I. Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer spezifisch gestalteten
Antennenkappe für U-Boote.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Bei in der Regel aus Stahl bestehenden U-Booten können Antennen für den Funkverkehr
nicht im inneren der metallenen U-Boothülle angeordnet werden, da diese die Funkwellen
absorbieren würden.
[0003] Aus der metallenen Außenhaut des U-Bootes nach außen vorstehend wird daher eine Antennenkappe
mit der Hülle des U-Bootes dicht verbunden, die nicht aus Metall besteht, und in der
sich die Antenne befindet.
[0004] Dieses aus Kunststoff, meist einem faserverstärkten Epoxy-Harz in Wickeltechnik hergestellten,
Radom muss enormen Druckbelastungen standhalten, wie die gesamte U-Boothülle, und
darüber hinaus muss die Verbindung zwischen diesem Kunststoff-Radom und der metallenen
U-Boothülle dicht sowie zusätzlich für Reparaturzwecke demontierbar ausgebildet sein.
[0005] Daher ist es bekannt, die Antennenkappe mindestens zweiteilig auszubilden, nämlich
einerseits dem aus Kunststoff bestehenden Radom und andererseits einer aus Metall,
insbesondere dem gleichen Material wie die U-Boothülle, bestehenden hülsenförmigen
Radomträger, der teilweise in das Kunststoff-Radom hineinragt und mit diesem flächig
verbunden, insbesondere verklebt ist, und dessen aus dem Radom vorstehender unterer
Teil konventionell über Dichtungen und Verschraubungen mit der Hülle des U-Bootes
verbunden werden kann.
[0006] Da das Dehnungsverhalten bei Druck- und Temperaturänderungen, die beide in hohen
Maß beim Betrieb eines U-Bootes auftauchen können, der beiden Materialien Kunststoff
und Metall äußerst unterschiedlich ist, ist es schwierig, eine Langzeit-Dichtigkeit
der Verbindung zwischen dem Kunststoff-Radom und dem metallenen Radomträger im gewünschten
Maß zu erreichen.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0007] Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, durch spezifische Gestaltung der Einzelteile
der Antennenkappe und das Verfahren zu seiner Herstellung die Langzeit-Dichtigkeit
sicherzustellen.
b) Lösung der Aufgabe
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Durch die zweiteilige Herstellung des Radoms aus Kunststoff in Form eines Radomrohres
und einer Radomkappe kann die hinsichtlich der Dauerdichtigkeit kritische Verbindung
zwischen dem metallenen Radomträger und dem Radomrohr hergestellt werden unter Zugang
in die zunächst noch offene Kappenseite des Radomrohres.
[0010] Erst nach Herstellen dieser Verklebung wird dann die unproblematischere, da aus gleichen
Materialien bestehende, Verklebung zwischen Radomrohr und Radomkappe erstellt.
[0011] Durch ein zusätzliches geringfügiges formschlüssiges Verrasten von Radomträger und
Radomrohr in Längsrichtung über die Wirkung der Verklebung hinaus werden Radomträger
und Radomrohr in Längsrichtung automatisch gegeneinander zentriert, und zwar sowohl
beim Herstellen der Verklebung als auch später nach dem Aushärten der Verklebung.
[0012] Die Verklebung erfolgt mittels eines auch nach dem Aushärten noch eine Rest-Elastizität
beibehaltenden erfolgt und soll eine geringfügige Bewegbarkeit zwischen Radom und
Radomträger zulassen. Denn auch die Druckbelastungen durch das Wasser von außen erfolgen
radial nicht gleichmäßig über den gesamten Umfang, sondern können in einer Querrichtung
stärker als in der anderen Querrichtung sein, und dadurch das runde Radom einschließlich
Radomträger in Richtung einer Ellipsenform zu verformen versuchen. Durch den selbstzentrierenden
Formschluss wird eine anschließende Rückfederung in den runden Ausgangszustand gefördert.
