[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ermittlung eines Gewinnwertes, der
einer Symbolkombination zugeordnet ist, die matrixartig von einer Symbolspieleinrichtung
eines münzbetätigten Unterhaltungsautomaten angezeigt wird gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der
US 6,089,977 ist ein münzbetätigter Unterhaltungsautomat mit einer Symbolspieleinrichtung bekannt,
die matrixartig angeordnete Gewinnsymbole darstellt. Die Matrix zur Anzeige der Gewinnsymbole
umfaßt fünf Spalten und drei Zeilen. Wird ein vorgegebenes Gewinnsymbol mit der Symbolspieleinrichtung
dargestellt, wird nachfolgend seitens der Steuereinheit ein Jokersymbol ein jedes
Feld der Matrix einnehmen und jedes Mal wird geprüft, welcher Gewinnwert der nunmehr
dargestellten Symbolkombination zugeordnet ist. Von Nachteil ist dabei die strikte
Vorgabe der auszuwertenden Gewinnlinien, so daß eine Vielzahl von theoretisch möglichen
Gewinnkombinationen nicht zur Auswertung herangezogen werden. Dieses führt bei dem
Benutzer des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten zwangsläufig zu einer Spielermüdung,
da er zu der Erkenntnis kommt, daß die Symbolkombinationen gezielt so dargestellt
werden, daß das Gefühl eines Beinahegewinns gezielt herbeigeführt wird.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsbildenden Unterhaltungsautomaten derart
weiterzubilden, daß jede angezeigte Symbolkombination zur Gewinnauswertung verwendbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren weist den Vorteil auf, daß eine gewinnbringende Symbolkombination
nun nicht mehr nach einem vorgegebenen Gewinnlinienprinzip angeordnet sein muß. Vielmehr
wird bereits dann ein Gewinn gewährt, wenn in mindestens einer weiteren Spalte der
Symbolspieleinrichtung ein und dasselbe bzw. ein gleichwertiges Gewinnsymbol angezeigt
wird. In einer weitergehenden erfindungsgemäßen vorteilhaften Ausgestaltung können
besonders gekennzeichnete Symbole die Funktion eines Jokers übernehmen, so daß z.B.
in der ersten und dritten Spalte ein und dasselbe Gewinnsymbol bzw. ein gleichwertiges
Gewinnsymbol angeordnet ist und in der zweiten Spalte ein besonders gekennzeichnetes
Gewinnsymbol vorliegt, welches die benachbarten Gewinnsymbole substituiert, so daß
nunmehr ein Gewinn für drei gleichwertige Gewinnsymbole gewährt wird. Ein weitergehender
Vorteil liegt in dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Auswertung des der angezeigten
Gewinnsymbolkombination zugeordneten Gewinnwertes, daß nunmehr in Abhängigkeit des
Spieleinsatzes die Symbolkombinationen auch von rechts nach links ausgewertet werden
und gewährt werden.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der zeichnung dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1:
- einen münzbetätigten Unterhaltungsautomaten mit einer symboldarstellenden Anzeigevorrichtung,
- Figur 2:
- eine Symbolanzeigematrix mit Gewinnsymbolen, die von rechts nach links ausgewertet
werden,
- Figur 3:
- eine Gewinnsymbolanzeigevorrichtung mit Gewinnsymbolen, die gruppiert angeordnet sind,
- Figur 4:
- eine Gewinnsymbolanzeigematrix mit freier Gewinnsymbolanordnung und
- Figur 5:
- eine Gewinnsymbolanzeigematrix mit freier Gewinnsymbolanordnung.
