[0001] Die am weitesten verbreiteten Faltschachteln aus Karton haben quaderförmige Gestalt
und bestehen aus einem Zuschnitt, der Rumpffelder und daran angebrachte Schließklappen,
teils mit Einstecklaschen, aufweist. Typische Faltschachteln dieser Art sind Medikamentenverpackungen.
Diese sind im Allgemeinen an den kleineren der Schmalseiten zu öffnen. Bei Faltschachteln,
deren Inhalt dekorativ dargeboten werden soll, wie beispielsweise Pralinenverpackungen,
ist der Innenraum an der größten Seite der Faltschachtel zugänglich. Eine solche Faltschachtel
hat einen Deckel, der über ein Unterteil greift und von diesem hochgeklappt oder vollständig
abgenommen werden kann. Auch Verpackungen dieser Art sind im Allgemeinen quaderförmig.
[0002] Im modernen Wirtschaftsleben hängt der Verkaufserfolg einer Ware sehr häufig von
der Aufmachung ihrer Verpackung ab. An Verpackungen der vorgenannten Art sind kaum
mehr Besonderheiten realisierbar, die einen Verkaufserfolg unterstützen könnten. Die
Entwerfer von Verpackungen sind daher in hohem Maße gefordert, neue Verpackungsformen
zu entwickeln, die geeignet sind, den Verbraucher so anzusprechen, dass die eigentlich
interessierende, darin enthaltene Ware mitunter allein schon wegen ihrer Verpackung
gekauft wird. Andererseits ist es für eine kostensparende Logistik erforderlich, dass
eine Faltschachtel weitestgehend fertiggestellt, d.h. ganz oder teilweise verklebt,
vom Faltschachtelhersteller an den Abfüller geliefert werden kann, der die Faltschachtel
aus dem flachliegenden Zustand aufrichtet, befüllt und verschließt. Die Erfindung
zielt in diese Richtung.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Faltschachtel anzugeben, die eine
ansprechende Gestaltung und eine neuartige Funktionalität aufweist, sich aber im fertig
verklebten Zustand flachliegend zum Verpacker der Ware anliefern lässt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die Erfindung ermöglicht die Realisierung einer Faltschachtel, die im aufgerichteten
Zustand einen runden Querschnitt hat, sich aber dennoch im fertig verklebten Zustand
vollkommen flachliegend anliefern lässt. Die erfindungsgemäße Faltschachtel ermöglicht
es ferner, einen in ihr aufgenommenen Gegenstand, etwa eine Flasche, so abzustützen,
dass er allseits von den Wänden der Faltschachtel einen Sicherheitsabstand hat. Die
Erfindung ermöglicht auch die Realisierung anderer Querschnittsgestaltungen der Faltschachtel,
etwa linsenförmige, quadratische, rautenförmige, sechseckige und ähnliche Querschnitte.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf in den Zeichnungen dargestellte
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung von linsenförmigem
Querschnitt;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung der Faltschachtel von Fig. 1 aus einem anderen Blickwinkel,
teilweise durchsichtig dargestellt,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung der Faltschachtel von Fig. 1 von ihrer Rückseite
her gesehen, in geöffnetem Zustand,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Faltschachtel von Fig. 1 von vorn gesehen, in
geöffnetem Zustand,
- Fig. 5
- in verkleinertem Maßstab den Kartonzuschnitt zur Erstellung der Faltschachtel von
Fig. 1,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer Faltschachtel gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 7
- den Kartonzuschnitt der Faltschachtel von Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Kartonzuschnitt ähnlich dem von Fig. 7 mit Stützfahnen im Ausschnitt, und
- Fig. 9
- den Kartonzuschnitt einer Faltschachtel, die ähnlich wie die der Fig. 1 ausgebildet
ist, jedoch einen rautenförmigen Querschnitt hat.
[0007] In den Figuren 1 bis 4 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Faltschachtel
dargestellt, die hier einen linsenförmigen Querschnitt hat. Diese Ausführungsform
soll in Zusammenschau der Figuren 1 bis 4 und unter Zuhilfenahme der Fig. 5 nachfolgend
beschrieben werden.
