[0001] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 eine Kühlmittelpumpenanordnung
für eine Nockenwellen umfassende Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs mit einem
Pumpengehäuse und einer Pumpenwelle mit einem endseitig angeordneten Pumpenlaufrad.
[0002] Üblicherweise erfolgt die notwendige Kühlung von Kraftfahrzeugbrennkraftmaschinen
mittels eines in einem Kühlkreislauf zirkulierenden Kühlmittels, wie Wasser, welches
in zu kühlenden Bereichen Wärme aufnimmt und diese über Wärmetauscher an anderer Stelle
wieder abgibt; zur Umwälzung des Kühlmittels sind Pumpen vorgesehen.
[0003] Eine derartige Wasserpumpenanordnung zeigt und beschreibt beispielsweise die
DE 199 41 891 A1, derzufolge die Wasserpumpe ein aus einem Pumpenkörper und einer Pumpenabdeckung
gebildetes Pumpengehäuse aufweist, welches mit dem Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine
verbunden ist. Im Pumpengehäuse ist die Pumpenwelle aufgenommen und in einem Wellenstützabschnitt
drehbar gelagert. Der Wellenstützanschnitt weist dabei eine dem Dreifachen des Pumpenwellendurchmessers
entsprechende Länge auf und ist zur Schmierung ölbeaufschlagt, wobei das Schmieröl
mittels einer Ölzuführöffnung aus dem Kurbelgehäuse zugeführt wird. Zur Abdichtung
des Pumpenraumes ist axial an den Wellenstützabschnitt anschließend eine Dichtung
vorgesehen.
[0004] Diese Wasserpumpenanordnung baut aufgrund der Pumpenwellentagerung und zusätzlich
bedingt durch die an diese axial anschließende Dichtung sehr lang, was insbesondere
bei einem Einsatz der Brennkraftmaschine in einem Kraftrad je nach Einbaulage nachteilig
sein kann. Zudem sind zum Anschluss der Wasserpumpe lange Kühlmittelschläuche erforderlich.
[0005] Eine Brennkraftmaschine mit einer Motorwelle, welche möglichit viele für die Funktion
des Motors relevante Bauteile aufnehmen soll, ist in der
DE 199 45 948 A1 gezeigt und beschrieben. Diese Motorwelle nimmt neben Massenausgleichsgewichten endseitig
ein Pumpenrad zur Kühlmittelumwälzung auf, wobei das Wasserpumpengehäuse abhängig
von der Anordnung der Motorwelle im Kurbelgehäuse oder im Zylinderkopf integriert
ist.
[0006] Eine derartige Integration der Wasserpumpenanordnung in das Kurbelgehäuse oder den
Zylinderkopf bedingt eine sehr aufwändige Konstruktion beispielsweise mit T-Stoß am
Zylinderkopft, Spezialdichtung und/oder Zusatzlager, eine besondere Zylinderkopfbearbeitung
ist erforderlich, zudem ist eine Entkoppelung der Pumpenanordnung nicht möglich.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Kühlmittelpumpenanordnung
in Hinblick auf eine kompakte, kurz bauende Brennkraftmaschine, insbesondere zur Verwendung
in einem Kraftrad, bei gleichzeitig einfachem und wartungsfreundlichem Aufbau, weiterzubilden.
[0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Anspruchs 1, wobei der zugrundeliegende
Gedanke die im wesentlichen fliegende Lagerung der Pumpenwelle mittels eines innerhalb
der Brennkraftmaschine angeord neten Lagers umfasst. Erfindungsgemäß ist das Lager
innerhalb der Brennkraftmaschine im Zylinderkopf oder im Kurbelgehäuse angeordnet.
[0009] Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0010] Erfindungsgemäß ist die Pumpenwelle drehfest und koaxial mit einer sie antreibenden.
Nockenwelle verbunden. Die Wasserpumpendrehzahl und somit auch die Pumpenleistung
sind so unmittelbar abhängig von der Brennkraftmaschinendrehzahl, wobei die Pumpenwelle
einem anderen Ausführungsbeispiel zufolge auch mittel- oder unmittelbar von einer
anderen Motorwelle antreibbar sein kann.
[0011] Erfindungsgemäß erfolgt eine Lagerung der Pumpenwelle mittels des der Pumpenanordnung
benachbart angeordneten letzten Nockenwellenlagers. In dem Fall ist das letzte Nockenwellenlager
zugleich Lagerelement für die das Pumpenlaufrad tragende Pumpenwelle.
[0012] Sehr bevorzugt ist eine Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher zwischen Pumpengehäuse
und Pumpenwelle eine Dichtung, insbesondere eine Gleitringdichtung, angeordnet ist,
mittels welcher zugleich eine Zentrierung erfolgt. Die Gleitringdichtung ist rohrabschnittsartig
ausgestaltet und dichtet mit ihrer radial inneren Fläche gegen die Pumpenwelle. Mit
ihrer radial äußeren Fläche stützt sich die Dichtung am Innenradius einer Aufnahme
am Pumpengehäuse einerseits und zentrierend am Innenradius einer Aufnahme am Kurbelgehäuse
andererseits ab.