[0013] Indem der Radomträger in dem Längenbereich abseits des Radoms eine massive Wandstärke
ähnlich der Wandstärke des Radoms aufweist, der in das Radom hineinreichende Klebebereich
dagegen eine demgegenüber sehr viel geringere, mindestens um den Faktor 5 geringere
Wandstärke als im massiven Bereich aufweist, bietet der Radomträger im Bereich seiner
massiven Wandstärke eine hohe Stabilität gegen Querkräfte, während die demgegenüber
verringerte Wandstärke im Klebereich eine Elastizität gegen Verformung in Querrichtung
zusammen mit dem weicheren Radom aus Kunststoff zulässt.
[0014] Dabei läuft die Wandstärke des Radomträgers im Klebebereich zu dessen freien Ende
immer dünner aus und setzt in dieser Richtung der Querverformbarkeit des Radoms immer
weniger Widerstand entgegen, so dass bei Querverformungen mit zunehmender Abstützung
des Radoms in Querrichtung, wie sie vom freien Ende des Radomträgers aus zu dessen
massiven Ende hin zunimmt, in keinem Bereich ein Abriss der Klebeverbindung aufgrund
unterschiedlichen Dehnungsverhalten zu befürchten steht.
[0015] Eine Verbiegbarkeit des dünnen Klebebereichs gegenüber dem massiven Endbereich des
Radomträgers wird auch verbessert durch einen Bereich nochmals abgesenkter Wandstärke
am Übergang zwischen Klebebereich und massiven Endbereich.
[0016] Dies wird erreicht, indem der Klebebereich des Radomträgers mit der verringerten
Wandstärke im Querschnitt betrachtet als kegelförmiger, umlaufender Vorsprung ausgebildet
ist, mit einer relativen größten Wandstärke im unteren Drittel des Klebebereiches,
von dem aus sich die Wandstärke nach oben und unten entlang der beiden Flanken jeweils
verringert. Die Innenumfangsfläche des Radoms ist im Klebebereich analog als inverse
kegelförmige Nut gestaltet, so dass beim Ineinanderschieben der beiden Teile in Längsrichtung
- wobei vorher durch Kleberauftrag vorzugsweise auf beide Flächen der Kleber dazwischen
eingebracht wird - der Vorsprung in der inversen Nut verrastet und in Längsrichtung
zentriert.
[0017] Dabei besteht die umlaufende, im Querschnitt betrachtet kegelförmige Klebefläche,
also der Rastvorsprung des Radomträgers, aus zwei unterschiedlich steilen Flanken,
wobei die steilere Flanke wesentlich kürzer in ihrer Längserstreckung ist als die
flache Flanke und zum offenen Ende des Radomrohres, also der Antennenkappe, hingerichtet
ist und dort in die radiale Schulter des Radomträgers am Übergang zu dessen massiven
Bereich hin übergeht.
[0018] Die flache Flanke ist dabei mindestens 5 Mal, besser 7 Mal so lang in ihrer axialen
Erstreckung wie die steile Flanke und/oder der Winkel der steilen Flanke beträgt zwischen
3 und 8° gegenüber der Längsrichtung. Durch den flachen Auslauf der Wandstärke des
Radomträgers vom dicksten Bereich am Rastvorsprung zum in dem Radomrohr liegenden
freien Ende des Radomträgers hin nimmt in diese Richtung die Stabilität des Radomträgers
gegen Querkräfte und damit die entsprechende Stützwirkung auf das Radomrohr immer
mehr ab, während im gleichen Maße in diese Richtung der Querschnitt des Radomrohres
zunimmt und dessen Quersteifigkeit ebenfalls, so dass bei Verformungen des Radomrohres
im späteren Betrieb durch den äußeren Wasserdruck kein sprunghafter Übergang hinsichtlich
der Verformbarkeit der gesamten Einheit auftritt.
[0019] Die Klebefuge zwischen Radomträger und Radomrohr ist insgesamt L-förmig gestaltet
mit einem radial verlaufenden Schenkel zwischen der vorderen Stirnfläche des Radomrohres
und einer Schulter zwischen dem massiven Bereich des Radomträgers und dessen dünneren
Hülsenbereich.