[0008] Die Faltschachtel hat zwei Außenfelder 1, die an einer ersten Faltlinie 2 miteinander
verbunden sind, und zwei Innenfelder 3, die an einer zweiten Faltlinie 4 miteinander
verbunden sind. Die Faltlinien 2 und 4 sind einander parallel und definieren eine
Längsrichtung der Faltschachtel. Die Außen- und die Innenfelder 1 und 3 sind im dargestellten
Beispiel gleich lang, doch sind die Innenfelder 3 schmaler als die Außenfelder 1.
An ihren den Faltlinien 2 und 4 abgewandten Enden sind die Außenfelder 1 und die Innenfelder
3 jeweils an einer dritten Faltlinie 5 miteinander verbunden. An dem einen Außenfeld
1 ist eine Schließlasche 6 angebracht, die sich in einer Schließfahne 7 verlängert,
die im geschlossenen Zustand der Faltschachtel über die dritten Faltlinien 5 greift.
An der Schließfahne 7 ist eine nach rückwärts gerichtete Haltezunge 8 ausgebildet,
die in einen Schlitz 9 eingesteckt ist, der in dem Außenfeld 1 ausgebildet ist, an
dem die Schließlasche 6 angebracht ist.
[0009] An den querlaufenden Rändern der Innenfelder 3 sind jeweils Aufdoppelungslaschen
10 angebracht, die auf die Seiten der Innenfelder 3 umgeschlagen sind, die einander
nicht benachbart sind, und sind dort vorzugsweise teilflächig angeklebt. An den Aufdoppelungslaschen
10 ist jeweils eine Spreizfahne 11 angebracht, die sich senkrecht zu den Innen- und
Außenfeldern erstreckt und sich mit ihrem freien Rand am benachbarten Außenfeld 1
abstützt und dieses von dem zugehörigen Innenfeld 3 abspreizt. Diese Abspreizung ist
möglich, weil die Innenfelder 3 schmaler sind als die Außenfelder 1. Dem betreffenden
Außenfeld 1 ist dadurch eine Querschnittskontur gegeben, die etwa dem Umriss des freien
Randes der Spreizfahne 11 entspricht.
[0010] Das Außenfeld 1, das nicht mit der Schließlasche 6 versehen ist, setzt sich an der
ersten Faltlinie 1 in einer Klebelasche 12 fort, die mit dem anderen Außenfeld 1 verklebt
ist, siehe hierzu Fig. 4.
[0011] Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, haben die Innenfelder 3 jeweils einen Ausschnitt 13,
siehe auch Fig. 5, der an seinen seitlichen Rändern jeweils von einer Faltklappe 14
begrenzt ist. Die Faltklappen 14 sind etwa senkrecht zu dem Innenfeld 3 in Richtung
auf das benachbarte Außenfeld 1 umgebogen. Man erkennt aus Fig. 4, dass auf diese
Weise in der Faltschachtel insgesamt ein Hohlraum geschaffen ist, der von den Spreizfahnen
11 und den Faltklappen 14 sowie den Außenfeldern 1 begrenzt ist und für die Aufnahme
eines zu verpackenden Gegenstandes geeignet ist.
[0012] In den Figuren 1 bis 5 ist ferner zu erkennen, dass in der Faltlinie, die die Aufdoppelungslaschen
10 mit den Spreizfahnen 11 verbinden, jeweils ein Schlitz 15 ausgebildet ist. Zwei
einander gegenüberliegende Schlitze in diesen Faltlinien sind dazu geeignet, Einsteckfahnen
eines Einsatzes (nicht dargestellt) aufzunehmen, den man hinter dem Ausschnitt 13
anordnen kann und der zur Aufnahme eines oder mehrerer kleinerer, zu verpackender
Gegenstände, etwa Ampullen oder Fläschchen, bestimmt ist.
