[0001] Die Erfindung betrifft ein Anschlussstück aus Metall für einen Heiz- oder Kühlkörper,
vorzugsweise einen Flachheizkörper oder Flachkühlkörper, gemäß den Merkmalen im Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
[0002] Solche Anschlussstücke kommen je nach Verwendungszweck als T-, Winkel-, Verbindungs-
oder Blindanschluss von Heiz- oder Kühlplatten eines Heiz- bzw. Kühlkörpers zum Einsatz.
Verschiedene Ausgestaltungen und deren Herstellung sind in der
DE 24 34 482 A beschrieben.
[0003] Die bekannten Anschlussstücke haben sich in der Praxis bewährt. Die Verbindung der
Anschlussstücke mit der Heizplatte-/Kühlplatte erfolgt durch Widerstandsschweißen.
Hierbei wird der Werkstoff von Heiz-/Kühlplatte und Rohrstutzen eines Anschlussstücks
im Bereich der Verbindung durch einen elektrischen Strom bis zum plastischen Zustand
erhitzt und die Bauteile unter Druck zusammengefügt. Diese Vorgehensweise hat sich
als rationell erwiesen.
[0004] Im Zuge einer weiteren Rationalisierung besteht ein generelles Bedürfnis, qualitativ
hochwertige Heiz-/Kühlkörper kostengünstig und damit wettbewerbsfähig herzustellen.
[0005] Der Erfindung liegt daher ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, ein
Anschlussstück in material- und gewichtssparender Bauweise zu schaffen, welches in
bekannter Weise zuverlässig mittels Widerstandsschweißen mit der Heiz-/Kühlplatte
eines Heiz-/Kühlkörpers verbunden werden kann.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einem Anschlussstück gemäß
den Merkmalen von Patentanspruch 1.
[0007] Danach ist vorgesehen, dass am freien Ende des Rohrstutzens ein gegenüber der Wandstärke
des Grundkörpers verbreiterter umlaufender Schweißbuckel ausgebildet ist. Ausgangsgedanke
der Erfindung bildet die Maßnahme, das Anschlussstück grundsätzlich gegenüber bekannten
Ausführungen in seiner Wandstärke zu reduzieren. Um dennoch eine gute schweißtechnische
Verbindung von Anschlussstück und Heiz-/Kühlplatte mittels Widerstandsschweißen zu
gewährleisten, wird das freie Ende des Rohrstutzens gezielt flächenmäßig breiter gestaltet,
insbesondere materialmäßig verdickt, um so einen umlaufenden Schweißbuckel mit ausreichender
Masse für eine qualitativ hochwertige und dichte Widerstandsverschweißung zu schaffen.
[0008] Erfindungsgemäß wird folglich ein Anschlussstück für Heiz- bzw. Kühlkörper bereit
gestellt, dessen Wandstärke mit dem Heiz- bzw. Kühlkörperblech harmoniert, das aber
die guten Schweißeigenschaften eines dickwandigen Anschlusses beibehält. Das Anschlussstück
weist mithin einen variierenden Wandstärkenverlauf auf mit einem dünnwandigen Grundkörper
und einer im Vergleich dazu verbreiterten Schweißfasengeometrie am Ende des Rohrstutzens.
Der Querschnitt am Ende des Rohrstutzens wird gezielt gegenüber der Wandstärke des
Grundkörpers verstärkt. Dies erfolgt insbesondere durch eine Materialanhäufung am
Ende des Rohrstutzens. Die Materialanhäufung erfolgt hierbei in Anpassung an die Wandstärke
des Heiz-/Kühlkörperblechs und des Anschlussstückes sowie der Schweißparameter.
[0009] Das Anschlussstück kann mit der Heiz-/Kühlplatte in bekannter Weise durch Widerstandsschweißen
verbunden werden. Apparative Änderungen an der Schweißanlage sind nicht erforderlich.
Die Verbindung ist zuverlässig, stabil und dicht.
[0010] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Anschlussstücks lässt eine Material- und Gewichtsersparnis
von bis zu 30% erwarten. Hierdurch kann eine deutliche Kostenreduzierung bzw. -einsparung
erreicht werden. In diesem Zusammenhang macht sich auch der geringere Energieeinsatz
für das Verschweißen der Anschlussstücke mit den Heiz- bzw. Kühlplatten bemerkbar.
