[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine flüssige Waschmittelzusammensetzung, insbesondere
eine Waschmittelzusammensetzung, die aus mindestens zwei getrennt voneinander vorhandenen
Teilzusammensetzungen (Komponenten) aufgebaut ist.
[0002] Bei Waschmitteln, die in flüssiger Form vorliegen, vor allem bei wasserhaltigen Waschmitteln,
kann es zu Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Bestandteilen des Waschmittels kommen,
was zu unzulänglichen Lagerstabilitäten resp. Verschlechterung des Waschergebnisses
führt. Ein grosses Inkompatibilitätsproblem besteht z.B. zwischen bevorzugten Bleichmitteln
und Enzymen und/oder Tensiden.
[0003] Zur Vermeidung solcher Probleme ist bereits vorgeschlagen worden, miteinander reagierende
Bestandteile voneinander getrennt aufzubewahren und erst direkt vor resp. während
des Waschvorgangs zu kombinieren (siehe z.B.
WO 2004/053042). Die Aufbewahrung kann in separaten Behältern und anschliessender Dosierung aus
diesen erfolgen oder - bevorzugt - aus Zwei- oder Mehrkammerflaschen oder Beuteln.
Solche Behälter sind bekannt (siehe
WO 2004/053042).
[0004] Als Bleichmittel enthaltende Teilzusammensetzung wird in
WO 2004/053042 eine Zusammensetzung empfohlen, welche im wesentlichen aus Wasser und einer organischen
Persäure, welche in Wasser gelöst sein kann, besonders bevorzugt aber zumindest teilweise
ungelöst in feinteiliger Form vorliegt, vorgeschlagen. Die Teilzusammensetzung soll
einen sauren pH-Wert aufweisen und kann gegebenenfalls ein mit der organischen Persäure
verträgliches Aniontensid in Mengen bis 50 Gew.-% bezogen auf die Teilzusammensetzung
enthalten (
WO 2004/053042). Was für Tenside mit der Persäure verträglich sein können wird nicht beschrieben.
[0005] Es wurde nun gefunden, dass die Lagerstabilität und/oder der Beitrag an die Waschleistung
eines solchen eine organische Persäure enthaltenden Bleichmittels nicht immer zufriedenstellend
ist.
[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung war es deshalb, eine Bleichmittel enthaltende Zusammensetzung
bereitzustellen, welche zusammen mit einer Enzyme und vorzugsweise auch Tenside enthaltenden
Zusammensetzung ein gutes Waschergebnis ergibt und dies bei guter Lagerstabilität.
[0007] Dieses Ziel wurde erreicht durch Bereitstellen eines Flüssigwaschmittels gemäss Anspruch
1, insbesondere eines Flüssigwaschmittels umfassend mindestens eine und bevorzugt
eine ein Bleichmittel enthaltende flüssige Bleichkomponente und mindestens eine und
bevorzugt eine waschaktive Substanzen enthaltende flüssige Waschkomponente, wobei
sich die Bleichkomponente dadurch auszeichnet, dass sie (i) als Bleichmittel eine
organische Persäure enthält, insbesondere Phthalimido-peroxohexansäure (PAP), sowie
(ii) ein Sulfosuccinat, und gegebenenfalls ein Phosphonat. Weitere Ausführungsformen
sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
[0008] Vorzugsweise liegt die organische Persäure mindestens teilweise ungelöst in Form
kleiner Teilchen mit Teilchengrössen von 95 % kleiner 50 µm vor. Speziell bevorzugt
liegt die Teilchengrösse von ca. 90 % der Teilchen im Bereich von 5 bis 10 µm. Durch
die Verwendung kleiner Teilchen mit möglichst homogener Grössenverteilung wird einerseits
deren rasche Auflösung während des Waschvorgangs gewährleistet, andererseits trägt
die homogene Grössenverteilung zur Stabilisierung der Grösse und Morphologie der Kristalle
bei.
