[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umhüllen von Stück- oder Packgut mit
einem zumindest in etwa haubenförmigen elastischen Folienabschnitt, der durch Raffen
in falten gelegt und gestreckt und anschließend über das Stück- oder Packgut gezogen
wird, wobei der geraffte Folienabschnitt mittels einer entlang des stück- oder Packgutes
verfahrbaren Überzieheinrichtung gestreckt und über das Stück- oder Packgut übergezogen
wird, und wobei die Überzieheinrichtung vier in der zur Überziehrichtung senkrechten
Ebene bewegbare Spannfinger aufweist, die jeweils ein im Wesentlichen sich in dieser
Ebene erstreckendes bügelförmiges Spannelement und ein daran befestigtes bogenförmiges,
sowie im Wesentlichen in Überziehrichtung weisend sich erstreckendes Stützelement
aufweisen, um den gerafften Folienabschnitt in den jeweils den Ecken des zu umhüllenden
Stück- oder Packgutes entsprechenden Bereichen aufzunehmen und dann über das Stück-
und Packgut überzuziehen.
[0002] Bei einer Art einer bekannten Vorrichtung zum Umhüllen erfolgt das in faltenlegen
des Folienabschnittes, bei dem es sich üblicherweise um eine an einem Ende geschlossene
Haube handelt, durch Raffen auf der Überzieheinrichtung selbst. Die Überzieheinrichtung
weist hierzu auseinander fahrbare Spannecken auf, wobei vorzugsweise in den Eckbereichen
der Überzieheinrichtung je ein Paar von einer Raffrolle und einer gegenüberliegenden
Gegenrolle vorgesehen ist, die um ihre horizontale Achse drehbar gelagert sind. Nach
Einführen der Überzieheinrichtung in den Folienabschnitt wird der Folienabschnitt
zwischen den Gegenrollen und den Raffrollen eingespannt und durch die angetriebenen
Raffrollen in Falten gelegt. Nach dem in Faltenlegen werden die Spannecken auseinander
gefahren, damit eine Spannung auf den Folienabschnitt ausgeübt wird und so der Folienabschnitt
gedehnt wird, damit er anschließend über das Stück- oder Packgut gezogen werden kann.
Hierzu wird die Überzieheinrichtung entlang des Stück- oder Packgutes abgesenkt, wobei
der Folienabschnitt an der Oberseite des Stück- oder Packgutes anliegt und hierdurch
festgehalten wird. Beim Absenken werden die Falten, die den Umfang des Folienabschnittes
bilden, zunehmend abgezogen, so dass, wenn die Überzieheinrichtung ihre unterste Stellung
erreicht, der gesamte Folienabschnitt keine Falten mehr aufweist und das Stück- oder
Packgut und ggf. die darunter befindliche Palette umgibt.
[0003] Um zu verhindern, dass beim Strecken der Folienabschnitt von den Spannecken abgezogen
wird, wird dieser zwischen den Raffrädern und den Gegenrollen fixiert. Nachteilig
ist, dass der Folienabschnitt nur auf einer sehr geringen Fläche fixiert wird, so
dass der Folienabschnitt im Kopfbereich nur bedingt gestreckt werden kann, da ansonsten
der Folienabschnitt beschädigt wird.
[0004] Bei einer anderen Art einer bekannten Vorrichtung ist eine separate Raff- und eine
separate überzieheinrichtung vorgesehen. Der Folienabschnitt wird von einer Raffeinrichtung
gerafft und dann von einer separat bewegbaren Überzieheinrichtung übernommen, die
diesen anschließend über das Stück- oder Packgut überzieht. Die Überzieheinrichtung
weist in den Eckbereichen entgegen der Überziehrichtung weisende stabförmige Halteelemente
auf, die den gerafften Folienabschnitt von der Raffeinrichtung übernehmen. Der Folienabschnitt
wird anschließend durch Auseinanderfahren der Halteelemente gedehnt und die Überzieheinrichtung
zum Überziehen entlang des Stück- oder Packgutes bewegt. Als Nachteil erweist sich,
dass beim Strecken des Schlauchabschnittes dieser nicht hinreichend fixiert ist, so
dass der Folienabschnitt nicht hinreichend gestreckt werden kann, da er teilweise
von den Halteelementen abrutscht.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff dahingehend zu verbessern,
dass der Kopfbereich des Folienabschnittes stärker gestreckt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest an einem Spannfinger eine von außen
zumindest im Bereich der dem Stück- oder Packgut kurz vor Erreichen der Überziehposition
am entferntesten befindlichen, über das Stück- oder Packgut überzuziehenden Falte,
insbesondere im an diese Falte angrenzenden ungefalteten Bereich des Folienabschnittes,
an den Folienabschnitt anlegbare, backenähnliche und den Eckbereich des Spannfingers
zumindest teilweise umgreifende Fixiereinrichtung zur klemmenden Fixierung des entsprechenden
Bereiches des Folienabschnittes auf den Spannfingern beim Strecken vorgesehen ist
und zur Erhöhung der Klemmwirkung zumindest die mit dem Folienabschnitt in Kontakt
bringbare Fläche der Fixiereinrichtung eine haftungsverbessernde Oberfläche aufweist,
wobei um Beschädigungen des Folienabschnittes zu vermeiden, die Oberfläche eine weiche
Beschichtung, insbesondere Moosgummi oder die Oberfläche abwechselnd erhabene und
vertiefte Bereiche aufweist. Die Fixiereinrichtung wird vor dem Strecken von außen
zumindest im Bereich der dem Stück- oder Packgut kurz vor Erreichen der Überziehposition
am entferntesten befindlichen, über das Stück- oder Packgut überzuziehenden Falte,
insbesondere im an diese Falte angrenzenden ungefalteten Bereich, an den Folienabschnitt
angelegt, so dass der Folienabschnitt zwischen der Fixiereinrichtung und dem Spannfinger
klemmend fixiert wird. Hierdurch kann der Folienabschnitt im Kopfbereich stärker gedehnt
werden. Die Fixiereinrichtung wird erst dann wieder gelöst, nachdem beim Überziehen
der Kopfbereich des Folienabschnittes an dem Stück- oder Packgut anliegt. Sodann wird
die Überzieheinrichtung entlang des Stück- oder Packgutes verfahren, so dass die Falten
von der überzieheinrichtung abgezogen werden können und das Stück- oder Packgut von
dem Folienabschnitt umgeben ist.
