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(11) |
EP 1 710 187 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
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Anmeldetag: 13.03.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kombifalzmaschine
Multiple folding machine
Appareil de pliage combiné
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
04.04.2005 DE 102005015284
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.10.2006 Patentblatt 2006/41 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Hammer, Christoph
71672 Marbach (DE)
- Schreiber, Klaus-Peter
71679 Asperg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 348 664 EP-A- 1 475 337 DE-U1- 8 611 854
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EP-A- 1 475 335 DE-A1- 4 123 130 GB-A- 1 319 505
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Falzmaschine mit wenigstens einem Schwertfalzwerk gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1
[0002] Gattungsgemäße Falzmaschinen sind aus dem Stand der Technik unter dem Namen Kombifalzmaschinen
bekannt. Bei diesen kombinierten Taschenschwertfalzmaschinen, werden die Parallelbrüche
in einer ersten Falzstation im Taschenfalzprinzip gefalzt, während die nachfolgenden
Kreuzbrüche jeweils mit einem vertikal arbeitenden Falzschwert ausgeführt werden.
Dabei entstehen durch das Taschenfalzprinzip Falzbrüche, die senkrecht zur Transportrichtung
der Falzbogen beim Einlauf in das Taschenfalzwerk stehen, wohingegen beim Schwertfalzprinzip
Falzbrüche entstehen, die parallel zur Transportrichtung des Falzbogens beim Einlauf
in das Schwertfalzwerk verlaufen.
[0003] Ein Falzschwert stößt den Falzbogen nach unten zwischen zwei Falzwalzen, die den
Bogen erfassen und falzen. Unter den unterschiedlichen möglichen Konfigurationen sind
auch solche bekannt, in denen nacheinander mehrere Schwertfalzwerke angeordnet sind,
so dass mehrere Kreuzbrüche nacheinander ausführbar sind. Außerdem sind zwischen den
Schwertfalzwerken manchmal noch weitere Bearbeitungseinheiten angeordnet, etwa Falztaschen
mit Falzwalzen und / oder Messerwellen zum Schneiden, Perforieren oder Rillen des
Falzbogens.
[0004] Schwertfalzwerke werden also primär deswegen eingesetzt, um Falzbrüche im Falzbogen
zu erzeugen, die nicht parallel zur Vorderkante des Falzbogens verlaufen, sondern
senkrecht dazu. Durch das Schwertfalzprinzip bedingt kommt es dabei zu einer Änderung
der Transportrichtung um 90° in der Ebene. Daher ist das Schwert in einem zweiten
Schwertfalzwerk ebenfalls um 90° in der Ebene relativ zu dem ersten Schwertfalzwerk
verdreht. Ein drittes Schwertfalzwerk wäre dann wieder parallel zu dem ersten Schwertfalzwerk
angeordnet, aber tiefer. Dabei tritt das Problem auf, dass durch die rechtwinklig
zueinander angeordneten Schwertfalzwerke die nachgeordneten Falzwalzen von Taschenfalzwerken
und / oder Messerwellen nur schwer zugänglich sind.
[0005] Um dieses Problem zu bewältigen gibt es unterschiedliche Ansätze. Zum einen gibt
es eine Kombifalzmaschine der Firma MBO, bei der die gesamte Schwertfalzeinheit bestehend
aus Falzschwert, Zuführeinrichtung und Falzwalzen nach oben geklappt wird, um den
Raum der Papierebene freizugeben, in dem die Messerwellen angeordnet sind. Dies hat
aber den Nachteil, dass diese Messerwellen weiterhin nur schwer zugänglich sind, besonders
im Fall von Messerwellen, die hinter dem zweiten Schwertfalzwerk angeordnet sind.
[0006] In der
deutschen Patentanmeldung DE 41 23 130 A1 ist eine Falzmaschine angegeben, bei der unter anderem mehrere Falzwerke herausklappbar
und/oder herausschiebbar und/oder drehbar und/oder herausschwenkbar gestaltet sind.