Durch die im Grundkörper verminderte Masse ist die elektrische Stromaufnahme zur Erzielung
einer zuverlässig und qualitativ hochwertigen Verbindung mittels Widerstandsschweißen
geringer. Der erfindungsgemäß vorgesehene Schweißbuckel gewährleistet dennoch ein
qualitativ hochwertiges Schweißergebnis, welches demjenigen entspricht, das bei einem
durchgängig dickwandigen Anschlussgehäuse bekannter Bauart bislang erreicht wurde.
Insgesamt können die Energiekosten somit beträchtlich abgesenkt werden.
[0011] Bevorzugt ist der Grundkörper des Anschlussstücks einteilig ausgeführt. Grundsätzlich
ist eine mehrteilige Ausführung, beispielsweise in Schalenbauweise, möglich.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen des grundsätzlichen Erfindungsgedankens sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche 2 bis 9.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist insbesondere daran gedacht, den verbreiterten Schweißbuckel
am Ende des Rohrstutzens durch eine Materialanhäufung im Wege einer Materialumformung
des Rohrstutzens auszubilden. Dies kann grundsätzlich durch ein Einziehen oder Ausziehen
des Rohrstutzenendes erfolgen. Hierdurch wird eine Verbreiterung des mit dem Blech
einer Heiz-/Kühlplatte beim Schweißvorgang in Kontakt gelangenden Schweißbuckels erreicht.
[0014] Der Schweißbuckel kann rationell auch durch eine Stauchung, eine Umstellung oder
eine Umbördelung am Ende des Rohrstutzens ausgebildet sein.
[0015] Besonders vorteilhaft ist das Anschlussstück einstückig gestaltet mit Grundkörper
und Rohrstutzen. Am Ende des Rohrstutzens ist aus dem Material des Anschlussstücks
der Schweißbuckel ausgebildet.
[0016] Grundsätzlich kann der Schweißbuckel aber auch ganz oder teilweise an einem separaten
Verstärkungsring ausgebildet sein, welcher mit dem Ende des Rohrstutzens gefügt ist.
Das Anschlussstück mit Grundkörper und Rohrstutzen ist dünnwandig ausgeführt. Endseitig
in das freie Ende des Rohrstutzens ist der Verstärkungsring eingesetzt oder auf das
Ende des Rohrstutzens übergestülpt. Durch den Verstärkungsring wird der endseitig
verbreiterte bzw. verdickte Schweißbuckel geschaffen oder der Schweißbuckel ist am
Verstärkungsring ausgebildet.
[0017] Die Verschweißung des Anschlussstücks mit der Heiz- bzw. Kühlplatte durch Widerstandsschweißen
kann vorteilhaft unterstützt werden durch eine stirnseitig am Schweißbuckel ausgebildete
keilförmige Schweißfase.
[0018] Das Verhältnis der vertikal zur Mittellängsachse des Rohrstutzens gemessenen Dicke
des Schweißbuckels zur Wandstärke des Grundkörpers ist vorteilhafterweise zwischen
1,2:1 bis 2,5:1 bemessen.
[0019] Eine weitere Rationalisierung und Optimierung des Anschlussstücks sowohl im Sinne
einer Material- und Gewichtsreduzierung als auch einer Energieeinsparung unter Gewährleistung
guter Schweißeigenschaften kann dadurch erreicht werden, dass der Schweißbuckel eine
für den Schweißvorgang optimierte Konfiguration erhält. Hierzu trägt bei, wenn das
Verhältnis der parallel zur Mittellängsachse des Rohrstutzens gemessenen Länge des
Schweißbuckels zur Wandstärke des Grundkörpers zwischen 1:1 und 3:1 bemessen ist.
Hierdurch kann der erfindungsgemäße Zweck des Schweißbuckels sichergestellt werden.
Vorzugsweise liegt das Verhältnis von Länge des Schweißbuckels zur Wandstärke bei
2:1.