[0007] Sofern ein Straffen in Überziehrichtung des nahezu vollständig an dem Stück- oder
Packgut anliegenden Folienabschnittes und ggf. ein Strecken in Überziehrichtung gewünscht
ist, können die Fixiereinrichtungen vorzugsweise im Bereich der noch nicht von den
Spannfingern abgezogenen, zuletzt über das Stück- oder das Packgut überzuziehenden
Falte wieder von außen an den Folienabschnitt angelegt werden. Durch diese klemmende
Fixierung im Bereich des offenen Endes des Folienabschnittes kann der Folienabschnitt
zusätzlich in Überziehrichtung im nahezu vollständig übergezogenen Zustand noch gestrafft
und gestreckt werden.
[0008] Vorteilhafterweise ist bei zwei diagonal gegenüberliegenden Spannfingern je eine
Fixiereinrichtung vorgesehen. Es ist aber auch durchaus möglich, dass an jedem Spannfinger
je eine Fixiereinrichtung angeordnet ist.
[0009] Die Fixiereinrichtung kann eine im Wesentlichen der Außenkontur des Spannfingers
im Kontaktbereich von Spannfinger und Fixiereinrichtung angepasste Ausgestaltung aufweisen.
Hierdurch wird der Folienabschnitt auf einer möglichst großen Fläche zwischen Fixiereinrichtung
und Spannfinger klemmend fixiert, so dass hohe Streckungsgrade im Kopfbereich erzielt
werden können. Gleichzeitig kann der Folienabschnitt kurz vor dem Abschluss des Überziehvorganges
in Überzieheinrichtung noch stark gestrafft oder sogar gestreckt werden.
[0010] Die mit dem Folienabschnitt in Kontakt bringbare Fläche der Fixiereinrichtung kann
bogenförmig ausgebildet sein.
[0011] Die Fixiereinrichtung kann in der zur Überziehrichtung senkrechten Ebene bewegbar
sein. Hierzu können beispielsweise Führungsschlitten vorgesehen sein, die eine Bewegung
entlang zweier angrenzender Seite des Stück- oder Packgutes erlauben. Es ist aber
auch durchaus möglich, dass die Fixiereinrichtungen ausschließlich translatorisch
verfahrbar sind oder eine Kombination der verschiedenen Verfahrweisen vorgesehen ist.
[0012] Die Fixiereinrichtung kann mittels eines drehbar angeordneten Stellhebels in Richtung
des entsprechenden Spannfingers bewegbar sein. Dabei bietet sich an, wenn die Fixiereinrichtung
gelenkig an dem Stellhebel gelagert ist, so dass sich die Fixiereinrichtung optimal
der Außenkontur des Spannfingers anpasst. Dabei bietet sich an, wenn die Fixiereinrichtung
nur in einem geringen Maße in Bezug auf den Stellhebel verdrehbar ist, um zu verhindern,
dass bei Bewegung der Fixiereinrichtung in Richtung des Spannfingers sich die Fixiereinrichtung
verdreht und nicht mit der entsprechend vorgesehenen Fläche mit dem Folienabschnitt
in Kontakt kommt. Der Stellhebel kann beispielsweise hydraulisch oder pneumatisch
betätigbar sein. Auch andere Antriebe, wie z. B. elektrische, sind möglich.
[0013] Die Oberfläche kann dabei eine haftungsverbessernde Beschichtung aufweisen.