Zudem sind diese Falzwerke derart gestaltet, dass sie als Gesamtheit, bestehend aus
der Falzeinrichtung und gegebenenfalls zusätzlichen Einrichtungen wie Messerwellen,
Perforiereinrichtungen o. ä. leicht aus dem Falzwerksverband herausbewegt werden können,
und dass das Einschwenken zurück in den Falzwerksverband wartungs- und einstellungsfrei
möglich ist. Die Offenbarung der
DE 41 23 130 A1 ist aber nicht ohne weiteres auf ein Schwertfalzwerk mit den bereits beschriebenen
Besonderheiten übertragbar.
[0007] Eine weitere Lösungsmöglichkeit ist in der
europäischen Patentanmeldung EP 1 475 335 A1 angegeben. Hier wird eine Messerwelleneinheit als Kassette durch die Seitenwand hindurch
nach außen gezogen, so dass ein einfacher Austausch, beziehungsweise Neueinstellungen
möglich sind. Dies hat allerdings einerseits den Nachteil, dass diese Lösung im ausgezogenen
Zustand sehr platzintensiv ist. Andererseits sind durch den langen Hebel im ausgezogenen
Zustand hohe Anforderungen an die Stabilität der Schublade, in der die Kassette geführt
ist, gestellt, damit nicht seitliche Stöße zur Beschädigung führen. Außerdem ist die
Lösung auch ungeeignet für Schwertfalzwerke, da wie bereits beschrieben hier die Messerwellen
übereinander und 90° zueinander verdreht angeordnet sind.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung eine Kombifalzmaschine der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, bei der eine verbesserte Zugänglichkeit der Messerwellen und / oder
Falzwalzen gewährleistet ist und die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den Merkmalen
des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Demgemäß handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung also um eine Falzmaschine
mit wenigstens einem Schwertfalzwerk, mit wenigstens einem Träger, wobei der Träger
dem Schwertfalzwerk nachgeordnet ist und wobei an diesem Träger Messerwellen und /
oder Falzwalzen anbringbar sind, wobei der Träger innerhalb der Falzmaschine relativ
zum Falzschwert eines vorangehenden Schwertfalzwerkes verschiebbar angeordnet ist.
[0011] Im Stand der Technik handelte es sich bei dem genannten Träger beispielsweise um
eine Seitenwand der Falzmaschine selbst, oder um eine genannte Kassette, die in einer
Schublade in der Falzmaschine gelagert war. Die Erfindung hat nun einerseits den Vorteil,
dass durch das Verschieben der Messerwellen und / oder Falzwalzen eine verbesserte
Zugänglichkeit ermöglicht wird. Bei den beanspruchten Falzwalzen handelt es sich im
Übrigen nicht notwendigerweise um die Falzwalzen, die dem Schwertfalzwerk zugeordnet
sind. Vielmehr sind damit auch Falzwalzen gemeint, die zum Beispiel einem Taschenfalzwerk
zugeordnet sein können, das dem Schwertfalzwerk nachgeordnet ist. Durch das Verschieben
des Trägers innerhalb der Falzmaschine treten die aus dem Stand der Technik bekannten
Probleme mit weit aus der Maschine herausragenden Teilen nicht auf, wodurch die erfindungsgemäße
Falzmaschine beispielsweise weniger anfällig auf Beschädigung ist. Außerdem lassen
sich mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Rüstzeiten der Falzmaschine verbessern
und der allgemeine Platzbedarf der Falzmaschine wird dabei nicht erhöht.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfinderischen Vorrichtung ist am Träger
eine Traverse angebracht, wobei an der Traverse Niederhalter und Abstreifer angeordnet
sind, und wobei auf der Traverse ein Maßstab angeordnet ist, wobei die Traverse mit
dem Träger verschiebbar ist. Dadurch kann einerseits die gesamte Einstellung am Rand
der Maschine erfolgen, andererseits gehen die Einstellpositionen der Niederhalter
und Abstreifer so nicht verloren. Darüber hinaus wird durch den Maßstab das Einrichten
der Niederhalter und Abstreifer zusätzlich vereinfacht.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfasst die Falzmaschine wenigstens zwei Schwertfalzwerke, wobei jedem Schwertfalzwerk
ein derartig verschiebbarer Träger für Messerwellen und / oder Falzwalzen nachgeordnet
ist, wobei die Träger zueinander orthogonal innerhalb der Falzmaschine verschiebbar
sind. Dadurch ist es möglich, an zwei Seiten der Maschine gleichzeitig Einstellungen
vorzunehmen.
