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EP 1 721 714 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.08.2008 Patentblatt 2008/32 |
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Anmeldetag: 02.05.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Balkenbinder aus Holz
Composite wooden beam
Poutre composite en bois
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
02.05.2005 AT 29005 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.2006 Patentblatt 2006/46 |
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Patentinhaber: Holzindustrie Leitinger Gesellschaft M.B.H. |
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8551 Wies (AU) |
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Erfinder: |
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- Leitinger, Hans-Peter
8551 Wies (AT)
- Schickhofer, Gerhard, Dipl.-Ing., Dr.
8042 Graz (AT)
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Vertreter: Kopecky, Helmut et al |
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Kopecky & Schwarz
Patentanwälte
Wipplingerstrasse 30 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 080 857 DE-A1- 19 728 259 US-A- 3 580 760 US-A- 5 896 723
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WO-A-20/05040766 DE-A1- 19 936 312 US-A- 3 654 741
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Vollholz-Balkenbinder aus miteinander verklebten Langhölzern,
die durch Aneinanderfügen von Langholzabschnitten mittels Keilzinkenverbindungen gebildet
sind.
[0002] Um aus Baumstämmen qualitativ hochwertiges Langholz, wie es z.B. als Bauholz Verwendung
findet, zu fertigen und hierbei eine einigermaßen gleichmäßige Qualität sicherzustellen,
werden die Baumstämme auf das gewünschte Maß geschnitten bzw. formatiert und, falls
die so zugeschnittenen Rohlinge Fehlstellen, alias Schwachstellen, enthalten, werden
diese Fehlstellen bzw. Schwachstellen entfernt und die verbleibenden Rohlingstücke
mittels stirnseitiger Keilzinkenstöße zu Langholz verklebt. Auf diese Art und Weise
wird Brettschichtholz, das aus mehreren Lagen von längsverzinkten, miteinander verklebten
und versetzt Keilzinkenstöße aufweisenden Brettern gebildet ist, gefertigt. Balkenschichtholz
wird aus zwei, drei oder mehreren miteinander längsverklebten Balken, die gegebenenfalls
ebenfalls aus Teilstücken zusammengesetzt sind, die mittels Keilzinkenverbindungen
verbunden sind, gefertigt.
[0003] Ein besonderes Problem bildet die Verarbeitung von Starkholz, worunter Bäume verstanden
werden, die in Brusthöhe über ca. 40 cm Durchmesser aufweisen. Solches Starkholz weist
den Vorteil einer höheren Ausbeute auf, und zwar dann, wenn es zu Konstruktionsvollholz
verarbeitet wird. Allerdings sind die Holzeigenschaften sehr heterogen, d.h. das Starkholz
bedingt einen höheren Selektionsaufwand. Zudem können ein Nasskern oder Kernrisse
Probleme verursachen. Starke Äste bewirken ebenfalls schlechtere mechanische Eigenschaften.
Aus diesem Grund wird aus Starkholz gefertigtes Langholz nur selten einteilig aus
einem Stamm geschnitten werden können; meist ist es notwendig, Schwachstellen herauszuschneiden
und die Teilstücke, wie oben erwähnt, mittels einer Keilzinkenverbindung zu einem
Langholz zu verkleben.
[0004] Zur Sicherung der Güte von in solchen Anlagen gefertigten Keilzinkenverbindungen
werden Zerstörungsproben durchgeführt, wobei ein Bruch bei einer für eine solche Zerstörungsprobe
vorgesehenen Biegeprobe nicht im Bereich der Keilzinkenverbindung auftreten darf.
[0005] Es hat sich gezeigt, dass trotz der automatisierten Fehlererkennungsmethoden und
trotz nachfolgender eingehender visueller Besichtigung bei der Verwendung von solcherart
hergestelltem Langholz unerwartet Brüche - z.B. verursacht durch Stauchbrüche z.B.