[0014] Sofern die Überzieheinrichtung lediglich zum Strecken und Überziehen vorgesehen ist,
ist zum unabhängigen Raffen eine separate Raffeinrichtung vorgesehen. Das anschließende
Strecken des Folienabschnittes und Überziehen über das Stück- oder Packgut erfolgt
dann durch die von der Raffeinrichtung separat und getrennt von der Raffeinrichtung
entlang des Stück- oder Packgutes verfahrbaren Überzieheinrichtung. Hierdurch ist
es möglich, dass mittels der Raffeinrichtung bereits ein weiterer Folienabschnitt
gerafft werden kann, während der vorhergehende Folienabschnitt noch über das Stück-
oder Packgut übergezogen wird.
[0015] Vorteilhafterweise entspricht die mit dem Folienabschnitt in Kontakt bringbare Fläche
der Fixiereinrichtung im Wesentlichen der minimal zur Vermeidung einer Beschädigung
des Folienabschnittes während des Streckens unter Abstimmung auf die technischen Merkmale
und Eigenschaften des Folienabschnittes sowie der zu erzielenden Streckung erforderlichen
Anpressfläche. Unter "technischen Merkmalen" und Eigenschaften werden beispielsweise
die Dicke, die Elastizität oder die Streckbarkeit des Folienabschnittes verstanden,
die Einfluss auf die minimale erforderliche Anpressfläche haben, um Beschädigungen
zu vermeiden. Unter Umständen kann auch die Form, die Größe oder die Beschaffenheit
des Stück- oder Packgutes die Größe der minimal erforderlichen Anpressfläche beeinflussen.
[0016] Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein Verfahren zum Umhüllen eines Stück- oder
Packgutes mit einem zumindest in etwa haubenförmigen elastischen Folienabschnitt,
der durch Raffen in Falten gelegt und gestreckt und anschließend über das Stück- oder
Packgut gezogen wird, wobei der geraffte Folienabschnitt mittels einer entlang des
Stück- oder Packgutes verfahrbaren Überzieheinrichtung gestreckt und über das Stück-
oder Packgut übergezogen wird, und wobei die Überzieheinrichtung vier in der zur Überziehrichtung
senkrechten Ebene bewegbare Spannfinger aufweist, die jeweils ein im Wesentlichen
sich in dieser Ebene erstreckendes bügelförmiges Spannelement und ein daran befestigtes
bogenförmiges, sowie im Wesentlichen in Überziehrichtung weisend sich erstreckendes
Stützelement aufweisen, um den gerafften Folienabschnitt in den jeweils den Ecken
des zu umhüllenden Stück- oder Packgutes entsprechenden Bereichen aufzunehmen und
dann über das Stück- und Packgut überzuziehen.
[0017] Als nachteilig bei bekannten Verfahren erweist sich, dass der Folienabschnitt im
Kopfbereich, d. h. in dem dem Stück- oder Packgut kurz vor Erreichen der Überziehposition
am entferntesten befindlichen Bereich, nicht hinreichend vor dem Überziehen gestreckt
werden kann, da sich der Folienabschnitt in diesem Bereich beim Strecken von den Spannfingern
lösen kann.
[0018] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren dahingehend zu verbessern, dass
der Kopfbereich des Folienabschnittes stärker gestreckt werden kann.
[0019] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest an einem Spannfinger eine von außen
zumindest im Bereich der dem Stück- oder Packgut kurz vor Erreichen der Überziehposition
am entferntesten befindlichen, über das Stück- oder Packgut überzuziehenden Falte,
insbesondere im an diese Falte angrenzenden ungefalteten Bereich des Folienabschnittes,
an den Folienabschnitt anlegbare, backenähnliche und den Eckbereich des Spannfingers
zumindest teilweise umgreifende Fixiereinrichtung zur klemmenden Fixierung des entsprechenden
Bereiches des Folienabschnittes auf den Spannfingern beim Strecken vorgesehen ist,
wobei wenigstens eine Fixiereinrichtung vor dem Strecken des Folienabschnitts zur
Fixierung im Bereich des entsprechenden Spannfingers an den Folienabschnitt angelegt
und nach Kontakt des in etwa haubenförmigen Folienabschnittes mit dem Stück- oder
Packgut von dem Folienabschnitt entfernt wird. Durch die klemmende Fixierung wird
der Folienabschnitt beim Strecken auf den Spannfingern vor einem unbeabsichtigten
teilweisen Lösen beim Strecken gesichert, so dass hohe Streckungsgrade realisiert
werden können.
[0020] Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Fixiereinrichtung nach Abziehen der Falten
kurz vor Entfernen des Folienabschnittes aus dem Zugriffsbereich der Fixiereinrichtung
erneut zur Fixierung des Folienabschnittes an diesen im Bereich des entsprechenden
Spannfingers angelegt werden. Durch das erneute Anlegen der Fixiereinrichtung kurz
vor Abschluss des Überziehvorganges kann der Folienabschnitt in Überziehrichtung gestrafft
und - sofern erwünscht - auch gestreckt werden, so dass hierdurch hohe vertikale Streckungsgrade
erreicht werden können. Im Anschluss daran werden die Fixiereinrichtungen wieder von
dem Folienabschnitt entfernt und die Überzieheinrichtung vorzugsweise in ihre ursprüngliche
Position zurückgefahren.
