[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung für die Aufbewahrung und/oder den Transport
von Gegenständen, wobei die Verpackung zumindest einen Bodenbereich und zumindest
einen an den Bodenbereich angrenzenden Seitenbereich aufweist.
[0002] Für die Aufnahme, Aufbewahrung und den Transport von verschiedensten Gegenständen
sind vielfältige Ausgestaltungen von Verpackungen bekannt. Darüber hinaus ist auch
bekannt, dass Verpackungen in unterschiedlichsten Materialien hergestellt werden können.
So sind Verpackungen beispielsweise aus Karton, Pappe oder dergleichen ausgebildet.
Es kann jedoch auch ein anderes Material, wie beispielsweise Kunststoff, Metall oder
Holz, vorgesehen sein. Besonders für zerbrechliche Gegenstände ist es besonders wichtig,
dass die Verpackung aus einem relativ stabilen Material ausgebildet ist und diese
darüber hinaus eine stabile Positionierung der zerbrechlichen Gegenstände in der Verpackung
gewährleisten kann. Besonders bei sehr unförmigen zerbrechlichen Gegenständen, wie
dies beispielsweise bei kelchförmigen Gläsern, wie beispielsweise Wein- oder Sektgläsern,
der Fall ist, ist es besonders erforderlich, einerseits eine stabile Verpackung bereitstellen
zu können, welche darüber hinaus auch eine positionsstabile Lagerung der Gläser in
der Verpackung ermöglicht. Ferner ist es bei derartigen Verpackungen für oben angesprochene
Gegenstände oftmals ein Problem, eine möglichst hohe Packungsdichte in der Verpackung
erreichen zu können. Da diese Gläser meist mit einem relativ großen Abstand zueinander
in der Verpackung angeordnet werden müssen, kann entweder nur eine geringe Anzahl
in eine vorgegebene Packungsgröße eingepackt werden oder es muss andererseits eine
entsprechend größere Verpackung verwendet werden.
[0003] Darüber hinaus ist für derartige Gegenstände, welche sehr markante äußere Formgebungen
aufweisen, eine sichere und stabile Positionierung in der Verpackung sehr schwierig
und bislang nur unzureichend gelöst.
[0004] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackung für die Aufbewahrung
und den Transport von Gegenständen zu schaffen, welche eine positionsstabile Lagerung
der in der Verpackung enthaltenen Gegenstände ermöglicht. Des Weiteren soll die zu
schaffende Verpackung auch derart ausgestaltet sein, dass eine möglichst hohe Packungsdichte
erreicht werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird durch eine Verpackung, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1
aufweist, gelöst.
[0006] Eine erfindungsgemäße Verpackung ist für die Aufbewahrung und/oder den Transport
von Gegenständen ausgebildet. Die Verpackung weist zumindest einen Bodenbereich und
zumindest einen an den Bodenbereich angrenzenden Seitenbereich auf. Ein wesentlicher
Gedanke der Erfindung besteht darin, dass an einer dem Innenraum der Verpackung zugewandten
Seite des Seitenbereichs zumindest ein Positionierelement angeordnet ist, wobei das
Positionierelement derart ausgebildet ist, dass zwischen der Seitenwand und dem Positionierelement
ein Positionierbereich entsteht. Der Positionierbereich wird durch das Positionierelement
und den Seitenbereich der Verpackung derart ausgebildet, dass ein Teilbereich des
aufzubewahrenden und/oder zu transportierenden Gegenstands in diesem Positionierbereich
positionierbar ist. Durch die erfindungsgemäße Verpackung kann ermöglicht werden,
dass Gegenstände positionsstabil in der Verpackung angeordnet werden können. Es kann
erreicht werden, dass ein erster Teilbereich des Gegenstands im Positionierbereich
fest positioniert werden kann und darüber hinaus durch das Positionierelement ein
zweiter Teilbereich des Gegenstands stabil in der Verpackung angeordnet werden kann.
Des Weiteren kann eine sehr hohe Packungsdichte erreicht werden, was bedeutet, dass
eine relativ hohe Anzahl an Gegenständen in einer relativ dazu verhältnismäßig kleinen
Verpackung angeordnet werden können. Die erfindungsgemäße Verpackung ist besonders
für Gegenstände, welche eine sehr markante äußere Formgebung aufweisen, geeignet.
Darüber hinaus kann mit der erfindungsgemäßen Verpackung erreicht werden, dass zerbrechliche
Gegenstände relativ sicher verpackt und positionsstabil in der Verpackung gehalten
werden können. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verpackung kann darin gesehen
werden, dass das sichere Positionieren der Gegenstände ohne zusätzliche Einlagematerialien
möglich ist. Als Einlagematerialien sind beispielsweise Kunststoffchips oder Schaumstoffelementen
oder wolleartige Strukturen bekannt.
[0007] In bevorzugter Weise ist das Positionierelement flexibel ausgebildet. Dadurch kann
stets eine optimale Anpassung an die Formgebung des zu positionierenden Teilbereichs
eines Gegenstands erreicht werden.
[0008] Das Positionierelement kann relativ zum Seitenbereich bewegbar sein. Der Seitenbereich
und das Positionierelement können derart zueinander angeordnet sein, dass das Volumen
des Positionierbereichs veränderbar ist. Dadurch können Gegenstände mit unterschiedlichen
Teilbereichen stabil positioniert werden, ohne dass die Verpackung geändert werden
muss.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verpackung ist der Positionierbereich
taschenförmig ausgebildet. Dies ermöglicht ein sehr einfaches Einführen und Positionieren
des zu transportierenden oder aufzubewahrenden Gegenstands und ermöglicht des Weiteren,
dass der Gegenstand in seiner eingesetzten Position bleibt. Die taschenförmige Ausbildung
kann dabei individuell und in flexibler Weise derart ausgestaltet sein, dass der darin
positionierte Teilbereich des Gegenstands quasi zumindest teilweise umschließend festgehalten
wird und ein Verrutschen verhindert werden kann.
[0010] Das Positionierelement ist in bevorzugter Weise einstückig mit dem Seitenbereich
ausgebildet. Dies ermöglicht eine einfache und kostengünstige Herstellung. Darüber
hinaus kann dadurch gewährleistet werden, dass das Positionierelement stets an der
gleichen Stelle im Seitenbereich angeordnet ist und somit ein exaktes Positionieren
des Gegenstands, insbesondere des Teilbereichs des Gegenstands, in der Verpackung
durchführbar ist.