[0013] Wie man aus den Zeichnungen, insbesondere auch aus den aus Fig. 5 entnehmbaren Abmessungen
sehen kann, erstrecken sich die Spreizfahnen 11 etwa in Höhe der querlaufenden Begrenzungslinien
der Ausschnitte 13. Dieses ist nicht zwingend, aber ästhetisch ansprechen, weil tote
Winkel vermieden werden. Außerdem eröffnet sich durch diese Bemessung die Möglichkeit,
die Spreizklappen 11 mit Hilfe der Faltklappen 14 in ihrer Lage zu fixieren, denn
sie tendieren auf Grund der Rückstellkraft des Kartonmaterials dazu, sich in Richtung
auf den Ausschnitt 13 aufzustellen.
[0014] Für die Konfektionierung der Faltschachtel wird vom Hersteller des Zuschnitts nach
Fig. 5 wie folgt verfahren: Die Aufdoppelungslaschen 10 werden in der Sicht der Fig.
5 nach hinten vollkommen umgeschlagen, die Spreizfahnen 11 überdecken dabei die Faltklappen
14 von hinten teilweise. Die Aufdoppelungslaschen 10 werden mit den Rückseiten der
Innenfelder 3 vorzugsweise teilweise verklebt. Die Innenfelder 3 werden an der zweiten
Faltlinie 4 nach innen zusammengefaltet, die Außenfelder 1 werden an den dritten Faltlinien
5 auf die Außenseiten der Innenfelder 3 gefaltet, die Klebelasche 12 wird an der ersten
Faltlinie 2 umgefaltet und mit der Innenseite des anderen Außenfeldes 6 verklebt.
Die Schließlasche 6 wird auf das die Klebelasche 12 tragende Außenfeld 6 umgeschlagen.
[0015] In diesem flachliegenden Zustand haben die beiden längslaufenden Faltlinien 2 und
4 einen Abstand voneinander, der etwa dem Unterschied in der Breite zwischen den Innenfeldern
3 und den Außenfeldern 1 entspricht.
[0016] Zum Aufrichten der Faltschachtel wird der Zuschnitt teilweise aufgeklappt, die Spreizfahnen
11 werden in Richtung auf die Außenfelder 1 gefaltet und die Faltklappen 14 in Richtung
auf die Außenfelder 1 gefaltet. Die Faltschachtel hat damit ihre endgültige Gestalt
und ist nun zur Aufnahme eines zu verpackenden Gegenstandes oder eines Einsatzes für
die Aufnahme eines zu verpackenden Gegenstandes bereit. In diesem Zustand sind die
beiden längslaufenden Faltlinien 2 und 4 einander eng benachbart, denn das Innenfeld
verhält sich wie die Sehne eines Kreisbogens, der von dem Außenfeld gebildet wird
und der durch die Spreizfahne in seine Gestalt gebracht worden ist.
[0017] Nach dem Einsetzen des zu verpackenden Gegenstandes in den von dem einen Ausschnitt
begrenzten Hohlraum ist die Faltschachtel lediglich noch zuzuklappen, und zum Verschließen
der Faltschachtel ist die Schließlasche 6 anzulegen, die Schließfahne 7 um die beiden
dritten Faltlinien 5 herumzuführen und die Einstecklasche 8 in den Schlitz 9 einzustecken.
Gegebenenfalls kann dann noch ein Siegel als Originalitätsverschluss über der Schließfahne
7 und einem angrenzenden Abschnitt des Außenfeldes 1 angebracht werden.
[0018] Der Fachmann erkennt, dass er im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Dimensionen
des Zuschnitts beliebig ändern kann. So zeigt die Fig. 6 eine Faltschachtel der erfindungsgemäßen
Art, die sich von der nach Fig. 1 dadurch unterscheidet, dass sie relativ schlank
gestaltet ist und im aufgerichteten Zustand eine etwa zylindrische Gestalt hat, und
Fig. 7 zeigt den zugehörigen Zuschnitt. Die Umrissgestalt der Spreizfahnen 11 in Fig.
