[0001] Die Erfindung betrifft ein Verschlußelement für Durchgangsöffnungen zu Kühlräumen,
insbesondere zu begehbaren Tiefkühl-, Kühl- oder Frischhaltezellen aber auch zu Klimaräumen
gemäß Oberbegriff des unabhänigen Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Verschlußelemente sind bspw. nach dem
DE-A-20303558 U1 bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Kühlraumtür mit einem Türblatt, welches
mindestens eine kältedämmende Isolierschicht umfaßt, wobei das Türblatt zusätzlich
mindestens eine feuerhemmende Isolierschicht aufweist. Bei diesem Türblatt ist konkret
und in Parallele zu einer Brandschutztür gemäß
DE-A-3047029 ein Schichtaufbau vorgesehen, der für seine Herstellung entsprechend angepaßter Zuschnitte
sowohl der kältedämmenden als auch der feuerhemmenden Schichtmaterialien bedarf, wobei
noch besondere Maßnahmen zu treffen sind, um die Halteelemente, nämlich Scharnier-
oder Hängebänder(bei Schiebetüren) ausreichend fest bzw. belastbar in den Schichtaufbau
einbinden zu können, d.h., es handelt sich bei den Brandschutztüren nach den beiden
oben genannten Druckschriften um spezielle konstruktive Gestaltungen solcher Türen,
die insoweit einer dem Schichtaufbau folgenden Anfertigung bzw. einer von Grund auf
Neufertigung bedürfen. Gleiches gilt auch für Verschlüsse bzw. Türen nach folgenden
Druckschriften:
DE-A-20009779 U1,
DE-A-10226723 A1 und
DE-A-43 29 009 A1. Einen Sonderfall stellt die
EP-A-1154117 A2 dar, die ein Verfahren zur Herstellung einer Türkonstruktion und diese selbst
betrifft, und zwar einen Sonderfall insofern, als hiernach eine für Schiffskühlräume
vorgesehene Doppeltür durch nur ein Türblatt ersetzt werden soll, das eine wärmeisolierende
Füllungsschicht aufweist, eingebunden zwischen Deckblechen aus Sonderedelstahllegierungen,
die durch Ausbildung dünner Chromdioxydschichten dem Korrosionsschutz dienen sollen.
[0003] Ausgehend von einer Kühlraumtür nach der einleitend genannten
DE-A-20303558 U1, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Bauweise eines Verschlußelementes
bzw. eines Türblattes für Kühlräume, wo also mit Schwitzwasserbildung zu rechnen ist,
wesentlich zu vereinfachen und damit hinsichtlich der Beschaffungskosten und des Herstellungsaufwandes
trastisch zu reduzieren, verbunden mit der insoweit selbstverständlichen Maßgabe,
dabei sowohl den Brandschutz- als auch den Wärmedämmerfordernissen zu genügen.
[0004] Gelöst ist diese Aufgabe mit einem Verschlußelemente der eingangs genannten Art nach
der Erfindung durch die im Kennzeichen des unabhängigen Patentanspruches 1 angeführten
Merkmale.
Mit anderen Worten besteht die erfindungsgemäße Lösung darin, daß die feuerhemmenden
Elemente einer solchen Tür aus einem handelserhältlichen, serienmäßig hergestellten,
vorzugsweise zunächst beschlagsfreien Brandschutztürblatt gebildet und dieses mindestens
auf einer seiner Großflächen mit den wärmedämmenden Elementen belegt ist, d.h., das
Brandschutztürblatt bildet den eigentlichen Träger für die wärmedämmenden Elemente,
die an diesem anzubringen sind.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den abhängigen Patentansprüchen.