[0011] Der Positionierbereich umfasst in vorteilhafter Weise zumindest an der dem Bodenbereich
abgewandten Seite einen Einführbereich. Dadurch kann in einfacher Weise realisiert
werden, dass der einzuführende Gegenstand einfach zugänglich und problemlos in die
Verpackung eingelegt bzw. eingeführt werden kann. Darüber hinaus wird dadurch erreicht,
dass das Einlegen des Gegenstands in die Verpackung und das Einführen des Teilbereichs
des Gegenstands in den Positionierbereich gleichzeitig durchgeführt werden kann und
in einem Bewegungsablauf realisiert werden kann.
[0012] Das Positionierelement weist in bevorzugter Weise einen schlitzförmigen Einschnitt
auf, wobei dieser schlitzförmige Einschnitt insbesondere einen in Richtung des Bodenbereichs
verlaufenden Einschnitt darstellt. Im zusammengesetzten Zustand der Verpackung wird
somit ein schlitzförmiger Einschnitt erreicht, welcher im Wesentlichen vertikal orientiert
ist. Vorteilhaft erweist es sich dabei, wenn der Einführbereich angrenzend an den
schlitzförmigen Einschnitt ausgebildet ist, wobei dadurch ermöglicht wird, dass der
Teilbereich des Gegenstands, welcher in dem Positionierbereich gelagert werden soll,
beim Einlegen des Gesamtgegenstands automatisch vom Einführbereich in den schlitzförmigen
Einschnitt übergeführt wird. Der Gegenstand wird somit beim Einlegen in die Verpackung
durch den schlitzförmigen Einschnitt quasi in seine Endposition automatisch geführt.
Der schlitzförmige Einschnitt kann eine Breite aufweisen, welche kleiner, gleich groß
oder größer dem Teilbereich des Gegenstands ist, welcher in dem schlitzförmigen Einschnitt
geführt wird und anschließend in seine Endposition gelangt. Der schlitzförmige Einschnitt
kann in eine Aussparung im Positionierelement münden, welche dem Einführbereich gegenüberliegt.
In dieser Aussparung kann der weitere Teilbereich des Gegenstands in einer Endposition
bzw. Einlageposition in der Verpackung stabilisiert oder gestützt werden. Die Aussparung
kann mit ihren Ausmaßen derart ausgebildet sein, dass der darin positionierte weitere
Teilbereich des Gegenstands passgenau positionierbar ist.
[0013] Das Positionierelement kann zumindest zweiteilig ausgebildet sein, wobei der schlitzförmige
Einschnitt über die gesamte Höhe des Positionierelements verlaufend ausgebildet ist.
Die beiden Teile des Positionierelements sind somit durch den schlitzförmigen Einschnitt
voneinander getrennt, wodurch das Positionierelement flexibler ausgebildet ist und
ein Einführen des Teilbereichs des Gegenstands in den Positionierbereich erleichtert
werden kann. Der schlitzförmige Einschnitt kann derart ausgebildet sein, dass die
benachbarten Teile des Positionierelements im Bereich des schlitzförmigen Einschnitts
zumindest teilweise über die gesamte Erstreckung des schlitzförmigen Einschnitts beabstandet
sind.
[0014] Die beiden Teile des Positionierelements sind in bevorzugter Weise laschenartig ausgebildet
und derart jeweils an dem Seitenbereich angeordnet, dass sie in den Innenraum der
Verpackung schwenkbar sind. Eine derart flexible Ausgestaltung des Positionierelements
bzw. der zumindest zwei Teile des Positionierelements ermöglicht eine flexible und
situationsabhängige Ausbildung des Positionierbereichs. So kann damit erreicht werden,
dass in dem Positionierbereich zu platzierende Teilbereiche des Gegenstands auch dann
sicher und stabil gehalten werden können, wenn sie unterschiedliche Formgebungen aufweisen.
Denn das Einführen und Positionieren kann durch eine variabel veränderbare Einstellung
des Positionierbereichs ermöglicht werden. Stets kann dabei gewährleistet werden,
dass sich der Seitenbereich und die relativ dazu flexibel beweglichen Teile des Positionierelements
der Formgebung des Teilbereichs des Gegenstands anpassen und diesen fest in dem Positionierbereich
halten.
[0015] Das Positionierelement kann an der den Bodenbereich abgewandten Seite eine Aussparung
aufweisen. Die Aussparung kann derart ausgebildet sein, dass sie in Form einer Einkerbung
in den schlitzförmigen Einschnitt mündet. Dies ermöglicht beim Einführen des Gegenstands
ein einfaches Erkennen des Positionierelements bzw. des Positionierbereichs und gewährleistet
darüber hinaus auch, dass der Teilbereich des Gegenstands sicher in seine Endposition
geführt werden kann.
[0016] Im zusammengesetzten Zustand der Verpackung kann das Positionierelement an der dem
Bodenbereich zugewandten Seite bogenförmig ausgebildet sein bzw. einen bogenförmigen
Begrenzungsrand aufweisen.
[0017] In vorteilhafter Weise ist der Seitenbereich zumindest zweiteilig ausgebildet und
das Positionierelement ist in einem der beiden Teile angeordnet. Das Positionierelement
kann sowohl in dem Seitenbereich oder in einem Teil davon integriert sein. Es kann
jedoch auch separat ausgebildet sein und an dem Seitenbereich angeordnet sein. Die
Formulierung, dass das Positionierelement an dem Seitenbereich angeordnet ist, soll
beide oben genannten Möglichkeiten umfassen. Das Positionierelement kann auch lösbar
mit dem Seitenbereich verbunden sein, beispielweise durch einen Klettverschluss, einen
mehrmals verwendbaren Klebeverschluss oder dergleichen.
[0018] Die beiden Teile des Seitenbereichs sind in bevorzugter Weise einstückig ausgebildet,
wobei das Positionierelement in dem dem Bodenbereich abgewandten Teil angeordnet ist.
Die Verpackung kann dadurch einfach und aufwandsarm hergestellt werden und ermöglicht
dadurch eine Kostenreduzierung in der Fertigung.
[0019] Die beiden Teile des Seitenbereichs sind im zusammengesetzten Zustand der Verpackung
in vorteilhafter Weise aneinander anliegend angeordnet. Dies ermöglicht in besonders
einfacher und zuverlässiger Weise das Ausbilden des Positionierbereichs, wodurch des
Weiteren auch eine stets exakte Platzierung des Positionierbereichs in der gesamten
Verpackung erreicht werden kann. Des Weiteren gewährleistet eine derartig doppelwandige
Ausbildung eines Seitenbereichs eine äußerst stabile Verpackung, welche die darin
enthaltenen Gegenstände auch vor größeren äußeren Krafteinwirkungen schützt, wodurch
eine Beschädigung oder Zerstörung der in der Verpackung enthaltenen Gegenstände vermieden
werden kann.
