| (19) |
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(11) |
EP 1 712 844 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2019 Patentblatt 2019/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.02.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERFAHREN ZUR TEMPERATURSTEUERUNG UND TEMPERATURSTEUEREINHEIT EINES GAROFENS
METHOD FOR CONTROLLING THE TEMPERATURE OF A COOKING OVEN AND TEMPERATURE CONTROLLING
UNIT
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE COMMANDE DE LA TEMPÉRATURE D'UN FOUR DE CUISSON
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
15.04.2005 DE 102005017617
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.10.2006 Patentblatt 2006/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Electrolux Home Products Corporation N.V. |
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1130 Brussels (BE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Ruther, Florian
D-91541 Rothenburg (DE)
- Andersson, Martin
91541 Rothenburg (DE)
- Müller, Maike
91541 Rothenburg (DE)
- Walther, Christoph
91541 Rothenburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Electrolux Group Patents |
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AB Electrolux
Group Patents 105 45 Stockholm 105 45 Stockholm (SE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 029 483 EP-A2- 0 050 240 DE-A1- 3 127 352 DE-A1- 10 027 299 DE-A1- 19 541 608 JP-A- S57 143 282 US-A- 4 447 693
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EP-A1- 1 028 289 WO-A1-97/00596 DE-A1- 4 321 101 DE-A1- 10 052 137 DE-C2- 3 129 781 JP-A- 2001 254 955
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Temperatursteuerung eines Küchen-Backofens
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, sowie eine Temperatursteuereinheit eines
solchen Ofens zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
14 und schließlich einen entsprechend ausgerüsteten Ofen gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 18.
[0002] Ein Ofen benötigt im Gebrauch eine bestimmte Zeitspanne bis zur Erreichung einer
vorbestimmten Temperatur, und diese Zeitspanne hängt u.a. von der Ausgangs- bzw. Starttemperatur,
der Leistung der Heizelemente, der Isolation und der thermischen Massen bzw. Wärmekapazität
des Ofens ab.
[0003] Bei modernen Öfen der in Rede stehenden Art, also insbesondere Küchen-Backöfen und
Backofen-Mikrowellen-Kombinationsgeräten, aber auch Dampfgarern und anderen Haushaltsgeräten
mit einer Ofen-Charakteristik, sind zunehmend Temperatursteuerprogramme implementiert,
die die Zubereitung bestimmter Gerichte erleichtern und zuverlässiger machen. Derartige
Programme werden für einen bestimmten Ofentyp erstellt und fertigungsseitig in Öfen
dieses Typs installiert.
[0004] Es hat sich gezeigt, dass mit derartigen Standard-Programmen nicht in allen Fällen
der erwünschte Grad an Genauigkeit der Temperatursteuerung und damit an Zuverlässigkeit
des Gelingens eines im Ofen ausgeführten Zubereitungsvorganges erreicht wird.
[0005] In der
DE 195 41 608 A1 ist eine Regelschaltung für einen Backofen beschrieben. Die Regelschaltung umfasst
einen Solltemperatursteller. Durch eine Anzeige wird der Benutzer während des Vorheizvorgangs
über dessen Ende informiert. Die Dauer des Vorheizvorgangs wird aus der Soll-Temperatur,
der Ist-Temperatur und dem Temperaturanstieg berechnet.
[0006] Aus der
DE 100 52 137 A1 ist die Regelung der Siedetemperatur in einem Dampfgargerät beschrieben. Die zugeführte
Leistung wird während eines Beharrungszustandes erfasst und mit einer vorgegebenen
Beharrungsleistung verglichen. Aus der Differenz wird eine Korrektur einer Sollsiedetemperatur
abgeleitet, mit der die Siedetemperatur des Dampfgargerätes geregelt wird.
[0007] In der
DE 31 29 781 C2 ist eine Kochvorrichtung beschrieben, bei der die Gesamtzeitdauer des Garvorgangs
in eine erste und zweite Zeitdauer unterteilt ist. Die erste Zeitdauer erstreckt sich
bis zum Erreichen eines bestimmten Temperaturwertes.
[0008] Aus der
EP 0 029 483 A1 ist ein mikroprozessorgesteuerter Mikrowellenofen bekannt. Die durchschnittliche
Nahrungsmitteltemperatur wird während des Garprozesses als Konstante hergeleitet.
Der Durchschnittstrom und die durchschnittliche Spitzenspannung für das Magnetron
werden erfasst und die absorbierte Leistung ist ein Maß für die Effizienz des Magnetrons.
[0009] In der
WO 97/00596 A1 ist ein Ofen mit zwei Wärmequellen beschrieben. Die eine Wärmequelle ist während
einer ersten Periode aktiviert. Die zweite Wärmequelle wird aktiviert, bis ein Schwellenwert
erreicht ist.
[0010] Aus der
DE 43 21 101 A1 ist ein Haushaltsgerät mit einer elektronischen Anzeigeeinrichtung bekannt. Der aktive
Betrieb der Anzeigeeinrichtung ist über eine zusätzliche Schaltvorrichtung manipulierbar,
um den Stromverbrauch der Anzeigeeinrichtung zu senken.
[0011] In der
EP 0 050 240 A2 ist eine Anordnung zur Steuerung des Garprozesses in einem Elektroherd beschrieben.
Drei Temperatur-Zeit-Profile und ein vorbestimmter Temperaturverlauf sind einstellbar,
um vier unterschiedliche Leistungsstufen zu erhalten.
[0012] Aus der
JP S57 143282 A ist eine Temperatursteuereinheit eines Ofens bekannt, wobei eine statische Korrekturgröße
und eine dynamische Korrekturgröße berücksichtigt werden.
[0013] In der
DE 100 27 299 A1 ist ein Verfahren zur Temperaturregelung eines Backofens beschrieben, bei der die
Ist-Temperatur des Backofens vor der Beschickung zwischen einem oberen und unteren
Schwellenwert pendelnd geregelt wird.
[0014] Aus der
DE 31 27 352 A1 ist ein Verfahren zur Regelung der Temperatur eines Ofens bekannt. Zuerst werden
die Proben- und die Ofentemperatur und deren Abhängigkeit ermittelt. Die Temperaturregelung
erfolgt anhand der Ofentemperatur und ohne Messung der Probentemperatur.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines in seiner Genauigkeit und
Zuverlässigkeit für den einzelnen Benutzer verbesserten Verfahrens der gattungsgemäßen
Art sowie einer entsprechenden Temperatursteuereinheit und schließlich eines hiermit
ausgerüsteten Ofens.
[0016] Diese Aufgabe wird verfahrensseitig durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie vorrichtungsseitig durch eine Temperatursteuereinheit mit den Merkmalen des
Anspruchs 14 und einen Ofen mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst. Zweckmäßige
Fortbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0017] Die Erfindung schließt einerseits den wesentlichen Gedanken ein, das für einen Ofentyp
allgemein vorbestimmte Basis-Steuerprogramm durch Berücksichtigung einer Korrekturgröße
zu präzisieren, die relevante Parameter des einzelnen Ofens widerspiegelt. Es handelt
sich hierbei speziell um eine im wesentlichen statische Korrekturgröße, die die bauliche
Eigenart des einzelnen Ofens in seinem Steuerprogramm hinreichend zur Geltung bringt.
In dieser Hinsicht gehört zur Erfindung weiterhin der Gedanke der Nutzung einer Summen-Korrekturgröße,
die eine einfache Berücksichtigung der Ofen-Charakteristika erlaubt, ohne dass diese
einzeln und aufwendig erfasst, eingegeben und programmtechnisch verarbeitet werden
müssten.
