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EP 1 712 868 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.09.2017 Patentblatt 2017/38 |
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Anmeldetag: 15.03.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wärmeübertrager
Heat exchanger
Échangeur de chaleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
15.04.2005 DE 102005017622 13.12.2005 DE 102005059917
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.10.2006 Patentblatt 2006/42 |
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Patentinhaber: MAHLE Behr GmbH & Co. KG |
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70469 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Dürr, Gottfried, Dipl.-Ing.
71640 Ludwigsburg (DE)
- Kerler, Boris, Dr.-Ing.
70192 Stuttgart (DE)
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Vertreter: Grauel, Andreas et al |
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Grauel IP
Patentanwaltskanzlei
Wartbergstrasse 14 70191 Stuttgart 70191 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 374 896 DE-T2- 69 601 547 US-A1- 2001 035 025
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EP-A2- 1 065 453 FR-A1- 2 755 220
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verdampfer, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
EP 1 065 453 B1 ist ein Kältemittelverdampfer mit Kältemittelverteilung bekannt, der vier Blöcke
aufweist. Zwischen den einzelnen Blöcken ist jeweils eine Mehrzahl von Flachrohren
und von dazwischen angeordneten Wellrippen vorgesehen, die vom äußeren Fluid umströmt
werden. Der Kältemittelverdampfer ist derart aufgebaut, dass der erste und der zweite
Block benachbart zueinander in Breitenrichtung, senkrecht zu einer Strömungsrichtung
eines äußeren Fluid angeordnet sind, und der dritte und vierte Block benachbart zueinander
in Breitenrichtung angeordnet sind, wobei der erste Block auf einer unmittelbaren
stromabwärtigen Seite des vierten Blocks in Strömungsrichtung des äußeren Fluids angeordnet
ist, während der zweite Block auf einer direkten stromabwärtigen Seite des dritten
Bocks in Strömungsrichtung des äußeren Fluids angeordnet ist. Dabei sind in einem
Verteilungstankabschnitt des zweiten Blocks und einem Verteilungstankabschnitt des
vierten Blocks, die jeweils unten angeordnet sind, Drosseln zum Verkleinern des Kältemitteldurchlassquerschnitts
vorgesehen, d.h. in allen von unten nach oben durchströmten Blöcken. Dabei bewirken
die Drossellöcher, dass sich vor den Drosseln flüssiges Kältemittel sammelt, in Folge
der hohen Kältemittelströmungsgeschwindigkeit mit gasförmigem Kältemittel mitgerissen
und mit dem selben vermischt wird, weshalb eine gleichmäßigere Verteilung von flüssigem
und gasförmigem Kältemittel erfolgt Darüber hinaus stellen jedoch die Drossellöcher
auch einen gewissen Aufwand bei der Herstellung des Verdampfers dar. Außerdem bewirken
die Drossellöcher eine Verengung des Strömungsquerschnitts, was einen erhöhten Druckabfall
im Verdampfer und somit eine Verschlechterung von Leistung und Wirkungsgrad der Klimaanlage
zur Folge haben kann. Auch können an derartigen Drossellöchern unerwünschte Geräusche
entstehen.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Wärmeübertrager zur Verfügung
zu stellen, der die bei Wärmeübertragern nach dem Stand der Technik immanenten Nachteile
zumindest zum Teil beseitigt oder wenigstens mindert. Insbesondere ist es die Aufgabe
der Erfindung auch bei zweiphasig vorliegendem Kältemittel möglichst kostengünstig
eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung sicherstellen zu können, möglichst
ohne Leistung und/oder Wirkungsgrad der Klimaanlage zu verringern.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Wärmeübertrager mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Erfindungsgemäß ist ein Wärmeübertrager vorgesehen, insbesondere für ein Kraftfahrzeug,
mit mehreren Blöcken, wobei in den einzelnen Blöcken jeweils eine Mehrzahl von Rohren
zwischen zwei Sammelabschnitten angeordnet sind, von denen einer oben und der andere
unten angeordnet ist, und mindestens eine Blende vorgesehen ist, wobei die Blende(n)
ausschließlich in oder zwischen, in Strömungsweg des den Wärmeübertrager durchströmenden
Mediums gesehen, hinten liegenden Blöcken angeordnet ist (sind). Die Blende(n) ist
(sind) ausschließlich im oder am Übertritt zum letzten von unten her durchströmten
Block oder am Übertritt zum vorletzten Block angeordnet. Die Blende(n) können hierbei
sicherstellen, dass durch sämtliche Rohre des letzten Blocks, ein jeweils ausgewogenes
Verhältnis aus flüssigem und gasförmigem Kältemittel von unten nach oben strömt. Dadurch
kann eine besonders gleichmäßige Temperaturverteilung sichergestellt werden. Das Gegenteil,
also eine Entmischung und bevorzugte Durchströmung einzelner Rohre mit flüssigem bzw.
