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(11) |
EP 1 721 183 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Gesamtes Dokument |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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02.03.2011 Patentblatt 2011/09 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.12.2010 Patentblatt 2010/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.01.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/000176 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/085892 (15.09.2005 Gazette 2005/37) |
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| (54) |
MAGNETFELDSENSOR UND VERFAHREN ZU SEINEM BETRIEB
MAGNETIC FIELD SENSOR AND METHOD FOR THE OPERATION THEREOF
CAPTEUR A CHAMP MAGNETIQUE ET PROCEDE D'UTILISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IE IT |
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Priorität: |
02.03.2004 DE 102004010613
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.2006 Patentblatt 2006/46 |
| (73) |
Patentinhaber: austriamicrosystems AG |
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8141 Unterpremstätten (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ROSSMANN, Siegfried
A-9125 Kuehnsdorf (AT)
- STEELE, Colin
Edinburgh EH9 2EG (GB)
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| (74) |
Vertreter: Epping - Hermann - Fischer |
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Patentanwaltsgesellschaft mbH
Ridlerstrasse 55 80339 München 80339 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 422 868 US-A- 5 426 364
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DE-A1- 10 154 498 US-A- 5 477 135
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Magnetfeldsensor mit einer Sensoranordnung, die von
einer Versorgungseinrichtung versorgt wird und ein Sensorsignal erzeugt, und mit einer
Auswerteeinrichtung, der das Sensorsignal zugeführt wird und die ein Ausgangssignal
abgibt. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Betrieb des Magnetfeldsensors.
[0002] Ein solcher, aus der
EP 0525235 B1 bekannter Magnetfeldsensor weist eine Selbstkompensation auf, bei der durch eine
thermische und technologische Kopplung eines Hallelementes und seiner Versorgungseinrichtungen
individuelle Abgleichmaßnahmen des Magnetfeldsensors unnötig werden. Dazu sind die
entsprechenden Elemente in einer integrierten Schaltung gemeinsam ausgeführt.
[0003] Ein weiterer Magnetfeldsensor der genannten Art ist aus der
DE 4431703 A1 bekannt. Dort wird ein Magnetfeldsensor vorgeschlagen, der neben einer Kompensation
des Offsets des Hallelements den Offset der nachgeschalteten Auswerteeinrichtung mitberücksichtigt
und somit eine größere Genauigkeit ermöglicht.
[0004] Hallelements sind typische Sensorelemente, mit denen ein Magnetfeldsensor aufgebaut
werden kann und die meistens in einem Array bzw. einer Hallelementanordnung zusammenwirken.
Ein Hallelement gibt im Magnetfeld als Hallsignal ein Spannungssignal ab, wenn es
von einem Strom senkrecht zum Magnetfeld durchflossen wird. Das Hallsignal, d.h. die
Hallspannung, ist abhängig von dem Produkt aus der vertikalen Komponente der magnetischen
Flussdichte, dem Hallstrom und der Hallkonstanten. Die Hallkonstante, die die Sensitivität
des Hallelements angibt, ist materialabhängig.
[0005] Ein weiterer Magnetfeldsensor ist aus
US 5477 135 bekannt. Es beschreibt ein Magnetfeldsensor mit Hallelement und mit einer Rückkopplungsschicht.
[0006] Im praktischen Betrieb überlagert sich dem Nutzsignal der Hallspannung aus Hallkonstante
des Baulements, der vertikalen Komponente der magnetischen Flussdichte und dem Hallstrom
eine Rauschspannung, die sich aus Rauschkomponenten des Hallelementes und der nachfolgenden
Auswerteeinrichtung zusammensetzt. Derartige Rauschkomponenten können durch eine Temperatur-
und Materialabhängigkeit gegeben sein.
[0007] Weitere Komponenten des Rauschsignals können aus der konkreten Anwendung entstehen.
