[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Farbregelung an Druckmaschinen.
[Stand der Technik]
[0002] Zur ordnungsgemäßen Ausführung eines Druckauftrags ist es unter anderem erforderlich,
die in einer sogenannten Druckvorstufe festgelegte, farbliche Gestaltung eines zu
druckenden Erzeugnisses während des eigentlichen Druckens korrekt auf einen Bedruckstoff
zu übertragen. Hierzu werden für den autotypischen Zusammendruck in der Regel die
vier Skalenfarben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb sowie gegebenenfalls auch Sonderfarben
in Form von Rasterpunkten auf den Bedruckstoff übertragen. Die am autotypischen Zusammendruck
beteiligten Farben, nämlich die Skalenfarben und die Sonderfarben, werden auch als
Prozessfarben bezeichnet. Beim Drucken können zum Beispiel die Rasterpunkte der unterschiedlichen
Farben sich in ihrer Größe unterscheiden, und die Rasterpunkte der unterschiedlichen
Farben können beim Drucken mit gegenseitiger Überlappung auf den Bedruckstoff aufgetragen
werden. Bereits hieraus folgt, dass die Erzeugung eines gewünschten Farbeindrucks
von verschiedenen Faktoren abhängig und daher äußerst komplex ist.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind bereits eine Vielzahl von Verfahren zur Farbregelung
an Druckmaschinen bekannt. Die aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Farbregelung
verfügen dabei in der Regel über mehrere der folgenden Nachteile: Ein erster Nachteil
von aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Farbregelung liegt darin, dass
dieselben zur Farbregelung als Messwerte die sogenannte Flächendeckung der am Druck
beteiligten Farben benötigen. Die Ermittlung der Flächendeckung ist sehr aufwändig
und meist nur ungenau möglich, weil sich in der Regel die tatsächlich auf dem Druckerzeugnis
befindliche Flächendeckung von der auf der Druckplatte unterscheidet und daher kaum
exakt bestimmt werden kann, und weil es sich bei bildwichtigen Bildpunkten meistens
um Flächen handelt, die innerhalb eines zu vermessenden Farbflecks farblich nicht
homogen sind. Verfahren zur Farbregelung, welche als Berechnungsgrundlage die Flächendekkung
benötigen, sind daher meist ungenau. Ein weiterer Nachteil von aus dem Stand der Technik
bekannten Verfahren zur Farbregelung liegt darin, dass einige der aus dem Stand der
Technik bekannten Verfahren als Messwerte spektrale Farbwerte benötigen. Die Ermittlung
spektraler Farbwerte erfordert spezielle Messaufnehmer, wodurch die Ausführung solcher
Verfahren aufwändig und teuer ist. Weiterhin müssen bei Farbregelungsverfahren, die
auf die Ermittlung spektraler Farbwerte angewiesen sind, große Datenmengen verarbeitet
werden. Auch dies ist aufwendig und teuer. Ein weiterer Nachteil von aus dem Stand
der Technik bekannten Verfahren zur Farbregelung liegt darin, dass dieselben sich
in der Regel nur an den vier Skalenfarben Schwarz, Magenta, Cyan und Gelb orientieren
und nicht in der Lage sind, autotypische Zusammendrucke mit Sonderfarben zu regeln.
Weiterhin haben die meisten aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Farbregelung
erhebliche Probleme mit der Regelung der Farbe Schwarz. Dies sind nur einige der Nachteile
von aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Farbregelung.