7 bestimmt den kreisförmigen Querschnitt der aufgerichteten Faltschachtel, die in
Fig. 6 zu sehen ist. Die wesentlichen Merkmale der Faltschachtel und ihres Zuschnitts
gemäß den Figuren 6 und 7 entsprechen dem Zuschnitt der Fig. 5, weshalb übereinstimmende
Bezugszeichen verwendet sind. Es fehlt allerdings die Schließlasche 6, da die Ausführungsform
der Figuren 6 und 7 dazu bestimmt ist, von einem gesonderten Klebeetikett im Schließzustand
gehalten zu werden.
[0019] Wie man in Fig. 7 erkennt, ist der Ausschnitt 13 in einer speziellen Art gestaltet,
die an die Form einer aufzunehmenden Flasche (nicht dargestellt) bestimmter Formgebung
angepasst ist.
[0020] Weiterhin unterscheidet sich der Zuschnitt von Fig. 7 von demjenigen nach Fig. 5
dadurch, dass an einem Ende jedes Ausschnitts 13, der dem Boden der aufnehmenden Flasche
entspricht, am querlaufenden Rand 13 eine Faltklappe 16 angesetzt ist, die beim Aufrichten
der Faltschachtel in den Zwischenraum zwischen dem Innenfeld 3 und dem Außenfeld 1
gefaltet wird und dort mit der Spreizfahne 11 verklebt werden kann. Die Faltklappe
16 bildet zusammen mit der Spreizfahne 11 einen Boden des von dem Ausschnitt 13 begrenzten
Hohlraums. Es sei an dieser Stelle betont, dass die Faltklappe 16 auch entfallen kann.
So ist sie in Fig. 6 nicht dargestellt.
[0021] Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Ausführungsform der Figuren 6 und 7 gegenüber
der ersten Ausführungsform besteht darin, dass an den beiden Außenfeldern 1 im Bereich
von deren oberen Enden (mit "oben" ist hier das dem Boden der aufzunehmenden Flasche
entgegengesetzte Ende der Faltschachtel bezeichnet) jeweils ein Deckelfeld 17 angesetzt
ist, das einen etwa halbkreisförmigen Umriss hat, der dem einer Spreizlasche 11 weitestgehend
entspricht. An jedem Deckelfeld 17 ist eine Faltlasche 18 angebracht, an der in der
Mitte eine Einsteckfahne 19 ausgebildet ist.
[0022] Im Bereich der Faltlinien, wo die oberen Aufdoppelungslaschen 10 an den Innenfeldern
3 angebracht sind, hat jede Aufdoppelungslasche 10 einen Einsteckschlitz 20. Im aufgerichteten,
fertigen Zustand der Faltschachtel stützt sich die Faltlasche 18 am Rand des Einsteckschlitzes
ab, während die Einsteckfahne 19 in den Einsteckschlitz 20 eingesteckt ist und darin
ggf. noch verklebt sein kann. Im flachliegenden Zuschnitt, wie in Fig. 7 dargestellt,
ist der das Einführen der Einsteckfahne 19 begrenzende Rand der Einsteckschlitze 20
gegenüber der genannten Faltlinie etwas nach oben versetzt, während die Faltlinien
21, an denen die Deckelfelder 17 an den Außenfeldern 1 angebracht sind, etwas nach
unten gegenüber dem oberen Rand der Außenfelder 1 versetzt sind.
[0023] Dieser Faltschachtelzuschnitt wird dem Verpacker in einem verklebten Zustand angeliefert,
in dem die Aufdoppelungslaschen 10 mit ihren Spreizfahnen 11 nach hinten auf die Innenfelder
3 umgelegt und mit diesen verklebt sind, die beiden oberen Aufdoppelungslaschen 10
dabei in einer solchen Art, dass die Einsteckfahnen 19 in die Schlitze 20 noch eingesteckt
werden können. Nach dem Zusammenklappen der Innenfelder 3 und dem Umschlagen der Außenfelder
1 und dem Verkleben der Klebelasche 12 mit dem gegenüberliegenden Außenfeld 1, wie
am vorangehenden Beispiel beschrieben, ist der Zuschnitt für den Versand zum Verpacker
fertiggestellt.