[0008] Ein in der Figur 1 mit 1 bezeichneter münzbetätigter Unterhaltungsautomat umfaßt
eine Symbolspieleinrichtung 2, die als TV-Monitor oder Flachbildschirm ausgebildet
ist. Unterhalb der Symbolspieleinrichtung 2 sind auf einem pultartig ausgebildeten
zum Spieler geneigten frontseitigen Vorsprung 3 Bedienelemente 4 angeordnet, die mit
einer nicht näher dargestellten Steuereinheit des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten
1 in Verbindung stehen. Benachbart zu den Bedienelementen 4 ist eine Münzannahmeöffnung
5 vorgesehen. Oberhalb der Münzannahmeöffnung 5 benachbart zu der Symbolspieleinrichtung
2 befindet sich eine Vorrichtung 6 zur Entgegennahme von Banknoten. Unterhalb des
pultartigen Vorsprungs 3 ist eine Münzentnahmewanne 7 angeordnet. Der münzbetätigte
Unterhaltungsautomat 1 umfaßt eine nicht näher dargestellte Münzeinheit, der ein Münzsammelbehälter
mit einer Münzauszahleinrichtung zugeordnet ist. Ein Münzprüfer der Münzeinheit und
die Münzausgabeeinrichtung sind mit der Steuereinheit verbunden. Die Ablaufsteuerung
des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten 1 erfolgt mittels einer einen Mikrocomputer
umfassenden Steuereinheit, die den gesamten Spiel- und Funktionsablauf des münzbetätigten
Unterhaltungsautomaten 1 steuert. Bei einem Spieleinsatz aufweisenden Guthabenstand
werden von der Steuereinheit, die mit der Symbolspieleinrichtung 2 anzuzeigenden Gewinnsymbole
ermittelt. Die Gewinnsymbole werden mit einem TV-Monitor der Symbolspieleinrichtung
2 in einer matrixartigen Anordnung dargestellt. Die Matrix besteht bevorzugt aus fünf
Spalten und drei Zeilen, in denen von dem TV-Monitor der Symbolspieleinrichtung 2
fünf nebeneinander angeordnete Walzen dargestellt werden und von jedem walzenförmigen
Umlaufkörper jeweils drei Gewinnsymbole dargestellt werden. Die Auswertung, ob eine
gewinnbringende Symbolkombination angezeigt ist, erfolgt in Abhängigkeit des getätigten
Spieleinsatzes. Bei einem einfachen Spieleinsatz wird eine horizontal verlaufende
Gewinnlinie 8 ausgewertet. Bei einem erhöhten Spieleinsatz werden drei horizontal
verlaufend angeordnete Gewinnlinien 8, 9, 10 zur Ermittlung eines Gewinnwertes von
der Steuereinheit ausgewertet. Bei einem höheren Spieleinsatz werden ergänzend zu
den drei horizontal verlaufenden Gewinnlinien 8-10 auch eine v-bzw. dachförmige Gewinnlinie
11, 12 ausgewertet. Bei der v-förmigen Gewinnlinie 11 beginnt diese am oberen Gewinnsymbol
des linken Umlaufkörpers über das mittlere Gewinnsymbol des von links nach rechts
zweiten Umlaufkörpers zum untersten Gewinnsymbol des mittleren Umlaufkörpers sowie
zu dem mittleren des von links nach rechts vierten Umlaufkörpers und endet am oberen
Gewinnsymbol des rechten Umlaufkörpers. Die dachförmige Gewinnlinie verbindet das
unterste Gewinnsymbol des linken unteren Umlaufkörpers, das mittlere Gewinnsymbol
des von links nach rechts zweiten Umlaufkörpers und das oberste Gewinnsymbol des von
links nach rechts dritten Umlaufkörpers, das mittlere Gewinnsymbol des von links nach
rechts vierten Umlaufkörpers und das unterste Gewinnsymbol des von links nach rechts
fünften Umlaufkörpers.
[0009] Bei einem darüber hinaus gehenden Spieleinsatz werden zu den horizontal verlaufenden
Gewinnlinien 8-10 ergänzend diese auch von rechts nach links ausgewertet bzw. die
Anzahl der mit der Symbolspieleinrichtung 2 angezeigten gleichartigen oder gleichgewichtigen
Gewinnsymbole zur Gewinnermittlung verwandt.
[0010] In der Figur 2 sind lediglich die matrixartig angeordneten Gewinnsymbole in der stilisierten
Symbolspieleinrichtung 2 dargestellt. Nach Darstellung der Gewinnsymbole wird von
der Steuereinheit geprüft, welcher Spieleinsatz getätigt wurde. Liegt ein vorbestimmter
Spieleinsatz vor, so werden ergänzend zu der zuvor in der Figur 1 beschriebenen Gewinnlinienauswertung
nunmehr noch geprüft, ob von rechts nach links in jeder horizontal verlaufenden Gewinnlinie
8-10 benachbart zu einander gleichartige oder gleichgewichtige Gewinnsymbole 13 angezeigt
werden. Bei zwei bzw. drei oder vier nebeneinander angeordneten gleichgewichtigen
Gewinnsymbolen 13 wird ein Gewinnwert gemäß einem Gewinnplan gewährt, der in der Steuereinheit
hinterlegt ist.
[0011] Gemäß einer weitergehenden Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe werden die mittels
eines Pseudozufallsgenerators ermittelten Gewinnsymbole in der Symbolspieleinrichtung
2 gemäß der Figur 3 matrixartig angeordnet, und zwar in der Art, daß die Gewinnsymbole
in Zellen angeordnet sind, deren Adresse mit der Zeilen- und Spaltenausgabe bestimmt
ist. Von der Steuereinheit wird nach der Anzeige der Gewinnsymbole geprüft, welcher
Spieleinsatz getätigt wurde bzw. welcher Guthabenstand in einem der Guthabenzähler
vorliegt oder ob ein besonders gekennzeichnetes Gewinnsymbol mit angezeigt wird. Beim
Vorliegen einer der vorgenannten Ereignisse wird der Gewinnwert anhand von benachbart
angeordneten gleichartigen oder gleichwertigen Gewinnsymbolen 13 ermittelt. Von der
Steuereinheit wird geprüft, ob mindestens zwei Gewinnsymbole 13 benachbart auf einer
horizontal verlaufenden Gewinnlinie 8-10 angeordnet sind. In Abhängigkeit des Gewinnsymbols
13 und der Anzahl gleichartiger oder gleichwertiger Gewinnsymbole 13 wird dieser Symbolkombinationsgruppe
ein Gewinnwert nach einem gültigen Gewinnplan zugeordnet.
