[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kühlkreis zum Kühlen einer Brennkraftmaschine,
insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 37 15 002 A1 ist ein Kühlkreis für eine Brennkraftmaschine bekannt, der einen Motorpfad sowie
einen Kühlerpfad aufweist. Der Motorpfad versorgt zu kühlende Bereiche der Brennkraftmaschine
mit Kühlmittel. Im Kühlerpfad ist eine Kühleranordnung mit wenigstens einem Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
angeordnet. Der Kühlkreis umfasst außerdem ein Thermostatventil zum Aktivieren und
Deaktivieren des Kühlerpfads sowie eine Kühlmittelpumpe zum Antreiben des Kühlmittels
im Kühlkreis. Außerdem weist der Kühlkreis eine Kurzschlussleitung auf, die eine Druckseite
der Kühlmittelpumpe mit einer Saugseite der Kühlmittelpumpe verbindet und in der ein
Druckbegrenzungsventil angeordnet ist, das bei einem vorbestimmten Druckgrenzwert
öffnet. Beim bekannten Kühlkreis ist die Kurzschlussleitung druckseitig an einen Vorlauf
des Motorpfads angeschlossen. Saugseitig ist die Kurzschlussleitung an ein Kühlmittelreservoir
angeschlossen, an das auch die Kühlmittelpumpe saugseitig angeschlossen ist. Des Weiteren
handelt es sich beim bekannten Kühlkreis um einen Ölkühlkreis, der die Brennkraftmaschine
mit einem Öl als Kühlmittel kühlt und gleichzeitig schmiert.
[0003] Aus der
DE 691 22 968 T2 ist ein weiterer Kühlkreis für eine Brennkraftmaschine bekannt, bei dem ebenfalls
ein Thermostatventil zum Aktivieren und Deaktivieren eines Kühlerpfads vorgesehen
ist. Darüber hinaus ist im Motorpfad ein weiterer Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
angeordnet, mit dessen Hilfe ein Fahrzeuginnenraum beheizt werden kann. Um während
einer Warmlaufphase der Brennkraftmaschine einen Wärmeabgang durch den im Motorpfad
angeordneten Wärmeübertrager zu vermeiden, ist im Motorpfad ein elektrisch betätigbares
Sperrventil angeordnet, das während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine den Motorpfad
sperrt. Des Weiteren ist eine die Saugseite mit der Druckseite der Kühlmittelpumpe
verbindende Bypassleitung vorgesehen, in der ein elektrisch betätigbares Bypassventil
angeordnet ist. Während des Warmlaufbetriebs ist das Bypassventil zum Öffnen der Bypassleitung
betätigt, um eine Kavitation in der nach wie vor arbeitenden Kühlmittelpumpe zu vermeiden.
Sobald das Kühlmittel in der Brennkraftmaschine hinreichend vorgewärmt ist, wird das
Sperrventil zum öffnen des Motorpfads angesteuert, während gleichzeitig das Bypassventil
zum Sperren der Bypassleitung betätigt wird. Bei hinreichend aufgewärmtem Kühlmittel
kann bei Bedarf zusätzlich mit Hilfe des Thermostatventils der Kühlerpfad aktiviert
werden.
[0004] Leistungsstarke Brennkraftmaschinen, wie sie vorzugsweise bei Sportfahrzeugen zum
Einsatz kommen, benötigen einen entsprechend leistungsfähigen Kühlkreis. Hohe Kühlleistungen
lassen sich insbesondere durch hohe Förderleistungen der Kühlmittelpumpe erzielen,
was bei kleinen Strömungsquerschnitten mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten einhergeht.
Hohe Strömungsgeschwindigkeiten führen, insbesondere in Verbindung mit relativ großen
Leitungslängen, zu vergrößerten Druckverlusten innerhalb des Kühlkreises. Besonders
hohe Druckverluste ergeben sich bei Sportfahrzeugen mit heckseitig angeordneter Brennkraftmaschine
und frontseitig angeordnetem Luft-Kühlmittel-Wärmetauscher, da sich bei einer derartigen
Konstellation zwangsläufig lange Kühlmittelleitungen ergeben.