[0018] Weiterhin gehört zur Erfindung der Gedanke der Berücksichtigung einer dynamischen
Korrekturgröße bzw. Korrekturformel im Steuerprogramm, die die Berücksichtigung der
aktuellen Werte veränderlicher Betriebsparameter des Ofens ermöglicht. Es handelt
sich hierbei um Betriebsparameter, die nicht in der baulichen Ausführung des Ofens
begründet sind und relativ leicht "vor Ort" messtechnisch erfasst werden können.
[0019] In einer bevorzugten Verfahrensführung wird die statische Korrekturgröße bei einem
Aufheizvorgang am leeren Ofen durch Vergleich eines gemessenen Istwertes, insbesondere
Aufheizzeit-Istwertes, mit einem dem Basis-Steuerprogramm entsprechenden Referenzwert,
insbesondere Aufheizzeit-Referenzwert, ermittelt. Andererseits wird die dynamische
Korrekturgröße anhand einer Korrekturformel (Kompensationsformel) unmittelbar vor
dem oder während des Aufheizens aus einem Messwert mindestens eines Betriebsparameters
ermittelt.
[0020] Mit Blick darauf, dass die Aufheizzeit eine wesentliche Größe eines jeden Verfahrens
der in Rede stehenden Art ist, wird bevorzugt als statische Korrekturgröße und dynamische
Korrekturgröße eine Aufheizzeitdifferenz oder ein Aufheizkurven-Anstiegsfaktor genutzt,
der eine Abweichung des Anstieges einer korrigierten Aufheizkurve von demjenigen einer
Referenzkurve als Multiplikationsfaktor widerspiegelt.
[0021] Allgemein wird die dynamische Korrekturgröße unter Berücksichtigung mindestens eines
der Betriebsparameter Netzspannung, Ausgangstemperatur und Energieverbrauch bzw. Leistungsaufnahme
gebildet. Hierbei wird, in einer zweckmäßigen Ausgestaltung, als dynamische Korrekturgröße
die Aufheizzeitdifferenz durch Berücksichtigung sämtlicher genannter Betriebsparameter
Netzspannung, Ausgangstemperatur und Energieverbrauch bzw. Leistungsaufnahme in einem
Verfahren der Regressionsanalyse und unter Nutzung einer Korrektur- bzw. Kompensationsformel
vom Polynom-Typ berechnet. Die erwähnte Kompensationsformel ist für einen Ofentyp
allgemein vorbestimmt und geht in den Algorithmus des Basis-Steuerprogramms ein.
[0022] Gemäß einem relativ selbständigen Teilaspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass eine
Steuergröße, insbesondere die Aufheizzeit auf eine vorbestimmte Temperatur, laufend
angezeigt wird. Der Nutzer erhält durch die Anzeige der bis zur Erreichung der gewünschten
Temperatur verbleibenden Zeit eine Information, die für die Planung bestimmter Arbeitsabläufe
sehr nützlich ist.
[0023] Es bietet sich an, dass zur Bestimmung des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme
neben der Netzspannung der Ofenstrom gemessen wird. In einer sinnvollen, relativ selbständigen
Variante der Verfahrensführung mit dynamischer Energieverbrauchs- bzw. Leistungsaufnahme-Erfassung
wird der Energieverbrauch während eines vollständigen Temperatursteuervorganges, insbesondere
während des gesamten Aufheizens, bestimmt und der ermittelte Wert für eine Anzeige
bereitgestellt und/oder gespeichert.
[0024] Auf diese Weise kann der Energieverbrauch etwa während eines gesamten Backvorganges
oder während anderweitig vorgewählter Zeitabschnitte, speziell auch während der gesamten
Lebensdauer des Ofens, ermittelt und angezeigt bzw. weiterverarbeitet werden. Hierzu
wird der Energieverbrauch bzw. die Leistungsaufnahme nach einem oder mehreren vorbestimmten
Speicher-Regimes gespeichert und der Speicherinhalt sinnvollerweise nach mehreren
Abruf-Regimes zugreifbar gehalten. Auch eine Anzeige der Energiekosten ist auf dieser
Basis möglich, wenn zusätzlich der Energiepreis eingegeben wird.
[0025] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Referenzwert des Energieverbrauchs bzw.
der Leistungsaufnahme gespeichert und mit dem aktuell bestimmten Energieverbrauch
bzw. der aktuellen Leistungsaufnahme einer Schwellwert-Diskriminierung unterzogen
und bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes ein Fehlersignal
ausgegeben wird. In vorteilhafter Weise ermöglicht diese Verfahrensführung den Nachweis
von nachträglich defekt gewordenen Heizelementen und kann den Nutzer so zur Beauftragung
einer entsprechenden Reparaturleistung befähigen.
[0026] Aus der weiter oben erläuterten Erfassung des Energieverbrauchs während zurückliegender
Betriebsphasen des Ofens lässt sich eine weitere, relativ selbständige Funktionalität
des vorgeschlagenen Verfahrens ableiten: Es kann der der nach einem Summations-Regime
gespeicherte Gesamt-Energieverbrauch aus aufeinanderfolgenden Temperatursteuerprogrammen
mit einem Referenz-Summenwert des Energieverbrauchs verglichen und bei Erreichung
des Referenz-Summenwertes ein Hinweissignal über eine Benutzerschnittstelle oder ein
Reinigungs-Steuersignal ausgegeben werden. Hierdurch wird der Nutzer auf eine betriebsdauerbedingt
wohl erforderliche Reinigung hingewiesen. Grundsätzlich kann auch automatisch ein
Reinigungsprogramm gestartet werden, dies wird jedoch zweckmäßigerweise von einer
Bestätigung durch den Nutzer abhängig zu machen sein.
[0027] Gemäß einem weiteren relativ selbständigen Gedanken ist vorgesehen, dass im Zusammenhang
mit der Erfindung über eine Benutzerschnittstelle oder externe Schnittstelle ein Algorithmus
und/oder Ein- und/oder Ausgangsgrößen für die Bestimmung der statischen und dynamischen
Korrekturgröße veränderbar sind. Neben einer Basis-Konfiguration an Korrekturgrößen
lassen sich - in Abstimmung auf Ofen-Ausführungen verschiedener Komfort- und Preisklassen
oder auch zur nachträglichen Aufwertung - zusätzliche Korrekturgrößen berücksichtigen
oder ein verfeinerter Kompensations-Modus implementieren.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass der Wert eines sich aus dem Steuerprogramm
unter Berücksichtigung der statischen und dynamischen Korrekturgröße ergebender Parameters,
insbesondere die Aufheizzeit auf eine vorbestimmte Temperatur oder der Aufheizkurven-Anstieg,
gespeichert und mit dem entsprechenden Wert früherer Programmabläufe einer Schwellwertdiskriminierung
unterzogen und bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes ein
Fehlersignal ausgegeben wird.
[0029] Auf diese Weise lassen sich insbesondere Isolationsfehler, die über normale Alterungserscheinungen
hinausgehen und die Ofenfunktion beeinträchtigen und den Energieverbrauch wesentlich
erhöhen, erfassen und für den Nutzer anzeigen. Dieser kann daraufhin eine entsprechende
Überprüfung der Isolation veranlassen. Zudem kann etwa bereits in der ersten Phase
eines durch den Benutzer eingeleiteten Aufheizvorganges erkannt werden, ob der Ofen
beladen ist oder nicht. Ist dies nicht der Fall, kann die Ausgabe des erwähnten Fehlersignals
den Benutzer auf die irrtümliche Auslösung des Aufheizvorganges bzw. darauf aufmerksam
machen, dass er vergessen hat, die Speise in den Ofen zu stellen.