[0012] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch dadurch gelöst, daß von der Steuereinheit
geprüft wird, ob der münzbetätigte Unterhaltungsautomat 1 in einem Normalspielmodus
oder in einem vom Normalspiel abweichenden Spielmodus mit einem erhöhten Spieleinsatz
betrieben wird. Wird der münzbetätigte Unterhaltungsautomat 1 in einem vom Normalspiel
abweichenden Spielmodus betrieben, werden die matrixartig angeordneten Gewinnsymbole
gemäß der Figur 4 und 5 derart auf eine Gewinnkombination hin geprüft, daß in mindestens
einer der fünf Spalten eine Übereinstimmung von mindestens einem gleichartigen oder
gleichwertigen Gewinnsymbol 13 vorliegen muß, damit ein dieser Symbolkombination und
der Anzahl der übereinstimmenden Gewinnsymbole 13 zugeordneter Gewinnwert gemäß dem
Gewinnplan von der Steuereinheit gewährt wird.
1. Verfahren zur Ermittlung eines Gewinnwertes, der einer Symbolkombination zugeordnet
ist, die matrixartig von einer Symbolspieleinrichtung eines münzbetätigten Unterhaltungsautomaten
angezeigt wird, wobei von einer Steuereinheit mit einem Pseudo-Zufallsgenerator die
von der Symbolspieleinrichtung anzuzeigenden Gewinnsymbole ermittelt werden und der
der angezeigten Symbolkombination zugeordnete Gewinnwert mit einem in der Steuereinheit
hinterlegten Gewinnplan ermittelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem einfachen oder mehrfachen Spieleinsatz eine Auswertung der übereinstimmenden
Gewinnsymbole 13 in jeder auswertbaren Gewinnlinie 8-12 von links nach rechts und/oder
von rechts nach links erfolgt, und/oder daß der Gewinnwert von der Anzahl gleichartiger
oder gleichgewichtiger Gewinnsymbole 13, die von der Symbolspieleinrichtung 2 gleichzeitig
angezeigt werden, bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittlung des den angezeigten Gewinnsymbolen zugeordneten Gewinnwerts die Anzahl
übereinstimmender oder gleichwertiger Gewinnsymbole 13 auf einer Gewinnlinie 8-12
verwandt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittlung des den angezeigten Symbolen zugeordneten Gewinnwerts die mit der
Symbolspieleinrichtung 2 angezeigte Anzahl der übereinstimmenden oder gleichwertigen
Gewinnsymbole 13 ausschlaggebend ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Anzeige eines vorbestimmten besonderen Gewinnsymbols 14 oder beim Vorliegen eines
vorgegebenen Guthabenzählerstandes oder nach Entrichtung eines vorgegebenen mehrfachen
des einfachen Spieleinsatzes der Gewinnwert der angezeigten Gewinnsymbole anhand von
übereinstimmenden oder gleichwertigen Gewinnsymbolen 13 in einer oder mehreren Zeilen
oder Spalten der matrixartigen Symbolspieleinrichtung 2 ermittelt und gewährt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der Steuereinheit der Zählerstand eines Sonderspielezählers geprüft wird, und
daß bei einem von Null abweichenden Zählerstand bei der Ermittlung des der angezeigten
Gewinnsymbolkombination zugeordneten Gewinnwertes ein Gewinnwert gewährt wird, wenn
in mindestens einer der Zeilen oder Spalten der Symbolspieleinrichtung 2 eine Übereinstimmung
von gleichartigen oder gleichwertigen Gewinnsymbolen 13 vorliegt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Mehrfachen des einfachen Spieleinsatzes die angezeigten Gewinnsymbole eine
gewinnbringende Gewinnsymbolkombination darstellen, wenn durch Substitution mindestens
eines Gewinnsymbols in einer Spalte oder einer Zeile drei gleichartige oder gleichwertige
Gewinnsymbole 13 von der Symbolspieleinrichtung 2 angezeigt werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Darstellung eines besonderen Gewinnsymbols 14 in der Symbolspieleinrichtung
2 nachfolgend von der Steuereinheit geprüft wird, ob in mindestens zwei Spalten oder
Zeilen der Symbolspieleinrichtung 2 mindestens zwei gleichartige oder gleichwertige
Gewinnsymbole 13 angezeigt werden, und daß mindestens ein angezeigtes Gewinnsymbol
einer weiteren Spalte substituiert wird, und daß der Gewinnwert gewährt wird, der
drei oder mehreren gleichartigen oder gleichwertigen Gewinnsymbolen 13 zugeordnet
ist.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Guthabenzählerstand größer Null von der Steuereinheit ein Gewinnwert durch
Substituierung eines benachbarten Gewinnsymbols 13 gewährt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem mehrfachen des einfachen Spieleinsatzes einer substituierten Symbolkombination
der Gewinnwert zugeordnet wird, der dem Anfangs- oder Endsymbol der Gewinnlinie 8-12
der substituierten Symbolkombination zugeordnet ist.