[0020] Dieser radiale Teil der Klebefuge wird nicht bis zum radial äußeren Ende mit Kleber
verfüllt, sondern nur bis zum Erreichen des fasenartig, V-förmig aufgeweiteten Endes
der Klebefuge, erzeugt durch entsprechende Anschrägungen von Radomträger und Radomrohr
an deren Außenkanten.
[0021] Stattdessen wird diese Phase nach dem Aushärten des Klebers mit einer dauerelastischen
Dichtmasse, deren Elastizität im ausgehärteten Zustand wesentlich, also mindestens
um den Faktor 20, größer ist als die Restelastizität des Klebers, verfüllt, wobei
die Außenfläche der Dichtmasse, die bündig mit den Außenflächen von Radomrohr und
Radomträger abschließt, als Hohlkehle ausgebildet wird.
[0022] Der Wasserdruck von außen presst das Dichtmittel also in die V-förmige Phase hinein,
und bewirkt ein umso stärkeres Anliegen der Dichtmasse und damit der Dichtwirkung
in der V-förmigen Phase, wodurch ein direkter Kontakt des umgebenden Seewassers mit
dem Material des Klebers (der auch im ausgehärteten Zustand eine Restelastizität behält)
vermieden wird, was die Haltbarkeit der Verklebung zusätzlich begünstigt.
[0023] Die zum freien Ende des Radomträgers, also ins Innere der Antennenkappe hinein weisende
Flanke, ist dabei die flacher ausgebildete Flanke, die mindestens 5 Mal, besser mindestens
7 Mal so lang ist wie die axiale Erstreckung der in die andere Richtung verlaufenden
steilen Flanke. Der Winkel der steilen Flanke gegenüber der Längsrichtung beträgt
dabei zwischen 3 und 8°.
[0024] An der dicksten Stelle dieses kegeligen, ringförmig umlaufenden Vorsprunges, also
am Übergang zwischen den beiden Flanken, beträgt die Dicke des Radomträgers 6 - 12
mm und weist dabei insbesondere eine größere Steifigkeit in Querrichtung auf als das
Radomrohr an dieser Stelle ohne die Verstärkung durch den Radomträger.
[0025] Am inneren freien Ende des Radomträgers beträgt dessen Wandstärke maximal 7 mm, insbesondere
maximal 6 mm oder maximal nur 5 mm. Dort ist als axialer Anschlag für das innere Ende
des Radomträgers im Innenumfang des Radomrohres eine Schulter ausgebildet. Dabei beträgt
die Länge der Klebefuge zwischen Radomträger und Radomrohr - im Längsschnitt betrachtet
- mindestens das 5fache, insbesondere mindestens das 8fache oder gar das 10fache der
Wandstärke des Radomrohres, und in Absolutmaßen mindestens 10 cm, besser mindestens
15 cm.
[0026] Zur Befestigung an einem ebenfalls aus Metall bestehenden Antennenträger weist der
Radomträger in Längsrichtung verlaufende Gewindebohrungen in seinem massiven Bereich,
der sich vor der axialen Erstreckung des Radomrohres befindet, auf.
[0027] Die Klebefuge zwischen Radomrohr und Radomkappe ist mehrteilig und zumindest einfach
gekröpft, und befindet sich etwa im Übergangsbereich der halbrunden Kappe zu dem zylindrischen
Rohr. Die Klebefuge besteht aus einem schräg zur Längsrichtung verlaufenden Längsabschnitt
und mindestens einem lotrecht dazu stehenden Querabschnitt, der als Längsanschlag
dient. Die Kappe übergreift dabei den Längsabschnitt der Klebefläche, und wird dadurch
vom Umgebungsdruck ständig gegen die Klebefläche und damit das Radomrohr gepresst.
[0028] Auch diese Verklebung wird - wie auch diejenige zwischen Radomträger und Radomrohr
- in einer Klebevorrichtung durchgeführt, in der die gegeneinander zu verklebenden
Teile in Querrichtung geführt sind, und in Längsrichtung definiert gegeneinander vorgespannt
werden, während der Kleber aushärtet, indem eine Spannplatte gegen den Rest der Spannvorrichtung
in Längsrichtung verschraubt werden kann, wobei das Radom nach unten hängend und mit
dem Klebebereich zum Radomträger nach oben hin weisend in der Vorrichtung gehalten
wird.