[0005] Bei derartigen Hochleistungs-Kühlkreisen muss die Kühlmittelpumpe einen entsprechend
hohen Druck erzeugen, um die im Kühlkreis auftretenden Druckverluste auffangen zu
können und um den gewünschten Kühlmittelmassenstrom zu erzielen. Die hohe Pumpleistung
der Kühlmittelpumpe wirkt sich jedoch während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine,
während der der Kühlerpfad deaktiviert ist, nachteilig aus. Denn bei deaktiviertem
Kühlerpfad tritt der darin im Normalbetrieb stattfindende Druckverlust nicht auf,
so dass die Kühlmittelpumpe für diesen Warmlaufbetrieb einen zu hohen Druck bereitstellt.
Der hohe Druck im Kühlmittel kann beispielsweise das Thermostatventil aufdrücken,
wodurch kaltes Kühlmittel aus dem Kühlerpfad in den Motorpfad gelangt. Dies kann beispielsweise
bei einer Brennkraftmaschine, die mit einer die Warmlaufphase überwachenden On-Board-Diagnose
ausgestattet ist, zu Fehlalarm führen, da sich das Warmlaufverhalten der Brennkraftmaschine
bei aufgedrücktem Thermostatventil drastisch ändert. Darüber hinaus kann der hohe
Druck im Kühlmittel bei einem Kühlkreis, bei dem das Thermostatventil in einem Rücklauf
des Kühlerpfads angeordnet ist, zu unerwünscht hohen Belastungen des Kühlerpfads und
der darin angeordneten Komponenten, insbesondere der Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager,
führen.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Kühlkreis der
eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, bei der insbesondere
ein übermäßiger Druckanstieg im Kühlmittel während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine
vermieden wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Druckgrenzwert für das Druckbegrenzungsventil
so zu wählen, dass die Kurzschlussleitung bei deaktiviertem Kühlerpfad geöffnet und
bei aktiviertem Kühlerpfad gesperrt ist. Während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine
deaktiviert das Thermostatventil den Kühlerpfad. Hierdurch kommt es - wie oben erläutert
- zu einem Druckanstieg im Kühlmittel. Dieser Druckanstieg ist jedoch mit Hilfe des
Druckbegrenzungsventils auf den vorgegebenen Druckgrenzwert begrenzt, der so gewählt
ist, dass der Kühlmitteldruck das Thermostatventil nicht aufdrücken kann und/oder
dass Beschädigungen der Kühlmittel führenden Komponenten, insbesondere im Kühlerpfad,
vermieden werden können. Mit Beendigung der Warmlaufphase aktiviert das Thermostatventil
den Kühlerpfad, wodurch im Kühlmittel ein Druckabfall erfolgt. Der vorbestimmte Druckgrenzwert
des Druckbegrenzungsventils ist dabei so festgelegt, dass sich der bei aktiviertem
Kühlerpfad einstellende Kühlmitteldruck unterhalb des Druckgrenzwerts befindet. Beim
erfindungsgemäßen Kühlkreis wird somit durch eine gezielte Auslegung des Druckgrenzwerts
ein effektiver Schutz des Kühlkreises vor Beschädigungen und Fehlfunktionen erreicht,
wobei der hierzu erforderliche bauliche Aufwand vergleichsweise gering ist.
[0009] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher die Kurzschlussleitung
druckseitig an einen Rücklauf des Motorpfads oder an einen an den Rücklauf angeschlossenen
Sammler angeschlossen ist. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass in jedem Fall
der Motorpfad von der gesamten von der Pumpe geförderten Kühlmittelmenge durchströmt
ist.
[0010] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus der Zeichnung und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnung.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und
wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0013] Die einzige Fig. 1 zeigt eine stark vereinfachte Prinzipdarstellung eines Kühlkreises
nach der Erfindung.
[0014] Entsprechend Fig. 1 umfasst ein Kühlkreis 1 nach der Erfindung einen Motorpfad 2
und einen Kühlerpfad 3. Der Kühlkreis 1 dient zum Kühlen einer durch ihre Zylinder
4 angedeutete Brennkraftmaschine 5. Brennkraftmaschine 5 und Kühlkreis 1 sind vorzugsweise
in einem hier nicht gezeigten Kraftfahrzeug angeordnet. Dabei kann es sich hierbei
insbesondere um ein Sportfahrzeug handeln, dessen Brennkraftmaschine 5 besonders leistungsfähig
ist. Dementsprechend verfügt auch der Kühlkreis 1 über eine entsprechende Leistungsfähigkeit.
[0015] Der Motorpfad 2 führt durch die Brennkraftmaschine 5 und versorgt nicht näher bezeichnete,
zu kühlende Bereiche der Brennkraftmaschine 5 mit Kühlmittel.