bei Windbruch, Verleimungsfehler, Verzahnungsfehler, innere Risse, Faserabweichungen
etc. - auftreten können, sodass es Bestrebungen gibt, Konstruktionsvollholz von Holzkonstruktionen,
bei denen dem Holz eine tragende Funktion zukommt, auszuschließen. Dies ist insbesondere
von Nachteil, als hierdurch eine kostengünstige Verwertung als Kantholz aus Starkholz
nicht mehr gegeben wäre, d.h. das Starkholz müsste ebenfalls zu mehrlagigem Brettschichtholz
oder Balkenschichtholz verarbeitet werden, bei denen verdeckte bzw. nicht aufgefundene
Fehlstellen bzw. Schwachstellen in einzelnen Teilstücken in Folge der mehrlagigen
Verleimung weniger ins Gewicht fallen.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zur Qualitätsanhebung von Vollholz-Balkenbindem
zu schaffen, um solche Vollholz-Balkenbinder auch für höherbeanspruchte Konstruktionsteile
effizient einsetzen zu können. Insbesondere sollen die derzeit aufgrund der Inhomogenität
des Holzes erforderlichen Querschnittszuschläge herabgesetzt werden können. Hierbei
wird erfindungsgemäß von einem Stand der Technik ausgegangen, wie er in der
EP-A-1 080 857 (siehe beispielsweise Fig. 14) oder in der nachveröffentlichten
WO-A2005/040766 beschrieben ist.
[0007] Da in den Wäldern Starkholz überwiegt und der Anteil an Starkholz noch im Steigen
begriffen ist, stellt sich die Erfindung die spezielle Aufgabe, gerade dieses Starkholz
mit der erforderlichen Sicherheit für Konstruktionen einsetzen zu können, in denen
das Starkholz tragende Funktionen übernimmt, wobei aus dem Starkholz gebildete Vollholz-Balkenbinder
nicht nach der Art eines Brettschichtholzes aus einzelnen miteinander längsverleimten
Holzschichten gebildet sind.
[0008] Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, mit dem für Holzkonstruktionen dienenden
Langholz Vollholz-Balkenbinder herzustellen, die auch sehr große Querschnitte aufweisen
und hierbei voll eine tragende Funktion übernehmen können, und zwar möglichst gleichwertig
einem Leimbinder aus Brettschichtholz, und vorzugsweise sogar höher belastbar sind
als diese. Gegenüber einem Brettschichtholz sollen die Herstell-Arbeitsschritte minimiert
und auch der Leimverbrauch vermindert sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Vollholz-Balkenbinder der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, dass er aus mindestens drei Langhölzern mit mindestens einer stehenden
und einer liegenden Klebefuge gebildet ist, wobei die Langhölzer in der Anordnung,
in der sie aus dem Stamm geschnitten werden, wiederum zu einem Vollholz-Balkenbinder
zusammengesetzt und verklebt sind und wobei die Zug- und/oder Druckzone des Vollholz-Balkenbinders
von Splintholz gebildet ist. Hierdurch weist der Vollholz-Balkenbinder eine "Naturjahresringlage"
auf. Hierbei kommt der Splintholzanteil an der Unter- bzw. Oberseite des Vollholz-Balkenbinders
zu liegen.
[0010] Eine besonders gute Benetzung mit Klebstoff und eine gute Haftung bzw. Verklebung
der Langhölzer miteinander zur Bildung eines Vollholz-Balkenbinders ist dann gewährleistet,
wenn die miteinander zur Verklebung gelangenden stehenden Seitenflächen der Langhölzer
vor dem Verkleben durch Fräsen bearbeitet werden.
[0011] Je nach geforderter Belastbarkeit eines Vollholz-Balkenbinders kann er aus zwei oder
mehreren nebeneinander und zwei oder mehreren übereinander angeordneten und miteinander
verklebten Langhölzern gebildet sein, wobei der Vollholz-Balkenbinder aus Langhölzern
gleicher oder unterschiedlicher Dimension zum Einsatz kommen kann.
[0012] Erfindungsgemäß ist ein besonderer optischer Vorteil für die Holzarchitektur gegeben,
zumal die stehenden Seitenflächen eines Vollholz-Balkenbinders eine Fladenstrukrur
aufweisen und nicht, wie bei einem Brettschichtholz, nur schmale miteinander verklebte
Bretter mit den Klebefugen erkennen lassen.
[0013] Vorzugsweise ist ein Vollholz-Balkenbinder
dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens ein Langholz mit einer Höhe von über 100 mm, vorzugsweise bis ca. 300
mm, und einer Breite von über 40 mm, vorzugsweise bis 100 mm, aufweist.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Vollholz-Balkenbinder mindestens ein Langholz mit einer Höhe von über 140 mm,
vorzugsweise bis 600 mm, und einer Breite von über 40 mm aufweist.
[0015] Um besonders hohe Festigkeitszonen des Splintbereichs eines Stammes im hochbelasteten
Bereich eines Trägers einsetzen zu können, ist nach einer bevorzugten Ausführungsform
ein Vollholz-Balkenbinder
dadurch gekennzeichnet, dass Langhölzer eingesetzt sind, deren Schmalseitenbereiche von Splintholz eines Starkholzes
gebildet sind.