gasförmigem Kältemittel tritt vor allen Dingen am Ende des Strömungswegs des Kältemittels
in einem Verdampfer ohne Blende auf, da hier das Kältemittel aufgrund seiner Verdampfung
in aller Regel bereits einen bedeutenden Anteil an gasförmiger Phase aufweist. Ferner
stellt die Blende/stellen die Blenden eine gute Mischung der beiden Phasen sicher,
was ebenfalls die Temperaturverteilung positiv beeinflusst. Hierbei ist - im Gegensatz
zur
EP 1 065 453 B1 - die Anordnung einer (oder zweier) Blenden in einen oder mehreren hinten liegenden
Blöcken bzw. im letzten von unten durchströmten Block ausreichend, wodurch die Herstellungskosten
etwas gesenkt werden können, der Strömungswiderstand des Verdampfers gesenkt werden
kann und auch evtl. entstehende Geräusche verringert werden können.
[0006] Auch wenn zwei Blenden vorgesehen werden können, ist bevorzugt genau eine Blende
vorgesehen. Diese Blende bzw. zumindest eine Blende ist am Ende des ersten Drittels
des unteren Sammelabschnitts des letzten von unten her durchströmten Blocks angeordnet.
Die Blende kann in Ausführungsbeispielen nicht Teil der vorliegenden Anmeldung auch
an anderen Stellen vorgesehen sein, insbesondere mittig im Sammelabschnitt. In Ausführungsbeispielen
nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist die Blende direkt am Übertritt angeordnet,
insbesondere bevorzugt am Übertritt vom vorletzten zum letzten Sammelabschnitt und
gegebenenfalls auch am Übertritt vom drittletzten zum vorletzten Sammelabschnitt.
Durch das Vorsehen der Blenden im hinteren Bereich des Wärmetauschers ergibt sich
eine deutliche Verbesserung der Kältemittelverteilung im letzten und ggf. vorletzten
Block, Durch eine Anordnung von zwei Blenden gegenüber von je einer Trennwand, also
am Übertritt vom drittletzten Block zum vorletzten Block und am Übertritt vom vorletzten
Block zum letzten Block des Wärmeübertragers, kann ein Einbau im falschen Sammelkasten
vermieden werden, d.h. die Prozesssicherheit wird erhöht.
[0007] Der Wärmeübertrager weist bevorzugt sechs Blöcke auf. Diese sind zweireihig angeordnet
und werden bevorzugt im Gegenstrombetrieb durchströmt. Dabei werden die einzelnen
Blöcke derart durchströmt, dass die jeweils benachbarten Blöcke in entgegengesetzter
Richtung, d.h. von oben nach unten bzw. von unten nach oben, durchströmt werden.
[0008] Die Kältemittelzu- und -abführung ist vorzugsweise an einer Schmalseite des Verdampfers,
insbesondere bevorzugt oben, angeordnet, wobei jedoch auch eine längsseitige Kältemittelzu-
und -abführung möglich ist. Die schmalseitige Zu- und Abführung ermöglicht das Vorsehen
der Öffnungen in einer im Wesentlichen ebenen Platte. Zudem erfolgt eine gleichmäßigere
Strömungsausbildung des eingespritzten Kältemittels. Auch können sich Bauraumvorteile
ergeben.
[0009] Die Blendenöffnung kann mehreckig, insbesondere rechteckig, abgerundet mehreckig,
kreisförmig, elliptisch oder oval ausgebildet sein. Insbesondere bevorzugt kann sie
eine im Wesentlichen rechteckförmige Gestalt mit einer abgerundet und leicht schräg
verlaufenden Schmalseite aufweisen.