So gibt die
EP 0916074 B1 einen magnetischen Drehsensor an, bei dem ein auf einer Achse montierter Magnet über
einem Hallelementarray angeordnet ist. Die Hallelementanordnung selbst besteht aus
einer Anzahl von einzelnen Sensorelementen, die in einer bestimmten geometrischen
Anordnung zueinander stehen. Die dem Hallelementarray nachgeschaltete Auswerteeinrichtung
ermittelt aus dem Hallsignal des Hallelementes den Drehwinkel der Achse. Unterschiedliche
Temperaturgänge des Magneten sowie des Hallelementes sowie unterschiedliche Abstände
zwischen diesen beiden Elementen beeinflussen insbesondere das Nutzsignal. Dadurch
wird der Abstand zwischen Nutzsignal und Rauschsignal verändert.
[0008] Wird das Hallsignal für Zwecke einer digitalen Weiterverarbeitung digitalisiert,
so kann aufgrund der Änderungen der Nutzsignalamplitude des Hallsignals der Dynamikbereich
des Analog-Digital-Wandlers, der die Digitalisierung ausführt, nicht voll ausgeschöpft
werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Magnetfeldsensor und ein Verfahren
zu seinem Betrieb anzugeben, mit denen sich ein besseres Verhalten des Magnetfeldsensors
ergibt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Magnetsensor und durch ein Verfahren zu seinem Betrieb
gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in weiteren Ansprüchen gekennzeichnet.
[0011] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das Sensorsignal bzw. das Ausgangssignal
der Auswerteeinrichtung des Magnetfeldsensors aufzubereiten und mit Hilfe einer Rückkopplungseinrichtung
ein Steuersignal zu erzeugen, mit dem die Größe des Versorgungsstroms oder der Versorgungsspannung
verändert werden kann. Dazu wird bevorzugt die Amplitude des Sensorsignals ermittelt
und der Versorgungsstroms oder die Versorgungsspannung der Sensoranordnung in einem
geschlossenen Regelkreis so eingestellt, dass die Amplitude des Sensorsignals konstant
bleibt.
[0012] Es ist besonders vorteilhaft, dass mit einem derartigen Magnetfeldsensor und mit
dem Verfahren zu seinem Betrieb ein Ausgangssignal des Magnetfeldsensors erzeugt werden
kann, das ein optimiertes Signal-zu-Rausch-Verhältnis aufweist.
[0013] Es ist weiterhin vorteilhaft, dass der bei einer digitalen Weiterverarbeitung des
Sensorsignals notwendige Analog-Digital-Wandler (ADC) eine geringere Bitbreite aufweisen
kann als ohne die Regelung notwendig wäre. Damit kann der ADC einfacher und kostengünstiger
aufgebaut sein.
[0014] Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Ausgangssignal der Auswerteeinrichtung der
Amplitude des Sensorsignals entspricht und diese durch einen Vergleich mit einem Amplitudensollwert
ermittelt wird. Der Versorgungsstroms oder die Versorgungsspannung wird dann mit der
Verstärkungseinrichtung so eingestellt, dass die Amplitude des Sensorsignals konstant
bleibt.