[0016] Beispielsweise werden Wandungen der Zylinder 4 vom Kühlmittel umströmt. Beim Kühlmittel
handelt es sich zweckmäßig um mit Frostschutz versehenes Wasser.
[0017] Der Kühlerpfad 3 enthält eine Kühleranordnung 6, die wenigstens einen, hier exemplarisch
drei Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager 7, umfasst. Diese Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
7 sind innen vom Kühlmittel durchströmt und von außen mit Luft beaufschlagt bzw. durchströmt.
Die drei Wärmeübertrager 7 sind hier parallel geschaltet, also parallel vom Kühlmittel
durchströmt. Bei einem Kraftfahrzeug sind die Wärmeübertrager 7 bzw. ist die Kühleranordnung
6 üblicherweise möglichst weit vorne, also in einem Frontbereich des Fahrzeugs angeordnet.
Im Unterschied dazu ist bei einem Sportfahrzeug die Brennkraftmaschine 5 vorzugsweise
in einem Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet. Hierdurch entstehen zumindest für den
Kühlerpfad 3 vergleichsweise große Leitungslängen, was mit entsprechenden Druckverlusten
einhergeht.
[0018] Der Kühlkreis 1 ist außerdem mit einem Thermostatventil 8 ausgestattet, mit dessen
Hilfe der Kühlerpfad 3 aktiviert und deaktiviert werden kann. Das Thermostatventil
8 deaktiviert den Kühlerpfad 3 in herkömmlicher Weise bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine
5 während einer Warmlaufphase, um auf diese Weise die Brennkraftmaschine 5 möglichst
rasch auf eine gewünschte Nennbetriebstemperatur zu bringen. Beispielsweise weist
die Brennkraftmaschine 5 bei der gewünschten Nennbetriebstemperatur besonders günstige
Abgas- und Kraftstoffverbrauchswerte auf. Erst bei höheren Temperaturen, also bei
warmer Brennkraftmaschine 5, aktiviert das Thermostatventil 8 den Kühlerpfad 3, um
die Brennkraftmaschine 5 bedarfsgerecht zu kühlen. Bei der hier gezeigten, bevorzugten
Ausführungsform ist das Thermostatventil 8 in einem Rücklauf 9 des Kühlerpfads 3 angeordnet.
Hierzu ist der Rücklauf 9 an einen ersten Einlass 10 des Thermostatventils 8 angeschlossen,
der sich dadurch charakterisiert, dass er bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 gesperrt
ist.
[0019] Der Kühlkreis 1 enthält außerdem eine Kühlmittelpumpe 11, die zum Antreiben des Kühlmittels
im Kühlkreis 1 dient. Zweckmäßig ist die Kühlmittelpumpe 11 in herkömmlicher Weise
mit der Brennkraftmaschine 5 antriebsgekoppelt. Bei der hier gezeigten, bevorzugten
Ausführungsform ist die Kühlmittelpumpe 11 druckseitig an einen Vorlauf 12 des Motorpfads
2 angeschlossen. Des Weiteren ist die Kühlmittelpumpe 11 saugseitig über eine Verbindungsleitung
13 an einem Auslass 14 des Thermostatventils 8 angeschlossen.
[0020] Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist außerdem ein Rücklauf 15 des Motorpfads
5 an einen Sammler 16 angeschlossen, der beispielsweise in einem Motorblock der Brennkraftmaschine
5 untergebracht sein kann. Im vorliegenden Beispiel sind der Vorlauf 12 und der Rücklauf
15 des Motorpfades 2 jeweils zweiflutig ausgestaltet, beispielsweise um zwei räumlich
voneinander getrennte Zylinderbänke der Brennkraftmaschine 5 parallel mit dem Kühlmittel
zu versorgen. An diesen Sammler 16 ist hier ein Vorlauf 17 des Kühlerpfads 3 angeschlossen.
Außerdem ist der Sammler 16 über eine Rücklaufleitung 18 an einen zweiten Einlass
19 des Thermostatventils 8 angeschlossen. Dieser zweite Einlass 19 charakterisiert
sich dadurch, dass er bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 geöffnet ist.