[0024] Beim Verpacker wird der flachliegende, verklebte Zuschnitt geöffnet, die Spreizfahnen
11 werden aufgerichtet, die Faltklappen 16 werden nach innen geschlagen und gegebenenfalls
mit den unteren Spreizfahnen 11 verklebt, die Deckelklappen 17 werden umgefaltet,
deren Laschen 18 werden nach innen gefaltet und die Einsteckfahnen 19 in die Schlitze
20 eingesteckt. Es versteht sich, dass bei dem Aufrichten der Spreizfahnen 11 die
Außenfelder 1 entsprechend verformt werden müssen, um das Aufrichten der Spreizfahnen
11 zu ermöglichen.
[0025] Nach dem Befüllen dieser Faltschachtel mit einer Flasche wird die Faltschachtel durch
Zusammenklappen ihrer beiden Hälften verschlossen, und über die Faltlinien 5 wird
ein Klebeetikett geklebt, das die Faltschachtel in ihrem geschlossenen Zustand sichert.
[0026] Aufgrund der Tatsache, dass diese Faltschachtel eine von den Deckelfeldern 17 gebildete
obere Abschlussfläche aufweist, ist sie für eine Stapelung mehrerer solcher Faltschachteln
geeignet.
[0027] Fig. 8 zeigt den flachliegenden Zuschnitt einer Faltschachtel, der dem von Fig. 6
sehr ähnlich ist, aber eine andere Gestaltung des Ausschnitts 13 aufweist, die der
Gestaltung einer Flasche angepasst ist, die von der aus dem Zuschnitt erstellten Faltschachtel
aufgenommen werden soll. Alle Elemente des Zuschnitts von Fig. 6, die denen des Zuschnitts
von Fig. 7 entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden hier
nicht nochmals beschrieben.
[0028] Bei dem Zuschnitt von Fig. 6 ist nicht nur am unteren Ende des Ausschnitts 13 eine
Faltklappe 16 angebracht, sondern auch an deren oberen Ende. Die Faltklappen 16 haben
in Längsrichtung, wie durch die Faltlinien 2 und 4 definiert, eine Abmessung, die
etwa dem halben Durchmesser des Bodens bzw. etwa dem halben Durchmesser des Kopfes
der von der Faltschachtel aufzunehmenden Flasche entspricht. Weiterhin setzen sich
die Faltklappen in Längsrichtung jeweils in einer Stützfahne 23a bzw. 23b fort, die
beim Aufrichten der Faltschachtel nach oben bzw. nach unten abzuknicken ist. Zwei
Stützfahnen bilden auf diese Weise jeweils eine Rückwand für den durch die Ausschnitte
13 zugänglich gemachten Hohlraum, die einen Abstand zum benachbarten Außenfeld 1 hat
und verhindert, dass die von der Faltschachtel aufgenommene Flasche mit den Innenseiten
der Außenfelder 1 in Berührung gelangt. Es ist also möglich, in der Faltschachtel
eine Flasche sicher zu verpacken, deren Durchmesser kleiner als der der Faltschachtel
ist, ohne dass sich in der geschlossenen Faltschachtel bewegen oder gar mit deren
Außenwänden in Berührung gelangen kann und ohne dass hierfür ein gesonderter Einsatz
in der Faltschachtel verwendet werden muss. Auch bei dieser Ausführungsform ist es
günstig, wenn die Faltklappen 16 mit den Spreizfahnen 11 verklebt sind. Die Verklebung
kann schon beim Hersteller der Faltschachtel vorgenommen werden, denn das Flachlegen
des verklebten Zuschnitts wird durch diese Verklebung von Spreizfahnen 11 und Faltklappen
16 nicht behindert.
[0029] Fig. 9 zeigt den flachliegenden Kartonzuschnitt einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung, die zur Erstellung einer Faltschachtel bestimmt ist, die einen rautenförmigen
Querschnitt hat.
[0030] Der Zuschnitt nach Fig. 9 gleicht im Wesentlichen dem von Fig. 5 mit der Ausnahme,
dass die Spreizfahnen 11 nicht die Gestalt von Kreissegmenten haben, sondern von gleichschenkligen
Dreiecken. Diese Dreiecke bestimmen die Querschnittsgestalt der aufgerichteten Faltschachtel,
weshalb es erforderlich ist, die Außenfelder jeweils durch eine längslaufende Knicklinie
1 c in zwei Außenteilfelder 1 a und 1b zu unterteilen. Dementsprechend muss auch die
Schließlasche 6 durch eine längslaufende Knicklinie 6c in zwei Teilfelder 6a und 6b
unterteilt sein.
[0031] An den Außenteilfeldern 1 a und 1b sind oben und unten jeweils Klebelaschen 22 angebracht,
die dazu bestimmt sind, auf die Außenteilfelder 1 a und 1 b so umgeschlagen und mit
ihnen verklebt zu werden, dass sie in der fertigen Faltschachtel innen liegen.
[0032] Die übrigen Merkmale dieses Zuschnitts sind mit denen des Zuschnitts von Fig. 5 vollkommen
identisch, weshalb sie entsprechend gleiche Bezugszeichen tragen und hier nicht nochmals
erläutert zu werden brauchen.
[0033] Wie man aus einem Vergleich der Figuren 5, 7 und 9 ersieht, ist es möglich, auch
andere Gestaltungen zu wählen. So ist es auch durchaus denkbar, der Faltschachtel
einen hexagonalen Querschnitt zu verleihen, wobei dann entsprechend weitere längslaufende
Knicklinien vorgesehen sein und die Spreizfahnen 11 entsprechende Gestalt haben müssen.
1. Faltschachtel aus Karton mit folgenden Merkmalen:
a) sie hat zwei Außenfelder (1), die an einer ersten Faltlinie (2) miteinander verbunden
sind, die eine Längsrichtung der Faltschachtel definiert,
b) sie hat zwei Innenfelder (3), die an einer zweiten Faltlinie (4) miteinander verbunden
sind, die in der Längsrichtung verläuft,
c) je eines der Innenfelder (3) und je eines der Außenfelder (1) sind an ihren den
ersten bzw. zweiten Faltlinien (2, 4) gegenüberliegenden Rändern jeweils an einer
dritten Faltlinie (5) miteinander verbunden,
d) die Innenfelder (3) sind weniger breit, als die Außenfelder (1),
e) die Innenfelder (3) liegen flach aneinander an,
f) die zweite Faltlinie (4) ist der ersten Faltlinie (2) eng benachbart,
g) sie ist mit einer im Bereich der dritten Faltlinien (5) wirksamen Einrichtung (7,
8, 9) versehen, die die Innenfelder (3) in gegenseitiger Anlage hält,
h) an den Innenfeldern (3) sind als Spreizfahnen (11) wirkende Faltklappen ausgebildet,
die von den Innenfeldern (3) gegen die Außenfelder (1) jeweils in den von einem Innenfeld
(3) und einem Außenfeld (1) begrenzten Zwischenraum vorstehen und sich jeweils an
der Innenseite des zugehörigen Außenfeldes (1) abstützen, und
i) wenigstens ein Innenfeld (3) hat einen Ausschnitt (13), durch den ein Hohlraum
zur Aufnahme wenigstens eines in der Faltschachtel unterzubringenden Gegenstandes
zugänglich ist.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, bei der an den querlaufenden Rändern der Innenfelder
(3) jeweils eine in den zwischen dem Innenfeld (3) und dem Außenfeld (1) eingeschlossenen
Zwischenraum umgeschlagene Aufdoppelungslasche (10) ausgebildet ist, die an dem Innenfeld
(3) anliegt und an deren anderen querlaufenden Rand eine Spreizfahne (11) ausgebildet
ist, die in eine den Zwischenraum überbrückende Stellung aufgerichtet ist und sich
an der Innenseite des Außenfeldes (1) abstützt.
