst nach dem Durchlaufen des Härteofens in
die Dämmstoffbahnen unterteilt wird, welche auch demzufolge erst nach dem Durchlaufen
des Härteofens mit der Kaschierung verbunden werden können. In diesem Fall erhält
das Sekundärvlies vor dem Aufteilen in die Dämmstoffbahnen seine endgültige Struktur,
indem das Bindemittel im Härteofen ausgehärtet wird. Der Trennschnitt wird mit einer
Bandsäge durchgeführt, wobei entstehender Sägestaub unmittelbar im Bereich der Bandsäge
abgesaugt wird, so dass dieser nicht an den Trennflächen anhaftet und das Verkleben
der Kaschierung mit den Dämmstoffbahnen nachteilig beeinflusst.
[0043] Der Kleber zum Verkleben der Dämmstoffbahnen mit den Kaschierungen wird entweder
auf die Trennflächen der Dämmstoffbahnen oder auf die Kaschierung direkt aufgebracht,
wenn die Kaschierungen nicht bereits werksseitig mit einer entsprechenden Kleberschicht
ausgebildet sind.
[0044] Neben den bereits voranstehend genannten luftdurchlässigen und hitzebeständigen Kaschierungen
können auch Folien als Kaschierungen verwendet werden. Beispielsweise eignet sich
eine Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie als Kaschierung für die voranstehend dargestellten
Zwecke. Diese Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie kann darüber hinaus durch Glasfaser-Gittergelege
bewehrt sein. Die Polyethylenschicht wird beim Aufbringen der Kaschierung auf die
Trennfläche der Dämmstoffbahn mittels einer mitlaufenden Heizwalze erhitzt, so dass
diese Polyethylenschicht erweicht und mit den Spitzen der Mineralfasern der Dämmstoffbahn
verschweißt.
[0045] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann vorgesehen sein, dass die beiden aus dem
Sekundärvlies ausgebildeten Dämmstoffbahnen identisch ausgebildet sind, so dass beide
Dämmstoffbahnen auch identische Kaschierungen tragen. Es besteht aber ohne Weiteres
auch die Möglichkeit, dass die beiden Dämmstoffbahnen insbesondere hinsichtlich der
Kaschierung unterschiedlich ausgebildet werden. Es wurde bereits voranstehend darauf
hingewiesen, dass die beiden Dämmstoffbahnen unterschiedliche Materialstärke aufweisen
können, wenn der Trennschnitt nicht mittig durchgeführt wird. Darüber hinaus können
die aus einem Sekundärvlies hergestellten beiden Dämmstoffbahnen auch hinsichtlich
der Art und der Materialstärke der Kaschierung unterschiedlich ausgebildet werden.
Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, lediglich eine Dämmstoffbahn mit einer Kaschierung
auszubilden, während die zweite Dämmstoffbahn ohne Kaschierung weiter verarbeitet,
beispielsweise aufgewickelt wird. Es besteht ferner die Möglichkeit, eine Dämmstoffbahn
mit Kaschierung aufzuwickeln, während die zweite Dämmstoffbahn mit oder ohne Kaschierung
in Dämmstoffplatten unterteilt wird. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit,
die aufzuwickelnde Dämmstoffbahn ohne Kaschierung aufzuwickeln, während die zweite
Dämmstoffbahn vor ihrer Aufteilung in Dämmstoffplatten mit zumindest einer Kaschierung
verklebt wird.
[0046] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kaschierungen
gemeinsam mit den Dämmstoffbahnen randseitig beschnitten werden, so dass die Kaschierungen
bündig mit den Dämmstoffbahnen abschließen.
[0047] Bei der Verwendung erfindungsgemäßer Dämmstoffbahnen für die Dämmung von Rohrleitungen
werden diese mit ihren in Längsachsenrichtung verlaufenden Schmalseiten aneinander
anliegend an der Rohrleitung angeordnet, so dass sich eine vollständige Dämmung der
Rohrleitung ausbildet. Der Übergangsbereich der Stoßstellen benachbarter Dämmstoffbahnen
kann hierbei in einfacher Weise mit selbstklebenden Folienbändern abgedeckt werden,
da die entsprechenden Dämmstoffbahnen eine ausreichende Steifigkeit aufweisen, die
ansonsten nur bei aus dem Stand der Technik bekannten Lamellenmatten gegeben ist.
Die selbstklebenden Folienbänder können aber auch bereits Bestandteil der Kaschierung
sein, soweit diese über einen Längskantenbereich der Dämmstoffbahn hinausragt. Derart
ausgebildet ist die erfindungsgemäße Dämmstoffbahn insbesondere für die Dämmung von
Rohrleitungen geeignet, die der Führung von Medien dienen, deren Temperatur unter
den Umgebungstemperaturen liegen. Durch diese Ausgestaltung kann das Eindringen von
Wasserdampf zuverlässig verhindert werden, soweit die Kaschierung aus dampfbremsenden
Verbundfolien ausgebildet ist, von denen ein Randbereich über eine in Längsachsenrichtung
der Dämmstoffbahn verlaufende Seitenfläche übersteht, so dass dieser Randbereich auf
die Kaschierung einer benachbart angeordneten Dämmstoffbahn aufgeklebt werden kann.