[0020] Die beiden Teile des Seitenbereichs sind in bevorzugter Weise zumindest zur Ausbildung
des Positionierbereichs an Begrenzungsbereichen des Positionierbereichs miteinander
verbunden. Die Größe und Ausgestaltung kann somit auch in einfacher Weise dadurch
beeinflusst werden, dass diese festen Verbindungen zwischen den Teilen des Seitenbereichs
in variabler Weise als Begrenzungsbereiche festgelegt werden können.
[0021] Die Verpackung kann derart ausgebildet sein, dass sie zumindest zwei Seitenbereiche
aufweist, welche jeweils zumindest einen Positionierbereich aufweisen. Der Seitenbereich
wird als ein gesamter, um den Rand des Bodenbereichs umlaufend angrenzender Seitenbereich
betrachtet, welcher abhängig von der Formgebung des Bodenbereichs somit auch mehrere
Seitenbereiche aufweisen kann. Die zumindest zwei Seitenbereiche mit jeweils zumindest
einem Positionierbereich können in vorteilhafter Weise im Wesentlichen parallel zueinander
orientiert sein, wobei die zumindest jeweils einen Positionierelemente bzw. Positionierbereiche
versetzt zueinander an unterschiedlichen Positionen in den Seitenbereichen angeordnet
sind. In einer solchen Ausgestaltung sind die Positionierelemente von zwei Seitenbereichen
somit nicht deckungsgleich gegenüberliegend angeordnet. Dies ermöglicht in besonders
vorteilhafter Weise eine äu-βerst platzsparende Anordnung der Gegenstände in der Verpackung.
Durch eine derartig versetzte oder auch alternierend zueinander realisierte Anordnung
der Positionierelemente in den gegenüberliegenden Seitenbereichen kann insbesondere
bei Gegenständen, welche eine markant ausgeprägte äußere Formgebung mit beispielsweise
sehr dünnen Bereichen, welche an sehr große oder dicke Bereiche angrenzen, eine sehr
hohe Packungsdichte erreicht werden. Obwohl dadurch die in der Verpackung enthaltene
Gegenstände relativ nahe zueinander positioniert werden, kann durch die erfindungsgemäße
Verpackung dennoch gewährleistet werden, dass die Gegenstände in der Verpackung positionsstabil
gehalten werden und trotz ihrer räumlichen Nähe nicht aneinander stoßen und dadurch
beschädigt oder zerstört werden. Ein weiterer Vorteil dieser versetzten Ausbildung
der Positionierbereiche ist darin zu sehen, dass sich insbesondere bei Gegenständen,
welche sich von dem einen Seitenbereich bis zum gegenüberliegenden Seitenbereich erstrecken
und an beiden Seitenbereichen anliegend angeordnet sind, ein positionsstabiles Halten
sowohl an dem einen Seitenbereich als auch an dem gegenüberliegenden Seitenbereich
ergibt. Dabei ist es möglich, dass die Versetzung der Positionierbereich in den Seitenbereichen
derart ist, dass ein Teilbereich des Gegenstands in einem Positionierbereich einer
Seitenwand fest positioniert ist. Ein anderer Teilbereich dieses Gegenstands, welcher
dem in den Positionierbereich positionierten Teilbereich gegenüberliegt, kann in vorteilhafter
Weise auf dem gegenüberliegenden Seitenbereich durch die Außenflächen von zwei beabstandet
und benachbart zueinander angeordneten Positionierelementen stabil gehalten werden.
Dies bedeutet, dass zwei benachbarte Positionierbereiche bzw. Positionierelemente
in dem gegenüberliegenden Seitenbereich derart beabstandet zueinander ausgebildet
sind, dass der an diesem gegenüberliegenden Seitenbereich anliegende Teilbereich des
Gegenstands zwischen diesen beiden Positionierelementen platziert werden kann und
positionsstabil gehalten werden kann. Ein Positionierelement - und der zugeordnete
Positionierbereich - erfüllt somit zwei Funktionen, in dem er einerseits einen Teilbereich
eines ersten Gegenstands fest positioniert und gleichzeitig mit seinem Außenbereich
derartig ausgebildet ist, dass er in Verbindung mit einem benachbarten Außenbereich
eines zweiten Positionierbereichs, welcher an dem gleichen Seitenbereich angeordnet
ist, einen zweiten Gegenstand positionsstabil in der Verpackung hält.
[0022] In vorteilhafter Weise ist die gesamte Verpackung einstückig ausgebildet. Ein derartig
einstückiger Zuschnitt einer derartigen Verpackung kann relativ einfach und schnell
hergestellt werden und ermöglicht darüber hinaus einen schnellen maschinellen oder
manuellen Zusammenbau der Verpackung.
[0023] Die Verpackung ist in bevorzugter Weise aus Karton, Papier oder dergleichen ausgebildet.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Verpackung aus einem anderen Material
wie Kunststoff oder auch Holz ausgebildet ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die
Verpackung auch aus einem Metall ausgebildet ist. Grundsätzlich möglich ist es, dass
die dem Innenraum zugewandten Seiten des Bodenbereichs und der Seitenbereiche zusätzlich
mit einem weichen Material, wie beispielsweise einem Futteral wie es aus Etuis bekannt
ist, ausgekleidet ist. Besonders bei zerbrechlichen Gegenständen, wie dies bei Gläsern
der Fall ist, kann dadurch auch ein Verkratzen oder sonstige Verunreinigungen verhindert
werden.
[0024] Besonders geeignet ist die Verpackung für Gegenstände in Form kelchförmiger Gefä-ße,
welche in vorteilhafter Weise derart ausgebildet sind, dass sie einen plattenförmigen
Teilbereich aufweisen, welcher zur Positionierung des Gegenstands in den Positionierbereich
einführbar ist. Durch die erfindungsgemäße Verpackung kann darüber hinaus ermöglicht
werden, dass ein einfaches Befüllen und Entnehmen von Gegenständen in die bzw. aus
der Verpackung, insbesondere Gläsern, ermöglicht werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Verpackungen kann dabei erreicht werden, dass die Gläser zum Einführen am Stiel angefasst
werden können und somit ein Verschmutzen des Oberteils vermieden werden kann, da zum
Einführen diese Oberteile nicht angefasst werden müssen. Als plattenförmige Teilbereiche
werden dabei allgemein alle Bereiche eines Gegenstands bezeichnet, welche durch einen
im Vergleich zu diesem plattenförmigen Teilbereich verjüngten oder schmalen Bereich
mit den restlichen Teilbereichen des gesamten Gegenstands verbunden sind.