[0016] Um auch an der Unter- bzw. Oberseite eines Vollholz-Balkenbinders eine Fladenstruktur
sicherzustellen, ist zweckmäßig ein Vollholz-Balkenbinder
gekennzeichnet durch die Anordnung und Verklebung mindestens eines Langholzes an der Unterseite und/oder
Oberseite, das sich über die gesamte Breite des Vollholz-Balkenbinders erstreckt und
nach unten bzw. oben eine Fladenstruktur aufweist.
[0017] Zweckmäßig ist ein Vollholz-Balkenbinder
dadurch gekennzeichnet, dass er aus drei Langhölzern gebildet ist, und zwar aus zwei mit einer stehenden Klebefuge
zu einem Balken verklebten Langhölzern und einer mit diesem Balken mit liegender Klebefuge
verklebten Bohle, mit einer Breite des Balkens.
[0018] Eine weitere bevorzugte Variante ist dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens
zwei aus miteinander mittels einer stehenden Klebefuge verklebten Langhölzern gebildeten
Balken gebildet ist, wobei einer der Balken an der Unterseite des Vollholz-Balkenbinders
und einer der Balken an der Oberseite des Vollholz-Balkenbinders angeordnet ist, und
wobei zwischen diesen Balken entweder eine Bohle oder zwei ebenfalls mit stehender
Klebefuge miteinander verklebte Bohlen oder weitere Balken vorgesehen sind.
[0019] Vorzugsweise ist ein Vollholz-Balkenbinder
dadurch gekennzeichnet, dass die an der Unterseite des Vollholz-Balkenbinders vorgesehenen Langhölzer an der Unterseite
und vorzugsweise auch die an der Oberseite des Vollholz-Balkenbinders an der Oberseite
Splintholz aufweisen, wodurch die höheren Festigkeitswerte des Splintholzes wirkungsvoll
zum Tragen kommen.
[0020] Um einen Vollholz-Balkenbinder für höhere Belastungen einsetzen zu können, ist ein
Verfahren zur Herstellung eines Vollholz-Balkenbinders
dadurch gekennzeichnet, dass Langhölzer miteinander verklebt werden, deren E-Modul am Rundholz, am nassen Schnittholz
und/oder am trockenen Schnittholz bestimmt wurde, wobei vorteilhaft in der Zugzone,
vorzugsweise auch in der Druckzone, Langhölzer mit einem E-Modul über einem bestimmten
Grenzwert, wie > 13.000 N/mm
2, eingesetzt werden, und dass gegebenenfalls dazwischen vorgesehene Langhölzer aus
Langhölzern mit einem geringeren E-Modul ausgewählt werden.
[0021] Zweckmäßig wird der E-Modul vor dem Verkleben mittels Ultraschallmessung oder Schallmessung
oder mittels Biegeprüfung oder Zugprüfung näherungsweise bestimmt.
[0022] Zur effizienten Verarbeitung von Starkholz wird Starkholz, insbesondere Starkholz
mit einem Durchmesser am Zopfende von mindestens 300 mm, mittels Fräsen zu einem waldkantigen
Kantholz verarbeitet und das Kantholz anschließend vorzugsweise durch Bandsägen zu
Langhölzern verarbeitet, wobei zweckmäßig zur besseren Ausnutzung und Verringerung
von Abfallholz das Sägen zu Langhölzern in etwa entlang bzw. parallel zur Markröhre
des Kantholzes durchgeführt wird.
[0023] Hierbei wird vorteilhaft das Bandsägen mit etwa der Hälfte der Vorschubgeschwindigkeit
des Fräsens durchgeführt, wodurch eine hohe Fräsgeschwindigkeit bei Vorsehen von zwei
nachgeschalteten Bandsägelinien voll ausgenützt werden kann.
[0024] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, wobei die Fig.
1 bis 3 aus Langhölzern gebildete Vollholz-Balkenbinder gemäß dem Stand der Technik
im Schrägriss zeigen. Fig. 4 veranschaulicht einen sogenannten "Leimbinder" aus Brenschichtholz.
Die Fig. 5 und 6 zeigen erfindungsgemäße Vollholz-Balkenbinder, die Fig. 7 veranschaulicht
einen Schnittplan für Starkholz.
[0025] Die Fig. 1 bis 3 betreffen herkömmliche Balken 1, 2, 3. Fig. 1 zeigt einen Duobalken
1, Fig. 2 einen Triobalken 2 und Fig. 3 einen Quattrobalken 3.