[0021] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Umhüllen von Stück- oder Packgut
mit einem zumindest in etwa haubenförmigen elastischen Folienabschnitt, der durch
Raffen in Falten gelegt und gestreckt und anschließend über das Stück- oder Packgut
gezogen wird, wobei der geraffte Folienabschnitt mittels einer entlang des Stück-
oder Packgutes verfahrbaren Überzieheinrichtung gestreckt und über das Stück- oder
Packgut übergezogen wird, und wobei die Überzieheinrichtung vier in der zur Überziehrichtung
senkrechten Ebene bewegbare Spannfinger aufweisen kann, die jeweils ein im Wesentlichen
sich in dieser Ebene erstreckendes bügelförmiges Spannelement und ein daran befestigtes
bogenförmiges, sowie im Wesentlichen in Überziehrichtung weisend sich erstreckendes
Stützelement aufweisen kann, um den gerafften Folienabschnitt in den jeweils den Ecken
des zu umhüllenden Stück- oder Packgutes entsprechenden Bereichen aufzunehmen und
dann über das Stück- und Packgut überzuziehen.
[0022] Damit der geraffte und soweit gestreckte Folienabschnitt, dass er über das Stück-
oder Packgut übergezogen werden kann, während des Überziehvorganges leicht und beschädigungsfrei
abgezogen werden kann, wird der Folienabschnitt im Raffvorgang zieharmonikaartig gerafft.
Nach dem Raffvorgang sollen die Falten dabei schräg nach unten zum verpackenden Stück-
oder Packgut hin und nach außen weisend ausgerichtet sein. Erst diese gleichmäßige
Ausrichtung der Falten gewährleistet ein späteres problemloses Abziehen des Folienabschnittes,
da dann Falte für Falte von der Überzieheinrichtung abgezogen werden kann.
[0023] Als nachteilig bei bekannten Verfahren erweist sich, dass die Falten jedoch nicht
immer die gewünschte gleichmäßige Ausrichtung einnehmen. Vielmehr stellt man häufig
fest, dass die faltenlegung bereichsweise mehr oder weniger unkontrolliert erfolgt
ist. Die unkontrollierte Faltenlegung kann während des Raffvorganges oder aber auch
während des Streckens auftreten.
[0024] Sofern jedoch die Falten nicht die gewünschte Ausrichtung aufweisen, wird die zum
Abziehen anstehende Falte von der benachbarten Falte, die erst in einem nächsten Schritt
abgezogen werden soll, zumindest teilweise, wenn nicht sogar vollständig, überdeckt
und so eingeklemmt und festgehalten. Dieser Umstand kann zu Beschädigungen des Folienabschnittes
führen, da durch das Herausziehen dieser Falte hohe Spannungen in dem Folienabschnitt
auftreten und so Löcher in den Folienabschnitt gezogen werden können. Diese Gefahr
ist besonders groß bei Folienabschnitten geringer Dicke, da dann beim Herausziehen
der Folienabschnitt leichter reißen kann, oder bei Stück- oder Packgut großer Höhe,
da eine größere Länge an Folienabschnitt gerafft und daher eine größere Anzahl an
Falten gebildet werden muss.
[0025] Aufgabe der Erfindung ist es, das vorbekannte Verfahren dahingehend zu verbessern,
dass beim Überziehvorgang auch bei einer nicht optimalen vorherigen Faltenbildung
Beschädigungen des Folienabschnittes verhindert werden.
[0026] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der geraffte Folienabschnitt zum Überziehen
über das Stück- oder Packgut in einem ersten Schritt um einen ersten höheren Betrag
gestreckt wird und in einem zweiten Schritt die Streckung des Folienabschnitts während
des Überziehvorganges des gerafften Folienabschnittes über das Stück- oder Packgut
auf einen geringeren Betrag, der aber weiterhin das Überziehen ermöglicht, verringert
wird, wobei die Verringerung der Streckung während des Überziehvorganges des Folienabschnittes
über das Stück- oder Packgut kontinuierlich, insbesondere gleichmäßig, erfolgt oder
die Verringerung der Streckung während des Überziehvorganges des Folienabschnittes
über das Stück- oder Packgut stufenweise, insbesondere mehrstufig, erfolgt.
[0027] Insofern wird der Folienabschnitt zunächst in einem ersten Schritt um einen Betrag
gestreckt, der deutlich über der Streckung liegt, wie sie bei bisher üblichen Verfahren
erfolgt ist. Dabei ist regelmäßig diese Streckung so gering wie möglich gehalten worden
und auf das für eine einwandfreie Durchführung des Verfahrens erforderliche Mindeststreckung
begrenzt gewesen. Zum Erzielen dieser Mindeststreckung wird bei bekannten Verfahren
der Folienabschnitt um einen solchen geringeren Betrag gestreckt, dass beim Überziehen
ein allseitiger Abstand zwischen jeder Seite des Stück- oder Packgutes und dem Folienabschnitt
von 3 bis 5 cm besteht.