[0025] In vorteilhafter Weise ist die Verpackung rechteckförmig ausgebildet und weist vier
Seitenbereiche auf, welche den gesamten Seitenbereich ausbilden. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, dass die Verpackung vieleckig ausgebildet ist und mehr oder weniger
Seitenbereiche aufweist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass die Verpackung zylinderförmig
ausgebildet ist und einen kreisförmigen Bodenbereich aufweist. Dies zeigt, dass die
erfindungsgemäße Verpackung in ihrer Formgebung in vielfältiger und variabler Weise
gestaltet werden kann, wobei diesbezüglich insbesondere die Seitenbereiche mit den
Positionierbereichen und den Positionierelementen in flexibler und variabler Weise
ausgebildet werden können. Es kann somit gewährleistet werden, dass eine Vielzahl
an unterschiedlich ausgestalteten Gegenständen in eine erfindungsgemäße Verpackung
eingeführt werden können und unabhängig von der Formgebung des in den Positionierbereich
einzuführenden Teilbereichs des Gegenstands eine sichere Positionierung gewährleistet
werden kann. Der Positionierbereich kann stets in flexibler und variabler Weise an
den in ihm positionierten Teilbereich des Gegenstands angepasst werden.
[0026] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Verpackung durch einen Deckelbereich verschlossen
werden kann. Der Deckelbereich kann dabei zumindest teilweise durchsichtig ausgebildet
sein. In vorteilhafter Weise kann dadurch erreicht werden, dass zumindest Teile oder
zumindest einige der in der Verpackung enthaltenen Gegenstände betrachtet werden können.
Es kann vorgesehen sein, dass der Deckelbereich als separates Element ausgebildet
ist oder ebenfalls einstückig mit der Verpackung verbunden ist. Eine im Deckelbereich
vorgesehene Aussparung, welche zumindest teilweise die Sicht in den Innenraum der
Verpackung ermöglicht, kann beispielsweise mit einer durchsichtigen Folie bedeckt
sein.
[0027] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Unteransprüchen angegeben.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung in einem ersten Fertigungszustand;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Fig. 2 in einem zweiten Fertigungszustand;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Fig. 2 in einem dritten Fertigungszustand;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Fig. 2 in einem vierten Fertigungszustand;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Fig. 2 in einem fünften Fertigungszustand;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts der erfindungsgemäßen
Verpackung gemäß Fig. 2 in einem sechsten Fertigungszustand; und
- Fig. 8
- eine perspektivische Draufsichtdarstellung auf eine erfindungsgemäße Verpackung.
[0029] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0030] In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines einstückigen Zuschnitts einer erfindungsgemäßen
Verpackung I gezeigt. Die erfindungsgemäße Verpackung I ist im Ausführungsbeispiel
aus Karton ausgebildet. Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Verpackung I im Ausführungsbeispiel
für die Aufbewahrung und/oder den Transport von kelchförmigen Gläsern, beispielsweise
Wein- oder Sektgläsern, ausgebildet.
[0031] Die erfindungsgemäße Verpackung I weist einen Bodenbereich 1 sowie einen ersten Seitenbereich
2 und einen zweiten Seitenbereich 3 auf. Sowohl der erste Seitenbereich 2 als auch
der zweite Seitenbereich 3 sind im Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet. Der
erste Seitenbereich 2 weist ein erstes Teil 21 und ein zweites Teil 22 auf. Wie aus
der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, ist das zweite Teil 22 über eine Biegelinie
11 mit dem Bodenbereich 1 verbunden. Das erste Teil 21 ist über eine Biegelinie 23
mit dem zweiten Teil 22 des ersten Seitenbereichs 2 verbunden. Im Ausführungsbeispiel
weist der Seitenbereich 2 drei Positionierelemente 24 bis 26 auf, welche im Wesentlichen
im ersten Teil 21 angeordnet sind. Die Positionierelemente 24 bis 26 sind im Wesentlichen
gleich ausgebildet, so dass für eine weitere detaillierte Beschreibung lediglich das
Positionierelement 25 stellvertretend für alle anderen näher erläutert wird. Wie dazu
aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, weist das Positionierelement 25 ein
erstes Teil 25a und ein zweites Teil 25b auf. Die beiden Teile 25a und 25b sind durch
einen schlitzförmigen Einschnitt 251 voneinander getrennt. Der schlitzförmige Einschnitt
251 verläuft über die gesamte Länge der in der gezeigten Fig. 1 horizontal orientierten
und einander zugewandten Randbereiche der Teile 25a und 25b. Wie in dem ungefalteten,
ebenen einstückigen Zuschnitt der erfindungsgemäßen Verpackung I in Fig. 1 zu erkennen
ist, ist der schlitzförmige Einschnitt 251 im Wesentlichen senkrecht zur Biegelinie
11 und zum Bodenbereich 1 orientiert. Des Weiteren sind die zugewandten Randbereiche
der Teile 25a und 25b aneinander anliegend, so dass der schlitzförmige Einschnitt
251 im Ausführungsbeispiel dünn ist und lediglich die Separierung der Teile 25a und
25b verdeutlicht. Es kann auch vorgesehen sein, dass der schlitzförmige Einschnitt
251 mit einer derartigen Breite ausgebildet ist, dass die zugewandten Randbereiche
der Teile 25a und 25b beabstandet zueinander angeordnet sind.
[0032] Das erste Teil 25a ist über eine Biegelinie 253 und das zweite Teil 25b über eine
Biegelinie 252 mit dem ersten Teil 21 des Seitenbereichs 2 verbunden. Der erste Teil
25a sowie der zweite Teil 25b weisen auf ihrer dem zweiten Teil 22 des Seitenbereichs
2 abgewandten Seite einen bogenförmig ausgebildeten Begrenzungsrand 254 auf. Dieser
Begrenzungsrand 254 ist durchgängig durch das Kartonmaterial des ersten Teils 21 ausgebildet,
so dass sowohl das erste Teil 25a als auch das zweite Teil 25b jeweils um die Biegelinien
253 bzw. 252 aus der Figurenebene heraus schwenkbar sind.
[0033] Wie des Weiteren aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, ist eine Aussparung
255 im Bereich der Biegelinie 23 ausgebildet. Diese Aussparung 255 erstreckt sich
sowohl in den Bereich des ersten Teils 21 als auch in den Bereich des zweiten Teils
22 des Seitenbereichs 2. Wie zu erkennen ist, ist das erste Teil 25a als auch das
zweite Teil 25b des Positionierelements 25 im Bereich des schlitzförmigen Einschnitts
251 abgerundet ausgebildet, so dass im Bereich des schlitzförmigen Einschnitts 251
eine Einkerbung 255a ausgebildet ist. Diese Einkerbung 255a mündet in den schlitzförmigen
Einschnitt 251.