[0004] Aus dem Dokument
US-5031534 ist ein Verfahren zur Farbregelung bekannt, wobei für jeweils eine Druckfarbe die
Einstellung eines Wertepaares aus Volltondichte und Punktzuwachs ermitelt wird
[Aufgabe der Erfindung]
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde ein neuartiges
Verfahren zur Farbregelung an Druckmaschinen zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Farbregelung an Druckmaschinen gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Farbreglung verfügt gegenüber den aus dem Stand
der Technik bekannten Verfahren über eine Vielzahl von Vorteilen. So ist es für das
erfindungsgemäße Verfahren nicht erforderlich, die sogenannte Flächendekkung zu ermitteln,
weil dieselbe beim erfindungsgemäßen Verfahren immanent berücksichtig wird. Weiterhin
beruht das erfindungsgemäße Verfahren auf der Messung sogenannter Normfarbwerte, was
gegenüber der Messung sogenannter spektraler Farbwerte eine deutliche Reduzierung
der handzuhabenden Datenmenge ermöglicht. Weiterhin können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren neben den Skalenfarben auch Sonderfarben und damit alle am autotypischen
Zusammendruck beteiligten Prozessfarben zuverlässig geregelt werden. Auch die Farbe
Schwarz kann, wie alle anderen Prozessfarben, zuverlässig geregelt werden.
[0008] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[Beispiele]
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- ein Signalflussdiagramm zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Farbregelung
an Druckmaschinen;
- Fig. 2:
- eine Darstellung eines Farborts im sogenannten Lab-System zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Farbregelung an Druckmaschinen.
[0010] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2
in größerem Detail beschrieben.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Farbregelung wird während des Druckens mindestens
ein Farbfleck online vermessen. Nachfolgend soll davon ausgegangen werden, dass lediglich
ein derartiger Farbfleck vermessen wird, wobei es sich bei diesem Farbfleck um einen
sogenannten bildwichtigen Punkt des Druckauftrags handelt.
[0012] Bei der Vermessung des Farbflecks wird ein Ist-Farbort ermittelt. Bei dem ermittelten
Ist-Farbort handelt es ich um einen Messwertsatz, der aus drei Farbwerten besteht,
die in einem geeigneten System, vorzugsweise im sogenannten Lab-System, dargestellt
werden.
[0013] Der ermittelte Ist-Farbort des vermessenen Farbflecks wird dann zur Farbregelung
mit entsprechenden Soll-Farbort verglichen. Wird bei diesem Vergleich festgestellt,
dass der Ist-Farbort dem Soll-Farbort entspricht bzw. innerhalb gewisser Toleranzgrenzen
um diesen Soll-Farbort liegt, so kann ohne Veränderung der Prozessparameter weiter
gedruckt werden. Wird hingegen festgestellt, dass der ermittelte Ist-Farbort von dem
entsprechenden Soll-Farbort abweicht, so wird eine Farbregelung durchgeführt.
[0014] Die erfindungsgemäße Farbregelung erfolgt in zwei Stufen bzw. Schritten. Fig. 1 visualisiert
die beiden Schritte bzw. Stufen 10, 11 des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0015] In der ersten Stufe 10 des erfindungsgemäßen Farbregelungsverfahrens wird gemäß Block
12 zuerst lediglich die Farbzufuhr einer einzigen am autotypischen Zusammendruck beteiligten
Prozessfarbe vorzugsweise während des Druckens verändert. Gemäß Block 13 wird sodann
ermittelt, wie sich die Änderung in der Farbzufuhr dieser einen Farbe auf die Farbwerte
des zu vermessenden Farbflecks auswirkt. Gemäß Schritt 14 werden entsprechende Messwerte,
welche die Auswirkung der Verstellung dieser einen Farbe auf die Farbwerte des Farborts
repräsentieren, gespeichert.
[0016] Nachdem im Sinne der Blöcke 12, 13 und 14 die Farbzufuhr für eine einzige Prozessfarbe
verändert und die Auswirkung dieser Veränderung auf die Farbwerte des Farborts des
zu vermessenden Farbflecks ermittelt und gespeichert worden ist, wird in Schritt 15
überprüft, ob durch Verstellung der Farbzufuhr dieser einen Farbe der gewünschte Soll-Farbort
erzielt werden kann. Ist dies der Fall so kann unmittelbar auf Block 16 verzweigt
werden. Wird jedoch festegestellt, dass der gewünschte Soll-Farbort nicht erzielt
werden kann, so wird weiterhin überprüft, ob weitere Prozessfarben an der Ausführung
des Druckauftrags beteiligt sind. Wird dabei festgestellt, dass noch weitere Farben
vorhanden sind, für welche die Blöcke 12, 13 und 14 noch nicht durchgeführt wurden,
so wird auf Block 12 zurückverzweigt und für jede einzelne Prozessfarbe wird getrennt
und unabhängig von den anderen Prozessfarbe festgestellt, wie sich eine Verstellung
in der Farbzufuhr dieser einen Farbe auf die Farbwerte des Farborts auswirkt.