[0026] Diese aus Langhölzern L gebildeten Balken 1 bis 3 weisen jeweils eine stehende Klebefuge
5 auf, wodurch sich Seitenflächen 6 mit einer Fladenstruktur 7 ergeben. Die Breite
8 der miteinander zu verklebenden Langhölzer L beträgt vorzugsweise 50, 60, 70, 80
oder 100 mm, wodurch sich Balkenbreiten 9 für einen Duobalken zwischen z.B. 100 und
200 mm oder noch breiter ergeben. Die Höhe 10 der Langhölzer L liegt vorzugsweise
zwischen 160 und 300 mm.
[0027] Besonders hoch belastbare Klebefugen 5 ergeben sich, wenn die miteinander zur Verklebung
gelangenden stehenden Seitenflächen der Langhölzer L vor dem Verkleben durch Fräsen
bearbeitet werden. Hierdurch ist nämlich eine sehr gute Benetzung der Klebeflächen
mit Klebstoff sichergestellt, wodurch zudem Klebstoffeinsparungen möglich sind.
[0028] Die Balkenbreite 9 erstreckt sich erfindungsgemäß stets über mindestens zwei Breiten
8 der Langhölzer L; beim Duobalken über zwei, beim Triobalken gemäß Fig. 2 über drei
und beim Quattrobalken gemäß Fig. 3 über vier Langhölzer L.
[0029] In Fig. 4 ist ein herkömmlicher "Leimbinder" 11, der aus Brettern bzw. Lamellen 12
als Brettschichtholz gebildet ist, veranschaulicht. Die Höhe 13 der einzelnen Bretter
liegt üblicherweise bei 3 bis maximal 4 cm. Die Breite 14 der Bretter 12 liegt üblicherweise
zwischen 80 mm und 200 mm, eventuell 240 mm. Ein solcher "Leimbinder" 11 ist aufwendig
in der Herstellung, und es wird eine große Menge an Leim bzw. Kleber eingesetzt. Seine
Seitenansicht lässt sämtliche Klebefugen und vom Holz nur eine schlichte Struktur
erkennen.
[0030] Anstelle eines solchen "Leimbinders" kann erfindungsgemäß ein Vollholz-Balkenbinder
15, wie er beispielsweise in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt ist, eingesetzt werden.
[0031] Fig. 5 zeigt einen auch als Trambinder bezeichneten Vollholz-Balkenbinder 15, der
aus Langhölzern L, die aus Starkholz geschnitten sind, die zu Triobalken 2 zusammengesetzt
sind, gebildet ist. Die Besonderheit der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Trambinder
ist darin zu sehen, dass die Langhölzer L in der Anordnung, in der sie aus dem Starkholzstamm
geschnitten wurden, wiederum zu einem Trambinder 15 zusammengesetzt und verklebt sind.
Hierdurch ergibt sich eine sogenannte "Naturjahresringlage", wobei in der Zug- und
Druckzone wiederum Splintholz 17 vorhanden ist.
[0032] Um die Splintholzzone über die Länge des Vollholz-Balkenbinders bzw. Trambinders
15 in etwa konstant zu halten, kann aus dem Stamm eine keilförmige Kernzone herausgeschnitten
werden, wobei der Steigungswinkel des Kerns dem halben Kegelwinkel des sich verjüngenden
Stammes entspricht.
[0033] Ein Vollholz-Balkenbinder 15 gemäß den Fig. 5 bzw. 6 hat den Vorteil, dass er spannungsbefreit
ist, zumal das Starkholz im frischen Zustand aufgetrennt, die so gebildeten Langhölzer
L getrocknet und gehobelt, und dann sozusagen spannungsbefreit zu dem Vollholz-Balkenbinder
15 verklebt werden.
[0034] Die Breite 16 eines solchen Vollholz-Balkenbinders liegt vorzugsweise gleichfalls
zwischen 100 und 200 mm, kann jedoch auch darüber liegen, beispielsweise wenn Trio-
oder Quattrobalken 2 oder 3 übereinandergelegt und miteinander verklebt werden. Selbstverständlich
ist es möglich, die Anzahl übereinander angeordneter und miteinander verklebter Balken
1, 2, 3 je nach Erfodernis, d.h. je nach gewünschtem Querschnitt, festzulegen.
[0035] Der Vorteil eines solchen Vollholz-Balkenbinders 15 gegenüber einem aus Brettern
12 gebildeten Leimbinder 11 bzw. Brettschichtholz liegt nicht nur in der Optik - bei
Seitenansicht ist eine schöne Fladenstruktur 7 zu erkennen -, sondern auch in der
Belastbarkeit. Ein wesentliches Kriterium ist auch, dass er aus Starkholz gebildet
sein kann.