[0034] Im Ausführungsbeispiel ist das Positionierelement 25 mit seinen Teilen 25a und 25b
relativ flexibel ausgebildet. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich der schlitzförmige
Einschnitt 251 nur teilweise über die gesamte Länge, über die die benachbarten Randbereiche
der Teile 25a und 25b aneinander angrenzen, erstreckt. Ebenso kann vorgesehen sein,
dass der schlitzförmige Einschnitt 251 gar nicht vorhanden ist oder aber zumindest
teilweise als perforierte Linie ausgebildet ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass
der bogenförmige Begrenzungsrand 254 nicht durch einen Materialeinschnitt oder eine
Materialaussparung in dem Teil 21 ausgebildet ist, sondern mit dem Teil 21 verbunden
ist und den Positionierbereich durch diesen Begrenzungsrand 254 begrenzt.
[0035] Im Ausführungsbeispiel sind die Teile 25a und 25b des Positionierelements 25 laschenartig
ausgebildet.
[0036] Angrenzend an das zweite Teil 22 des Seitenbereichs 2 ist an einem Ende eine Lasche
6 und am gegenüberliegenden Ende eine Lasche 7 angeordnet. Die Lasche 6 ist über eine
Biegelinie 61 und die Lasche 7 über eine Bieglinie 71 mit dem zweiten Teil 22 verbunden.
Wie aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, ist im Bereich der Biegelinie 61
eine Aussparung 22a in das zweite Teil 22 des Seitenbereichs 2 integriert. In entsprechender
Weise ist im Bereich der Biegelinie 71 eine Aussparung 22b in diesem zweiten Teil
22 ausgebildet. Des Weiteren ist in dem ersten Teil 21 ein Einschnitt 21 a und auf
der gegenüberliegenden Seite ein Einschnitt 21 b ausgebildet. Der Einschnitt 21 a
ist von der Biegelinie 23 im Wesentlichen genau so weit beabstandet wie die Aussparung
22a. In analoger Weise ist der Einschnitt 21 b von der Biegelinie 23 gleich weit beabstandet
wie die Aussparung 22b.
[0037] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist auch der dem Seitenbereich 2 gegenüberliegende
Seitenbereich 3 ein erstes Teil 31 und ein zweites Teil 32 auf, wobei die beiden Teile
31 und 32 durch eine Biegelinie 33 miteinander verbunden sind. Des Weiteren ist das
zweite Teil 32 über eine Bieglinie 12 mit dem Bodenbereich 1 verbunden. Der Seitenbereich
3 weist ebenfalls drei Positionierelemente 34 bis 36 auf, wobei diese Positionierelemente
34 bis 36 im Wesentlichen im ersten Teil 31 des Seitenbereichs 3 angeordnet sind.
Wie die schematische Darstellung in Fig. 1 zeigt, sind die drei Positionierelemente
34 bis 36 analog zueinander ausgebildet, wodurch nachfolgend lediglich das Positionierelement
35 stellvertretend für alle Positionierelemente 34 bis 36 näher erläutert wird. Es
sei angemerkt, dass im Ausführungsbeispiel die Positionierelemente 24 bis 26 und 34
bis 36 gleich ausgebildet sind, so dass das Positionierelement 35 lediglich in seinen
wesentlichen Elementen kurz bezeichnet wird. Wie zu erkennen ist, weist dieses Positionierelement
35 ein erstes Teil 35a und ein zweites Teil 35b auf. Ein schlitzförmiger Einschnitt
351 erstreckt sich ebenfalls über die gesamte Länge, über die die zugewandten Randbereiche
der Teile 35a und 35b aneinander angrenzen. Das zweite Teil 35b ist über eine Biegelinie
352 und das erste Teil 35a ist über eine Biegelinie 353 mit dem ersten Teil 31 des
Seitenbereichs 3 verbunden. Darüber hinaus weisen die beiden Teile 35a und 35b auf
der dem zweiten Teil 32 abgewandten Seite einen bogenförmigen Begrenzungsrand 354
auf. Analog zum Begrenzungsrand 254 des Positionierelements 25 ist auch dieser Begrenzungsrand
354 durchgängig durch das Material des ersten Teils 31 ausgebildet. Des Weiteren ist
zu erkennen, dass eine Aussparung 355 im Bereich der Biegelinie 33 ausgebildet ist,
welche sich sowohl in das erste Teil 31 als auch in das zweite Teil 32 des Seitenbereichs
3 erstreckt. Auch diese Aussparung ist derart ausgebildet, dass im Bereich des schlitzförmigen
Einschnitts 351 eine Einkerbung 355a ausgebildet ist, welche in den schlitzförmigen
Einschnitt 351 mündet.
[0038] Sowohl die Positionierelemente 24 bis 26 als auch die Positionierelemente 34 bis
36 sind jeweils in ihren Seitenbereichen 2 und 3 im Ausführungsbeispiel äquidistant
zueinander angeordnet.
[0039] Wie in Fig. 1 gezeigt, sind die Positionierelemente 24 bis 26 versetzt zu den Positionierelementen
34 bis 36 ausgebildet. Dies bedeutet, dass in horizontaler Verbindung gemäß der Darstellung
in Fig. 1 ein Positionierelement eines Seitenbereichs dort derart ausgebildet ist,
dass es im Wesentlichen im Freiraum zwischen zwei Positionierelementen des anderen
Seitenbereichs angeordnet ist. Wie dazu aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen
ist, ist beispielsweise das Positionierelement 24 derart im Seitenbereich 2 angeordnet,
dass es bei einer gedachten Platzierung im Seitenbereich 3 zwischen den Positionierelementen
34 und 35 angeordnet wäre. Entsprechendes gilt für die Positionierelement 25 und 26
sowie für die Positionierelemente 35 und 36. Eine derartig versetzte bzw. alternierende
Anordnung der Positionierelemente 24 bis 26 bzw. 34 bis 36 ermöglicht in einem zusammengesetzten
Zustand der erfindungsgemäßen Verpackung I eine hohe Packungsdichte der in der Verpackung
I enthaltenen Gegenstände.
[0040] Wie des Weiteren aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, sind an den Randbereichen
des zweiten Teils 32 des Seitenbereichs 3 eine Lasche 8 und eine Lasche 9 angebracht.