[0015] Bei einer Ausführung des Magnetfeldsensors mit Hallelemennten werden die einzelnen
Elemente der Hallelementanordnung bevorzugt so angeordnet werden, dass sie zwei um
90° phasenverschobene Messsignale erzeugen, insbesondere werden die Hallelemente um
90° gegeneinander versetzt angeordnet. Bei einem Drehwinkelsensor kann dann die Amplitude
des Hallsignals in einfacher Weise ermittelt werden. Bei einem sinusförmigen Verlauf
der beiden phasenverschobenen Messsignale lässt sich die Amplitude durch eine Quadrierung
jedes Messsignals und anschließende Addition der quadrierten Signale erzeugen.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestalung ist vorgesehen, dass die Messsignale der Sensoranordnung
digitalisiert und in einer Recheneinrichtung weiterverarbeitet werden. Die Recheneinrichtung
erzeugt einerseits das gewünschte Ausgangssignal, beispielsweise den Drehwinkel, und
andererseits die Amplitudeninformation für das Sensorsignal.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rückkopplungseinrichtung
einen Komparator enthält, der das Amplitudensignal des Magnetfeldsensors mit einem
Referenzwert vergleicht, dass dem Komparator ein Zähler nachgeschaltet ist, der abhängig
vom Ausgangssignal des Komparators aufwärts oder abwärts zählt und dass der Wert des
Zählers mit einem Digital-Analog-Wandler (DAC) in ein Steuersignal für den Versorgungsstrom
oder die Versorgungsspannung umgewandelt wird.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass sich der Versorgungsstrom
oder die Versorgungsspannung aus einer Gleichkomponente und einer steuerbaren Komponente,
z.B. aus einem Gleichstrom einer Konstantstromquelle und dem Strom einer gesteuerten
Stromquelle zusammensetzt, wobei die gesteuerte Komponente von der Rückkopplungs-
bzw. Verstärkungseinrichtung gesteuert wird. Auf diese Weise ist die Funktion des
Magnetfeldsensors sichergestellt, wenn die gesteuerte Komponente nicht angesteuert
wird.
[0019] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuersignale
für den im Rückkopplungszweig vorgesehenen Zähler als Statusinformation verwendet
und aufbereitet werden. Auf diese Weise lässt sich der Status der Regeleinrichtung,
insbesondere die Erhöhung oder Verminderung der Steuerinformation der gesteuerten
Komponente und damit der Amplitude des Sensorsignals oder ein Überlauf des Zählers
und damit ein Verlassen des Regelbereichs des Magnetfeldsensors feststellen. Weiterhin
kann mit einer derartigen Statusinformation eine dynamische Erkennung einer "Push-Button"-Funktion
unabhängig vom Absolutwert verwendet werden.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und dazugehörigen
Figuren der Zeichnung näher erläutert. Die Figuren dienen allein der Veranschaulichung
der Erfindung und sind daher nur schematisch und nicht maßstabsgetreu ausgeführt.
Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es
zeigen
Figur 1 einen schematischen Aufbau eines Magnetfeldsensors mit einer Hallelementanordnung,
Figur 2 eine detailliertere schematische Darstellung der Verstärkungseinrichtung und
Figur 3 eine schematische Anordnung eines Drehfeldsensors.
[0021] Die Erfindung wir nachfolgend anhand eines Magnetfeldsensors mit Hallelmentanordnung
beschrieben. Gemäß Figur 1 ist ein Magnetfeldsensor H, insbesondere eine Hallelementanordnung,
vorgesehen, der vorzugsweise aus mehreren Sensorelementen SE besteht. Bevorzugt sind
jeweils vier Sensorelemente zu einer Sensoranordnung zusammengefasst.
[0022] Die Hallelemente des Sensors H werden einzeln von einer Versorgungseinrichtung versorgt
bzw. im Ausführungsbeispiel von einer Stromquelle gespeist, die eine Fixstromquelle
FS und eine gesteuerte Stromquelle GS enthält. Die Fixstromquelle FS erzeugt mit einer
nicht näher dargestellten Spannungs- und Stromversorgungseinrichtung des Magnetfeldsensors
einen fixen Betriebsstrom für die Hallelemente des Magnetfeldsensors H. Die gesteuerte
Stromquelle GS erzeugt den von dem Rückkopplungszweig bestimmten gesteuerten Strom.
Beide Teilströme bilden den Hallstrom IH.
[0023] Die beiden Hall-Sensoranordnungen sind so ausgerichtet, dass die von ihnen erzeugten
Messsignale um 90° gegeneinander phasenverschoben sind. Wenn bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Magnetfeldsensor ein Drehsensor ist, hat das erste Messsignal
sinusförmigen Verlauf, während das zweite Messsignal cosinusförmigen Verlauf hat.