[0014] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden im Folgenden
unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Einzelnen näher beschrieben. Es zeigen in schematischer
Darstellung:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Teil einer Ausführungsform einer Falzmaschine, die zwei
Schwertfalzwerke umfasst;
- Fig. 2a, b
- eine Rückenansicht auf einen Teil dieser Ausführungsform einer Falzmaschine sowie
in der Vergrößerung ein Detail des erfindungsgemäßen Trägers, der dem ersten Schwertfalzwerk
nachgeordnet ist;
- Fig. 3a, b
- eine Seitenansicht auf einen Teil dieser Ausführungsform einer Falzmaschine sowie
in der Vergrößerung ein Detail des erfindungsgemäßen Trägers, der dem zweiten Schwertfalzwerk
nachgeordnet ist;
- Fig. 4a, b
- eine isometrische Ansicht einer dritten Ausführungsform eines erfmdungsgemäßen Trägers
sowie eine Schnittansicht durch diesen erfindungsgemäßen Träger.
[0015] Die Fig. 1 zeigt die schematische Draufsicht des Bereichs der Schwertfalzwerke einer
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kombifalzmaschine 100 und beschränkt
sich dabei auf die Darstellung von erfindungswesentlichen Komponenten. Weitere, allgemein
bekannte und zum Betrieb der Vorrichtung erforderliche Antriebs- und/oder Führungsmittel
und Kurvenscheiben sowie elektrische Schaltkreise sind, wenn, dann nur schematisch,
dargestellt bzw. werden nur in allgemeiner Form beschrieben. Auch die Schwertfalzwerke
12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 selbst sind nur schematisch gezeigt. Tatsächlich beschränkt
sich die Darstellung der Schwertfalzwerke 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 auf die Darstellung
des ersten Schwertantriebs 12, des ersten Schwerts 14, des ersten Einlauftrichters
13, des ersten Falzwalzenpaars 15, bzw. des zweiten Schwertantriebs 16, des zweiten
Schwerts 18, des zweiten Falztrichters 17 und des zweiten Falzwalzenpaars 19.
[0016] Die Taschenfalzwerke der Kombifalzmaschine ergeben sich ebenfalls aus dem Stand der
Technik. Die weggelassenen Komponenten können durch entsprechende Komponenten aus
dem Stand der Technik entnommen werden oder ergeben sich auf nahe liegende Weise für
den Fachmann.
[0017] In Fig. 1 sind zwei parallel zueinander beabstandete Seitenwände 10 der Falzmaschine
100 zu sehen, die unter anderem durch eine dritte Seitenwand 11 miteinander verbunden
sind, wobei diese dritte Seitenwand 11 senkrecht auf den beiden anderen Seitenwänden
10 steht. Typischerweise entspricht die Ausrichtung der beiden parallelen Seitenwände
10 der Transportrichtung T
1 der Falzbogen durch die Taschenfalzwerke. Diese Transportrichtung T
1 der Falzbogen entspricht auch der Transportrichtung der Falzbogen T
1 beim Einlauf in das erste Schwertfalzwerk 12, 13, 14, 15. Dort schlägt der Falzbogen
an nicht gezeigte Anschläge an und kommt zur Ruhe. Der erste Schwertantrieb 12 drängt
mit dem ersten Falzschwert 14 den Falzbogen durch den ersten Einlauftrichter 13 zwischen
die ersten Falzwalzen 15, (siehe auch Fig. 2a, 2b) zur Erzeugung des ersten Kreuzbruchs.