[0036] Um die besondere Festigkeit von Splintholz 17 für Vollholz-Balkenbinder 15 vorteilhaft
ausnützen zu können, wird Starkholz 18 mit Durchmessern von über 300 mm gemäß dem
in Fig. 7 dargestellten Schnittplan zerteilt. Hierdurch lassen sich z.B. Langhölzer
L in der Höhe 10 - je nach Starkholzdurchmesser - von etwa 140 bis 600 mm herstellen,
deren Schmalseitenbereiche 19 aus dem Außenbereich, d.h. dem Bereich des Splintholzes
17 eines Starkholzes 18, geschnitten sind.
[0037] Verklebt man beispielsweise vier solche Langhölzer L zu einem Vollholz-Balkenbinder
15, ergibt sich ein besonders hochbelastbarer Vollholz-Balkenbinder 15, zumal die
Zug- und Druckzone des Vollholz-Balkenbinders 15 von Splintholz 17 gebildet ist, das,
wie oben erwähnt, eine besonders hohe Festigkeit, insbesondere eine besonders hohe
Zugfestigkeit, aufweist. Splintholz 17 weist nachweislich eine um 20% höhere Belastbarkeit
auf als Kernholz.
[0038] Ein Vollholz-Balkenbinder 15 dieser Art weist ebenfalls eine seitliche Fladenstruktur
7 auf. Ein Vollholz-Balkenbinder 15 - mit oder ohne Mitteltrennfuge - dieser Dimension
ist auch als Trambinder 15 bezeichnet.
[0039] Vollholz-Balkenbinder 15 bzw. Trambinder, wie oben beschrieben, sind besonders preisgünstig
herstellbar. Es ergibt sich, wie Fig. 6 erkennen lässt, nur wenig Holzverlust und
es sind auch nur wenige Arbeitsschritte zu dessen Herstellung notwendig.
[0040] Eine besonders gute Ausnützung von Starkholz lässt sich dann erzielen, wenn die Langhölzer
entsprechend der Krümmung des Stammes, also etwa dem Verlauf der Markröhre folgend,
bzw. parallel dazu, aufgeschnitten werden, wobei dann durch Querteilen Langholzabschnitte
gebildet werden, die durch Aneinanderfügen mittels Keilzinkenverbindungen zu Langhölzern
im möglichst geraden Zustand für die Herstellung von Vollholz-Balkenbindern großer
Länge einsetzbar sind.
[0041] Vorzugsweise werden die Rundholzstämme mit Zerspanaggregaten zu waldkantigen Kanthölzern
verarbeitet, und zwar durch Fräsen, was optimal mit dem Zopfende voraus erfolgt,
[0042] Mit Trennbandsägen können anschließend aus den waldkantigen Kanthölzern Langhölzer
L geschnitten werden. Da das Fräsen mit etwa doppelt so hoher Vorschubgeschwindigkeit
erfolgen kann wie das Bandsägen, empfiehlt es sich, zwei Bandsägeanlagen der Fräsanlage
zur Herstellung der waldkantigen Kanthölzer nachzuordnen.
[0043] Um erfindungsgemäße Vollholz-Balkenbinder 15 für größere Belastungen einsetzen zu
können, empfiehlt es sich, an den Langhölzern L deren E-Module festzustellen, was
beispielsweise durch Ultraschallinessung, Schallmessung oder mittels einer Biegeprüfung
oder Zugprüfung erfolgen kann. Vorteilhaft werden solcherart geprüfte Langhölzer mit
einem E-Modul über einem bestimmten Grenzwert, wie beispielsweise > 13.000 N/mm
2, in der Zugzone bzw. Druckzone eines Vollholz-Balkenbinders 15 Verwendung finden.
Die Bestimmung des E-Moduls braucht hier nur näherungsweise erfolgen und kann im frischen
Zustand des Holzes oder im trockenen Zustand des Holzes durchgeführt werden.
1. Vollholz-Balkenbinder (15) aus miteinander verklebten Langhölzern (L), die durch Aneinanderfügen
von Langholzabschnitten mittels Keilzinkenverbindungen gebildet sind, wobei er aus
mindestens drei Langhölzern (L) mit mindestens einer stehenden und einer liegenden
Klebefuge (5) gebildet ist, wobei die Langhölzer (L) in der Anordnung, in der sie
aus dem Stamm geschnitten werden, wiederum zu einem Vollholz-Balkenbinder (15) zusammengesetzt
und verklebt sind und wobei die Zug- und/oder Druckzone des Vollholz-Balkenbinders
von Splintholz (17) gebildet ist.