Nach einer Vorverstärkung im Vorverstärker V gelangen beide Messsignale zum Analog-Digital-Wandler
ADC. Dieser führt die Analog-Digital-Wandlung durch, beispielsweise mit Hilfe eines
Sigma-Delta-Modulators, so dass nach einer gegebenenfalls noch vorgesehenen digitalen
Filterung am Ausgang des ADC ein digitalisiertes Sinus- und ein digitalisiertes Cosinus-Signal
verfügbar sind. Beide Signale werden anschließend in der Recheneinrichtung R verknüpft
und verarbeitet.
[0024] Die Recheneinrichtung R.führt mit den digitalisierten Signalen einen Algorithmus
aus, so dass am Ausgang der Recheneinrichtung das oder die gewünschten Ausgangssignale
bereit stehen. Im Beispiel eines Drehfeldsensors steht so der Winkel W zur Verfügung
und wird an ein Interface IF eingespeist, das die Signalausgabe an externe Anschlüsse
vorsieht oder eine weitere Verarbeitung des digitalen Winkelsignals W durchführt.
[0025] Als anderes Ausgangssignal der Recheneinrichtung steht die Istwert-Amplitude AI des
Hallsignals aus den beiden Messsignalen zur Verfügung. Die Recheneinrichtung R führt
dazu die mathematische Beziehung

aus.
[0027] Die Istwert-Amplitude AI des Hallsignals wird nun in einer Rückkopplungsschleife
einer Rückkopplungseinrichtung RV zugeführt, die an ihrem Ausgang ein Steuersignal
zur Steuerung der gesteuerten Stromquelle GS abgibt. Die Rückkopplungseinrichtung
ist in Figur 1 eine Verstärkungseinrichtung und kann auch als AGC (Automatic Gain
Control) bezeichnet werden. An einem zweiten Eingang ist der Rückkopplungseinrichtung
RV ein Sollsignal AS für die Amplitude des Hallsignals zugeführt.
[0028] Gemäß Figur 2, die Einzelheiten des Aufbaus der Rückkopplungs- bzw. Verstärkungseinrichtung
RV darstellt, enthält die Verstärkungseinrichtung einen digitalen Komparator K, einen
Zähler Z und einen Digital-Analog-Wandler DAC. Dem digitalen Komparator werden der
Istwerte der Amplitude AI und die Sollwerte der Amplitude AS des Hallsignals zugeführt.
Der Sollwert AS entspricht bevorzugt einer optimalen Amplitude am Eingang des ADC.
[0029] Der digitale Komparator K erzeugt aus seinen beiden Eingangssignalen AI und AS ein
Ausgangssignal, das einem Zähler Z zugeführt wird. Der Zähler Z ist als Aufwärts/Abwärts-Zähler
ausgebildet. Der Wert des Zählers ergibt sich beispielsweise durch Zählen einer Taktfrequenz.
Im Beispiel der Figur 2 sind zwei Ausgangssignale U und D des Komparators K an gleichnamigen
Anschlüssen vorgesehen, von denen Ausgang U aktiviert wird, wenn der Zähler Z aufwärts
zählen soll, während der Ausgang D aktiviert wird, wenn der Zähler Z abwärts zählen
soll.
[0030] Ausgangsseitig wird der Zählerwert dem Digital-/Analog-Wandler DAC zugeführt, der
den Zählerwert in ein analoges Signal umsetzt, das wiederum die nicht näher dargestellte
gesteuerte Stromquelle GS steuert. Die gesteuerte Stromquelle kann im übrigen in aus
dem Stand der Technik bekannter Weise ausgeführt sein.
[0031] Der Ausgang des digitalen Komparators K ist parallel zum Zähler separat an den Klemmen
U und D herausgeführt. Die Steuersignale U und D für den Zähler Z können als Statusinformation
für den Magnetfeldsensor verwendet werden. So wird beispielsweise bei einer Änderung
des Abstandes zwischen dem Magneten und dem Hallsensor eine Nachregelung des Hallstroms
mit Hilfe des beschriebenen Regelkreises notwendig. Die Regelung des mit der Rückkopplungseinrichtung
RV geschlossenen Regelkreises verbessert das Rauschverhalten des Magnetfeldsensors.