Die Lasche 8 ist über eine Biegelinie 81 mit dem zweiten Teil 32 verbunden. In entsprechender
Weise ist die Lasche 9 über eine Biegelinie 91 mit dem zweiten Teil 32 verbunden.
Analog zum Seitenbereich 2, ist im Seitenbereich 2, insbesondere im zweiten Teil 32
eine Aussparung 32a ausgebildet, welche im Wesentlichen einen gleichen Abstand zur
Biegelinie 33, wie ein Einschnitt 31 a im ersten Teil 31 zu dieser aufweist. In entsprechender
Weise ist im Bereich der Bieglinie 81 eine Aussparung 32b angeordnet, welche ebenfalls
im Wesentlichen gleich weit zur Biegelinie 33 beabstandet ist, als ein Einschnitt
31 b im ersten Teil 31.
[0041] Wie der Fig. 1 weiterhin zu entnehmen ist, weist die erfindungsgemäße Verpackung
einen dritten Seitenbereich 4 auf, welcher im Ausführungsbeispiel ebenfalls zweiteilig
ausgebildet ist und ein erstes Teil 41 sowie ein zweites Teil 42 aufweist. Die beiden
Teile 41 und 42 sind über eine Biegelinie 43 miteinander verbunden. Des Weiteren sind
an den Randbereichen des ersten Teils 41 Laschen 41 a und 41 b ausgebildet.
[0042] Ferner umfasst die erfindungsgemäße Verpackung I eine vierte Seitenwand 5, welche
ebenfalls zweiteilig ausgebildet ist und ein erstes Teil 51 sowie ein zweites Teil
52 umfasst, wobei die beiden Teile 51 und 52 über eine Biegelinie 53 miteinander verbunden
sind. Der dritte Seitenbereich 4, insbesondere das zweite Teil 42, ist über eine Biegelinie
13 mit dem Bodenbereich 1 verbunden. In entsprechender Weise ist der vierte Seitenbereich
5, insbesondere das zweite Teil 52, über eine Biegelinie 14 mit dem Bodenbereich 1
verbunden.
[0043] Nachfolgend wird die Zusammensetzung des einstückigen Zuschnitts gemäß Fig. 1 zu
einer dreidimensionalen Verpackung näher erläutert. Wie dazu in Fig. 2 zu erkennen
ist, wird der einstückige Zuschnitt im Wesentlichen als Kartonfläche bereitgestellt.
Es sei erwähnt, dass in den nachfolgend erläuterten Fig. 2 bis 7 der Übersichtlichkeit
dienend nicht alle der in Fig. 1 angegebenen Bezugszeichen eingezeichnet sind.
[0044] Ausgehend von dem bereitgestellten Zuschnitt der erfindungsgemäßen Verpackung I in
Fig. 2 werden gemäß der gezeigten Darstellung in Fig. 3 zunächst die Seitenbereiche
2 und 3 über die Biegelinien 11 bzw. 12 gebogen. Des Weiteren werden sowohl die Laschen
6 und 7 als auch die Laschen 8 und 9 nach innen gebogen, so dass die Laschen 6 und
7 dem Seitenbereich 3 und die Laschen 8 und 9 dem Seitenbereich 2 zugewandt sind.
[0045] In einem nachfolgenden Vorgang, bei dem die erfindungsgemäße Verpackung 1 weiter
gefaltet wird, wird der dritte Seitenbereich 4 über die Biegelinie 13 in Richtung
des ersten Seitenbereichs 2 und des zweiten Seitenbereichs 3 gebogen. Es kann dabei
vorgesehen sein, dass an den Außenflächen der Laschen 6 und/oder 9, welche dem Seitenbereich
4 zugewandt sind, nicht gezeigte Klebe- und/oder Stecklaschen angeordnet sind, so
dass der dritte Seitenbereich 4, insbesondere das zweite Teil 42 des dritten Seitenbereichs
4 mit den Laschen 6 und 9 fest verbunden werden kann. In entsprechender Weise wird
der vierte Seitenbereich 5 über die Biegelinie 14 in Richtung des ersten Seitenbereichs
2 und des zweiten Seitenbereichs 3 gebogen. Auch da kann vorgesehen sein, dass die
Lasche 7 und/oder die Lasche 8 an ihren Außenflächen Klebe- und/oder Steckverbindungen
aufweisen, so dass der vierte Seitenbereich 5, insbesondere das zweite Teil 52 des
vierten Seitenbereichs 5, fest mit diesen Laschen 7 und 8 verbunden werden kann.
[0046] Wie des Weiteren aus der Darstellung in Fig. 5 zu erkennen ist, werden in einem nachfolgenden
Schritt die Teile 21 bzw. 31 der Seitenbereiche 2 bzw. 3 in den Innenraum der Verpackung
I gebogen. Dazu wird das erste Teil 21 des Seitenbereichs 2 über die Biegelinie 23
in Richtung des Bodenbereichs 1 gebogen. Wie aus der Darstellung in Fig. 5 zu erkennen
ist, sind somit das erste Teil 21 und das zweite Teil 22 aneinander anliegend ausgebildet,
so dass im Wesentlichen ein doppelwandiger Seitenbereich 2 ausgebildet wird. In entsprechender
Weise wird das erste Teil 31 des zweiten Seitenbereichs 3 über die Biegelinie 33 in
den Innenraum der Verpackung I gebogen. Auch dort wird erreicht, dass das erste Teil
31 und das zweite Teil 32 aneinander anliegend ausgebildet werden und ein doppelwandiger
Seitenbereich 3 entsteht. Wie in der Darstellung in Fig. 5 zu erkennen ist, sind somit
die Positionierelemente 24 bis 26 sowie 34 bis 36 an den dem Innenraum der Verpackung
I zugewandten Seite der Seitenbereiche 2 bzw. 3 angeordnet. Wie des Weiteren zu erkennen
ist, wird durch die jeweils doppelwandige Ausbildung der Seitenbereiche 2 und 3 im
Bereich der Positionierelemente ein Positionierbereich (nicht gekennzeichnet) ausgebildet.
Dieser Positionierbereich wird im Ausführungsbeispiel durch die zwei Teile eines Positionierelements
und der benachbarten Seitenwand ausgebildet. Stellvertretend für alle Positionierbereiche
sei hier erwähnt, dass im Bereich des Positionierelements 25 ein Positionierbereich
zwischen den im ersten Teil 21 ausgebildeten Teilen 25a und 25b des Positionierelements
25 und dem zweiten Teil 22 des Seitenbereichs 2 ausgebildet ist. In entsprechender
Weise sind die Positionierbereiche in den Bereichen der Positionierelemente 24 und
26 sowie 34 bis 36 ausgebildet. Die Begrenzungslinien bzw. Begrenzungsränder der Positionierbereiche
werden dabei durch die Biegelinien 252 und 253 sowie den bogenförmigen Begrenzungsrand
254 vorgegeben. Diese erläuterte Begrenzung des Positionierbereichs im Bereich des
Positionierelements 25 ist wiederum stellvertretend für die anderen Positionierbereiche
erläutert.