2. Vollholz-Balkenbinder (15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Klebefuge (5) bildenden Seitenflächen der Langhölzer (L) durch Fräsen bearbeitet
sind.
3. Vollholz-Balkenbinder (15), dadurch gekennzeichnet, dass er aus zwei oder mehreren nebeneinander und zwei oder mehreren übereinander angeordneten
und miteinander verklebten Langhölzern (L) gebildet ist.
4. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stehenden Seitenflächen (6) eine Fladenstruktur (7) aufweisen.
5. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens ein Langholz (L) mit einer Höhe (10) von über 100 mm, vorzugsweise
bis ca. 300 mm, und einer Breite (8) von über 40 mm, vorzugsweise bis 100 mm, aufweist.
6. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens ein Langholz (L) mit einer Höhe (10) von über 140 mm, vorzugsweise
bis 600 mm, und einer Breite (28) von über 40 mm aufweist.
7. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Langhölzer (L) eingesetzt sind, deren Schmalseitenbereiche (19) von Splintholz (17)
eines Starkholzes (18) gebildet sind.
8. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch die Anordnung und Verklebung mindestens eines Langholzes (L) an der Unterseite und/oder
Oberseite, das sich über die gesamte Breite (9) des Vollholz-Balkenbinders (15) erstreckt
und ebenfalls nach unten bzw. oben eine Fladenstruktur (7) aufweist.
9. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass er aus drei Langhölzern (L) gebildet ist, und zwar aus zwei mit einer stehenden Klebefuge
(5) zu einem Balken (1) verklebten Langhölzern (L) und einer mit diesem Balken (1)
mit liegender Klebefuge (5) verklebten Bohle (B), mit einer Breite des Balkens (1).
10. Vollholz-Balkenbinder (15) gebildet nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens zwei aus miteinander mittels einer stehenden Klebefuge (5) verklebten
Langhölzern (L) gebildeten Balken (1) gebildet ist, wobei einer der Balken (1, 2,
3) an der Unterseite des Vollholz-Balkenbinders (15) und einer der Balken (1, 2, 3)
an der Oberseite des Vollholz-Balkenbinders (15) angeordnet ist, und wobei zwischen
diesen Balken entweder eine Bohle (B) oder zwei ebenfalls mit stehender Klebefuge
(5) miteinander verklebte Bohlen (B) oder weitere Balken (1, 2, 3) vorgesehen sind.
11. Vollholz-Balkenbinder (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Unterseite des Vollholz-Balkenbinders (15) vorgesehenen Langhölzer (L)
an der Unterseite und vorzugsweise auch die an der Oberseite des Vollholz-Balkenbinders
(15) an der Oberseite Splintholz (17) aufweisen.
12. Verfahren zum Herstellen eines Vollholz-Balkenbinders (15) nach einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Langhölzer (L) miteinander verklebt werden, deren E-Modul am Rundholz, am nassen
Schnittholz und/oder am trockenen Schnittholz bestimmt wurde.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zugzone, vorzugsweise auch in der Druckzone, Langhölzer (L) mit einem E-Modul
über einem bestimmten Grenzwert, wie > 13.000 N/mm2, eingesetzt werden, und dass gegebenenfalls dazwischen vorgesehene Langhölzer (L)
aus Langhölzern (L) mit einem geringeren E-Modul ausgewählt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der E-Modul vor dem Verkleben mittels Ultraschallmessung oder Schallmessung oder
mittels Biegeprüfung oder Zugprüfung näherungsweise bestimmt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Starkholz, insbesondere Starkholz mit einem Durchmesser am Zopfende von mindestens
300 mm, mittels Fräsen zu einem waldkantigen Kantholz verarbeitet wird und dass das
Kantholz anschließend vorzugsweise durch Bandsägen zu Langhölzern (L) verarbeitet
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägen zu Langhölzern (L) in etwa entlang bzw. parallel zur Markröhre des Kantholzes
durchgeführt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Bandsägen mit etwa der Hälfte der Vorschubgeschwindigkeit des Fräsens durchgeführt
wird.
18. Verwendung eines Vollholz-Balkenbinders nach einem der Ansprüche 1 bis 11 als Wand-
oder - in liegender Anordnung - als Deckenelement.