[0029] Durch das gleichmäßige Vorwärtsschrauben kann auch ein Verkanten des Radomträgers
im Radomrohr während des Einbringens vermieden werden.
[0030] Beim Einsetzen des Radomträgers in das Radomrohr wird der Radomträger helixförmig
in das Radomrohr hineingedreht, was einerseits ein axiales Herauspressen von überflüssigem
Kleber minimiert und andererseits eine optimal passgenaue Endlage der beiden Teile
zueinander ergibt. Vorzugsweise werden dabei die Klebeflächen von beiden Teilen, also
Radomrohr und Radomträger, vor dem Zusammensetzen mit Kleber benetzt.
[0031] Der Innenumfang und der Außenumfang sowohl des Radomrohres als auch des Radomträgers
werden dabei abseits der Klebefugen vor dem Verkleben mit Trennmittel behandelt und
auch noch mit Klebeband abgeklebt, welches nach dem Zusammenbauen und noch vor dem
vollständigen Aushärten des Klebers zusammen mit dem erst teilweise gehärteten Kleber
leicht entfernt werden kann.
[0032] Für die Klebefugen zwischen Radomträger und Radomrohr einerseits sowie zwischen Radomrohr
und Radomkappe andererseits wird vorzugsweise der gleiche Kleber verwendet.
c) Ausführungsbeispiele
[0033] Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1: einen Längsschnitt durch die Antennenkappe, und
Fig. 2: eine Detailvergrößerung aus Fig. 1.
[0034] Fig. 1 zeigt in der rechten Bildhälfte die fertig gestellte Antennenkappe 1, bestehend
aus dem Radom 4 aus Kunststoff sowie den in deren freies Ende teilweise eintauchenden
und eingeklebten Radomträger 2 aus Metall, der mit seinem Innenumfang auf den - in
der Regel fest mit dem U-Boot verbundenen - ebenfalls metallenen, hülsenförmigen Antennenträger
9 aufgeschoben und über O-Ringe 16, die sich in Außenumfangsnuten dieses Antennenträgers
9 befinden, abgedichtet sind.
[0035] Das Radom 4 besteht dabei aus zwei Kunststoffteilen, nämlich dem zylindrischen Radomrohr
4a sowie der auf das obere Ende des Radomrohres 4a aufgesetzten und dort dicht verklebten
Radomkappe 4b, die beide die gleiche, bis auf den Klebebereich gegenüber dem Radomträger
2 konstante, Wandstärke besitzen und in der Regel aus einem faserverstärkten Epoxyharz,
hergestellt in Wickeltechnik, bestehen.
[0036] In der linken Bildhälfte ist dagegen die Situation beim Herstellen der Klebeverbindung
zwischen Radomträger 2 und Radomrohr 4a dargestellt, in der sich diese beiden Teile
in einer Klebevorrichtung 19 befinden und das noch freie obere Ende des Radomrohres
4a auf der Basisplatte 20 aufsitzt.
[0037] Außen beabstandet zum Außenumfang des Radomrohres 4a erstrecken sich von der Basisplatte
20 aus über den Umfang verteilt mehrere stangenförmige Zuganker 22 in Richtung des
gegenüberliegenden Endes des Radomrohres 4a, die dort mit einer auf die freien Enden
der Zuganker 22 aufgesetzten Spannplatte 18 verschraubt werden können, welche zum
Ineinanderführen von Radomträger 2 und Radomrohr 4a auf das freie hintere Ende des
Radomträgers 2 aufgesetzt wird.
[0038] In der Praxis ist die in der linken Bildhälfte dargestellte Klebesituation jedoch
um 180° gedreht angeordnet, also mit oben befindlichem Radomträger 2, der von oben
in das untere Ende des Radomrohres 4a eingeführt wird.