[0009] Eine zusätzlich stabilisierende Wirkung wird erzielt, wenn der Suspension ein Sulfosuccinat
beigegeben wird. Es wird - ohne an diese Theorie in irgendeiner Form gebunden sein
zu wollen - angenommen, dass die Wirkung dieser spezifischen Tensidklasse darauf beruht,
dass sie sich an die Oberfläche der suspendierten Teilchen anlagert und damit einerseits
ebenfalls deren Grösse stabilisiert, andererseits zu einer gegenseitigen Abstossung
der Teilchen führt und damit Agglomeratbildung verhindert.
[0010] Bevorzugte Sulfosuccinate sind Sulfosuccinate, wie Laureth-sulfosuccinate, di-2-Ethylhexyl-sulfosuccinat,
di-iso-Decyl-sulfosuccinat, di-iso-Octyl-sulfosuccinat, Sulfosuccinate aus Fettsäurealkanolaminen
und Mischungen solcher Succinate, insbesondere Laureth-sulfosuccinate, speziell bevorzugt
Laureth-3-sulfosuccinat. Bevorzugte Sulfosuccinate sind die (di-)NatriumSalze.
[0011] Der positive Einfluss auf das Teilchenwachstum, resp. die Verhinderung eines solchen
Wachstums, zeigt sich besonders schön, wenn eine erfindungsgemässe Zusammensetzung
einem Temperatur-Schaukeltest ausgesetzt wird. Bereits bei Maximaltemperaturen von
40°C, wie sie im Sommer mühelos erreicht werden, zeigt sich ein markanter Stabilitätsgewinn.
[0012] Einen zusätzlichen stabilisierenden Gewinn sowie eine Verbesserung der Waschleistung
erhält man, wenn zusätzlich zum Sulfosuccinat ein Phosphonat beigemischt wird, insbesondere
Hydroxyethyl-di-phosphonat (HEDP). Dieses dient als Komplexbildner für Schwermetalliönen,
welche die Persäure katalytisch zersetzen können, aber auch für die Härtebildner Ca
2+, Mg
2+.
[0013] Zusätzlich kann die Bleichkomponente ein Verdickungsmittel enthalten, z.B. ein Verdickungsmittel
ausgewählt aus der Gruppe der Hydrocolloide wie Xanthan oder lösliche Cellulosederivate
und Mischungen derselben.
[0014] Die Peroxosäure wird (bezogen auf das Gesamtgewicht der Bleichkomponente) üblicherweise
in Mengen von 1-17 Gew.-%, vorzugsweise von 2-7 Gew.-%, speziell bevorzugt von 3-6
Gew.-% eingesetzt, und das Sulfosuccinat üblicherweise in Mengen von 0.1 bis 5 Gew.-%,
vorzugsweise 0.25 bis 3 Gew.-%, insbesondere von 0.5 bis 2 Gew.-%. Übliche Mengen
an Phosphonat sind von 0.1 bis 2.5 Gew.-%, vorzugsweise 0.3 bis 2 Gew.-% insbesondere
von 0.5 bis 1.5 Gew.-%. Das Verdickungsmittel wird in solchen Mengen eingesetzt, dass,
gemessen bei 25°C mit einem Brookfield-Viskosimeter mit zylindrischer Spindel, eine
Viskosität im Bereich von 300-1500 mPas, bevorzugt 600-1000 mPas resultiert.
[0015] Der pH-Wert der Bleichkomponente beträgt üblicherweise 1.5 bis 6.5, insbesondere
2.5 bis 4.5.
[0016] Neben Wasser als üblichem "Lösungsmittel" resp. flüssigem Träger kann die Bleichkomponente
auch weitere Lösungsmittel resp. flüssige Träger enthalten, z.B. das bevorzugte Propylenglykol.
Übliche Wassergehalte liegen im Bereich von 50 bis 95 Gew.-% und übliche Propylenglykolmengen
im Bereich von 0 bis 10 Gew.-%.
[0017] Daneben kann die Bleichkomponente weitere Stoffe enthalten, wie weitere Tenside,
z.B. Na-Alkansulfonat, Aminoxid, Alkylpolyglycosid, Fettalkoholethoxylat und Mischungen
derselben.