[0006] Der Hersteller von Verschlußelementen für Kühlräume bzw. von aus vorgefertigten Wandbauelementen
erstellbaren Kühlzellen ist damit dem Aufwand enthoben, ein gleichermaßen sowohl der
Feuer- als auch der Wärmedämmung genügendes Verschlußelement von Grund auf neu zu
erstellen, d.h., einschlielich Einzelteilfertigung und deren Zusammenfügung, da hierbei
erfindungsgemäß von einer zugekauften, in der Regel in weitaus größeren Stückzahlen
seriengefertigten, damit kostengünstigen und per se der Feuerdämmung genügenden Brandschutztürblatt
ausgegangen ist, an dem ebenfalls erfindungsgemäß vorteilhaft nur noch durch Aufbringung
einer mindestens einseitig, d.h., vorzugsweise innenseitig anzubringenden Wärmeisolation
dafür zu sorgen ist, daß, bedingt durch die Temperaturdifferenz zwischen Kühlraum
und Außenumgebung, kein Feuchtigkeitsniederschlag am Türblatt erfolgen kann, welcher
Forderung eine herkömmliche Brandschutztür einfacher Bauart in der Regel allein nicht
genügt.
[0007] Was dabei die vorerwähnte und vorzugsweise Maßgabe der "Beschlagsfreiheit" betrifft,
so ist darunter das "nackte" Brandschutztürblatt zu verstehen, also eine Brandschutztürblatt
ohne Scharnier- oder Aufhängebeschläge und ohne Schloß- und Klinkenelemente, da in
der Regel Kühlraumverschlüsse spezielle Beschläge dieser Art verlangen, die nachträglich
anzubringen sind.
Vorteilhaften Weiterbildungen bestehen in Folgendem:
[0008] Je nach Art der Durchgangsöffnung, d.h., je nachdem, ob das Verschlußelement schwenkend
oder schiebend zu betätigen ist, ist das zuzukaufende handelserhältliche und serienmäßig
hergestellte Brandschutztürblatt nach Vorgabe bzw. nach Bestellung mit Scharnier-
oder Hängebeschlägen versehen.
[0009] Was die an der Brandschutztür anzubringenden wärmedämmenden Elemente betrifft, so
sind diese als dem Format der Brandschutztür angepaßte, vorgefertigte und mindestens
einteilig formatierte Paneele ausgebildet, die außerdem von vornherein mit einer Außenhaut
bspw. aus dünnem Blech oder gegf. auch aus Kunststoff verschalt sind.
[0010] Abgesehen davon, daß es sich bei den wärmedämmenden Elementen bzw. Paneelen auch
um bspw. mit PU ausgeschäumte Elemente handeln kann, sind diese vorzugsweise und vorteilhaft
als Vakuumpaneele ausgebildet, d.h. in konkreter Ausführungsform, in der flach-kastenförmigen
Außenhaut ist eine entsprechend formatierte Vakuumplatte bekannter Art in geeigneter
Weise fixiert angeordnet.
Ferner sind die Paneele durch Verschraubung, Vernietung, Verschweißung oder vorzugsweise
durch Verklebung mit der Innen- und/oder Außenfläche der Brandschutztür verbunden.
[0011] Da Verschlußelemente für Kühlräume in der Regel mit besonderen Verriegelungen ausgestattet
sind, ist diesen, um sie anbringen zu können, dadurch Rechnung getragen, daß die vorgefertigten,
zur Wärmedämmung bestimmten Paneele im Zugriffsbereich der Brandschutztür mit einer
formangepaßten Ausnehmung zur Aufnahme solcher speziellen Kühlraum-Griffbeschläge
versehen sind. Außerdem sind vorteilhaft im Bereich der Ausnehmung im Paneel Heizelemente
installiert, die vorzugsweise sensorgesteuert dafür sorgen, daß es nicht zu Gefrierblockaden
in diesem Bereich kommen kann.
[0012] Die entsprechende Gestaltung der Ränder der Durchgangsöffnung bzw. eines Zargenrahmens
für das erfindungsgemäße Verschlußelement bedarf keiner näheren Erläuterung, zumal
dafür vielfache und hinlänglich bekannte Möglichkeiten bestehen, und zwar auch hinsichtlich
gleichermaßen einer kombinierten Feuer- und Wärmedämmung einschließlich einer Vorsorge
dafür, daß die Öffnungsdichtung, egal ob am Türblatt oder am Öffnungs- bzw. Zargenrand
befindlich, durch Anfrieren nicht beeinträchtigt werden kann.