[0048] Neben einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Dämmstoffbahn mit einem einseitig
überstehenden Randbereich der Kaschierung ist selbstverständlich auch eine Ausführungsform
denkbar, bei der die Kaschierung über zwei, insbesondere parallel verlaufende Randbereiche
der Dämmstoffbahn hervorstehen. Um das Aufwickeln einer derartigen Dämmstoffbahn zu
erleichtern, kann vorgesehen sein, dass zumindest im Bereich eines überstehenden Randbereichs
der Kaschierung ein dünner Papierstreifen mit aufgerollt wird.
[0049] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die aufgeklebten
Kaschierungen, insbesondere die aufgeklebten Folien Markierungen aufweisen. Ist die
Kaschierung als Aluminium-Folie ausgebildet, so können diesbezüglich regelmäßig wiederkehrende
Prägungen oder mit Hilfe von Farben aufgebrachte Markierungen in Form von beispielsweise
Balken oder Pfeilen vorgesehen sein. Hierbei hat es sich als ausreichend erwiesen,
wenn die Markierungen in beiden in Längsachsenrichtung der Dämmstoffbahn verlaufenden
Randbereiche angeordnet sind und eine Länge zwischen 2 und 10 cm aufweisen. Hilfsweise
sind die Markierungen in Abständen von ca. 10 cm angeordnet, so dass die Markierungen
insbesondere als Hilfsmittel beim Zuschneiden der Dämmstoffbahnen dienen. Sind die
Markierungen als Pfeile ausgebildet, so können diese darüber hinaus auch die Förderrichtung
eines Mediums in einer Rohrleitung bzw. einem Lüftungskanal anzeigen.
[0050] Bei entsprechend widerstandsfähigen Kaschierungen, die sich in der Wärme verfärbende
Substanzen, beispielsweise Bindemittel enthalten, können die Markierungen auch mit
Hilfe eines Laserstrahls aufgebracht werden.
[0051] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der eine Ausführungsform einer Anlage zur Durchführung
eines Verfahrens zur Herstellung einer Dämmstoffbahn aus Mineralfasern dargestellt
ist. In dieser Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen ersten Abschnitt einer schematisch dargestellten Anlage zur Herstellung einer
Dämmstoffbahn aus Mineralfasern und
- Figur 2
- einen zweiten Abschnitt der Anlage zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung
einer Dämmstoffbahn aus Mineralfasern gemäß Figur 1.
[0052] Figur 1 zeigt den ersten Abschnitt einer Anlage 1 zur Herstellung einer Dämmstoffbahn
2 (Figur 2) aus Mineralfasern 3. Die Mineralfasern 3 werden aus einem silikatischen
Material, beispielsweise natürlichen und/oder künstlichen Steinen hergestellt, indem
in einem Kupolofen 4 das silikatische Material geschmolzen und die Schmelze 5 einem
Zerfaserungsaggregat 6 zugeführt wird. Das Zerfaserungsaggregat 6 weist mehrere rotierend
angetriebene Spinnräder 7 auf, von denen in Figur 1 lediglich ein Spinnrad 7 dargestellt
ist.
[0053] Der Kupolofen 4 weist ausgangsseitig eine Ausgußrinne 8 auf, über die die Schmelze
5 aus dem Kupolofen 4 auf die Spinnräder 7 fließt.
[0054] Durch die rotatorische Bewegung der Spinnräder 7 werden die Mineralfasern 3 aus der
Schmelze 5 gebildet und auf einem ersten Förderband 9 gesammelt. Auf diesem ersten
Förderband 9 bildet sich ein Primärvlies 10, in dem die mit im Zerfaserungsaggregat
6 mit Bindmitteln versetzten Mineralfasern 3 in im Wesentlichen gleicher Richtung
ausgerichtet und laminar angeordnet sind. Das Primärvlies 10 wird sodann über ein
zweites Förderband 11, welches im Unterschied zum ersten Förderband 9 kein Sammelförderband,
sondern ein Transportförderband ist, einer nachgeschalteten Bearbeitungsstation 12
übergeben.
[0055] In der Bearbeitungsstation 12 wird die allgemeine Transportrichtung des Primärvlieses
10 geändert. Diese Änderung erfolgt von der ursprünglichen Längsrichtung in einen
Transport in die ursprüngliche Querrichtung des Primärvlieses 10. Die Förderrichtung
ist in Figur 1 durch einen Pfeil 13 dargestellt.
[0056] Das Primärvlies 10 wird über eine Walze 14 transportiert, deren Zweck es ist, die
Transportrichtung des Primärvlieses 10 aus einer im Wesentlichen horizontalen Richtung
in eine im Wesentlichen vertikale Richtung zu ändern, um das Primärvlies 10 einer
weiteren Bearbeitungsstation 15 zuzuführen. Diese weitere Bearbeitungsstation 15 weist
zwei parallel zueinander verlaufende Förderbänder 16, 17 auf, zwischen denen das Primärvlies
10 geführt ist. Die Förderbänder 16, 17 sind pendelnd angeordnet und pendeln das Primärvlies
10 rechtwinklig zu seiner Längserstreckung als Sekundärvlies 18 auf einer nicht näher
dargestellten weiteren Fördereinrichtung auf, welche parallel zu den Förderbändern
9 und 11 verläuft.