[0028] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Folienabschnitt zunächst in einem ersten
Schritt um einen stärkeren Betrag gestreckt, so dass sich in diesem stärker gestreckten
Zustand ein allseitiger Abstand zwischen jeder Seite des Stück- oder Packgutes und
dem um den stärkeren Betrag gestreckten Folienabschnitt von etwa 6 bis 10 cm einstellt.
Stärkere Streckungen sind jedoch möglich.
[0029] Durch die anschließende Reduzierung der Streckung des Folienabschnittes in einem
zweiten Schritt während des Überziehvorganges - durch Aufeinanderzubewegen entsprechender
Bauteile der Überzieheinrichtung, üblicherweise der Spannfinger - wird die Spannung
in den Falten des gerafften Folienabschnittes vermindert, wodurch die Falten, insbesondere
bei einer nicht gewollten Faltenausrichtung, nicht mehr so stark von einer benachbarten
Falte eingeklemmt und festgehalten sind, so dass der Folienabschnitt ohne Beschädigungen
problemlos beim Überziehvorgang abgezogen werden kann.
[0030] Dabei kann die Spannungsverminderung aus einer zumindest teilweise verzögerten Rückstellung
mit entsprechend resultierendem, noch über dem Mindestmaß liegenden Umfang resultieren
und/oder sich bei einer erfolgten Rückstellung, die geringer ist als die bei Entfall
aller Haltekräfte erfolgenden freien Rückstellung, aus dem Zeitversatz, mit dem ein
Spannungsaufbau wieder erfolgt, ergeben.
[0031] Der höhere Betrag der Streckung liegt dabei außerhalb des Toleranzbereiches der Streckung
um den geringeren Betrag und ist insoweit deutlich als überhöht im Vergleich zu der
Streckung um den geringeren Betrag anzusehen. Das Maß des geringeren Betrages der
Streckung, das der Mindeststreckung entspricht, hängt dabei nicht nur von der Geometrie
des Stück- oder Packgutes ab. Auch andere Parameter, wie z. B. die Abmessungen der
innerhalb des Folienabschnittes befindlichen Anlagenteile der Überziehvorrichtung,
haben Einfluss auf das Maß des geringeren Betrages der Streckung.
[0032] Die Verringerung der Streckung auf den geringeren Betrag kann mit der ersten Kontaktaufnahme
des Folienabschnittes mit der Oberseite des Stück- oder Packgutes oder aber erst zu
einem späteren Zeitpunkt während des Überziehvorgangs erfolgen.
[0033] Bei Anwendung einer einstufigen Reduzierung ist der komplette Überziehvorgang zumindest
zum größten Teil abgeschlossen, bevor sämtliche Rückstellungsvorgänge abgeschlossen
sind und der Folienabschnitt wieder den sich durch die Streckung um einen geringeren
Betrag ergebenen Umfang angenommen hat.
[0034] Sofern jedoch Stück- oder Packgut großer Höhen umhüllt werden sollen, könnte die
Gefahr bestehen, dass in dem Folienabschnitt bereits vor Abschluss des Überziehvorgangs
sämtliche Rückstellungsvorgänge abgeschlossen sind und der Folienabschnitt seinen
Ümfang, den er durch die Streckung um den geringeren Betrag erhält, erreicht hat.
In diesem Fall bietet sich an, wenn die Reduzierung mehrstufig erfolgt.
[0035] Die Verringerung der Streckung kann in dem ersten Drittel des Überziehvorganges erfolgen.
Der Überziehvorgang beginnt dabei mit der Kontaktaufnahme des Folienabschnittes mit
der Oberseite des Stück- oder Packguts.
[0036] Vorzugsweise kann die Verringerung der Streckung im Abstand von 5 bis 20 cm von der
Oberseite des Stück- oder Packgutes, vorzugsweise im Abstand von 10 cm von der Oberseite
des Stück- oder Packgutes, erfolgen.
[0037] Vorteilhafterweise wird der in dem ersten Schritt um einen höheren Betrag gestreckte
Folienabschnitt zu Beginn des Überziehvorganges mittels wenigstens einer Fixiereinrichtung
fixiert, und die Fixiereinrichtung wird mit Verringerung der Streckung in einem zweiten
Schritt auf einen geringeren Betrag von dem Folienabschnitt wieder entfernt. Beim
Überziehen des Folienabschnittes wird der in dem ersten Schritt um den höheren Betrag
gestreckte Folienabschnitt zunächst fixiert. Hierdurch legt sich der Folienabschnitt
lediglich oberseitig an das Stück- oder Packgut an, während die Seiten des Stück-
oder Packgutes nicht mit dem Folienabschnitt in Kontakt sind. Durch das Fixieren können
vertikale Spannungen in den Folienabschnitt eingebracht werden. Im weiteren Verlauf
des Überziehvorganges wird dann in einem zweiten Schritt mit Verringerung der Streckung
auf einen geringeren Betrag die Fixiereinrichtung vom Folienabschnitt gelöst, so dass
dann der Folienabschnitt Falte für Falte abgezogen werden kann.