[0013] Das erfindungsgemäße Verschlußelement wird nachfolgend anhand der zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt schematisch
[0014]
- Fig.1
- in Ansicht die Brandschutztür als Teil des neuartigen Verschlußelementes;
- Fig.2
- einen vergrößerten Schnitt durch den Anschlußbereich des Verschlußelementes zum Rand
der Zugangsöffnung;
- Fig.3
- einen Querschnitt durch das gesamte Verschlußelement und
- Fig.4
- in Ansicht das an der Brandschutztür gemäß Fig.1 anzubringende Wärmedämmelement.
[0015] Das Verschlußelement für Durchgangsöffnungen Z zu Kühlräumen, insbesondere aber zu
begehbaren Tiefkühl-, Kühl- oder Frischhaltezellen, besteht nach wie vor aus einem
der Durchgangsöffnung Z schwenkbar oder verschieblich zugeordneten Türblatt 1, das
sandwichartig aus einem Schichtaufbau aus feuerhemmenden Elementen 2 und wärmedämmenden
Elementen 3 gebildet ist, wobei unter Verweis auf Fig.3 nunmehr erfindungsgemäß wesentlich
ist, daß die feuerhemmenden Elemente 2 aus einer handelserhältlichen, serienmäßig
hergestellten Brandschutztür 2' gebildet und diese mindestens auf einer ihrer Großflächen
F mit den wärmedämmenden Elementen 3 belegt ist. Wie in den Fig.2,3 verdeutlicht,
erfolgt diese Anbringung der Elemente 3 vorzugsweise innenseitig, d.h., zum Kühlraum
hin.
[0016] Je nachdem, ob ein solches Verschlußelement als Schwenk- oder als Schiebetür Verwendung
finden soll, ist die handelserhältliche und serienmäßig hergestellte Brandschutztür
2' mit Scharnier- oder Hängebeschlägen 4 zu versehen. Die Hängebeschläge 4 sind in
Fig.1 nur gestrichelt angedeutet. Sofern die Scharnier- oder Hängebeschläge von besonderer
Art sein sollten, wird die gewünschte Art dieser Beschläge 4 und deren Anbringung
am Türblatt bei Bestellung vorgegeben oder gegf. sogar unter Beistellung spezieller
Scharnier- oder Hängebänder zusammen mit dem Lieferauftrag beim Hersteller der Brandschutztüren
in Auftrag gegeben, oder der Weiterverarbeiter bzw. Kühlzellenhersteller bringt die
Beschläge selbst an den ohne Bänder zugelieferten und insoweit "nackten" Brandschutztürblättern
an, was auch für erforderlichen Schließ- und Klinkenbeschläge gilt.
[0017] Die wärmedämmenden Elemente 3 sind als dem Format der Brandschutztür 2' angepaßte,
vorgefertigte und mindestens einteilig formatierte Paneele 3' ausgebildet, von denen
eines der Vollständigkeit halber in Fig.4 separat in Ansicht dargestellt ist.
Diese vom Weiterverarbeiter der zugelieferten Brandschutztür vorgefertigten Paneele
3' sind mit einer Außenhaut 5 aus dünnem Blech oder Kunststoff verschalt, wie dies
in den Fig.2,3 verdeutlicht ist, und werden dann in geeigneter Weise einfach durch
Verschraubung, Vernietung, Verschweißung oder vorzugsweise Verklebung mit der Innen-
und/oder Außenfläche F der zugelieferten Brandschutztür 2' verbunden, wofür die Außenhaut
5 bspw. mit abgekröpften Anschlußrändern 5' versehen sein kann.