Dann gelangt der Falzbogen durch die Messerwellen 22, wo er entsprechend der Konfiguration
der Messerwellen 22 beispielsweise geschnitten, perforiert oder gerillt wird, um dann
in der zweiten Transportrichtung T
2 zum zweiten Schwertfalzwerk 16, 17, 18, 19 zu gelangen. Dort schlägt der Falzbogen
wiederum an nicht gezeigte Anschläge an und kommt wieder zur Ruhe. Dadurch hat der
Falzbogen ein 90° Drehung von der ersten Transportrichtung T
1 zur zweiten Transportrichtung T
2 erfahren.
[0018] Der zweite Schwertantrieb 16 drängt mit dem zweiten Falzschwert 18 den Falzbogen
dann durch den zweiten Falztrichter 17 zwischen die zweiten Falzwalzen 19, (siehe
auch Fig. 3a, 3b) zur Erzeugung des zweiten Kreuzbruchs. Dann gelangt der Falzbogen
durch die Messerwellen 32, wo er entsprechend der Konfiguration der Messerwellen 32
weiter beispielsweise geschnitten, perforiert oder gerillt wird. Daran könnte sich
eine nicht gezeigte, dem Fachmann bekannte Auslage anschließen, oder ein weiteres,
nicht gezeigtes drittes Schwertfalzwerk, das entsprechend ausgestattet wäre. Dadurch
würde der Falzbogen eine weitere 90° Drehung von der zweiten Transportrichtung T
2 zur nächsten Transportrichtung erfahren. Diese Transportrichtung entspricht der Richtung
nach wieder der ersten Transportrichtung T
1, der Falzbogen befindet sich nur tiefer als die erste Transportebene.
[0019] Wie in Fig. 2a und 2b zu erkennen ist, sind die Messerwellen 22, die dem ersten Falzwalzenpaar
15 nachgeordnet sind, in einem Träger 20 gelagert, der im Wesentlichen aus zwei Lagerblöcken
besteht, in denen die Messerwellen 22 bzw. möglicherweise auch Falzwalzen 46 drehbar
gelagert sind. Dieser Träger 20 ist nun seinerseits auf Führungsstangen 25 gelagert,
entlang der der Träger 20 in der mit dem Bezugszeichen B
1 gekennzeichneten Bewegungsrichtung verschiebbar ist. Dazu befindet sich in der auf
den parallelen Seitenwänden 10 der Falzmaschine 100 senkrecht stehenden Seitenwand
11 eine entsprechenden Ausnehmung 21. Diese Bewegungsrichtung B
1 steht orthogonal auf der Messerwellenachse 23, beziehungsweise auf einer Falzwalzenachse
47, falls der Träger auch eine zusätzliche Falzwalze 46 enthalten würde, vergleiche
Fig. 4a. Für den Fall von Wartungsarbeiten, bzw. die Einrichtung bzw. Umrüstung der
Falzmaschine 100 kann nun der ganze Verbund der Teile, die auf dem Träger 20 gelagert
sind, entlang der Bewegungsrichtung B
1 innerhalb der Falzmaschine 100 an einen Platz gefahren werden, an dem die Messerwellen
22 oder gegebenenfalls die Falzwalzen 46 leichter zugänglich sind, so dass die Einrichtezeit
bzw. Umrüstzeit der Falzmaschine deutlich verkürzt ist. Außerdem ist der Träger 20
die ganze Zeit über durch die Führungsstangen 25 beidseitig an den Stirnseiten abgestützt,
so dass die hohe Eigenstabilität des Systems auch in einer Austauschstellung gewährleistet
bleibt.
[0020] Wie in Fig. 3a und 3b zu erkennen ist, sind die Messerwellen 32, die dem zweiten
Falzwalzenpaar 19 nachgeordnet sind, in einem Träger 30 gelagert. Dieser Träger 30
ist ebenfalls seinerseits auf Führungsstangen 35 gelagert, entlang der der Träger
30 in der mit dem Bezugszeichen B
2 gekennzeichneten Bewegungsrichtung verschiebbar ist. Dazu befindet sich in den parallelen
Seitenwänden 10 der Falzmaschine 100 eine entsprechende Ausnehmung 31. Wie in Fig.