[0038] Im Folgenden wird ein in den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf einen Spannfinger mit einem darauf gerafften Folienabschnitt
und
- Fig. 2
- eine teilweise Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1.
[0039] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0040] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Überzieheinrichtung 1 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Nicht dargestellt ist einem im Verfahrensablauf vorgelagerte Raffeinrichtung. Die
Überzieheinrichtung 1 weist vier Spannfinger 2 auf, die in den jeweiligen Ecken eines
teilweise dargestellten Stück- oder Packgutes 3 angeordnet sind.
[0041] Jeder Spannfinger 2 besteht aus einem bogenförmig ausgebildeten rohrförmigen Spannelement
4, dass in einer zur Überziehrichtung 5 senkrechten Ebene ausgerichtet ist.
[0042] An jedes Spannelement 4 ist ein in etwa winkelförmig ausgebildetes Stützelement 6
angeformt, das über eine unterseitige Traverse 7 an einer Haltekonstruktion 8 befestigt
ist.
[0043] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die beiden Enden des Spannelementes 4 mittels einer
Strebe 9 mit dem entsprechenden Stützelement 6 verbunden.
[0044] Oberseitig auf der Traverse 7 ist ein Mast 10 angeordnet. An diesem Mast 10 ist über
ein Lager 11 ein Stellhebel 12 drehbar angeschlagen, an dessem freien Ende über ein
weiteres Lager 13 eine Fixiereinrichtung 14 befestigt ist. Die mit dem Spannfinger
2 in Kontakt bringbare Fläche der Fixiereinrichtung 14 ist der Außenkontur des Spannfingers
2 angebracht. Da das Stützelement 6 des Spannfingers 2 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
in etwa bogenförmig ausgebildet ist, weist insoweit auch die Fixiereinrichtung 14
eine entsprechende bogenförmige Ausbildung auf. Es ist aber auch durchaus möglich,
dass der Spannfinger 2 in Höhe des Spannelementes 4 vorgesehen ist.
[0045] An dem Stellhebel 12 greift ein Zylinder 15 an, der in den Figuren gestrichelt dargestellt
ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Pneumatik- oder auch Hydraulikzylinder
handeln.
[0046] Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, sind die Spannfinger 2 und somit auch die
an der Traverse 7 befestigte Fixiereinrichtung 14 entlang der Längskanten des Stück-
oder Packgutes 3 (Pfeile 16, 17) verfahrbar. Um eine Bewegung in Richtung des Pfeils
17 zu realisieren, ist die Haltekonstruktion 8 über Führungen 18 mit einer Führungsschiene
19 verbunden. Mittels an der Traverse 7 angreifender Ketten 20, 21 kann der Spannfinger
2 in Richtung des Pfeils 17 bewegt werden.
[0047] Die Führungsschiene 19 ist oberseitig derart an einem Halteelement 22 angeordnet,
dass die Überzieheinrichtung 1 in Richtung des Pfeils 16 verfahrbar ist. Die genaue
Konstruktion zur Ermöglichung des Verfahrweges in Richtung des Pfeils 16 ist aus Gründen
der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0048] Damit jede Überzieheinrichtung 1 in Richtung des Pfeiles 23 entlang des Stück- oder
Packgutes 3 verfahrbar ist, ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Hydraulikzylinder
24 vorgesehen, der unterseitig an dem Halteelement 22 angreift. Es sind aber auch
andere Konstruktionen zur Erzielung einer Verfahrbarkeit in Richtung des Pfeiles 23
möglich.
[0049] Wie in den Figuren dargestellt, greifen die vier Spannfinger 2 in einen nach unten
geöffneten Folienabschnitt 25. Der Folienabschnitt 25 ist bereits durch Raffung auf
den Spannfingern 2 in Falten 26 gelegt. Das Raffen selbst ist in einer nicht dargestellten
separaten Raffeinrichtung erfolgt. Der Folienabschnitt 25 wurde von der Raffeinrichtung
im gerafften Zustand von der dargestellten Überzieheinrichtung 1 übernommen.
[0050] Nach Übernahme des gerafften Folienabschnittes 25 wird jede Fixiereinrichtung 14
in Richtung des Pfeils 27 in Richtung des betreffenden Spannfingers 2 verschwenkt,
so dass der Folienabschnitt 25 zwischen dem Stützelement 6 des Spannfingers 2 und
der entsprechenden Fixiereinrichtung 14 klemmend fixiert wird. Zur Vermeidung von
Beschädigungen des Folienabschnitts 25 weist die mit dem Folienabschnitt 25 in Kontakt
bringbare Fläche der Fixiereinrichtung 14 eine weiche Beschichtung 28, wie z. B. Moosgummi,
auf. Es sind aber auch andere Beschichtungen denkbar.
[0051] Nach Anlegen der Fixiereinrichtung 14 werden die Spannfinger 2 nach außen hin, beispielsweise
diagonal nach außen in Richtung des Pfeils 29 auseinander bewegt, so dass der Folienabschnitt
25 gestreckt wird. Durch die klemmende Fixierung kann der Folienabschnitt 25 im Kopfbereich,
d. h. in diesem Fall das geschlossen ausgebildete Ende, optimal gestreckt werden.