[0032] Mit Hilfe der als Statusinformation verwendeten Steuersignale für den Zähler kann
dieses Nachregeln des Regelkreises angezeigt werden, weil ein Signal U für das Aufwärtszählen
und das andere Signal D für das Abwärtszählen kennzeichnend ist. Somit kann auf einfache
Weise extern festgestellt werden, ob sich der Abstand zwischen Magnet und Hallelement
verändert hat und in welcher Richtung er sich verändert hat. Außerdem ist es möglich
durch eine Aktivierung beider Signale U bzw. D einen Zählerüberlauf über den oberen
zulässigen Wert oder nach unten unter den unteren zulässigen Wert anzuzeigen, was
einem Verlassen des Regelbereichs der Verstärkungseinrichtung entspricht. Auf diese
Weise können Fehler einfach festgestellt werden.
[0033] Aufgrund der Steuerung der Amplitude des Hallsignals können die Elemente des Magnetfeldsensors
optimal an die gegebenen Einsatzbedingungen angepasst werden. So ist es möglich, die
Bitbreite des ADC um ein oder gar zwei Bit gegenüber einer nicht geregelten Ausführungsform
zu reduzieren. Dadurch können diese Elemente weniger aufwendig und damit kostengünstiger
realisiert werden.
[0034] Figur 3 schließlich zeigt zur Veranschaulichung die aus der
EP 0916074 B1 bekannte Drehsensoranordnung. Auf einer Drehachse DA ist ein Magnet über einem Hallelement
H mit nachfolgender Auswerteschaltung angebracht. Die Erfindung ermöglicht nun eine
verbesserte Messung und Auswertung, die gegenüber Abstandsänderungen zwischen Magnet
und Hallelementanordnung ein weitgehend unabhängiges Signal-Rausch-Verhältnis hat.
Grundsätzlich können auch Signaländerungen, die auf einem aus der Vertikalen verkippten
Hallelement-Magnet-Verhältnis oder einer nicht zentrischen Hallelement-Magnet-Beziehung
beruhen, zumindest teilweise kompensiert werden und so ein besseren Nutzsignal ermöglichen.
[0035] Es ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht auf Hallanordnungen beschränkt ist,
sondern dass der Gedanke der geregelten Sensoranordnung auch mit anderen Sensoren
realisiert werden kann, die auf anderen physikalischen Prinzipien beruhen.
1. Magnetfeldsensor mit einer Sensoranordnung (H), die von einer Versorgungseinrichtung
versorgt wird und ein Sensorsignal erzeugt, mit einer Auswerteeinrichtung (ADC, R),
der das Sensorsignal zugeführt wird und die ein der Amplitude des Sensorsignals entsprechendes
erstes Ausgangssignal (AI) abgibt, und mit einer Rückkopplungseinrichtung (RV), der
das erste Ausgangssignal zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungseinrichtung so angesteuert wird, dass das erste Ausgangssignal konstant
bleibt.
2. Magnetfeldsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung eine Hallelementanordnung (H) enthält, die von einem Hallstrom
(IH) gespeist wird und als Sensorsignal ein Hallsignal erzeugt, und mit einer als
Verstärkungseinrichtung (RV) ausgeführten Rückkopplungseinrichtung, der das erste
Ausgangssignal zugeführt ist und die den Hallstrom steuert.
3. Magnetfeldsensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ausgangssignal der Istwert-Amplitude(AI) des Sensorsignals entspricht und
die Rückkopplungseinrichtung (RV) mit Hilfe einer vorgegebenen Sollwert-Amplitude
(AS) die Versorgungseinrichtung so einstellt, dass die Istwert-Amplitude des Sensorsignals
konstant bleibt.