[0017] Der erste Schritt bzw. die erste Stufe 10 des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Farbregelung
stellt sozusagen eine Lernstufe dar, in welcher ermittelt wird, wie sich die Verstellung
einer einzelnen Prozessfarbe auswirkt. Sobald in Block 15 festgestellt wird, dass
die Blöcke 12, 13 und 14 für alle am Druck beteiligten Prozessfarben abgearbeitet
worden sind, wird auf Block 16 und damit die zweite Stufe 11 des erfindungsgemäßen
Verfahrens verzweigt.
[0018] In Block 16 der zweiten Stufe 11 des erfindungsgemäßen Verfahrens werden alle in
der ersten Stufe 10 ermittelten und gespeicherten Messwerte bezüglich aller am Druck
beteiligten Prozessfarben miteinander verrechnet, sodass zur weiteren Farbregelung
einige oder alle am Druck beteiligten Farben gleichzeitig verstellt werden können.
Nach Beendigung der ersten Stufe 10 und damit der Lernstufe ist nämlich bekannt, welche
Auswirkungen die Verstellung einer jeden Prozessfarbe auf den Farbort hat. Aus diesen
Werten kann durch mathematische Umrechnung dann geschlossen werden, welche Auswirkung
die gleichzeitige Verstellung mehrerer am autotypischen Zusammendruck beteiligter
Prozessfarben auf den Farbort hat.
[0019] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in der ersten Stufe 10 des erfindungsgemäßen
Verfahrens festgestellt wird, wie sich ein Farbort bei Verstellung einer jeden einzelnen
Farbe im entsprechenden Farbsystem, insbesondere im Lab-System verändert. Dies kann
Fig. 2 entnommen werden, in der mit der Bezugsziffer 20 ein vermessener Farbort vor
der Verstellung einer Farbe und mit der Bezugsziffer 21 der Farbort nach Verstellung
dieser Farbe beziffert ist. So ist der Farbort 20 im Lab-System der Fig. 2 durch Koordinaten
(0,3; 0,3) und der Farbort 21 ist durch Koordinaten (0,42; 0,38) gekennzeichnet. Durch
diese Koordinaten wird ein Farbvektor 22 bestimmt, der charakteristisch für die Auswirkung
der Änderung einer Farbe auf die Farbwerte des zu vermessenden Farbflecks ist, und
der als entsprechender Messwertsatz bzw. als Farbort für diese Farbe gespeichert wird.
Vorzugsweise für jede am Druck beteiligte Prozessfarbe wird in der ersten Stufe 10
des Verfahrens ein derartiger Farbvektor ermittelt.
[0020] In der zweiten Stufe 11 des Verfahrens kann dann durch einfache Vektoraddition der
in der ersten Stufe 10 ermittelten Farbvektoren errechnet werden, wie sich die gleichzeitige
Veränderung mehrerer Farben auf den Farbort auswirkt.
[0021] Es sei darauf hingewiesen, dass die Ermittlung der Auswirkung der Veränderung der
Farbzufuhr einer jeden einzelnen Farbe auf den Farbort im Sinne der ersten Stufe 10
des erfindungsgemäßen Verfahrens auf zwei unterschiedliche Art und Weisen ausgeführt
werden kann. So kann nach einer ersten Alternative des erfindungsgemäßen Verfahrens
bei Verstellung der Farbzufuhr einer einzelnen Farbe gewartet werden, bis sich die
Farbe nach der Verstellung im Gleichgewicht befindet. Nach Erreichen dieses Gleichgewichtszustands
wird dann die durch die Verstellung der Farbe bewirkte Änderung des Farborts als entsprechender
Farbvektor ermittelt. Alternativ ist es auch möglich, nach einer bestimmten Zeitdauer
einen oder in bestimmten Zeitintervallen mehrere Messwertsätze zu ermitteln und dann
durch Extrapolation auf den sich einstellenden Gleichgewichtszustand zu schließen.