[0030] Bevorzugte Ausführungen der erfindungsgemäßen Temperatursteuereinheit und des hiermit
ausgestatteten Ofens reflektieren die vorgenannten Verfahrensaspekte als Vorrichtungsmerkmale,
so dass darauf ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0031] Eine wesentliche Komponente der erfindungsgemäßen Temperatursteuereinheit ist mithin
eine Korrekturstufe zur rechnerischen Berücksichtigung der statischen Korrekturgröße
und der dynamischen Korrekturgröße zur Gewinnung des Steuerprogramms. Weiterhin umfasst
die Steuereinheit einen Programmspeicherabschnitt zur Speicherung des sich mit der
Korrekturgröße oder den Korrekturgrößen ergebenden Steuerprogramms bzw. einer korrigierten
Steuergröße zur Verknüpfung mit dem Basis-Steuerprogramm. Des weiteren werden in der
Regel Mittel zur (Zwischen-)Speicherung der relevanten Werte der Korrekturgröße(n)
vorgesehen sein.
[0032] In bevorzugten Ausführungen wird der Temperatursteuereinheit im weiteren eine Referenzwert-Speichereinheit
zur Speicherung eines Referenzwertes derjenigen Steuergröße, aus deren Vergleichs-Verarbeitung
sich der relevante Wert der Korrekturgröße ergibt, und eine Messeinrichtung zur Messung
von Ist-Werten der entsprechenden Steuergröße zugeordnet sein. Die Vergleichs-Verarbeitung
erfolgt in einer Verarbeitungseinheit, die in dieser Ausführung den wesentlichen Teil
der Korrekturstufe bildet.
[0033] In weiteren bevorzugten Ausführungen sind eine Benutzerschnittstelle oder externe
Schnittstelle zur Veränderung des Basis-Steuerprogramms bzw. eines Algorithmus und/oder
von Ein- und/oder Ausgangsgrößen zur Bestimmung der statischen und dynamischen Korrekturgröße
vorgesehen. Es versteht sich, dass eine solche Benutzerschnittstelle geeignete Eingabemittel
umfasst. Im übrigen umfasst die vorgeschlagene Temperatursteuereinheit insbesondere
in einer zur dynamischen Korrektur des Basis-Steuerprogramms ausgebildeten Variante
einen Controller, der jeweils den Korrekturvorgang und das Ablegen des neuen Steuerprogramms
initiiert und steuert.
[0034] Auch der des weiteren vorgeschlagene Ofen widerspiegelt die oben erläuterten Verfahrensaspekte
als Vorrichtungsaspekte, insbesondere insoweit sie nicht direkt die Bildung und Ausführung
des Steuerprogramms, sondern periphere Abläufe betreffen.
[0035] Insbesondere weist der erfindungsgemäße Ofen geeignete Messeinrichtungen auf, mit
denen der zur Bestimmung der statischen Korrekturgröße zu messende Ist-Wert der Steuergröße
bzw. die aktuellen Werte der zur Bestimmung der dynamischen Korrekturgröße herangezogenen
Betriebsparameter zu erfassen sind. In bevorzugten Ausführungen handelt es sich hierbei
um eine Aufheizzeit-Messeinrichtung bzw. eine Netzspannungs-Messeinrichtung und/oder
Temperaturmesseinrichtung und/oder Energieverbrauchs- bzw. Leistungsaufnahme-Messeinrichtung
(welche ihrerseits neben der erwähnten Spannungs- eine Strommesseinrichtung umfassen
wird).
[0036] In einer bevorzugten Ausführung, die die Bereitstellung von Energieverbrauchs-Aussagen
für den Benutzer erlaubt, umfasst der Ofen weiterhin eine der Energieverbrauchs- bzw.
Leistungsaufnahme-Messeinrichtung nachgeschaltete, insbesondere gemäß mehreren Speicher-Regimes
steuerbare, Energie-Speichereinheit und/oder Anzeigeeinheit zur Speicherung bzw. Anzeige
eines erfassten bzw. gespeicherten Ist-Energieverbrauchs bzw. einer Ist-Leistungsaufnahme.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausführung mit selbständiger Bedeutung, die die einfache
Ermittlung bestimmter Fehler am Ofen erlaubt, umfasst dieser einen Energie-Referenzwertspeicher
zur Speicherung eines Referenzwertes des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme
und eine mit dem Energie-Referenzwertspeicher und der Energie-Speichereinheit verbundene
Diskriminatorstufe zur Ausführung einer Schwellwertdiskriminierung und zur Ausgabe
eines Fehlersignals bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes
zwischen Ist-Energieverbrauch und Energie-Referenzwert.
[0037] Eine andere vorteilhafte Ausführung, mit der sich in sinnvoller und einfacher Weise
andere Ofendefekte erfassen und an den Nutzer melden lassen, umfasst einen Steuergrößen-Speicher
mit mehreren Speicherbereichen zur Speicherung mehrerer Werte von bei Temperatursteuervorgängen
aufgetretenen Istwerten der Steuergröße und eine dem Steuergrößenspeicher zugeordnete
Vergleichereinheit zum Vergleich der aufgetretenen Istwerte, die als Diskriminatorstufe
zur Ausgabe eines Fehlersignals bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes
zwischen gespeicherten Istwerten ausgebildet ist.
[0038] Weitere funktionelle Fortentwicklungen der bekannten Öfen gemäß den o.g. Verfahrensaspekten
sind mit im wesentlichen der vorhandenen Hardware (Verarbeitungs-, Speicher- und Anzeigeeinheiten)
und aufgrund einer die obigen Verfahrensaspekte implementierenden Software möglich.
[0039] Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung, in ihren verschiedenen Aspekten, ergeben
sich im übrigen aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Figuren. Von diesen
zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische grafische Darstellung zur Verdeutlichung des Korrekturprinzips einer
ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische grafische Darstellung zur Verdeutlichung des Korrekturprinzips einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 3
- eine weitere grafische Darstellung zur Erläuterung des zweiten Ausführungsbeispiels
und
- Fig. 4
- ein Prinzip-Blockschaltbild zur Erläuterung einer bevorzugten Ausführung eines erfindungsgemäßen
Ofens.
[0040] Fig. 1 zeigt schematisch ein Temperatur-Zeit-Diagramm, in dem eine Gerade 1 eine
Aufheizkurve eines Küchen-Backofens mit einem ersten Satz von Betriebsparametern (Ausgangstemperatur
T
1, erste Betriebsspannung und erster Energieverbrauch) und eine Gerade 2 eine Aufheizkurve
zeigt, die sich aus einem aktuellen Satz Betriebsparameter (aktuelle Ausgangstemperatur
T
2, aktuelle Netzspannung und aktueller Energieverbrauch) ergibt. Zu erkennen ist, dass
sich bezüglich einer gewünschten Aufheiztemperatur (Zieltemperatur) T
Z eine Aufheizzeitdifferenz Δt ergibt. Die Berücksichtigung dieser Aufheizzeitdifferenz
bei der vorgegebenen Zieltemperatur im Rahmen eines Basis-Steuerprogrammes für den
Aufheizvorgang widerspiegelt also die aktuellen Werte der Betriebsparameter und ergibt
insofern eine angemessene Korrektur des Basis-Steuerprogrammes. Dadurch wird eine
Regelung der Netzspannung oder Leistungsaufnahme (im Sinne einer Konstanthaltung)
oder der Ausgangstemperatur für den Aufheizvorgang verzichtbar und gleichwohl eine
hohe Genauigkeit und Verlässlichkeit der Programmsteuerung erreicht.