[0018] Eine Bleichkomponente mit dieser Zusammensetzung eignet sich für die Verwendung in
Kombination mit einer beliebigen Waschkomponente, z.B. im Verhältnis 1:1 bis 1:4 (Bleichkomponente:Waschkomponente).
[0019] Eine solche Bleichkomponente ist aber auch hervorragend geeignet für den Einsatz
zusammen mit einer speziellen, besonders für tiefe Waschtemperatur geeigneten Waschkomponente.
[0020] Diese enthält neben Enzymen und - üblicherweise - anionischen Tensiden, eine spezielle
Kombination nicht-ionischer Tenside, nämlich eine Kombination aus mindestens einer
mit Polyethylenglykol veresterten Fettsäure und mindestens einem mit Polyethylenglykol
veretherten (ethoxylierten) Fettalkohol. Die Anzahl Ethylenoxid-Gruppen im Fettsäureester
beträgt üblicherweise 5 bis 15, bevorzugt 8 bis 12. Die Anzahl Ethylenoxid-Gruppen
im veretherten Fettalkohl beträgt üblicherweise 3 bis 15, bevorzugt 5 bis 9.
[0021] Überraschenderweise wurde gefunden, dass sich durch den Einsatz dieses Systems ein
hoher Anteil an nichtionischen Tensiden erzielen lässt, ohne dass die Waschkomponente
beim Einbringen in kaltes Wasser geliert und dadurch die Waschwirkung vermindert wird.
Das Verhältnis von Fettsäureester zu ethoxyliertem Fettalkohol beträgt üblicherweise
von 1:1 bis 1:4, insbesondere 1:1 bis 1:3, und das Tensidsystem wird üblicherweise
in Mengen von 5 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise von 15 bis 60 Gew.-%, insbesondere von
20 bis 55 Gew.-% bezogen auf die Waschkomponente eingesetzt.
[0022] Neben diesem speziellen Tensidsystem können weitere nichtionische und/oder ionische
und/oder amphotere Tenside vorhanden sein. Bevorzugte Vertreter sind nachstehend aufgeführt.
[0023] Anionische Tenside sind beispielsweise Alkansulfonate, Fettalkylethersulfate, Alkylbenzolsulfonate,
Cumolsulfonat, Olefinsulfonate, Fettalkoholsulfonate und Mischungen derselben, insbesondere
Alkansulfonate, Fettalkylethersulfate, Alkylbenzolsulfonate, Cumolsulfonat und Mischungen
derselben.
[0024] Nichtionische Tenside sind beispielsweise Fettalkoholethoxylat, Fettsäurepolyglykolester,
Sorbitanester, Alkylpolyglycosid, Aminoxid und Mischungen derselben, vorzugsweise
Fettalkoholethoxylat und/oder Fettsäurepolyglykolester.
[0025] Amphotere Tenside sind beispielsweise ampholytische Tenside und Betaine.
[0026] Die anionischen Tenside werden üblicherweise in Mengen im Bereich von 5 bis 40 Gew.%,
vorzugsweise 5 bis 30 Gew.% und insbesondere 10 bis 15 Gew. % bezogen auf das Gewicht
der Gesamtkomponente eingesetzt, die neben dem erfindungsgemässen Tensidsystem allenfalls
noch zusätzlich vorhandenen weiteren nichtionischen Tenside werden üblicherweise in
Mengen im Bereich von 0 bis 20 Gew.-% eingesetzt und die amphoteren Tenside im Bereich
von 1 bis 20 Gew.-%.
[0027] Als Enzyme kommen in dieser Waschkomponente alle herkömmlichen Enzyme wie Proteasen,
Amylasen, Lipasen, Cellulasen, Glycosidasen, beispielsweise Mannanasen und Glucosidasen,
in Frage. Diese werden üblicherweise in Mengen bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponente
von 1 bis 10 Gew.-% übliche flüssige Handelsware, insbesondere von 2.5 bis 5 Gew.-%
eingesetzt.
[0028] Die Waschkomponente kann Seifen enthalten muss aber nicht. Geeignete Seifen sind
beispielsweise Natrium- und Kaliumseifen. Diese werden üblicherweise in Mengen bezogen
auf das Gesamtgewicht der Komponente von 0 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 5
Gew.-% eingesetzt.