[0039] In der rechten Bildhälfte ist zu erkennen, dass der Radomträger 2 aus einem in das
Radomrohr 4a hineinragenden Klebebereich 12 mit geringerer Wandstärke und einem unterhalb
und damit axial außerhalb des Radomrohres 4 befindlichen massiven Bereich 2a mit demgegenüber
wesentlich vergrößerter Wandstärke, analog etwa der Wandstärke des Radomrohes 4a,
besteht.
[0040] Der Übergang zwischen beiden ist als Schulter 26 im Außenumfang des Radomträgers
2 ausgebildet, der in Querrichtung verläuft und den Längsanschlag für das Radomrohr
4a bildet, wie in Gegenrichtung die Aussparung im Innenumfang des Radomrohres 4a im
Klebebereich 12 für den Radomträger 2 eine Innenschulter 13 als Längsanschlag aufweist.
[0041] Die Darstellung in Fig. 1 und auch der vergrößerten Fig. 2 zeigt die sich verändernde
Wandstärke 25 im Längsverlauf des Klebebereichs 12, die einen mittleren Punkt der
relativ größten Wandstärke 25 im Klebebereich 12 aufweist, und von dem aus sich die
Wandstärke 25 in beide Längsrichtungen verringert, und dadurch einen Kegel bildet,
mit allerdings unterschiedlich steilen Flanken.
[0042] Dabei ist die flache Flanke 23b nach oben, also zum freien Ende des Radomträgers
2, hin gerichtet, während die steile Flanke mindestens um den Faktor 5 in Längsrichtung
kürzer ist und zum Übergang zum massiven Bereich, also zur Schulter 26 hin, in ihrer
Dicke abnimmt.
[0043] Die unterschiedlichen Steigungen dienen dazu, um trotz der unterschiedlichen Längserstreckungen
der beiden Flanken eine etwa gleichstarke Zentrierungswirkung in Längsrichtung zu
erreichen.
[0044] Die vergrößerte Fig. 2 zeigt ferner, dass die Klebefuge 5 zwischen dieser Rastnase
23 und der analog geformten inversen Nut 23' zum einen in ihren Längsverlauf etwa
gleich dick bleibt, die Füllung mit Kleber 3 jedoch nicht bis zum radial nach außen
weisenden freien Ende der L-förmigen Klebefuge 5 reicht:
Dort ist eine V-förmige Aufweitung der Klebefuge 5 vorhanden durch Anfasen der entsprechenden
Umfangskantenbereiche des Radomrohres 4a als auch des Radomträgers 2, und diese nicht
mit Kleber verfüllte Phase 6 ist mit einer Dichtungsmasse 17 verfüllt in der Hohlkehle
7 ausgebildet ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 1
- Antennenkappe
- 2
- Radomträger
- 2a
- massiven Bereich
- 3
- Kleber
- 4
- Radom
- 4a
- Radomrohr
- 4b
- Radomkappe
- 5, 5'
- Klebefuge
- 6
- Phase
- 7
- Hohlkehle
- 8
- Ringnuten
- 9
- Antennenträger
- 10
- Längsrichtung
- 11
- Spannvorrichtung
- 12
- Klebebereich
- 13
- Schulter
- 14
- Querabschnitt
- 15
- Längsabschnitt
- 16
- O-Ring
- 17
- Dichtmasse
- 18
- Spannplatte
- 19
- Klebevorrichtung
- 20
- Grundplatte
- 21
- Führungszylinder
- 22
- Zuganker
- 23
- Vorsprung
- 23'
- inverse Nut
- 23a
- steile Flanke
- 23b
- flache Flanke
- 24
- Klebefläche
- 25
- Wandstärke
- 26
- Schulter
- 27
- Gewindebohrung
1. Verfahren zum Herstellen einer Antennenkappe (1) für die Außenantenne eines U-Bootes
zum Befestigen auf einem Antennenträger (9), die
- einen hülsenförmigen Radomträger (2) aus Metall, insbesondere Edelstahl, und
- ein darauf passendes Radom (4) aus Kunststoff umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zunächst der Außenumfang des Radomträgers (2) über einen Teil seiner Länge in den
Innenumfang des unteren Endes des Radomrohres (4) eingeklebt wird und
- anschließend die Radomkappe (4b) auf das obere Ende des Radomrohres (4a) aufgeklebt
wird unter Bildung einer wenigstens teilweise zur Längsrichtung (10) schräg stehenden
Klebefuge (5').