[0021] Erfindungsgemäß ist der Kühlkreis 1 außerdem mit einer Kurzschlussleitung 20 ausgestattet,
in der ein Druckbegrenzungsventil 21 angeordnet ist. Die Kurzschlussleitung 20 verbindet
dabei eine Druckseite der Kühlmittelpumpe 11 mit einer Saugseite der Kühlmittelpumpe
11. Im gezeigten Beispiel ist die Kurzschlussleitung 20 hierzu druckseitig an den
Rücklauf 15 des Motorpfads 2 bzw. an den Sammler 16 angeschlossen. Saugseitig ist
die Kurzschlussleitung 20 an die Verbindungsleitung 13, also stromab des Thermostatventils
8 an die Saugseite der Kühlmittelpumpe 11 angeschlossen.
[0022] Darüber hinaus ist der Kühlkreis 1 hier noch mit einem Heizungspfad 22 ausgestattet.
In diesem Heizungspfad 22 ist zumindest ein weiterer Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
23 angeordnet, mit dessen Hilfe eine Luftströmung beheizt werden kann. Beispielsweise
ist dieser Wärmeübertrager 23 ein Bestandteil einer Innenraumheizung des Fahrzeugs.
Zweckmäßig ist ein Vorlauf 24 des Heizungspfads 22 ebenfalls an den Sammler 16 angeschlossen.
Ein Rücklauf 25 des Heizungspfads 22 ist hier an einen dritten Einlass 26 des Thermostatventils
8 angeschlossen. Dieser dritte Einlass 26 charakterisiert sich z.B. dadurch, dass
er sowohl bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 als auch bei aktiviertem Kühlerpfad 3 offen
sein kann. Dementsprechend ist der Heizungspfad 22 sowohl bei aktivem als auch bei
inaktivem Kühlerpfad 3 vom Kühlmittel durchströmbar, um zur Komfortsteigerung der
Fahrzeuginsassen möglichst rasch den Innenraum beheizen zu können.
Der erfindungsgemäße Kühlkreis 1 funktioniert wie folgt:
[0023] Bei einem Kaltstart der Brennkraftmaschine 5 ist es erwünscht, die Brennkraftmaschine
5 möglichst rasch auf eine gewünschte Betriebstemperatur zu bringen. Hierzu ist es
üblich, mit Hilfe des Thermostatventils 8 den Kühlerpfad 3 zu deaktivieren. Bei deaktiviertem
Kühlerpfad 3 ist der erste Einlass 10 des Thermostatventils 8 gesperrt, während dessen
zweiter Einlass 19 geöffnet ist. Die Kühlmittelpumpe 11 fördert das Kühlmittel entsprechend
Pfeilen 27 durch den Motorpfad 2, wodurch das Kühlmittel über den Vorlauf 12, die
zu kühlenden Bereiche und den Rücklauf 15 in den Sammler 16 gelangt. Das Kühlmittel
strömt des Weiteren entsprechend einem Pfeil 28 über die Rücklaufleitung 18 durch
das Thermostatventil 8 und über die Verbindungsleitung 13 zurück zur Kühlmittelpumpe
11.
[0024] Die Leistung der Kühlmittelpumpe 11 hängt von deren Drehzahl ab, die ihrerseits regelmäßig
von der Drehzahl der Brennkraftmaschine 5 abhängt. Bei deaktiviertem Kühlerpfad 3
kann der von der Kühlmittelpumpe 11 im Kühlmittel erzeugte Druck, insbesondere in
Abhängigkeit der Drehzahl der Brennkraftmaschine 5, auf Werte ansteigen, die größer
sind als sie bei aktiviertem Kühlerpfad 3 normalerweise auftreten. Um eine Beschädigung
des Kühlkreises 1 sowie eine ordnungsgemäße Funktion des Kühlkreises 1 gewährleisten
zu können, ist ein Druckgrenzwert des Druckbegrenzungsventils 21, bei dem das Druckbegrenzungsventil
21 die Kurzschlussleitung 20 öffnet, gezielt so gewählt, dass bei deaktiviertem Kühlerpfad
3 ein unzulässig hoher Druckanstieg im Kühlmittel vermieden werden kann. Besagter
Druckgrenzwert liegt somit oberhalb eines Kühlmitteldrucks, der sich bei aktiviertem
Kühlerpfad 3 üblicherweise einstellt. Dementsprechend öffnet das Druckbegrenzungsventil
21 bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 die Kurzschlussleitung 20, während es die Kurzschlussleitung
20 bei aktiviertem Kühlerpfad 3 sperrt.