[0047] Es sei angemerkt, dass ergänzend oder anstatt zu den oben erläuterten Begrenzungen
eines Positionierbereichs auch vorgesehen sein kann, dass zur Erzeugung derartiger
Begrenzungen die Positionierelemente bzw. deren Teile an den Begrenzungsrändern mit
den zweiten Teilen der Seitenbereiche 2 bzw. 3 fest verbunden werden. Vorgesehen sein
kann dabei beispielsweise ein Verkleben oder dergleichen.
[0048] Wie in Fig. 6 dargestellt, wird des Weiteren das erste Teil 51 des vierten Seitenbereichs
5 in den Innenraum der Verpackung I gebogen. Wie in Fig. 6 in schematischer Weise
dargestellt, greift dabei die Lasche 51 b durch den Einschnitt 31 b in die Aussparung
32b des zweiten Teils 32 des Seitenbereichs 3 ein. In entsprechender Weise greift
die Lasche 51 a durch den Einschnitt 21 b in die Aussparung 22b ein. Analog wird das
erste Teil 41 des dritten Seitenbereichs 4 über die Biegelinie 43 in den Innenraum
der erfindungsgemäßen Verpackung I gebogen. Auch hier greift die Lasche 41 b durch
den Einschnitt 31 a in die Aussparung 32a ein. In analoger Weise greift die Lasche
41 a durch den Einschnitt 21 a in die Aussparung 22a ein. Dadurch kann die erfindungsgemäße
Verpackung I in ihrer rechteckförmigen Formgestaltung stabil gehalten werden und die
Seitenbereiche 2 bis 5 sowie der Bodenbereich 1 zueinander stabilisiert werden.
[0049] In Fig. 7 ist eine Draufsichtdarstellung einer vollständig zusammengefalteten erfindungsgemäßen
Verpackung I gezeigt. Wie in dieser Draufsichtdarstellung zu erkennen ist, werden
Positionierbereiche 246, 256, 266, 346, 356 und 366 zwischen den Positionierelementen
24 bis 26 bzw. 34 bis 36 und den jeweils zweiten Teilen 22 bzw. 32 der Seitenbereiche
2 bzw. 3 ausgebildet. In diese Positionierbereiche 246, 256, 266 und 346, 356, 366
können Teilbereiche eines Gegenstands eingeführt werden und die Gegenstände dadurch
positionsstabil gehalten werden. Wie sowohl aus der Darstellung in Fig. 6 als auch
aus der Darstellung in Fig. 7 zu erkennen ist, ist der stellvertretend für alle anderen
schlitzförmigen Einschnitte dargestellte schlitzförmige Einschnitt 251 im zusammengefalteten
Zustand der Verpackung I im Wesentlichen vertikal orientiert und in Richtung zum Bodenbereich
1 hin ausgerichtet. Wie des Weiteren aus den Fig. 6 und 7 zu entnehmen ist, ist durch
die stellvertretend eingezeichnete Aussparung 255 im zusammengesetzten Zustand der
Verpackung I ein Einführbereich ausgebildet. Die Aussparung 255, welche im zusammengesetzten
Zustand der Verpackung I als Einführbereich 255 bezeichnet wird, ist in dem dem Bodenbereich
1 abgewandten Randbereich des Seitenbereichs 2 ausgebildet. Dieser dem Bodenbereich
1 abgewandte Randbereich wird im Ausführungsbeispiel durch die Biegelinie 23 des Seitenbereichs
2 ausgebildet. Wie in der Darstellung im Bereich des Positionierelements 25 zu erkennen
ist, wird das Einführen eines Gegenstands in den Innenraum der Verpackung I an einer
explizit vorgesehenen Endposition auch dadurch erleichtert, dass die Einkerbung 255a
einen Randbereich des Einführbereichs 255 darstellt und somit der einzuführende Gegenstand
quasi automatisch sicher und zielgenau in seine Endposition geführt werden kann. Die
oben gemachten Ausführungen für den Positionierbereich 256 sowie für den Einführbereich
255 im Bereich des Positionierelements 25 gelten in analoger Weise für die entsprechenden
Bereiche und Elemente der Positionierelemente 24 und 26 sowie 34 bis 36.
[0050] Anzumerken ist, dass die in Fig. 1 gezeigte Positionierung der Positionierelemente
24 bis 26 im Seitenbereich 2 sowie die Positionierung der Positionierelemente 34 bis
36 im Seitenbereich 3 nicht denjenigen Positionierungen entsprechen, wie sie in Fig.
2 dargestellt sind.
[0051] In Fig. 8 ist eine perspektivische Draufsichtdarstellung auf eine erfindungsgemäße
Verpackung I gezeigt. Wie dort zu erkennen ist, sind in der Verpackung I kelchförmige
Gläser 101 bis 106 angeordnet. Wie zu erkennen ist, kann durch die versetzte Anordnung
der Positionierelemente 24 bis 26 zu den Positionierelementen 34 bis 36 erreicht werden,
dass die Gläser 101 bis 106 in einer möglichst platzsparenden, alternierenden Anordnung
in der Verpackung I untergebracht werden können. Die Gläser 101 bis 106 weisen eine
markante äußere Formgestaltung auf, welche durch einen im Wesentlichen plattenförmigen
Fuß mit einem daran angrenzenden Stil und einem wiederum daran angrenzenden Behälterbereich
geprägt ist. Wie Fig. 8 zeigt, können die plattenförmigen Füße der Gläser 101 bis
106 in den Positionierbereichen 246, 256, 266, 346, 356, 366 stabil positioniert werden.
Dabei liegen diese plattenförmigen Füße einerseits an den Innenseiten der zweiten
Teile 22 bzw. 32 an. Des Weiteren liegen diese plattenförmigen Füße auch zumindest
teilweise an den den zweiten Teilen 22 und 32 zugewandten Innenflächen der jeweils
beiden Teile eines Positionierelements 24 bis 26 bzw. 34 bis 36 an. Die als Teilbereiche
eines Gegenstands bezeichneten plattenförmigen Füße sind somit positionsstabil in
den Positionierbereichen 246, 256, 266, 346, 356 und 366 angeordnet. Wie des Weiteren
aus der Darstellung in Fig. 8 zu erkennen ist, kann ein Glas 101 bis 106 auch in einem
gegenüberliegenden Seitenbereich stabil gehalten werden. Wie dazu stellvertretend
für alle anderen Gläser 101 bis 106 am Glas 103 erläutert, wird der behälterförmige
obere Teilbereich, welcher dem Positionierbereich 256 gegenüberliegt, durch die Teile
34a und 35b der Positionierelemente 34 bzw. 35 auch dort positionsstabil gehalten.