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Außenumfang des Radomträgers (2) im Klebebereich beim Herstellen der Verklebung
in Längsrichtung (10) in die Innenkontur des Radomrohres (4) formschlüssig einrastet,
und/oder insbesondere
- die Klebefuge (5') nicht bis zum freien äußeren Ende zwischen Radomrohr (4) und
Radomträger (2) mit Kleber (3) gefüllt wird, sondern der Endbereich, insbesondere
die dort ausgebildete Phase (6), kleberfrei hinterlässt, und/oder insbesondere
- nach dem Aushärten des Klebers (3) die Phase (6) am freien Ende des Radomrohres
(4a) gegenüber dem Radomträger (2) mit einem dauerelastischen Dichtmasse (17) verfüllt
und dabei eine Hohlkehle (7) im Außenumfang des Fugenmaterials hergestellt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- während des Aushärtens des Klebers (3) in der Klebefuge (5) zwischen Radomträger
(2) und Radomrohr (4a) diese in Längsrichtung (10) gegeneinander vorgespannt gehalten
werden und/oder ebenso Radomrohr (4a) und Radomkappe (4b) bei deren Verklebung, und/oder
insbesondere
- das Zusammenführen der zu verklebenden Teile in einer Klebevorrichtung (19) erfolgt,
die eine verschraubbare Spannplatte (18) zum Vorspannen der Teile gegeneinander umfasst.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- während des Einsetzens des Radomträgers (2) in das Radomrohr (4a) unter Einbringung
des Klebers (3) dazwischen die beiden Teile helixförmig ineinander gedreht werden,
und/oder insbesondere
- das Einbringen des Klebers (3) durch Benetzen der Klebeflächen von Radomrohr (4)
und Radomträger (2) vor dem Zusammensetzen erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Innenumfang und/oder Außenumfang des Radomrohres (4a) abseits der offenen Enden
der Klebefugen (5) vor dem Verkleben mit Trennmittel behandelt und ggf. anschließend
mit einem Klebeband abgeklebt wird, welches nach dem Aushärten zusammen mit daraus
ausgeströmtem Kleber entfernt wird, und/oder insbesondere
- der Innenumfang und/oder Außenumfang des Radomträgers (2) abseits der offenen Enden
der Klebefugen (5) vor dem Verkleben mit Trennmittel behandelt und anschließend mit
einem Klebeband abgeklebt wird, welches nach dem Aushärten zusammen mit daraus ausgeströmtem
Kleber entfernt wird, und/oder insbesondere
- das Auftragen des Klebers (3) auf die Klebefläche des Radomträgers (2) die gesamte
axiale Erstreckung, über die sich im verklebten Zustand das Radomrohr (4a) erstreckt,
hinweg erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die an die Klebefuge (5') zwischen Radomrohr (4a) und Radomkappe (4b) anschließenden
Bereiche der Außenflächen dieser Teile vor dem Verkleben mit Klebeband abgedeckt und
anschließend mit dem dort austretenden überschüssigen Kleber entfernt werden, insbesondere
bereits vor dem vollständigen Aushärten des Klebers (3), und/oder insbesondere
- für die Klebefugen (5 und 5') der gleiche Kleber verwendet wird.
7. Antennenkappe (1) bestehend aus
- einem hülsenförmigen Radomträger (2) aus Metall, insbesondere Edelstahl und
- einem darauf passenden Radom (4) aus Kunststoff,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Radom (4) aus einem Radomrohr (4a) und einer Radomkappe (4b) besteht, wobei
- der Radomträger (2) auf der von der Radomkappe (4b) abgewandten offenen Seite mit
seinem Klebebereich (12) in das Radomrohr (4a) hineinragt und dort verklebt ist.