[0020] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben, wobei Figur 3 ein zum Stand der Technik gehörendes Anschlussstück
wiedergibt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht auf eine Heiz-/Kühlplatte eines Heiz-/Kühlkörpers;
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung durch den Anschlussbereich von zwei Heiz-/Kühlplatten mit
einem erfindungsgemäßen Anschlussstück;
- Figur 3
- ein zum Stand der Technik gehörendes Anschlussstück in einer Schnittdarstellung;
- Figur 4
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Anschlussstücks im Vertikalschnitt;
- Figuren 5 bis 8
- jeweils den endseitigen Bereich eines Rohrstutzens eines erfindungsgemäßen Anschlussstücks
mit unterschiedlichen Ausgestaltungen eines Schweißbuckels;
- Figur 9
- einen endseitigen Wandabschnitt eines Rohrstutzens im Schnitt;
- Figur 10
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Anschlussstücks in einer Schnittdarstellung;
- Figur 11
- ein Anschlussstück in T-förmiger Konfiguration im Vertikalschnitt;
- Figuren 12 und 13
- jeweils den endseitigen Bereich eines Rohrstutzens im Schnitt mit zwei weiteren Ausführungen
eines Schweißbuckels;
- Figuren 14 bis 16
- drei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Anschlussstücks im Schnitt;
- Figuren 17 und 18
- jeweils den endseitigen Bereich eines Rohrstutzens im Schnitt mit zwei Varianten der
Gestaltung eines Schweißbuckels.
[0021] Die Erfindung bezieht sich grundsätzlich auf ein Anschlussstück für einen Heizkörper
oder einen Kühlkörper mit einer Heiz- bzw. Kühlplatte. Nachfolgend wird der Einfachheit
halber durchgehend von Heizkörper bzw. Heizplatte gesprochen.
[0022] In den Figuren 1 und 2 ist mit 1 ein Flachheizkörper bezeichnet. Der Flachheizkörper
1 umfasst zwei Heizplatten 2, 3, die durch in ihre Eckbereiche integrierte Anschlussstücke
4 im parallelen Abstand gehalten sind. Die Anschlussstücke 4 sind mit den Heizplatten
verschweißt. Die Heizplatten 2, 3 sind in bekannter Bauart als Hohlkörper gestaltet
und im Betrieb von einem Heizfluid in Form von Wasser durchströmt.
[0023] Jedes Anschlussstück 4 ist T-förmig konfiguriert und weist einen Grundkörper 5 mit
zwei zylindrischen Rohrstutzen 6, 7 auf, über welche das Anschlussstück 4 mit den
Heizplatten 2, 3 mittels Widerstandsschweißen gefügt ist. In zu den Rohrstutzen 6,
7 rechtwinkliger Anordnung ist am Grundkörper 5 des Weiteren ein Anschlussstutzen
8 schweißtechnisch festgelegt. Der Anschlussstutzen 8 ist mit einem Innengewinde 9
versehen und dient beispielsweise zur Aufnahme eines Regelventils oder eines Stopfens.
[0024] Wie in Figur 2 zu erkennen, ist jeweils am freien Ende 10 der Rohrstutzen 6, 7 ein
gegenüber der Wandstärke s
G des Grundkörpers 5 verbreiterter umlaufender Schweißbuckel 11 vorgesehen ist. Der
Schweißbuckel 11 ist durch eine Materialumformung in Form einer Umbördelung 12 am
Ende jedes Rohrstutzens 6, 7 ausgebildet. Durch den Schweißbuckel 11 ist eine gezielte
Materialanhäufung am Ende 10 jedes Rohrstutzens 6, 7 realisiert, während der restliche
Bereich der Rohrstutzen 6, 7 und des Grundkörpers 5 dünnwandig ausgeführt ist.
[0025] Die Figur 2 zeigt die Situation vor dem Verschweißen des Anschlussstücks 4 mit den
Heizplatten 2, 3. Die Verbindung erfolgt mittels Widerstandsschweißen.