1. A solid wood beam binder (15) made of long timbers (L) glued to each other which are
formed by joining long timber sections using dovetail joints, wherein it is formed
from at least three long timbers (L) having at least one vertical and one horizontal
glue joint (5), wherein the long timbers (L) in the arrangement in which they are
cut from the trunk are again assembled and glued together to form a solid wood beam
binder (15) and wherein the tension and/or pressure zone of the solid wood beam binder
is formed from sapwood (17).
2. A solid wood beam binder (15) according to claim 1, characterized in that the side faces of the long timbers (L) which form the glue joint (5) are processed
by milling.
3. A solid wood beam binder (15), characterized in that it is formed from two or several long timbers (L) arranged next to each other and
two or several long timbers (L) arranged on top of each other, the long timbers being
glued together.
4. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the vertical side faces (6) exhibit a speckled texture (7).
5. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 3, characterized in that it comprises at least one long timber (L) having a height (10) of more than 100 mm,
preferably of up to about 300 mm, and a width (8) of more than 40 mm, preferably of
up to 100 mm.
6. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 5, characterized in that it comprises at least one long timber (L) having a height (10) of more than 140 mm,
preferably of up to 600 mm, and a width (28) of more than 40 mm.
7. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 6, characterized in that long timbers (L) are used the narrow edge regions (19) of which are formed from the
sapwood (17) of a strong timber (18).
8. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 6, characterized by the arrangement and gluing of at least one long timber (L) at the bottom side and/or
top side, which long timber extends across the entire width (9) of the solid wood
beam binder (15) and also exhibits a speckled texture (7) towards the bottom or the
top, respectively.
9. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 8, characterized in that it is formed from three long timbers (L), namely from two long timbers (L) glued
together by a vertical glue joint (5) to form a beam (1) and a board (B) glued to
said beam (1) by a horizontal glue joint (5), having a width of the beam (1).
10. A solid wood beam binder (15) formed according to any of claims 1 to 9, characterized in that it is formed from at least two beams (1) formed from long timbers (L) glued together
by a vertical glue joint (5), with one of the beams (1, 2, 3) being arranged at the
bottom side of the solid wood beam binder (15) and one of the beams (1, 2, 3) being
arranged at the top side of the solid wood beam binder (15) and with either one board
(B) or two boards (B) likewise glued together by a vertical glue joint (5) or further
beams (1, 2, 3) being provided between those beams.
11. A solid wood beam binder (15) according to any of claims 1 to 10, characterized in that the long timbers (L) provided at the bottom side of the solid wood beam binder (15)
exhibit sapwood (17) at the bottom side and preferably also those at the top side
of the solid wood beam binder (15) exhibit sapwood (17) at the top side.
12. A process for manufacturing a solid wood beam binder (15) according to any of claims
I to 11, characterized in that long timbers (L) are glued together the elastic modulus of which has been determined
from the round timber, from the wet sawn timber and/or from the dry sawn timber.
13. A process according to claim 12, characterized in that, in the tension zone, preferably also in the pressure zone, long timbers (L) having
an elastic modulus above a particular limiting value, such as > 13,000 N/mm2, are used and that long timbers (L) optionally provided therebetween are selected
from long timbers (L) having a lower elastic modulus.
14. A process according to claim 12 or 13, characterized in that, prior to gluing, the elastic modulus is approximately determined by ultrasonic measurement
or sonic measurement or by bending test or tensile test.
15. A process according to any of claims 12 to 14, characterized in that strong timber, in particular strong timber having a diameter of at least 300 mm at
the top end of the trunk, is processed into a waney squared timber by milling and
that the squared timber is subsequently processed into long timbers (L), preferably
by band sawing.
16. A process according to claim 15, characterized in that the sawing into long timbers (L) is performed approximately along or, respectively,
parallel to the pith of the squared timber.
17. A process according to claim 15 or 16, characterized in that the band sawing is performed with about half the feed rate of milling.
18. The use of a solid wood beam binder according to any of claims 1 to 11 as a wall or
- in a horizontal arrangement - as a ceiling element.
1. Poutre composite en bois plein (15) composée de pièces en bois allongées (L) collées
les unes aux autres, qui sont formées par assemblage de tronçons de bois allongés
au moyen de dentures en coin, ladite poutre étant formée par au moins trois pièces
en bois allongées (L) avec au moins une jonction collée (5) verticale et une jonction
collée horizontale, lesdites pièces en bois allongées (L) étant à nouveau recomposées
et collées pour former une poutre composite en bois plein (15) dans la disposition
dans laquelle elles sont découpées à partir du tronc, et dans laquelle la zone de
traction et/ou de compression de la poutre composite en bois plein est formée par
du bois d'aubier (17).