[0052] Nach dem Strecken wird die Überzieheinrichtung 1 in Überziehrichtung 5 entlang des
Stück- oder Packgutes 3 bewegt. Sobald der Kopfbereich des Folienabschnittes 25 oberseitig
auf dem Stück- oder Packgut 3 aufliegt, werden die Fixiereinrichtungen 14 in die in
Fig. 2 gestrichelt dargestellte Position zurückgefahren. Bei weiterem Absenken der
Überzieheinrichtung 1 werden die Falten 26 zunehmend von den Spannfingern 2 abgezogen,
so dass, wenn die Überzieheinrichtung 1 ihre äußerste untere Stellung erreicht, der
gesamte Folienabschnitt 25 keine Falten 26 mehr aufweist und das Stück- oder Packgut
3 umgibt.
[0053] Zur abschließenden Straffung des Folienabschnittes 25 in Überziehrichtung 5 und ggf.
zum Strecken in Überziehrichtung 5 werden die Fixiereinrichtungen 14, kurz bevor der
Folienabschnitt 25 vollständig von den Spannfingern 2 abgezogen worden ist, wieder
in die in Fig. 2 mit durchgezogenen Linien dargestellte Position verfahren, so dass
der Folienabschnitt 25 wieder zwischen den Fixiereinrichtungen 14 und den entsprechenden
Spannfingern 2 durch Klemmung fixiert ist.
[0054] Hierdurch kann der Folienabschnitt 25 optimal in Überziehrichtung 5 gestrafft und
gestreckt werden.
[0055] Nach Straffung und ggf. Strecken in Überziehrichtung 5 werden die Fixiereinrichtungen
14 zurückgeschwenkt, und die Überzieheinrichtung 1 wieder entgegen der Überziehrichtung
5 in ihre ursprüngliche, in Fig. 1 dargestellte Position verfahren, um einen weiteren
gerafften Folienabschnitt 25 zu übernehmen.
[0056] Sofern die Falten 26 nicht die in Fig. 1 dargestellte gleichmäßige nach unten und
außen hin weisende Ausrichtung nach dem Raffen aufweisen sollten, bietet sich für
ein beschädigungsfreies Abziehen des Folienabschnittes 25 von den Spannfingern 2 an,
dass der geraffte Folienabschnitt 25 zum Überziehen über das Stück- oder Packgut 3
in einem ersten Schritt um einen ersten höheren Betrag gestreckt wird und in einem
zweiten Schritt die Streckung des Folienabschnitts 25 während des Überziehvorganges
des gerafften Folienabschnittes 25 über das Stück- oder Packgut 3 auf einen geringeren
Betrag, der aber weiterhin das Überziehen ermöglicht, verringert wird.
[0057] Hierduch wird der Folienabschnitt 25 zunächst in dem ersten Schritt um einen stärkeren
Betrag gestreckt, so dass sich in diesem stärker gestreckten Zustand ein allseitiger
Abstand zwischen jeder Seite des Stück- oder Packgutes 3 und dem um den stärkeren
Betrag gestreckten Folienabschnitt 25 von etwa 6 bis 10 cm einstellt. Stärkere Streckungen
sind jedoch durchaus möglich.
[0058] Durch die anschließende Reduzierung der Streckung des Folienabschnittes 25 in einem
zweiten Schritt während des Überziehvorganges wird durch Verfahren der Spannfinger
2 entlang der Kanten des Stück- oder Packgutes 3 (Pfeile 16, 17) die Spannung in den
Falten 26 des gerafften Folienabschnittes 25 vermindert, wodurch die Falten 26 nicht
mehr so stark von einer benachbarten Falte 26 eingeklemmt und festgehalten sind, so
dass der Folienabschnitt 25 ohne Beschädigungen problemlos beim Überziehvorgang abgezogen
werden kann.
[0059] Die Verringerung der Streckung kann dabei kontinuierlich oder stufenweise, insbesondere
mehrstufig, erfolgen.
[0060] Zur Erzeugung sowohl der stärkeren bzw. der höheren Streckung in dem ersten Schritt
als auch der geringeren Streckung (Mindeststreckung) in dem zweiten Schritt kann bei
einer Ausführungsform ein und dasselbe Bauteil, z. B. ein Getriebemotor, verwendet
werden, das entsprechend angesteuert wird.
[0061] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass zwei separate Bauteile, wie z. B. zwei
Getriebemotoren oder Hydraulikzylinder, vorgesehen sind, wobei das eine Bauteil die
Streckung um den geringeren Betrag erzeugt und die darüber hinausgehende stärkere
Streckung durch das zweite, weitere Bauteil realisiert wird.