8. Antennenkappe nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Außenumfang des Radomträgers (2) im Klebebereich (12) einen radial nach außen
vorstehenden Rastvorsprung und der Innenumfang an der entsprechenden Stelle des Radomrohres
(4a) eine Rastvertiefung aufweist, die im ineinander gesetzten Zustand, insbesondere
im verklebten Zustand, der beiden Teile gegeneinander verrastet sind, zusätzlich zu
der Klebeverbindung, und/oder insbesondere
- der Rastvorsprung ein kegelförmiger, umlaufender Vorsprung (23) und die Rastvertiefung
eine inverse Nut (23'), deren Flanken insbesondere einen unterschiedlichen Steigungwinkel
zur Längsrichtung (10) aufweisen, und die steile Flanke (23a) eine wesentliche kürzere
Längserstreckung als die flache Flanke (23b) aufweist.
9. Antennenkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die flache Flanke (23b) zum radomseitigen vorderen Ende des Radomträgers (2) hinweist
und insbesondere zusammen mit dessen freien Ende endet und die steile Flanke (23a)
zur offenen Seite der Antennenkappe (1) hingerichtet ist und in die radiale Schulter
(26) des Radomträgers (2) übergeht, und/oder insbesondere
- die flache Flanke (23b) mindestens 5mal, insbesondere mindestens 7mal so lang ist
wie die axiale Erstreckung der steilen Flanke (23a), und
- der Winkel der steilen Flanke (23b) gegenüber der Längsrichtung (10) zwischen 3°
und 8° beträgt.
10. Antennenkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- an der dicksten Stelle, also am Übergang zwischen den beiden Flanken (23a,b) des
Vorsprungs (23), die Dicke des Radomträgers (2) 6 mm bis 12 mm beträgt und insbesondere
eine größere Steifigkeit in Querrichtung aufweist als das Radomrohr (4a) an dieser
Stelle ohne Verstärkung durch den Radomträger (2), und/oder insbesondere
- die Wandstärke (25) am freien inneren Ende des Radomträgers (2), also insbesondere
nahe der Schulter (13) des Radomrohres (4a), maximal 7 mm, insbesondere maximal 6mm
oder maximal 5 mm beträgt.
11. Antennenkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- am inneren Ende des Klebebereiches (12) im Innenumfang des Radomrohres (4a) eine
Schulter (13) als axialer Anschlag für den Radomträger (2) ausgebildet ist, und/oder
insbesondere
- die Kontaktfläche zwischen Radomrohr (4a) und Radomkappe (4b) im Querschnitt zweiteilig
ist mit einem quer zur Längsrichtung (10) verlaufenden, mindestens einem Querabschnitt
(14) und einem schräg, insbesondere unter einem Winkel von 10° bis 30° zur Längsrichtung
(10) verlaufenden, Längsabschnitt (15).
12. Antennenkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Klebefuge (5') zwischen Radomrohr (4a) und Radomkappe (4b) wenigstens in ihrem
Längsabschnitt (15) eine gleich bleibende Dicke in ihrem Längsverlauf aufweist, und/oder
insbesondere
- die Länge der Klebefuge (5) zwischen Radomträger (2) und Radomrohr (4a) mindestens
das 5-fache, insbesondere mindestens das 8-fache, insbesondere mindestens das 10-fache
der Dicke des Radomrohres (4a) beträgt, und insbesondere mindestens 10 cm, besser
mindestens 15 cm beträgt, und/oder insbesondere
- der Radomträger (2) an dem der offenen Seite der Antennenkappe (1) zugewandten Befestigungsende
in Längsrichtung (10) verlaufende Gewindebohrungen (27) zum Verschrauben gegenüber
einem hülsenförmigen Antennenträger (9) aufweist.
13. Antennenkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das radial nach außen gerichtete, hintere freie Ende der L-förmigen Klebefuge (5)
zwischen Radomträger (2) und Radomrohr (4a) zu einer Phase (6) aufgeweitet ist durch
Anschrägungen des Radomrohres (4a) und des Radomträgers (2), die mit einer dauerelastischen
Dichtmasse (17) verfüllt ist, welche insbesondere an ihrer äußeren Ringfläche als
Hohlkehle (7) ausgebildet ist, und/oder insbesondere
- der Kleber (3) auch im ausgehärteten Zustand eine Rest-Elastizität behält.