[0029] Weitere Stoffe, die in der Waschkomponente enthalten sind, sind Lösungsmittel, wie
Glykole, Polyglykole, Alkohole und Wasser sowie Mischungen derselben, daneben vorzugsweise
auch Entschäumer, beispielsweise handelsübliche Silikonentschäumer. Ebenfalls enthalten
sein können Phosphonate und kationische Tenside sowie Stoffe ausgewählt aus der Gruppe
umfassend organische und anorganische Basen, optische Aufheller, Parfümöle, Farbstoffe,
Konservierungsmittel, Trübungsmittel und Verdickungsmittel. Alle diese Stoffe sind
handelsüblich und können in der entsprechenden Qualität eingesetzt werden.
[0030] Lösungsmittel, wie Glykole, Polyglykole und Alkohole, werden üblicherweise in Gesamtmengen
bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponente von 0 bis 40 Gew.-%, insbesondere von
5 bis 30 Gew.-% eingesetzt, und Wasser in Mengen von 5 bis 60 Gew.-%, insbesondere
in Mengen von 10 bis 45 Gew.-%. Übliche Mengen an Entschäumer sind 0 bis 3 Gew.-%,
insbesondere 0 bis 1.5 Gew.-% und von Phosphonaten 0 bis 1.5 Gew.-%, insbesondere
0 bis 0.75 Gew.-%. Kationische Tenside werden in Mengen von 0 bis 5 Gew.-%, insbesondere
von 0 bis 0.5 Gew.-% eingesetzt. Weitere Stoffe aus der Gruppe umfassend Basen, optische
Aufheller, Parfümöle, Farbstoffe, Konservierungsmittel und Trübungsmittel sind üblicherweise
in Gesamtmengen von bis zu maximal etwa 1 Gew.-% vorhanden. Ein Verdickungsmittel,
z.B. ein Polyacrylat, kann eingesetzt werden, um die Viskosität der Waschkomponente
einzustellen. Ein Verdickungsmittel ist üblicherweise in Mengen von 0 bis 5 Gew.-%,
vorzugsweise in Mengen von 0.5 bis 1.5 Gew.-%, vorhanden.
[0031] Die Waschkomponente hat üblicherweise einen pH-Wert von 3 bis 11, vorzugsweise von
6 bis 9.
[0032] Die erfindungsgemäss bevorzugte Waschkomponente ist bereits bei Temperaturen von
20-30°C sehr waschaktiv und dies auch im Öko- oder Kurzprogramm. Zusammen mit der
erfindungsgemässen Bleichkomponente ergibt sie auch nach monatelanger Lagerung noch
ein hervorragendes Waschergebnis.
[0033] Die Bleichkomponente kann durch einfaches Vermischen der Inhaltstoffe in den gewünschten
Mengen hergestellt werden, wobei man beim Einsatz eines Verdickungsmittels, wie Xanthan,
dieses in Wasser vorquellen lässt, worauf die restlichen Inhaltsstoffe in beliebiger
Reihenfolge zugegeben werden. Die Herstellung der Waschkomponente ist unkritisch;
sie kann durch einfaches Vermischen der Inhaltstoffe in den gewünschten Mengen hergestellt
werden.
[0034] Das erfindungsgemässe flüssige Waschmittel kann in getrennten Behältern, z.B. als
Kit, abgepackt werden, vorzugsweise aber in portionierten Zweikammerbehältern, z.B.
Beuteln, die sich in der Waschmaschine rückstandsfrei auflösen oder in einem Applikator
zur Anwendung kommen können, in welchem die Hülle z.B. durchstossen wird, oder in
aufreissbaren 2-Kammerbehältern oder aber - speziell bevorzugt - in 2- oder Mehr-Kammer-Flaschen.
Geeignete Behälter sind bekannt (siehe
WO 2004/053042, insbesondere S. 3, 3. Abs. bis S. 5 Mitte).