[0010] Die Blendenöffnung ist bevorzugt im Wesentlichen mittig angeordnet, jedoch kann für
eine erhöhte Kältemitteldurchleitung beispielsweise auch eine nach unten versetzte
oder für eine verringerte Kältemitteldurchleitung eine beispielsweise nach oben versetzte
Anordnung der Blendenöffnung vorgesehen sein. Auch kann durch eine derart versetzte
Anordnung die Vermischungsgüte der beiden Phasen optimiert werden.
[0011] Die Blendenöffnung nimmt vorzugsweise eine Fläche von maximal 95%, insbesondere bevorzugt
maximal 50% und minimal 1%, insbesondere bevorzugt minimal 5%, des freien mittleren
Strömungsquerschnitts im entsprechenden Sammelabschnitt ein. Dieses Öffnungsverhältnis
führt zu einer guten Vernebelung des sich vor der Blende sammelnden flüssigen Kältemittels,
so dass die Kältemittelverteilung und somit auch die Temperaturverteilung optimiert
wird. Denkbar sind aber auch Werte von 2%, 3%, 4%, 5%, 6%, 7%, 8%, 9%, 10%, 11%, 12%,
13%, 14%, 15%, 16%, 17%, 18%, 19%, 20%, 25%, 30%, 35%, 40%, 45%, 55%, 60%, 65%, 70%,
75%, 80%, 85%, 90% und/oder 95% als Anfangs- bzw. Endwert des Intervalls.
[0012] Im entsprechenden Sammelabschnitt können auch zwei Blenden vorgesehen sein. Dabei
nimmt vorzugsweise der Abstand der Blenden voneinander und deren Abstand von den Enden
des Sammelabschnitts in Strömungsrichtung des Kältemittels zu, was die Kältemittelverteilung
vorteilhaft beeinflusst. Denkbar ist es jedoch auch, dass der Abstand der Blenden
voneinander gleich bleibt, oder auch abnimmt.
[0013] Die Blendenöffnungen im Falle mehrerer nacheinander angeordneter Blenden werden vorzugsweise
in Strömungsrichtung des Kältemittels größer, so dass die Kältemittelverteilung auf
die Rohre optimiert wird. Sie können jedoch auch kleiner werden oder gleich bleiben.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit mehreren Varianten
unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Verdampfers gemäß dem Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf den Verdampfer von Fig. 1 mit angedeutetem Strömungsverlauf,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Verdampfers von Fig. 1,
- Fig. 4
- eine schematisch dargestellte Schnittansicht der Ebene VI-VI in Fig. 3,
- Fig. 5
- einen Bereich eines Schnitts entlang in der Ebene V-V von Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Ansicht der Blende im eingebauten Zustand,
- Fig. 7a-c
- verschiedene Blenden mit unterschiedlichen Blendenöffnungen,
- Fig. 8
- eine Variante des Einbaus einer Blende mit Darstellung eines Abschnitts des Sammelkastens
ohne Flachrohre, und
- Fig. 9
- eine Seitenansicht eines Verdampfers eines nicht erfindungsgemäßen Verdampfers gemäß
einer Variante mit einer Blende,
- Fig. 10
- eine Ansicht des Verdampfers von Fig. 9 in Luftanströmrichtung mit schematisch dargestellten
Trennwänden und Blende,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht eines nicht erfindugsgemäßen Verdampfers gemäß einer weiteren Variante
mit zwei Blenden,
- Fig. 12
- eine Ansicht des Verdampfers von Fig. 11 in Luftanströmrichtung mit schematisch dargestellten
Trennwänden und Blenden,
- Fig. 13
- einen Schnitt durch den unteren Sammelkasten im Bereich einer Blende, und
- Fig. 14
- einen herkömmlichen Verdampfer ohne Blende mit schematisch angedeuteter Kältemittelverteilung.
[0015] Ein Wärmeübertrager 1, vorliegend ein Verdampfer eines Kraftfahrzeugs, der über ein
Einspritzrohr 2 und ein Saugrohr 3 mit einem Expansionsorgan 4 verbunden ist, besteht
gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel aus (strömungstechnisch gesehen) sechs
Blöcken B1-B6, wobei er zweireihig, mit je drei Blöcke B1-B3 und B4-B6 nebeneinander
ausgebildet ist, und weist mittels Trennwänden zur Kältemittelführung unterteilte
Sammelkästen 5 (im Folgenden als Sammelabschnitte bezeichnet; eine übliche Bezeichnung
ist auch Sammlerabschnitt bzw. Sammlerkasten), eine Mehrzahl von zwischen den Sammelkästen
5 angeordneten Flachrohren 6 und zwischen den Flachrohren 6 angeordnete Wellrippenbleche
(nicht dargestellt) auf. Hierbei bilden jeweils zwei Sammelabschnitte und die dazwischen
verlaufenden Flachrohre 6 samt Wellrippenblechen einen Block.