[0057] Das derart aufgependelte Sekundärvlies 18 wird sodann einer Verdichtungsstation 19
zugeführt, in welcher das Sekundärvlies 18 komprimiert wird. Die Verdichtungsstation
19 weist ein oberes Förderband 20 und ein unteres Förderband 21 auf, zwischen denen
das Sekundärvlies 18 läuft. Die beiden Förderbänder 20 und 21 der Verdichtungsstation
19 sind pendelnd angeordnet und haben neben der Funktion der Verdichtung des Sekundärvlieses
18 auch die Funktion, das verdichtete Sekundärvlies 18 in Längsrichtung mäandrierend
aufzupendeln. Dieses Aufpendeln des Sekundärvlieses 18 führt dazu, dass das Sekundärvlies
18 in seinem mittleren Bereich eine Orientierung der Mineralfasern 3 aufweist, die
rechtwinklig zu den großen Oberflächen 22, 23 ausgerichtet ist. In Zonen unmittelbar
unterhalb der großen Oberflächen 22, 23 weist das Sekundärvlies 18 eine Orientierung
der Mineralfasern 3 auf, die unter einem Winkel abweichend von der Orthogonalen zu
den großen Oberflächen 22, 23 bis hin zu einer parallelen Ausrichtung relativ zu diesen
großen Oberflächen 22, 23 variiert. Diese Anordnung und Orientierung der Mineralfasern
3 in dem Sekundärvlies 18 resultiert aus dem Aufpendeln des Sekundärvlieses 18 im
Anschluss an die Verdichtungsstation 19.
[0058] Das aufgependelte Sekundärvlies 18 wird unmittelbar nach dem Aufpendeln einer Bearbeitungsstation
24 zugeführt, die ein oberes Förderband 25 und ein unteres Förderband 26 aufweist
und deren Fördergeschwindigkeiten im Vergleich zur Fördergeschwindigkeit der Verdichtungsstation
19 geringer ist, so dass das aufgependelte Sekundärvlies 18 in seiner Längsrichtung
komprimiert und die einzelnen Mäander des aufgependelten Sekundärvlieses 18 zusammengeschoben
werden.
[0059] Der Bearbeitungsstation 24 ist eine weitere Bearbeitungsstation 27 nachgeschaltet,
die ebenfalls ein oberes Förderband 28 und ein unteres Förderband 29 aufweist, zwischen
denen das aufgependelte Sekundärvlies 18 gefördert wird. Die Bearbeitungsstation 27
weist eine weitergehend reduzierte Fördergeschwindigkeit des Sekundärvlieses 18 auf,
um die Verdichtung und die Homogenisierung des aufgependelten Sekundärvlieses 18 fortzusetzen.
[0060] Das derart vorbereitete Sekundärvlies 18 bildet ein Endprodukt, das zur Bildung von
bestimmten Dämmstoffbahnen 2 aus Mineralfasern 3, wie zum Beispiel Dämmstoffplatten
oder Dämmstoffbahnen 2 weiterverarbeitet werden kann, wie dies nachfolgend in Bezug
zu Figur 2 beschrieben wird.
[0061] Das mäandrierend aufgefaltete und komprimierte Sekundärvlies 18 wird einem Härteofen
30 zugeführt, indem zwei parallel zueinander verlaufende Förderbänder 31 und 32 angeordnet
sind. In dem Härteofen 30 wird Heißluft durch die Förderbänder 31, 32 und somit auch
durch das Sekundärvlies 18 gefördert, welche Heißluft das in dem Sekundärvlies 18
zur Verbindung der einzelnen Mineralfasern 3 enthaltene Bindemittel aushärtet. Durch
die Aushärtung des Bindemittels wird das Sekundärvlies 18 in seiner geometrischen
Form, die es vor dem Härteofen durch die Bearbeitungsstationen 12, 15, 19 und 24 sowie
27 erhalten hat, fixiert.
[0062] Der Abstand der beiden Förderbänder 31, 32 im Härteofen 30 ist auf die Materialstärke
des Sekundärvlieses 18 eingestellt und durch die Fördergeschwindigkeit der Förderbänder
31, 32 im Verhältnis zur erforderlichen Heißluftmenge, um das Bindemittel auszuhärten,
begrenzt.
[0063] Im Anschluss an den Härteofen 30 läuft das Sekundärvlies 18 durch eine erste Sägestation
33, die eine Bandsäge 34 mit einem bandförmigen Sägeblatt 35 aufweist, mit welchem
Sägeblatt 35 das Sekundärvlies 18 durch einen Trennschnitt parallel zu den großen
Oberflächen 22, 23 in zwei Dämmstoffbahnen 2 unterteilt wird, die jeweils eine große
Oberfläche 22, 23 und eine im Wesentlichen flächengleiche, der jeweiligen großen Oberfläche
22, 23 gegenüberliegende Trennfläche 36 aufweisen.