[0025] Bei entsprechendem Druckanstieg im Kühlmittel strömt das Kühlmittel entsprechend
Pfeilen 30 durch die Kurzschlussleitung 20, wenn das Druckbegrenzungsventil 21 öffnet.
Bemerkenswert ist dabei, dass das Druckbegrenzungsventil 21 vorzugsweise rein mechanisch
und automatisch arbeitet. Beispielsweise enthält das Druckbegrenzungsventil 21 hierzu
ein federbelastetes Ventilglied in an sich bekannter Bauweise.
[0026] Bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 kann somit eine Beschädigung des Kühlkreises 1 bzw.
eine Fehlfunktion des Kühlkreises 1, beispielsweise durch ein Aufdrücken des Thermostatventils
8, vermieden werden, indem das Druckbegrenzungsventil 21 den Druckanstieg an der Druckseite
der Kühlmittelpumpe 11 auf besagten Druckgrenzwert begrenzt.
[0027] Der mit Öffnen der Kurzschlussleitung 20 einhergehende Abfall an Förderleistung der
Kühlmittelpumpe 11 ist dabei für die Brennkraftmaschine 5 unbedenklich, da diese während
der Warmlaufphase ohnehin nicht gekühlt werden muss.
[0028] Am Ende der Warmlaufphase, wenn also die Brennkraftmaschine 5 ihre Betriebstemperatur
erreicht hat, aktiviert das Thermostatventil 8 den Kühlerpfad 3, insbesondere kontinuierlich.
Dabei wird in dem Maße, wie der erste Einlass 10 geöffnet wird, gleichzeitig der zweite
Einlass 19 geschlossen. Bei aktiviertem Kühlerpfad 3 sinkt der Druck im Kühlmittel.
Insbesondere fällt der Druck am ersten Einlass 10 deutlich ab, da sich bei durchströmten
Kühlerpfad 3 die Strömungswiderstände des Kühlerpfads 3 dann bemerkbar machen. Der
Druckgrenzwert des Druckbegrenzungsventils 21 ist dabei so ausgelegt, dass der mit
der Aktivierung des Kühlerpfads 3 einhergehende Druckabfall im Kühlmittel so groß
ist, dass der Druck im Kühlmittel unter den Druckgrenzwert absinkt. In der Folge sperrt
das Druckbegrenzungsventil 21 die Kurzschlussleitung 20. Somit steht wieder die volle
Pumpenleistung zum Antreiben des Kühlmittels im gesamten Kühlkreis 1 zur Verfügung.
Bei aktiviertem Kühlerpfad 3 strömt das Kühlmittel entsprechend Pfeilen 29 durch den
Kühlerpfad 3.
[0029] Der Heizungspfad 22 kann zweckmäßig so ausgestaltet sein, dass er sowohl bei aktiviertem
als auch bei deaktiviertem Kühlerpfad 3 entsprechend Pfeilen 31 vom Kühlmittel durchströmbar
ist.
[0030] Durch die hier gewählte Anordnung der Kurzschlussleitung 20 öffnet das Druckbegrenzungsventil
21 die Kurzschlussleitung 20 in Abhängigkeit des im Sammler 16 herrschenden Kühlmitteldrucks.
Ebenso kann durch eine entsprechende Anordnung der Kurzschlussleitung 20 das Druckbegrenzungsventil
21 in Abhängigkeit des im Motorpfad 2 bzw. des im Rücklauf 15 des Motorpfads 2 herrschenden
Drucks arbeiten. Alternativ ist es grundsätzlich auch möglich, die Kurzschlussleitung
20 stromauf des Motorpfads 2 an die Druckseite der Kühlmittelpumpe 11 oder an den
Vorlauf 12 des Motorpfads 2 anzuschließen, so dass das Druckbegrenzungsventil 21 durch
den direkt an der Druckseite der Kühlmittelpumpe 11 herrschenden Druck gesteuert ist.
Bevorzugt wird jedoch die hier gewählte Anordnung der Kurzschlussleitung 20 stromab
der zu kühlenden Bereiche der Brennkraftmaschine 5, um in jedem Fall eine ausreichende
Kühlmittelversorgung dieser Bereiche gewährleisten zu können.