[0016] Der Sammelkasten 5 weist seitlich je eine Öffnung für das Einspritzrohr 2 und das
Saugrohr 3 auf und ist im Prinzip von herkömmlicher Bauart, also bestehend aus einem
Kastenboden mit zwei Reihen langlochartiger Öffnungen, in welche die Enden der Flachrohre
6 eingeführt sind, einem etwa U-förmigen Kastenteil, den besagten Trennwänden zur
Führung des Kältemittelstroms, Seitenplatten für den seitlichen Abschluss, wobei in
einer der beiden Seitenplatten die Öffnungen für das Einspritzrohr 2 und das Saugrohr
3 vorgesehen sind. Im Gegensatz zu den üblichen Sammelkästen 5 weist der vorliegende,
hier unten angeordnete Sammelkasten 5 zusätzlich eine Blende 7 auf, deren Funktion
an späterer Stelle näher erläutert ist.
[0017] Die Rohrverschaltung ist vorliegend 16-11-16/16-11-16, d.h. Block B1 umfasst sechzehn,
Block B2 elf, Block B3 sechzehn, Block B4 sechzehn, Block B5 elf und Block B6 wiederum
sechzehn Flachrohre 6, wodurch die mittleren Blöcke B2 und B5 etwas schmäler ausgebildet
sind als die äußeren Blöcke B1, B3, B4 und B6.
[0018] Das Einspritzrohr 2 und das Saugrohr 3 sind schmalseitig an einer der beiden Seitenplatten
des oberen Sammelkastens 5 angebracht, also am oberen Sammelabschnitt des ersten Blocks
B1 bzw. am oberen Sammelabschnitt des letzten Blocks B6, wobei der Wärmeübertrager
1 im Gegenstrombetrieb durchströmt wird. Die Strömungsrichtung des Kältemittels, vorliegend
R134a, im Verdampfer sowie der zu kühlenden Luft auf der Außenseite ist in den Figuren
1 und 4 bzw. 2, 3 und 4 durch Pfeile verdeutlicht. Hierbei wird das Kältemittel in
einem zweiphasigen Zustand in den Verdampfer 1 eingespritzt. Es verlässt den Verdampfer
- je nach Belastung und Regelungsverfahren - gegebenenfalls auch in überhitztem, gasförmigem
Zustand.
[0019] Um eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung zu gewährleisten, ist sicherzustellen,
dass in allen parallelgeschalteten Flachrohren 6 - sofern in dem entsprechenden Block
überhaupt noch vorhanden - ein gewisser Anteil an flüssigem Kältemittel vorhanden
ist Dies ist in den zuerst durchströmten Blöcken B1 bis B5 relativ unproblematisch.
Im letzten Block B6 wird jedoch das noch verbleibende flüssige Kältemittel durch die
Saugwirkung des Saugrohrs 3 besonders stark angezogen und darüber hinaus liegt hier
bereits ein recht hoher Anteil an gasförmiger Phase im Kältemittel vor, so dass es
bei herkömmlichen Verdampfern zu einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung in diesem
Block kommt. Um dies zu verhindern, ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Blende
7 im letzten im Strömungsweg des Kältemittels liegenden, unteren Sammelabschnitt,
der nicht mit dem Saugrohr 3 direkt verbunden ist, d.h. bei der vorliegenden oben
angeordneten, seitlichen Anbringung des Einspritzrohres 2 und des Saugrohres 3 beim
letzten Block B6, vorgesehen, welche zum Einen das flüssige Kältemittel anstaut und
zum Anderen - auf Grund der erhöhten Strömungsgeschwindigkeit durch die vorliegend
quadratische Blendenöffnung 8 - das angestaute Kältemittel mitreißt, wobei es vernebelt
wird.