[0013] Als sehr zweckmäßig wird es angesehen, wenn zur Festlegung von Pumpenlaufrad und
Pumpenwelle an der Nockenwelle mittels einer Schraubverbindung die Pumpenwelle hohl
ausgebildet ist und die Nockenwelle endseitig ein Gewinde aufweist. Die Pumpenwelle
zentriert sich dabei an der Nockenwelle innen oder außen.
[0014] Nachfolgend ist unter Bezugnahme auf Figuren, ein besonders zu bevorzugendes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert dabei zeigen schematisch und beispielhaft
- Figur 1
- eine Kühlmittelpumpenanordnung für eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs sowie
- Figur 2
- eine Detailansicht einer Kühlmittelpumpenanordnung für eine Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeugs im Schnitt.
[0015] Figur 1 zeigt eine Kühlmittelpumpenanordnung 100 für eine hier nicht näher dargestellte
Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, vorliegend einen Vierzylinder-Reihenmotor
für ein Motorrad. Die Kühlmittelpumpenanordnung 100 ist stirnseitig mit dem Zylinderkopf
102 der Brennkraftmaschine verbunden, wobei die Brennkraftmaschine quer zur Fahrtrichtung
eingebaut ist, so dass die einzelnen Zylinder nebeneinander, mit dem Kopf schräg nach
vorne geneigt liegen. In Fahrtrichtung ist die Kühlmittelpumpenanordnung 100 demgemäss
links angeordnet. Die Befüllung der Zylinder erfolgt durch Einlassstutzen 150, 152,
154, 156 von oben, während die Verbrennungsabgase schräg nach unten/vorne abgeführt
werden; Entsprechend liegt die Einlassnockenwelle zur Betätigung der Einlassventile
158, 160, 162, 164 oben.
[0016] Die Kühlmittelpumpenanordnung 100 umfasst einen Saugstutzen 168, durch welchen Kühlmittel,
beispielsweise Kühlwasser, über das Thermostat 166 des Kühlers 170 angesaut wird.
Im Bereich 172 wird das Kühlmittel dern Wassermantel zugeführt, wobei eine Aufteilung
des Kühlmittelstromes in einen Hauptstrom zur Kühlung des Zylinderkopfes 102 und ein
Teilstrom zur Kühlung des Kurbelgehäuses erfolgt. Falls eine Kühlung der Brennkraftmaschine,
beispielsweise während der Warmlaufphase, (noch) nicht erforderlich ist, strömt das
Kühlmittel entsprechend einer Vorlaufregelung aufgrund der Thermostatstellung unter
Umgehung des Kühlers 170 direkt über den Kurzschlussstutzen 174 wieder zum Saugstutzen
168. Erst bei Erreichen einer vorgegebenen Temperatur regelt das Thermostat 166 den
Kurzschlussstrom ab, so dass der Saugstutzen 168 unter Einbeziehung des Kühlers 170
über die Leitung 176 beaufschlagt wird.
[0017] Eine Detailansicht einer Kühlmittelpumpenanordnung 200 für eine Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs ist mit Figur 2 im Schnitt dargestellt. Die Kühlmittelpumpenanordnung
200 ist stirnseitig mit dem Zylinderkopf 202 der Brennkraftmaschine verbunden und
saugt durch einen Saugstutzen 222 Kühlmittel an, die Druckseite der Radialpumpe ist
mit 226 bezeichnet. Zur Lagerung der Nockenwellen umfasst der Zylinderkopf 202 schalenartige
Lagerstellen, welche die Nockenwellen aufnehmen. Die Lager werden geschlossen mittels
hier nicht dargestellten Lagerbrücken. In der Figur ist das endseitig letzte, dem
Nocken 224 benachbarte Lager 220 der Einlassnockenwelle 204 gezeigt.
[0018] Mit der Nockenwelle 204 ist koaxial die Kühlmittelpumpenwelle 206 verbunden. Eine
Schraube durch die hohle Kühlmittelpumpenwelle 206 in einem Gewinde 228 am Nockenwellenende
sorgt dabei für einen Kraftschluss zwischen Pumpenlaufrad 218, Pumpenwelle 206 und
Nockenwelle 204. Eine Zentrierung der Pumpenwelle 206 erfolgt wie vorliegend an der
Nockenwelle innen oder alternativ außen. Das Kühlmittelpumpengehäuse 214 ist mit einer
eingepressten Standard-Gleitringdichtung 212 versehen und mit dem Zylinderkopf 202
verschraubt, wobei das Gehäuse der Gleitringdichtung 212 zur Zentrierung zur Nockenwellenlagerachse
im Zylinderkopf 202 dient. Mit dem Kühlmittelpumpengehäuse 214 ist der Kühlmittelpumpendeckel
216 verbunden. Die zylinderkopfseitige Öldichtigkeit wird mittels eines zwischen Kühlmittelpumpenlagerdeckel
210 und Zylinderkopf 202 eingepressten Wellendichtrings 208 erreicht.