1. Kühlkreis zum Kühlen einer Brennkraftmaschine (5), insbesondere in einem Kraftfahrzeug,
- mit einem Motorpfad (2), der zu kühlende Bereiche der Brennkraftmaschine (5) mit
Kühlmittel versorgt,
- mit einem Kühlerpfad (3), in dem eine Kühleranordnung (6) mit wenigstens einem Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
(7) angeordnet ist,
- mit einem Thermostatventil (8) zum Aktivieren und Deaktivieren des Kühlerpfads (3),
- mit einer Kühlmittelpumpe (11) zum Antreiben des Kühlmittels im Kühlkreis (1),
- mit einer Kurzschlussleitung (20), die eine Druckseite der Kühlmittelpumpe (11)
mit einer Saugseite der Kühlmittelpumpe (11) verbindet,
- mit einem Druckbegrenzungsventil (21), das in der Kurzschlussleitung (20) angeordnet
ist und diese bei einem vorbestimmten Druckgrenzwert öffnet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgrenzwert so gewählt ist, dass das Druckbegrenzungsventil (21) die Kurzschlussleitung
(20) bei deaktiviertem Kühlerpfad (3) öffnet und bei aktiviertem Kühlerpfad (3) sperrt.
2. Kühlkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckgrenzwert größer ist als ein Kühlmitteldruck, der sich bei aktiviertem Kühlerpfad
(3) einstellt.
3. Kühlkreis nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Druckbegrenzungsventil (21) in Abhängigkeit des an der Druckseite der Kühlmittelpumpe
(11) im Kühlmittel herrschenden Drucks öffnet, und/oder
- dass das Druckbegrenzungsventil (21) in Abhängigkeit des im Motorpfad (2) im Kühlmittel
herrschenden Drucks öffnet, und/oder
- dass das Druckbegrenzungsventil (21) in Abhängigkeit des in einem Rücklauf (15) des Motorpfads
(2) im Kühlmittel herrschenden Drucks öffnet, und/oder
- dass das Druckbegrenzungsventil (21) in Abhängigkeit des in einem mit einem Rücklauf (15)
des Motorpfads (2) verbundenen Sammler im Kühlmittel herrschenden Drucks öffnet.
4. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Kühlmittelpumpe (11) druckseitig an einen Vorlauf (12) des Motorpfads (2) angeschlossen
ist, und/oder
- dass ein Rücklauf (15) des Motorpfads (2) an einen Sammler (16) angeschlossen ist, und/oder
- dass die Kühlmittelpumpe (11) saugseitig an einen Auslass (14) des Thermostatventils (8)
angeschlossen ist.
5. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Kurzschlussleitung (20) druckseitig an einen Rücklauf (15) des Motorpfads (2)
oder an den Sammler (16) angeschlossen ist, und/oder
- dass die Kurzschlussleitung (20) saugseitig stromab des Auslasses (14) des Thermostatventils
(8) an die Saugseite der Kühlmittelpumpe (11) angeschlossen ist.
6. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass ein Vorlauf (17) des Kühlerpfads (3) an den Sammler (16) oder an einen Rücklauf (15)
des Motorpfads (2) angeschlossen ist, und/oder
- dass ein Rücklauf (9) des Kühlerpfads (3) an einen bei deaktiviertem Kühlerpfad (3) gesperrten
Einlass (10) des Thermostatventils (8) angeschlossen ist, und/oder
- dass ein bei deaktiviertem Kühlerpfad (3) geöffneter Einlass (19) des Thermostatventils
(8) an einen Rücklauf (15) des Motorpfads (2) oder über eine Rücklaufleitung (18)
an den Sammler (16) angeschlossen ist.
7. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass ein Heizungspfad (22) vorgesehen ist, in dem wenigstens ein Luft-Kühlmittel-Wärmeübertrager
(23) zum Beheizen einer Luftströmung angeordnet ist, und/oder
- dass der Heizungspfad (22) bei aktivem und bei inaktivem Kühlerpfad (3) vom Kühlmittel
durchströmbar ist, und/oder
- das ein Vorlauf (24) des Heizungspfads (22) an einen Rücklauf (15) des Motorpfads
(2) oder an den Sammler (16) angeschlossen ist, und/oder
- dass ein Rücklauf (25) des Heizungspfads (22) an einen bei deaktiviertem und aktiviertem
Kühlerpfad (3) offenen Einlass (26) des Thermostatventils (8) angeschlossen ist.
8. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (21) mechanisch und automatisch arbeitet.
9. Kühlkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Brennkraftmaschine (5) in einem Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet ist,
- dass die Kühleranordnung (6) des Kühlerpfads (3) in einem Frontbereich des Fahrzeugs angeordnet
ist.