[0064] Das eine Breite von 2.400 mm aufweisende Sekundärvlies 18 wird anschließend durch
eine Kreissäge mit einem Kreissägeblatt 37 in Längsrichtung in vier Teilbahnen unterteilt,
wobei jede Teilbahn letztendlich eine Dämmstoffbahn 2 darstellt und eine Breite von
1.200 m aufweist.
[0065] Die in Längsrichtung durch den Trennschnitt parallel zu den großen Oberflächen 22,
23 des Sekundärvlieses 18 getrennten Dämmstoffbahnen 22 werden voneinander abgehoben
und einer Kaschierungsstation 38 zugeführt, in der auf die Trennflächen 36 der Dämmstoffbahnen
2 eine Kaschierung 39 aufgebracht wird. Die Kaschierung 39 ist hierbei für jede Dämmstoffbahn
2 als Kaschierungsrolle 40 bevorratet, wobei die Kaschierung 39 mit der Förderung
der Dämmstoffbahn 2 von der Kaschierungsrolle 40 abgezogen und flächengleich mit der
Dämmstoffbahn 2 verklebt wird. Im Anschluss an die Kaschierungsstation 38 werden die
Dämmstoffbahnen 2 aufgewickelt und verpackt. Zu diesem Zweck werden die Dämmstoffbahnen
2 in einem vorbestimmten Längenmaß von dem Sekundärvlies 18 durch einen Schnitt rechtwinklig
zur Längsrichtung der Dämmstoffbahn 2 abgelängt.
[0066] Die Kaschierung 39 ist als ein luftdurchlässiges und wärmefestes Vlies aus Glasfasern
ausgebildet und bildet eine äußere Verstärkungs-, Schutz-, Filter- und Dekorationsschicht.
Die Verbindung der Kaschierung 39 mit der Dämmstoffbahn 2 in der Kaschierungsstation
38 erfolgt durch einen auf die Dämmstoffbahn 2 aufgesprühten hochviskosen Dispersionskleber,
der in Abhängigkeit der erforderlichen Verbindung zwischen der Kaschierung 39 und
der Dämmstoffbahn 2 sowie seiner Klebewirkung vollflächig, punktuell oder streifenförmig
aufgesprüht wird. Die Kaschierung 39 ist auf der Trennfläche 36 der Dämmstoffbahn
2 angeordnet, so dass die Kaschierung 39 mit den Faserspitzen der rechtwinklig zu
der Trennfläche 36 der Dämmstoffbahn 2 verbunden ist. Es kann ergänzend vorgesehen
sein, dass vor dem Wickeln der Dämmstoffbahn 2 die im Bereich der großen Oberflächen
22, 23 vorhandenen Mineralfasern 3, die von einer rechtwinkligen Orientierung zu den
großen Oberflächen 22, 23 abweichen, durch Schneiden oder Schleifen entfernt werden.
1. Verfahren zur Herstellung einer Dämmstoffbahn aus Mineralfasern, insbesondere aus
Steinwolle und/oder Glaswolle, bei dem die Mineralfasern aus einer Schmelze hergestellt
und auf einer Fördereinrichtung als Primärvlies abgelegt werden, das Primärvlies rechtwinklig
zu seiner Längserstreckung aufgependelt und als Sekundärvlies auf einer zweiten Fördereinrichtung
abgelegt wird, das Sekundärvlies anschließend derart bewegt wird, dass die Mineralfasern
im wesentlichen einen Verlauf rechtwinklig zu den großen Oberflächen des Sekundärvlieses
einnehmen und das Sekundärvlies anschließend durch einen Trennschnitt parallel zu
den großen Oberflächen des Sekundärvlieses in zumindest zwei Dämmstoffbahnen unterteilt
wird, die jeweils eine große Oberfläche und eine im wesentlichen flächengleiche, der
großen Oberfläche gegen-überliegend angeordnete Trennfläche aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf zumindest eine der Trennflächen (36) der beiden Dämmstoffbahnen (2) eine Kaschierung
(39) aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in den großen Oberflächen (22, 23) im wesentlichen parallel zu den großen Oberflächen
(22, 23) verlaufenden Mineralfasern (3) entfernt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämmstoffbahnen (2) vor und/oder nach dem Aufbringen der Kaschierung (39) einem
Härteofen (30) zugeführt werden, in dem ein im Primärvlies (10) bereits enthaltenes
Bindemittel ausgehärtet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trennschnitt zur Ausbildung der Dämmstoffbahnen (2) mittig zwischen den großen
Oberflächen (22, 23) des Sekundärvlieses (18) ausgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) als ein luftdurchlässiges und/oder wärmefestes Vlies, Gewebe
oder Gelege, insbesondere aus Glas- und/oder Naturfasern oder organischen Chemiefasern,
wie beispielsweise aus Kohlenstoff, Aramid, Terephthalat, Polyamid, Polypropylen bzw.