4. Magnetfeldsensor nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hallelementanordnung ein magnetisches Drehfeld erfasst und ein zweites Ausgangssignal
(W) der Auswerteeinrichtung dem ermittelten Drehwinkel entspricht.
5. Magnetfeldsensor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hallsignal der Hallelementanordnung ein erstes Messsignal (sin W) und ein zweites
Messsignal (cos W) enthält, das um 90° phasenverschoben gegenüber dem ersten Messsignal
ist.
6. Magnetfeldsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung einen Analog-Digital-Wandler (ADC), der das Sensorsignal
digitalisiert, enthält und eine nachgeschaltete Recheneinrichtung (R), die das erste
und/oder das zweite Ausgangssignal (AI, W) erzeugt.
7. Magnetfeldsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückkopplungseinrichtung einen Komparator enthält (K), der das erste Ausgangssignal
(AI) mit einem Referenzwert (AS) vergleicht, dass dem Komparator ein Zähler (Z) nachgeschaltet
ist, dem das Ausgangssignal des Komparators zugeführt ist, und dass dem Zähler ein
Digital-Analog-Wandler (DAC) nachgeschaltet ist, der das Ausgangssignal des Zählers
in ein Steuersignal für die Versorgungseinrichtung umwandelt.
8. Verfahren zum Betrieb eines Magnetfeldsensors, insbesondere eines Magnetfeldsensors
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem eine Versorgungseinrichtung ein Sensorelement
des Magnetfeldsensors versorgt und das Sensorelement ein Sensorsignal erzeugt, das
mit einer Auswerteeinrichtung (ADC, R) zu einem der Amplitude des Sensorsignals entsprechenden
ersten Ausgangssignal (AI) aufbereitet und einer Rückkopplungseinrichtung (RV) zugeführt
wird, die ausgangsseitig die Versorgungseinrichtung so steuert, dass das erste Ausgangsignal
konstant bleibt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem ersten Ausgangssignal die Istwert-Amplitude(AI) des Sensorsignals abgeleitet
wird und die Rückkopplungseinrichtung (RV) mit Hilfe einer vorgegebenen Sollwert-Amplitude
(AS) die Versorgungseinrichtung so einstellt, dass die Istwert-Amplitude des Sensorsignals
konstant bleibt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Sensorelement ein magnetisches Drehfeld erfasst wird und mit der Auswerteeinrichtung
ein zweites Ausgangssignal (W) erzeugt wird, das dem Drehwinkel entspricht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Hallelementanordnung ausgeführtes Sensorelement so angeordnet ist, dass das
Hallsignal ein erstes Messsignal (sin W) und ein zweites Messsignal (cos W) enthält,
das um 90° phasenverschoben gegenüber dem ersten Messsignal ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung das Sensorsignal mit einem Analog-Digital-Wandler (ADC) digitalisiert,
und eine der Auswerteeinrichtung nachgeschaltete Recheneinrichtung (R) das erste und/oder
das zweite Ausgangssignal (AI, W) erzeugt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ausgangssignal (AI) in einem Komparator mit einem Referenzwert (AS) verglichen
wird, dass ein dem Komparator nachgeschalteter Zähler (Z) einen Zählwert aus dem Ausgangssignal
des Komparators ableitet und ein Digital-Analog-Wandler (DAC) das Ausgangssignal des
Zählers in ein Steuersignal für die Versorgungseinrichtung umwandelt.
1. A magnetic field sensor comprising a sensor arrangement (H) which is supplied by a
supply device and generates a sensor signal, an evaluation device (ADC, R) which is
supplied with the sensor signal and outputs a first output signal (A1) corresponding
to the amplitude of the sensor signal, and a feedback device (RV) supplied with the
first output signal, characterized in that the supply device is controlled such that the first output signal remains constant.