[0026] Beim Widerstandsschweißen wird der Werkstoff im Bereich der Schweißverbindung plastifiziert
und die Bauteile unter Druck zusammengefügt. Der Schweißbuckel 11 stellt sicher, dass
im Bereich der Schweißverbindung ausreichend Fläche und Material zur Erzeugung einer
zuverlässigen Schweißverbindung mittels Widerstandsschweißen vorhanden ist.
[0027] Die Figur 2 macht ferner deutlich, dass die Wandstärke s
G des Grundkörpers 5 bzw. des Anschlussstücks 4 mit der Wandstärke s
P eines Heizplattenblechs 13 harmoniert und dieser in etwa entspricht.
[0028] Die Unterschiede zum Stand der Technik erkennt man in der Darstellung von Figur 3.
Dort ist ein Anschlussstück in herkömmlicher Bauart mit einem dickwandigen Grundkörper
und Rohrstutzen dargestellt. Gegenüber einem solchen bekannten Anschlussstück kann
bei einem erfindungsgemäßen Anschlussstück 4 eine Material- und Gewichtsersparnis
von bis zu 30 % erreicht werden.
[0029] Figur 4 zeigt ein Anschlussstück 14 in Form eines Winkelanschlusses. Das Anschlussstück
14 weist einen kugeligen Grundkörper 15 mit einem einstückig angegliederten zylindrischen
Rohrstutzen 16 auf. Am Grundkörper 15 ist ein Anschlussstutzen 17 mit Innengewinde
18 festgelegt. Über den Rohrstutzen 16 wird das Anschlussstück 14 mit einer Heizplatte
durch Widerstandsschweißen gefügt. Hierzu ist am freien Ende 19 des Rohrstutzens 16
ein gegenüber der Wandstärke s
G des Grundkörpers 15 verbreiterter umlaufender Schweißbuckel 20 vorgesehen. Auch der
Schweißbuckel 20 ist durch eine Materialumformung in Form einer nach innen gerichteten
Umbördelung 21 am Ende 19 des Rohrstutzens 16 ausgebildet. Die Stirnfläche des Schweißbuckels
20 ist gerundet.
[0030] Die Figuren 5 bis 8 zeigen jeweils einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Anschlussstück
22-25 mit der Darstellung des freien Endes 26-29 eines Rohrstutzens 30-33 mit unterschiedlich
konfigurierten Schweißbuckeln 34-37.
[0031] Der Grundkörper der Anschlussstücke 22-25 kann so gestaltet sein, wie bei der Ausführungsform
von Figur 4 und ist deshalb in den Figuren 5 bis 8 ebenfalls mit 15 bezeichnet. Selbstverständlich
sind auch andere Ausgestaltungen eines Grundkörpers, beispielsweise eine T-förmige
Konfiguration, möglich. Die Wandstärke der Rohrstutzen 30-33 entspricht der Wandstärke
s
G des Grundkörpers 15 eines Anschlussstückes 22-25.
[0032] Der umlaufende Schweißbuckel 34-37 ist gegenüber der Wandstärke s
G verbreitert ausgebildet. Hierzu ist bei der Ausführungsform gemäß der Figur 5 das
Ende 26 des Rohrstutzens 30 nach innen umgelegt bzw. gebördelt.
[0033] Der in Figur 6 ersichtliche Schweißbuckel 35 ist durch eine Materialumformung am
Ende 27 des Rohrstutzens 31 erzeugt, wozu das Ende 27 nach außen umgebördelt ist.
[0034] Stirnseitig an den Schweißbuckeln 34 bzw. 35 gemäß den Figuren 5 und 6 ist eine keilförmige
Schweißfase 38 vorgesehen. Zur Ausbildung der Schweißfase 38 ist das jeweilige Ende
26 bzw. 27 der Rohrstutzen 30, 31 nach dem Umbördelvorgang spanabhebend bearbeitet
worden.
[0035] Der Schweißbuckel 36 gemäß der Figur 7 ist durch ein Einziehen nach innen des Endes
28 des Rohrstutzens 32 ausgebildet, wohingegen der Schweißbuckel 37 bei der Ausführungsform
gemäß der Figur 8 durch eine Erweiterung am Ende 29 des Rohrstutzens 33 erzeugt ist.
Hierzu ist das Ende 29 nach außen gezogen.