[0041] Die Aufheizzeitdifferenz ergibt sich durch eine Berechnung mit Methoden der Regressionsanalyse,
die eine Kompensationsformel zur Berücksichtigung von Änderungen der Ausgangstemperatur,
der Netzspannung und des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme des Ofens liefert.
Die genaue Kompensationsformel ist abhängig von der Ofenkonstruktion und anhand der
wesentlichen Konstruktionsparameter durch den Fachmann herleitbar.
[0042] Wahlweise sind neben den genannten Betriebsparametern in einer solchen Kompensationsformel
weitere Parameter mit angemessenem Gewicht zu berücksichtigen. Aus der Regressionsanalyse
herrührende Ungenauigkeiten stehen der Anwendung zur Korrektur des Basis-Steuerprogrammes
nicht entgegen. Weiterhin ist die an einem bestimmten Ofentyp hergeleitete Kompensationsformel
mit hinreichender Genauigkeit für sämtliche Ofen-Exemplare dieses Ofentyps brauchbar,
so dass sie in das Basis-Steuerprogramm eingebettet werden kann.
[0043] Fig. 2 zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1, für eine andere Ausführungsform
der Erfindung, bei der durch eine Kalibrierungs-Messung eine statische Korrekturgröße
für ein Aufheiz-Steuerprogramm bei einem konkreten Ofen-Exemplar gewonnen wird. In
dieser Darstellung bezeichnet die Gerade 1' eine Referenz-Aufheizkurve eines bei der
Bestimmung eines Basis-Steuerprogramm vorausgesetzten Ofens mit einer thermischen
Standardkonstruktion, während die Gerade 2' das Aufheizverhalten eines konkreten Ofen-Exemplars
abbildet, das messtechnisch erfasst wurde. Als Ausgangstemperatur ist hier in vereinfachender
Weise jeweils Null angenommen.
[0044] Auch hier zeigt die grafische Darstellung, dass unter Bezugnahme auf eine Zieltemperatur
T
Z eine Aufheizzeitdifferenz Δt' auftritt. Diese Zeitdifferenz reflektiert hier aber
nicht variable Betriebsparameter, sondern Abweichungen der statischen thermischen
Parameter eines konkreten Ofen-Exemplars von den beim Basis-Steuerprogramm angenommenen
Standard-Parametern. Diese Abweichungen lassen sich über die Aufheizzeitdifferenz
Δt' für die Steuerung des konkreten Ofen-Exemplars in hinreichender Weise berücksichtigen,
ohne dass die relevanten thermischen Parameter im einzelnen erfasst und rechnerisch
verarbeitet werden müssten.
[0045] Fig. 3 ist eine erweiterte Darstellung der Grafik gemäß Fig. 2, unter Einbeziehung
von Aufheizkurven 1B' bzw. 2B' eines beladenen Standard-Ofens bzw. des beladenen konkreten
Ofen-Exemplars, für das im leeren Zustand die Aufheizkurve 2' ermittelt wurde. Auch
für den beladenen Ofen lässt sich die Abweichung der Aufheizcharakteristik von derjenigen
des Referenz-Ofens hinreichend durch die Aufheizzeitdifferenz Δt' berücksichtigen.
Das Temperatursteuerprogramm des Ofens ist also unabhängig von der Beladung mit speziellen
Speisen hinreichend genau durch Berücksichtigung der Korrekturgröße Aufheizzeitdifferenz
aus dem Basis-Steuerprogramm ableitbar.
[0046] Das Kalibrierverfahren beruht auf einem linearen Modell der Aufheizphase, wobei der
Anstieg der Aufheizkurve (der Geraden 1' bzw. 2') von der thermischen Masse M des
Ofens abhängt. Diese thermische Masse besteht aus der thermischen Masse des eigentlichen
Ofens und derjenigen der Beladung. Auch hier ist anzumerken, dass dieses einfache
Modell die tatsächlichen thermischen Verhältnisse nicht exakt widerspiegelt, es lassen
sich aber Effekte der Isolierung und Spezifika der Heizelemente hinreichend genau
als Aspekte der thermischen Masse im Rahmen dieses Modells behandeln. Die Messung
der Aufheizzeitdifferenz gegenüber dem Referenzofen an einem konkreten unbeladenen
Ofen-Exemplar liefert einen Wert, der auch in jedem Gebrauchszustand des Ofens zur
Berücksichtigung der statischen thermischen Parameter hinreichend ist.
[0047] Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung die wesentliche Funktionalität eines Ofens
10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, insbesondere von dessen Temperatursteuereinheit
20. Vom Ofen 10 sind in der Figur eine Anzeigeeinheit 11 und eine Bedieneinheit 12
sowie der obere Teil des Backraumes 13 mit einem Heizelement 14 und einem Backraum-Temperaturfühler
15 dargestellt. Des weiteren ist eine Echtzeituhr 16 mit (nicht gesondert bezeichneter)
Zeitgeber- bzw. Stoppfunktion dargestellt.
[0048] Das Heizelement 14 ist an eine Heizstromversorgung 17 angeschlossen, und dieser sind
als Messwertaufnehmer für relevante Betriebsparameter eine Spannungsmesseinrichtung
18 und eine Strommesseinrichtung 19 zur Erfassung der aktuellen Netzspannung bzw.
des durch die Heizelemente fließenden Ofenstromes zugeordnet. Die Temperatursteuereinheit
20 ist eingangsseitig mit der Bedieneinheit 12, dem Backraum-Temperaturfühler 15,
der Echtzeituhr 16 und den Spannungs- und Strommesseinrichtungen 18, 19 sowie ausgangsseitig
mit der Heizstromversorgung 17 verbunden.
[0049] Haupt-Funktionselemente der Temperatursteuereinheit 20 sind ein erster Programmspeicherabschnitt
21 zur herstellerseitigen Speicherung eines Basis-Steuerprogramms, ein zweiter Programmspeicherabschnitt
22 zur Speicherung eines aktuell gültigen Steuerprogramms des einzelnen Backofens
10, ein erster Arbeitsspeicherabschnitt 23 zur Speicherung von Referenzwerten der
relevanten Betriebsparameter bzw. Steuergrößen und ein zweiter Arbeitsspeicherabschnitt
24 zur Speicherung der aktuell gültigen Werte der entsprechenden Betriebsparameter
bzw. Steuergrößen und eine Korrekturstufe 25.
[0050] Die eingangsseitigen Verbindungen der Temperatursteuereinheit 20 führen zur Korrekturstufe
25, und diese ist ausgangsseitig mit dem zweiten Programmspeicherabschnitt 22 verbunden.
Die Korrekturstufe 25 umfasst eine Berechnungseinheit 26 zur Berechnung der statischen
Korrekturgröße und eine Verarbeitungseinheit 27 zur Berechnung der dynamischen Korrekturgröße
aus den erfassten Betriebsparametern und schließlich einen Kompensationsformel-Speicher
28 zur Speicherung der der Bestimmung der dynamischen Korrekturgröße zugrundeliegenden
Kompensationsformel.