Die Extrapolation verfügt über den Vorteil, dass sich entsprechende Messwerte wesentlich
schneller ermitteln lassen als in dem Fall, in dem bis auf das Erreichen eines Gleichgewichtszustands
gewartet wird.
[0022] Im Anschluss an den Block 16 wird im Block 17 vorzugsweise das sich auf Basis der
in Block 16 durchgeführten Regelung einstellende Ergebnis überprüft. Dabei wird überprüft,
ob die Farbwerte des sich nach der Regelung einstellenden Farborts dem in Block 16
vorberechneten Ergebnis entsprechen. Wird dabei eine erhebliche Abweichung festgestellt,
so kann die in Block 16 durchgeführte Vektoraddition zum Beispiel dadurch angepasst
werden, dass Richtung und Größe der einzelnen Vektoren auf Grundlage des vorliegenden
Ergebnisses korrigiert werden.
[0023] Die Lernphase 10 des erfindungsgemäßen Verfahrens wird beim Drucken eines Druckauftrags
vorzugsweise lediglich einmal durchlaufen. Treten bei Ausführung desselben Druckauftrags
Regelabweichungen auf, so kann die Regelung auf Basis der einmal in der Stufe 10 erlernten
Größen erfolgen. Die zur Regelung benötigten Soll-Farbwerte können entweder aus der
Druckvorstufe bekannt sein und automatisch dem erfindungsgemaßen Verfahren als Eingangsgröße
bereitgestellt werden, oder im Wege einer manuellen oder regelsystemgestützten Einrichtphase
an der Druckmaschine ermittelt werden.
[0024] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass selbstverständlich auch nach Verstellung
der Farbzufuhr einer einzigen Prozessfarbe das gewünschte Ergebnis, also der Soll-Farbort,
erzielt werden kann. In diesem Fall wird in der ersten Stufe 10 zuerst einmal nur
der Farbvektor für diese eine Farbe ermittelt und dann auf die zweite Stufe 11 umgeschaltet.
Wenn sich aber im Lauf des Druckauftrags herausstellen sollte, dass sich der gewünschte
Soll-Farbort durch Verstellen dieser einen Farbe nicht erzielen lässt, so kann auf
die erste Stufe 10 rückverzweigt werden und der Lernschritt für eine oder mehrere
weitere Prozessfarben durchgeführt werden.
[0025] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine besonders einfache Farbregelung
an Druckmaschinen möglich. Das erfindungsgemäße Verfahren unterteilt sich prinzipiell
zwei Stufen, nämlich eine Lernstufe sowie die eigentliche Regelungsstufe. In der Lernstufe
wird für jede am Druck beteiligte Prozessfarbe die Farbzufuhr einzeln verstellt und
die sich dabei einstellende Auswirkung auf den Farbort vektoriell bestimmt. Nachdem
dies für jede am Druck beteiligte Prozessfarbe separat durchgeführt wurde, werden
in einer zweiten Stufe des erfindungemäßen Verfahrens diese ermittelten, vektoriellen
Größen durch Vektoraddition überlagert, um so die Wirkung einer gleichzeitigen Verstellung
mehrerer oder aller am Druck beteiligten Farben vorauszuberechnen.
[0026] Für das erfindungsgemäße Regelungsverfahren muss keine Flächendeckung ermittelt werden,
weil diese immanente berücksichtigt wird. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen
sich am autotypischen Zusammendruck beteiligte Skalenfarben und Sonderfarben gleichermaßen
zuverlässig regeln. Da das erfindungsgemäße Verfahren auf der Ermittlung von Normfarbwerten
beruht, kann es mit geringem Rechenaufwand durchgeführt werden.