[0035] Die Erfindung wird in der Folge anhand einiger Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1:
[0036] Durch einfaches Vermischen der in der nachfolgenden Tabelle 1 angegebenen Inhaltsstoffe
in den angegebenen Mengen in Gewichtsprozent wurden die Bleichkomponenten B1 bis B7
hergestellt, wobei das Xanthan in Wasser vorgequollen wurde, worauf die anderen Inhaltsstoffe
zugegeben wurden.
Tabelle 1:
| |
B1 |
B2 |
B3 |
B4 |
B5 |
B6 |
B7 |
| PAP-Suspension (Gew.-% bezogen auf 17%ige Handelsware)* |
6 |
12 |
18 |
24 |
29 |
35 |
41 |
| Dinatrium Laureth-3 Sulfosuccinat |
0.5 |
0.6 |
2 |
0.5 |
1 |
3 |
0.1 |
| Aminoxid |
0.2 |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
0.3 |
| Alkylpolyglycosid |
-- |
0.4 |
0.5 |
-- |
-- |
0.5 |
-- |
| Fettalkoholethoxylat 3-8 EO |
1 |
0.5 |
-- |
0.5 |
-- |
-- |
1 |
| Hydroxyethyl-di-phosphonat |
0.4 |
0.6 |
0.6 |
0.8 |
0.6 |
0.8 |
1 |
| Xanthan |
0.1 |
0.2 |
0.3 |
0.3 |
0.3 |
0.4 |
-- |
| Propylenglykol |
4 |
3 |
3 |
3 |
3 |
5 |
6 |
| Wasser |
87.8 |
82.7 |
75.6 |
70.9 |
66.1 |
55.3 |
50.6 |
| * Produkt Eureco von Solvay, optimiert hinsichtlich Teilchengrössenverteilung |
Beispiel 2:
[0037] Waschkomponenten, die für den Einsatz zusammen mit der erfindungsgemässen Bleichkomponente
geeignet sind, können durch einfaches Vermischen der Inhaltsstoffe in den gewünschten
Mengen hergestellt werden. Beispiele für Zusammensetzungen geeigneter (T7) und bevorzugter
(T1-T6) Waschkomponenten sind in der nachfolgenden Tabelle 2 angegebenen.
Tabelle 2:
| |
T1 |
T2 |
T3 |
T4 |
T5 |
T6 |
T7 |
| Alkylbenzolsulfonat |
15 |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
| Na-Alkansulfonat |
-- |
15 |
10 |
7 |
8 |
-- |
30 |
| Fettalkylethersulfat 2-3 EO |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
-- |
5 |
| Fettalkoholethoxylate 6-7 EO |
20 |
20 |
22 |
20 |
25 |
25 |
-- |
| Fettsäurepolyglycolester 10 EO |
5 |
8 |
12 |
15 |
18 |
25 |
-- |
| Betain |
-- |
4 |
1 |
1 |
5 |
5 |
-- |
| Na/K-Cumolsulfonat |
-- |
-- |
2.4 |
2.6 |
2 |
-- |
4 |
| Enzyme (Protease, Amylase, Lipase, Cellulase und Mannanase als übliche Handelsware) |
3.5 |
3 |
4 |
4 |
3 |
4 |
3 |
| Seife |
15 |
6 |
3 |
-- |
-- |
5 |
6 |
| Wacker S167 Silikon Antischaummittel |
-- |
-- |
-- |
0.5 |
0.5 |
-- |
-- |
| Alkylhydroxyethyl-dimethyl-ammoniumchlorid |
-- |
-- |
-- |
-- |
0.02 |
-- |
-- |
| Propylenglykol |
25 |
9 |
5 |
5 |
25 |
20 |
6 |
| Na-Salz der Dietylentriamin-pentamethylenphosphonsäure |
0.2 |
0.2 |
-- |
0.4 |
0.4 |
0.4 |
0.4 |
| Alkohol |
1 |
2.5 |
-- |
-- |
2 |
3 |
3 |
| optischer Aufheller, Parfümöle, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Trübungsmittel als
übliche Handelsware |
1 |
0.5 |
1 |
1 |
1 |
0.5 |
1 |
| entmineralisiertes Wasser |
14.3 |
31.8 |
39.6 |
43.5 |
10.08 |
12.1 |
41.6 |
Beispiel 3: Lagerversuche der Bleichkomponente
[0038] Die Bleichkomponenten wurden einem Temperatur-Schaukeltest unterzogen. Je 500 ml
der Bleichkomponenten wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten in einem Klimaschrank
gelagert, der alle 12 Stunden seine Temperatur von 4°C auf 40°C und umgekehrt ändert.