[0051] Die Berechnungseinheit 26 ist eingangsseitig mit der Echtzeituhr 16 und dem ersten
Arbeitsspeicherabschnitt 23 verbunden, und die Verarbeitungseinheit 27 ist eingangsseitig
mit den Messeinrichtungen 15, 18 und 19 und optional ebenfalls mit dem ersten Arbeitsspeicherabschnitt
und/oder dem zweiten Arbeitsspeicherabschnitt (zur etwaigen Berücksichtigung von Referenzwerten
der relevanten Betriebsparameter bzw. zur Einbeziehung zwischen-gespeicherter Werte
bei der Bestimmung der gültigen dynamischen Korrekturgröße) verbunden. Hinsichtlich
des Zusammenwirkens und der Funktionalität der erwähnten Speicher- und Verarbeitungseinrichtungen
der Korrekturstufe 25 kann auf die obigen Ausführungen zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwiesen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hier lediglich
um eine Prinzipdarstellung einer Ausführungsform der Erfindung handelt, aus der sich
Einzelheiten der Implementierung für den Fachmann erschließen.
[0052] Neben den bereits erwähnten Komponenten des Backofens 10 und der Temperatursteuereinheit
20 weist der Backofen eine Informationseinheit 30 auf, deren eingangsseitige Verbindungen
denjenigen der Temperatursteuereinheit 20 entsprechen und die ausgangsseitig mit der
Anzeigeeinheit 11 verbunden ist und zur Bereitstellung von Zusatzinformationen bzw.
Warnhinweisen für den Nutzer dient. Die Informationseinheit 30 umfasst in der hier
dargestellten Ausführung des Backofens 10 eine mit der Spannungsmesseinrichtung 18
und der Strommesseinrichtung 19 verbundene Multiplikatorstufe 31 zur Ermittlung der
Leistungsaufnahme des Backofens und eine dieser nachgeschaltete sowie mit der Echtzeituhr
16 verbundene Energie-Speichereinheit 32 mit differenziert vorbestimmter Speicherstruktur,
die über die Bedieneinheit 12 programmier- und abfragbar ist, um einen in bestimmten
Betriebsphasen des Ofenbetriebes registrierten Energieverbrauch anzuzeigen.
[0053] Des weiteren umfasst die Informationseinheit 30 einen Steuergrößen-Speicher 33 mit
mehreren Speicherbereichen zum Ablegen von Aufheizzeit-Werten in tabellarischer Zuordnung
zu bestimmten Zieltemperaturen. Diesem ist eine Vergleichereinheit 34 zugeordnet zum
selbsttätigen periodischen Abrufen von gespeicherten Aufheizzeit-Werten und deren
Vergleich miteinander und zur Ausgabe eines Fehlersignals bei unzulässig großen Abweichungen,
die auf einen Ofendefekt schließen lassen, über die Anzeigeeinheit 11.
[0054] Weiterhin gehört zur Informationseinheit 30 ein Energie-Referenzwertspeicher 35,
der mit einem Eingang einer Energie-Diskriminatorstufe 36 verbunden ist, deren anderer
Eingang mit der Multiplikatorstufe 31 verbunden ist und die zur Ausführung einer Schwellwertdiskriminierung
der aktuellen Leistungsaufnahme des Backofens 10 mit einem herstellerseitig eingespeicherten
Referenzwert dient. Bei Feststellung einer unzulässig großen Abweichung zwischen beiden
Werten gibt die Energie-Diskriminatorstufe 36 über die Anzeigeeinheit 11 des Backofens
ein Hinweis- bzw. Fehlersignal an den Nutzer aus.
[0055] Weiterhin umfasst die Informationseinheit 30 eine Restzeit-Ermittlungsstufe 37, die
eingangsseitig mit der Echtzeituhr 16 und dem Steuergrößen-Speicher 33 und ausgangsseitig
mit der Anzeigeeinheit 11 verbunden ist und zur laufenden Ermittlung der verbleibenden
Aufheizzeit im Ofenbetrieb dient.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 10
- Backofen
- 11
- Anzeigeeinheit
- 12
- Bedieneinheit
- 13
- Backraum
- 14
- Heizelement
- 15
- Backraum-Temperaturfühler
- 16
- Echtzeituhr
- 17
- Heizstromversorgung
- 18
- Spannungsmesseinrichtung
- 19
- Strommesseinrichtung
- 20
- Temperatursteuereinheit
- 21, 22
- Programmspeicherabschnitt
- 23, 24
- Arbeitsspeicherabschnitt
- 25
- Korrekturstufe
- 26
- Berechnungseinheit
- 27
- Verarbeitungseinheit
- 28
- Kompensationsformel-Speicher
- 30
- Informationseinheit
- 31
- Multiplikatorstufe
- 32
- Energie-Speichereinheit
- 33
- Steuergrößen-Speicher
- 34
- Vergleichereinheit
- 35
- Energie-Referenzwertspeicher
- 36
- Energie-Diskriminatorstufe
- 37
- Restzeit-Ermittlungsstufe
1. Verfahren zur Temperatursteuerung eines Küchen-Backofens (10) zur Erreichung einer
vorbestimmten Temperatur (Tz) durch Aufheizen während einer benötigten Aufheizzeit
aufgrund eines Steuerprogramms, wobei das Steuerprogramm aus einem für einen Ofentyp
allgemein vorbestimmten Basis-Steuerprogramm durch rechnerische Berücksichtigung einer
statischen Korrekturgröße (Δt), die individuelle Ofenparameter, d.h. die bauliche
Eigenart des einzelnen Ofens, widerspiegelt, und einer dynamischen Korrekturgröße
(Δt') gebildet ist, die veränderliche Betriebsparameter des Ofens, die unabhängig
von der baulichen Ausführung des Ofens sind, berücksichtigt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wert eines sich aus dem Steuerprogramm unter Berücksichtigung der statischen
und dynamischen Korrekturgröße (Δt, Δt') ergebender Parameters, insbesondere die Aufheizzeit
auf eine vorbestimmte Temperatur oder der Aufheizkurven-Anstieg, gespeichert und mit
dem entsprechenden Wert früherer Programmabläufe einer Schwellwertdiskriminierung
unterzogen und bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes ein
Fehlersignal ausgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die statische Korrekturgröße (Δt) bei einem Aufheizvorgang am leeren Ofen durch Vergleich
eines gemessenen Istwertes, insbesondere Aufheizzeit-Istwertes, mit einem dem Basis-Steuerprogramm
entsprechenden Referenzwert, insbesondere Aufheizzeit-Referenzwert, ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Korrekturgröße (Δt') unmittelbar vor dem oder während des Aufheizens
aus einem Messwert mindestens eines Betriebsparameters ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass als statische Korrekturgröße (Δt) und/oder dynamische Korrekturgröße (Δt') eine Aufheizzeitdifferenz
oder ein Aufheizkurven-Anstiegsfaktor benutzt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Korrekturgröße (Δt') unter Berücksichtigung mindestens eines der Betriebsparameter
Netzspannung, Ausgangstemperatur und Energieverbrauch bzw. Leistungsaufnahme gebildet
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass als dynamische Korrekturgröße (Δt') die Aufheizzeitdifferenz durch Berücksichtigung
der Betriebsparameter Netzspannung, Ausgangstemperatur und Energieverbrauch bzw. Leistungsaufnahme
in einem Verfahren der Regressionsanalyse und unter Nutzung einer Kompensationsformel
vom Polynom-Typ berechnet wird, wobei die Kompensationsformel für einen Ofentyp allgemein
vorbestimmt ist.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuergröße oder hieraus abgeleitete Größe, insbesondere die verbleibende Aufheizzeit
auf eine vorbestimmte Temperatur, laufend angezeigt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme neben der Netzspannung
der Ofenstrom gemessen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Energieverbrauch bzw. die Leistungsaufnahme während eines vollständigen Temperatursteuervorganges,
insbesondere während des gesamten Aufheizens, bestimmt und der ermittelte Wert für
eine Anzeige bereitgestellt und/oder gespeichert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Energieverbrauch bzw. die Leistungsaufnahme nach einem oder mehreren vorbestimmten
Speicher-Regimes gespeichert und der Speicherinhalt nach mindestens einem, zu einem
der Speicher-Regimes korrespondierenden, Abruf-Regime zugreifbar gehalten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Referenzwert des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme gespeichert und
mit dem aktuell bestimmten Energieverbrauch bzw. der aktuellen Leistungsaufnahme einer
Schwellwert-Diskriminierung unterzogen und bei Überschreitung eines vorbestimmten
Differenz-Schwellwertes ein Fehlersignal ausgegeben wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der nach einem Summations-Regime gespeicherte Gesamt-Energieverbrauch aus aufeinanderfolgenden
Temperatursteuerprogrammen mit einem Referenz-Summenwert des Energieverbrauchs verglichen
und bei Erreichung des Referenz-Summenwertes ein Hinweissignal über eine Benutzerschnittstelle
oder ein Reinigungs-Steuersignal ausgegeben wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass über eine Benutzerschnittstelle oder externe Schnittstelle ein Algorithmus und/oder
Ein- und/oder Ausgangsgrößen für die Bestimmung der statischen und/oder dynamischen
Korrekturgröße (Δt, Δt') veränderbar sind.