[Bezugszeichenliste]
[0027]
- 10
- Stufe
- 11
- Stufe
- 12
- Block
- 13
- Block
- 14
- Block
- 15
- Block
- 16
- Block
- 17
- Block
- 20
- Farbort
- 21
- Farbort
- 22
- Farbvektor
1. Verfahren zur Farbregelung an Druckmaschinen, mit folgenden Schritten:
a) zur Farbregelung wird in einem ersten Schritt bzw. in einer ersten Stufe des Verfahrens
nur die Farbzufuhr einer einzigen Prozessfarbe verändert, wobei hierbei ermittelt
wird, wie sich die Änderung in der Farbzufuhr dieser einen Prozessfarbe auf Farbwerte
eines zu vermessenden Farbflecks auswirkt, wobei ein entsprechender Messwertsatz als
Farbvektor (22) zwischen einem Farbort (20) vor der Änderung der Farbzufuhr und einem
Farbort (21) nach der Änderung der Farbzufuhr für die Farbe des Farbflecks gespeichert
wird, und wobei dies für jede einzelne am autotypischen Zusammendruck beteiligte Prozessfarbe
nacheinander getrennt durchgeführt wird,
b) zur Farbregelung werden in einem zweiten Schritt bzw. in einer zweiten Stufe des
Verfahrens alle in Zusammenhang mit Schritt a) ermittelten und gespeicherten Messwerte
aller beteiligten Prozessfarben derart miteinander verrechnet, dass zur weiteren Farbregelung
einige oder alle am Druck beteiligten Prozessfarben gleichzeitig verstellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass während des Druckens mindestens ein Farbfleck vermessen wird, wobei bei dieser Vermessung
mindestens ein Ist-Farbort ermittelt wird, und dass der oder jeder ermittelte Ist-Farbort
mit einem entsprechenden Soll-Farbort verglichen wird, wobei bei einer Abweichung
zwischen dem Ist-Farbort und dem entsprechenden Soll-Farbort die Farbregelung durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ermittlung der Messwerte des oder jedes Farborts in Schritt a) gewartet wird,
bis ein Gleichgewichtszustand nach der Änderung in der Farbzufuhr der jeweiligen zu
druckenden Farbe erreicht ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ermittlung der Messwerte des oder jedes Farborts in Schritt a) nach einer bestimmten
Zeitdauer oder in bestimmten Zeitintervallen mindestens ein Wert gemessen und durch
Extrapolation auf den sich einstellenden Gleichgewichtszustand geschlossen wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Schritt a) für jede zu druckende Prozessfarbe getrennt und zeitlich hintereinander
gemessen wird, wie sich die isolierte Veränderung der Farbzufuhr einer jeden Prozessfarbe
auf den Farbort des zu vermessenden Farbflecks, insbesondere auf einen Farbvektor,
auswirkt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass dabei ermittelt wird, wie sich bei Veränderung der Farbzufuhr einer jeden Prozessfarbe
der entsprechende Farbort verschiebt, und dass aus dem vor der Farbverstellung und
dem nach der Farbverstellung vorliegenden Farbort Größe und Richtung eines Farbvektors
ermittelt werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verrechnung der ermittelten und gespeicherten Messwerte gemäß Schritt b) durch
Vektoroperationen erfolgt, wobei hierzu vorzugsweise die in Schritt a) für jede einzelne
Prozessfarbe ermittelten Farbvektoren durch Vektoraddition überlagert werden.
1. A method for the ink control on printing machines with the following steps:
a) for the ink control only the ink feed of a single process ink is changed in a first
step or in a first step of the method, wherein it is determined here how the change
in the ink feed of this one process ink affects ink values of an ink stain to be measured,
wherein a corresponding measured value set is stored as ink vector (22) between an
ink location (20) before the change of the ink feed and an ink location (21) after
the change of the ink feed for the ink of the ink stain, and wherein this is performed
separately in succession for each individual process ink involved in the autotypical
combined print,
b) for the ink control all measured values of all process inks involved determined
and stored in connection with Step a) are offset against one another in a second step
or in a second step of the method in such a way that for further ink control some
or all process inks involved in the print are adjusted at the same time.
2. The method according to Claim 1, characterised in that during the printing at least one ink stain is measured, wherein during this measurement
at least one actual ink location is determined and that the or each determined actual
ink location is compared with a corresponding set ink location, wherein upon a deviation
between the actual ink location and the corresponding set ink location the ink control
is carried out.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterised in that determining the measured values of the or each ink location in Step a) is delayed
until a state of equilibrium after the change in the ink feed of the respective ink
to be printed is reached.