1. Verfahren zum Umhüllen von Stück- oder Packgut (3) mit einem zumindest in etwa haubenförmigen
elastischen Folienabschnitt (25), der durch Raffen in Falten (26) gelegt und gestreckt
und anschließend über das Stück- oder Packgut (3) gezogen wird, wobei der geraffte
Folienabschnitt (25) mittels einer entlang des Stück- oder Packgutes (3) verfahrbaren
Überzieheinrichtung (1) gestreckt und über das Stück- oder Packgut (3) übergezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der geraffte Folienabschnitt (25) zum Überziehen über das Stück- oder Packgut (3)
in einem ersten Schritt um einen ersten höheren Betrag gestreckt wird und in einem
zweiten Schritt die Streckung des Folienabschnitts (25) während des Überziehvorganges
des gerafften Folienabschnittes (25) über das Stück- oder Packgut (3) auf einen geringeren
Betrag, der aber weiterhin das Überziehen ermöglicht, verringert wird, wobei die Verringerung
der Streckung während des Überziehvorganges des Folienabschnittes (25) über das Stück-
oder Packgut (3) kontinuierlich, insbesondere gleichmäßig, erfolgt.
2. Verfahren zum Umhüllen von Stück- oder Packgut (3) mit einem zumindest in etwa haubenförmigen
elastischen Folienabschnitt (25), der durch Raffen in Falten (26) gelegt und gestreckt
und anschließend über das Stück- oder Packgut (3) gezogen wird, wobei der geraffte
Folienabschnitt (25) mittels einer entlang des Stück- oder Packgutes (3) verfahrbaren
Überzieheinrichtung (1) gestreckt und über das Stück- oder Packgut (3) übergezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der geraffte Folienabschnitt (25) zum Überziehen über das Stück- oder Packgut (3)
in einem ersten Schritt um einen ersten höheren Betrag gestreckt wird und in einem
zweiten Schritt die Streckung des Folienabschnitts (25) während des Überziehvorganges
des gerafften Folienabschnittes (25) über das Stück- oder Packgut (3) auf einen geringeren
Betrag, der aber weiterhin das Überziehen ermöglicht, verringert wird, wobei die Verringerung
der Streckung während des Überziehvorganges des Folienabschnittes (25) über das Stück-
oder Packgut (3) stufenweise, insbesondere mehrstufig, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzieheinrichtung (1) vier in der zur Überziehrichtung (5) senkrechten Ebene
bewegbare Spannfinger (2) aufweist, die jeweils ein im Wesentlichen sich in dieser
Ebene erstreckendes bügelförmiges Spannelement (4) und ein daran befestigtes bogenförmiges,
sowie im Wesentlichen in Überziehrichtung (5) weisend sich erstreckendes Stützelement
(6) aufweisen, um den gerafften Folienabschnitt (25) in den jeweils den Ecken des
zu umhüllenden Stück- oder Packgutes (3) entsprechenden Bereichen aufzunehmen und
dann über das Stück- und Packgut (3) überzuziehen, und dass zumindest an einem Spannfinger
(2) eine von außen zumindest im Bereich der dem Stück- oder Packgut (3) kurz vor Erreichen
der Überziehposition am entferntesten befindlichen, über das Stück- oder Packgut (3)
überzuziehenden Falte (26a), insbesondere im an diese falte (26a) angrenzenden ungefalteten
Bereich des Folienabschnittes (25), an den Folienabschnitt (25) anlegbare, backenähnliche
und den Eckbereich des Spannfingers (2) zumindest teilweise umgreifende Fixiereinrichtung
(14) zur klemmenden Fixierung des entsprechenden Bereiches des Folienabschnittes (25)
auf den Spannfingern (2) beim Strecken vorgesehen ist, wobei wenigstens eine Fixiereinrichtung
(14) vor dem Strecken des Folienabschnitts (25) zur Fixierung im Bereich des entsprechenden
Spannfingers (2) an den Folienabschnitt (25) angelegt und nach Kontakt des in etwa
haubenförmigen Folienabschnittes (25) mit dem Stück- oder Packgut (3) von dem Folienabschnitt
(25) entfernt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Fixiereinrichtung (14) nach Abziehen der Falten (26) kurz vor Entfernen
des Folienabschnittes (25) aus dem Zugriffsbereich der Fixiereinrichtung (14) erneut
zur Fixierung des Folienabschnittes (25) an diesen im Bereich des entsprechenden Spannfingers
(2) angelegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 oder 4, soweit Anspruch 3 oder 4 auf Anspruch 2 rückbezogen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verringerung der Streckung in dem ersten Drittel des Überziehvorganges erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verringerung der Streckung im Abstand von 5 bis 20 cm von der Oberseite des Stück-
oder Packgutes (3), vorzugsweise im Abstand von 10 cm von der Oberseite des Stück-
oder Packgutes (3), erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem ersten Schritt um einen höheren Betrag gestreckte Folienabschnitt (25)
zu Beginn des Überziehvorgangs mittels wenigstens einer Fixiereinrichtung (14) fixiert
wird und die Fixiereinrichtung (14) mit Verringerung der Streckung in einem zweiten
Schritt auf einen geringeren Betrag von dem Folienabschnitt (25) wieder entfernt wird.