[0036] Anhand der Prinzipdarstellung von Figur 9 erkennt man die Änderung der Schweißfasengeometrie
bei einem erfindungsgemäßen Anschlussstück im Vergleich zu einer herkömmlichen Ausführungsform.
Dargestellt ist der endseitige Wandabschnitt eines Rohrstutzens 39, dessen Wandstärke
s
G der Wandstärke des Grundkörpers eines Anschlussstückes entspricht. Schraffiert dargestellt
ist die Situation bei einer herkömmlichen Ausführungsform mit einer keilförmigen Schweißfase
40 mit zwei gleich langen Schrägflächen a und b. Die beim Schweißvorgang wirksame
Dicke x der Schweißfase 40 entspricht der Wandstärke s
G des Grundkörpers.
[0037] Durch eine Materialumformung am Ende 41 des Rohrstutzens 39 ist ein Schweißbuckel
42 ausgebildet mit einer ebenfalls keilförmigen Schweißfase 43.
[0038] Zur Ausbildung des Schweißbuckels 42 ist das Ende 41 nach innen eingezogen. Man erkennt,
dass die senkrecht zur Mittellängsachse MA des Rohrstutzens 39 gemessene Dicke x
1 des Schweißbuckels 42 gegenüber der Wandstärke s
G des Grundkörpers verbreitert bzw. vergrößert ist. Gleichzeitig sind die Schrägflächen
a
1, b
1 der Schweißfase 43 gegenüber den Schrägflächen a, b am Schweißbuckel 41 verlängert.
Hierdurch steht im Fügebereich zur Festlegung eines Anschlussstücks an eine Heizplatte
mittels Widerstandsschweißen ausreichend Fläche und Material zur Verfügung - und zwar
bei dünnwandiger Ausführung des Anschlussstücks an sich.
[0039] Die Figur 10 zeigt ein Anschlussstück 44 mit Grundkörper 45 und einseitig angeformtem
zylindrischen Rohrstutzen 46 sowie einen schweißtechnisch am Grundkörper 45 festgelegten
Gewindestutzen 47. Am freien Ende 48 des Rohrstutzens 46 ist ein gegenüber der Wandstärke
s
G des Grundkörpers 45 verbreiterter umlaufender Schweißbuckel 49 vorgesehen. Dieser
ist durch eine Stauchung des Materials am freien Ende 48 erzeugt. Durch spanabhebende
Bearbeitung des Endes 48 ist am Schweißbuckel 49 eine keilförmige Schweißfase 50 ausgebildet.
[0040] In der Figur 11 ist ein T-förmig gestaltetes Anschlussstück 51 dargestellt mit einem
Grundkörper 52, an den sich einteilig zwei seitliche Rohrstutzen 53 angliedern. Des
Weiteren ist ein Gewindestutzen 54 schweißtechnisch am Grundkörper 52 festgelegt.
Jeweils am freien Ende 55 der Rohrstutzen 53 ist ein gegenüber der Wandstärke s
G verbreiterter umlaufender Schweißbuckel 56 vorgesehen mit einer stirnseitigen keilförmigen
Schweißfase 57. Der Schweißbuckel 56 ist aus dem Material des Anschlussstücks 51 herausgearbeitet.
Dies kann durch eine Stauchung mit anschließender Materialbearbeitung oder durch einen
Hydroformvorgang erfolgen.
[0041] Die Ausführungsform gemäß den Figuren 12 und 13 zeigen alternativ gestaltete Schweißbuckel
58, 59. Der Schweißbuckel 58 gemäß der Figur 12 ist relativ zur Außenfläche des Rohrstutzens
53 nach außen verbreitert, wohingegen der Schweißbuckel 59 in der Ausgestaltung der
Figur 13 durch einen Stauchvorgang tropfenförmig gestaltet mit einer Verbreiterung
nach außen und innen relativ zum Rohrstutzen 53 hin gesehen ausgebildet ist.