[0020] Die Blende 7 ist zwischen dem elftletzten und dem zwölftletzten Flachrohr 6 angeordnet,
also bei den vorliegend sechzehn Flachrohren 6 etwa am Ende des vorderen Drittels
des unteren Sammelabschnitts des letzten von unten her durchströmten Blocks B6.
[0021] Die Blende 7 ist - entsprechend der Anbringung der Trennwände - im unteren Sammelkasten
5 vorliegend mittig zwischen zwei benachbarten Öffnungen für Flachrohre 6 angeordnet
und mit dem Sammelkasten 5 verlötet. Die Blendenöffnung 8 ist im Wesentlichen mittig
zwischen den Enden der eingeführten Flachrohre 6 und der unteren Wand des Sammelkastens
5 angeordnet und weist eine quadratische Gestalt auf, wobei die Fläche der Blendenöffnung
8 ca. 10% der Fläche des Sammelabschnitts einnimmt.
[0022] In Hinblick auf die Wirksamkeit der Blende 7 sind die Form des Verdampfers, der hydraulische
Durchmesser der Blendenöffnung 8, die Anzahl der Blenden und deren Position im letzten
unteren Sammelabschnitt, der nicht direkt mit dem Saugrohr 3 verbunden ist, relevant,
weshalb für eine Optimierung der Temperaturverteilung diese Parameter berücksichtigt
werden müssen.
[0023] Gemäß einer in Fig. 7a dargestellten Variante der Blende weist die Blendenöffnung
eine kreisförmige Gestalt auf. Als weitere Varianten der Gestalt der Blendenöffnung
sind insbesondere rechteckförmige (vgl. Fig. 7b) oder ovale/elliptische Formen möglich,
wobei die Kanten der Rechtecke auch abgerundet ausgebildet sein können (vgl. Fig.
7c).
[0024] Die Blendenöffnung ist in den dargestellten Varianten jeweils etwa mittig zwischen
den Enden der Flachrohre bzw. den Enden von dieselben aufnehmenden Durchzügen und
dem den oberen Bereich der Blende aufnehmenden Teil des Sammelkastens angeordnet.
[0025] Gemäß der Darstellung von Fig. 8 kann eine Blende 7, beispielsweise um die Montage
und das Verlöten zu vereinfachen, in einer Vertiefung angeordnet sein, die im von
den Flachrohren abgewandten Teil des Sammelkastens 5 vorgesehen ist. Auf der anderen
Seite ist die Blende 7, wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel zwischen
zwei benachbarten Durchzügen angeordnet. Dies entspricht einer häufig für Trennwände
verwendeten Einbauweise. Die Blendenöffnung ist in Fig. 8 nicht dargestellt.
[0026] Das Einspritzrohr und/oder das Saugrohr müssen nicht notwendigerweise auf der Schmalseite
angeschlossen sein, vielmehr ist auch eine längsseitige Anbringung möglich. Dabei
kann es bei einer andersartigen Durchströmung des Wärmeübertragers durchaus vorkommen,
dass der letzte vom Kältemittel von unten her durchströmte Block, in welchem die Blende
angeordnet ist, nicht seitlich angeordnet ist, sondern beispielsweise in der Mitte
liegt.
[0027] In den Figuren 9 und 10 ist eine nicht erfindungsgemäße Variante des Wärmeübertragers
dargestellt, wobei - entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel - der Wärmeübertrager
wiederum sechs Blöcke B1 bis B6 aufweist, die im Kreuzgegenstrombetrieb durchströmt
werden. Hierbei ist zwischen dem fünften Block B5 und dem sechsten Block B6 eine einzige
Blende 7 (in Fig. 10 übertrieben dargestellt) angeordnet, d.h. die Blende 7 ist im
unteren Sammelkasten direkt in gleicher Höhe der Trennwand im oberen Sammelkasten
angeordnet. Die Blende 7 kann somit in ihrer Außenkontur einer Trennwand entsprechen.
[0028] Entsprechendes gilt auch für den Sammelkasten in dem Bereich, in welchem die Blende
7 angeordnet ist. Im Unterschied zu einer Trennwand weist die Blende 7 jedoch eine
Blendenöffnung 8 auf, vorliegend, wie in Fig. 13 dargestellt, in Form eines Rechtecks
mit einer abgerundeten und leicht abgeschrägten Schmalseite. Die Blendenöffnungsgröße
beträgt vorliegend ca. 50% der Gesamtfläche der Blende im entsprechenden Bereich des
Sammelkastens.