2. The magnetic field sensor according to claim 1, characterized in that the sensor arrangement comprises a Hall element arrangement (H) which is fed by a
Hall current (IH) and generates a Hall signal as the sensor signal and comprises a
feedback device configured as an amplifying means (RV) which is supplied with the
first output signal and controls the Hall current.
3. The magnetic field sensor according to claim 1 or 2, characterized in that the first output signal corresponds to the actual-value amplitude (AI) of the sensor
signal and the feedback device (RV) adjusts the supply device by means of a predetermined
set-point amplitude (AS) such that the actual-value amplitude of the sensor signal
remains constant.
4. The magnetic field sensor according to any one of claims 2 or 3, characterized in that the Hall element arrangement detects a rotating magnetic field, and a second output
signal (W) of the evaluation device corresponds to the determined angle of rotation.
5. The magnetic field sensor according to any one of claims 2 to 4, characterized in that the Hall signal of the Hall element arrangement comprises a first measured signal
(sin W) and a second measured signal (cos W) which is phase-shifted by 90° with respect
to the first measured signal.
6. The magnetic field sensor according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the evaluation device comprises an analog-digital converter (ADC) which digitizes
the sensor signal, and a computing means (R ) connected downstream which generates
the first and/or the second output signal (AI, W).
7. The magnetic field sensor according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the feedback device comprises a comparator (K) which compares the first output signal
(A1) with a reference value (AS), a counter (Z) is connected downstream of the comparator
which is supplied the output signal of the comparator, and a digital-analog converter
(DAC) is connected downstream of the counter which converts the output signal of the
counter into a control signal for the supply device.
8. A method for operating a magnetic field sensor, in particular a magnetic field sensor
according to any one of claims 1 to 6, in which a supply device supplies a sensor
element of the magnetic field sensor, and the sensor element generates a sensor signal
which is processed into a first output signal (AI) corresponding to the amplitude
of the sensor signal by an evaluation device (ADC, R) and supplied to a feedback device
(RV) which, at the output side of the feedback device (RV), controls the supply device
such that the first output signal remains constant.
9. The method according to claim 8, characterized in that the actual-value amplitude (AI) of the sensor signal is derived from the first output
signal, and the feedback device (TV) adjusts the supply device by means of a predetermined
set-point amplitude (AS) such that the actual-value amplitude of the sensor signal
remains constant.
10. The method according to claim 8 or 9, characterized in that a rotating magnetic field is detected using the sensor element and a second output
signal (W) corresponding to the angle of rotation is generated using the evaluation
device.
11. The method according to any one of claims 8 to 10, characterized in that a sensor element configured as a Hall element arrangement is arranged such that the
Hall signal comprises a first measured signal (sin W) and a second measured signal
(cos W) which is phase-shifted by 90° with respect to the first measured signal.
12. The method according to any one of claims 8 to 11, characterized in that the evaluation device digitizes the sensor signal using an analog-digital converter
(ADC), and a computing means (R) connected downstream of the evaluation device generates
the first and/or the second output signal (AI, W).
13. The method according to any one of claims 8 to 12, characterized in that the first output signal (AI) is compared with a reference value (AS) in a comparator,
a counter (Z) connected downstream of the comparator derives a count value from the
output signal of the comparator, and a digital-analog converter (DAC) converts the
output signal of the counter into a control signal for the supply device.
1. Capteur à champ magnétique pourvu d'un ensemble capteur (H) qui est alimenté par un
dispositif d'alimentation et qui produit un signal de capteur, d'un dispositif d'évaluation
(ADC, R) auquel est acheminé le signal de capteur et qui délivre un premier signal
de sortie (AI) correspondant à l'amplitude du signal de capteur, et d'un dispositif
de rétrocouplage (RV) auquel est acheminé le premier signal de sortie, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation est commandé de telle sorte que le premier signal de
sortie reste constant.