[0042] Die Darstellung der Figur 14 zeigt wiederum ein T-förmig konfiguriertes Anschlussstück
60 mit einem Grundkörper 61 und zwei seitlichen Rohrstutzen 62 sowie einem schweißtechnisch
am Grundkörper 61 festgelegten Schraubstutzen 63. Man erkennt, dass sich die Wandstärke
s
G des Grundkörpers 61 zu den freien Enden 64 der Rohrstutzen 62 hin verbreitert, so
dass jeweils an den freien Enden 64 der Rohrstutzen 62 ein gegenüber der Wandstärke
s
G des Grundkörpers 61 verbreiterter umlaufender Schweißbuckel 65 ausgebildet ist. Dieser
weist stirnseitig eine keilförmige Schweißfase 66 auf. Die Materialverstärkung an
den Enden 64 der Rohrstutzen 62 zur Erzeugung der Schweißbuckel 65 kann insbesondere
durch einen Stauchvorgang erzeugt sein. Grundsätzlich ist aber auch eine hydroformtechnisch
Formgebung des Anschlussstücks 60 möglich mit dem erfindungsgemäß vorgesehenen variierenden
Wandstärkenverlauf.
[0043] Bei dem T-förmig konfigurierten Anschlussstück 67 in der Darstellung von Figur 15
ist ein Schraubanschlussbauteil 68 vorgesehen mit einem zylindrischen Endabschnitt
69, in dem Querbohrungen 70 zu seitlichen Rohrstutzen 71 abgehen. Die Rohrstutzen
71 bilden den Grundkörper 72 des Anschlussstücks 67. Jeweils an den freien Enden 73
der Rohrstutzen 71 sind Schweißbuckel 74 vorgesehen, deren Dicke x
1 gegenüber der Wandstärke s
G der Rohrstutzen 71 bzw. des Grundkörpers 72 verbreitert ausgebildet ist. Die stirnseitige
keilförmig ausgebildete Schweißfase am Schweißbuckel 74 ist in der Figur 15 mit 75
bezeichnet.
[0044] In der Figur 16 dargestellt ist ein Anschlussstück 76 in Form eines Winkelanschlusses.
Der Grundkörper 77 des Anschlussstücks 76 wird von einem Rohrstutzen 78 gebildet,
der einseitig durch einen Stopfen 79 verschlossen ist. Rechtwinklig zur Mittellängsachse
MA des Rohrstutzens 78 ist ein Schraubanschluss 80 angegliedert. Die Fluid leitende
Verbindung zwischen Schraubanschluss 80 und Rohrstutzen 78 ist durch eine Querbohrung
81 in der Wandung des Rohrstutzens 78 hergestellt.
[0045] Am freien Ende 82 des Rohrstutzens 78 ist ein gegenüber der Wandstärke s
G des Grundkörpers 77 bzw. des Rohrstutzens 78 verbreiterter umlaufender Schweißbuckel
83 vorgesehen, der mit einer stirnseitigen keilförmigen Schweißfase 84 versehen ist.
[0046] Die Figuren 17 und 18 zeigen jeweils den endseitigen Abschnitt eines Rohrstutzens
85 bzw. 86 mit einem Schweißbuckel 87 bzw. 88. Die Schweißbuckel 87, 88 sind durch
einen Versteifungsring 89, 90 gebildet.
[0047] Bei der Ausführungsform gemäß der Figur 17 ist der Versteifungsring 89 in das freie
Ende 91 des Rohrstutzens 85 eingesetzt und mit diesem gefügt. Stirnseitig ist eine
Schweißfase 92 ausgebildet. Durch den Versteifungsring 89 ist eine Materialverstärkung
endseitig des Rohrstutzens 85 zur Ausbildung des Schweißbuckels 87 erzeugt.
[0048] Bei der Ausführungsform gemäß der Figur 18 ist der Schweißbuckel 88 am Verstärkungsring
90 ausgebildet. Zum Rohrstutzen 86 hin weist der Verstärkungsring 90 einen zapfenförmigen
Ansatzring 93 auf, mit dem der Verstärkungsring 90 in das Ende 94 des Rohrstutzens
86 eingesetzt und gefügt ist. Stirnseitig weist der Schweißbuckel 88 eine keilförmige
Schweißfase 95 auf.