[0029] Gemäß einer weiteren, in den Figuren 11 und 12 dargestellten nicht erfindungsgemäßen
Variante des Wärmeübertragers, welche soweit nachfolgend nicht ausdrücklich erwähnt
der zuvor beschriebenen Variante entspricht, ist eine zweite Blende 7 zwischen dem
vierten Block B4 und dem fünften Block B5 angeordnet, auf Grund des Strömungsweges
also im oberen Sammelkasten (siehe Fig. 12). Die beiden Blenden 7 weisen vorliegend
einander entsprechende Blendenöffnungen 8 auf, jedoch sind auch unterschiedliche Ausgestaltungen
und Anordnungen der Blendenöffnungen möglich.
1. Wärmeübertrager, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit mehreren Blöcken (B1-B6),
wobei in den einzelnen Blöcken (B1-B6) jeweils eine Mehrzahl von Rohren zwischen zwei
Sammelabschnitten angeordnet sind, von denen einer oben und der andere unten angeordnet
ist, wobei der Wärmeübertrager in Luftrichtung betrachtet zweireihig ausgebildet ist
und wobei in mindestens einem Sammelabschnitt mindestens eine Blende vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Blende(n) (7) ausschließlich in oder zwischen, im Strömungsweg des den Wärmeübertrager
durchströmenden Mediums gesehen, hinten liegenden Blöcken (B4, B5, B6) angeordnet
ist (sind), wobei die Blende(n) ausschließlich im oder am Übertritt zum letzten von
unten her durchströmten Block (B6) oder am Übertritt zum vorletzten Block (B5) angeordnet
ist (sind) und dass genau eine oder zwei Blenden (7) vorgesehen sind, wobei die Blende
(7) / zumindest eine Blende (7) am Ende des ersten Drittels des unteren Sammelabschnitts
des letzten von unten her durchströmten Blocks (B6) angeordnet ist, wobei die Blende(n)
(7) durch ein Blech gebildet ist (sind), das in eine Vertiefung im Sammelabschnitt
eingelegt und damit verlötet ist.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager (1) sechs Blöcke (B1-B6) aufweist.
3. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre Flachrohre (6) sind.
4. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Rohren Wellrippenbleche angeordnet sind.
5. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemittelzu- und -abführung an einer Schmalseite des Wärmeübertragers (1) angeordnet
ist.
6. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnung (8) mehreckig, abgerundet mehreckig, kreisförmig, elliptisch oder
oval ausgebildet ist.
7. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnung (8) eine Fläche von maximal 95%, insbesondere maximal 50%, des
freien mittleren Strömungsquerschnitts im entsprechenden Sammelabschnitt einnimmt.
8. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnung (8) eine Fläche von minimal 1%, insbesondere minimal 5%, des freien
mittleren Strömungsquerschnitts im entsprechenden Sammelabschnitt einnimmt.
9. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Blenden vorgesehen sind.
10. Wärmeübertrager nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Blenden von den Enden des Sammelabschnitts in Strömungsrichtung des
Kältemittels zunimmt.
11. Wärmeübertrager nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenöffnungen in Strömungsrichtung des Kältemittels größer werden.
12. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kältemittel R134a vorgesehen ist.
13. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau eine Blende (7) an einem Übertritt vom vorletzten Block (B5) zum letzten Block
(B6) angeordnet ist.
1. A heat exchanger, in particular for a motor vehicle, with several blocks (B1-B6),
wherein a respective plurality of tubes is arranged in the individual blocks (B1-B6)
between two collection sections, one of which is arranged at the top and the other
one at the bottom, wherein the heat exchanger, as seen in the air flow direction,
is formed in two rows and wherein at least one aperture is provided in at least one
collection section, characterised in that the aperture(s) (7) is (are) exclusively arranged in or between trailing blocks (B4,
B5, B6), as seen in the flow direction of the medium flowing through the heat exchanger,
wherein the aperture(s) is (are) exclusively arranged in or at the transition to the
last block (B6) flowed through from below or at the transition to the second last
block (B5) and that exactly one or two apertures (7) are provided, wherein the aperture
(7)/at least one aperture (7) is arranged at the end of the first third of the lower
collection section of the last block (B6) flowed through from below, wherein the aperture(s)
(7) is (are) formed by a sheet which is inserted into a recess in the collection section
and soldered thereto.