Während des Zeitraums wurden die Proben optisch beurteilt und am Ende wurde zusätzlich
der Gehalt an PAP bestimmt.
[0039] Verglichen wurde die spezielle Bleichkomponente B5 mit einer herkömmlichen Bleichkomponente
folgender Zusammensetzung (Angaben in Gew.-%):
29 Gew.-% PAP-Suspension (17%ige Handelsware), 0.6 Gew.-% Hydroxyethyl-di-phosphonat,
0.3 Gew.-% Xanthan, 3 Gew.-% Propylenglykol und 67.1 Gew.-% Wasser
[0040] Die Resultate mit Bleichkomponente B5 und dem oben beschriebenen herkömmlichen Bleichmittel
sind Tabelle 3 zu entnehmen.
Tabelle 3:
| |
Bleichkomponente B5 |
herkömmliche Bleichkomponente |
| nach 1 Monat |
die Suspension ist stabil |
Auftrennung von 1 mm an der Oberfläche |
| nach 2 Monaten |
die Suspension ist stabil |
Auftrennung von 5 mm an der Oberfläche, grössere Kristalle haben sich am Boden abgesetzt |
| nach 3 Monaten |
die Suspension ist stabil |
die Suspension ist zusammengebrochen |
| Stabilität des PAP nach 3 Monaten (Angaben in Gew.-%) |
0% abgebaut |
12% abgebaut |
Beispiel 4: Waschversuche in der Waschmaschine
[0041] Die Versuche wurden in einer Miele Waschmaschine (Novotronic W300-75CH) mit dem 30°C-Temperatur-Kurzprogramm
(Hauptwäsche und Stufenschleudern) unter Verwendung von 4kg Ballaststoff und 2 Stück
WFK-Schmutzballastgewebe durchgeführt. Die Waschwirkung wurde als Remissionszunahme,
an den Testanschmutzungen Pigment/Hautfett, Russ/Mineralöl, gebrauchtes Motorenöl,
gealtertes Eigelb und Stärke/Pigment auf WFK-Baumwolle, gemessen. Es wurden jeweils
75 ml der Waschkomponente pro Waschgang eingesetzt.
[0042] Verglichen wurden die spezielle Waschkomponente T4 mit einer herkömmlichen Waschkomponente
folgender Zusammensetzung (Angaben in Gew.-%):
[0043] 7 Gew.-% Na-Alkansulfonat, 35 Gew.-% Lutensol A07 (übliches nichtionisches Tensid),
1 Gew.-% Betain, 2.6 Gew.-% Na/K-Cumolsulfonat, 4 Gew.-% Enzyme, 0.5 Gew.-% Wacker
S167 Silikon Antischaummittel, 5 Gew.-% Propylenglykol, 0.4 Gew.-% Na-Salz der Dietylentriaminpentamethylenphosphonsäure
sowie insgesamt max. 1 Gew.-% weitere Inhaltsstoffe, nämlich optischer Aufheller,
Parfümöle, Farbstoffe, Konservierungsmittel und Trübungsmittel (alles Handeslware),
entmineralisiertes Wasser auf 100 Gew.-%.
[0044] Die Resultate sind in der Tabelle 4 aufgeführt.
Tabelle 4:
| Schmutz |
Waschkomponente T4 |
herkömmliche Waschkomponente |
| Pigment/Hautfett |
67 |
63 |
| Russ/Mineralöl |
41 |
36 |
| gebrauchtes Motorenöl |
57 |
51 |
| gealtertes Eigelb |
76 |
74 |
| Stärke/Pigment |
46 |
43 |
1. Flüssige Waschmittelzusammensetzung bestehend aus mindestens zwei flüssigen Teilzusammensetzungen,
wovon mindestens eine flüssige Teilzusammensetzung eine Bleichkomponente enthaltend
eine suspendierte organische Peroxosäure ist und wovon mindestens eine weitere flüssige
Teilzusammensetzung eine Waschkomponente enthaltend mindestens ein Enzym ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente zudem mindestens ein Sulfosuccinat enthält.
2. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sulfosuccinat ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Laurethsulfosuccinaten,
di-2-Ethylhexyl-sulfosuccinat, di-iso-Decyl-sulfosuccinat, di-iso-Octyl-sulfosuccinat,
Sulfosuccinaten aus Fettsäurealkanolaminen und Mischungen solcher Succinate, insbesondere
Laureth-sulfosuccinate, speziell bevorzugt di-Natrium-Laureth-3-sulfosuccinat.
3. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente zusätzlich mindestens ein und bevorzugt ein Phosphonat enthält.
4. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Phosphonat Hydroxyethylen-di-phosphonat (HEDP) ist.
5. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Phosphonat in Mengen von 0.1 bis 2.5 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0.3 bis
2 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0.5 bis 1.5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der Komponente vorliegt.
6. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Peroxosäure Phthalimido-peroxohexansäure (PAP) ist.
7. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Peroxosäure in Form von Teilchen mit einer Teilchengrösse von 95 % < 50 µm vorliegt,
wobei vorzugsweise 90 % der Teilchen Grössen zwischen 5 und 10 µm aufweisen.
8. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponente 1-17 Gew.-% organische
Persäure enthält, vorzugsweise 2-7 Gew.-% insbesondere 3-6 Gew.-%.
9. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente 0.1-5 Gew.-% Sulfosuccinat bezogen auf das Gesamtgewicht der
Komponente enthält, vorzugsweise 0.25-3 Gew.-%, insbesondere von 0.5-2 Gew.-%.
10. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente ein Verdickungsmittel umfasst, insbesondere ein Verdickungsmittel
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hydrocolloiden, wie Xanthan oder wasserlöslichen
Celluloseethern und Mischungen derselben.
11. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdickungsmittel in solchen Mengen zugegeben wird, dass die Viskosität der Bleichkomponente
(gemessen bei 25°C) im Bereich von 300-1500 mPas, bevorzugt im Bereich von 600-1000
mPas liegt.
12. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Bleichkomponente im Bereich von 1.5 bis 6.5 liegt, insbesondere im
Bereich von 2.5 bis 4.5.
13. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichkomponente weitere Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Na-Alkylsulfonaten,
Aminoxiden, Alkylpolyglycosiden, Fettalkoholethoxylaten und Mischungen derselben enthält.
14. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Waschkomponente mindestens ein Enzym sowie nichtionische Tenside enthält, wobei
die nichtionischen Tenside ausgewählt sind aus mindestens einer mit Polyethylenglykol
veresterten Fettsäure, wobei das Polyethylenglykol 5-15 Ethoxygruppen und insbesondere
8-12 Etoxygruppen aufweist, und mindestens einem mit Polyethylenglykol veretherten
(ethoxylierten) Fettalkohol, wobei das Polyethylenglykol 3-15 Ethoxygruppen und insbesondere
5-9 Ethoxygruppen aufweist.
15. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Fettsäureester zu ethoxyliertem Fettalkohol von 1:1 bis 1:4, insbesondere
1:1 bis 1:3 beträgt.
16. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschkomponente als Lösungsmittel Lösungsmittel ausgewählt aus der Gruppe umfassend
Glykole, Polyglykole, Alkohole, Wasser und Mischungen derselben enthält.
17. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschkomponente zusätzlich mindestens einen Stoff ausgewählt aus der Gruppe umfassend
weitere anionische und/oder nichtionische und/oder amphotere Tenside, Seife, Entschäumer,
Basen, Phosphonate, kationische Tenside, Parfümöle, Farbstoffe, optische Aufheller,
Konservierungsmittel, Trübungsmittel und Verdickungsmittel enthält.
18. Flüssige Waschmittelzusammensetzung gemäss irgendeinem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschkomponente einen pH-Wert von 3 bis 11, vorzugsweise von 6 bis 9 aufweist.