3. Faltschachtel nach Anspruch 2, bei der die Aufdoppelungslasche (10) mit dem ihr benachbarten
Innenfeld (3) wenigstens teilweise verklebt ist.
4. Faltschachtel nach Anspruch 2 oder 3, bei der der Ausschnitt (13) in jedem Innenfeld
wenigstens einen quer verlaufenden Rand hat, der etwa in Höhe einer Spreizfahne (11)
verläuft.
5. Faltschachtel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem wenigstens einen quer verlaufenden Rand des Ausschnitts (13) eine einen Boden
bzw. eine Decke bildende Faltklappe (16) angebracht ist, die mit der Spreizfahne (11)
verklebt ist.
6. Faltschachtel nach Anspruch 5, bei der an der Faltklappe (16) eine in Längsrichtung
der Faltschachtel im Abstand zum benachbarten Außenfeld (1) verlaufende, eine Innenwand
bildende Stützfahne (23a, 23b) angebracht ist.
7. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Ausschnitt (13) rechteckig
ist und an seinen in Längsrichtung verlaufenden Rändern jeweils eine Lasche (14) ausgebildet
ist, die in Richtung auf das benachbarte Außenfeld (1) gefaltet ist.
8. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der an wenigstens einem Ende der
Faltschachtel an den Außenfeldern (1) jeweils ein Deckelfeld (17) angebracht ist,
das einen Umriss hat, der dem Umriss des Querschnitts des Zwischenraums zwischen dem
betreffenden Außenfeld (1) und dem benachbarten Innenfeld (3) entspricht, wobei an
jedem Deckelfeld (17) eine Einsteckfahne (19) ausgebildet ist, die in einen Schlitz
(20) zwischen dem benachbarten Innenfeld (3) und die auf dieses umgefaltete Aufdoppelungslasche
(10) eingesteckt ist.
9. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der an einem ersten Außenfeld
(1) eine an der ersten Faltlinie (2) beginnende, sich über das zweite Außenfeld (1)
erstreckende Schließlasche (6) angebracht ist, die sich in einer sich über die dritten
Faltlinien (5) hinaus auf das erste Außenfeld (1) erstreckenden Schließfahne (7) fortsetzt,
an der eine rückwärts gerichtete Haltezunge (8) ausgebildet ist, die in einen in dem
ersten Außenfeld (1) ausgebildeten Schlitz (9) eingesteckt ist.
10. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die durch ein die dritten Faltlinien
(5) überspannendes Klebeetikett verschlossen ist.
11. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bestehend aus einem einteiligen
Zuschnitt.
12. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem im Wesentlichen rechteckigen
Ausschnitt (13) in wenigstens einem der Innenfelder (3), bei der an dem betreffenden
Innenfeld (3) hinter dem Ausschnitt (13) ein Einsatz angebracht ist, der Einrichtungen
zum Abstützen wenigstens eines aufzunehmenden Gegenstandes aufweist.
13. Faltschachtel nach Anspruch 12, bei dem der Einsatz aus einem gefalteten Karton besteht.
14. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 12 und 13, bei der der Einsatz mittels Steckverbindungen
(15) an dem Innenfeld (3) angebracht ist.
15. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die eine im Wesentlichen zylindrische
Gestalt hat.
16. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Außenfelder in ihrer
Mitte jeweils mit einer längslaufenden Knicklinie (1 c) versehen sind und sie einen
im Wesentlichen rautenförmigen Querschnitt hat.
17. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, die einen im Wesentlichen linsenförmigen
Querschnitt hat.
18. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der im fertig verklebten,
unaufgerichteten Zustand derselben die beiden Innenfelder (3) zwischen den Außenfeldern
(1) liegen.