[0049] Exemplarisch ist in den Figuren 4 und 5 dargestellt, dass das Verhältnis der vertikal
zur Mittellängsachse MA eines Rohrstutzens 16 bzw. 30 gemessenen Dicke x
1 eines Schweißbuckels 20, 34 zur Wandstärke s
G des Grundkörpers 19 vorzugsweise zwischen 1,2 : 1 bis 2,5 : 1 bemessen ist. Das Verhältnis
der parallel zur Mittellängsachse MA des Rohrstutzens gemessenen Länge I
S eines Schweißbuckels 20, 34 zur Wandstärke s
G des Grundkörpers ist zwischen 1 : 1 bis 3 : 1, vorzugsweise bei etwa 2 : 1 bemessen.
Bezugszeichen:
[0050]
- 1 -
- Flachheizkörper
- 2 -
- Heizplatte
- 3 -
- Heizplatte
- 4 -
- Anschlussstück
- 5 -
- Grundkörper
- 6 -
- Rohrstutzen
- 7 -
- Rohrstutzen
- 8 -
- Anschlussstutzen
- 9 -
- Innengewinde
- 10 -
- Ende v. 6, 7
- 11 -
- Schweißbuckel
- 12 -
- Umbördelung
- 13 -
- Heizplattenblech
- 14 -
- Anschlussstück
- 15 -
- Grundkörper
- 16 -
- Rohrstutzen
- 17 -
- Anschlussstutzen
- 18 -
- Innengewinde
- 19-
- Ende v. 16
- 20 -
- Schweißbuckel
- 21 -
- Umbördelung
- 22
- Anschlussstück
- 23 -
- Anschlussstück
- 24 -
- Anschlussstück
- 25 -
- Anschlussstück
- 26 -
- Ende v. 30
- 27 -
- Ende v. 31
- 28 -
- Ende v. 32
- 29 -
- Ende v. 33
- 30 -
- Rohrstutzen
- 31 -
- Rohrstutzen
- 32 -
- Rohrstutzen
- 33 -
- Rohrstutzen
- 34 -
- Schweißbuckel
- 35 -
- Schweißbuckel
- 36 -
- Schweißbuckel
- 37 -
- Schweißbuckel
- 38 -
- Schweißfase
- 39 -
- Rohrstutzen
- 40 -
- Schweißfase
- 41 -
- Ende v. 39
- 42 -
- Schweißbuckel
- 43 -
- Schweißfase
- 44 -
- Anschlussstück
- 45 -
- Grundkörper
- 46 -
- Rohrstutzen
- 47 -
- Gewindestutzen
- 48 -
- Ende v. 46
- 49 -
- Schweißbuckel
- 50 -
- Schweißfase
- 51 -
- Anschlussstück
- 52 -
- Grundkörper
- 53 -
- Rohrstutzen
- 54 -
- Gewindestutzen
- 55 -
- Ende v. 53
- 56 -
- Schweißbuckel
- 57 -
- Schweißfase
- 58 -
- Schweißbuckel
- 59 -
- Schweißbuckel
- 60 -
- Anschlussstück
- 61 -
- Grundkörper
- 62 -
- Rohrstutzen
- 63 -
- Schraubstutzen
- 64 -
- Ende v. 62
- 65 -
- Schweißbuckel
- 66 -
- Schweißfase
- 67 -
- Anschlussstück
- 68 -
- Schraubanschlussbauteil
- 69 -
- Endabschnitt
- 70 -
- Querbohrung
- 71 -
- Rohrstutzen
- 72 -
- Grundkörper
- 73 -
- Ende v. 69
- 74 -
- Schweißbuckel
- 75 -
- Schweißfase
- 76 -
- Anschlussstück
- 77 -
- Grundkörper
- 78 -
- Rohrstutzen
- 79 -
- Stopfen
- 80 - S
- chraubanschluss
- 81 -
- Querbohrung
- 82 -
- Ende v. 78
- 83 -
- Schweißbuckel
- 84 -
- Schweißfase
- 85 -
- Rohrstutzen
- 86 -
- Rohrstutzen
- 87 -
- Schweißbuckel
- 88 -
- Schweißbuckel
- 89 -
- Versteifungsring
- 90 -
- Versteifungsring
- 91 -
- Ende v. 85
- 92 -
- Schweißfase
- 93 -
- Ansatzring
- 94 -
- Ende v. 86
- 95 -
- Schweißfase
- a -
- Schrägfläche
- a1 -
- Schrägfläche
- b -
- Schrägfläche
- b1 -
- Schrägfläche
- sG -
- Wandstärke v. 5, 15, 43, 50, 59, 70, 75
- sP -
- Wandstärke v. 2, 3
- x -
- Dicke
- x1 -
- Dicke
- MA-
- Mittellängsachse
- Is -
- Länge v. 20, 34