3a und Fig. 3b zu sehen ist, ist der Träger gerade in einer bereits von der Arbeitsstellung
etwas verschobenen Lage gezeigt. Diese Bewegungsrichtung B
2 steht orthogonal auf der Messerwellenachse 33, beziehungsweise auf einer Falzwalzenachse
47, falls der Träger auch eine zusätzliche Falzwalze 46 enthalten würde, vergleiche
Fig. 4a. Für den Fall von Wartungsarbeiten, bzw. die Einrichtung bzw. Umrüstung der
Falzmaschine 100 kann nun der ganze Verbund der Teile, die auf dem Träger 30 gelagert
sind entlang der Bewegungsrichtung B
2 innerhalb der Falzmaschine 100 an einen Platz gefahren werden, an dem die Messerwellen
22 oder gegebenenfalls die Falzwalzen 46 leichter zugänglich sind, so dass die Einrichtezeit
bzw. Umrüstzeit der Falzmaschine deutlich verkürzt ist. Außerdem ist der Träger 30
die ganze Zeit über durch die Führungsstangen 35 beidseitig an den Stirnseiten abgestützt,
so dass die hohe Eigenstabilität des Systems auch in einer Austauschstellung gewährleistet
bleibt.
[0021] Zudem stehen die erste Bewegungsrichtung B
1 und die zweite Bewegungsrichtung B
2 senkrecht aufeinander, so dass der erste Träger 20 und der zweite Träger 30 in unterschiedliche
Bereiche des Innenraums der Falzmaschine 100 verschiebbar sind, so dass selbst die
Wartung, Einrichtung oder Umrüstung der einen Messerwellen 22 bzw. Falzwalzen 46 die
Wartung, Einrichtung oder Umrüstung der anderen Messerwellen 32 kaum behindert.
[0022] Außerdem können je nach Betriebsart der Falzmaschine 100 einfache Messerwellen 22,
32 bzw. Falzwalzen 46, die in der entsprechenden Konfiguration nicht verwendet werden
sollen, in eine seitliche Parkposition verbracht werden, in der sie den Rest der Falzmaschine
nicht stören, aber weiterhin eingebaut bleiben. Dadurch gehen Einstellungen auf der
Messerwelle 22, 32, zum Beispiel über die Position oder die Art der Messer nicht verloren.
Eine Wiederaufnahme der vorangegangenen Einstellung ist dann in kürzester Zeit möglich.
[0023] In Fig. 4a ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trägers 40 gezeigt.
An diesem Träger 40, der wiederum in Führungsstangen 45 geführt ist, sind an Stelle
der Messerwellen 22, 32 Falzwalzen 46 angeordnet. Nur schematisch gezeigt ist eine
Falztasche 55, die in der in Fig. 4b im Schnitt sichtbaren Stellung der Falzwalzen
46 sich nach links zwischen den Falzwalzen 46 im Wesentlichen parallel zu den Führungsstangen
45 erstrecken würde. Derartige Falztaschen 55, die beispielsweise zwischen dem ersten
und dem zweiten Kreuzbruch angeordnet sind, sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik
bekannt.
[0024] Neben den Falzwalzen 46 ist auch eine Traverse 48 angeordnet, die die beiden Seitenplatten
des Trägers 40 verbindet. An dieser Traverse 48 sind z.B. Niederhalter 50 oder Abstreifer
50 angeordnet, die den Falzbogen von den Falzwalzen 46 abstreifen bzw. auf den Falzwalzen
niederhalten, angeordnet. Außerdem befindet sich ein Maßstab 54 auf der Traverse 48,
der das Einbauen der Abstreifer erleichtert. In einer alternativen Ausführungsform
sind die Abstreifer 50 mitsamt der Traverse 48 herausnehmbar. Dadurch bleiben einerseits
die Positionen der Abstreifer 50 relativ zur Traverse 48 erhalten, andererseits wird
möglicherweise der Träger 40 handlicher und leichter entlang der Führungsstangen 45
verschiebbar. Ebenfalls können den Falzwalzen nachgeordnete auch noch nicht gezeigte
Messerwellen an dem Träger 40 angeordnet sein, so dass sowohl Falzwalzen 46 als auch
Messerwellen gemeinsam auf dem Träger 40 angeordnet sind. Der Träger 40 kann auch
derart ausgestaltet sein, dass eine nachträgliche Erweiterung um Messerwellen gestattet
ist.