14. Temperatursteuereinheit (20) eines Küchen-Backofens (10), eingerichtet zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem ersten Programmspeicherabschnitt
(21) zur Speicherung des Basis-Steuerprogramms, einer Korrekturstufe (25) zur rechnerischen
Berücksichtigung der statischen Korrekturgröße und der dynamischen Korrekturgröße
zur Gewinnung des Steuerprogramms und
einem zweiten Programmspeicherabschnitt (22) zur Speicherung des sich mit der Korrekturgröße
oder den Korrekturgrößen ergebenden Steuerprogramms bzw. einer korrigierten Steuergröße
zur Verknüpfung mit dem Basis-Steuerprogramm,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturstufe (25) eine Referenzwert-Speichereinheit (23) zur Speicherung eines
Referenzwertes der Steuergröße und
eine Berechnungseinheit zur Berechnung der statischen Korrekturgröße aus dem Referenzwert
und einem gemessenen Istwert aufweist, wobei der Ausgang der Berechnungseinheit mit
dem Eingang des zweiten Programmspeicherabschnitts verbunden ist, und wobei die Berechnungseinheit
eine Subtraktionsstufe zur Bildung einer Aufheizzeitdifferenz aus einem Aufheizzeit-Referenzwert
und einem Aufheizzeit-Istwert als statische Korrekturgröße aufweist.
15. Temperatursteuereinheit nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturstufe (25) eine Verarbeitungseinheit mit mindestens einem Betriebsparameter-Eingang
zur Berechnung der dynamischen Korrekturgröße aus mindestens einem der Betriebsparameter
Netzspannung, Ausgangstemperatur und Energieverbrauch bzw. Leistungsaufnahme, insbesondere
nach einer Kompensationsformel vom Polynom-Typ und unter Nutzung eines Verfahrens
der Regressionsanalyse, aufweist.
16. Temperatursteuereinheit nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturstufe (25) einen mit einem Eingang der Verarbeitungseinheit verbundenen
Kompensationsformel-Speicher (28) zur Speicherung einer für einen Ofentyp allgemein
vorbestimmten Kompensationsformel aufweist.
17. Temperatursteuereinheit nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
gekennzeichnet durch
eine Benutzerschnittstelle (12) oder externe Schnittstelle zur Veränderung des Basis-Steuerprogramms
und/oder eines Algorithmus und/oder von Ein- und/oder Ausgangsgrößen zur Bestimmung
der statischen und/oder dynamischen Korrekturgröße.
18. Küchen-Backofen (10) mit einer Temperatursteuereinheit nach einem der Ansprüche 14
bis 17, wobei eine Steuergrößen-Messeinrichtung (16) zur Erfassung des zur Bestimmung
der statischen Korrekturgröße gemessenen Ist-Wertes, insbesondere eine Aufheizzeit-Messeinrichtung,
und/oder eine Betriebsparameter-Messeinrichtung (15, 18, 19) zur Messung eines zur
Bestimmung der dynamischen Korrekturgröße herangezogenen Betriebsparameter-Ist-wertes,
insbesondere eine Spannungsmesseinrichtung und/oder Temperaturmesseinrichtung und/oder
Energieverbrauchs- bzw. Leistungsaufnahme-Messeinrichtung, vorgesehen sind,
wobei die Steuergrößen- bzw. Betriebsparameter-Messeinrichtung mit einem Eingang der
Korrekturstufe (25) der Steuereinheit (20) verbunden ist, gekennzeichnet durch
einen Steuergrößen-Speicher (33) mit mehreren Speicherbereichen zur Speicherung mehrerer
Werte von bei Temperatursteuervorgängen aufgetretenen Istwerten der Steuergröße und
eine dem Steuergrößenspeicher zugeordnete Vergleichereinheit (34) zum Vergleich der
aufgetretenen Istwerte, die als Diskriminatorstufe zur Ausgabe eines Fehlersignals
bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes zwischen gespeicherten
Istwerten ausgebildet ist.
19. Ofen nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die Energieverbrauchs- bzw. Leistungsaufnahme-Messeinrichtung eine Netzspannungs-Messeinrichtung
(18) und eine Ofenstrom-Messeinrichtung (19) und eine mit deren Ausgängen verbundene
Multiplikatorstufe (31) aufweist.
20. Ofen nach Anspruch 18 oder 19,
gekennzeichnet durch
eine der Energieverbrauchs- bzw. Leistungsaufnahme-Messeinrichtung (18, 19, 31) nachgeschaltete,
insbesondere gemäß mehreren Speicher-Regimes steuerbare, Energie-Speichereinheit (32)
und/oder Anzeigeeinheit (11) zur Speicherung bzw. Anzeige eines erfassten bzw. gespeicherten
Ist-Energieverbrauchs bzw. einer Ist-Leistungsaufnahme.
21. Ofen nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
gekennzeichnet durch
einen Energie-Referenzwertspeicher (35) zur Speicherung eines Referenzwertes des Energieverbrauchs
bzw. der Leistungsaufnahme und
eine mit dem Energie-Referenzwertspeicher und der Energie-Speichereinheit (32) verbundene
Energie-Diskriminatorstufe (36) zur Ausführung einer Schwellwertdiskriminierung und
zur Ausgabe eines Fehlersignals bei Überschreitung eines vorbestimmten Differenz-Schwellwertes
zwischen Ist-Energieverbrauch und Energie-Referenzwert.