Mischungen daraus oder als Folie, beispielsweise Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie
und zumindest einlagig und insbesondere in Form von zugfesten Bahnen aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) mehrlagig aufgebracht wird, wobei die Lagen der Kaschierung
(39) vorzugsweise unterschiedlich ausgebildet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagen der Kaschierung (39) aus Glasfaser-Wirrvlies mit Lagen aus Wirrvliesen
aus thermoplastischen Fasern und/oder aus gelochten Folien aus Thermoplasten miteinander
verbunden werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) mit der Dämmstoffbahn (2) verklebt wird, wobei die Verklebung
vorzugsweise teilflächig, insbesondere linienförmig und/oder punktförmig erfolgt und
wobei beispielsweise Heißkleber verwendet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) als äußere Verstärkungs-, Schutz-, Filter-und/oder Dekorationsschicht
ausgebildet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) von einem Wickel (40) abgezogen und gemeinsam mit der Dämmstoffbahn
(2) einer Verarbeitungsstation (38) zugeführt wird, in der die Kaschierung (39) mit
der Dämmstoffbahn (2) verbunden wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lagen der Kaschierung (39) von einem Wickel (40) abgezogen werden.
12. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Dämmstoffbahn (2) vorhandene Bindemittel vor der Verbindung mit der Kaschierung
(39) durch Lösungsmittel, beispielsweise Wasser aktiviert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aktivierung der Bindemittel durch Kontaktwalzen erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bindemittel auf die Trennfläche (36) der Dämmstoffbahn (2) aufgesprüht wird,
bevor die Kaschierung (39) aufgebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Dämmstoffbahn (2) und der Kaschierung (39) eine Schicht einer Imprägnierung,
insbesondere aus einem hochviskosen Dispersionskleber oder aus einem mit Pigmenten
gefüllten Wasser-Silikat-Kunststoff-Kleber angeordnet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Imprägnierung mit einer hohen Viskosität aufgetragen wird, so dass die Imprägnierung
nicht von der Kaschierung (39) aufgesaugt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Dämmstoffbahnen (2) nach dem Aufbringen der Kaschierungen (39) zusammengeführt
und gemeinsam einem Härteofen (30) zugeführt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämmstoffbahnen (2) nach dem Verlassen des Härteofens (30) in Längsrichtung besäumt,
abgelängt und aufgewickelt oder in einzelne Dämmplatten unterteilt und einer Verpackungsvorrichtung
zugeführt werden.
19. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Auftrennen des Sekundärvlieses (18) in Dämmstoffbahnen (2) entstehender Mineralfaserstaub
vor dem Aufbringen der Kaschierung (39) entfernt, insbesondere abgesaugt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Folie mit einem Glasfaser-Gittergelege bewehrt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie derart erwärmt wird, dass die Polyethylenschicht
erweicht und mit Mineralfaserspitzen der Dämmstoffbahn (2) verschweißt.
22. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) aus unterschiedlichen Lagen ausgebildet wird.
23. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) flächenmäßig größer ausgebildet wird, als die Trennfläche (36),
so dass die Kaschierung (39) insbesondere über zumindest eine Längsseite der Dämmstoffbahn
(2) hervorsteht.
24. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Kaschierung (39) Markierungen angeordnet werden, die dem Ablängen der Dämmstoffbahn
(2) dienen.
25. Dämmstoffbahn aus mit einem Bindemittel gebundenen Mineralfasern, insbesondere aus
Mineralwolle und/oder Glaswolle, mit einer großen Oberfläche und einer beim Aufteilen
eines Sekundärvlieses in zwei Dämmstoffbahnen entstehenden Trennfläche, wobei die
Mineralfasern im Bereich der Trennfläche rechtwinklig zur Trennfläche und im Bereich
der Oberfläche unter einem Winkel abweichend von 90° zur großen Oberfläche, insbesondere
parallel zur großen Oberfläche verlaufend angeordnet sind, und mit einer Kaschierung,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) auf der Trennfläche (36) angeordnet ist.
26. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) als ein luftdurchlässiges und/oder wärmefestes Vlies, Gewebe
oder Gelege, insbesondere aus Glas- und/oder Naturfasern oder organischen Chemiefasern,
wie beispielsweise aus Kohlenstoff, Aramid, Terephthalat, Polyamid, Polypropylen bzw.
Mischungen daraus oder als Folie, beispielsweise Aluminium-Polyethylen-Verbundfolie
und zumindest einlagig und insbesondere in Form von zugfesten Bahnen ausgebildet ist.
27. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) mehrlagig ausgebildet ist, wobei die Lagen der Kaschierung vorzugsweise
unterschiedlich ausgebildet sind.
28. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagen der Kaschierung (39) aus Glasfaser-Wirrvlies mit Lagen aus Wirrvliesen
aus thermoplastischen Fasern und/oder aus gelochten Folien aus Thermoplasten verbunden
sind.
29. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) mit der Dämmstoffbahn (2) verklebt ist, wobei die Verklebung
vorzugsweise teilflächig, insbesondere linienförmig und/oder punktförmig ausgebildet
und beispielsweise mit einem Heißkleber ausgeführt ist.
30. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) als äußere Verstärkungs-, Schutz-, Filter-und/oder Dekorationsschicht
ausgebildet ist.
31. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Dämmstoffbahn (2) und der Kaschierung (39) eine Schicht einer Imprägnierung,
insbesondere aus einem hochviskosen Dispersionskleber oder aus einem mit Pigmenten
gefüllten Wasser-Silikat-Kunststoff-Kleber angeordnet ist.
32. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Imprägnierung eine hohe Viskosität aufweist, so dass die Imprägnierung nicht
von der Kaschierung (39) aufgesaugt wird.
33. Dämmstoffbahn nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Folie mit einem Glasfaser-Gittergelege bewehrt ist.
34. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) aus unterschiedlichen Lagen ausgebildet ist.
35. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaschierung (39) flächenmäßig größer ausgebildet ist, als die Trennfläche (36),
so dass die Kaschierung (39) insbesondere über zumindest eine Längsseite der Dämmstoffbahn
(2) hervorsteht.
36. Dämmstoffbahn nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Kaschierung (39) Markierungen angeordnet sind, die dem Ablängen der Dämmstoffbahn
(2) dienen.
1. A method for producing a web of insulating material made of mineral fibres, in particular
rock wool and/or glass wool, wherein the mineral fibres are produced from a melt and
are deposited onto a conveyor as a primary non-woven material, the primary non-woven
material is wrinkled perpendicular to its longitudinal extension and is deposited
as a secondary non-woven material onto a second conveyor, subsequent the secondary
non-woven material is moved such that the mineral fibres extend perpendicular to the
large surfaces of the secondary non-woven material and the secondary non-woven material
is subsequently divided into at least two webs of insulating material by means of
a separating cut parallel to the large surfaces of the secondary non-woven material,
said webs of insulating material respectively comprising a large surface and a fractured
surface, said fractured surface having substantially the same area as the large surface
and which is arranged opposite said large surface, characterized in that a lamination (39) is applied to at least one of the fractured surfaces (36) of said
two webs of insulating material (2).
2. The method according to claim 1, characterized in that the mineral fibres (3) in said large surfaces (22, 23) which extend substantially
parallel to said large surfaces (22, 23) are removed.
3. The method according to claim 1, characterized in that said webs of insulating material (2) are fed to a hardening furnace (30) before and/or
after applying the lamination (39), in which hardening furnace (30) a bonding agent
already contained in the primary non-woven material (10) is hardened.
4. The method according to claim 1, characterized in that the separating cut for forming the webs of insulating material (2) is made centrally
between the said large surfaces (22, 23) of the secondary non-woven material (18).
5. The method according to claim 1, characterized in that said lamination (39) is applied as an air-permeable and/or heat-resistant non-woven,
woven or two-dimensional structure, in particular from glass and/or natural fibres
or organic chemical fibres like e.g. from carbon, aramide, terephthalate, polyamide,
polypropylene or mixtures thereof or as a foil, for example an aluminium-polyethylene
composite foil, and at least in one layer and particularly in the form of tension-resistant
webs.
6. The method according to claim 1, characterized in that the lamination (39) is applied in several layers, said layers of the lamination (39)
being preferably formed differently from each other.
7. The method according to claim 6, characterized in that the layers of the lamination (39) made of a glass fibre tangled web are connected
to layers made of tangled webs from thermoplastic fibres and/or perforated foils from
thermoplastic materials.
8. The method according to claim 1, characterized in that said lamination (39) is bonded to the web of insulating material (2), wherein said
bonding is preferably effected over a partial area, particularly in the form of lines
or dots, and wherein for example heat-sealing adhesives are used.
9. The method according to claim 1, characterized in that said lamination (39) is formed as an external reinforcement, protection, filter and/or
decorative layer.
10. The method according to claim 1, characterized in that said lamination (39) is drawn off a roll (40) and is fed together with the web of
insulating material (2) to a processing station (38), where said lamination (39) is
connected to said web of insulating material (2).
11. The method according to claim 10, characterized in that several layers of said lamination (39) are drawn off a roll (40).
12. The method according to claim 1, characterized in that bonding agents present in said web of insulating material (2) are activated by means
of solvents like for example water, prior to being connected to the lamination (39).
13. The method according to claim 12, characterized in that the activation of said bonding agents is effected by means of contact rollers.
14. The method according to claim 1, characterized in that said bonding agent is sprayed onto the fractured surface (36) of the web of insulating
material (2), prior to applying the lamination (39).
15. The method according to claim 1, characterized in that between said web of insulating material (2) and said lamination (39) a layer of an
impregnation, particularly made of a highly viscous dispersion binder or a pigment-filled
water-silicate synthetic binder is arranged.
16. The method according to claim 1, characterized in said impregnation is applied at a high viscosity, so that said impregnation is not
absorbed by said lamination (39).
17. The method according to claim 1, characterized in that said two webs of insulating material (2) are brought together after the application
of the laminations (39) and together are supplied to a hardening furnace (30).
18. The method according to claim 17, characterized in that said webs of insulating material (2) after leaving said hardening furnace (30) are
trimmed in the longitudinal direction thereof, are cut to length and are rolled up
or divided into single insulation boards and supplied to a packaging station.
19. The method according to claim 1, characterized in that mineral fibre dust occurring during the separation of the secondary non-woven material
(18) into webs of insulating material (2) are removed and particularly exhausted prior
to the application of the lamination (39).
20. The method according to claim 5, characterized in that said foil is reinforced by a two dimensional glass-fibre netting.
21. The method according to claim 5, characterized in that said aluminium-polyethylene composite foil is heated in such a way that the polyethylene
layer is softened and becomes welded to the mineral fibre tips of the web of insulating
material (2).
22. The method according to claim 1, characterized in that said lamination (39) is formed of different layers.
23. The method according to claim 1, characterized in that the lamination (39) is formed larger in area than said fractured surface (36), so
that said lamination (39) projects especially over at least one longitudinal side
of said web of insulating material (2).
24. The method according to claim 1, characterized in that markings are arranged on said lamination (39) which serve for cutting said web of
insulating material (2) to length.
25. A web of insulating material made of mineral fibres bound with at least one bonding
agent, particularly from mineral wool and/or glass wool, comprising a large surface
and a fractured surface, said fractured surface being formed at the division of a
secondary non-woven material into two webs of insulating material, wherein said mineral
fibres in the region of said fractured surface are arranged to extend perpendicular
to the fractured surface and in the region of the surface at an angle deviating from
90° in relation to the large surface, in particular parallel to the large surface,
and comprising a lamination, characterized in that said lamination (39) is arranged on the fractured surface (36).
26. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is formed as an air-permeable and/or heat-resistant non-woven,
woven or two-dimensional structure, in particular from glass and/or natural fibres
or organic chemical fibres like e.g. from carbon, aramide, terephthalate, polyamide,
polypropylene or mixtures thereof or as a foil, for example an aluminium-polyethylene
composite foil, and at least in one layer and particularly in the form of tension-resistant
webs.
27. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is formed in several layers, with said layers of said lamination
being preferably formed differently from each other.
28. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said layers of the lamination (39) made of a glass fibre tangled web are connected
to layers made of tangled webs from thermoplastic fibres and/or perforated foils from
thermoplastic materials.
29. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is bonded to the web of insulating material (2), wherein said
bonding is preferably effected over a partial area, particularly in the form of lines
or dots, and for example with a heat-sealing adhesive.
30. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is formed as an external reinforcement, protection, filter and/or
decorative layer.
31. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that between said web of insulating material (2) and said lamination (39) a layer of an
impregnation, particularly made of a highly viscous dispersion binder or a pigment-filled
water-silicate synthetic binder is arranged.
32. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that the impregnation has a high viscosity, so that the impregnation is not absorbed by
the lamination (39).
33. The web of insulating material according to claim 26, characterized in that the foil is reinforced by a two-dimensional glass-fibre netting.
34. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is formed of different layers.
35. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that said lamination (39) is formed larger in area than said fractured surface (36), so
that said lamination (39) especially projects over at least one longitudinal side
of said web of insulating material (2).
36. The web of insulating material according to claim 25, characterized in that markings are arranged on said lamination (39) which serve for cutting said web of
insulating material (2) to length.
1. Procédé pour la fabrication d'un lé de matériau isolant en fibres minérales, en particulier
de laine minérale et/ou de laine de verre, pour lequel les fibres minérales sont fabriquées
à partir d'une masse fondue et déposées sur un dispositif de transport comme intissé
primaire, l'intissé primaire est oscillé à angle droit par rapport à son extension
longitudinale et est déposé comme intissé secondaire sur un second dispositif de transport,
l'intissé secondaire est ensuite déplacé de telle manière que les fibres minérales
prennent substantiellement une allure à angle droit par rapport aux grandes surfaces
de l'intissé secondaire et que l'intissé secondaire est ensuite divisé par une coupe
de séparation parallèlement aux grandes surfaces de l'intissé secondaire dans au moins
deux lés de matériau isolant qui présentent chacun une grande surface et une surface
de séparation, substantiellement de même surface, placée en face de la grande surface,
caractérisé en ce
qu'un contrecollage (39) est appliqué sur au moins l'une des surfaces de séparation (36)
des deux lés de matériau isolant (2).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les fibres minérales (3) qui sont orientées dans les grandes surfaces (22, 23) substantiellement
parallèlement aux grandes surfaces (22, 23) sont enlevées.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les lés de matériau isolant (2) sont amenés avant et/ou après l'application du contrecollage
(39), à un four de trempe (30) dans lequel un liant qui est déjà contenu dans l'intissé
primaire (10) est complètement durci.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la coupe de séparation pour former les lés de matériau isolant (2) est effectuée
au milieu entre les grandes surfaces (22, 23) de l'intissé secondaire (18).
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est appliqué en tant qu'intissé, tissu ou nappe perméable à
l'air et/ou résistant à la chaleur, en particulier en fibres de verre et/ou en fibres
naturelles ou en fibres organiques comme, par exemple, en carbone, en aramide, téréphtalate,
polyamide, polypropylène ou en mélanges de celles-ci ou comme feuille, par exemple
en feuille composite d'aluminium et de polyéthylène et au moins en une couche et en
particulier sous forme de lés résistants à la traction.
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est appliqué en plusieurs couches, les couches du contrecollage
(39) étant, de préférence, configurées différentes.
7. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les couches de contrecollage (39) en intissé à fibres de verre embrouillées sont
reliées à des couches d'intissé en fibres thermoplastiques embrouillées et/ou en feuilles
perforées en thermoplastiques.
8. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est collé au lé de matériau isolant (2), le collage étant effectué
de préférence sur une partie de la surface, en particulier en forme de lignes et/ou
en forme de points et en utilisant, par exemple, des colles à chaud.
9. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré comme couche extérieure de renforcement, de protection,
de filtrage et/ou de décoration.
10. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est tiré d'un rouleau (40) et amené avec le lé de matériau
isolant (2) à un poste de traitement (38) dans lequel le contrecollage (39) est relié
au lé de matériau isolant (2).
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce
que plusieurs couches du contrecollage (39) sont tirées d'un rouleau (40).
12. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des liants existants dans le lé de matériau isolant (2) sont activés par des solvants,
par exemple par de l'eau, avant qu'il soit relié au contrecollage (39).
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce
que l'activation des liants se fait par des rouleaux de contact.
14. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le liant est pulvérisé sur la surface de séparation (36) du lé de matériau isolant
(2) avant d'appliquer le contrecollage (39).
15. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'une couche d'une imprégnation, en particulier de colle à dispersion de viscosité élevée
ou de colle eau/silicate/matière synthétique remplie de pigments est placée entre
le lé de matériau isolant (2) et le contrecollage (39).
16. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'imprégnation est appliquée avec une viscosité élevée si bien que l'imprégnation
n'est pas absorbée par le contrecollage (39).
17. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les deux lés de matériau isolant (2) sont assemblés après l'application des contrecollages
(39) et amenés ensemble à un four de trempe (30).
18. Procédé selon la revendication 17,
caractérisé en ce
que les lés de matériau isolant (2), après avoir quitté le four de trempe (30), sont
rognés dans le sens longitudinal, raccourcis et enroulés ou divisés en plaques isolantes
individuelles et amenés à un dispositif d'emballage.
19. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que de la poussière de fibres minérales qui se forme lors de la séparation de l'intissé
secondaire (18) en lés de matériau isolant (2) est enlevée, en particulier est aspirée,
avant d'appliquer le contrecollage (39).
20. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que la feuille est renforcée avec une nappe en treillis de fibres de verre.
21. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que la feuille composite d'aluminium et de polyéthylène est chauffée de telle manière
que la couche de polyéthylène se ramollit et se soude avec des pointes de fibres minérales
du lé de matériau isolant (2).
22. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré en différentes couches.
23. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré de surface plus grande que la surface de séparation
(36) si bien que le contrecollage (39) fait saillie du lé de matériau isolant (2)
en particulier par au moins un côté longitudinal.
24. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des marquages qui servent à raccourcir le lé de matériau isolant (2) sont placés
sur le contrecollage (39).
25. Lé de matériau isolant en fibres minérales liées à un liant, en particulier en laine
minérale et/ou en laine de verre, avec une grande surface et une surface de séparation
qui se crée lors de la division d'un intissé secondaire en deux lés de matériau, les
fibres minérales étant placées dans la zone de la surface de séparation à angle droit
par rapport à la surface de séparation et dans la zone de la surface en formant un
angle qui diffère de 90° par rapport à la grande surface, en particulier en étant
orientées parallèlement à la grande surface, et avec un contrecollage,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est placé sur la surface de séparation (36).
26. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est appliqué en tant qu'intissé, tissu ou nappe perméable à
l'air et/ou résistant à la chaleur, en particulier en fibres de verre et/ou en fibres
naturelles ou en fibres organiques comme, par exemple, en carbone, en aramide, téréphtalate,
polyamide, polypropylène ou en mélanges de celles-ci ou comme feuille, par exemple
en feuille composite d'aluminium et de polyéthylène et au moins en une couche et en
particulier sous forme de lés résistants à la traction.
27. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré en plusieurs couches, les couches du contrecollage
(39) étant, de préférence, configurées différentes.
28. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que les couches de contrecollage (39) en intissé en fibres de verre embrouillées sont
reliées à des couches d'intissé en fibres thermoplastiques embrouillées et/ou en feuilles
perforées en thermoplastiques.
29. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est collé au lé de matériau isolant (2), le collage étant configuré
de préférence sur une partie de la surface, en particulier en forme de lignes et/ou
en forme de points et effectué, par exemple, avec une colle à chaud.
30. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré comme couche extérieure de renforcement, de protection,
de filtrage et/ou de décoration.
31. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
qu'une couche d'une imprégnation, en particulier de colle à dispersion de viscosité élevée
ou de colle eau/silicate/matière synthétique remplie de pigments, est placée entre
le lé de matériau isolant (2) et le contrecollage (39).
32. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que l'imprégnation présente une viscosité élevée si bien que l'imprégnation n'est pas
absorbée par le contrecollage (39).
33. Lé de matériau isolant selon la revendication 26,
caractérisé en ce
que la feuille est renforcée avec une nappe en treillis de fibres de verre.
34. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré en différentes couches.
35. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que le contrecollage (39) est configuré de surface plus grande que la surface de séparation
(36) si bien que le contrecollage (39) fait saillie du lé de matériau isolant (2)
par au moins un côté longitudinal.
36. Lé de matériau isolant selon la revendication 25,
caractérisé en ce
que des marquages qui servent à raccourcir le lé de matériau isolant (2) sont placés
sur le contrecollage (39).


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