2. Capteur à champ magnétique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ensemble capteur comporte un ensemble d'éléments de Hall (H) qui est alimenté par
un courant de Hall (IH) et qui produit un signal de Hall comme signal de capteur,
et présentant un dispositif de rétrocouplage réalisé comme dispositif d'amplification
(RV) auquel est acheminé le premier signal de sortie et qui commande le courant de
Hall.
3. Capteur à champ magnétique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier signal de sortie correspond à l'amplitude effective (AI) du signal de
capteur et en ce que le dispositif de rétrocouplage (RV) règle le dispositif d'alimentation à l'aide d'une
amplitutde théorique prédéfinie (AS) de telle façon que l'amplitude effective du signal
de capteur reste constante.
4. Capteur à champ magnétique selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que l'ensemble d'éléments de Hall détecte un champ magnétique tournant et en ce qu'un deuxième signal de sortie (W) du dispositif d'évaluation correspond à l'angle de
rotation déterminé.
5. Capteur à champ magnétique selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le signal de Hall de l'ensemble d'éléments de Hall comporte un premier signal de
mesure (sin W) ainsi qu'un deuxième signal de mesure (cos W) qui présente un décalage
de phase de 90° par rapport au premier signal de mesure.
6. Capteur à champ magnétique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation comporte un convertisseur analogique-numérique (ADC) qui
numérise le signal de capteur et un dispositif de calcul (R) placé en aval qui produit
le premier et/ou le deuxième signal de sortie (AI, W).
7. Capteur à champ magnétique selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de rétrocouplage comporte un comparateur (K) qui compare le premier
signal de sortie (AI) à une valeur de référence (AS), en ce qu'un compteur (Z) auquel est acheminé le signal de sortie du comparateur, est placé
en aval du comparateur, et en ce qu'un convertisseur numérique-analogique (DAC) qui convertit le signal de sortie du compteur
en un signal de commande pour le dispositif d'alimentation, est placé en aval du compteur.
8. Procédé de fonctionnement d'un capteur à champ magnétique, en particulier d'un capteur
à champ magnétique selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel un dispositif
d'alimentation alimente un élément de capteur du capteur à champ magnétique et l'élément
de capteur produit un signal de capteur qui est traité par un dispositif d'évaluation
(ADC, R) en un premier signal de sortie (AI) correspondant à l'amplitude du signal
de capteur et qui est acheminé à un dispositif de rétrocouplage (RV) qui commande
en sortie le dispositif d'alimentation de telle façon que le premier signal de sortie
reste constant.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'amptitude effective (AI) du signal de capteur est dérivée du premier signal de
sortie et le dispositif de rétrocouplage (RV) règle le dispositif d'alimentation à
l'aide d'une amplitude théorique prédéfinie (AS) de telle façon que l'amplitude effective
du signal de capteur reste constante.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'un champ magnétique tournant est détecté au moyen de l'élément de capteur et en ce qu'un deuxième signal de sortie (W) qui correspond à l'angle de rotation est produit
avec le dispositif d'évaluation.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'un élément de capteur réalisé comme ensemble d'éléments de Hall est disposé de telle
façon que le signal de Hall comporte un premier signal de mesure (sin W) ainsi qu'un
deuxième signal de mesure (cos W) qui présente un décalage de phase de 90° par rapport
au premier signal de mesure.
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation numérise le signal de capteur au moyen d'un convertisseur
analogique-numérique (ADC) et en ce qu'un dispositif de calcul (R) placé en aval du dispositif d'évaluation produit le premier
et/ou le deuxième signal de sortie (AI, W).
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que le premier signal de sortie (AI) est comparé dans un comparateur à une valeur de
référence (AS), en ce qu'un compteur (Z) placé en aval du comparateur dérive une valeur de comptage du signal
de sortie du comparateur et en ce qu'un convertisseur numérique-analogique (DAC) convertit le signal de sortie du compteur
en un signal de commande pour le dispositif d'alimentation.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- IEEE Transactions on Circuits and Systems - II: Analog and Digital Signal Processing,
2001, vol. 48, 6548-561 [0026]