1. Method for controlling the temperature of a kitchen oven (10) for achieving a predetermined
temperature (TZ) by heating during a required heating time on the basis of a control program, wherein
the control program is formed from a basic control program, which is generally predetermined
for an oven type, by computationally taking into account a static correction variable
(Δt), which reflects individual oven parameters, that is to say the structural specific
type of the individual oven, and a dynamic correction variable (Δt') which takes into
account variable operating parameters of the oven which are independent of the structural
design of the oven,
characterized in that
the value of a parameter which results from the control program taking into account
the static and the dynamic correction variable (Δt, Δt'), in particular the heating
time to a predetermined temperature or the heating curve increase, is stored and is
subjected to threshold value discrimination in relation to the corresponding value
of previous program sequences, and a fault signal is output if a predetermined difference
threshold value is exceeded.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the static correction variable (Δt) is ascertained by comparing a measured actual
value, in particular heating time actual value, with a reference value which corresponds
to the basic control program, in particular heating time reference value, in the case
of a heating process with an empty oven.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the dynamic correction variable (Δt') is ascertained from a measurement value of at
least one operating parameter immediately before or during heating.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
a heating time difference or a heating curve increase factor is used as the static
correction variable (Δt) and/or the dynamic correction variable (Δt').
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the dynamic correction variable (Δt') is formed taking into account at least one of
the operating parameters of mains voltage, output temperature and energy consumption
or power consumption.
6. Method according to Claim 5,
characterized in that,
as the dynamic correction variable (Δt'), the heating time difference is calculated
by taking into account the operating parameters of mains voltage, output temperature
and energy consumption or power consumption in a regression analysis method and using
a compensation formula of the polynomial type, wherein the compensation formula is
generally predetermined for an oven type.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
a control variable or a variable which is derived therefrom, in particular the remaining
heating time to a predetermined temperature, is constantly displayed.
8. Method according to one of Claims 5 to 7,
characterized in that,
in addition to the mains voltage, the oven current is measured for determining the
energy consumption or the power consumption.
9. Method according to one of Claims 5 to 8,
characterized in that
the energy consumption or the power consumption during a complete temperature control
process, in particular during the entire heating operation, is determined and the
ascertained value is supplied to a display and/or is stored.
10. Method according to Claim 9,
characterized in that
the energy consumption or the power consumption is stored in accordance with one or
more predetermined storage regimes and the memory content is held in accessible form
in accordance with at least one call-up regime which corresponds to one of the storage
regimes.
11. Method according to Claim 9 or 10,
characterized in that
a reference value of the energy consumption or the power consumption is stored and
subjected to threshold value discrimination in relation to the currently determined
energy consumption or the current power consumption, and a fault signal is output
if a predetermined difference threshold value is exceeded.
12. Method according to Claim 10 or 11,
characterized in that
the total energy consumption, which is stored in accordance with a summation regime,
from successive temperature control programs is compared with a reference sum value
of the energy consumption, and an indication signal, via a user interface, or a cleaning
control signal is output if the reference sum value is reached.
13. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
an algorithm and/or input variables and/or output variables for determining the static
and/or the dynamic correction variable (Δt, Δt') can be varied via a user interface
or external interface.
14. Temperature control unit (20) of a kitchen oven (10), designed for carrying out the
method according to one of the preceding claims, comprising a first program storage
section (21) for storing the basic control program, a correction stage (25) for computationally
taking into account the static correction variable and the dynamic correction variable
for obtaining the control program, and
a second program storage section (22) for storing the control program which is produced
with the correction variable or the correction variables or for storing a corrected
control variable for combination with the basic control program,
characterized in that
the correction stage (25) has a reference value storage unit (23) for storing a reference
value of the control variable and
a calculation unit for calculating the static correction variable from the reference
value and a measured actual value, wherein the output of the calculation unit is connected
to the input of the second program storage section, and wherein the calculation unit
has a subtraction stage for forming a heating time difference from a heating time
reference value and a heating time actual value as the static correction variable.
15. Temperature control unit according to Claim 14,
characterized in that
the correction stage (25) has a processing unit with at least one operating parameter
input for calculating the dynamic correction variable from at least one of the operating
parameters of mains voltage, output temperature and energy consumption or power consumption,
in particular in accordance with a compensation formula of the polynomial type and
using a regression analysis method.
16. Temperature control unit according to Claim 15,
characterized in that
the correction stage (25) has a compensation formula memory (28), which is connected
to an input of the processing unit, for storing a compensation formula which is generally
predetermined for an oven type.
17. Temperature control unit according to one of Claims 14 to 16,
characterized by
a user interface (12) or external interface for varying the basic control program
and/or an algorithm and/or input variables and/or output variables for determining
the static and/or the dynamic correction variable.
18. Kitchen oven (10) comprising a temperature control unit according to one of Claims
14 to 17, wherein a control variable measuring device (16) for detecting the actual
value which is measured for determining the static correction variable, in particular
a heating time measuring device, and/or an operating parameter measuring device (15,
18, 19) for measuring an operating parameter actual value, which is used for determining
the dynamic correction variable, in particular a voltage measuring device and/or temperature
measuring device and/or energy consumption or power consumption measuring device,
are/is provided,
wherein the control variable measuring device or operating parameter measuring device
is connected to an input of the correction stage (25) of the control unit (20),
characterized by
a control variable memory (33) with a plurality of storage regions for storing a plurality
of values of actual values of the control variable, which have occurred during temperature
control processes, and
a comparator unit (34), which is associated with the control variable memory, for
comparing the actual values which have occured, which comparator unit is designed
as a discriminator stage for outputting a fault signal if a predetermined difference
threshold value between stored actual values is exceeded.
19. Oven according to Claim 18,
characterized in that
the energy consumption or power consumption measuring device has a mains voltage measuring
device (18) and an oven current measuring device (19) and a multiplier stage (31)
which is connected to the outputs of the said measuring devices.
20. Oven according to Claim 18 or 19,
characterized by
an energy storage unit (32) and/or display unit (11) which are/is connected downstream
of the energy consumption or power consumption measuring device (18, 19, 31) and can
be controlled in particular according to a plurality of storage regimes, for storing
or displaying a detected or stored actual energy consumption or an actual power consumption.
21. Oven according to one of Claims 18 to 20,
characterized by
an energy reference value memory (35) for storing a reference value for the energy
consumption or the power consumption, and an energy discriminator stage (36), which
is connected to the energy reference value memory and the energy storage unit (32),
for executing threshold value discrimination and for outputting a fault signal if
a predetermined difference threshold value between the actual energy consumption and
the energy reference value is exceeded.
1. Procédé de commande de température d'un four de cuisine (10) en vue d'atteindre une
température prédéterminée (TZ) par réchauffage pendant un temps de réchauffage nécessaire sur la base d'un programme
de commande, le programme de commande, à partir d'un programme de commande de base
général prédéterminé pour un type de four et par prise en compte arithmétique d'une
grandeur de correction statique (Δt), reflétant les paramètres individuels du four,
c'est-à-dire le type de construction propre du four individuel, et une grandeur de
correction dynamique (Δt') étant formée, laquelle tient compte des paramètres de fonctionnement
variables du four, lesquels sont indépendants de l'exécution constructive du four,
caractérisé en ce que la valeur d'un paramètre qui résulte du programme de commande en tenant compte de
la grandeur de correction statique et dynamique (Δt, Δt'), notamment le temps de réchauffage
à une température prédéterminée ou la montée de la courbe de réchauffage, est mémorisée
puis soumise à une discrimination par valeur de seuil avec la valeur correspondante
des déroulements antérieurs du programme et un signal de défaut est délivré en cas
de dépassement d'une valeur de seuil de différence prédéterminée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la grandeur de correction statique (Δt) est déterminée lors d'une opération de réchauffage
au four vide en comparant une valeur réelle mesurée, notamment une valeur réelle de
réchauffage, avec une valeur de référence correspondant au programme de commande de
base, notamment une valeur de référence de réchauffage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la grandeur de correction dynamique (Δt') est déterminée immédiatement avant ou pendant
le réchauffage à partir d'une valeur mesurée d'au moins un paramètre de fonctionnement.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la grandeur de correction statique (Δt) et/ou la grandeur de correction dynamique
(Δt') utilisée est une différence de réchauffage ou un facteur de montée de courbe
de réchauffage.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la grandeur de correction dynamique (Δt') est formée en tenant compte d'au moins
l'un des paramètres de fonctionnement suivants : tension nominale, température de
sortie et consommation d'énergie ou puissance consommée.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la grandeur de correction dynamique (Δt') calculée est la différence de temps de
réchauffage en tenant compte des paramètres de fonctionnement suivants : tension nominale,
température de sortie et consommation d'énergie ou puissance consommée dans un procédé
de l'analyse de régression et en utilisant une formule de compensation de type polynôme,
la formule de compensation étant prédéterminée de manière générale pour un type de
four.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une grandeur de commande ou une grandeur qui en est dérivée, notamment le temps restant
de réchauffage à une température prédéterminée, est affichée continuellement.