2. The heat exchanger according to claim 1, characterised in that the heat exchanger (1) has six blocks (B1-B6).
3. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the tubes are flat tubes (6).
4. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that corrugated rib sheets are arranged between the tubes.
5. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigerant inlet and outlet is arranged at a narrow side of the heat exchanger
(1).
6. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the aperture opening (8) is polygonal, rounded polygonal, circular, elliptical or
oval.
7. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the aperture opening (8) occupies a surface of 95% maximum, in particular 50% maximum,
of the free middle flow cross-section in the corresponding collection section.
8. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that the aperture opening (8) occupies a surface of 1% minimum, in particular 5% minimum,
of the free middle flow cross-section in the corresponding collection section.
9. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that two apertures are provided.
10. The heat exchanger according to claim 9, characterised in that the distance of the apertures to the ends of the collection section increases in
the flow direction of the refrigerant.
11. The heat exchanger according to claim 9 or 10, characterised in that the aperture openings become bigger in the flow direction of the refrigerant.
12. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that R134a is provided as refrigerant.
13. The heat exchanger according to one of the preceding claims, characterised in that exactly one aperture (7) is arranged at a transition from the second last block (B5)
to the last block (B6).
1. Echangeur de chaleur, en particulier pour un véhicule automobile, comprenant plusieurs
blocs (B1 - B6), où une pluralité de tubes placés entre deux parties collectrices
est disposée à chaque fois dans les différents blocs (B1 - B6), parties collectrices
dont l'une est disposée en haut, l'autre étant disposée en bas, où l'échangeur de
chaleur, vu dans la direction de l'air, est configuré sur deux rangées, et où il est
prévu, dans au moins une partie collectrice, au moins un obturateur, caractérisé en ce que l'obturateur / les obturateurs (7) est / sont disposé(s) exclusivement dans ou entre
des blocs (B4, B5, B6) se trouvant derrière, lesdits blocs étant vus dans la direction
d'écoulement du milieu traversant l'échangeur de chaleur, où l'obturateur / les obturateurs
est / sont disposé(s) exclusivement dans ou au niveau du passage donnant accès au
dernier bloc (B6) traversé à partir du bas, ou bien au niveau du passage donnant accès
à l'avant-dernier bloc (B5), et en ce qu'il est prévu précisément un ou deux obturateurs (7), où l'obturateur (7) / l'obturateur
(7) au moins au nombre de un est disposé au niveau de l'extrémité du premier tiers
de la partie collectrice inférieure du dernier bloc (B6) traversé à partir du bas,
où l'obturateur / les obturateurs (7) est / sont formé(s) par une tôle qui est introduite
dans un creux situé dans la partie collectrice avec laquelle ladite tôle est brasée.
2. Echangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur (1) présente six blocs (B1 - B6).
3. Echangeur de chaleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tubes sont des tubes plats (6).
4. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des tôles à ailettes ondulées sont disposées entre les tubes.
5. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arrivée et l'évacuation du fluide frigorigène sont disposées sur un petit côté
de l'échangeur de chaleur (1).
6. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture (8) de l'obturateur est configurée en ayant une forme polygonale, une
forme polygonale et arrondie, une forme de cercle, une forme elliptique ou ovale.
7. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture (8) de l'obturateur occupe une surface égale au maximum à 95 %, en particulier
égale au maximum à 50 % de la section d'écoulement centrale libre dans la partie collectrice
correspondante.
8. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture (8) de l'obturateur occupe une surface égale au minimum à 1 %, en particulier
égale au minimum à 5 % de la section d'écoulement centrale libre dans la partie collectrice
correspondante.
9. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu deux obturateurs.
10. Echangeur de chaleur selon la revendication 9, caractérisé en ce que la distance entre les obturateurs augmente, dans la direction d'écoulement du fluide
frigorigène, à partir des extrémités de la partie collectrice.
11. Echangeur de chaleur selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les ouvertures des obturateurs deviennent plus grandes dans la direction d'écoulement
du fluide frigorigène.
12. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, comme fluide frigorigène, du R134a.
13. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un obturateur (7) est disposé précisément au niveau d'un passage permettant d'aller
de l'avant-dernier bloc (B5) jusqu'au dernier bloc (B6).
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