2. Poutre composite en bois plein (15) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les surfaces latérales, qui forment les jonctions collées (5), des pièces en bois
allongées (L) sont travaillées par fraisage.
3. Poutre composite en bois plein (15), caractérisée en ce qu'elle est formée par deux ou plusieurs pièces en bois allongées (L) agencées les unes
à côté des autres et deux ou plusieurs pièces en bois allongées agencées les unes
au-dessus des autres et collées les unes aux autres.
4. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les surfaces latérales verticales (6) ont une structure en galette (7).
5. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle comprend au moins une pièce en bois allongée (L) avec une hauteur (10) de plus
de 100 mm, de préférence jusqu'à environ 300 mm, et une largeur (8) de plus de 40
mm, de préférence jusqu'à 100 mm.
6. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'elle comprend au moins une pièce en bois allongée (L) avec une hauteur (10) de plus
de 140 mm, de préférence jusqu'à 600 mm, et une largeur (28) de plus de 40 mm.
7. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'elle utilise des pièces en bois allongées (L), dont les zones latérales étroites (19)
sont formées par le bois d'aubier (17) de gros bois (18).
8. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par l'agencement et le collage d'au moins une pièce de bois allongée (L) à la face supérieure
et/ou à la face inférieure, qui s'étend sur la totalité de la largeur (9) de la poutre
composite en bois plein (15) et qui présente également vers le bas ou vers le haut
une structure en galette (7).
9. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'elle est formée par trois pièces de bois allongées (L), à savoir deux pièces en bois
allongées (L) collées pour former une poutre avec jonction collée verticale (5) et
un madrier (B) collé avec ces poutres (1) avec une jonction collée horizontale (5),
présentant une largeur de la poutre (1).
10. Poutre composite en bois plein (15) formée selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'elle est formée à partir d'au moins deux poutres (1) formées de pièces en bois allongées
(L) collées les unes aux autres au moyen d'une jonction collée verticale (5), l'une
des poutres (1, 2, 3) étant agencée à la face inférieure de la poutre composite en
bois plein (15) et l'une des poutres (1, 2, 3) étant agencée à la face supérieure
de la poutre composite en bois plein (15), et dans laquelle entre ces poutres il est
prévu soit un madrier (B) soit deux madriers (B) collés l'un à l'autre également avec
une jonction collée verticale (5), soit encore d'autres poutres (1, 2, 3).
11. Poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que les pièces en bois allongées (L) prévues à la face inférieure de la poutre composite
en bois plein (15) présentent sur leur face inférieure du bois d'aubier (17), et en ce que de préférence également les pièces en bois allongées (L) prévues à la face supérieure
de la poutre composite en bois plein (15) présentent à leur face supérieure du bois
d'aubier (17).
12. Procédé pour fabriquer une poutre composite en bois plein (15) selon l'une des revendications
1 à 11, caractérisé en ce que des pièces en bois allongées (L) sont collées les unes aux autres, dont le module
élastique a été déterminé à partir de bois rond, à partir de bois de découpe humide
et/ou à partir de bois de découpe sec.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que dans la zone en traction, et de préférence aussi dans la zone en compression, on
utilise des pièces en bois allongées (L) avec un module d'élasticité supérieur à une
valeur limite déterminé, comme > 13.000N/mm2, et en ce que les pièces en bois allongées (L) prévues éventuellement entre celles-ci sont choisies
à partir de pièces en bois allongées (L) avec un module d'élasticité plus faible.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que le module d'élasticité avant le collage est déterminé de façon approximative par
mesure aux ultrasons ou par mesure sonique, ou au moyen d'un test de flexion ou d'un
test en traction.
15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que l'on usine du gros bois, en particulier du gros bois avec un diamètre à l'extrémité
supérieure d'au moins 300 mm, par fraisage pour former du bois équarri à arêtes brutes,
et en ce que le bois équarri est usiné pour former les pièces en bois allongés (L), de préférence
par sciage à la scie à ruban.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que le sciage pour former les pièces en bois allongées (L) est exécuté approximativement
le long de ou parallèlement aux canaux à moelle du bois équarri.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que le sciage à la scie à ruban est exécuté approximativement à la moitié de la vitesse
d'avance du fraisage.
18. Utilisation d'une poutre composite en bois plein selon l'une des revendications 1
à 11, à titre d'élément de mur ou, dans un agencement couché, à titre d'élément de
plafond.

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