[0025] In den Seitenwänden des Trägers 40 sind überdies noch Strukturen zur Befestigung
von oberen Bogenweichen 51 bzw. unteren Bogenweichen 49 vorgesehen, die sich damit
ebenfalls gemeinsam mit dem Träger in eine leicht zugängliche Parkposition verschieben
lassen, in der sie leicht einstellbar sind.
Liste der Bezugszeichen
[0026]
- 10
- Seitenwand
- 11
- Seitenwand
- 12
- erster Schwertantrieb
- 13
- Einlauftrichter
- 14
- erstes Falzschwert
- 15
- erstes Falzwalzenpaar
- 16
- zweiter Schwertantrieb
- 17
- Falztrichter
- 18
- zweites Falzschwert
- 19
- zweites Falzwalzenpaar
- 20
- erster Träger
- 21
- Aussparung in einer Seitenwand
- 22
- Messerwelle
- 23
- Messerwellenachse
- 25
- Führungsstange
- 30
- zweiter Träger
- 31
- Aussparung in einer Seitenwand
- 32
- Messerwelle
- 33
- Messerwellenachse
- 35
- Führungsstange
- 40
- dritter Träger
- 45
- Führungsstange
- 46
- Falzwalze
- 47
- Falzwalzenachse
- 48
- Traverse
- 49
- untere Bogenweiche
- 50
- Abstreifer
- 51
- obere Bogenweiche
- 54
- Maßstab
- 55
- Falztasche
- 100
- Falzmaschine
- B1
- Bewegungsrichtung des ersten Trägers
- B2
- Bewegungsrichtung des zweiten Trägers
- T1
- Transportrichtung zum ersten Schwertfalzwerk
- T2
- Transportrichtung zum zweiten Schwertfalzwerk
1. Falzmaschine (100) mit wenigstens einem Schwertfalzwerk (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18,
19), mit wenigstens einem Träger (20, 30, 40), wobei der Träger (20, 30, 40) dem Schwertfalzwerk
(12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) nachgeordnet ist und wobei an diesem Träger (20,
30, 40) Messerwellen (22, 32) und / oder Falzwalzen (46) anbringbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (20, 30, 40) innerhalb der Falzmaschine (100) relativ zum Falzschwert
(14, 18) eines vorangehenden Schwertfalzwerkes (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) verschiebbar
angeordnet ist.
2. Falzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschiebung des Trägers (20, 30, 40), orthogonal zu den Achsen (23, 33) der
an dem Träger (20, 30, 40) angeordneten Messerwellen (22, 32) und / oder Falzwalzen
(46) erfolgt.
3. Falzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Träger (20, 30, 40) zusätzlich ein Taschenfalzwerk (46, 55) angeordnet ist.
4. Falzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falzmaschine (100) Seitenwände (10, 11) aufweist, wobei die Seitenwände (10,
11) wenigstens eine Ausnehmung (21, 31) aufweisen, entlang der der wenigstens eine
Träger (20, 30, 40) verschiebbar ist.
5. Falzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Träger (20, 30, 40) eine Traverse (48) angebracht ist, wobei an der Traverse (48)
Niederhalter (50) oder Abstreifer (50) angeordnet sind, und wobei auf der Traverse
(48) ein Maßstab (54) angeordnet ist, und wobei die Traverse (48) mit dem Träger (20,
30, 40) verschiebbar ist.
6. Falzmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falzmaschine (100) wenigstens zwei Schwertfalzwerke (12, 13, 14, 15, 16, 17,
18, 19) umfasst, wobei jedem Schwertfalzwerk (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) ein
derartig verschiebbarer Träger (20, 30, 40) für Messerwellen (22, 32) und / oder Falzwalzen
(46) nachgeordnet ist, wobei die Träger (20, 30, 40) zueinander orthogonal innerhalb
der Falzmaschinen (100) verschiebbar sind.
1. A folding machine (100) having at least one knife folding unit (12, 13, 14, 15, 16,
17, 18, 19), with at least one support (20, 30, 40), wherein said support (20, 30,
40) is disposed downstream of said knife folding unit (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18,
19), and wherein slitter shafts (22, 32) and/or folding rollers (46) can be attached
to said support (20, 30, 40), characterized in that said support (20, 30, 40) is disposed within the folding machine (100) relative to
the folding knife (14, 18) of an upstream knife folding unit (12, 13, 14, 15, 16,
17, 18, 19) in such a way that it can be moved.
2. The folding machine according to claim 1, characterized in that the movement of said support (20, 30, 40) is orthogonal to the axes (23, 33) of the
slitter shafts (22, 32) and/or folding rollers (46) disposed on said support (20,
30, 40).
3. The folding machine according to claim 1, characterized in that a buckle plate folding unit (46, 55) is further disposed on said support (20, 30,
40).
4. The folding machine according to claim 1, characterized in that said folding machine (100) has side frames (10, 11), wherein said side frames (10,
11) have at least one recess (21, 31) along which said at least one support (20, 30,
40) can be moved.
5. The folding machine according to claim 1, characterized in that a cross bar (48) is attached to said support (20, 30, 40), wherein hold-down devices
(50) or strippers (50) are disposed on said cross bar (48), and wherein a scale (54)
is located on said cross bar (48), and wherein said cross bar (48) can be moved together
with said support (20, 30, 40).
6. The folding machine according to claim 1, characterized in that said folding machine (100) comprises at least two knife folding units (12, 13, 14,
15, 16, 17, 18, 19), wherein said movable support (20, 30, 40) for slitter shafts
(22, 32) and/or folding rollers (46) are disposed downstream of each knife folding
unit (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19), wherein said supports (20, 30, 40) can be moved
orthogonally to one another within said folding machine (100).
1. Plieuse (100) avec au moins un bloc de pliage à lame (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18,
19), avec au moins un support (20, 30, 40), le support (20, 30, 40) étant placé après
le bloc de pliage à lame (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) et sur ce support ( 20,
30, 40) des arbres à couteaux (22, 32) et/ou des rouleaux de pliage (46) pouvant être
appliqués, caractérisé en ce que le support (20, 30, 40) est disposé à l'intérieur de la plieuse (100) coulissant
de manière relative par rapport à la lame de pliage (14, 18) d'un bloc de pliage à
lame (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) précédent
2. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le déplacement du support (20, 30, 40) s'effectue, orthogonalement par rapport aux
axes (23, 33) des arbres porte-couteaux (22, 32) et/ou des rouleaux de pliage (46)
disposés sur le support (20, 30, 40)
3. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un bloc de pliage à poche (46, 55) est placé en supplément sur le support (20, 30,
40).
4. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plieuse (100) présente des parois latérales (10, 11), les parois latérales (10,
11) présentant au moins un évidement (21, 31) le long duquel au moins un support (20,
30, 40) est coulissant
5. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une traverse (48) est placée sur le support (20, 30, 40), un serre-flan (50) ou un
racleur (50) étant disposé sur la traverse (48) et un calibre (54) étant disposé sur
la traverse (48), la traverse (48) étant coulissante sur le support (20, 30, 40).
6. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plieuse (100) présente au moins deux blocs de pliage à lames (12, 13, 14, 15,
16, 17, 18, 19), chaque bloc de pliage à lame (12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19) étant
placé avant un support coulissant (20, 30, 40) pour des arbre porte-couteaux (22,
32) et/ou arbre de pliage (46), les supports (20, 30, 40) étant coulissants les uns
par rapport aux autres orthogonalement à l'intérieur de la machine de pliage (100).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente