[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebswalze für eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Antriebswalzen zum reibschlüssigen Antreiben einer in einer Spulvorrichtung einer
Textilmaschine drehbar gehalterten Kreuzspule sind seit langem bekannt.
In der Patentliteratur sind verschiedene Ausführungen derartiger Antriebswalzen beschrieben.
[0003] In der
DE 30 15 207 C1 oder der
DE 100 26 388 A1 sind beispielsweise Antriebswalzen beschrieben, die im wesentlichen aus einem mittleren
Antriebswalzenkörper, zwei seitlich angeordneten, relativ weichen Antriebsbelägen
sowie zwei am mittleren Antriebswalzenkörper festlegbaren Anschlusselementen bestehen.
Der mittlere Antriebswalzenkörper ist dabei reib- oder formschlüssig an einer Antriebswelle
festgelegt.
Das heißt, hierbei sind alle Antriebswalzen einer Maschinenseite drehfest auf einer
gemeinsamen, maschinenlangen Antriebswelle festgelegt, die ihrerseits an einen gemeinsamen
Antrieb angeschlossen ist.
[0004] Diese in der Praxis im Zusammenhang mit Rotorspinnmaschinen durchaus bewährte Antriebsform
hat allerdings einige Nachteile.
Während des Betriebes der Textilmaschine können beispielsweise alle Antriebswalzen,
zumindest einer Maschinenseite, stets nur gemeinsam und mit der gleichen Geschwindigkeit
umlaufen. Außerdem nutzen sich die aus einem Kunststoff gefertigten Antriebsbeläge
dieser Antriebswalzen relativ schnell ab.
Des weiteren gestaltet sich das Auswechseln dieser relativ verschleißempfindlichen
Antriebsbeläge aufgrund der durchgehenden Antriebswelle etwas umständlich.
Das heißt, die alten Antriebsbeläge müssen zum Ausbau zunächst aufgeschnitten werden,
bevor neue, geschlitzte
Antriebsbeläge, die ebenfalls nur eine begrenzte Lebensdauer aufweisen, eingebaut
werden können.
[0005] Von Spulmaschinen sind allerdings auch Antriebswalzen bekannt, die einzelmotorisch
angetrieben sind.
Derartige, zum Beispiel durch die
DE 43 36 312 C2 bekannte Antriebswalzen sind in der Regel als Fadenführungstrommeln ausgebildet,
das heißt als Bauteile, die sowohl die Kreuzspule rotieren als auch den auflaufenden
Faden changieren.
Solche Fadenführungstrommeln weisen in der Regel eine fadenglatte Umfangsfläche auf,
auf der die Kreuzspule mit einem bestimmten Auflagedruck aufliegt und von der angetriebenen
Fadenführungstrommel reibschlüssig mitgenommen wird.
Da bei solchen Fadenführungstrommeln ein gewisser Schlupf zwischen Antriebswalze und
Kreuzspule unvermeidlich ist, ist das Beschleunigungsvermögen solcher Antriebsanordnungen,
insbesondere wenn die Kreuzspulen bereits einen großen Durchmesser und damit ein nicht
unerhebliches Gewicht erreicht haben, begrenzt.
[0006] Des weiteren ist es durch die
DE-PS 593 358 bekannt, zum Rotieren von Kreuzspulen und zum Changieren des auflaufenden Fadens
Antriebswalzen einzusetzen, deren elektromotorische Einzelantriebe als Außenläufer
ausgebildet sind.
[0007] Die in der
DE-PS 593 358 dargestellte und beschriebene Spulmaschine zeigt verschiedene Ausführungsformen solcher
einzelmotorisch angetriebenen Fadenchangier- und Kreuzspulenantriebseinrichtungen
mit einem als Außenläufer ausgebildeten Antrieb.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig.4 der
DE-PS 593 358 ist im Bereich der Spulvorrichtung der Spulmaschine ein Lagerbock angeordnet, zwischen
dessen Lagerstellen eine hohle Achse befestigt ist.
An dieser Achse ist der Stator eines Elektroantriebes festgelegt. Die Achse bildet
außerdem das Widerlager für die Lagerung des als Außenläufer ausgebildeten Antriebsrotors.
Bei dieser Konstruktion liegt die Kreuzspule direkt auf dem Gehäuse des Außenläufers
auf und wird während des Betriebes vom rotierenden Gehäuse des Außenläufers reibschlüssig
mitgenommen.
[0008] Auch diese sehr kompakt gestaltete Antriebswalze weist den Nachteil auf, dass während
des Betriebes, insbesondere in Beschleunigungsphasen, zwischen dem auf seiner Oberfläche
fadenglatt gestalteten Rotorgehäuse und der Kreuzspule oft undefinierter Schlupf auftritt,
wobei die für die Fadenchangierung erforderliche Nut lediglich die antreibende Oberfläche
reduziert und demzufolge die Reibung weiter verringert. Unter fadenglatt wird im vorliegenden
Fall eine Oberfläche verstanden, die beispielsweise so poliert ist, dass sie keine
Kanten oder Ecken aufweist, an denen der aufzuspulende Faden hängen bleiben könnte.
Die
DE 10159613A offenbart einen Stützkörper gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Um eine Kreuzspule möglichst schlupfarm anzutreiben, wäre es an sich wünschenswert,
Antriebswalzen mit einer relativ rauen oder mit einer profilierten Oberfläche zu versehen,
so dass zwischen der Antriebswalze und der Kreuzspule quasi ein Formschluss gegeben
ist.
[0009] Antriebswalzen mit rauer Oberfläche scheiden dabei allerdings aus, da ohne fadenglatter
Oberfläche dieser Antriebswalzen ein ordnungsgemäßes Changieren des Fadens nicht möglich
ist.
Auch Antriebswalzen mit einer fadenglatten Profilierung auf ihrer Oberfläche sind
bislang in der Praxis nicht im Einsatz, da die bislang in der Textilmaschinenindustrie
üblichen Fertigungsverfahren das Herstellen von Antriebswalzen mit einer fadenglatten
Profilierung zu vertretbaren Kosten nicht gestatteten.
[0010] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Antriebswalze mit guter Standzeit und hoher Mitnahmekraft zu entwickeln.
Insbesondere soll eine Antriebswalze geschaffen werden, die eine kostengünstig herstellbare,
fadenglatte und standfeste Profilierung aufweist.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Antriebswalze gelöst, wie sie im Anspruch
1 beschrieben ist.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausführungsform hat insbesondere den Vorteil, dass ein dünnwandiges,
abriebfestes Metallrohr mittels Hochdruckinnenverformung auf kostengünstige Weise
mit einer fadenglatten Profilierung versehen und so auf dem Außenumfang einer Antriebswalze
festgelegt werden kann, dass die Profilierung der Antriebswalze mit der anzutreibenden
Kreuzspule quasi einen Formschluss bildet.
[0014] Die durch Hochdruckinnenverformung erstellte Profilierung des dünnwandigen Metallrohres
ist dabei ohne jede Nachbehandlung sofort fadenglatt.
[0015] Das Hochdruckinnenverformen ist ein im Zusammenhang mit Hohlkörpern an sich bekanntes
Fertigungsverfahren, das eine relativ kostengünstige, reproduzierbare Herstellung
auch komplizierter Bauteile ermöglicht.
Bei diesem zum Beispiel in der
DE 41 03 082 beschriebenen, auch als hydrostatischen Umformen bekannten Verfahren, wird ein Hohlkörper
aus einem kaltumformbaren Metall in die Formhöhlung eines Gesenkes eingelegt und anschließend
durch Druckflüssigkeit, die mit hohem Druck eingepresst wird, an die Gesenkwandung
angedrückt.
Die Gesenkwandung weist dabei entsprechend der gewünschten Profilierung der Rohres
Ausarbeitungen auf, in die das Material des Rohres während des Umformprozesses unter
Bildung gleichmäßiger, glatter Radien hineingedrückt wird.
[0016] Das dünnwandige Stahlrohr weist im Anschluss an den Umformprozess sofort seine endgültige,
fadenglatte Profilierung auf, so dass weitere Bearbeitungsschritte entfallen können.
Insgesamt stellt das Hochdruckinnenverformen ein Verfahren dar, das es ermöglicht,
Hohlkörper präzise und kostengünstig herzustellen.
Das heißt, durch die erfindungsgemäße Ausbildung einer Antriebswalze kann auf einfache
und kostengünstige Weise eine Antriebswalze erstellt werden, die eine lange Lebensdauer
aufweist und bei der der üblicherweise zwischen Antriebswalze und Kreuzspule auftretende
Schlupf minimiert ist.
[0017] Als Material für das Metallrohr haben sich dabei insbesondere, wie im Anspruch 2
dargelegt, Stahl, vorzugsweise eine Legierung aus einem so genanntem Edelstahl, oder,
wie im Anspruch 3 dargelegt, eine beschichtete Metallhülse bewährt. Aus solchen Materialien
gefertigte Metallrohre sind nicht nur sehr korrosionsbeständig, sondern auch relativ
abriebsfest, so dass sich die Abnutzung der Profilierung in vertretbaren Grenzen hält.
Das heißt, bei solchen Metallrohren weist die Profilierung eine lange Lebensdauer
auf, außerdem sind derartige Metallrohre weitestgehend unempfindlich gegen Rost.
[0018] Wie im Anspruch 4 dargelegt, ist in bevorzugter Ausführungsform vorgesehen, dass
die Antriebswalze durch einen elektromotorischen, als Außenläufer ausgebildeten Einzelantrieb
beaufschlagt ist und das dünnwandige, profilierte Stahlrohr direkt auf dem Außenumfang
des Rotorgehäuses des Außenläufers festgelegt ist.
[0019] Solchermaßen ausgebildete Antriebswalzen weisen insbesondere den Vorteil auf, dass
die Antriebswalzen aufgrund ihres innen liegenden Antriebes nur relativ wenig Einbauraum
erfordern, was angesichts der bekanntermaßen beengten Platzverhältnisse an den Arbeitstellen
Kreuzspulen herstellender Textilmaschine sehr vorteilhaft ist.
Durch den Einsatz eines dünnwandigen, durch Hochdruckinnenverformung profilierten
Stahlrohr ist es außerdem möglich, die Antriebswalzen kostengünstig so auszustatten,
dass sie eine hohe Mitnahmekraft entwickeln, was sich insbesondere beim Beschleunigen
großer Kreuzspulen sehr positiv auswirkt.
[0020] Da das dünnwandige, profilierte Metallrohr nur relativ wenig Gewicht aufweist, wird
die Schwungmasse des Außenläufers dabei nur unwesentlich erhöht.
[0021] Wie im Anspruch 5 dargelegt, beträgt die Wandstärke des dünnwandigen Metallrohres,
zwischen 0,1 mm und 0,4 mm, vorzugsweise 0,2 mm.
Hohlkörper mit einer solchen, relativ geringen Wandstärke lassen sich einerseits per
Hochdruckinnenverformung relativ problemlos bearbeiten, weisen aber andererseits nach
ihrer Profilierung und wenn sie auf ihren Stützkörper, beispielsweise das Rotorgehäuse
aufgezogen sind, die erforderliche Festigkeit auf.
[0022] Wie im Anspruch 6 dargelegt, ist die Profilierung des Metallrohres zumindest in Rotationsrichtung
der Antriebswalze abgesetzt.
Das heißt, die Profilierung besteht aus einer Vielzahl zumindest in Rotationsrichtung
beabstandet angeordneten Noppen oder Stegen.
Eine solche Ausbildung ermöglicht es, dass sich die Profilierung des Metallrohres
etwas in die Oberfläche der mit einem gewissen Auflagedruck auf der Antriebswalze
aufliegenden Kreuzspule "eingraben" kann und dabei quasi einen Formschluss mit der
Kreuzspule bildet.
[0023] Wie im Anspruch 7 dargelegt, kann das Metallrohr beispielsweise in seinem Mittelbereich
Noppen aufweisen, während in die Seitenbereiche des Metallrohres Stege eingearbeitet
sind.
Über die Stege erfolgt dabei eine relativ schonende Mitnahme der Kreuzspule während
des Spinnbetriebes.
[0024] Zum Spulen konischer Kreuzspulen kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, die
Stege im Mittelbereich des Metallrohres anzuordnen (Anspruch 8) .
Auch in diesem Fall ist eine schonende Mitnahme der konischen Kreuzspule während des
Spinnprozesses sichergestellt.
[0025] Gemäß Anspruch 9 erstrecken sich Noppen gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des
Stahlrohres.
Auch eine solche Ausbildungen gewährleistet eine sichere Mitnahme der aufliegenden,
anzutreibenden Kreuzspule.
Das heißt, aufgrund der Profilierung des Metallrohres hält sich der Schlupf zwischen
Antriebswalze und Kreuzspule sowohl während des gleichförmigen Betriebes als auch
in den Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsphasen der Spulvorrichtung in Grenzen.
[0026] Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die vorstehend
beschriebenen Arten der Profilierungen des Metallrohres beschränkt ist, sondern das
durchaus auch andere Arten von Profilierung, z.B. Noppen in den Seitenbereichen und
Stege im Mittelbereich, unter den allgemeinen Erfindungsgedanken fallen sollen.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0028] Es zeigt.
- Fig.1
- in Seitenansicht einen Halbschnitt auf eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine,
- Fig.2
- in perspektivischer Ansicht eine Arbeitsstelle einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine,
- Fig.3A
- eine Antriebswalze mit einer ersten Ausführungsform eines dünnwandigen, durch Hochdruckinnenverformung
profilierten, auf dem Rotorgehäuse eines Außenläufers festgelegten Stahlrohres,
- Fig.3B
- eine Antriebswalze mit einer weiteren Ausführungsform eines dünnwandigen, durch Hochdruckinnenverformung
profilierten, auf dem Rotorgehäuse eines Außenläufers festgelegten Stahlrohres,
- Fig.4
- die erfindungsgemäße Antriebswalze mit dünnwandigem Stahlrohr im Schnitt.
[0029] In Fig. 1 ist schematisch in Seitenansicht eine Hälfte einer Kreuzspulen herstellende
Textilmaschine 1, im Ausführungsbeispiel einer Offenend-Rotorspinnmaschine, dargestellt.
[0030] Derartige Textilmaschinen verfügen, wie bekannt, zwischen ihren (nicht dargestellten)
Endgestellen über eine Vielzahl gleichartiger Arbeitsstellen 2.
Die Arbeitstellen 2 weisen dabei jeweils ein Spinnaggregat 3 sowie eine Spulvorrichtung
4 auf.
In den Spinnaggregaten 3 werden Faserbänder 6, die in Spinnkannen 5 bevorratet sind,
zu Fäden 7 verarbeitet, die anschließend auf den Spulvorrichtungen 4 zu Kreuzspulen
8 aufgewickelt werden.
Die fertig gestellten Kreuzspulen 8 werden über eine Kreuzspulen-Transporteinrichtung
12 zu einer maschinenendseitig angeordneten (nicht dargestellten) Ladestation befördert.
[0031] Wie in Fig.1 angedeutet, weisen die Arbeitsstellen 2 jeweils neben dem Spinnaggregat
3 und der Spulvorrichtung 4 noch weitere Handhabungseinrichtungen, beispielsweise
eine Fadenabzugseinrichtung 10, eine Absaugdüse 17, einen Fadenspeicher 13 sowie eine
Paraffiniereinrichtung 14 auf.
Die Funktion dieser Bauteil ist bekannt und in zahlreichen Patentschriften ausführlich
erläutert.
[0032] Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, weist die Spulvorrichtung 4 eine Umlenkrolle
15, eine Fadenchangiereinrichtung 16, mit einem Fadenführer 18, eine Antriebswalze
11 sowie einen Spulrahmen 9 auf.
Die im Ausführungsbeispiel einzelmotorisch beaufschlagte Antriebswalze 11, die in
den Figuren 3 und 4 näher dargestellt ist, treibt dabei eine im Spulenrahmen 9 frei
drehbar gelagerte Kreuzspule 8 an.
[0033] Wie in Fig.4 angedeutet, verfügt die Antriebswalze 11 über einen Außenläuferantrieb
22, das heißt, auf einer drehfest angeordneten Lagerachse 24 ist
drehfest der Stator 25 eines elektromotorischen Antriebes festgelegt, der über Energieleitung
26 an eine (nicht dargestellte) Stromquelle angeschlossen ist.
Auf der Lagerachse 24 sind außerdem Lagereinrichtungen 27 für den als Außenläufer
ausgebildeten Rotor 23 des Antriebswalzen-Antriebes 22 positioniert.
Der Rotor 23 verfügt über ein Rotorgehäuse 28 auf dessen Außenumfang 21 ein dünnwandiges,
durch Hochdruckinnenverformung profiliertes Metallrohr 19, vorzugsweise ein Stahlrohr
aus einer Edelstahllegierung, festgelegt ist.
[0034] Das dünnwandige, profilierte Stahlrohr 19 steht während des Spulbetriebes mit der
Oberfläche der Kreuzspule 8 in Kontakt und nimmt diese mit.
[0035] Die Profilierung des dünnwandigen Stahlrohres 19 besteht dabei beispielsweise, wie
in Fig.3A angedeutet, aus über den gesamten Umfang des Stahlrohres 19 verteilt angeordnete,
beabstandet positionierten Noppen 20, die sich quasi formschlüssig in die Oberfläche
der Kreuzspule 8 "eingraben" und dafür sorgen, dass zwischen der antreibenden Antriebswalze
11 und der angetriebenen Kreuzspule 8 stets ausreichend Mitnahmekraft zur Verfügung
steht.
[0036] In einer weiteren vorteilhaften, in Fig. 3B dargestellten Ausführungsform weist das
dünnwandige Stahlrohr 19 Bereiche mit unterschiedlicher Profilierung auf.
In den Seitenbereiche 32, 33 des Stahlrohres 19 sind beispielsweise, in Rotationsrichtung
R der Antriebswalze beabstandete Stege 30 angeordnet, während im Mittelbereich 31
eine Profilierung in Form von beabstandeten Noppen 20 vorliegt.
In einer weiteren (nicht dargestellten) Ausführungsform, die insbesondere zum Antreiben
konischer Kreuzspulen dient, sind die Stege 30 im Mittelbereich des Stahlrohres 19
angeordnet, während die Außenbereiche glatt oder mit Noppen 20 versehen sind.
[0037] Wie vorstehend bereits erläutert erhält das dünnwandige Stahlrohr 19 seine Profilierung
vorteilhafter Weise durch Hochdruckinnenverformen.
Bei diesem an sich bekannten und beispielsweise in der
DE 41 03 082 A1 beschriebenen Verfahren, das auch als hydrostatisches Umformen bezeichnet wird, wird
ein aus kaltumformbarem Metall bestehender Hohlkörper in ein Gesenk eingelegt, in
das, entsprechend der gewünschten Profilierung, Ausnehmungen eingearbeitet sind.
Durch ein inkompressibles Medium, vorzugsweise eine Druckflüssigkeit, die mit sehr
hohem Druck in das Innere des Hohlkörpers eingepresst wird, wird das dünnwandige Rohr
in die an der Innenwandung des Gesenkes vorhandenen Ausnehmungen gedrückt.
Das heißt, die Ausbildung des Innenwandung des Gesenkes gibt die endgültige Form des
zu erstellten Bauteils sowohl was dessen Abmessungen oder dessen exakte körperliche
Ausgestaltung betrifft, vor.
[0038] Da im Bereich der Biegekanten jeweils relativ glatte Radien entstehen, weisen die
gefertigten Bauteile bereits ihr Endfinish auf, das heißt, weitere Nachbehandlungen,
wie zum Beispiel entgraten, sind nicht notwendig.
Durch Hochdruckinnenverformung lassen sich deshalb auch relativ komplizierte Serienbauteile
verhältnismäßig kostengünstig und sehr passgenau fertigen.
1. Antriebswalze für eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine (1) zum reibschlüssigen
Antreiben einer in einem Spulenrahmen einer Spulvorrichtung drehbar gehalterten Kreuzspule
(8),
dadurch gekennzeichnet,
dass den Außenumfang (21) der Antriebswalze (11) ein dünnwandiges, durch Hochdruckinnenverformung
profiliertes Metallrohr (19) bildet.
2. Antriebswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dünnwandige, profilierte Metallrohr (19) aus Stahl, vorzugsweise einer rostfreien
Edelstahllegierung besteht.
3. Antriebswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dünnwandige, profilierte Metallrohr (19) als beschichtete Metallhülse ausgebildet
ist.
4. Antriebswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswalze (11) durch einen elektromotorischen Einzelantrieb in Form eines
Außenläufers (22) beaufschlagt ist, auf dessen Rotorgehäuse (28) das dünnwandige,
profilierte Metallrohr (19) festgelegt ist.
5. Antriebswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das dünnwandige, profilierte Metallrohr (19) eine Wandstärke zwischen 0,1 mm und
0,4 mm, vorzugsweise 0,2 mm, aufweist.
6. Antriebswalze nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dünnwandige, profilierte Metallrohr (19) eine wenigstens in Rotationsrichtung
(R) der Antriebswalze (11) abgesetzte Profilierung, beispielsweise in Form von Noppen
(20) und/oder Stegen (30), aufweist.
7. Antriebswalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Noppen (20) über den Mittelbereich (31) der Antriebswalze (11) erstrecken,
während in den Seitenbereichen (32, 33) Stege (30) angeordnet sind.
8. Antriebswalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswalze (11) in ihrem Mittelbereich (31) Stege (30) aufweist.
9. Antriebswalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Noppen (20) gleichmäßig über den gesamten Außenumfang des dünnwandigen,
profilierten Stahlrohres (19) erstreckten.
1. Drive roller for a textile machine (1) producing cross-wound bobbins for the frictional
drive of a cross-wound bobbin (8) held so as to rotate in a creel of a winding device,
characterised in that
the outer periphery (21) of the drive roller (11) is formed by a thin-walled metal
tube (19) profiled by high-pressure internal forming.
2. Drive roller according to claim 1, characterised in that the thin-walled, profiled metal tube (19) is made of steel, preferably a stainless
high-grade steel alloy.
3. Drive roller according to claim 1, characterised in that the thin-walled profiled metal tube (19) is designed as a coated metal sleeve.
4. Drive roller according to claim 1, characterised in that the drive roller (11) is acted upon by an electric motor single drive in the form
of external rotor (22), onto the rotor housing (28) of which the thin-walled, profiled
metal tube (19) is secured.
5. Drive roller according to claim 1, characterised in that the thin-walled, profiled metal tube (19) has a wall thickness of between 0.1 mm
and 0.4 mm, preferably 0.2 mm.
6. Drive roller according to any one of the preceding claims, characterised in that the thin-walled, profiled metal tube (19) has a profiling that is stepped at least
in the direction of rotation (R) of the drive roller (11), for example in the form
of nubs (20) and/or webs (30).
7. Drive roller according to claim 6, characterised in that the nubs (20) extend over the central region (31) of the drive roller (11), while
webs (30) are arranged in the side regions (32, 33).
8. Drive roller according to claim 6, characterised in that the drive roller (11) has webs (30) in its central region (31).
9. Drive roller according to claim 6, characterised in that the nubs (20) extend uniformly over the entire outer periphery of the thin-walled,
profiled steel tube (19).
1. Cylindre d'entraînement pour une machine textile (1) produisant des bobines croisées
destiné à entraîner par friction une bobine croisée (8) maintenue de façon à pouvoir
tourner dans un cadre à bobine d'un dispositif de bobinage, caractérisé en ce que la périphérie extérieure (21) du cylindre d'entraînement (11) forme un tube métallique
à paroi mince (19) profilé par formage intérieur sous haute pression.
2. Cylindre d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube métallique profilé à paroi mince (19) est en acier, de préférence un alliage
d'acier spécial inoxydable.
3. Cylindre d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube métallique profilé à paroi mince (19) est conformé en tant que manchon métallique
revêtu.
4. Cylindre d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre d'entraînement (11) est entraîné par un entraînement individuel à moteur
électrique en forme d'induit extérieur (22), sur la cage de rotor (28) duquel le tube
métallique profilé à paroi mince (19) est fixé.
5. Cylindre d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube métallique profilé à paroi mince (19) présente une épaisseur de paroi entre
0,1 mm et 0,4 mm, de préférence 0,2 mm.
6. Cylindre d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tube métallique profilé à paroi mince (19) présente un profilage décalé au moins
dans le sens de rotation (R) du cylindre d'entraînement (11), par exemple en forme
de pastilles (20) et/ou de nervures (30).
7. Cylindre d'entraînement selon la revendication 6, caractérisé en ce que les pastilles (20) s'étendent sur la zone médiane (31) du cylindre d'entraînement
(11), tandis que les nervures (30) sont disposées dans les zones latérales (32, 33).
8. Cylindre d'entraînement selon la revendication 6, caractérisé en ce que le cylindre d'entraînement (11) présente des nervures (30) dans sa zone médiane (31).
9. Cylindre d'entraînement selon la revendication 6, caractérisé en ce que les pastilles (20) s'étendent uniformément sur toute la périphérie extérieure du
tube d'acier profilé à paroi mince (19).