[0019] Das endseitig letzte, dem Nocken 224 benachbarte Lager 220 der Einlassnockenwelle
204 ist gleichzeitig Lagerelement für die fliegend gelagerte Pumpenwelle 206, welche
das Pumpenlaufrad 218 trägt. Eine gesonderte Lagerung der Pumpenwelle 206 erübrigt
sich somit, so dass die Baulänge der Brennkraftmaschine erheblich verringert werden
kann. Insbesondere bei einem quer in ein Motorrad eingebauten Reihen-Vierzylinder
stellt dies eine wesentliche Verbesserung dar. Aufgrund der kompakten Abmessung und
der damit einhergehenden geringen Projektionsfläche in Fahrtrichtung ergeben sich
besondere Vorteile hinsichtlich Aerodynamik, Verbrauch, Beschleunigung und Endgeschwindigkeit.
Ferner werden erforderlicher Bauraum, Gewicht und Kosten verringert. Insbesondere
aufgrund der Einbau lage quer und schräg nach vorne geneigt kann eine Verbindung zwischen
Kühler und unmittelbar dahinter angeordnetem Zylinderkopf 202 bzw. Kühlmittelpumpe
mittels sehr kurzer Schläuche erfolgen. Neben den genannten Vorteilen ergeben sich
auch Vorteile in Bezug auf das Design.
1. Kühlmittelpumpenanordnung (100, 200) für eine mehrfach gelagerte Nockenwellen (204)
umfassende Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs mit einem Pumpengehäuse (214) und
einer Pumpenwelle (206) mit einem endseitig angeordneten Pumpenlaufrad (218), dadurch gekennzeichnet, dass Pumpenwelle (206) koaxial mit einer Nockenwelle (204) verbunden ist, sodass die Pumpenwelle
(206) mittels eines der Pumpenanordnung (100, 200) benachbart angeordneten letzten
Nockenwellenlagers (220) im wesentlichen fliegend gelagert ist.
2. Kühlmittelpumpenanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Pumpengehäuse (214) und Pumpenwelle (206) eine Dichtung (212) angeordnet
ist, mittels welcher zugleich eine Zentrierung erfolgt.
3. Kühlmittelpumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung von Pumpenlaufrad (218) und Pumpenwelle (206) an der Nockenwelle (204)
mittels einer Schraubverbindung die Pumpenwelle (206) hohl ausgebildet ist und die
Nocken welle (204) endseitig ein Gewinde (228) aufweist.
1. A coolant pump arrangement (100, 200) for an internal combustion engine of a vehicle
comprising a multiple-mounted camshaft (204), a pump casing (214) and a pump shaft
(206) with an impeller (218) at the end, characterised in that the pump shaft (206) is coaxially connected to a camshaft (204) so that the pump
shaft (206) is substantially overhung or over-mounted by a last camshaft bearing (220)
near the pump arrangement (100, 200).
2. A coolant pump arrangement according to claim 1, characterised in that a seal (212) is disposed between the pump casing (214) and the pump shaft (206) and
is also used for centring.
3. A coolant pump arrangement according to claim 1 or claim 2, characterised in that in order to fasten the pump impeller (218) and pump shaft (206) to the camshaft (204)
by a screw connection, the pump shaft (206) is hollow and the camshaft (204) ends
in a screwthread (228).
1. Dispositif de pompe à liquide de refroidissement (100, 200) pour un moteur à combustion
interne ayant un arbre à cames (204) à paliers multiples de véhicule automobile, comportant
un corps de pompe (214) et un arbre de pompe (206) avec un rotor de pompe (218) monté
d'un côté,
dispositif caractérisé en ce que
l'arbre de pompe (206) est relié coaxialement à un arbre à cames (204) de façon que
l'arbre de pompe (206) soit monté pratiquement de manière flottante par l'intermédiaire
de l'un des derniers paliers d'arbre à cames (220) au voisinage du dispositif de pompe
(100, 200).
2. Dispositif de pompe à liquide de refroidissement selon la revendication 1,
caractérisé par
un joint (212) entre le corps de pompe (214) et l'arbre de pompe (206) pour assurer
en même temps le centrage.
3. Dispositif de pompe à liquide de refroidissement selon l'une des revendications 1
à 2,
caractérisé en ce que
l'arbre de pompe (206) est creux et l'arbre à cames (204) comporte un filetage (228)
à son extrémité pour fixer le rotor de pompe (218) et l'arbre de pompe (206) à l'arbre
à cames (204) à l'aide d'une liaison vissée.