1. Anschlussstück für einen Heiz- oder Kühlkörper, welches einen Grundkörper (5, 15,
45, 52, 61, 72, 77) mit zumindest einem zylindrischen Rohrstutzen (6, 7; 30-32; 39;
46; 53; 62; 71; 78; 85; 86) zur Fügung an einer Heiz-/Kühlplatte (2, 3) mittels Widerstandsschweißen
aufweist, dadurch gekenn-zeichnet, dass am freien Ende (10, 19; 26-29; 48, 55; 64; 73; 82; 91; 94) des Rohrstutzens (6, 7;
30-32; 39; 46; 53; 62; 71; 78; 85; 86) ein gegenüber der Wandstärke (sG) des Grundkörpers (5, 15, 45, 52, 61, 72, 77) verbreiterter umlaufender Schweißbuckel
(11, 20; 34-37; 42; 49; 56; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) vorgesehen ist.
2. Anschlussstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißbuckel (11, 20; 34-37; 42; 49; 56; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) durch eine
Materialumformung am Ende (10, 19; 26-29; 48, 55; 64; 73; 82; 91; 94) des Rohrstutzens
(6, 7; 30-32; 39; 46; 53; 62; 71; 78; 85; 86) ausgebildet ist.
3. Anschlussstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißbuckel (49; 56) durch eine Stauchung am Ende (48; 55) des Rohrstutzens
(46; 55) gebildet ist.
4. Anschlussstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißbuckel (11; 20; 34; 35) durch eine Umbördelung (12; 21) am Ende (10; 19)
des Rohrstutzens (6, 7;16; 30; 31) gebildet ist.
5. Anschlussstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schweißbuckel (87, 88) zumindest teilweise durch einen Versteifungsring (89,
90) gebildet ist, welcher mit dem Ende (91, 94) des Rohrstutzens (85, 86) gefügt ist.
6. Anschlussstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass stirnseitig am Schweißbuckel (34-37; 42; 49; 55; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) eine
keilförmige Schweißfase (38; 50; 57; 66; 75; 84; 92; 95) vorgesehen ist.
7. Anschlussstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der vertikal zur Mittellängsachse (MA) des Rohrstutzens (6, 7; 30-32;
39; 46; 53; 62; 71; 78; 85; 86) gemessenen Dicke (x1) des Schweißbuckels (34-37; 42; 49; 55; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) zur Wandstärke
(sG) des Grundkörpers (5, 15, 45, 52, 61, 72, 77) zwischen 1,2:1 bis 2,5:1 bemessen ist.
8. Anschlussstück nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der parallel zur Mittellängsachse (MA) des Rohrstutzens (6, 7; 30-32;
39; 46; 53; 62; 71; 78; 85; 86) gemessenen Länge (IS) des Schweißbuckels (11, 20; 34-37; 42; 49; 55; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) zur Wandstärke
(sG) des Grundkörpers (5, 15, 45, 52, 61, 72, 77) zwischen 1:1 bis 3:1 bemessen ist.
9. Anschlussstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der parallel zur Mittellängsachse (MA) des Rohrstutzens (6, 7; 30-32;
39; 46; 53; 62; 71; 78; 84; 85; 86) gemessenen Länge (IS) des Schweißbuckels (11, 20; 34-37; 42; 49; 55; 58; 59; 65; 74; 83; 87; 88) zur Wandstärke
(sG) des Grundkörpers (5, 15, 45, 52, 61, 72, 77) 2:1 beträgt.