4. The method according to Claim 1 or 2, characterised in that for determining the measured values of the or each ink location in Step a) after
a certain period of time or at certain time intervals at least one value is measured
and the ensuing state of equilibrium is deduced through extrapolation.
5. The method according to one or several of the Claims 1 to 4, characterised in that in Step a) for each process ink to be printed measurements are performed separately
and one after the other in time to determine the effect of the isolated change of
the ink feed of each process ink on the ink location of the ink stain to be measured,
especially an ink vector.
6. The method according to Claim 5, characterised in that in the process it is determined how on changing the ink feed of each process ink
the corresponding ink location shifts, and that from the ink location present before
the ink adjustment and after the ink adjustment, size and direction of an ink vector
are determined.
7. The method according to one or several of the Claims 1 to 6, characterised in that the offsetting of the measured values determined and stored according to Step b)
is effected through vector operations, wherein for this purpose the ink vectors determined
in Step a) for each individual process ink are preferentially superimposed through
vector addition.
1. Procédé de réglage de la couleur sur des machines d'impression, comprenant les étapes
suivantes :
a) pour régler la couleur, dans une première étape ou un premier stade du procédé,
on ne modifie que l'apport d'encre d'une seule encre de traitement, sachant qu'il
est alors déterminé comment la modification de l'apport d'encre de cette unique encre
de traitement agit sur les valeurs colorées d'une tache colorée à mesurer, un jeu
de valeur de mesures étant enregistré au titre de vecteur de coloration (22) entre
un endroit de coloration (20) avant la modification de l'apport d'encre et un endroit
de coloration (21) après la modification de l'apport d'encre pour la couleur de la
tache colorée et ceci étant réalisé séparément et successivement pour chaque encre
de traitement individuelle impliquées dans l'impression commune autocaractéristique;
b) pour le réglage de la couleur, dans une deuxième étape ou un deuxième stade, toutes
les valeurs de mesure déterminées et enregistrées en corrélation avec l'étape a) de
toutes les encres de traitement impliquées sont calculées mutuellement de manière
à ce que, pour continuer le réglage de couleur, certaines ou la totalité des encres
de traitement impliquées dans l'impression soient ajustées en même temps.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
pendant l'impression, au moins une tache colorée est mesurée, au moins un endroit
de coloration réel étant déterminé lors de cette mesure, et que le ou chaque endroit
de coloration réel est comparé à un endroit de coloration théorique correspondant,
le réglage de couleur étant réalisé en cas de différence entre l'endroit de coloration
réel et l'endroit de coloration théorique correspondant.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
pour déterminer les valeurs de mesure du ou de chaque endroit de coloration dans l'étape
a), on attend qu'un état d'équilibre soit atteint avec la modification de l'apport
d'encre de la couleur respective à imprimer.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
pour déterminer les valeurs de mesure du ou de chaque endroit de coloration dans l'étape
a) après un certain laps de temps ou à certains intervalles temporels définis, on
mesure au moins une valeur et on en déduit par extrapolation que l'état d'équilibre
s'établit.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
dans l'étape a), on mesure séparément et successivement dans le temps comment la modification
isolée de l'apport d'encre de l'apport d'encre de chacune des encres de traitement
agit sur l'endroit de coloration de la tache colorée à mesurer, en particulier sur
un vecteur de coloration.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
il est alors déterminé comment, en cas de modification de l'apport d'encre de chacune
des encres de traitement, l'endroit de coloration se décale et que, à partir de l'endroit
de coloration existant avant le réglage de couleur et de celui existant après le réglage
de couleur, on détermine la dimension et le sens d'un vecteur de coloration.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le calcul des valeurs de mesure déterminées et enregistrées suivant l'étape b) est
effectué au moyen d'opérations vectorielles, sachant que, pour ce faire, on superpose
de préférence par addition vectorielle les vecteurs de coloration déterminés dans
l'étape a) pour chaque encre de traitement individuelle.