[0018] Abgesehen davon, daß die Paneele 3' bzw. deren Außenhäute 5 zur Wärmedämmung bspw.
auch mit PU (links in Fig.3 gepunktet angedeutet) ausgeschäumt oder mit sonst geeignetem
Dämmaterial ausgefüllt sein können, ist es auch möglich, den Innen- bzw. Hohlraum
der Außenhäute 5 mit ebenfalls handelserhältlichen, so genannten Vakuumplatten 10
(rechts in Fig.3 gestrichelt angedeutet) auszulegen, was bevorzugt wird, da solche
Vakuumdämmelemente weniger Raum als bspw. PU-Schaum oder sonstig geeignetes Dämmmaterial
beanspruchen.
[0019] Da solche Verschlüsse für Kalträume in der Regel mit besonderen Griff- und Verriegelungsbeschlägen
ausgestattet sind, die hier keiner besonderen Erläuterung bedürfen, können die vorgefertigten
Paneele 3' im Zugriffsbereich der Brandschutztür 2' mit einer jeweils formangepaßten
Ausnehmung 6 zur Aufnahme von solchen speziellen Kühlraum-Griffbeschlägen versehen
sein, wobei im Bereich einer solchen Ausnehmung 6 im Paneel 3' geeinete, gegf. sensorgeregelte
Heizelemente 7 installiert sind, die im übrigen auch längs der Rundumdichtung 8 in
der zugehörigen Zarke 9 bzw. den Rändern der Durchgangsöffnung Z angeordnet werden
können, wie dies in Fig. 2 mit angedeutet ist.
[0020] Sofern normale Griffbeschläge, d.h., Türklinkengarnituren mit Verblendungsschalen
wie in Fig.1 mit dargestellt, verwendet werden sollen, sind die Ausnehmungen 6 an
den Paneelen nur so zu bemessen bzw. nur so zu gestalten, daß ein Zugriff zu normalen
Klinken gewährleistet ist, d.h., bei solchen Ausnehmungen kann es sich bspw. auch
um Griffmulden in der Aussenhaut 5 der Paneele 3' handeln.
[0021] Die in den Fig.2,3 dargestellte nur einseitige Anbringung der Paneele 3'ist nicht
verbindlich, d.h., die zugelieferte Brandschutztür kann auch beidseitig mit solchen
Paneelen 3' bestückt werden.
1. Verschlußelement für Durchgangsöffnungen zu Kühlräumen, insbesondere von Tiefkühl-,
Kühl- oder Frischhaltezellen, bestehend aus einem der Durchgangsöffnung (Z) schwenkbar
oder verschieblich zugeordneten Türblatt (1), das sandwichartig aus einem Schichtaufbau
aus feuerhemmenden Elementen (2) und wärmedämmenden Elementen (3) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die feuerhemmenden Elemente (2) aus einer handelserhältlichen, serienmäßig hergestellten
Brandschutztür (2') gebildet und diese mindestens auf einer ihrer Großflächen (F)
mit den wärmedämmenden Elementen (3) belegt ist.
2. Verschlußelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die handelserhältliche und serienmäßig hergestellte Brandschutztür (2') mit Scharnier-
oder Hängebeschlägen (4) versehen ist.
3. Verschlußelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die wärmedämmenden Elemente (3) als dem Format der Brandschutztür (2') angepaßte,
vorgefertigte und mindestens einteilig formatierte Paneele (3') ausgebildet sind.
4. Verschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorgefertigten Paneele (3') mit einer Außenhaut (5) aus dünnem Blech oder Kunststoff
verschalt sind.
5. Verschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Paneele (3') als Vakuumpaneele ausgebildet sind.
6. Verschlußelement nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Paneele (3') durch Verschraubung, Vernietung, Verschweißung oder vorzugsweise
Verklebung mit der Innen- und/oder Außenfläche (F) der Brandschutztür (2') verbunden
sind.
7. Verschlußelement nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorgefertigten Paneele (3') im Zugriffsbereich der Brandschutztür (2') mit einer
formangepaßten Ausnehmung (6) zur Aufnahme von speziellen Kühlraum-Griffbeschlägen
versehen sind.
8. Verschlußelement nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Ausnehmung (6) im Paneel (3') Heizelemente (7) installiert sind.