Das Glas 103 verrutscht in der Verpackung I somit weder in horizontaler noch in vertikaler
Richtung. Ferner zeigt die Fig. 8 auch, dass der mittlere Teilbereich des Glases 103,
welcher durch den Stiel des Glases 103 charakterisiert ist, durch die beiden Teile
25a und 25b, insbesondere durch die einander zugewandten Ränder der Teile 25a und
25b positioniert wird, welche an dem Stiel anliegen. Die Teile der Positionierelemente
in Fig. 8 sind alle flexibel ausgebildet und in den Innenraum der Verpackung I schwenkbar.
Die Positionierbereiche 246, 256, 266 sowie 346, 356 und 366 sind durch die flexible
Ausbildung der Teile der Positionierelemente 24, 25, 26 sowie 34, 35, 36, und auch
der Seitenbereiche 22 und 32 in ihrem Volumen veränderbar und zur Positionierung von
im Ausführungsbeispiel gezeigten plattenförmigen Füßen mit unterschiedlichen Ausmaßen
und Formgebungen ausgebildet.
[0052] Besonders für zerbrechliche Gegenstände, wie dies beispielsweise kelchförmig ausgebildete
Gläser gemäß der Darstellung in Fig. 8 sind, kann durch die erfindungsgemäße Verpackung
I, welche auch als Faltschachtel ausgebildet sein kann, ein sicheres Aufbewahren und
Transportieren ermöglicht werden, welches darüber hinaus funktionell und konzeptionell
derart gestaltet ist, dass die Gläser schnell und aufwandsarm in die Verpackung platziert
werden können bzw. aus dieser wieder herausgenommen werden können und darüber hinaus
eine hohe Packungsdichte der Gegenstände in der Verpackung I erreicht werden kann.
1. Verpackung für die Aufbewahrung und/oder den Transport eines Gegenstands, wobei die
Verpackung (I) einen Bodenbereich (1) und zumindest einen an den Bodenbereich (1)
angrenzenden Seitenbereich (2, 3, 4, 5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer dem Innenraum der Verpackung (I) zugewandten Seite des Seitenbereichs (2,
3, 4, 5) zumindest ein Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) angeordnet ist,
wobei zwischen dem Seitenbereich (2, 3, 4, 5) und dem Positionierelement (24, 25,
26; 34, 35, 36) ein Positionierbereich (246, 256, 266; 346, 356, 366) derart ausgebildet
ist, dass ein Teilbereich des Gegenstands in dem Positionierbereich (246, 256, 266;
346, 356, 366) positionierbar ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) einen schlitzförmigen Einschnitt (251;
351), insbesondere einen in Richtung des Bodenbereichs (1) verlaufenden schlitzförmigen
Einschnitt, aufweist.
3. Verpackung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) zumindest zweiteilig ausgebildet ist,
wobei der schlitzförmige Einschnitt (251; 351) über die gesamte Höhe des Positionierelements
(24, 25, 26; 34, 35, 36) verlaufend ausgebildet ist.
4. Verpackung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein erster (24a, 25a, 26a; 34a, 35a, 36a) und ein zweiter Teil (24b, 25b, 26b; 34b,
35b, 36b) des Positionierelements (24, 25, 26; 34, 35, 36) laschenartig ausgebildet
sind und derart jeweils an dem Seitenbereich (2, 3, 4, 5) angeordnet sind, dass sie
in den Innenraum der Verpackung (I) schwenkbar sind.
5. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) an der dem Bodenbereich (1) abgewandten
Seite eine Einkerbung (255a) aufweist, wobei die Einkerbung (255a) insbesondere in
einen schlitzförmigen Einschnitt (251, 351) mündet.
6. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Seitenbereich (2, 3, 4, 5) zumindest zweiteilig ausgebildet ist und das Positionierelement
(24, 25, 26; 34, 35, 36) in einem der beiden Teile (21, 22; 31, 32) des Seitenbereichs
(2, 3, 4, 5) angeordnet ist.
7. Verpackung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Teile (21, 22; 31, 32) des Seitenbereichs (2, 3, 4, 5) einstückig ausgebildet
sind, wobei das Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) zumindest teilweise an
dem dem Bodenbereich (1) abgewandten Teil (21; 31) angeordnet ist.
8. Verpackung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Teile (21, 22; 31, 32) des Seitenbereichs (2, 3, 4, 5) im zusammengesetzten
Zustand der Verpackung (I) aneinander anliegend angeordnet sind.
9. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verpackung (I) zumindest zwei Seitenbereiche (2, 3, 4, 5) aufweist, welche jeweils
zumindest ein Positionierelement (24, 25, 26; 34, 35, 36) aufweisen.
10. Verpackung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenbereiche (2, 3, 4, 5) im Wesentlichen parallel zueinander orientiert sind
und die zumindest jeweils einen Positionierelemente (24, 25, 26; 34, 35, 36) versetzt
zueinander an unterschiedlichen Positionen in den Seitenbereichen (2, 3, 4, 5) angeordnet
sind.
11. Verpackung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Positionierelemente (24, 25, 26; 34, 35, 36) derart angeordnet sind, dass zumindest
zwei Gegenstände in entgegengesetzter Richtung zueinander in der Verpackung (I) positionierbar
sind, wobei jeweils ein Teilbereich eines Gegenstands in einem Positionierbereich
(246, 256, 266; 346, 356, 366) positionierbar ist und jeweils ein weiterer Teilbereich
des Gegenstands durch zwei Positionierelemente (24, 25, 26; 34, 35, 36) eines weiteren
Seitenbereichs (2, 3, 4, 5) positionierbar ist.
12. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche einstückig ausgebildet
ist.
13. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zu transportierenden und/oder aufzubewahrenden Gegenstände einen plattenförmigen
Teilbereich aufweisen, welcher zur Positionierung des Gegenstands in den Positionierbereich
(246, 256, 266; 346, 356, 366) einführbar ist.
14. Verpackung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gegenstand in Form eines kelchförmigen Gefäßes (101, 102, 103, 104, 105, 106)
ausgebildet ist.