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le courant du four est mesuré en plus de la tension du réseau en vue de déterminer
la consommation d'énergie ou la puissance consommée.
9. Procédé selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que la consommation d'énergie ou la puissance consommée est déterminée pendant une opération
de commande de température complète, notamment pendant la totalité du réchauffage,
et la valeur déterminée est mise à disposition et/ou mémorisée pour un affichage.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la consommation d'énergie ou la puissance consommée est mémorisée selon un ou plusieurs
régimes de mémorisation prédéterminés et le contenu de la mémoire est maintenu consultable
selon au moins un régime d'invocation correspondant au régime de mémorisation.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'une valeur de référence de la consommation d'énergie ou de la puissance consommée
est mémorisée et soumise à une discrimination de valeur de seuil avec la consommation
d'énergie ou la puissance consommée actuelle et un signal de défaut est délivré en
cas de dépassement d'une valeur de seuil de différence prédéterminée.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la consommation d'énergie totale résultant des programmes de commande de température
successifs mémorisée selon un régime d'addition est comparée avec une valeur totale
de référence de la consommation d'énergie et, lorsque la valeur totale de référence
est atteinte, un signal de notification est délivré par le biais d'une interface utilisateur
ou un signal de commande de nettoyage est émis.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un algorithme et/ou des grandeurs d'entrée et/ou de sortie pour la détermination de
la grandeur de correction statique et/ou dynamique (Δt, Δt') peuvent être modifiés
par le biais d'une interface utilisateur.
14. Unité de commande de température (20) d'un four de cuisine (10), conçue pour mettre
en oeuvre le procédé selon l'une des revendications précédentes, comprenant une première
portion de mémoire de programme (21) servant à mémoriser le programme de commande
de base, un étage de correction (25) servant à la prise en compte arithmétique de
la grandeur de correction statique et de la grandeur de correction dynamique en vue
d'obtenir le programme de commande et
comprenant une deuxième portion de mémoire de programme (22) servant à mémoriser le
programme de commande obtenu avec la grandeur de correction ou les grandeurs de correction
ou une grandeur de commande corrigée destinée à être combinée avec le programme de
commande de base, caractérisée en ce que l'étage de correction (25) possède une unité de mémorisation de valeur de référence
(23) servant à mémoriser une valeur de référence de la grandeur de commande et
une unité de calcul servant à calculer la grandeur de correction statique à partir
de la valeur de référence et d'une valeur réelle mesurée, la sortie de l'unité de
calcul étant reliée à l'entrée de la deuxième portion de mémoire de programme et l'unité
de calcul possédant un étage de soustraction destiné à former une différence de temps
de réchauffage, en tant que grandeur de correction statique, à partir d'une valeur
de référence de temps de réchauffage et d'une valeur réelle de temps de réchauffage.
15. Unité de commande de température selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'étage de correction (25) possède une unité de traitement comprenant au moins une
entrée de paramètre de fonctionnement destinée à calculer la grandeur de correction
dynamique à partir d'au moins l'un des paramètres de fonctionnement suivants : tension
nominale, température de sortie et consommation d'énergie ou puissance consommée,
notamment d'après une formule de compensation de type polynôme et en utilisant un
procédé de l'analyse de régression.
16. Unité de commande de température selon la revendication 15, caractérisée en ce que l'étage de correction (25) possède une mémoire de formule de compensation (28) reliée
à une entrée de l'unité de traitement et destinée à mémoriser une formule de compensation
prédéterminée de manière générale pour un type de four.
17. Unité de commande de température selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisée par une interface utilisateur (12) ou une interface externe servant à modifier le programme
de commande de base et/ou un algorithme et/ou des grandeurs d'entrée et/ou de sortie
pour la détermination de la grandeur de correction statique et/ou dynamique.
18. Four de cuisine (10) équipé d'une unité de commande de température selon l'une des
revendications 14 à 17, un dispositif de mesure de grandeurs de commande (16) destiné
à acquérir la valeur réelle mesurée en vue de déterminer la grandeur de correction
statique, notamment un dispositif de mesure de temps de réchauffage, et/ou un dispositif
de mesure de paramètre de fonctionnement (15, 18, 19) destiné à mesurer une valeur
réelle de paramètre de fonctionnement utilisée pour la détermination de la grandeur
de correction dynamique, notamment un dispositif de mesure de la tension et/ou un
dispositif de mesure de la température et/ou un dispositif de mesure de la consommation
d'énergie ou de la puissance consommée, étant présents, le dispositif de mesure de
grandeurs de commande ou de paramètre de fonctionnement étant relié à une entrée de
l'étage de correction (25) de l'unité de commande (20), caractérisé par
une mémoire de grandeurs de commande (33) comprenant plusieurs zones de mémoire servant
à mémoriser plusieurs valeurs des valeurs réelles de la grandeur de commande qui se
produisent lors des opérations de commande de température et
une unité de comparaison (34) associée à la mémoire de grandeurs de commande, servant
à comparer les valeurs réelles produites et qui est configurée comme un étage discriminateur
destiné à délivrer un signal de défaut en cas de dépassement d'une valeur de seuil
de différence prédéterminée entre les valeurs réelles mémorisées.
19. Four selon la revendication 18, caractérisé en ce que le dispositif de mesure de la consommation d'énergie ou de la puissance consommée
possède un dispositif de mesure de la tension du réseau (18) et un dispositif de mesure
du courant du four (19) et un étage multiplicateur (31) relié à leurs sorties.
20. Four selon la revendication 18 ou 19, caractérisé par une unité de mémoire d'énergie (32) et/ou une unité d'affichage (11) branchée en
aval du dispositif de mesure de la consommation d'énergie ou de la puissance consommée
(18, 19, 31) et pouvant notamment être commandée selon plusieurs régimes de mémoire,
servant à mémoriser ou à afficher une consommation d'énergie réelle ou une puissance
consommée réelle acquise ou mémorisée.
21. Four selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisé par une mémoire de valeur de référence d'énergie (35) servant à mémoriser une valeur
de référence de la consommation d'énergie ou de la puissance consommée et un étage
discriminateur (36) relié à la mémoire de valeur de référence d'énergie et à l'unité
de mémoire d'énergie (32) servant à exécuter une discrimination de valeur de seuil
et à délivrer un signal de défaut en cas de dépassement d'une valeur de seuil de différence
prédéterminée entre la consommation d'énergie réelle et la valeur de référence d'énergie.


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